Unfortunately, we don't support your browser (Internet Explorer) anymore, some functionalities could not work. Click here to get information on how to upgrade your browser.

Camping mit Hund im Wohnmobil oder Wohnwagen
Camping mit Hund im Wohnmobil oder Wohnwagen

Camping mit Hund im Wohnmobil oder Wohnwagen

Tipps zum Camping mit Hund für Einsteiger – vom sicheren Transport im Wohnmobil über den Schlafplatz bis hin zu praktischem Zubehör und Checkliste
freeontour
FREEONTOUR

Autor: Freeeontour / Claudia Rothkamp, Titelbild: LMC

Für Hundebesitzer mit Wohnmobil, Campervan oder Wohnwagen ist es völlig selbstverständlich, dass das vierbeinige Familienmitglied auch im Urlaub mit dabei ist. Dennoch gibt es vor und während des Campingurlaubs ein paar Dinge zu beachten, damit die gesamte Familie – inklusive Vierbeiner – die Reise so richtig genießen kann. Freeontour stellt die wichtigsten Tipps rund ums Camping mit Hund im Wohnmobil oder Wohnwagen vor – von der Auswahl des Reiseziels und passender Campingplätze bis hin zum Transport während der Fahrt und einem geeigneten Schlafplatz. 

#1: Reiseziel sowie Campingplätze oder Wohnmobilstellplätze hundegerecht auswählen

Was ist das schönste Reiseziel fürs Camping mit Hund? Auf diese Frage gibt es schlicht und ergreifend keine pauschale Antwort, schließlich sind die Bedürfnisse der Vierbeiner im Urlaub oft ebenso individuell wie die ihrer Besitzer. Dabei reden vor allem Rasse, Alter und Fell des Hundes und natürlich auch die Jahreszeit ein entscheidendes Wörtchen mit. Ausgiebige Bergtouren und Wanderungen wird man einem alten Hund kaum zumuten wollen, während sie für einen jungen Hund mit viel Bewegungsdrang genau das Richtige sein können. Ein Sommerurlaub in Südspanien dürfte für die wenigsten Hunde ideal sein – vor allem dann nicht, wenn das Tier viel Unterwolle hat und es keine Möglichkeit der Abkühlung gibt.

Bei der Auswahl des Urlaubsziels sollte man sich also zunächst fragen, was Hund und Besitzern gemeinsam Spaß macht und wie die Gegebenheiten dafür im jeweiligen Reiseland sind. Zusätzlich sollte man sich über die Regelungen für Hunde in Sachen Leinen- und Maulkorbpflicht im Gastland informieren und überlegen, ob diese den eigenen Urlaubswünschen entsprechen. Freeontour stellt die Regelungen für einzelne Reiseländer in Europa in den Länderportraits Auf einen Blick vor. 

Hunde nicht im Campingfahrzeug alleinlassen

Dabei sollte man sich auch immer vor Augen halten, dass man einen Hund bei warmen Temperaturen nicht einfach allein im Reisemobil oder Caravan zurücklassen kann, da sich das Campingfahrzeug schnell aufheizen kann. Eine Ausnahme gilt hier für Wohnmobile und Wohnwagen mit Klimaanlage für den Wohn- und Schlafbereich, die sich im Idealfall per App unterwegs überwachen lassen, damit man die Temperatur im Camper stets im Blick hat. Wer einen Hund hat, der schon bei der kleinsten Bewegung auf dem Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz anschlägt, sollte seinen Hund mit Rücksicht auf andere Camper aber auch mit Klimaanlage nicht im Wohnmobil allein lassen.    

Hundefreundlichen Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz wählen 

In der Regel sind Hunde auf Wohnmobilstellplätzen erlaubt, sofern es nicht ausdrücklich verboten ist. Meistens muss man für seine vierbeinigen Familienmitglieder auch keine gesonderte Gebühr zahlen. Viele Campingplätze erlauben ebenfalls, dass man Hunde und Katzen gegen zusätzliche Gebühr mit in den Campingurlaub bringt. Bei der Suche nach dem passenden Platz sollte man im Freeontour Campingplatz- und Stellplatzführer also zuallererst den Filter Hunde erlaubt aktivieren. Oft ist die Anzahl aber auf maximal zwei Vierbeiner pro Parzelle begrenzt. Hinzu kommt: Wenn Hunde auf dem Campingplatz erlaubt sind, bedeutet das nicht automatisch, dass sie auch willkommen sind. Einen hundefreundlichen Platz erkennt man oft daran, dass für die Vierbeiner auch ein zusätzlicher Service angeboten wird, beispielsweise ein eigener Hundestrand, eine eingezäunte Freilauffläche, Hundeduschen oder eine Hundebar. Solche Services sind im Freeontour Campingplatzführer im unteren Bereich an den entsprechenden Icons zu erkennen. Entsprechende Services rechtfertigen dann auch eine kleine Gebühr für den Aufenthalt des Vierbeiners. 

Wer seinen Campingplatz im Voraus bucht, sollte sich vorab beim Campingplatz informieren, welche Infrastruktur für Hunde geboten wird. Wer spontan reist, kann sich vor dem Check-in diesbezüglich erst einmal auf dem Platz umsehen. Generell sollte man sich aber darauf einstellen, dass sowohl auf Campingplätzen als auch auf Wohnmobilstellplätzen aus Rücksicht auf die übrigen Camper fast immer Leinenpflicht besteht. Dass man sich auch sonst rücksichtsvoll gegenüber anderen Campern verhalten sollte, indem man seinen Hund abseits des Platzes spazieren führt, eventuelle Hinterlassenschaften beseitigt und sich auch ansonsten an die (un)geschriebenen Campingregeln hält, versteht sich eigentlich von selbst. 

#2: Impfungen frühzeitig checken und Reiseapotheke zusammenstellen

Zu den Reisevorbereitungen, die man schon einige Wochen vor dem Urlaub in Ruhe abhaken sollte, gehört der Blick in den EU-Heimtierausweis. Denn für die Reise ins europäische Ausland ist auf jeden Fall eine gültige Tollwutimpfung erforderlich. Aus diesem Grund dürfen auch Welpen, die noch nicht gegen Tollwut geimpft sind, in der Regel nicht in andere EU-Staaten einreisen. Ebenfalls notwendig ist eine Kennzeichnung des Tieres per Chip oder bei älteren Tieren per Tätowierung. Manche Länder verlangen für die Einreise auch zusätzliche eine aktuelle Behandlung gegen Bandwurmbefall. Freeontour stellt die Regelungen für einzelne Reiseländer in Europa in den Länderportraits Auf einen Blick vor.

Wer mit seinem Hund in ein Land am Mittelmeer reisen möchte, sollte mit seinem Tierarzt außerdem frühzeitig über mögliche Risiken und Präventionsmöglichkeiten von Mittelmeerkrankheiten sprechen. Auch für Tiere, die häufig unter Reisekrankheit leiden, können Tierärzte eventuell ein wirksames Medikament verschreiben. Falls das Tier generell Medikamente benötigt, kann der Tierarzt diese rechtzeitig in ausreichender Menge für die Dauer des Campingurlaubs verordnen.

Auf jeden Fall sollte man mehrere Tage vor dem Urlaub auch an die Auffrischung des Zeckenschutzes denken und ein kleines Erste-Hilfe-Set für den Vierbeiner zusammenstellen. Neben eventuellen Medikamenten gegen Reisekrankheit und Durchfall sollte die Reiseapotheke folgendes beinhalten: eine Zeckenzange, eine Pinzette, ein Fieberthermometer, Desinfektionsspray sowie Verbandsmaterial inklusive Schere und Klebeband zur Erstversorgung von Verletzungen. Auch etwas Watte eignet sich gut als Zehentrenner, sollte man einen Pfotenverband anlegen müssen. Hilfreich können auch Arnikasalbe und eine entzündungshemmende Schmerzsalbe sein, sollte sich der Hund im Urlaub vertreten oder andere Verletzungen zuziehen. 

#3: Wie kann man einen Hund sicher im Wohnmobil transportieren?

Eine der wichtigsten Fragen beim Camping mit Hund ist die nach dem sicheren Transport während der Reise beziehungsweise während der Fahrt. Denn ob es einem gefällt oder nicht: Die Straßenverkehrsordnung in Deutschland und den meisten europäischen Ländern betrachtet einen Hund als Gegenstand beziehungsweise Sache. Und die muss für die Fahrt im Pkw oder Wohnmobil entsprechend gesichert sein, denn ein Hund kann sich im Fall einer Vollbremsung oder eines Unfalls ungesichert zum wahren Geschoss im Fahrzeug entwickeln. Eine solche Situation würde nicht nur für den Hund ein erhebliches Gesundheits- und Verletzungsrisiko bedeuten, sondern auch für alle Insassen im Wohnmobil, Campervan oder Pkw. 

Wer mit dem Caravan-Gespann unterwegs ist, transportiert seinen Hund daher wie im Alltag gewohnt im Pkw – entweder im abgetrennten Kofferraum, in einer Hundebox oder mit Geschirr am Gurt gesichert auf der Rückbank. Dabei sollte man von vorneherein darüber nachdenken, wie viel Platz das Tier im Pkw benötigt und ob für den Transport zusätzlichen Reisegepäcks eventuell eine Dachbox notwendig ist.  

Auch für den Transport eines Hundes im Wohnmobil, Campervan oder Urban Camper kommen drei unterschiedliche Möglichkeiten des sicheren Transports in Frage, die ihre Vorteile und Nachteile haben. Dabei spielen natürlich nicht nur die Platzverhältnisse im jeweiligen Campingfahrzeug eine Rolle, sondern auch die Größe des Hundes sowie dessen Gewohnheiten und Vorlieben beim Autofahren im Alltag. In Frage kommen auch im Wohnmobil oder Campervan Hundetransportboxen oder Hundetaschen, die entweder mit dem Sicherheitsgurt des Wohnmobils auf der Rückbank oder unter dem Tisch anderweitig befestigt werden. Nimmt der Hund ohne Box auf der Rückbank oder vor der Rückbank unter dem Tisch Platz, sollte er mit Geschirr und Hundegurt gesichert werden. Eine gute Option kann es auch sein, die Heckgarage oder einen Teil davon zur Hundebox umzubauen. All diese Möglichkeiten bieten verschiedene Vorteile und Nachteile, die Freeontour hier ausführlich erläutert

#4: Wo schläft der Hund im Wohnmobil oder Wohnwagen?

So manche HundebesitzerInnen werden auf diese Frage grinsend antworten: Überall dort, wo er gerade möchte und wo man über ihn stolpert. Dennoch kann es insbesondere für camping-unerfahrene Hunde gut und wichtig sein, einen eigenen Platz und Rückzugsort im Wohnmobil oder Wohnwagen zu haben. Auf diese Weise kann sich das Tier besser an das Reisen mit dem Campingfahrzeug gewöhnen. Eine eigene Ecke für den Hund zu finden, kann je nach Platzangebot im Camper aber schwierig sein. Daher ist die Basis das eigene Hundebett oder die Hundebox, die man bei Bedarf an unterschiedlichen Stellen im Wohnmobil oder Caravan platzieren kann.

Spezielle Hundebetten für die Raumverhältnisse im Wohnmobil

Dabei sollte man darauf achten, dass Bett oder Box an die Raumverhältnisse im Campingfahrzeug angepasst sind. Handelsübliche Hundebetten sind bisweilen zu breit und unflexibel für die Bauart von Wohnwagen oder Wohnmobil. Daher bieten verschiedene Reisemobilhersteller wie Sunlight, Carado, Bürstner, Hymer und Dethleffs im Zubehörbereich Hundebetten und Hundekissen an, die in ihrer Form an die bevorzugten Liegeplätze von Hunden angepasst sind: unter dem Tisch und im Wohnmobil im Bereich des Fahrerhauses. Im Idealfall gewöhnt man den Hund schon mehrere Wochen vor der Reise schrittweise an sein Camping-Bett, damit dieser auch am Reiseziel einen vertrauten Rückzugsort hat. 

Wer darüber nachdenkt, die Heckgarage des Wohnmobils für den Transport als Hundebox umzubauen, kann diese natürlich auch als Schlafort nutzen. Wenn man beispielsweise eine Verbindungstür oder ein Verbindungsgitter zwischen Garage und Innenraum unter dem Heckbett einbaut, hat der Vierbeiner eine wunderbare Möglichkeit, um sich zum Schlafen zurückzuziehen und ist dennoch nah bei seinen Besitzern. Gleichzeitig muss man nicht fürchten, im Wohnbereich auf den Hund zu treten, sollte man des nachts einmal austreten müssen. 

Hundegitter als Option im Campervan 

Eine solche Möglichkeit bietet auch der Campervan ohne Heckgarage: Carado beispielsweise hat ein Hundegitter mit Tür im Programm, welches man ganz einfach in die Halter des bereits vorhandenen Ladungsschutzes einsetzen kann, um den Gepäckraum unter dem Heckbett vom Wohnraum abzutrennen. Wer dem Hund nicht den gesamten Laderaum zur Verfügung stellen möchte, kann diesen nach hinten abtrennen, indem die mitgelieferten zusätzlichen Halterungen mit dem benötigten Abstand nach hinten seitlich angebracht werden. In diese lässt sich dann der vorhandene Ladungsschutz einsetzen. Nach ähnlichem Prinzip kann man sich auch individuell Gitter aus Aluminium anfertigen und einbauen lassen.        

#5: Wie kann man einen Hund auf dem Campingplatz anbinden?

Aus Rücksicht auf andere Camper gilt auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen in den meisten europäischen Ländern generell eine Leinenpflicht und auch eine Anbindepflicht auf der Parzelle oder der Stellfläche. Und da es auf den meisten Stellflächen und Parzellen keine Anbindemöglichkeit gibt, wird die Leine gerne mal an der Markise, an Trittstufen, an Campingtischen oder Campingstühlen befestigt. Was mit diesen Gegenständen passiert, sollte sich der Hund aus welchem Grund auch immer einmal so richtig in die Leine schmeißen, kann sich jeder ausmalen.

Erfahrene Camper, denen der Hund auf diese Weise vielleicht auch schon einmal den Kaffeetisch abgeräumt hat, setzen daher gerne auf so genannte mobile Bodenanker, Anlegepflocks oder Anbindepfosten, die per Spirale in den Boden gedreht werden und je nach Ausführung und Qualität einiges an Haltekraft bieten. Bei besonders hartem Untergrund oder auf asphaltierten oder gepflasterten Wohnmobilstellplätzen kommt ein Bodenanker oder Anbindepfosten allerdings an seine Grenzen. Für solche Fälle bietet sich eine Saug-Abspann-Halterung mit Ringöse an, wie sie beispielsweise von Hymer und Carado im Zubehörbereich angeboten wird. Eine solche Halterung wird ohne Montage an der Außenseite von Wohnmobil, Caravan oder Campervan angebracht und ganz leicht wieder entfernt. Mit einer Haltekraft von bis zu 25 kg ist sie aber überwiegend für kleine bis mittelgroße Hunde geeignet. 

Für große Hunde empfiehlt es sich, einen Leinenhalter fest am Fahrzeug zu installieren. Bei Dethleffs gibt es zum Beispiel Leinenhalterpakete für unterschiedliche Fahrzeugtypen, bei denen der Leinenhalter neben der Aufbautür fest am Campingfahrzeug verschraubt wird. Eine solche Halterung kann man ebenfalls nutzen, um ein oder mehrere Fahrräder oder andere Gegenstände am Fahrzeug anzuschließen und gegen Diebstahl zu sichern. Optisch nicht schön, aber zum Beispiel bei Mietfahrzeugen praktikabel fürs Anbinden eines großen Hundes an Wohnmobil, Campervan oder Urban Camper, sind auch so genannte Saugheber, die man im Baumarkt in unterschiedlichen Qualitäten und Preisklassen findet.    

#6: Was muss man im Mietwohnmobil mit Hund beachten?

Prinzipiell gelten in Sachen Reisevorbereitung und Transportsicherung des Hundes im Mietwohnmobil die gleichen Dinge wie im eigenen Campingfahrzeug. Logischerweise entfallen hier aber alle Möglichkeiten, die einen Umbau oder eine feste Montage erfordern. Auch eine Gewöhnung des Hundes an Wohnmobil oder Campervan ist im Vorfeld nicht möglich.

Daher sollte man an den ersten Tagen nur kurze Strecken mit dem Mietwohnmobil fahren und die Fahrt mit schönen Erlebnissen für Mensch und Tier unterbrechen, um dem Hund die Gewöhnung des mobilen Zuhauses zu erleichtern. Um im Vorfeld abschätzen zu können, ob das vorhandene Hundebett oder die Hundebox für das gemietete Fahrzeug geeignet sind, sollte man sich im Vorfeld mit der jeweiligen Wohnmobilvermietung in Verbindung setzen und sich über die Möglichkeiten der Transportsicherung informieren. Manche Wohnmobilvermietungen bieten auch speziell ausgebaute Wohnmobile für Hundebesitzer an. Ist dies nicht der Fall, empfiehlt es sich, den Hund schon zu Hause an die Transportbox oder das neue Camping-Bett zu gewöhnen – am besten in Kombination mit der Lieblingskuscheldecke. 

Dass man einen Hund in einem gemieteten Campingfahrzeug nicht direkt auf den Polstermöbeln oder den Betten liegen lassen sollte, versteht sich eigentlich aus Rücksichtnahme auf spätere Mieter von selbst. Professionelle Wohnmobilvermietungen wie McRent, rent easy oder Crossrent werden ihren Kunden bei der Fahrzeugübergabe erklären, welche Regeln im individuellen Fall für die Mitnahme von Haustieren gelten.     

Tipp: Zur Gewöhnung ans Wohnmobil sollte man den Hund schon beim Beladen des fremden Campingfahrzeugs mit an Bord lassen – auch wenn er dabei sicherlich das ein oder andere Mal im Weg stehen wird. So kann er schon vor der Fahrt alles ausgiebig beschnüffeln und sich mit seinem Transport- beziehungsweise Schlafplatz vertraut machen. Um die Sympathie gegenüber dem vorübergehenden rollenden Zuhause zu fördern, kann man dem Hund auch ein paar Leckerlies und Wasser im Fahrzeug anbieten. Auf eine normale Futterration sollte man ab vier Stunden vor der Abreise aber verzichten.   

#7: Weitere Tipps fürs Reisen mit Hund 

Hunde, die noch nicht an längere Reisen gewöhnt sind, sollten schon einige Wochen im Vorfeld für das Fahren mit Pkw oder Wohnmobil sensibilisiert werden. Nervöse Tiere kann man zunächst einmal mit ins Wohnmobil nehmen und an den eigenen Platz gewöhnen, während man gemütlich eine Tasse Kaffee trinkt. Die nächsten Schritte sind dann nach und nach, den Motor anzulassen und kleine Ausflüge zu unternehmen, beispielsweise auf die nächste Hundewiese. Wie bei der Gewöhnung ans Autofahren ist auch beim Wohnmobil wichtig, die Fahrt mit einem positiven Erlebnis für den Hund zu verbinden. Der Rest regelt sich dann mit der Zeit meist ganz von allein. 

Um Übelkeit und Erbrechen während der Fahrt zu vermeiden, sollte der Hund ab vier Stunden vor der Abfahrt nicht mehr gefüttert werden. Ausreichend Wasser darf er vor und während der Fahrt natürlich haben – für letzteres empfiehlt sich ein Anti-Schlabber-Wassernapf. Direkt vor der Abfahrt sollte es noch die Gelegenheit geben, das Geschäft zu verrichten und sich Bewegung zu verschaffen. Je müder der Hund, desto lieber wird er sich an seinem Transportplatz zusammenrollen und entspannen. 

Gerade für längere Fahrten mit Hund und Wohnmobil im Sommer ist es günstig, die Morgen- oder Abendstunden zu nutzen, wenn sich das Campingfahrzeug nicht so stark aufheizt und die Staugefahr geringer ist. Lässt sich der Stau nicht vermeiden, gilt es, das Verhalten des Hundes im Auge zu behalten und bei Bedarf eine Pause mit etwas Auslauf einzulegen. Prinzipiell sollte man unterwegs alle zwei bis drei Stunden eine Pause einlegen oder aber bei der Routenplanung von Anfang an Etappen festlegen, die in dieser Zeit zu machen sind. Vorsicht bei Zwischenstopps an Autobahnraststätten: Am besten bleiben die Vierbeiner an der Leine, da der Verkehr schon hinter der nächsten Leitplanke vorbeirauscht. Oder aber man wählt für die Pausen eine Route abseits der Autobahn.

Ganz wichtig: Bei Temperaturen oberhalb 20 Grad Celsius sollte man den Hund niemals allein im Wohnmobil lassen – und möglichst auch nicht in der Sonne parken. Denn selbst ein geöffnetes Fenster reicht nicht für eine ausreichende Luftzirkulation, wenn es warm ist. 

Und noch ein letzter Tipp: Im Campingurlaub locken viele neue und spannende Gerüche. Da kann es schon mal passieren, dass der Vierbeiner auf Abwege gerät. Empfohlen wird daher, jeden Hund mit seiner Mikrochipnummer im Haustierregister einzutragen. Wenn andere Menschen ihn finden, kann jeder Tierarzt so im Handumdrehen seine Besitzer feststellen. Oder aber man lässt seine Mobilfunknummer auf eine separate Hundemarke am Halsband drucken – die internationale Vorwahl dabei nicht vergessen! Auch ein GPS-Tracker für Hunde, der am Halsband angebracht wird, ist für notorische Ausreißer eine gute Idee. 

#8: Checkliste: Was braucht man beim Camping mit Hund?

Natürlich ist jeder Hund individuell und hat seine eigenen Vorlieben und Bedürfnisse. Folgende Ausrüstung gehört aber zu jedem Campingurlaub mit Hund:

Das könnte Sie auch interessieren

Passende Campingplätze und Stellplätze

Die schönsten Routen