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10 Tipps gegen Hitze im Camper
10 Tipps gegen Hitze im Camper

10 Tipps gegen Hitze im Camper

10 Tipps für angenehme Temperaturen im Wohnmobil oder Caravan im Hochsommer - diese Ideen sorgen für Abkühlung im Camper
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Autor: Freeontour, Titelbild: Bürstner / Manuel Wollenhaupt

Für die meisten Camper sind die Sommermonate die Hauptreisezeit - schließlich lebt es sich zu dieser Jahreszeit draußen in der Natur am angenehmsten. Doch was kann man tun, um die Temperaturen in Wohnwagen oder Wohnmobil während der immer häufiger auftretenden Hitzewellen im Sommer einigermaßen angenehm zu halten? Freeontour präsentiert zehn Tipps, damit der Camper in der nächsten Hitzewelle nicht zum Backofen wird. 

Tipp 1: Heiß begehrt im Sommer - der Schattenplatz

Die goldene Regel Nummer 1 im Sommer lautet, Caravan, Wohnmobil oder Campervan nach Möglichkeit immer auf einem Schattenplatz abzustellen. Denn der natürliche Schatten unter Bäumen oder Sträuchern bietet den effektivsten Schutz gegen starke Sonneneinstrahlung und Hitzeentwicklung und bietet bei leichtem Wind auch etwas natürliche Kühlung. Da dies selbstverständlich den allermeisten Campern bekannt ist, sind Schattenflächen auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen zu dieser Jahreszeit heiß begehrt. Wer während der Hauptsaison im Sommer mit Caravan oder Wohnmobil verreisen möchte, sollte seinen Campingplatz daher möglichst frühzeitig buchen und schon bei der Auswahl des Platzes darauf achten, wie viel natürlichen Schatten der Campingplatz zu bieten hat. Aber Achtung: Schattenplatz ist aufgrund der wandernden Sonne nicht gleich Schattenplatz. Am wichtigsten ist es, dass Wohnmobil oder Wohnwagen vom späten Vormittag bis zum Spätnachmittag beziehungsweise frühen Abend im Schatten stehen. Wer die Möglichkeit hat, sollte seinen Campingplatzbetreiber bei der Buchung danach fragen. Außerdem sollte man darauf achten, ob die Sat-Antenne für den TV-Empfang im Wohnmobil eventuell durch die schattenspenden Bäume beeinträchtigt wird.   

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Wer Wohnmobilstellplätze bevorzugt, die nicht vorab gebucht oder reserviert werden können, sollte den neuen Stellplatz zwischen Nachmittag und Abend beziehen. Denn zu dieser Zeit kann man anhand des Sonnenstands noch erkennen, welche Stellflächen tagsüber am ehesten im Schatten liegen oder zumindest teilweise abgeschattet sind. Im Zweifelsfall fragt man einfach einen der neuen Nachbarn nach deren Erfahrungen und kann direkt freundlich Hallo sagen. Damit hat man dann auch gleich eine der wichtigsten Camping-Regeln eingehalten. 

Tipp 2: Fahrzeugjalousien tagsüber runter oder abschatten

Ebenfalls selbstverständlich für erfahrene Camper ist es, im Sommer tagsüber die Fensterjalousien geschlossen zu halten - am besten schon, bevor die Sonne direkt auf die Fenster und die Windschutzscheibe bei Wohnmobil oder Campervan scheint. Das gilt natürlich auch für die Dachfenster. Die Jalousien sind ein wirklich sinnvolles Ausstattungsmerkmal, auf das man beim Kauf eines Wohnmobils, Campervans oder Wohnwagens auf jeden Fall achten sollte. Bei vielen Fahrzeugen sind diese bereits in der Serienausstattung enthalten. Ist dies nicht der Fall, sollte man sie direkt mitbestellen. Gleiches gilt übrigens für die Insektenschutzrollos und Insektenschutztüren. Wer mit einem Urban Camper auf Reisen geht, sollte sich entsprechende Thermo- oder Sonnenschutzblenden für die Seitenfenster sowie für Heck- und Frontscheibe zulegen.  

Wer sich gegen geschlossene Jalousien entscheidet, um weiter aus den Fenstern sehen zu können, sollte die der Sonnenseite zugewandten Fenster zumindest durch die Markise oder alternativ durch ein Sonnensegel oder ein Tarp abschatten. 

Tipp 3: Zusätzliche Außenisolierung anbringen

Die oft serienmäßig im Campingfahrzeug verbauten Sichtschutzjalousien sind bereits ein erster Schritt, um der Hitze im Wohnwagen oder Wohnmobil ein wenig Einhalt zu gebieten. Noch effektiver wird der Hitzeschutz aber, wenn man von außen zusätzlich einen Sonnenschutz oder eine Thermoisolierung anbringt, da die Wärme auf diese Weise gar nicht erst hinter die Scheiben gelangt. Das gilt bei Reisemobil und Campervan ganz besonders für die Windschutzscheibe und die Fenster des Fahrerhauses, die besonders viel Licht und Wärme hereinlassen. Bringt man hier von außen eine für das Fahrzeug passende Sonnenschutz- oder Thermoabdeckung an, bleibt es im Innern des Fahrzeugs direkt etwas kühler.

Dafür gibt es im Campingzubehörhandel und auch bei den verschiedenen Wohnmobilherstellern eine Auswahl verschiedener Fahrerhausabdeckungen. Auch für die Dachfenster und die Seitenfenster kann man entsprechende Abdeckungen erwerben, welche die Hitze draußen halten sollen. Wer ein wenig Basteltalent hat, kann sich aber auch passende Isolierungen für die Fenster und Dachluken selber basteln - beispielsweise aus Thermofolie oder Thermoisoliermatten aus dem Baumarkt.

Tipp 4: Zum richtigen Zeitpunkt lüften

Was so mancher Camper bisweilen vergisst: Der beste Sonnenschutz an Windschutzscheibe und Fenstern kann die Hitze nicht draußen halten, wenn tagsüber die Fenster und die Tür von Womo oder Wohnwagen geöffnet sind. Ganz besonders dann nicht, wenn gleichzeitig die Sonne darauf scheint. Deshalb gilt hier dieselbe Regel, wie zu Hause: Gelüftet wird nur dann, wenn die Außentemperatur unter der Temperatur im Campingfahrzeug liegt. Ist dies der Fall heißt es, alles aufreißen, was geht und möglichst viel frische und vor allem kühlere Luft hineinlassen. In der Regel ist das im Rahmen von Hitzewellen vom späten Abend bis frühen Morgen der Fall. Eine Ausnahme von dieser Regel sollte man lediglich dann machen, wenn draußen trotz Hitze etwas Wind geht: Dann kann man die Fenster öffnen und für etwas Durchzug sorgen. Dadurch sinkt die Temperatur im Camper zwar nicht, aber die Luft wird etwas angenehmer.

Eine weitere Ausnahme gibt es, wenn man mit einem Campervan im Campingurlaub ist: Da Kastenwagen aufgrund ihrer Bauart bisweilen etwas hitzeanfälliger sind als Wohnmobile, kann es die Stauhitze etwas senken, wenn die abgeschatteten oder isolierten Fenster tagsüber manchmal geöffnet werden. 

Tipp 5: Zusätzliche Abschattung durch Vorzelt, Markise oder Tarp

Da man im Sommer selten das Glück hat, eine Stellfläche auf dem Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz zu erwischen, der in Sachen Schatten den Idealvorstellungen entspricht, sollte man sich vorsorglich anderweitig wappnen. Das Minimum hierfür ist die Markise, welche die meisten Campingfahrzeuge ohnehin an Bord haben. Mit ihr ist es möglich, wenigstens den Bereich der Tür, einzelne Seitenfenster und oft auch die Außenwand des Kühlschrankbereichs zu beschatten. Gerade die Abschattung der Kühlschrankwand ist wichtig, damit der Kühlschrank bei großer Hitze nicht an seine Leistungsgrenze gehen muss und unnötig viel Strom oder Gas verbraucht. Die Markise hat allerdings den Nachteil, dass man sie nur nutzen sollte, wenn man sich selbst beim Camper aufhält. Verlässt man den Platz für einen längeren Zeitraum, sollte man die Markise einfahren, um bei eventuellen Gewittern oder starken Windböen keine Schäden an der Markise oder am Fahrzeug zu riskieren.  

Zudem wandert der Schatten der Markise je nach Sonnenstand. Besser für die dauerhafte Abschattung eignet sich daher ein Vorzelt für Wohnmobil oder Wohnwagen. Gerade die modernen Luft- beziehungsweise Air-Zelte sind in der Regel schnell auf- und abgebaut und wiegen oft weniger als Vorzelte mit Gestänge. Für alle, die gerne auf ein Vorzelt verzichten möchten, bietet sich alternativ ein Sonnensegel oder Tarp an, das vor oder über dem Camper aufgespannt werden kann. Eine solche Variante bringt nicht viel Gewicht auf die Waage, kostet weniger als ein Vorzelt und lässt sich flexibel einsetzen. 

Tipp 6: Klimaanlage, Ventilator und Co. sinnvoll einsetzen

Nicht viele Wohnwagen oder Wohnmobile haben serienmäßig eine Klimaanlage für den Innenraum an Bord. Wer ein neues Campingfahrzeug erwirbt, sollte sich daher überlegen, ob er den neuen Caravan oder das Reisemobil von vorneherein mit einer Klimaanlage ausstatten möchte. Für alle anderen gibt es auch die Option, das Campingfahrzeug nachträglich mit einer Klimaanlage nachzurüsten. Doch selbst wenn eine solche Airconditioning an Bord ist, sollte man die zuvor genannten Regeln der Abschattung möglichst beachten, da Klimaanlagen im Dauerbetrieb viel Strom benötigen. Zudem kann eine Klimaanlage nur dann effektiv arbeiten, wenn Fenster und Türen geschlossen sind.

Wer keine Klimaanlage an Bord seines Campers hat, kann sich auch mit anderen Hilfsmitteln ein wenig Abkühlung verschaffen. Klassiker hierfür sind natürlich Ventilatoren, die zwar nicht kühlen, aber zumindest für Luftzirkulation im Wohnmobil oder Wohnwagen sorgen. Das kann auch hilfreich beim Lüften sein, um die kühlere Luft von draußen schneller im Fahrzeug zu verteilen. Ventilatoren gibt es in vielen Größen und Ausführungen, wobei nicht alle Geräte für den Einsatz im Camper ideal sind. Deckenventilatoren und Standventilatoren sind aufgrund des begrenzten Platzes und der Deckenhöhe im Campingfahrzeug weniger geeignet. Besser sind da kleinere Tischventilatoren oder Klemmventilatoren, die im Idealfall kabellos und wiederaufladbar sind oder über einen 12-V-Anschluss betrieben werden können. Platzsparend sind auch Ventilatoren, die man in die Dachluke klemmen kann. Diese benötigen oft allerdings eine etwas aufwändigere Elektroinstallation.

Ebenfalls ein wenig Minderung der gefühlten Innentemperatur versprechen so genannte Luftkühler mit Verdunstungskühlung, die es mittlerweile in diversen Ausführungen und auch als kleine Tischgeräte im Batteriebetrieb oder mit USB-Anschluss gibt. Auch diese Geräte senken die Innentemperatur im Campingfahrzeug nicht wirklich, können Stauhitze aber etwas erträglicher machen, beispielsweise im Schlafbereich. 

Tipp 7: Draußen kochen und duschen

Wenn sich die Wärme ohnehin schon im Wohnmobil oder Wohnwagen staut, sollte man jede weitere Wärmeentwicklung im Innenraum so weit wie irgend möglich vermeiden. Dazu zählt beispielsweise das Kochen im Fahrzeug, da der Betrieb des Gaskochers - ob nun zum Kaffeekochen oder fürs Nudelwasser - zusätzliche Wärme im Camper erzeugt. Abhilfe kann hier ein externer Campingkocher schaffen, der entweder per Gas oder per Strom betrieben wird. Gut geeignet sind auch Campinggrills, die zugleich zum Kochen verwendet werden können. Auch das Duschen mit Warmwasser im Wohnmobil oder Campervan erzeugt zusätzliche Wärme, so dass man an besonders heißen Tagen die Duschen des Campingplatzes nutzen sollte - oder aber sich Abkühlung durch eine Außendusche verschafft. Hinzu kommt die Faustformel: Je mehr Personen sich in einem Campingfahrzeug aufhalten, desto wärmer wird es. Daher sollte man an heißen Tagen so viel Zeit wie möglich - im Schatten - außerhalb des Campers aufhalten.

Tipp 8: Kleine Tricks für besseres Schlafklima 

Gerade vor dem Schlafengehen haben sich Außentemperatur und Innentemperatur im Wohnwagen oder Wohnmobil oft noch nicht so weit abgekühlt, dass an erholsamen Schlaf zu denken ist. Hier helfen ein par kleine Tricks, die beim Einschlafen unterstützen können. Wer beispielsweise Vorhänge oder anderen Sichtschutz aus Stoff vor den Fenstern im Schlafbereich hat, kann diese vor dem Schlafengehen mit einer Sprühflasche befeuchten. Der Effekt ist ähnlich dem eines Luftkühlers mit Verdunstungskühlung, braucht aber keinerlei Strom: Die von außen hereinströmende Nachtluft sorgt für die Verdunstung des Wassers im Vorhang, so dass die gefühlte Temperatur im Camper zumindest vorübergehend etwas sinkt.

Eine kurz- bis mittelfristige Kühlung kann man sich auch verschaffen, wenn man vor dem Schlafengehen ein Kühlelement aus dem Eisfach oder eine mit Eiswürfeln gefüllte Wärmflasche im Bett platziert. Wer mag, kann sich auch mit einem leicht angefeuchteten Bettlaken zudecken, was allerdings nicht jedem gefällt. Eine gekühlte Schlafmaske sorgt übrigens nicht nur für einen coolen Kopf beim Einschlafen, sondern sorgt auch für Entspannung der Augenlider und Wangen. Kaltes Duschen vor dem Schlafengehen empfiehlt sich übrigens nicht, da der Körper dabei erst so richtig in Schwung kommt und aufheizt - man schwitzt also umso mehr. Besser ist es, mit lauwarmem Wasser zu duschen und sich nicht zu stark abzutrocknen, da die Verdunstungskälte den Körper zusätzlich abkühlt. 

Tipp 9: Stellplätze früh morgens oder abends wechseln

Wer mit Wohnmobil oder Campervan auf Tour ist und zwischendurch öfter mal den Wohnmobilstellplatz wechselt, sollte die Transferetappe möglichst auf die frühen Abendstunden oder alternativ den frühen Morgen legen. Das hat den Vorteil, dass man Wohnmobil und Campervan während der Fahrt durch die Klimaanlage im Fahrerhaus etwas herunterkühlen kann und das Fahrzeug dann am Abend auf dem Stellplatz nicht mehr ganz so warm ist. Wer keine Klimaanlage in der Fahrerkabine hat oder empfindlich auf eine solche reagiert, öffnet während der Fahrt die Fenster von Fahrer- und Beifahrertür, damit die warme Stauluft aus dem Camper entweichen kann. Wer für seine Wohnmobiltour Campingplätze nutzen möchte, muss dabei natürlich auf die Check-in-Zeiten des jeweiligen Platzes achten. 

Übrigens: Wer tagsüber bei heißen Temperaturen unterwegs ist, sollte zwischendurch viel trinken und auch häufiger Pausen einplanen. Denn selbst bei gut klimatisierten Fahrzeugen kann es durch die Hitzebelastung zu Herz- Kreislauf-Problemen kommen, die zu Ermüdungserscheinungen und plötzlicher Benommenheit führen. Daher ist die Unfallhäufigkeit bei Hitze um bis zu 20 % erhöht.

Tipp 10: Die kühlsten Stellen im Fahrzeug nutzen

Der letzte Tipp sorgt zwar nicht dafür, dass es im Wohnmobil oder Wohnwagen kühler wird, er kann aber dabei helfen, dass empfindliche Dinge oder Getränke nicht allzu warm werden. Wichtig ist dies besonders für empfindliche technische Geräte wie Smartphone, Digitalkamera, Notebook oder Tablet-PC und weitere per Akku betriebene Geräte. Denn zu große Hitze kann dem Akku schaden, weshalb man solche Geräte ausgeschaltet an einem möglichst kühlen und sicheren Ort im Wohnmobil oder Wohnwagen verstauen sollte, wenn sie nicht gerade benutzt werden. Dabei befinden sich die kühlsten Stellen im Pkw oder Wohnmobil üblicherweise unter den Sitzen, im Stauraum im Boden oder unten im Kofferraum. Wer die Geräte außerdem in eine dicke Decke wickelt und/oder in einer verschlossenen Styropor-Box verstaut, sorgt zusätzlich für Isolation. Auch Getränkevorräte, die im Kühlschrank keinen Platz mehr finden, kann man gut an solchen Stellen im Campingfahrzeug verstauen. Das spart sowohl Zeit als auch Strom oder Gas für die spätere Kühlung.  

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