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Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in den Niederlanden
Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in den Niederlanden

Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in den Niederlanden

Wissenswertes, Verkehrsregeln und Besonderheiten für Camper in Holland
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Autor: Freeontour, Titelbild: Pixabay

Einreise in die Niederlande

Einreisebestimmungen für EU-Bürgerinnen und -Bürger: Für einen touristischen Aufenthalt benötigt man bei der Einreise einen (vorläufigen) Reisepass oder (vorläufigen) Personalausweis bzw. einen Kinderreisepass. 

Einreise von Kindern in die Niederlande: Reisen Minderjährige mit, beispielsweise Freunde der Kinder, sollten diese eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten mitführen. Für Mitreisende unter 15 Jahren sollte die Erklärung amtlich beglaubigt sein.

Einreise von Haustieren in die Niederlande

Hunde und Katzen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen, um in die Niederlande einzureisen: Sie brauchen einen EU-Heimtierausweis sowie eine Mikrochip-Kennzeichnung und eine gültige Tollwut-Impfung, die mindestens 21 Tage alt ist. Tiere, die jünger sind als 15 Wochen, dürfen nicht in die Niederlande einreisen. Nach einem ehemaligen Pitbull-Terrier-Verbot bis zum Jahr 2009 dürfen nun wieder alle Hunderassen in die Niederlande einreisen. Man sollte jedoch jederzeit eine Leine mitführen, da vielerorts Leinenpflicht besteht.  

Aktuelle Reise-Informationen in Bezug auf die COVID-19-Pandemie

Bitte informieren Sie sich vor einer eventuellen Reise über die aktuellen Einschränkungen und Einreisebestimmungen.

Hier finden Sie Informationen für die Niederlande in Bezug auf die Corona-Situation vor Ort.

Die wichtigsten Verkehrsregeln für Wohnmobil und Wohnwagen in den Niederlanden

Tempolimits auf niederländischen Straßen

Bußgelder für Geschwindigkeitsverstöße können in den Niederlanden je nach Tempo teuer werden. So kostet eine Überschreitung von 30 km/h innerorts bis zu 316 Euro, außerorts bis zu 301 Euro. Genauere Infos zu den Bußgeldern in den Niederlanden findet man hier

Besondere Regeln für Wohnwagen-Gespanne

In den Niederlanden benötigen sowohl ungebremste als auch gebremste Anhänger eine Sicherheitsverbindung mit dem Zugfahrzeug (Seil/Kabel/Kette oder Abreißleine/"Losbreekkabel"). Diese Sicherungsverbindung muss außerdem mit Hilfe einer speziellen Öse oder einem Bügel am Zugfahrzeug oder dessen Anhängerkupplung befestigt sein. Es reicht nicht aus, das Sicherungsseil bzw. die Abreißleine lose über die Anhängerkupplung zu legen.

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Infos zu Maut und Vignetten in den Niederlanden 

Fahrzeuge bis zu einem Gewicht von 12 t fallen in den Niederlanden nicht in den Bereich der Eurovignettenpflicht. Wer ein Reisemobil oder ein Wohnwagengespann oberhalb dieser Grenze fährt, muss allerdings eine Eurovignette erwerben. Grundsätzlich fallen in den Niederlanden auch keine Mautgebühren für die Reise mit Pkw, Wohnmobil oder Gespann an. Es gibt jedoch zwei Ausnahmen: Den Westerschelde-Tunnel von Terneuzen nach Ellewoutsdijk und den Kil-Tunnel von ´s-Gravendeel nach Dordrecht.

Diese Maut zahlt man im Westerschelde-Tunnel: Pkw und kleinere Wohnmobile bis 6 m Länge und 3 m Höhe zahlen für die einfache Fahrt 5 Euro, Pkw mit Anhänger und größere Reisemobile über 6 m Länge und bis 3 m Höhe zahlen 7,45 Euro. Für Fahrzeuge bis 12 m Länge und über 3 m Höhe fallen 18,20 Euro an. Die Gebühren können bar, per Visa-Kreditkarte oder mit der t-tag-Wertkarte entrichtet werden.

Diese Maut zahlt man im Kil-Tunnel: Im Kil-Tunnel richtet sich die Höhe der anfallenden Maut nach der Höhe des Fahrzeugs inklusive Beladung. Fahrzeuge bis 2,30 m Höhe zahlen 2 Euro für die einfache Fahrt, während bei Fahrzeugen über 2,30 Höhe ein Betrag von 5 Euro fällig wird. 

Allgemeine Verkehrsregeln in den Niederlanden 

Tankstellen – Öffnungszeiten und Bezahlung 
Allgemein haben die meisten Tankstellen in den Niederlanden von 7 bis 20 Uhr geöffnet. Autobahntankstellen sind in der Regel rund um die Uhr in Betrieb. Neben der Barzahlung werden auch die gängigen EC-, Kredit- und Visakarten akzeptiert. Etwas schwieriger ist die Bezahlung an den Selbstbedienungs-Zapfsäulen: Hier werden teils nur niederländische Karten angenommen. Generell sind in den Niederlanden Kreditkarten geläufiger als EC-Karten.

Promillegrenze in den Niederlanden 
Die erlaubte Promillegrenze liegt in den Niederlanden bei 0,5‰. Das gilt übrigens auch für Fahrradfahrer. Verstöße kosten bis zu 750 Euro und ziehen oftmals Fahrverbote nach sich. Weigert man sich, Alkohol- oder Drogentests durchzuführen, kann das 1.500 Euro Strafe kosten und sogar mit einer Haftstrafe verbüßt werden. Für Fahranfänger, die ihren Führerschein weniger als fünf Jahre besitzen, gilt eine reduzierte Promillegrenze von 0,2 ‰.  

Allgemeine Pflichten und Verbote
In den Niederlanden herrscht Gurt- und Anschnallpflicht, Warndreieck und Verbandskasten zählen zum Pflichtinventar. Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung für Winterreifen, die Verwendung von Spikes ist sogar verboten. Tagsüber gibt es keine Lichtpflicht.

Kindersitze im Fahrzeug
Kindersitze sind in den Niederlanden für Kinder unter 18 Jahren und bis zu einer Körpergröße von 1,35 m verpflichtend.

Parken in den Niederlanden
Natürlich hängen die Regelungen fürs Parken jeweils von den verschiedenen Ortschaften ab. Generell lässt sich jedoch sagen: An Bordsteinkanten mit gelber Markierung gilt Parkverbot, an Kanten mit blauer Markierung kann man mit einer analogen Parkscheibe parken. Das Übernachten auf Parkplätzen, die nicht speziell für die Übernachtung im Wohnwagen und Reisemobil vorgesehen beziehungsweise gekennzeichnet sind, ist generell verboten.

Achtung, Fahrradfahrer!
In den Niederlanden ist bekanntlich nicht das Auto, sondern das Fahrrad Verkehrsmittel Nummer eins. Dementsprechend sind viele Menschen auf zwei Rädern unterwegs. Daher sollte man stets die Augen offen halten, um im Straßenverkehr keine Fahrradfahrer zu übersehen. Andersherum gilt natürlich für Urlauber: Wer seine vier Räder zwischendurch gegen zwei eintauschen möchte, trifft in den Niederlanden auf sehr gut ausgebaute Radwege- und Radnetze.

Wichtige Adressen und Telefonnummern für Urlauber in den Niederlanden

Europäische Notrufnummer 112
Über diese zentrale Notrufnummer, die sowohl übers Festnetz als auch mit dem Mobiltelefon ohne Vorwahl kostenlos zu erreichen ist, erhält man Hilfe durch die ortsansässige Polizei, Feuerwehr, einen Notarzt oder Krankenwagen.

ADAC Notrufnummer 0049/89/22 22 22
Im Falle einer Panne, eines Unfalls, bei Verlust von Papieren, Diebstahl des Fahrzeugs etc. erhalten Mitglieder 24 Stunden am Tag Unterstützung durch den ADAC Auslandsnotruf.

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