Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

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Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

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Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

In welchen Ländern in Europa kann man trotz COVID-19 seinen Sommerurlaub auf dem Campingplatz verbringen? Ein Überblick zu den geplanten Grenzöffnungen.

Letztes Update: 02.06.2020

Noch vor wenigen Wochen sahen die Aussichten auf einen Sommerurlaub im europäischen Ausland nicht rosig aus. Die Empfehlung der Bundesregierung lautete vielmehr, den Urlaub am besten zu Hause oder nur innerhalb Deutschlands zu verbringen. Diese Empfehlung gilt zwar nach wie vor, aber mit den aktuell geplanten Grenzöffnungen scheinen auch touristische Reisen in einige beliebte Urlaubsländer innerhalb von Europa nach dem 15. Juni eventuell wieder möglich zu sein. Freeontour gibt einen Überblick des derzeitigen Stands für einige der beliebtesten Campingländer in Europa.

Um es gleich vorwegzunehmen: Auch innerhalb der EU gibt es keine einheitliche Regelung dazu, wann die Grenzen wieder geöffnet und touristische Reisen erlaubt werden. Aufgrund des unterschiedlichen Infektionsgeschehens in den einzelnen EU-Ländern sowie den Schengen-Staaten wird jedes Land diesbezüglich selber entscheiden, wann Urlaubsreisen in welcher Form wieder zugelassen werden und welche Schutzmaßnahmen in Bezug auf COVID-19 dabei einzuhalten sind. Das Auswärtige Amt führt dazu nach und nach bilaterale Gespräche mit den jeweiligen Staaten. Eine Entscheidung dazu, ob die weltweite Reisewarnung der Bundesregierung zum 14. Juni zumindest für Europa aufgehoben wird, sofern die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie es zulässt, könnte schon in der nächsten Woche fallen. Generell ist der derzeitige Stand, dass zum 14. Juni darüber entschieden werden soll, ob die weltweite Reisewarnung aufgehoben und durch länderspezifische Reisehinweise ersetzt werden kann.

Das bedeutet aber nicht, dass man ab dem 15. Juni auch sofort wieder beliebig ins Ausland reisen kann. Vielmehr soll die weltweite Reisewarnung zumindest für die europäischen Länder durch länderspezifische Reisehinweise ersetzt werden, damit jeder für sich individuell entscheiden kann, mit welchen Risiken und Einschränkungen im jeweiligen Reiseland zu rechnen ist. Auch spezifische Regelungen zur Öffnung von Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen sind für die einzelnen Länder noch nicht bekannt und werden in den kommenden Wochen sukzessive ergänzt. Untenstehend finden Sie Informationen mit dem derzeitigen Stand zu einzelnen Ländern in Europa in alphabetischer Reihenfolge. 

Muss man nach dem Auslandsurlaub in Quarantäne? 

Generell obliegt es der Entscheidung der einzelnen Bundesländer, ob sie nach einem Auslandsaufenthalt eine 14-tägige Quarantäne verhängen oder nicht. Die Bundesregierung hat aber bereits allen Bundesländern in Deutschland empfohlen, die Quarantänepflicht für Reisende aus EU-Ländern sowie aus Island, Norwegen, Liechtenstein, der Schweiz und Großbritannien aufzuheben. Dies ist mittlerweile in allen Bundesländern geschehen. Voraussetzung für den Verzicht auf eine Quarantäne ist allerdings, dass das jeweilige Urlaubsland den Richtwert der 50 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen nicht überschreitet. Die Regelung kann aber in Details je nach Bundesland abweichen. Hierzu sollte man sich vor einer Reise ins Ausland informieren.

Muss ich nach der Einreise in mein Urlaubsland in Quarantäne gehen? 

Zurzeit herrscht in vielen Ländern in Europa noch die Pflicht, sich nach der Einreise - sofern sie denn überhaupt erlaubt ist - in Quarantäne zu begeben. Die Regelungen dazu sind sehr unterschiedlich. Generell soll innerhalb der europäischen Länder aber eine Einigung getroffen werden, diese Quarantäneregelungen abzuschaffen, sobald die Einreise aus touristischen Gründen in den jeweiligen Ländern erlaubt wird.  

Länder in Europa in alfabetischer Reihenfolge 

Freeontour-Hinweis: Die Angaben zu den einzelnen Ländern können sich kurzfristig ändern - Angaben ohne Gewähr.

Belgien
Bulgarien
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich     
Griechenland
Italien 
Kroatien
Lettland & Litauen
Luxemburg  
Niederlande 
Norwegen
Österreich 
Polen 
Slowenien
Spanien
Schweden
Schweiz  

Belgien 

Die Grenzen zwischen Belgien und Nordrhein-Westfalen waren während der gesamten Corona-Situation zwar nie geschlossen, aber dennoch sind touristische Reisen weder erlaubt noch sinnvoll, da das öffentliche Leben in Belgien zurzeit noch stark eingeschränkt ist. Geschäfte sind zwar wieder geöffnet, aber Hotels, Campingplätze, Restaurants und kulturelle Veranstaltungsorte sollen noch bis zum 8. Juni geschlossen bleiben. Das Tragen einer Schutzmaske, ggf. eines Mund-Nasen-Schutzes aus Stoff, ist in allen Situationen, in denen Abstandsregelungen nicht eingehalten werden können für alle Einwohner ab zwölf Jahren im Öffentlichen Nahverkehr und in Schulen verpflichtend. Die Teilnahme an einer Versammlung, Festivität, an Gruppensport und Verstöße gegen das Ausgangsverbot (nicht-essentielle Reisen/Fahrbewegungen) können mit einer Geldbuße von 26 bis 500 Euro und/oder Haft von 8 Tagen bis zu drei Monaten belegt werden. Tagesausflüge sollen für die Belgier frühestens ab dem 8. Juni 2020 wieder möglich sein.  

Bulgarien

Noch mindestens bis zum 14. Juni gilt in Bulgarien für Reisende aus Deutschland ein Einreiseverbot. Ausnahmen gibt es nur für deutsche Staatsbürger, die über eine längerfristige Aufenthaltsgenehmigung für Bulgarien verfügen, allerdings wird nach der Einreise zwingend eine 14-tägige Quarantäne angeordnet. Bulgarien steht aber bereits mit der Bundesrepublik in Verhandlungen über die Wiederaufnahme des Tourismus.  

Dänemark

Dänemark erlaubt ab dem 15. Juni unter bestimmten Bedingungen für Einwohner aus Deutschland, Island und Norwegen wieder einen touristischen Aufenthalt im Land. Bedingung ist allerdings, dass Einreisende eine Buchung der Unterkunft nachweisen können, die mindestens sechs Übernachtungen umfasst. Diese dürfen aber nicht im Großraum Kopenhagen in den Kommunen Kopenhagen oder Frederiksberg stattfinden. Für Einreisende aus allen anderen Ländern soll bis voraussichtlich 31. August 2020 weiterhin das Einreiseverbot für touristische Aufenthalte gelten. Für Finnland und Schweden wird ein eventueller früherer Termin diskutiert. Die Dänen dürfen ihre Campingplätze bereits seit längerem wieder nutzen, sofern sie über ein autarkes Wohnmobil oder Caravan verfügen. Die Sanitäranlagen der Campingplätze sind zurzeit noch geschlossen. Die Grenzkontrollen auf deutscher Seite sollen zum 15. Juni eingestellt werden. Wer seinen Urlaub in Schweden verbringen möchte, darf dann auch wieder durch Dänemark durchfahren.  

Estland

In einem ersten Schritt hat Estland Mitte Mai seine Grenzen zu Lettland und Litauen wieder geöffnet, da in allen drei Ländern das Infektionsgeschehen aktuell sehr gering ist. Für Reisende aus anderen EU-Staaten gilt aber nach wie vor ein Einreisestopp. Ausnahmen, die allerdings mit einer 14-tägigen Quarantäne verbunden sind, gibt es nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein mögliches Datum für die Aufhebung des Einreisestopps nach Estland wurde bislang noch nicht kommuniziert.

Finnland

Touristische Reisen nach Finnland sind noch bis mindestens 14. Juni nicht gestattet, Urlauber werden im Zweifelsfall an den Grenzen zurückgewiesen. Erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben in Finnland Mitte Mai begonnen, für Anfang Juni sind weitere weitgehende Lockerungen angekündigt. Dazu gehört beispielsweise das Öffnen der Restaurants und Schwimmbäder. Campingplätze in Finnland sind teilweise geöffnet.    

Frankreich

Die Grenzkontrollen wurden an der Grenze zu Frankreich für bestimmte Personengruppen bereits gelockert und sollen laut einer Absichtserklärung zwischen Frankreich und Deutschland ab dem 15. Juni wieder ganz entfallen, sofern die pandemische Entwicklung dies zulässt. Eine Garantie für touristische Reisen nach Frankreich ab dem 15. Juni ist dies aber noch nicht. Zum 2. Juni treten erst einmal zahlreiche Lockerungen für die Franzosen selbst in Kraft. Dazu gehört auch, dass dann die Campingplätze und Restaurants wieder öffnen dürfen - zumindest in all den Regionen, die nach dem in Frankreich eingeführten Ampelsystem auf "Grün" stehen. Noch vor wenigen Wochen wollte Frankreich die Einreise für Urlauber aus dem Ausland erst ab Mitte Juli oder August zulassen. Zurzeit gibt es jedoch erste Anzeichen dafür, dass dies schon ab dem 15. Juni möglich sein könnte. eine Entscheidung dazu gibt es aber noch nicht. 

Griechenland

Aktuell herrscht in Griechenland noch ein Einreiseverbot für Urlauber aus Deutschland. Die griechische Regierung will das öffentliche Leben aber im Lauf des Mai und Juni stufenweise wieder hochfahren. So dürfen Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ab dem 15. Juni wieder nach Griechenland einreisen, die 14-tägige Quarantäne entfällt. Die Campingplätze in Griechenland dürfen für einheimische Gäste ab dem 1. Juni wieder öffnen, für ausländische Gäste wird dies Mitte Juni der Fall sein.   

Italien

Italien hat angekündigt, seine Grenzen ab dem 3. Juni wieder für Touristen aus der EU und dem Schengen-Raum zu öffnen - allerdings vorerst mit Ausnahme der Lombardei. Auch die zweiwöchige Quarantäne nach der Einreise soll dann wegfallen. Nur diejenigen, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder selbst positiv getestet wurden, müssen dann in Isolation. Die Ankündigung der Grenzöffnung ist bislang aber eine einseitige Bekundung aus Italien: Bislang haben die angrenzenden Länder wie die Schweiz, Österreich oder Frankreich noch nicht entschieden, ob sie ihre Grenzen zu diesem Termin ebenfalls für touristische Reisen öffnen werden. Eine Grenzöffnung dieser Länder zu Deutschland wird für Touristen voraussichtlich erst Mitte Juni erfolgen. Eine Reise über den Landweg nach Italien vor diesem Termin - und eventuell auch danach - wäre somit nur eingeschränkt möglich: Österreich beispielsweise genehmigt die Durchreise aus Italien nur dann, sofern in Österreich kein Zwischenstopp eingelegt wird.  

Die Campingplätze dürfen in Italien seit Mitte Mai nach und nach unter strengen Auflagen wieder öffnen - je nach Region kann das Öffnungsdatum aber unterschiedlich sein. Generell gilt in Italien eine Abstandsregel, die besagt, dass die Menschen überall mindestens einen Meter Distanz voneinander halten sollen, in Südtirol sind sogar zwei Meter empfohlen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr sowie in Bars und Restaurants getragen werden - allerdings nicht, während man am Tisch sitzt. Außerdem gibt es eine Empfehlung, den Mundschutz auch bei Strandspaziergängen zu tragen. Zusätzlich sollen die Sonnenliegen am Strand 1,5 Meter auseinander stehen. 

Kroatien

Kroatien hat bereits einen ersten Schritt in Richtung Tourismus gemacht und die Einreise für ausländische Urlauber erlaubt, die entweder eine Immobilie oder ein Boot oder ähnliches in Kroatien besitzen. In Kürze sollen auch weitere Urlauber wieder nach Kroatien einreisen dürfen, sofern sie eine Unterkunft in Kroatien gebucht haben und dies nachweisen können. Kroatien hat bereits signalisiert, dass Urlauber wieder willkommen sind, sobald die Reisewarnungen ihres Ursprungslandes aufgehoben sind. eine Quarantäne ist nicht erforderlich. Wie in anderen europäischen Ländern auch steht dafür möglicherweise der 15. Juni im Raum. Campingplätze dürfen seit Mitte Mai nach und nach den Betrieb wieder aufnehmen. 

Lettland & Litauen 

Gemeinsam mit Estland haben Lettland und Litauen ihre Binnengrenzen zueinander wieder geöffnet, da in allen drei Ländern das Infektionsgeschehen aktuell sehr gering ist. Für Reisende aus anderen EU-Staaten gilt aber nach wie vor ein Einreisestopp. Ausnahmen, die allerdings mit einer 14-tägigen Quarantäne verbunden sind, gibt es nur unter bestimmten Voraussetzungen. Ein mögliches Datum für die Aufhebung des Einreisestopps in die Baltischen Staaten wurde bislang noch nicht kommuniziert. Die aktuelle Regelung gilt vorerst bis zum 9. Juni. 

Luxemburg

Die Grenzkontrollen zu Luxemburg wurden zwar bereits eingestellt, touristische Reisen sollen aber voraussichtlich erst ab dem 15.6. wieder möglich sein, sofern die Entwicklung der Corona-Krise es zulässt. Bis dahin sind nur Reisen aus geschäftlichen Gründen und für Familienbesuche in Luxemburg erlaubt. Eine Einreise aus touristischen Gründen, zum Einkaufen oder zum Tanken ist weiterhin nicht gestattet. Campingplätze sind zurzeit für Dauercamper geöffnet, Restaurants und Cafés sind aber weiterhin geschlossen. 

Niederlande

Ebenso wie in Deutschland werden auch in den Niederlanden die Corona-Restriktionen weiter gelockert. Restaurants, Cafés, Museen und Theater dürfen ab dem 1. Juni wieder öffnen, allerdings dürfen sich dort nicht mehr als 30 Menschen gleichzeitig inklusive Angestellten aufhalten. Auch muss ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen gewahrt werden. Für den öffentlichen Verkehr gilt ab Juni die Anordnung, dass Atemschutzmasken zu tragen sind. Campingplätze waren - je nach Region unterschiedlich - teilweise für Niederländer mit autarken Campingfahrzeugen auch in den vergangenen Wochen bereits geöffnet. 

Auch die Grenzen zu den Niederlanden waren durchgängig nie ganz geschlossen. Touristische Reisen sind jedoch auch hier noch von beiden Seiten untersagt. Die Niederlande wollen Touristen ab dem 1. Juli wieder willkommen heißen und ab diesem Zeitpunkt auch das Campen für nicht-autarke Camper wieder erlauben. 

Norwegen

Für einen Campingurlaub in Norwegen sieht es in diesem Sommer nicht allzu rosig aus. Denn die norwegische Regierung hat Mitte Mai ihre Reisewarnung, Quarantänevorschriften und Einreisebegrenzungen aktuell bis zum 20. August verlängert. Eine Ausnahme gilt lediglich für  Bürgerinnen und Bürger aus dem EU/EWR-Raum, die Arbeit, Familie oder eine Immobilie in Norwegen haben. Eine Entscheidung darüber, ob die Einreisebeschränkungen für deutsche Urlauber und andere Touristen aus der EU eventuell früher aufgehoben werden, ist derzeit erst für den 20. Juli angekündigt. Darüber hinaus gilt zurzeit nach der Einreise noch eine 10-tägige Quarantänepflicht. Campingplätze dürfen in Norwegen zwar mittlerweile wieder öffnen, bereiten sich aber überwiegend auf Gäste aus den Inland vor. 

Österreich

In Österreich dürfen seit dem 15. Mai 2020 Gastronomiebetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen, seit dem 29. Mai sollen auch Campingplätze, andere Tourismusbetriebe wie Schwimmbäder, andere Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten wieder für private Urlauber öffnen dürfen. Dabei gilt aber die Einhaltung des Mindestabstands gegenüber anderen Personen außerhalb des gemeinsamen Haushalts als verpflichtend. Für Indoorbereiche gilt zusätzlich die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ab Mitte Juni soll ein Mundschutz nur noch für bestimmte Bereiche in Ausnahmefällen Pflicht sein, beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr, in Einrichtungen des Gesundheitsbereichs oder beim Friseur. Beim Einkaufen, als Gast in Restaurants oder Cafés und im Tourismus muss dann keine Maske mehr getragen werden, sie wird aber weiterhin empfohlen.   

Die Öffnung für Touristen seit dem 29. Mai bedeutet aber nicht, dass man aus Deutschland schon ab diesem Zeitpunkt nach Österreich reisen kann. Die Grenzkontrollen zwischen Österreich und Deutschland wurden zwar bereits weitgehend eingestellt, touristische Reisen sollen aber voraussichtlich erst ab dem 15. Juni wieder möglich sein, sofern die Entwicklung der Corona-Krise es zulässt. Dazu gibt es eine Absichtserklärung zwischen Deutschland und Österreich. 

Polen

Aktuell ist die Einreise nach Polen bis zunächst 12. Juni nur in Ausnahmefällen möglich, touristische Einreisen sind nicht möglich. Zusätzlich wurden wieder Grenzkontrollen eingeführt und zahlreiche Übergänge von Deutschland nach Polen ganz geschlossen. Die polnische Regierung hat aber Mitte Mai in Aussicht gestellt, dass Grenzöffnungen zum 15. Juni möglich sein könnten und eventuell zum 1. Juli weitere Corona-Lockerungen in Kraft treten. Das könnte dann auch den Tourismus betreffen. Für inländische Besucher sind polnische Hotels und Campingplätze schon seit dem 4. Mai wieder geöffnet, Restaurants dürfen ihre Gäste seit dem 18. Mai wieder bewirten. 

Slowenien

Auch Slowenien bereitet sich darauf vor, seine Grenzen für EU-Bürger wieder zu lockern. Das freut nicht nur all jene, die einen Urlaub in dem kleinen Land an der Adria geplant haben, sondern auch alle, die auf dem Landweg durch Slowenien nach Kroatien reisen möchten. Erste Schritte dazu hat Slowenien Mitte Mai in einer ergänzten Verordnung festgehalten, die aber noch nicht verifiziert und somit vorerst noch nicht gültig ist. Wann genau dies erfolgen wird, steht noch nicht fest. Campingplätze und kleine Hotels mit weniger als 30 Zimmern dürfen seit dem 18. Mai wieder öffnen. Am Strand gibt es aber noch einige Einschränkungen. So darf man zwar schwimmen oder surfen, nicht aber am Strand in der Sonne liegen. Mit weiteren Lockerungen wird in den kommenden Wochen gerechnet. 

Spanien

Wer auf einen Urlaub in Spanien hofft, wird vermutlich noch etwas länger warten müssen, denn die spanische Regierung hat den Lock-down bis einschließlich 6. Juni verlängert. Eine eventuelle Grenzöffnung soll voraussichtlich frühestens ab Ende Juni schrittweise erfolgen. Ministerpräsident Pedro Sánchez ließ verlauten, dass ausländische Touristen vermutlich ab Juli wieder nach Spanien reisen können. konkrete angaben darüber, unter welchen Voraussetzungen und mit welchen Einschränkungen dies möglich sein soll, gibt es allerdings noch nicht. Für einzelne Inseln sind sogenannte "Tourismus-Korridore" im Gespräch, aber noch nicht beschlossen. Generell sind seit dem 15. Mai alle aus dem Ausland nach Spanien Einreisenden verpflichtet, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben. Dies soll dann ab Juli ausgesetzt werden. Außerdem müssen seit Kurzem alle Menschen, die älter als sechs Jahre alt sind, in der Öffentlichkeit in geschlossenen Räumen einen Mundschutz tragen. Im Freien gilt die Maskenpflicht, wenn der Sicherheitsabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann.  

Schweden

Schweden geht bei der Eindämmung in Sachen Corona-Virus bekanntermaßen einen anderen Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Das bedeutet auch, das die Einreise nach Schweden für EU-Bürger und Bürger des Schengen-Raums mehr oder weniger durchgehend möglich war. Ausdrücklich untersagt ist die Einreise zurzeit nur für Menschen, die weder in der EU noch im Schengen-Raum leben. Dennoch empfiehlt auch die schwedische Regierung, zurzeit generell auf das Reisen in Schweden zu verzichten - das gilt für die Schweden selbst ebenso wie für ausländische Urlauber. Eine Entscheidung dazu, inwiefern ein Sommerurlaub in Schweden ermöglicht werden soll, wird voraussichtlich Anfang Juni fallen. Dänemark hat bereits angekündigt, dass die Durchreise nach Schweden ab dem 15. Juni wieder ermöglicht werden soll - allerdings nur ohne Zwischenübernachtung oder einen Mindestaufenthalt von sechs Nächten in Dänemark.  

Schwedische Campingplätze sind seit dem Frühjahr größtenteils durchgehend geöffnet und auch die Sanitärgebäude stehen zur Verfügung. Einschränkungen gibt es aber auch im Bereich der angebotenen Aktivitäten und teilweise anderer Serviceleistungen. Restaurants und andere Gastronomiebetriebe waren in Schweden nicht von Schließungen betroffen, aber auch hier gilt das Gebot des Abstandhaltens. 

Schweiz

Die Grenzkontrollen wurden an der Grenze zur Schweiz für bestimmte Personengruppen bereits gelockert und sollen laut einer Absichtserklärung zwischen der Schweiz und Deutschland ab dem 15. Juni wieder ganz entfallen, sofern die pandemische Entwicklung dies zulässt. Lockerungen der Corona-Maßnahmen werden aktuell auch in der Schweiz schrittweise eingeführt: Seit dem 11. Mai dürfen Läden, Restaurants, Märkte und Museen wieder öffnen. Seit dem 30. Mai sind Treffen in der Öffentlichkeit von maximal 30 Personen auf öffentlichen Plätzen, Spazierwegen oder Parkanlagen wieder zulässig.  

Der Tourismus kann in der Schweiz ab dem 6. Juni langsam wieder durchstarten: Dann dürfen nicht nur die Campingplätze wieder öffnen, sondern auch Freizeitparks, Tierparks, zoologische und botanische Gärten, Wellnessanlagen, Schwimmbäder, Bergbahnen, Rodelbahnen, Bike- und Seilparks. Nach wie vor gilt in der Schweiz aber das Abstandsgebot von zwei Metern und die Maskenpflicht, sofern dieser Abstand nicht eingehalten werden kann. Darüber hinaus gilt auf den Campingplätzen die dringende Empfehlung, WC und Dusche im Wohnmobil oder Caravan zu nutzen, sofern vorhanden. Es kann auch Einschränkungen im Bereich der Tagesbesucher geben sowie einen limitierten und kontrollierten Zugang zu Spielplätzen, Badestränden, Liegewiesen, Sportplätzen sowie zu Aufenthalts- und Spielräumen.      

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