Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

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Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

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Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

In welchen Ländern in Europa kann man trotz COVID-19 seinen Urlaub auf dem Campingplatz verbringen? Ein Überblick der aktuellen Corona-Lage.

Letztes Update: 26.10.2020

Während die Aussichten auf einen Sommerurlaub im europäischen Ausland noch im späten Frühling nicht sonderlich rosig aussahen, kamen doch viele Camper angesichts eines sich entspannenden Infektionsgeschehens im Lauf der Sommermonate in den Genuss einer Auslandsreise. Auch wenn die Empfehlung der Bundesregierung nach wie vor lautet, den Urlaub am besten zu Hause oder nur innerhalb Deutschlands zu verbringen. Mit dem Ende der Sommerferien hat die Corona-Pandemie aber wieder neuen Schwung aufgenommen - sowohl in Deutschland als auch in den meisten anderen europäischen Staaten, sodass vielerorts wieder neue Einschränkungen in Kraft treten und die Apelle lauter werden, komplett auf das Reisen zu verzichten. Für alle, die im Herbst oder Winter dennoch eine Reise planen, gibt Freeontour hier einen Überblick des derzeitigen Stands für einige der beliebtesten Campingländer in Europa.

Um es gleich vorwegzunehmen: Nach wie vor gibt es innerhalb der EU keine einheitliche Regelung dazu, in welchem Umfang touristische Reisen erlaubt sind und welche Regeln für die jeweilige Ein- oder Ausreise gelten. Aufgrund des unterschiedlichen Infektionsgeschehens in den einzelnen EU-Ländern sowie den Schengen-Staaten entscheidet jedes Land diesbezüglich selber, welche Schutzmaßnahmen in Bezug auf COVID-19 dabei einzuhalten sind. So hat beispielsweise die deutsche Bundesregierung zum 15. Juni die weltweite Reisewarnung für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, für Schengen-assoziierte Staaten und für das Vereinigte Königreich aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise und Reisewarnungen ersetzt. Diese sind auf der Website des Auswärtigen Amts einsehbar. Gleichzeitig hat ein Großteil der EU-Länder die Grenzkontrollen an den Binnengrenzen innerhalb der EU wieder eingestellt.

Abhängig vom lokalen Infektionsgeschehen hat sich in den vergangenen Wochen aber gezeigt, dass sich dies sehr kurzfristig wieder ändern kann. So gelten aktuell wegen hoher Infektionszahlen wieder Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für Regionen in Finnland, Italien, Schweden, Kroatien, Bulgarien, Österreich, Ungarn, Dänemark, Portugal, Slowenien, Litauen, Estland sowie für ganz Belgien, Luxemburg, Tschechien, Rumänien, die Schweiz, Polen, Irland, Großbritannien, die Niederlande, ganz Frankreich mit Ausnahme von Korsika sowie ganz Spanien (mit Ausnahme der Kanarischen Inseln seit dem 24. Oktober). Für viele nicht-europäische Länder galt übrigens bis zum 30. September eine allgemeine Reisewarnung, die nun ebenfalls durch individuelle Reisewarnungen ersetzt wurde.

Seit dem 16. Oktober soll die grafische Darstellung der EU-weiten Corona-Ampel eine Orientierungshilfe für Reisen innerhalb der EU bieten, die auf der Webseite reopen.europa.eu/de regelmäßig aktualisiert werden soll. Sie soll eine farbliche Einteilung in Risikogebiete und ungefährliche Regionen bieten (grün, orange und rot), wobei sich die Kriterien dafür nach der Rate neuer Infektionen (Inzidenz) für 100.000 Bewohner in den vorausgegangenen 14 Tagen sowie der Quote der positiven Tests aus allen durchgeführten Coronatests richten. Die Übermittlung der Daten ist für die einzelnen EU-Länder aber freiwillig. Auch die Maßnahmen vor Ort sind nach wie vor nicht einheitlich geregelt.       

Das bedeutet, dass man nach wie vor nicht beliebig ins Ausland reisen kann. Vielmehr gilt es, die länderspezifischen und regionalspezifischen Reisehinweise des gewünschten Reiselandes im Auge zu behalten, da diese täglich aktualisiert werden und sich kurzfristig je nach örtlichem Infektionsgeschehen ändern können. Dies gilt umso mehr, da zurzeit in vielen Ländern in Europa stark ansteigende Infektionszahlen verzeichnet werden, so dass kurzfristig auch wieder neue Beschränkungen oder eine Quarantäne-Pflicht in Kraft treten können. Seit Kurzem haben beispielsweise Tschechien und Dänemark ein Einreiseverbot für Touristen ausgesprochen. Daher sollte sich nun jeder Camper und Urlauber individuell informieren, mit welchen Risiken und Einschränkungen im jeweiligen Reiseland zu rechnen ist. Auch spezifische Regelungen zur Öffnung von Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen können sich in den einzelnen Staaten und auch regional unterschiedlich ändern. Untenstehend gibt es Informationen mit dem derzeitigen Stand zu einzelnen Ländern in Europa in alphabetischer Reihenfolge. 

Muss man nach dem Auslandsurlaub in Quarantäne? 

Generell obliegt es in Deutschland der Entscheidung der einzelnen Bundesländer, ob sie nach einem Auslandsaufenthalt eine 14-tägige Quarantäne (10-tägig ab dem 8. November) verhängen oder nicht. Aktuell haben alle Bundesländer die Quarantänepflicht für Reisende, die aus EU-Ländern sowie aus Island, Norwegen, Liechtenstein, der Schweiz und Großbritannien nach Hause zurückkehren, aufgehoben. Ausnahme sind Reiserückkehrer aus einem Corona-Risikogebiet im Ausland: Für diese gilt eine Quarantäne- und Testpflicht. Die Regelung kann in Details je nach Bundesland abweichen. Hierzu sollte man sich vor einer Reise ins Ausland informieren.

Muss ich nach der Einreise in mein Urlaubsland in Quarantäne gehen? 

Aufgrund der erneut ansteigenden Infektionszahlen haben manche Länder in Europa nach bestimmten Kriterien wieder eine Quarantänepflicht nach der Einreise ausgesprochen. Welche Regelungen diesbezüglich im einzelnen gelten, wird im Bereich der jeweiligen Reiseländer erläutert. In Norwegen beispielsweise gilt aktuell wieder eine Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland.  

Länder in Europa in alfabetischer Reihenfolge 

Freeontour-Hinweis: Die Angaben zu den einzelnen Ländern können sich kurzfristig ändern - Angaben ohne Gewähr.

Belgien
Bulgarien
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich     
Griechenland
Italien 
Kroatien
Lettland & Litauen
Luxemburg  
Niederlande 
Norwegen
Österreich 
Polen
Portugal 
Slowenien
Spanien
Schweden
Schweiz 
Tschechien 

Belgien 

Die Grenzen zwischen Belgien und Nordrhein-Westfalen waren während der gesamten Corona-Situation zwar nie geschlossen, aber dennoch sind touristische Reisen nach Belgien erst seit dem 15. Juni wieder erlaubt. Generell gilt seit dem 30. September aber eine offizielle Reisewarnung für ganz Belgien, die Hauptstadt Brüssel wird schon länger als Risikogebiet gelistet. Reiserückkehrer müssen sich also entweder in Quarantäne begeben oder einen negativen PCR-Test nachweisen. 

Gleichzeitig stuft auch das belgische Außenministerium eine Reihe von Regionen in EU-Ländern als „rote Zonen“ (Gebiete mit hohem Infektionsrisiko) und „orange Zonen“ (Gebiete mit mäßig hohem Infektionsrisiko) ein. Für Reisende aus roten Zonen gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht und die Verpflichtung, einen COVID-19-Test durchzuführen. Für Reisende aus orangen Zonen ist eine 7-tägige Quarantäne empfohlen. In Deutschland sind derzeit Berlin und Bremen als „rot“ eingestuft. In den Bereich „Orange“ fallen aktuell fast alle übrigen Städte und Regionen in Deutschland. Vor der Einreise nach Belgien müssen alle Reisenden übrigens ein elektronisches „Public Health Passenger Locator Form“ ausfüllen und elektronisch verschicken. 

In den meisten Teilen von Belgien sind Geschäfte, Hotels, Campingplätze, Restaurants und kulturelle Veranstaltungsorte wieder geöffnet, unterliegen aber weiterhin starken Einschränkungen. Das Tragen einer Schutzmaske, ggf. eines Mund-Nasen-Schutzes aus Stoff, ist in allen Situationen, in denen der Abstand von 1,50 m nicht eingehalten werden kann für alle Einwohner ab zwölf Jahren im Öffentlichen Nahverkehr und in Schulen verpflichtend. Das gilt auch in Geschäften, Kinos, Kirchen, Bibliotheken und anderen öffentlichen Innenräumen wie Restaurants, Cafés, Hotels, Einkaufsstraßen und auch auf Märkten. Seit dem 12. August gilt in Brüssel die Maskenpflicht sogar für den gesamten öffentlichen Raum, also auch in Parks, auf der Straße und auf öffentlichen Plätzen. Seit dem 8. Oktober müssen Bars und Cafés in Brüssel bis mindestens 8. November geschlossen bleiben, Restaurants dürfen weiterhin öffnen. Im selben Zeitraum ist auch der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit untersagt. Seit dem 19. Oktober gilt in ganz Belgien außerdem zwischen Mitternacht und 5 Uhr morgens eine Ausgangssperre und der Verkauf von Alkohol ist ab 20 Uhr untersagt.       

Schwimmbäder, Saunen, Wellnesseinrichtungen und Freizeitparks dürfen seit dem 1. Juli bei eingeschränktem Publikumsverkehr wieder öffnen. Seither wurde auch die maximale Gruppengröße für private Treffen oder Restaurantbesuche von 10 Personen einschließlich Kinder auf 15 Personen angehoben. Zum 29. Juli wurden diese Lockerungen aber wieder zurückgenommen beziehungsweise verschärft: Seither sind nur noch Treffen und Zusammenkünfte mit fünf weiteren Personen erlaubt. Auch die Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen werden wieder auf maximal 100 Personen in Innenräumen und maximal 200 Personen im Außenbereich gesenkt. Discotheken und Clubs bleiben vorerst weiterhin geschlossen. 

Bulgarien

Bulgarien hat sein Einreiseverbot für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie für Reisende aus weiteren 26 Ländern zum 1. Juni aufgehoben. Auch eine 14-tägige Quarantäne ist derzeit nicht erforderlich. Restaurants, Hotels und Campingplätze sind unter bestimmten Auflagen der Hygieneschutzkonzepte geöffnet, ebenso wie Schwimmbäder und Strände. Maskenpflicht besteht seit dem 23. Juni u.a. wieder bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, in Geschäften und anderen geschlossenen öffentlichen Räumen. Seit dem 22. Oktober gilt die Maskenpflicht auch im Freien, wenn der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. 

Für Reisende aus Österreich gilt aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Bulgarien seit dem 8. Juli übrigens wieder eine Reisewarnung der österreichischen Regierung: Wer aus Bulgarien nach Österreich zurückkehrt, muss sich nun wieder in eine 14-tägige Quarantäne begeben oder einen negativen Corona-Test nachweisen. Für Reisende aus Deutschland gilt aktuell eine offizielle Reisewarnung für den Verwaltungsbezirk (Oblast) Blagoevgrad, der derzeit vom Robert-Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft ist. Gleiches gilt seit dem 7. Oktober für den Verwaltungsbezirk (Oblast) Targowischte. Ab dem 24. Oktober wird die Reisewarnung auf die Verwaltungsbezirke (Oblaste) Rasgrad, Sofia Stadt und Sliwen ausgeweitet. Für Reiserückkehrer nach Deutschland gelten daher die Pflicht zur Quarantäne beziehungsweise zum PCR-Test. 

Dänemark

Dänemark hat am 22. Oktober erneut ein Einreiseverbot für Touristen aus Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern verkündet. Somit ist ein Dänemarkurlaub zurzeit erst einmal wieder ausgeschlossen.   

Darüber hinaus gilt die Region Hovedstaden einschließlich der Hauptstadt Kopenhagen seit dem 23. September als Risikogebiet und es gibt eine entsprechende Reisewarnung.  

Mit dem 22. August hat Dänemark die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt. Diese wurde im Oktober auch auf den Besuch von Restaurants, Bars, Cafés und ähnlichen Gaststättenbetrieben ausgeweitet. Generell gilt eine Abstandsregelung von einem Meter zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. Restaurants, Cafes, Geschäfte, Museen, Theater, Kinos und andere Einrichtungen wie Zoos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind wieder geöffnet. Diskotheken und Nachtclubs sollen nach aktuellem Stand erst ab November 2020 wieder öffnen dürfen. In der Hauptstadt Kopenhagen und ihren Vororten gelten seit Mitte September allerdings wieder verschärfte Auflagen: Hier müssen Bars und Restaurants jetzt wieder um 22 Uhr schließen, jeder Gast sowie das Personal müssen einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Regelung wurde mittlerweile auf das gesamte Land ausgeweitet und soll zunächst bis Ende Oktober gelten. Übrigens: An der Grenze zu Dänemark sowie während des Aufenthalts vor Ort kann es sein, dass Reisenden stichprobenartig ein COVID-19-Test angeboten wird. Dies soll dabei helfen, eine mögliche Verbreitung des Virus zu überwachen. Die Teilnahme an diesen Tests ist aber nicht verpflichtend.

Estland

In einem ersten Schritt hat Estland Mitte Mai seine Grenzen zu Lettland und Litauen wieder geöffnet, da in allen drei Ländern das Infektionsgeschehen sehr gering war. Seit dem 1. Juni dürfen nun auch Reisende aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten das Land wieder besuchen. Die 14-tägige Quarantäne entfällt, sofern sich der Einreisende zuvor mindestens 14 Tage in einem Land aufgehalten hat, in dem die Infektionsrate von bis zu 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vorausgehenden 14 Tagen nicht überschritten wurde. Da dieser Grenzwert zum 12. Oktober von 15 auf 50 angehoben wurde, gilt dies nun für Reisende aus Deutschland, Bulgarien, Zypern, Finnland, Griechenland, Lettland, Liechtenstein und Norwegen. Einreisende aus Österreich, der Schweiz und den meisten anderen europäischen Ländern müssen sich aktuell in Quarantäne begeben. Eine Liste mit den jeweils geltenden Zahlen wird vom estnischen Außenministerium veröffentlicht und einmal wöchentlich aktualisiert. Darüber hinaus tritt am 24. Oktober eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für den Kreis Jõgeva in Kraft. Bis zum 24. Oktober gilt außerdem noch eine Reisewarnung für den Kreis Idu-Viru.  

Zum 1. Juni sind in Estland außerdem einige weitreichende Lockerungen in Kraft getreten, die auch das Öffnen von Campingplätzen, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Schwimmbäder, Wellnessanlagen usw. betreffen. Generell gilt in Estland auch keine Maskenpflicht, kann in einzelnen Bereichen aber individuell verhängt werden. Für das Abstandhalten gilt in Estland die so genannte 2+2-Regel: Sie beinhaltet, dass - Familien ausgenommen - maximal zwei Personen im öffentlichen Raum zusammen unterwegs sein dürfen und dabei immer einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten ist. Das gilt sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich. In vielen Betrieben wie Restaurants und anderen Einrichtungen gilt zudem eine Kapazitätseinschränkung von 50 Prozent. Darüber hinaus dürfen in Restaurants nicht mehr als zwei Personen an einem Tisch sitzen, sofern sie nicht demselben Haushalt angehören.  

Finnland

Touristische Reisen nach Finnland sind seit dem 24. August für Urlauber aus Österreich und der Schweiz aufgrund zu hoher Infektionszahlen in den Heimatländern wieder untersagt, für Reisende aus Deutschland gilt dies auch wieder seit dem 25. September. Finnland hat den epidemiologischen Grenzwert, der festlegt, aus welchen Ländern die Einreise möglich ist, allerdings recht niedrig angesetzt: Zunächst waren nur acht Neuinfektionen pro 100.000 Personen innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen erlaubt, seit dem 19. September wurde diese Grenze auf 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner angehoben. Bleibt der Wert unterhalb dieser Grenze ist bei der Einreise keine Quarantäne mehr erforderlich. Die Grenzübergänge für Reisende aus Ländern, die diese Kriterien erfüllen, sind geöffnet und auch der Passagierfährverkehr zwischen Helsinki und Travemünde wurde wieder aufgenommen.

Zurzeit steigt die Zahl der Neuinfektionen auch in Finnland deutlich an, so dass ab dem 17. Oktober auch die Region Österbotten zu den Risikogebieten zählt und dann eine entsprechende Reisewarnung in Kraft tritt.  

Erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben in Finnland Mitte Mai begonnen, Anfang Juni wurden weitere weitgehende Lockerungen durchgeführt. Dazu gehört beispielsweise das Öffnen der Restaurants und Schwimmbäder. Campingplätze in Finnland sind ebenfalls wieder geöffnet. Eine Maskenpflicht besteht in Finnland nicht, es gibt jedoch die Empfehlung, Masken in Geschäften, Einkaufszentren, öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen. Ab dem 26. Oktober soll in der Ekstra-Klasse der finnischen Bahn (VR) eine Maskenpflicht eingeführt werden. Seit dem 8. Oktober müssen alle Gastronomiebetriebe in Finnland um 24 Uhr den Ausschank von Alkohol beenden und um 1 Uhr schließen. Restaurants müssen ihren Gästen außerdem die Möglichkeit bieten, sich beim Betreten des Restaurants die Hände zu waschen beziehungsweise die Hände zu desinfizieren. Gäste mit Krankheitssymptomen dürfen Restaurants nicht betreten.

Frankreich

Die Corona-bedingten Grenzkontrollen wurden an den deutschen und schweizerischen Grenzen zu Frankreich aufgehoben, die bereits vor der COVID-19-Situation eingeführten Grenzkontrollen seitens Frankreich bleiben aber mindestens bis Ende Oktober 2020 bestehen. Campingplätze und Restaurants sind in Frankreich geöffnet - zumindest in all den Regionen, die nach dem in Frankreich eingeführten Ampelsystem auf "Grün" stehen. Steht die Ampel auf "Rot", wird die jeweilige Region von französischer Seite als Risikogebiet eingestuft. Das gilt aktuell für rund Dreiviertel der 100 französischen Departements.  

Mittlerweile weisen auch immer mehr Regionen in Frankreich wieder ein derart hohes Infektionsgeschehen auf, dass aktuell das gesamte Land mit Ausnahme der Mittelmeerinsel Korsika erneut als Risikogebiet eingestuft wurde und somit wieder eine offizielle Reisewarnung für Frankreich gilt. Außerdem gilt eine offizielle Reisewarnung für die Überseegebiete Französisch-Guyana, St. Martin, Guadeloupe und La Réunion. Entsprechend gibt es in Frankreich noch bzw. wieder zahlreiche Einschränkungen.

So gilt insbesondere im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr eine Maskenpflicht für Personen älter als 11 Jahre. Seit dem 20. Juli gilt die Maskenpflicht auch in Geschäften und allen anderen öffentlich zugänglichen Innenräumen. Bei einem Verstoß werden 135 Euro Strafe fällig. Parks, öffentliche Grünanlagen, Strände und Sporthäfen sind in Frankreich grundsätzlich wieder zugänglich, es kann aber lokal individuelle Regelungen in Sachen Maskenpflicht etc. geben. So haben verschiedene Städte in Frankreich - darunter auch Touristenorte in der Bretagne und die Städte Paris und Marseille - eine Maskenpflicht auch für öffentliche Bereiche im Freien beschlossen. Teilweise werden auch Strände, Parks und Gärten wieder gesperrt. In der Küstenstadt La Rochelle in Westfrankreich beispielsweise ist der Mund-Nasen-Schutz nun im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. 

Generell sind Museen zum großen Teil wieder geöffnet, in manchen Fällen müssen aber vorab Eintrittskarten für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden, um Überfüllungen zu vermeiden und die Abstandsregeln einhalten zu können. Eine Öffnung von Konzertsälen, Vergnügungsparks, Diskotheken, Kinos und ähnlichen Veranstaltungsorten war zunächst für den 22. Juni 2020 angekündigt, wurde bislang aber noch nicht umgesetzt, so dass diese vorläufig weiterhin geschlossen bleiben. Mit einer Lockerung ist derzeit erst dann zu rechnen, wenn die Infektionszahlen im Land wieder deutlich sinken.

In besonders betroffenen Regionen werden zurzeit auch wieder die Einschränkungen des öffentlichen und privaten Lebens verschärft. So müssen seit dem 26. September zunächst in Marseille und im Überseegebiet Guadeloupe alle Bars und Restaurants komplett schließen. In Marseille müssen zudem alle öffentlich zugänglichen Einrichtungen wieder schließen, sofern sie kein "strenges Gesundheitsprotokoll" vorweisen können. In Großstädten wie Lille oder Rennes müssen Bars seit dem 28. September um 22 Uhr schließen, außerdem gilt hier eine neue Obergrenze von zehn Personen bei Treffen in der Öffentlichkeit. In Paris gilt seit dem 6. Oktober wieder die maximale Alarmstufe, so dass Bars und Cafés dann in der Hauptstadt und in einigen Vororten komplett geschlossen bleiben müssen.

Zum 10. Oktober hat die französische Regierung auch für die Städte Lille, Lyon, Grenoble und Saint-Etienne die höchste Warnstufe ausgerufen, so dass auch hier mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen ist. Gleiches gilt seit dem 13. Oktober für die Städte Montpellier und die umliegenden Gemeinden im Süden Frankreichs sowie für die Stadt Toulouse. Ab dem 17. Oktober gilt für den Großraum Paris sowie die Metropolen Grenoble, Lille, Rouen, Lyon, Aix-Marseille, Saint-Étienne, Toulouse und Montpellier außerdem eine nächtliche Ausgangssperre. Zwischen 21 Uhr abends und sechs Uhr morgens darf das Haus bzw. die Wohnung dann nicht mehr verlassen werden. Die Ausgangssperre soll ab dem 24. Oktober auf insgesamt 54 Departements in Frankreich ausgedehnt werden.    

Griechenland

Griechenland zählt aktuell zu den sehr wenigen Ländern in Europa, für die es bislang noch keinerlei Reisewarnung gibt. Aber auch hier sind die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen gestiegen, so dass sich dies kurzfristig ändern kann. Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfen seit dem 15. Juni wieder nach Griechenland einreisen, die 14-tägige Quarantäne entfällt. Auch die Campingplätze in Griechenland sind wieder geöffnet. Allerdings ist die Einreise mit dem Camper zurzeit ausschließlich auf dem Landweg über Bulgarien möglich (Grenzübergang Kulata/Promachonas). Alle anderen Übergänge sind zwar geöffnet, Reisende können dort aber nur im Ausnahmefall einreisen. Auch die Fährüberfahrt aus Italien ist seit dem 1. Juli für Touristen wieder möglich, die Häfen von Patras und Igoumenitsa sind für den Tourismus geöffnet. Der Fährverkehr mit Albanien und der Türkei ist für Privatpersonen vorerst noch ausgesetzt. Wichtig: Seit dem 1. Juli müssen sich Urlauber spätestens 48 Stunden vor der Einreise nach Griechenland über ein spezielles Online-Formular für die Einreise registriert haben! Dabei wird ihnen ein Code zugewiesen, der bei der Einreise nachgewiesen werden muss. Ebenfalls erforderlich ist zusätzlich eine Bescheinigung über einen negativen PCR-COVID-19-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Der Test muss aus einem anerkannten Testlabor aus dem Abreiseland stammen und eine begleitende Diagnose in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass/Personalausweisnummer beinhalten. Im Gegenzug entfällt die Pflicht, bei der Einreise einen Reiseplan der kommenden sieben Tage vorlegen zu müssen.     

Der Fährverkehr auf die griechischen Inseln hat den Betrieb wieder aufgenommen. Strände sind unter Geltung von Hygiene- und Abstandsregeln geöffnet. Das bedeutet u. a., dass ein bestimmter Abstand zwischen Strandliegen eingehalten werden muss, sofern es sich nicht um eine Familieneinheit handelt, und dass der Ausschank von Alkohol am Strand teilweise eingeschränkt ist. 

Die Nutzung von Außenpools ist nur einer bestimmten Personenzahl je nach Größe des Pools gestattet (5 m² pro Person), Indoor-Pools sind weiterhin geschlossen. Seit Mitte Juni ebenfalls wieder geöffnet sind Spa- und Wellnesseinrichtungen, archäologische Stätten, Open Air-Kinos und Museen. Bars und Diskotheken sowie Open Air-Veranstaltungen dürfen mittlerweile unter bestimmten Voraussetzungen wieder öffnen. Für Supermärkte sowie öffentliche Verkehrsmittel, Taxis und Fähren gilt eine Maskenpflicht und für letztere eine Kapazitätsbegrenzung auf 65 Prozent, in Restaurants gelten Abstandsregeln zwischen den Tischen sowie eine Beschränkung der Personenzahl pro Tisch. Wegen erneut steigender Infektionszahlen wurde die Maskenpflicht zum 29. Juli auch auf Büros, Banken, Bäckereien und alle anderen Einzelhandels- und Lebensmittelgeschäfte ausgeweitet. Ab dem 24. Oktober gilt landesweit eine generelle Maskenpflicht sowohl in öffentlichen Innenräumen als auch im Freien. 

Darüber hinaus wurden aktuell in manchen Gebieten die Corona-Regeln wieder verschärft, beispielsweise auf den Inseln Poros (Region Attika), Paros und Antiparos, in einzelnen Orten in der Umgebung von Larissa (Thessalien) sowie auf Mykonos und Chalkidiki. Dies beinhaltet z. B. die Pflicht, auch auf öffentlichen Plätzen einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, ein Verbot von allen öffentlichen Veranstaltungen und Zusammenkünften von mehr als neun Personen und eine Schließung der Wochenmärkte. Für die Städte Athen, Thessaloniki und weitere Corona-Hotspots in Griechenland wurden ab dem 24. Oktober nächtliche Ausgangssperren angekündigt. sowie eine Maskenpflicht sowohl in öffentlichen Innenräumen als auch im Freien angekündigt. 

Italien

Italien hat seine Grenzen seit dem 3. Juni wieder für Touristen aus der EU und dem Schengen-Raum geöffnet. Auch die zweiwöchige Quarantäne nach der Einreise entfällt nun. Nur diejenigen, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder selbst positiv getestet wurden, müssen sich in Isolation begeben. Zu beachten ist aber, dass in Italien offiziell noch bis Anfang 2021 der Notstand gilt, so dass weiterhin mit starken Einschränkungen zu rechnen ist. 

Dies gilt insbesondere vor dem Hintergrund erneut steigender Infektionszahlen auch in Italien. So werden die Regionen Campania und Ligurien seit dem 15. Oktober wieder als Risikogebiete eingestuft und es gibt entsprechende Reisewarnungen. Ab dem 24. Oktober gelten auch die Regionen Aostatal, Umbrien, Lombardei, Piemont, Toskana, Venetien, Lazium, Abruzzen, Friaul-Julisch Venetien, Emilia-Romagna, Sardinien und die autonome Provinz Bozen-Südtirol wieder als Risikogebiete und es wurden entsprechende Reisewarnungen ausgesprochen. 

Die Campingplätze durften in Italien seit Mitte Mai unter strengen Auflagen wieder öffnen. Generell gilt in Italien eine Abstandsregel, die besagt, dass die Menschen überall mindestens einen Meter Distanz voneinander halten sollen, in Südtirol sind sogar zwei Meter empfohlen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr, in öffentlichen Gebäuden generell sowie in Bars und Restaurants getragen werden - allerdings nicht, während man am Tisch sitzt. Seit dem 8. Oktober wurde die Maskenpflicht landesweit auf alle Bereiche ausgedehnt - sie gilt auch im Freien. Nur wer sich an einem abgelegenen Ort ohne Menschen befindet oder alleine in einem Park aufhält, kann darauf verzichten. Von der Pflicht befreit sind Kinder im Alter unter sechs Jahren, eine Ausnahme gibt es auch beim Sport. Außerdem gibt es in Italien häufig Temperaturmessungen mit Stirn-Scannern, bevor man beispielsweise Museen oder Geschäfte betreten darf. 

Zum 26. Oktober sind in ganz Italien verschärfte Einschränkungen in Kraft getreten: Kinos, Theater, Fitnessstudios und andere Einrichtungen sind nun wieder geschlossen, für Restaurants und Bars gilt eine Sperrstunde ab 18 Uhr.  

In den Regionen Lombardei, Kampanien sowie Lazio (ab 23.10.), zu der die Hauptstadt Rom gehört, gilt außerdem eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 23 Uhr und 5 Uhr. Das Verlassen des Hauses oder der Wohnung ist nur in Ausnahmefällen erlaubt.  

Eine besondere Regelung gibt es für alle, die mit der Fähre nach Sardinien reisen möchten: Vor Betreten der Schiffe muss sich jeder Passagier bei der Region Sardinien registrieren. Das funktioniert entweder über dieses Onlineformular, manuell am Fährhafen oder über die App SardegnaSicura. Jeder Passagier muss bei Einreise eine Kopie der bestätigten Registrierung zusammen mit der Bordkarte und seinem gültigen Ausweis vorlegen können. Vor dem Boarding überprüfen die Reedereien die erfolgte Registrierung. An Bord der Fähren herrschen zudem verstärkte Hygienevorschriften - beispielsweise Maskenpflicht -  die sich allerdings je nach Reederei unterscheiden können. Um Mindestabstände an Bord einhalten zu können, kann es teilweise - insbesondere bei Fahrten über Nacht - auch Einschränkungen im Bereich der Kapazitäten sowie die Verpflichtung zur Buchung eines Schlafplatzes geben.

Eine Registrierung von Urlaubern wird zurzeit auch von den Regionen Kalabrien, Sizilien und Apulien verlangt. Die sizilianische Regierung hat zudem angekündigt, bei der Einreise nach Sizilien verpflichtende Schnelltests durchführen zu wollen. Wann diese Regelung in Kraft tritt, ist noch nicht bekannt. 

Italien hat beschlossen, dass sich Einreisende aus Belgien, Frankreich, den Niederlanden, Großbritannien und Nordirland, Tschechien und Spanien verpflichtend testen lassen beziehungsweise einen negativen Test vorlegen müssen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. 

Kroatien

Kroatien hat bereits im Mai einen ersten Schritt in Richtung Tourismus gemacht und die Einreise für ausländische Urlauber erlaubt, die entweder eine Immobilie oder ein Boot oder ähnliches in Kroatien besitzen. Seit dem 3. Juni dürfen auch weitere Urlauber wieder nach Kroatien einreisen, das betrifft Reisende aus den EU-Mitgliedsstaaten. Bei der Einreise werden allerdings die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts in Kroatien registriert. Wer Wartezeiten an der Grenze verkürzen möchte, kann dies auch vorab online auf der Website des Kroatischen Tourismusministeriums erledigen.

Campingplätze dürfen seit Mitte Mai nach und nach den Betrieb wieder aufnehmen. Außerhalb des Wohnwagens oder des Reisemobils sollten Reisende einen Mund-Nase-Schutz tragen und mindestens 1,5 Meter Abstand zu Dritten halten. Seit dem 13. Juli gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, Krankenhäusern und im Gastgewerbe generell eine Maskenpflicht. In der Gespanschaft Split-Dalmatien gilt die Maskenpflicht auch für Besucher von Cafés und Bars, Ausstellungen, Gottesdiensten und anderen sozialen Begegnungen. In geschlossenen Räumen, in denen sich mehr als drei Personen befinden, ist ebenfalls ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Fitnesszentren sind in dieser Region zurzeit geschlossen und organisierte Sportveranstaltungen verboten.

Die kroatischen Inseln sind eingeschränkt wieder per Fähre zu erreichen. Zu bedenken ist jedoch, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden können, falls das Infektionsgeschehen wieder sprunghaft ansteigen sollte. Ein Verlassen der Inseln könnte dann vorübergehend nicht mehr möglich sein.

Kroatien wurde von diversen Ländern als Risikogebiet eingestuft, darunter Österreich. Auch Deutschland hat die Region Split-Dalmatien und seit dem 9. September ebenfalls die Gespanschaften Dubrovnik-Neretva und Pozega-Slavonia als Risikogebiete eingestuft und eine Reisewarnung ausgesprochen. Gleiches gilt seit dem 16. September für die Gespanschaft  Virovitica-Podravina und seit dem 23. September für die Gespanschaft Lika-Senj. Ebenfalls gilt seit dem 7. Oktober eine Reisewarnung für die Gespanschaften Vukovar-Syrmien, Sisak-Moslavina und Krapina-Zagorje und seit dem 15. Oktober für die Gespanschaften Gespanschaften Grad (Stadt) Zagreb und Međimurska. Ab dem 24. Oktober 2020 gilt dies auch für die Gespanschaften Karlovac, Osijek-Baranja, Zagreba, Varaždin und Bjelovar-Bilogora. Die Gespanschaften Sibensko-kninska und Zadarska gelten seit dem 30. September nicht mehr als Risikogebiet, auch die Reisewarnung für die Gespanschaft Brod-Posavina wurde am 7. Oktober aufgehoben. Da sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten entweder 14 Tage in Quarantäne begeben oder bei Einreise ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen müssen, kann sich die Heimreise auf dem Landweg deutlich verzögern. Insbesondere an der Grenze zu Österreich muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden.  

Lettland & Litauen 

Gemeinsam mit Estland haben Lettland und Litauen ihre Binnengrenzen zueinander im Mai wieder geöffnet, da in allen drei Ländern das Infektionsgeschehen sehr gering war. Seit dem 1. Juni hat Litauen seine Grenzen für Reisende aus bestimmten europäischen Ländern wieder geöffnet. Hierfür wurde ein Ampelsystem eingeführt, dass die einzelnen Länder nach ihrem Infektionsgeschehen und Risikopotenzial kategorisiert. Seit dem 12. Oktober gilt aber hierfür eine variable Inzidenz, die einmal wöchentlich neu festgelegt wird und sich anhand der Inzidenz Litauens + 10 % berechnet. Eine Liste der Länder, die oberhalb dieses Grenzwertes liegen, wird jeweils montags veröffentlicht. Diese Grenze haben sowohl Österreich als auch die Schweiz sowie die meisten europäischen Länder aktuell überschritten. Reisende aus diesen Ländern müssen einen COVID-19-Testbefund vorlegen und zusätzlich in eine 14-tägige Quarantäne gehen. Sie kann mit einem erneuten COVID-19-Test nach frühestens acht Tagen auf zehn Tage verkürzt werden. Deutschland ist zurzeit noch davon ausgenommen. 

Zu beachten ist auch, dass die litauische Region Šiaulių seit dem 30. September als Risikogebiet eingestuft und eine entsprechende Reisewarnung des Auswärtigen Amts in Kraft ist. Seit dem 7. Oktober gilt dies auch für die Region Kaunas.          

Seit dem 1. August ist ein Mund-Nasen-Schutz in öffentlichen Räumen wieder verpflichtend, beispielsweise in Geschäften, Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Ausnahmen gelten aber für den Besuch von Restaurants sowie Sport- und Kulturveranstaltungen. Vor Betreten von Geschäften und Museen wird um Handdesinfektion gebeten. 

In Lettland gilt seit dem 15. Oktober eine eigene Orientierungsgröße, die aktuell bei einem Inzidenzwert von 40,4 Neuinfektionen bei 100.000 Einwohnern in einer 2-Wochen-Frist liegt. Der Wert orientiert sich jeweils an der aktuellen Inzidenz Lettlands und wird regelmäßig angepasst. Sofern die Inzidenz der Einreisenden oberhalb dieses Grenzwerts liegen, gilt eine 10-tägige Quarantänepflicht in Form der Selbstisolation. Daher gilt auch für Lettland weiterhin eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Hintergrund ist auch hier eine Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit dem 16. Juli gilt bei der Einreise nach Lettland außerdem eine Registrierungspflicht für alle Reisenden, die zunächst per Fragebogen am Einreiseort erfolgt. Wer mit dem Pkw oder Reisemobil nach Lettland einreist und die ausgefüllten Formulare an der Grenze nicht entgegengenommen werden können, muss die Formulare eingescannt als PDF-Dokument an die Seuchenbehörde per E-Mail an covid19@spkc.gov.lv übermitteln. Eine elektronische Registrierung ist in Vorbereitung. Die Registrierungspflicht gilt auch für Durchreisende.

Nach wie vor gilt in Lettland eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und eine Abstandspflicht von zwei Metern, wo immer dies möglich ist. In Restaurants beispielsweise sind vier Quadratmeter pro Besucher vorgeschrieben. Gleichzeitig dürfen im Innenbereich nicht mehr als vier Personen an einem Tisch sitzen. In Außenbereichen erhöht sich die Zahl auf acht Personen. Seit dem 14. Oktober muss der Mund-Nasen-Schutz auch in Geschäften, Supermärkten, Postämtern, Tankstellen und an anderen Verkaufsstätten getragen werden.  

Luxemburg

Seit dem 25. September gilt für Reisen nach Luxemburg wieder eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland. Somit gilt Luxemburg aktuell erneut  als Risikogebiet, da die Infektionszahlen in den vergangenen Wochen hier wieder sehr stark angestiegen sind und den Grenzwert deutlich überschreiten. Die Grenzen sind nach wie vor geöffnet und auch die Durchreise durch Luxemburg ist möglich, es gelten aber weiterhin strenge Hygiene- und Abstandsregeln: Im öffentlichen Personennahverkehr, in Supermärkten und Geschäften sowie in öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken, Bürgerbüros usw. gilt nach wie vor eine Maskenpflicht und auch die Mindestabstände von 2 Metern sind konsequent einzuhalten. In Restaurants, Gaststätten und Bars beträgt der Mindestabstand zwei Meter. Campingplätze, Restaurants und Cafés haben den Betrieb wieder aufgenommen, oftmals ist aber eine Vorabreservierung erforderlich. 

Niederlande

Ebenso wie in Deutschland wurden auch in den Niederlanden die Corona-Restriktionen zunächst gelockert. Restaurants, Cafés, Museen und Theater duften seit dem 1. Juni wieder öffnen, seit dem 29. September wurden aber wieder neue Restriktionen eingeführt, die seit dem 14. Oktober noch einmal verschärft wurden: Restaurants, Bars und Cafés sind wieder komplett geschlossen worden. Auch Kantinen, Duschen und Toiletten im Sportbereich werden geschlossen. Besuche zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon sind auf drei Gäste beschränkt. In anderen Gebäuden als der eigenen Wohnung können maximal vier Personen eine Gruppe bilden - Kinder bis einschließlich 12 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Öffentliche Verkehrsmittel wie Bus und Bahn sollen jetzt nur noch in dringenden Fällen genutzt werden. Auch muss nach wie vor ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen weiter gewahrt werden. Für den öffentlichen Verkehr gilt seit Juni die Anordnung, dass Atemschutzmasken zu tragen sind. Die Maskenpflicht wurde zum 14. Oktober auf alle öffentlichen Räume wie Geschäfte oder Museen ausgeweitet.  

Die Strände sind zwar geöffnet, aber es kann zu regulierenden Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten kommen, sollten sich zu viele Menschen gleichzeitig dort aufhalten wollen. Die Campingplätze sind für Camper mit autarken Campingfahrzeugen geöffnet, gemeinschaftliche Sanitärräume auf Campingplätzen, in Ferienparks, Jachthäfen und Stränden könnten aber kurzfristig wieder schließen müssen. Darüber hinaus gibt es starke Restriktionen im Bereich von Alkohol und Softdrugs: Sie dürfen zwischen 20:00 und 07:00 Uhr weder verkauft, geliefert oder im öffentlichen Raum konsumiert werden. 

Seit dem 15. Juli gelten neue Regelungen für die Einreise: Reisende müssen jetzt vor Reiseantritt ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen. Außerdem müssen nun Unterkünfte nachweislich vor Reiseantritt reserviert werden. 

Die seit Anfang August in Amsterdam und Rotterdam geltende Maskenpflicht in der Öffentlichkeit wurde Ende August wieder aufgehoben. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen gelten seit dem 16. September aber die Regionen Nordholland (Noord-Holland) und Südholland (Zuid-Holland) offiziell als Risikogebiete. Dazu zählen u. a. auch die Städte Amsterdam, Den Haag und Rotterdam. Seit dem 23. September gilt das auch für die Provinz Utrecht und seit dem 15. Oktober für das gesamte Land. Eine entsprechende Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist in Kraft. Gleiches gilt übrigens für die Überseegebiete Aruba und St. Maarten und seit dem 7. Oktober auch für das Autonome Land Curacao.    

Norwegen

Für einen Campingurlaub in Norwegen sah es zunächst in diesem Sommer nicht allzu rosig aus. Denn die norwegische Regierung hatte Mitte Mai ihre Reisewarnung, Quarantänevorschriften und Einreisebegrenzungen bis zum 20. August verlängert. Zum 15. Juli hat die norwegische Regierung aber die Einreisebegrenzungen und Quarantänevorschriften für einen großen Teil der europäischen Staaten vorzeitig aufgehoben, sofern das Infektionsgeschehen im jeweiligen Heimatland entsprechend gering ist. Das bedeutet, dass es im jeweiligen Heimatland der Reisenden in den zwei Wochen vor der Einreise nach Norwegen nicht mehr als 20 bestätige Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner geben darf. Aktuell trifft dies nur noch auf Teile von Finnland zu. Die norwegische Gesundheitsbehörde veröffentlicht regelmäßig eine Liste mit Ländern und Regionen, für die aufgrund der Infektionszahlen weiter - oder wieder - Reisebeschränkungen gelten. So ist in Norwegen zum 29. August wieder eine Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland und Liechtenstein in Kraft getreten. Der Großteil der übrigen europäischen Länder ist im September hinzugekommen. Für Reisende aus Österreich und der Schweiz gilt die Quarantänepflicht schon länger. Das bedeutet, dass man sich nach der Einreise nach Norwegen vor Ort zehn Tage in Quarantäne begeben muss - und die darf ausdrücklich nicht auf Campingplätzen erfolgen. Personen, die innerhalb der letzten sechs Monate von COVID-19 genesen sind und dies durch medizinische Dokumente nachweisen können, sind von der Quarantänepflicht ausgenommen.   

Die Einreise nach Norwegen ist entweder per Fähre über Dänemark, über Schweden oder über Finnland möglich. Mit Ausnahme von Finnland ist allerdings lediglich ein direkter Transit ohne Zwischenübernachtung oder Aufenthalt erlaubt. Der Fährverkehr zwischen Norwegen und Deutschland ist seit Kurzem wieder eingeschränkt: Die Ausreise von Norwegen nach Deutschland ist per Fähre möglich, die Einreise von Deutschland nach Norwegen hingegen nicht. Generell fahren die Fähren mit eingeschränkter Kapazität im Bereich der Belegung und Restaurants. Zu beachten ist auch, dass die Fährverbindung zwischen Oslo und Fredrikshavn der Reederei Stena Line aufgrund der Corona-Krise dauerhaft eingestellt wurde. 

In Norwegen besteht zurzeit keine generelle Maskenpflicht, es gilt aber eine Abstandsregel von einem Meter zu anderen Personen sowie die üblichen Hygieneregeln. In Oslo gilt seit 29. September 2020 eine Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr, wenn ein Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Zudem empfiehlt die norwegische Regierung, einen Mund-Nasen-Schutz immer dann zu tragen, wenn kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann. Die touristische Infrastruktur ist größtenteils zugänglich, kann im Bereich der Kapazitäten aber stark eingeschränkt sein. Es kann zu längeren Wartezeiten, Ausfällen oder anderen Einschränkungen kommen. 

Österreich

In Österreich dürfen seit dem 15. Mai 2020 Gastronomiebetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen, seit dem 29. Mai dürfen auch Campingplätze, andere Tourismusbetriebe wie Schwimmbäder, andere Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten wieder für private Urlauber öffnen. Dabei gilt aber die Einhaltung des Mindestabstands von einem Meter gegenüber anderen Personen außerhalb des gemeinsamen Haushalts als verpflichtend.

Seit Mitte Juni war ein Mundschutz landesweit zunächst nur noch für bestimmte Bereiche in Ausnahmefällen Pflicht, beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr, in Einrichtungen des Gesundheitsbereichs oder beim Friseur. Zum öffentlichen Nahverkehr zählen im erweiterten Sinn übrigens auch Seil- und Zahnradbahnen sowie die Ausflugsschifffahrt. Aufgrund steigender Infektionszahlen gilt in ganz Österreich aber seit dem 24. Juli auch wieder eine Maskenpflicht in Supermärkten, Postämtern und Banken sowie in einigen Regionen in Kirchen. Seit dem 14. September muss auch ausnahmslos in allen Geschäften ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden, gleiches gilt für Beschäftigte in Lokalen. Auch Kinder müssen in der Schule außerhalb ihrer Klassenzimmer Maske tragen. Außerdem dürfen seit dem 14. September Speisen und Getränke in Innenbereichen nur noch an Sitzplätzen serviert werden. Darüber hinaus wurde die erlaubte Zahl der Teilnehmer an Veranstaltungen wieder verringert: Statt bislang 10.000 sind dann unter freiem Himmel nur noch 3.000 Besucher erlaubt, in Innenräumen nur noch 1.500 statt 5.000. Diese Zahl wird ab dem 23. Oktober noch einmal reduziert: In Innenräumen sind dann nur noch 1.000 Teilnehmer erlaubt, im Außenbereich 1.500.  

Zum 21. September sind außerdem weitere Einschränkungen in Kraft getreten: Sämtliche private Feiern und Zusammenkünfte sind jetzt auf zehn Personen beschränkt. Darüber hinaus dürfen in Lokalen und Restaurants nur noch maximal zehn Personen an einem Tisch sitzen. Ab dem 23. Oktober sind nur noch sechs Personen an einem Tisch erlaubt. Außerdem muss seit dem 21. September landesweit auch auf Märkten, in Kirchen und beim Betreten und Verlassen von Restaurants ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. 

Bereits seit einigen Wochen gilt in in Kärnten in touristisch stark besuchten Orten wie Velden oder dem Wörthersee im öffentlichen Raum außerdem jede Nacht von 21:00 Uhr bis 2:00 Uhr eine Maskenpflicht. Aufgrund der steigenden Infektionszahlen wird das Bundesland Wien seit dem 16. September als Risikogebiet eingestuft, es gilt eine offizielle Reisewarnung des deutschen Auswärtigen Amts und somit die Pflicht zu Quarantäne und COVID-19-PCR-Test bei Rückkehr nach Deutschland. Gleiches gilt seit dem 23. September für das Bundesland Vorarlberg (Ausnahme Kleinwalsertal/Gemeinde Mittelberg) und seit dem 25. September für das Bundesland Tirol (Ausnahme Gemeinde Jungholz). Ab dem 24. Oktober wird die Reisewarnung zusätzlich auf die Bundesländer Salzburg, Oberösterreich, Niederösterreich, das Burgenland und die Steiermark ausgeweitet. Seit dem 25. September gilt in den westlichen Bundesländern Vorarlberg, Tirol und Salzburg für Lokale zudem eine Sperrstunde ab 22 Uhr. Im Rest des Landes dürfen Lokale zunächst weiterhin bis 1 Uhr öffnen.
     
Generell hat Österreich alle Grenzen zu seinen Nachbarländern wieder geöffnet und verzichtet weitgehend auf Grenzkontrollen sowie Gesundheitskontrollen. Es gibt jedoch Sonderregelungen für Reisende, die an einem Corona-Hotspot ansässig sind oder aus einem Risikogebiet einreisen: Diese müssen seit dem 27. Juli 2020 entweder zehn Tage in Quarantäne gehen oder einen negativen PCR-Test auf SARS-Cov-2 vorweisen, der nicht älter als drei Tage sein darf. Ein ärztliches Attest wird seither nicht mehr akzeptiert. 

Für alle Durchreisenden gilt, dass seit dem 17. August Kroatien als Risikogebiet eingestuft wird. Kroatien-Rückkehrer müssen mit verstärkten Grenzkontrollen rechnen.

Polen

Seit dem 15. Oktober werden auch in Polen einzelne Regionen wieder als Risikogebiet klassifiziert. Daher gelten seit dem 17. Oktober Reisewarnungen für die Woiwodschaften Kujawsko-pomorskie (Kujawien-Pommern), Malopolskie (Kleinpolen), Podlaski (Podlachien), Pomorskie (Pommern) und Świętokrzyskie (Heiligkreuz). Ab dem 24. Oktober wird die Reisewarnung auf ganz Polen ausgeweitet. Die Einreise nach Polen ist zurzeit für Reisende aus der EU und dem Schengen-Raum noch uneingeschränkt möglich, eine Quarantäne ist nicht erforderlich. Die Grenzen zur Ukraine, Russland oder Weißrussland sind zurzeit weiterhin nur eingeschränkt passierbar.

Polnische Hotels und Campingplätze, Theater, Kinos, Schwimmbäder und Wellnesseinrichtungen sind bislang noch unter Auflagen geöffnet. Die polnische Regierung hat aber bereits angekündigt, dass es in Kürze zu verschärften Maßnahmen kommen wird. Beispielsweise dürfen Restaurants dann nur noch für den Außer-Haus-Verkauf öffnen. 

Der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter, Geschäfte, Banken und Tankstellen dürfen nur mit Handschuhen betreten werden, die von den Geschäften zur Verfügung gestellt werden müssen. Eine Maskenpflicht besteht in Geschäften, dem öffentlichen Nahverkehr, Kirchen, öffentlichen Einrichtungen, Kinos, Theatern, Konzert- und Kulturhäusern. Seit dem 10. Oktober wurde die Maskenpflicht auch auf alle Bereiche im Freien ausgeweitet. 

Zum 17. Oktober wurden die Maßnahmen noch einmal verschärft: Über 150 Regionen im ganzen Land, darunter die Hauptstadt Warschau und mehrere andere Großstädte, werden jetzt als sogenannte rote Zonen deklariert. In diesen sind Hochzeitsfeiern verboten und Schwimmbäder und Fitnessclubs geschlossen. Darüber hinaus gehen die Schulen wieder zum Fernunterricht über.

Portugal

Portugal war es zunächst gelungen, die Infektionszahlen relativ niedrig zu halten. Aktuell wird im Großraum Lissabon allerdings ein erhöhtes Infektionsgeschehen verzeichnet, so dass hier lokal weiterhin strengere Einschränkungen für die Bewohner herrschen. Dies betrifft zurzeit überwiegend den Großraum Lissabon, der seit dem 23. September wieder als Risikogebiet gilt. Eine entsprechende Reisewarnung ist in Kraft. Zum 17. Oktober wird diese Reisewarnung auch auf die Region Norte ausgeweitet. Ab dem Die Einreise nach Portugal ist auf dem Landweg seit dem 1. Juli aber generell wieder möglich, die Grenzen zu Spanien sind geöffnet. Generell ist auch die Einreise für Touristen wieder gestattet. Reisende müssen bei Einreise jedoch persönliche Angaben zum Zielort, Reisegrund und ihrer Erreichbarkeit, auch während des Aufenthalts in Portugal, machen. Außerdem wird bei allen Einreisenden per Infrarot die Körpertemperatur gemessen. Sollte die Temperatur 38° C übersteigen, ist mit Maßnahmen wie Selbstisolation bzw. häuslicher Quarantäne zu rechnen.

Das öffentliche Leben in Portugal wurde in fast allen Bereichen wieder hochgefahren, allerdings unter Auflagen in Sachen Kapazitäten. Das gilt auch für die Campingplätze und die Strände. Restaurants sind geöffnet, ebenso wie Bars und Diskotheken. In Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht und der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter. Verstöße können eine Geldstrafe bis zu 500 Euro pro Person nach sich ziehen, Gruppenverstöße können mit bis zu 5.000 Euro Strafe belegt werden. Mitte September wurden die corona-bedingten Einschränkungen allerdings landesweit wieder verschärft: Cafés, Bars und Diskotheken müssen nun je nach Vorgabe der jeweiligen Gemeinde zwischen 20 und 23 Uhr schließen. Im öffentlichen Raum darf kein Alkohol konsumiert werden. Auch dürfen alkoholische Getränke nicht an Tankstellen und ab 20 Uhr auch nicht in Gaststätten (außer in Verbindung mit Mahlzeiten) verkauft werden. Spontane private Versammlungen ohne Einhaltung von Abstandsregeln sind auf 10 Personen begrenzt. Es gilt eine Höchstgrenze von vier Personen pro Gruppe in Restaurants und Cafés, die 300 m von Schulen entfernt sind. Die gleiche Höchstgrenze von vier Personen gilt für Gruppen im Essensbereich von Einkaufszentren. Auch dürfen gewerbliche Einrichtungen (mit einigen Ausnahmen wie Cafés, Friseursalons und Fitnessstudios) nicht vor 10 Uhr öffnen.

Für Madeira und die Azoren - sowie den Großraum Lissabon - gelten gesonderte Regeln. 

Slowenien

Auch Slowenien hat seine Grenzen im Sommer für EU-Bürger wieder geöffnet. Das freute nicht nur all jene, die einen Urlaub in dem kleinen Land an der Adria geplant haben, sondern auch alle, die auf dem Landweg durch Slowenien nach Kroatien reisen wollten. Allerdings ist der Grenzübertritt auf dem Landweg von Österreich nach Slowenien und von Slowenien nach Österreich nach wie vor nur über die Grenzübergangsstellen Karawankentunnel, Loibltunnel und Spielfeld (Autobahn) möglich. Aktuell ist auch zu beachten, dass Kroatien derzeit als Risikogebiet eingestuft ist, so dass Reiserückkehrer zwar durch Slowenien reisen dürfen, dies aber innerhalb von 12 Stunden bewerkstelligt haben müssen. Andernfalls könnte eine 14-tägige Quarantäne gefordert werden. Kurze Zwischenstopps, beispielsweise zum Tanken, sind aber zulässig. Der Grenzübertritt von Italien nach Slowenien ist nur über die Grenzübergangsstellen Vrtojba/St. Andrea, Fernetiči/Fernetti, Škofije/Rabuiese oder Krvavi potok/Pesse möglich.

Zu beachten ist auch, dass die Region Primorsko-Notranjska (Küstenland-Innerkrain) seit dem 23. September als Risikogebiet gilt und eine entsprechende Reisewarnung ausgesprochen wurde. Gleiches gilt seit dem 30. September für die Region Koroska und seit dem 7. Oktober für die Regionen Zasavska, Gorenjska, Osrednjeslovenska und Savinjska. Zum 17. Oktober wurde die Reisewarnung zusätzlich auf die Regionen Jugovzhodna Slovenija, Pomurska und Podravska ausgeweitet. Ab dem 24. Oktober gilt dies auch für die Regionen Posavska und Goriška.  

Landesweit gilt eine Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr. Es ist mit geringfügigen Ausnahmen verboten, zwischen den Regionen Sloweniens zu reisen. Gaststätten, Cafés etc. sind in weiten Teilen des Landes geschlossen. Ab dem 24. Oktober befindet sich Slowenien außerdem in einem Teil-Lockdown. Auch Hotels und andere Unterkünfte werden dann geschlossen - ebenso wie die meisten Geschäfte sowie beispielsweise Kindergärten, Studentenheime, Friseurläden und Schönheitssalons. Die Kontaktbeschränkungen gelten natürlich weiterhin - der Mindestabstand zu anderen Menschen beträgt in Slowenien 1,50 Meter. Das Tragen einer Schutzmaske in geschlossenen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist jetzt wieder generell verpflichtend, auch wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann.  

Spanien

Die spanische Regierung hat am 22. Juni den Alarmzustand aufgehoben. Damit ist zunächst auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts entfallen sowie die Verpflichtung für EU-Bürger (mit wenigen Ausnahmen), sich nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben. Die Grenzen zu Portugal sind seit dem 1. Juli wieder geöffnet. Die aktuell wieder stark ansteigenden Infektionszahlen haben aber dazu geführt, dass Spanien erneut zum Risikogebiet erklärt wurde und nun wiederum eine offizielle Reisewarnung für ganz Spanien in Kraft ist. Reiserückkehrer müssen sich somit zurzeit in häusliche Quarantäne begeben oder aber einen negativen PCR-Test vorweisen. Eine Ausnahme gilt ab dem 24. Oktober für die Kanarischen Inseln, die dann nicht mehr als Risikogebiet gelten.    

Da Spanien in Europa zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern gehört, gelten hier noch - beziehungsweise wieder - sehr restriktive Maßnahmen. So gilt mittlerweile auf dem gesamten spanischen Festland für alle Menschen, die älter als sechs Jahre alt sind, eine Maskenpflicht für öffentliche Bereiche - egal, ob in Innen- oder Außenräumen und unabhängig davon, ob der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann oder nicht. Ausnahmen gelten lediglich am Strand, am Pool, beim Essen und Trinken sowie beim Sport. Abweichende und detaillierte Einschränkungen können zusätzlich individuell von den Gemeinden und Städten vor Ort festgelegt werden. So sind in Katalonien mit der Touristenmetropole Barcelona nun private Treffen von mehr als zehn Personen verboten. Ab dem 16. Oktober müssen in Katalonien auch wieder alle Bars, Restaurants und Cafés geschlossen bleiben. Einkaufszentren und größere Supermärkte müssen die Zahl der Kunden auf 30 Prozent ihrer normalen Kapazität beschränken. Für Fitnesszentren, Kinos und Theater gelte eine Beschränkung auf 50 Prozent. In der Region Murcia im Südosten des Landes wurden alle Treffen von mehr als sechs nicht im selben Haushalt lebenden Personen untersagt und in der aktuell am stärksten betroffenen Hauptstadt Madrid sind wieder neue Ausgangsbeschränkungen verordnet worden. Auch die beiden nordspanischen Städte León und Palenca wurden zum 6. Oktober weitgehend abgeriegelt. 

Außerdem gelten landesweit wieder verschärfte Einschränkungen, das betrifft z. B. die Schließung von Diskotheken und Nachtbars, die Begrenzung der Öffnungszeiten im Gastronomiebereich auf spätestens 1 Uhr nachts, die Begrenzung der maximalen Personenzahl an einem Tisch im Restaurant auf zehn Personen, ein Rauchverbot auch im Freien, wenn nicht mindestens zwei Meter Abstand eingehalten werden können sowie eine stärkere Kontrolle des Party-Verbots im Freien. In der nordspanischen Region Navarra gilt ab dem 22. Oktober wieder ein genereller Lockdown. Somit sind dann Ein- und Ausreisen aus der Region nur noch mit triftigem Grund erlaubt, Restaurants, Hotels und Campingplätze müssen schließen und Treffen im privaten Bereich werden auf Mitglieder eines Haushalts beschränkt.  

Schweden

Schweden ging bei der Eindämmung in Sachen Corona-Virus bekanntermaßen einen anderen Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Das bedeutet auch, das die Einreise nach Schweden für EU-Bürger und Bürger des Schengen-Raums mehr oder weniger durchgehend möglich war. Nachdem das Infektionsgeschehen in den Sommermonaten kontinuierlich gesunken ist, werden mittlerweile auch in Schweden wieder steigende Neuinfektionen verzeichnet. Daher gelten seit dem 17. Oktober die Provinzen Uppsala, Örebro, Stockholm und Jämtland wieder als Risikogebiet und es ist eine Reisewarnung in Kraft. Gleiches gilt ab dem 24. Oktober auch für die Provinzen Jönköping und Östergötland. 

Die Durchreise durch Dänemark nach Schweden ist weiterhin möglich - allerdings nur ohne Zwischenübernachtung. Die Einreise über Norwegen oder Finnland ist zurzeit ebenfalls nur im direkten Transit möglich. Es gibt keine Ausgangssperren oder Reisebeschränkungen in Schweden. Symptomfreie Personen dürfen sich frei im Land bewegen, allerdings wird die Bevölkerung angehalten, so weit irgend möglich auf Reisen zu verzichten.     

Schwedische Campingplätze sind seit dem Frühjahr größtenteils durchgehend geöffnet und auch die Sanitärgebäude stehen zur Verfügung. Einschränkungen gibt es aber auch im Bereich der angebotenen Aktivitäten und teilweise anderer Serviceleistungen. Restaurants und andere Gastronomiebetriebe waren in Schweden nicht von Schließungen betroffen, aber auch hier gilt das Gebot des Abstandhaltens und es darf nur am Tisch gegessen und getrunken werden. Bars, Freizeitparks und Museen sind teilweise noch geschlossen. Eine Maskenpflicht gibt es in Schweden nicht, es wird aber darum gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel in Stoßzeiten zu meiden.  

Schweiz

Die Schweiz hat ihre Grenzen seit dem 15. Juni nicht nur zu Deutschland, Frankreich und Österreich wieder komplett geöffnet, sondern auch zu allen Staaten der EU und der Europäischen Freihandelszone. Es bestehen für Reisende aus Deutschland zurzeit keine Beschränkungen für die Einreise oder Durchreise durch die Schweiz. Ausnahmen gelten allerdings für Reisende, die aus Risikogebieten stammen oder sich zuvor dort aufgehalten haben. Lockerungen der Corona-Maßnahmen wurden seit Mitte Mai auch in der Schweiz schrittweise eingeführt: Seit dem 11. Mai dürfen Läden, Restaurants, Märkte und Museen wieder öffnen. Seit dem 30. Mai sind Treffen in der Öffentlichkeit von maximal 30 Personen auf öffentlichen Plätzen, Spazierwegen oder Parkanlagen wieder zulässig.  

Der Tourismus konnte in der Schweiz seit dem 6. Juni langsam wieder durchstarten: Nicht nur die Campingplätze durften wieder öffnen, sondern auch Freizeitparks, Tierparks, zoologische und botanische Gärten, Wellnessanlagen, Schwimmbäder, Bergbahnen, Rodelbahnen, Bike- und Seilparks. Nach wie vor gilt in der Schweiz aber das Abstandsgebot von zwei Metern. Die Maskenpflicht wurde hingegen bereits aufgehoben, für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wurde die Maskenpflicht aufgrund aktuell wieder steigender Infektionszahlen zum 6. Juli aber wieder eingeführt. Seit dem 19. Oktober wurde die Maskenpflicht außerdem auf alle öffentlichen Gebäude ausgeweitet - ebenso wie auf Bahnhöfe, Flughäfen sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen, Geschäfte, Schulen, Kirchen und Kinos. Darüber hinaus gilt auf den Campingplätzen die dringende Empfehlung, WC und Dusche im Wohnmobil oder Caravan zu nutzen, sofern vorhanden. Es kann auch Einschränkungen im Bereich der Tagesbesucher geben sowie einen limitierten und kontrollierten Zugang zu Spielplätzen, Badestränden, Liegewiesen, Sportplätzen sowie zu Aufenthalts- und Spielräumen.

Aktuell gilt seit dem 9. September eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts wegen eines zu hohen Infektionsgeschehens für die Schweizer Kantone Genf und Waadt (Vaud). Für die Kantone Fribourg, Jura, Neuchâtel, Nidwalden, Schwyz, Uri, Zürich und Zug tritt am 17. Oktober eine Reisewarnung in Kraft. Ab dem 24. Oktober wird die Reisewarnung auf die gesamte Schweiz ausgeweitet.            

Tschechien

Tschechien hat am 22. Oktober erneut ein Einreiseverbot für Touristen egal aus welchem Ursprungsland verhängt. Es soll zunächst bis zum 3. November gelten. Wer bereits in Tschechien vor Ort ist, kann seinen Aufenthalt mit Einschränkungen aber wie geplant fortführen. Für Geschäfts- und Dienstreisen sowie Familienbesuche etc. ist die Einreise noch erlaubt, sofern der Reisende in einem Land der grünen Kategorie ansässig ist. Grundlage für die Kategorisierung ist ein Ampelsystem in Tschechien, das einzelne Länder nach Risikopotenzial einteilt. Reisende aus mit Grün kategorisierten Ländern dürfen ohne Gesundheitsnachweis oder Quarantänepflicht einreisen.  

Hintergrund des Einreiseverbots für Urlauber und Touristen ist ein erneuter Lockdown in Tschechien, was bedeutet, dass auch Hotels, Campingplätze und andere Beherbergungsmöglichkeiten ab dem 22. Oktober wieder geschlossen sind. Gleichzeitig dürfen die Einwohner Tschechiens ihre Häuser und Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen.

Generell gilt in Tschechien das einhalten eines Mindestabstands von zwei Metern zu anderen Menschen. Vor dem Betreten von Geschäften u. ä. müssen außerdem die Hände desinfiziert werden. Seit dem 10. September gilt in ganz Tschechien wieder die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Das gilt beispielsweise für Behörden, Kliniken, Arztpraxen, soziale und medizinische Einrichtungen, Wahllokale, in Schulen und Geschäften. Seit dem 21. Oktober gilt die Maskenpflicht zusätzlich im Freien, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Zudem müssen in Autos Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, wenn die Insassen nicht alle zur gleichen Familie gehören.  

Seit dem 25. September ist eine Reisewarnung des auswärtigen Amts für ganz Tschechien in Kraft. Tschechien ist aktuell das Land in Europa, in der die Corona-Inzidenz am höchsten ist.  Restaurants und Bars sind bereits seit dem 14. Oktober geschlossen. Außerdem ist seither der Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit untersagt.    

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