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Die zehn wichtigsten Camping Regeln
Die zehn wichtigsten Camping Regeln

Die zehn wichtigsten Camping Regeln

10 Camping Regeln, die nicht nur Camping-Einsteiger auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen kennen sollten
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FREEONTOUR

Autor: Freeontour, Titelbild: Pixabay

Der Urlaub mit Wohnwagen oder Wohnmobil hat in den vergangenen Jahren einen wahren Boom erlebt. Immer mehr Menschen erfüllen sich den Traum der mobilen Freiheit. Doch auch die hat ihre - teils geschriebenen, teils ungeschriebenen - Regeln und Gesetze, die für Camping-Einsteiger nicht immer sofort ersichtlich sind. Freeontour fasst die zehn wichtigsten Campingplatz- und Wohnmobilstellplatz-Regeln zusammen, frei nach dem Motto: So klappt's auch mit den Camping-Nachbarn. 

1. Aufbauen am Abend oder nachts: so leise wie möglich 

Für viele Wohnmobilisten ist ein großer Vorteil eines Wohnmobilstellplatzes im Vergleich zum Campingplatz der, dass man meist auch spät abends oder nachts noch anreisen und eine Stellfläche beziehen kann. Denn anders als beim Campingplatz gibt es meist keine Sperrstunde im herkömmlichen Sinne. Insbesondere zu vorgerückter Uhrzeit sollte man aber dennoch Rücksicht auf die übrigen BewohnerInnen des Platzes nehmen. Und das bedeutet: das Wohnmobil so zügig wie möglich auf die dafür vorgesehene Stellfläche rangieren, Türen so leise wie möglich schließen, keine unnötigen Rufe quer über den Platz und nur die wirklich für die Nacht notwendigen Dinge wie Unterlegkeile, Aufstelldach und Stromkabel auspacken und anschließen. Markise, Fahrräder und Campingmöbel kann man schließlich auch am nächsten Morgen noch herausholen. Und auch das Erkunden des Platzes durch Kinder oder Hunde kann warten, bis es wieder hell ist. Die Nachbarn werden es danken und einen am nächsten Morgen in der Regel mit einem freundlichen Lächeln willkommen heißen! 

2. Fair und rücksichtsvoll parken

Auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen, die entweder in Parzellen eingeteilt oder mit Markierungen versehen sind, sollte man sich auch an diese halten. Über die Grenzen der eigenen Fläche hinaus parken, die Markise ausfahren oder seine Campingmöbel dort platzieren ist anderen Campern gegenüber rücksichtslos. Gibt es keine Markierungen oder ähnliches, hilft bisweilen ein Blick in die Campingplatz- oder Stellplatzsatzung, die meist öffentlich ausgehangen ist. Darin sind oft nicht nur die einzuhaltenden Abstände zwischen den einzelnen Fahrzeugen zu finden, sondern auch Angaben dazu, in welche Richtung Wohnmobil oder Wohnwagen eingeparkt werden sollen.

Sind dazu keine Angaben oder Markierungen zu finden, helfen zwei Faustregeln weiter:
1. Wer in dieselbe Richtung parkt, wie seine Nachbarn, gönnt nicht nur sich selbst, sondern auch den Nachbarn etwas Privatsphäre, da sich der Eingangsbereich dann jeweils auf derselben Fahrzeugseite befindet.
2. Zwischen den einzelnen Wohnmobilen sollte es mindestens eine Fahrzeugbreite Abstand geben - und zwar nicht, damit sich Spätankömmlinge noch auf Kuschelkurs in die Lücke quetschen können, sondern aus Brandschutzgründen. Mancherorts sind deshalb auch drei Meter Abstand vorgeschrieben, in Schweden sind es meist sogar vier Meter. 

Vor allem aber gilt das Prinzip Fairness und Rücksicht nehmen: Gerade in Hauptreisezeiten, wenn jede Stellfläche heiß begehrt ist, sollte man sein Campingfahrzeug so parken, dass auch andere Camper noch eine Chance haben, ihr Fahrzeug abzustellen. Wer sich unnötig breit macht, macht sich bei den Nachbarn eher unbeliebt. Dazu gehört auch, eine Stellfläche zu wählen, die der Größe des Campingfahrzeugs entspricht: Wer mit einem Campingbus oder Urban Camper unterwegs ist, kann gut auf einer kleineren Fläche stehen und die größeren Stellflächen für Wohnmobile freihalten, die einfach mehr Platz benötigen.

Im Gegenzug darf man in der Nebensaison, wenn kaum Camper unterwegs sind, den Abstand etwas großzügiger dimensionieren. Als absolutes Camping No-Go gilt es übrigens, sich quer über mehrere Stellflächen zu platzieren. 

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3. Wer zuerst kommt, mahlt zuerst

Ein Thema, das auf Wohnmobilstellplätzen immer wieder für Streit sorgt, ist das Reservieren seiner Stellfläche durch zurückgelassene Auffahrkeile, Campingmöbel oder andere Campingutensilien, während man tagsüber einen Ausflug mit dem Womo macht. Auf Stellplätzen, auf denen man mehrere Tage im Voraus buchen kann und eine bestimmte Fläche zugewiesen bekommt, ist das natürlich völlig in Ordnung. Auf Plätzen ohne feste Platzzuteilung und Buchung sorgt dieses Verhalten aber bisweilen für Zündstoff. Denn letzten Endes gilt auf den meisten Wohnmobilstellplätzen das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Auf diese Weise soll auch die Spontanität und Flexibilität des Reisens mit dem Wohnmobil erhalten bleiben. Wer eine weitere Nacht auf dem Stellplatz bleiben möchte, kann seinen Tagesausflug alternativ mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln planen. 

4. Ruhezeiten einhalten & Rücksicht nehmen

Ob auf dem Campingplatz oder dem Wohnmobilstellplatz: Bekanntlich ist kein Camper wie der andere, jeder und jede hat ihre ganz individuellen Vorstellungen davon, was einen gelungenen Urlaub ausmacht. Und das sollte man sich auch auf dem Wohnmobilstellplatz immer vor Augen halten: Jeder und jede möchte hier einen entspannten Urlaubstag verbringen. Daher gilt es sowohl auf Campingplätzen als auch Stellplätzen, Rücksicht zu nehmen und die üblichen Ruhezeiten einzuhalten. Wer abends länger feiern möchte, sollte sich dafür ein Plätzchen abseits der Stellfläche suchen, wo andere nicht gestört werden. Auch auf den nächtlichen Betrieb von Generatoren oder Klimaanlagen sollte man möglichst verzichten.

Im Gegenzug darf man von Frühaufstehern erwarten, dass auch diese etwas Rücksicht nehmen, wenn die Nachbarn etwas länger schlafen möchten. Wer beispielsweise mit Hunden oder Kindern unterwegs ist, die schon morgens bespaßt werden möchten, kann diese mit auf einen Spaziergang abseits des Platzes nehmen, gemeinsam zum nächsten Bäcker laufen oder - im Falle von Kindern - einen Spielplatz in der Nähe aufsuchen. 

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5. Hunde anleinen & Hinterlassenschaften beseitigen

Sowohl auf Campingplätzen als auch auf Wohnmobilstellplätzen gilt eigentlich immer die Regel, dass Hunde an der Leine zu halten beziehungsweise zu führen sind. Manche Menschen haben schlicht und ergreifend Angst vor (fremden) Hunden, auch wenn er noch so lieb ist. Zudem kann man nie genau wissen, ob sich nebenan nicht eventuell Allergiker aufhalten. Dass weder Stellplatz noch Campingplatz als Hunde-WC genutzt werden sollten, ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit. Schließlich wird es niemanden freuen, wenn das eigene Wohnmobil oder die Markise markiert werden - oder noch übler, wenn man morgens auf dem Weg zu den Sanitäranlagen oder zum Brötchenholen halbwach in einen Hundehaufen tritt. Und sollte sich der Haufen auf dem Weg zur nächsten Hundewiese einmal doch nicht vermeiden lassen, dann hilft der Griff zur Kot-Tüte. Der nächste Mülleimer ist ja meist nicht weit entfernt. 

6. Grundregeln der Nett-iquette beim Camping

Im Prinzip gelten auf dem Campingplatz und dem Wohnmobilstellplatz dieselben Regeln des Respekts und der Höflichkeit anderen gegenüber, wie im normalen Alltag auch. Ein freundliches Grüßen oder Kopfnicken reicht oft schon aus, um sich mit den Nachbarn auf guten Fuß zu stellen. Dabei merkt man auch schnell, wer sich gerne kurz oder länger unterhalten möchte und wer seine Ruhe haben möchte. Achtung Fettnäpfchen: Unter Campern ist es weit verbreitet, sich zu duzen. Das Siezen empfindet so mancher Camper als merkwürdig. Ein Tabu ist es übrigens auch, ohne zu fragen als Abkürzung den Weg über eine fremde Parzelle oder Stellfläche zu nehmen. Die wenigsten Camper dürften sich auch darüber freuen, wenn ihr Wohnmobil oder Wohnwagen als Torpfosten beim Fußballspielen oder ähnlichem genutzt wird. Auch hier gilt: vorher lieber fragen oder außerhalb des Stellplatzes Fußball spielen, dann lebt es sich viel entspannter mit einander. 

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7. Geruchsbelästigung vermeiden & Müll entsorgen

Wirklich niemand hat Spaß daran, sein Frühstück oder Abendessen vor dem Wohnmobil oder Wohnwagen mit mehr oder weniger üblen Gerüchen einnehmen zu müssen, die von der Nachbarstellfläche herüberwabern. Das kann bei heißen Temperaturen die Chemie-Toilette sein, die länger nicht geleert wurde, aber auch der Holzkohlegrill, dessen Qualm direkt zu den Nachbarn zieht. Was genau als Geruchsbelästigung empfunden wird, ist dabei sehr individuell und kann - zumindest in Bezug auf das Grillen - mit einer kurzen Frage abgeklärt werden. Da das Grillen mit Holzkohle beziehungsweise offenem Feuer insbesondere im Sommer aber ohnehin auf vielen Plätzen nicht erlaubt ist, kann man dieses Problem mit einem Elektro- oder Gasgrill umgehen. Wobei man immer in der jeweiligen Campingplatz- oder Stellplatzsatzung vorab nachschauen sollte, ob das Grillen an sich überhaupt zugelassen ist. Denn tatsächlich ist es das auf vielen Wohnmobilstellplätzen nicht.

Üble Gerüche kann auch Müll entwickeln, der zunächst unter dem Campingfahrzeug gesammelt oder bei Abreise einfach liegengelassen wird. Wenig erfreulich sind ebenfalls übervolle Mülleimer. All diese Faktoren sorgen nicht nur für üble Gerüche, sondern ziehen zudem wildlebende Tiere an - ebenso wie Nahrungsmittel, die man über Nacht draußen lässt. Daher gilt immer: den eigenen Müll vernünftig entsorgen und bei übervoller Tonne bis zur nächsten Mülltonne mitnehmen. 

8. Grauwasser richtig entsorgen

Wenn es um das Entleeren des Grauwassertanks geht - also dem Abwasser von Spüle, Waschbecken und Dusche - gibt es eigentlich nur eine einzige Camping Regel zu beachten: Grauwasser darf nur an den speziell dafür gekennzeichneten Abläufen abgelassen werden. Ein absolutes Camping Tabu ist es, das Grauwasser direkt auf der Stellfläche oder auf der Campingparzelle ablaufen zu lassen. Dabei handelt es sich nicht nur um eine Frage des Anstands und des Umweltschutzes, sondern auch um eine Ordnungswidrigkeit, die in Deutschland bis zu 5.000 Euro Strafe kosten kann. Gleiches gilt übrigens auch, wenn man das Grauwasser einfach über einem nicht dafür gekennzeichneten Straßengully entsorgt. Der Grund: Nicht alle Straßengullys sind an die Kanalisation zum Klärwerk angeschlossen, manche sind nur dafür gedacht, Regenwasser aufzunehmen und in das nächste Gewässer oder Rückhaltebecken geleitet zu werden. Den Unterschied kann man von außen nicht sehen. Ein Camping No-Go ist übrigens auch, die Entsorgungsstation dreckig zu hinterlassen. Nach dem Ablasen des Grauwassers sollte man noch etwas Frischwasser nachspülen. 

Tipp: Sollte sich einmal gar keine offizielle Entsorgungsstation im Umkreis finden lassen, kann man Grauwasser im Notfall in einen Eimer auffangen und über eine an ein Klärwerk angeschlossene Toilette entsorgen. Diese sollte man danach aber auch sauber hinterlassen! 

9. Frischwasserschlauch NIE für die WC-Kassette nutzen!

Genau wie das Grauwasser darf auch das Schwarzwasser - also der Toilettentank oder die Toilettenkassette - ausschließlich an speziell dafür gekennzeichneten Stellen geleert werden. Bei Abflussrinnen, die nicht extra für Schwarzwasser, Blackwater oder Fäkalienwasser gekennzeichnet sind, darf das Camping-WC nicht geleert werden. Auch in eine Toilette - egal, ob zu Hause oder unterwegs - sollte die Camping-WC-Kassette nicht einfach geleert werden. Der Grund: Die dem Camping-WC hinzugefügten chemischen Zusätze können die biologischen Mikroorganismen der Kläranlage beeinträchtigen und müssen gesondert behandelt werden. Gerade bei Bio-Kläranlagen sind daher ausschließlich besonders umweltfreundliche Zusätze erlaubt. Wer die herkömmlichen Zusätze nutzt, sollte also auf jeden Fall ausschließlich für Schwarzwasser gekennzeichnete Entsorgungsmöglichkeiten nutzen. Es versteht sich von selbst, dass man auch diese wieder sauber verlassen sollte! 

Ganz wichtig: Die absolut oberste Camping Regel lautet, dass man wirklich niemals den Frischwasserschlauch nutzt, um die Toiletten-Kassette auszuspülen. Das dient nicht nur dem Schutz aller anderen, sondern auch dem der eigenen Gesundheit. Die meisten Camper haben zwar zur Sicherheit ohnehin ihren eigenen Frischwasserschlauch an Bord, aber manche nutzen auch den Schlauch der Versorgungsstation. Wer dieser ganzen Problematik aus dem Weg gehen möchte, sucht sich am besten einen Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz, der die Entleerung und Reinigung der WC-Kassette per Automat anbietet. 

10. Gemeinschaftseinrichtungen nicht zweckentfremden

Bietet ein Campingplatz oder auch ein Wohnmobilstellplatz Sanitäranlagen, dann sollte es selbstverständlich sein, diese so zu verlassen, wie man sie selber vorfinden möchte. Gleiches gilt für Spülbecken, Kochgelegenheiten oder die Waschküche. Ein Camping No-Go ist außerdem, die jeweiligen Einrichtungen für andere Zwecke zu nutzen, als dafür vorgesehen sind. Das gilt fürs Wäschewaschen im Spülbecken ebenso wie für das Abduschen der Hunde in der für Zweibeiner vorgesehenen Dusche. 

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