Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

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Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

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Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

In welchen Ländern in Europa kann man trotz COVID-19 seinen Urlaub auf dem Campingplatz verbringen? Ein Überblick der aktuellen Corona-Lage.

Letztes Update: 18.01.2021

Mit dem Lockdown in Deutschland vom 2. November bis mindestens 31. Januar 2021 ist auch eine Aufforderung der Bundesregierung verbunden, komplett auf private und touristische Reisen zu verzichten. Das gilt sowohl für Reisen im Inland als auch ins Ausland. Gleichzeitig sind in den vergangenen Wochen auch in vielen anderen europäischen Ländern aufgrund des schnell ansteigenden Infektionsgeschehens wieder neue Einschränkungen in Kraft getreten. Für alle, die im Winter dennoch eine Reise planen, gibt Freeontour hier einen Überblick des derzeitigen Stands für einige der beliebtesten Campingländer in Europa.

Nach wie vor gibt es innerhalb der EU keine einheitliche Regelung dazu, in welchem Umfang touristische Reisen erlaubt sind und welche Regeln für die jeweilige Ein- oder Ausreise gelten. Aufgrund des unterschiedlichen Infektionsgeschehens in den einzelnen EU-Ländern sowie den Schengen-Staaten entscheidet jedes Land diesbezüglich selber, welche Schutzmaßnahmen in Bezug auf COVID-19 dabei einzuhalten sind. Diese sind auf der Website des Auswärtigen Amts einsehbar. 

Abhängig vom lokalen Infektionsgeschehen hat sich in den vergangenen Wochen aber gezeigt, dass sich diese sehr kurzfristig wieder ändern können. So gelten aktuell wegen hoher Infektionszahlen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts für Regionen in Finnland, Norwegen, Griechenland, Ungarn sowie für ganz Estland, Lettland, Litauen, Kroatien, Bulgarien, Slowenien, Belgien, Luxemburg, Tschechien, Rumänien, Ungarn, Zypern, die Schweiz, Polen, Irland, Großbritannien, die Niederlande, ganz Frankreich, ganz Spanien, ganz Italien, ganz Dänemark (mit Ausnahme von Grönland), ganz Portugal, ganz Schweden und fast ganz Österreich.  

Seit dem 16. Oktober soll die grafische Darstellung der EU-weiten Corona-Ampel eine Orientierungshilfe für Reisen innerhalb der EU bieten, die auf der Webseite reopen.europa.eu/de regelmäßig aktualisiert wird. Sie soll eine farbliche Einteilung in Risikogebiete und ungefährliche Regionen bieten (grün, orange und rot), wobei sich die Kriterien dafür nach der Rate neuer Infektionen (Inzidenz) für 100.000 Bewohner in den vorausgegangenen 14 Tagen sowie der Quote der positiven Tests aus allen durchgeführten Coronatests richten. Die Übermittlung der Daten ist für die einzelnen EU-Länder aber freiwillig. Auch die Maßnahmen vor Ort sind nach wie vor nicht einheitlich geregelt.       

Das bedeutet, dass man insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell in ganz Europa hohen Infektionszahlen nicht beliebig ins Ausland reisen kann. Vielmehr gilt es, die länderspezifischen und regionalspezifischen Reisehinweise des gewünschten Reiselandes im Auge zu behalten, da diese  sich kurzfristig je nach örtlichem Infektionsgeschehen ändern können. Dies gilt umso mehr, da in vielen Ländern in Europa kurzfristig auch wieder neue Beschränkungen oder eine Quarantäne-Pflicht in Kraft treten können. Beispielsweise haben Tschechien und Dänemark ein Einreiseverbot für Touristen ausgesprochen. Daher sollte sich nun jeder Camper und Urlauber individuell informieren, mit welchen Risiken und Einschränkungen im jeweiligen Reiseland zu rechnen ist. Auch spezifische Regelungen zur Öffnung von Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen können sich in den einzelnen Staaten und auch regional unterschiedlich ändern. Untenstehend gibt es Informationen mit dem derzeitigen Stand zu einzelnen Ländern in Europa in alphabetischer Reihenfolge. 

Muss man nach dem Auslandsurlaub in Quarantäne? 

Generell obliegt es in Deutschland der Entscheidung der einzelnen Bundesländer, ob sie nach einem Auslandsaufenthalt eine Quarantäne verhängen oder nicht. Seit dem 8. November gibt es aber eine Musterverordnung der Bundesregierung, die eine Pflichtquarantäne von zehn Tagen für alle Rückkehrer aus Risikogebieten im Ausland vorsieht. Sie soll durch Vorlage eines negativen Corona-Tests frühestens ab dem fünften Tag nach der Einreise verkürzt werden können. Diese Regelung wurde von den jeweiligen Landesregierungen in Landesrecht umgesetzt und kann in Details je nach Bundesland abweichen.

Ab dem 14. Januar 2021 wird es zusätzlich zur Quarantänepflicht außerdem eine Testpflicht geben für alle, die aus einem ausländischen Gebiet mit einem erhöhten oder besonders hohen Risiko nach Deutschland einreisen: Nach Aufenthalt in einem Risikogebiet müssen Einreisende, bevor sie einreisen, grundsätzlich und wie bisher eine digitale Einreiseanmeldung ausfüllen. Spätestens 48 Stunden nach ihrer Einreise müssen sie über einen Nachweis verfügen, dass sie bei Einreise nicht mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infiziert sind, und diesen auf Anforderung der zuständigen Behörde vorlegen.

Wer aus einem Risikogebiet einreist, in dem besonders hohe Inzidenzen bestehen oder besonders ansteckende Virusvarianten verbreitet sind, muss den Nachweis bereits bei Einreise mit sich führen und auf Anforderung des Beförderers bei Abreise, der zuständigen Behörde bei Einreise oder bei polizeilicher Kontrolle vorlegen. Hierzu sollte man sich vor einer Reise ins Ausland informieren.

Muss ich nach der Einreise in mein Urlaubsland in Quarantäne gehen? 

Aufgrund der hohen Infektionszahlen haben manche Länder in Europa nach bestimmten Kriterien wieder eine Quarantänepflicht nach der Einreise ausgesprochen. Welche Regelungen diesbezüglich im einzelnen gelten, wird im Bereich der jeweiligen Reiseländer erläutert.   

Tabelle: Campingländer in Europa im Überblick 

Freeontour-Hinweis: Die Angaben zu den einzelnen Ländern können sich kurzfristig ändern - Angaben ohne Gewähr.

Länder in Europa in alfabetischer Reihenfolge 

Freeontour-Hinweis: Die Angaben zu den einzelnen Ländern können sich kurzfristig ändern - Angaben ohne Gewähr.

Belgien
Bulgarien
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich     
Griechenland
Italien 
Kroatien
Lettland & Litauen
Luxemburg  
Niederlande 
Norwegen
Österreich 
Polen
Portugal 
Slowenien
Spanien
Schweden
Schweiz 
Tschechien 

Belgien 

Die Grenzen zwischen Belgien und Nordrhein-Westfalen waren während der gesamten Corona-Situation nie geschlossen. Generell gilt seit dem 30. September aber eine offizielle Reisewarnung für ganz Belgien. Reiserückkehrer müssen sich also entweder in Quarantäne begeben oder einen negativen PCR-Test nachweisen. 

Gleichzeitig stuft auch das belgische Außenministerium eine Reihe von Regionen in EU-Ländern als „rote Zonen“ (Gebiete mit hohem Infektionsrisiko) und „orange Zonen“ (Gebiete mit mäßig hohem Infektionsrisiko) ein. Für Einreisende aus roten Zonen gilt eine 10-tägige Quarantänepflicht, die Testpflicht entfällt. Für Reisende aus orangen Zonen ist eine 7-tägige Quarantäne nur empfohlen. Ganz Deutschland ist aktuell als „rot“ eingestuft. Personen, die besuchsweise nach Belgien reisen, müssen bei Einreise seit dem 25. Dezember einen negativen PCR-Test mit sich führen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Mindestens 48 Stunden vor der Einreise nach Belgien müssen alle Reisenden übrigens ein elektronisches „Public Health Passenger Locator Form“ ausfüllen und elektronisch verschicken. Aufgrund dieses Formulars werden sie dann von den belgischen Behörden informiert, ob und wie lange sie sich in Quarantäne begeben müssen. 

Belgien befindet sich seit dem 2. November im Lock-down, der noch voraussichtlich bis nach den Faschingsferien anhält. Das bedeutet, dass auch die Campingplätze und Ferienparks seit dem 3. November geschlossen bleiben. Inwieweit dies auch für autarke Wohnmobilisten und Stellplätze gilt, geht aus der belgischen Corona-Verordnung nicht eindeutig hervor.  

Aufgrund der zuletzt deutlich gesunkenen Infektionszahlen dürfen seit dem 1. Dezember alle Läden unter strikten Hygienevorgaben wieder öffnen. Der Einkauf muss aber von einem Erwachsenen alleine getätigt werden und darf maximal 30 Minuten dauern. Friseure, Kosmetikstudios und andere Dienstleistungsbetriebe, bei denen sich enger Kontakt nicht vermeiden lässt, müssen voraussichtlich bis Mitte Januar weiterhin geschlossen bleiben. Gleiches gilt für Restaurants, Bars, Tierparks usw. Schwimmbäder und Museen dürfen seit dem 1. Dezember unter Einschränkungen wieder öffnen.    

Das Tragen einer Schutzmaske oder eines Mund-Nasen-Schutzes aus Stoff ist in allen Situationen, in denen der Abstand von 1,50 m nicht eingehalten werden kann, für alle Einwohner ab zwölf Jahren im Öffentlichen Nahverkehr und in Schulen verpflichtend. Das gilt auch in Geschäften, Kinos, Kirchen, Bibliotheken und anderen öffentlichen Innenräumen wie Restaurants, Cafés, Hotels, Einkaufsstraßen und auch auf Märkten, sofern diese geöffnet sind. Seit dem 12. August gilt in Brüssel die Maskenpflicht für den gesamten öffentlichen Raum, also auch in Parks, auf der Straße und auf öffentlichen Plätzen. In Flandern gilt eine Ausgangssperre von Mitternacht bis 5 Uhr morgens, in Brüssel und der Wallonie von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens. Amateurwettkämpfe und -training sind nicht mehr erlaubt, außerdem wurden alle Sport- und kulturellen Einrichtungen sowie Freizeitparks geschlossen. Auch Weihnachtsmärkte sind verboten.  

Enge Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts sind auf eine Person pro Monat, private Zusammenkünfte im Freien auf vier Personen beschränkt. 

Bulgarien

Bulgarien hat sein Einreiseverbot für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie für Reisende aus weiteren 26 Ländern zum 1. Juni aufgehoben. Auch eine 14-tägige Quarantäne ist derzeit nicht erforderlich. Restaurants, Hotels und Campingplätze sind unter bestimmten Auflagen der Hygieneschutzkonzepte geöffnet, ebenso wie Schwimmbäder und Strände. Maskenpflicht besteht seit dem 23. Juni u.a. wieder bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, in Geschäften und anderen geschlossenen öffentlichen Räumen. Seit dem 22. Oktober gilt die Maskenpflicht auch im Freien, wenn der vorgeschriebene Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. 

Für Reisende aus Österreich gilt aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Bulgarien seit dem 8. Juli eine Reisewarnung der österreichischen Regierung: Wer aus Bulgarien nach Österreich zurückkehrt, muss sich nun wieder in eine 14-tägige Quarantäne begeben oder einen negativen Corona-Test nachweisen. Seit dem 1. November gilt auch für Reisende aus Deutschland eine Reisewarnung für ganz Bulgarien. Für Reiserückkehrer nach Deutschland gelten daher die Pflicht zur Quarantäne beziehungsweise zum PCR-Test. 

Bulgarien befindet sich seit dem 27. November bis mindestens 31. Januar 2021 im Lock-down. 
Restaurants, Bars, Diskotheken und Klubs sind sind in dieser Zeit geschlossen - ebenso wie die meisten Geschäfte in Einkaufszentren. Auch der Besuch von Kinos, Konzerten, Museen, Sport- und Spielplätzen ist verboten. Tagungen, Konferenzen und ähnliche Veranstaltungen dürfen nicht mehr stattfinden. 

Dänemark

Dänemark hat am 22. Oktober erneut ein Einreiseverbot für Touristen aus Deutschland und den meisten anderen europäischen Ländern verkündet. Somit ist ein Dänemarkurlaub zurzeit wieder ausgeschlossen. Die Durchreise durch Dänemark ist zwar generell erlaubt, kann aktuell aber je nach Zielland durch dessen Einreisebestimmungen beschränkt sein. Aktuell erlaubt beispielsweise Schweden bis mindestens 21. Januar 2021 keine Einreise aus Dänemark.        

Darüber hinaus gilt für ganz Dänemark mit Ausnahme von Grönland eine Reisewarnung.

Mit dem 22. August hat Dänemark die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln eingeführt. Diese wurde im Oktober auch auf den Besuch von Restaurants, Bars, Cafés und ähnlichen Gaststättenbetrieben sowie auf Supermärkte und Einkaufszentren ausgeweitet. Generell gilt eine Abstandsregelung von einem Meter zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören.  

Alkoholverkauf im Einzelhandel und in Kiosken ist nach 22 Uhr untersagt. Im gesamten öffentlichen Raum sind Maßnahmen zur physischen Distanzierung und zusätzlicher Hygiene einzuhalten. Darüber hinaus soll wenn möglich vermieden werden, den öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Die Kontakte sind auf maximal zehn Personen beschränkt. Diese Beschränkungen sollen voraussichtlich bis Ende Februar bestehen bleiben.  

Seit dem 9. Dezember wurde in den Großstädten Kopenhagen, Aarhus und Odense sowie in weiteren stark von der Pandemie betroffenen Regionen ein Teil-Lock-down verhängt. Seit dem 16. Dezember wurde der Lock-down auf das ganze Land ausgeweitet und mittlerweile bis mindestens 7. Februar 2021 verlängert. Alle Restaurants, Bars und Cafés sowie Freizeit- und Kultureinrichtungen wie Kinos, Museen und Zoos müssen schließen. Aktuell gilt dies auch für Einkaufszentren, Dienstleister wie Friseure oder Fahrschulen sowie für den gesamten Einzelhandel mit Ausnahme von Supermärkten, Lebensmittelgeschäften und Apotheken.  

Estland

In einem ersten Schritt hat Estland Mitte Mai seine Grenzen zu Lettland und Litauen wieder geöffnet, da in allen drei Ländern das Infektionsgeschehen sehr gering war. Seit dem 1. Juni dürfen nun auch Reisende aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten das Land wieder besuchen. Die 10-tägige Quarantäne entfällt, sofern sich der Einreisende zuvor mindestens 14 Tage in einem Land aufgehalten hat, in dem die Infektionsrate von bis zu 50 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vorausgehenden 14 Tagen nicht überschritten wurde. Einreisende aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den meisten anderen europäischen Ländern müssen sich daher aktuell in Quarantäne begeben. Eine Liste mit den jeweils geltenden Zahlen wird vom estnischen Außenministerium veröffentlicht und einmal wöchentlich aktualisiert. Darüber hinaus ist am 26. Dezember eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für ganz Estland in Kraft getreten. 

Eine Maskenpflicht gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, in den Servicehallen und in öffentlichen Bereichen von Wirtschaftsunternehmen sowie bei Konferenzen, Konzerten sowie in Theatern und Kinos. Für das Abstandhalten gilt in Estland die so genannte 2+2-Regel: Sie beinhaltet, dass - Familien ausgenommen - maximal zwei Personen im öffentlichen Raum zusammen unterwegs sein dürfen und dabei immer einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten ist. Das gilt sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich. In vielen Betrieben wie Restaurants und anderen Einrichtungen gilt zudem eine Kapazitätseinschränkung von 50 Prozent. Darüber hinaus dürfen in Restaurants nicht mehr als zwei Personen an einem Tisch sitzen, sofern sie nicht demselben Haushalt angehören. Aktuell müssen Restaurants und andere Unterhaltungseinrichtungen zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgens schließen. 

Zum 14. Dezember wurden zudem landesweit verschärfte Corona-Maßnahmen eingeführt: Die Maskenpflicht wurde auf alle geschlossenen Räume in der Öffentlichkeit ausgeweitet, zusätzlich wurde eine Obergrenze für Geschäfte und Gastronomie verschärft.

Für die Region Harju gilt seit dem 28. Dezember bis zunächst 17. Januar 2021 die Schließung aller Freizeiteinrichtungen, sowie ein Gastronomieverbot für Besucher. Öffentliche Versammlungen sind nur bis zu maximal zehn Personen erlaubt. 

Finnland

Touristische Reisen nach Finnland sind seit dem 24. August für Urlauber aus Österreich und der Schweiz aufgrund zu hoher Infektionszahlen in den Heimatländern wieder untersagt, für Reisende aus Deutschland gilt dies auch wieder seit dem 25. September. Finnland hat den epidemiologischen Grenzwert, der festlegt, aus welchen Ländern die Einreise möglich ist, allerdings recht niedrig angesetzt: Zunächst waren nur acht Neuinfektionen pro 100.000 Personen innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen erlaubt, seit dem 19. September wurde diese Grenze auf 25 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner angehoben. Bleibt der Wert unterhalb dieser Grenze ist bei der Einreise keine Quarantäne mehr erforderlich. Die Grenzübergänge für Reisende aus Ländern, die diese Kriterien erfüllen, sind geöffnet und auch der Passagierfährverkehr zwischen Helsinki und Travemünde wurde wieder aufgenommen.

In Finnland ist das Infektionsgeschehen im Vergleich zu den meisten anderen europäischen Ländern noch verhältnismäßig niedrig. Lediglich für die Region Uusimaa (mit Großraum Helsinki) gilt seit dem 22. November eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts. Seit dem 20. Dezember gilt auch die Region Varsinais-Suomi als Risikogebiet. 

Eine Maskenpflicht besteht in Finnland nicht, es gibt jedoch die Empfehlung, Masken in Geschäften, Einkaufszentren, öffentlichen Gebäuden und öffentlichen Verkehrsmitteln zu tragen. Seit dem 26. Oktober gilt in der Ekstra-Klasse der finnischen Bahn (VR) eine Maskenpflicht. Seit dem 8. Oktober müssen alle Gastronomiebetriebe in Finnland um 24 Uhr den Ausschank von Alkohol beenden und um 1 Uhr schließen. Zusätzlich gibt es eine Kapazitätsbeschränkung für die erlaubte Anzahl der zu bewirtenden Gäste. Restaurants müssen ihren Gästen außerdem die Möglichkeit bieten, sich beim Betreten des Restaurants die Hände zu waschen beziehungsweise die Hände zu desinfizieren. Gäste mit Krankheitssymptomen dürfen Restaurants nicht betreten.

Frankreich

Die Corona-bedingten Grenzkontrollen wurden an den deutschen und schweizerischen Grenzen zu Frankreich aufgehoben, die bereits vor der COVID-19-Situation eingeführten Grenzkontrollen seitens Frankreich bleiben aber mindestens bis Ende April 2021 bestehen. 

Trotz des mittlerweile sinkenden Infektionsgeschehen in Frankreich gilt das gesamte Land noch immer als Risikogebiet und es ist eine offizielle Reisewarnung in Kraft. Das gilt seit dem 9. Januar auch wieder für Korsika und die Bretagne. Gleiches gilt für die französischen Überseegebiete Guadeloupe, La Réunion und Martinique. Weiterhin als Risikogebiete gelten aber Französisch-Guyana, St. Martin und Französisch-Polynesien. 

Reisende nach Guadeloupe, Martinique, St. Martin, St. Barthélemy und La Réunion müssen bei Abflug ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen, das nicht älter als 72 Stunden sein darf. 

Seit dem 30. Oktober befindet sich Frankreich im Lock-down, der zunächst bis zum 1. Dezember angesetzt war. Nach ersten kleinen Lockerungen wurde der Lock-down aber zunächst wieder bis mindestens 20. Januar verlängert. Allerdings dürfen seit dem 1. Dezember alle Geschäfte wieder öffnen und auch die Ausgangsbeschränkungen für die Einwohner wurden etwas gelockert. Bars, Restaurants und Cafés sowie alle anderen Gastronomiebetriebe, Museen, Konzertsäle, Sporthallen, Vergnügungsparks, Diskotheken und ähnliche Veranstaltungsorte bleiben aber zunächst weiterhin geschlossen. Das gilt auch für Hotels und Campingplätze in Bezug auf Urlauber. Außerdem bleiben auch die Skilifte in Frankreich vorerst bis zum 20. Januar geschlossen. Darüber hinaus gilt in ganz Frankreich eine abendliche Ausgangssperre zwischen 20 Uhr und 6 Uhr, in Gebieten mit hoher Inzidenz gilt die Ausgangssperre zwischen 18 Uhr und 6 Uhr. Seit dem 16. Januar gilt die Ausgangssperre in ganz Frankreich ab 18 Uhr.   

Zusätzlich gelten die bisherigen Regeln zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes: Im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr eine Maskenpflicht für Personen älter als 11 Jahre. Seit dem 20. Juli gilt die Maskenpflicht auch in Geschäften und allen anderen öffentlich zugänglichen Innenräumen. Bei einem Verstoß werden 135 Euro Strafe fällig. Parks, öffentliche Grünanlagen, Strände und Sporthäfen sind in Frankreich grundsätzlich zugänglich, es kann aber lokal individuelle Regelungen in Sachen Maskenpflicht etc. geben. So haben verschiedene Städte in Frankreich - darunter auch Touristenorte in der Bretagne und die Städte Paris und Marseille - eine Maskenpflicht auch für öffentliche Bereiche im Freien beschlossen. Unter anderem in Paris und den umliegenden Départements Seine-Saint-Denis, Hauts-de-Seine und Val-de-Marne sowie in Marseille, Toulouse und Straßburg gilt Maskenpflicht im gesamten Stadtgebiet.

Griechenland

Seit dem 1. November galt zunächst nur die Region West-Makedonien als Risikogebiet, seit dem 8. November gilt dies aber auch für die Regionen Attika, Thessalien, Ostmakedonien und Thrakien sowie Zentralmakedonien. Seit dem 15. November gelten auch die Regionen Nördliche Ägäis und Peloponnes als Risikogebiet.     

In einzelnen Regionen des Landes wurde bereits Anfang November ein Lock-down verhängt. Zum 7. November wurde der Lock-down auf ganz Griechenland ausgeweitet. Zum 18. Januar sind erste kleine Lockerungen in Kraft getreten: Der Einzelhandel und andere Geschäfte dürfen nun unter Zugangsbeschränkungen wieder öffnen. Restaurants und Bars bleiben vorerst weiterhin geschlossen. Außerdem gilt im gesamten Land eine Ausgangssperre mit nur spezifischen Ausnahmen sowie eine Maskenpflicht im gesamten Land. Zum 13. November wurden die Regeln zur Ausgangssperre landesweit noch einmal durch eine nächtliche Ausgangsperre zwischen 21 und 5 Uhr verschärft.      

Wichtig: Seit dem 1. Juli müssen sich Urlauber spätestens 48 Stunden vor der Einreise nach Griechenland über ein spezielles Online-Formular für die Einreise registriert haben! Dabei wird ihnen ein Code zugewiesen, der bei der Einreise nachgewiesen werden muss. Ebenfalls erforderlich ist zusätzlich eine Bescheinigung über einen negativen PCR-COVID-19-Test, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Der Test muss aus einem anerkannten Testlabor aus dem Abreiseland stammen und eine begleitende Diagnose in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass/Personalausweisnummer beinhalten. Darüber hinaus werden zusätzlich bei der Einreise an der Grenze verpflichtende Corona-Schnelltests durchgeführt und es gilt seit dem 8. Januar eine 7-tägige Quarantänepflicht für alle Einreisenden. 

Italien

Italien hat seine Einreisebestimmungen verschärft: Wer aktuell aus der EU oder einem Schengen-Staat einreisen möchte, muss einen negativen PCR-Test oder Antigen-Test vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Bei Nichtvorliegen eines negativen Tests ist eine Selbstisolation einzuhalten. Nach wie vor ist in ganz Italien aufgrund von Ausgangsbeschränkungen mit Einschränkungen der Reise- und Bewegungsfreiheit zu rechnen.   

Seit dem 8. November wird ganz Italien als Risikogebiet gelistet und es gilt somit eine Reisewarnung für das gesamte Land.   

Generell gilt in Italien eine Abstandsregel, die besagt, dass die Menschen überall mindestens einen Meter Distanz voneinander halten sollen, in Südtirol sind sogar zwei Meter empfohlen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr, in öffentlichen Gebäuden generell sowie in Bars und Restaurants getragen werden - allerdings nicht, während man am Tisch sitzt. Seit dem 8. Oktober wurde die Maskenpflicht landesweit auf alle Bereiche ausgedehnt - sie gilt auch im Freien. Nur wer sich an einem abgelegenen Ort ohne Menschen befindet oder alleine in einem Park aufhält, kann darauf verzichten. Von der Pflicht befreit sind Kinder im Alter unter sechs Jahren, eine Ausnahme gibt es auch beim Sport. Außerdem gibt es in Italien häufig Temperaturmessungen mit Stirn-Scannern, bevor man beispielsweise Museen oder Geschäfte betreten darf. 

Seit dem 5. November gilt außerdem eine landesweite Ausgangssperre ab 22 Uhr. Das Verlassen des Hauses oder der Wohnung ist nur in Ausnahmefällen erlaubt. Prinzipiell werden die Regionen in Italien nach drei Corona-Risikozonen kategorisiert: In den Roten Zonen müssen die Bürger möglichst ganz zu Hause bleiben und es gilt ein Ein- und Ausreiseverbot. Letzteres trifft auch auf die Orangen Zonen zu. In der gelben Zone gelten gelockerte Maßnahmen. Zum 16. Januar wurde außerdem die Kategorie der weißen Zone eingeführt, die auf Regionen zutreffen soll, die über einen Zeitraum von mehr als drei Wochen eine Inzidenz niedriger als 50 Neuinfektionen je 1000.000 Einwohner aufweisen können. 

Aufgrund der zuletzt wieder gestiegenen Infektionszahlen ist in Italien zunächst vom 16. Januar bis 5. März erneut ein Teil-Lock-down in Kraft getreten. In dieser Zeit ist das private und touristische Reisen zwischen einzelnen Regionen generell nicht erlaubt. Ausstellungen, Museen, Kinos, Theater, Fitnessstudios sowie Schwimm- und Thermalbäder und andere Einrichtungen der Freizeitgestaltung sind aber nach wie vor geschlossen. Lediglich Sportzentren dürfen wieder genutzt werden. Auch die Lifte und Bahnen in den Skigebieten bleiben für den Amateursport bis mindestens 15. Februar geschlossen. 

Eine besondere Regelung gibt es für alle, die mit der Fähre nach Sardinien reisen möchten: Vor Betreten der Schiffe muss sich jeder Passagier bei der Region Sardinien registrieren. Das funktioniert entweder über dieses Onlineformular, manuell am Fährhafen oder über die App SardegnaSicura. Jeder Passagier muss bei Einreise eine Kopie der bestätigten Registrierung zusammen mit der Bordkarte und seinem gültigen Ausweis vorlegen können. Vor dem Boarding überprüfen die Reedereien die erfolgte Registrierung. An Bord der Fähren herrschen zudem verstärkte Hygienevorschriften - beispielsweise Maskenpflicht -  die sich allerdings je nach Reederei unterscheiden können. Um Mindestabstände an Bord einhalten zu können, kann es teilweise - insbesondere bei Fahrten über Nacht - auch Einschränkungen im Bereich der Kapazitäten sowie die Verpflichtung zur Buchung eines Schlafplatzes geben.

Eine Registrierung von Urlaubern wird zurzeit auch von den Regionen Kalabrien, Sizilien und Apulien verlangt. Die sizilianische Regierung hat zudem angekündigt, bei der Einreise nach Sizilien verpflichtende Schnelltests durchführen zu wollen. 

Kroatien

Bei der Einreise nach Kroatien werden die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts im Land registriert. Wer Wartezeiten an der Grenze verkürzen möchte, kann dies auch vorab online auf der Website des Kroatischen Tourismusministeriums erledigen. Seit Anfang Dezember ist die Einreise außerdem nur noch mit Nachweis eines negativen PCR-Tests erlaubt, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Alternativ kann der PCR-Test auch bei Einreise auf eigene Kosten erfolgen, allerdings muss man sich in Quarantäne begeben, bis das Ergebnis vorliegt.   

Campingplätze dürfen für die nicht-touristische Nutzung öffnen. Außerhalb des Wohnwagens oder des Reisemobils sollten Reisende einen Mund-Nase-Schutz tragen und mindestens 1,5 Meter Abstand zu Dritten halten. Seit dem 13. Juli gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften, Krankenhäusern und im Gastgewerbe generell eine Maskenpflicht. In der Gespanschaft Split-Dalmatien gilt die Maskenpflicht auch für Besucher von Cafés und Bars, Ausstellungen, Gottesdiensten und anderen sozialen Begegnungen. In geschlossenen Räumen, in denen sich mehr als drei Personen befinden, ist ebenfalls ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Fitnesszentren sind in dieser Region zurzeit geschlossen und organisierte Sportveranstaltungen verboten.

Zum 28. November sind außerdem in ganz Kroatien weitere Einschränkungen in Kraft getreten, u.a. müssen Bars und Restaurants schließen. Diese Maßnahmen wurden bis in den Januar verlängert. 

Die kroatischen Inseln sind eingeschränkt wieder per Fähre zu erreichen. Zu bedenken ist jedoch, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden können, falls das Infektionsgeschehen wieder sprunghaft ansteigen sollte. Ein Verlassen der Inseln könnte dann vorübergehend nicht mehr möglich sein.

Kroatien wurde von diversen Ländern schon länger als Risikogebiet eingestuft, darunter Österreich. Seit dem 1. November hat auch Deutschland ganz Kroatien als Risikogebiet eingestuft und eine entsprechende Reisewarnung ausgesprochen. Da sich Reiserückkehrer aus Risikogebieten entweder 14 Tage in Quarantäne begeben oder bei Einreise ein negatives PCR-Testergebnis vorlegen müssen, kann sich die Heimreise auf dem Landweg deutlich verzögern. Insbesondere an der Grenze zu Österreich muss mit langen Wartezeiten gerechnet werden.  

Lettland

In Lettland gilt für die Einreise der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen bei 100.000 Einwohnern in einer 2-Wochen-Frist. Sofern die Inzidenz der Einreisenden oberhalb dieses Grenzwerts liegen, gilt eine 10-tägige Quarantänepflicht in Form der Selbstisolation. Seit dem 15. Januar 2021 ist bei Einreise zusätzlich ein negativer Covid-19-Testbefund vorzulegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Die Quarantänepflicht bleibt dennoch bestehen und der Testbefund muss bereits bei der elektronischen Einreiseregistrierung angegeben werden. Darüber hinaus hat das Robert Koch-Institut ganz Lettland seit dem 22. November als Risikogebiet eingestuft, es gilt eine Reisewarnung für das gesamte Land.  

Seit dem 16. Juli gilt bei der Einreise nach Lettland außerdem eine Registrierungspflicht für alle Reisenden, die zunächst per Fragebogen am Einreiseort erfolgt. Wer mit dem Pkw oder Reisemobil nach Lettland einreist, muss vorab die elektronische Einreiseregistrierung nutzen. Die Registrierungspflicht gilt auch für Durchreisende. 

Nach wie vor gilt in Lettland eine Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und eine Abstandspflicht von zwei Metern, wo immer dies möglich ist. Seit dem 14. Oktober muss der Mund-Nasen-Schutz auch in Geschäften, Supermärkten, Postämtern, Tankstellen und an anderen Verkaufsstätten getragen werden. Die Maskenpflicht wurde Anfang Dezember auf alle öffentlichen Innenräume ausgeweitet, sobald mehr als eine Person im Raum ist.     

Bis mindestens zum 25. Januar 2021 befindet sich auch Lettland in einem Teil-Lockdown. Die Gastronomie bleibt bis auf den Außer-Haus-Verkauf/Lieferungen geschlossen, ebenso wie Einkaufszentren, Museen, Kulturstätten, Ausstellungen und Messen. Außerdem finden keine öffentlichen Präsenzveranstaltungen statt. Indoor-Sporttraining ist nur noch auf individueller Basis mit einem Trainer gestattet. In geschlossenen Privaträumen dürfen sich nur noch Personen eines Haushalts aufhalten. Bis 25. Januar 2021 besteht an Wochenenden (jeweils in der Nacht von Freitag auf Samstag und von Samstag auf Sonntag) eine Ausgangssperre von 22 bis 5 Uhr. Geschäfte und die Gastronomie dürfen an den Wochenenden von 6 bis 21 Uhr öffnen..

Litauen 

Litauen hat im Sommer ein Ampelsystem eingeführt, dass die einzelnen Länder nach ihrem Infektionsgeschehen und Risikopotenzial kategorisiert. Eine Liste der Länder, die mit hohem Risiko eingestuft werden, wird jeweils montags veröffentlicht. Diese Grenze haben aktuell die meisten europäischen Länder überschritten - auch Deutschland. Reisende aus diesen Ländern müssen einen negativen COVID-19-Testbefund vorlegen oder sich eine 10-tägige Quarantäne begeben.  

Zu beachten ist auch, dass ganz Litauen seit dem 22. November als Risikogebiet gilt und somit eine Reisewarnung in Kraft ist.             

Seit dem 1. August ist ein Mund-Nasen-Schutz in öffentlichen Räumen wieder verpflichtend, beispielsweise in Geschäften, Supermärkten und in öffentlichen Verkehrsmitteln. 

Seit dem 16. Dezember bis zum 31. Januar 2021 befindet sich auch Litauen in einem harten Lockdown. Alle Geschäfte bis auf Läden für den täglichen Bedarf sind geschlossen, der Schulbetrieb wird auf Fernunterricht umgestellt und auch die Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt: Ohne zwingenden Anlass darf niemand mehr in andere Städte und Gemeinden außerhalb des eigenen Wohnsitzes reisen. Haus oder Wohnung dürfen ebenfalls nur noch aus triftigem Grund verlassen werden.

Luxemburg

Seit dem 25. September gilt für Reisen nach Luxemburg eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland. Somit gilt auch Luxemburg als Risikogebiet, da die Infektionszahlen hier nach wie vor sehr hoch sind und den Grenzwert deutlich überschreiten. 

Die Grenzen sind nach wie vor geöffnet und auch die Durchreise durch Luxemburg ist möglich, es gelten aber weiterhin strenge Hygiene- und Abstandsregeln: Im öffentlichen Personennahverkehr, in Supermärkten und Geschäften sowie in öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken, Bürgerbüros usw. gilt nach wie vor eine Maskenpflicht und auch die Mindestabstände von 2 Metern sind konsequent einzuhalten.  

Seit dem 25. Oktober gilt in Luxemburg eine nächtliche Ausgangssperre. Zwischen 23 Uhr und 6 Uhr dürfen die Einwohner ihre Häuser vorerst nicht mehr verlassen. Zum 26. November bis vorerst 31. Januar wurde auch in Luxemburg ein Teil-Lockdown verhängt. Bars und Restaurants bleiben geschlossen. Geschäfte dürfen seit dem 11. Januar unter Kapazitätsbegrenzungen und Hygieneauflagen wieder öffnen - ebenso wie Schwimmbäder und andere Freizeiteinrichtungen. Treffen im Freien oder Privaten sind auf vier Personen beschränkt. Campingplätze und andere Unterkünfte dürfen unter Einschränkungen weiter geöffnet bleiben, oftmals ist aber eine Vorabreservierung erforderlich. Auch Museen und Kunstzentren dürfen unter Einschränkungen öffnen. 

Niederlande

Seit dem 29. September wurden in den Niederlanden wieder neue Restriktionen eingeführt, die seit dem 14. Oktober im Rahmen eines Teillock-downs noch einmal verschärft wurden: Restaurants, Bars und Cafés sind wieder komplett geschlossen worden. Auch Kantinen, Duschen und Toiletten im Sportbereich wurden geschlossen. Besuche zu Hause, im Garten oder auf dem Balkon sind auf drei Gäste beschränkt. In anderen Gebäuden als der eigenen Wohnung können maximal vier Personen eine Gruppe bilden - Kinder bis einschließlich 12 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.

Nach ursprünglichen Lockerungen Ende November haben auch die Niederlande seit dem 15. Dezember einen harten Lock-down verhängt, der zunächst bis zum 9. Februar verlängert wurde. Alle nicht lebenswichtigen Geschäfte sind nun geschlossen und auch Museen, Zoos, Bibliotheken und andere öffentliche Einrichtungen dürfen keine Besucher mehr empfangen. Nach wie vor muss ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen gewahrt werden. Für den öffentlichen Verkehr gilt seit Juni die Anordnung, dass Atemschutzmasken zu tragen sind. Die Maskenpflicht wurde zum 14. Oktober auf alle öffentlichen Räume wie Geschäfte oder Museen ausgeweitet.  

Die Campingplätze sind zwar für Camper mit autarken Campingfahrzeugen geöffnet, allerdings nicht für die touristische Nutzung. Außerdem gibt es starke Restriktionen im Bereich von Alkohol und Softdrugs: Sie dürfen zwischen 20:00 und 07:00 Uhr weder verkauft, geliefert oder im öffentlichen Raum konsumiert werden. Darüber hinaus hat die niederländische Regierung ihren Mitbürgern bereits dringend empfohlen, keine Ausflüge zu unternehmen bis mindestens Mitte März 2021 möglichst auf nicht notwendige Reisen ins Ausland zu verzichten - wobei Urlaube und Familienbesuche ausdrücklich nicht zu den notwendigen Reisen zählen sollen. 

Seit dem 15. Juli gelten neue Regelungen für die Einreise: Reisende müssen jetzt vor Reiseantritt ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen. Außerdem müssen nun Unterkünfte nachweislich vor Reiseantritt reserviert werden. Seit dem 3. November haben die Niederlande allerdings ganz Deutschland zum Risikogebiet erklärt, so dass sich Reisende aus Deutschland nun in den Niederlanden für zehn Tage in Hausquarantäne (auch Ferienunterkünfte) begeben müssen.   

Seit dem 15. Oktober gilt das gesamte Land als Risikogebiet. Eine entsprechende Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist in Kraft. Gleiches gilt für die Überseegebiete Aruba, St. Maarten und das Autonome Land Curacao.    

Norwegen

Norwegen hat bislang ein vergleichsweise geringes Infektionsgeschehen gehabt, was u.a. an den teilweise sehr restriktiven Einreisebestimmungen während der Corona-Pandemie liegen kann. Das bedeutet, dass es im jeweiligen Heimatland der Reisenden in den zwei Wochen vor der Einreise nach Norwegen nicht mehr als 20 bestätige Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner geben darf. Aktuell trifft dies in Europa nur noch auf Teile von Finnland zu. Die norwegische Gesundheitsbehörde veröffentlicht regelmäßig eine Liste mit Ländern und Regionen, für die aufgrund der Infektionszahlen weiter - oder wieder - Reisebeschränkungen gelten.

So ist in Norwegen zum 29. August wieder eine Quarantänepflicht für Reisende aus Deutschland und Liechtenstein in Kraft getreten. Der Großteil der übrigen europäischen Länder ist im September hinzugekommen. Das bedeutet, dass man sich nach der Einreise nach Norwegen vor Ort zehn Tage in Quarantäne begeben muss - und die darf ausdrücklich nicht auf Campingplätzen erfolgen, sondern muss in einem so genannten Quarantänehotel verbracht werden. Zusätzlich muss für die Einreise ein negativer, maximal 72 Stunden alter COVID-19-Test vorgelegt werden. Personen, die innerhalb der letzten sechs Monate von COVID-19 genesen sind und dies durch medizinische Dokumente nachweisen können, sind von der Quarantänepflicht ausgenommen.   

Die Einreise nach Norwegen ist entweder per Fähre über Dänemark, über Schweden oder über Finnland möglich. Mit Ausnahme von Finnland ist allerdings lediglich ein direkter Transit ohne Zwischenübernachtung oder Aufenthalt erlaubt. Die Ausreise nach Deutschland auf dem Landweg über Schweden und Dänemark (Transit) ist möglich. Die Fährverbindungen bestehen mit Einschränkungen. Die Reederei Colorline hat den Fährverkehr nach Deutschland (Oslo-Kiel) bis einschließlich 19. Januar 2021 eingestellt. Auch die Zahl der offenen Grenzübergänge wurde reduziert. Zu beachten ist auch, dass die Fährverbindung zwischen Oslo und Fredrikshavn der Reederei Stena Line aufgrund der Corona-Krise dauerhaft eingestellt wurde. 

Das Auswärtige Amt hat für die Provinz Oslo eine Reisewarnung ausgesprochen, seit dem 15. November wurde diese auch auf die Provinz Viken und seit dem 26. Dezember auf die Provinz Innlandet ausgeweitet. Seit dem 9. Januar gelten auch die Provinzen Rogaland und Trøndelag als Risikogebiete, seit dem 17. Januar gilt dies auch für die Regionen Vestfold und Telemark. 

In Norwegen besteht zurzeit keine generelle Maskenpflicht, es gilt aber eine Abstandsregel von einem Meter zu anderen Personen sowie die üblichen Hygieneregeln. In Oslo gilt seit 29. September 2020 eine Maskenpflicht im öffentlichen Personennahverkehr, wenn ein Abstand von einem Meter nicht eingehalten werden kann. Außerdem sind in Oslo Theater, Kinos, Schwimm- und Spielhallen usw. geschlossen. Es gilt ein Verbot aller Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, auch privater Natur. 

Für das übrige Land empfiehlt die norwegische Regierung, einen Mund-Nasen-Schutz immer dann zu tragen, wenn kein ausreichender Abstand eingehalten werden kann. Die touristische Infrastruktur ist größtenteils zugänglich, kann im Bereich der Kapazitäten aber stark eingeschränkt sein. Es kann zu längeren Wartezeiten, Ausfällen oder anderen Einschränkungen kommen. Touristische Reisen im Land sind zwar nicht verboten, sollen aber unterlassen werden.  

Österreich

Auch in Österreich wurde das öffentliche Leben zum 3. November wieder heruntergefahren, wobei die Maßnahmen zum 17. November noch einmal verschärft wurden. Aktuell wurde der harte Lock-down bis voraussichtlich 7. Februar 2021 erneut verlängert. Touristische Übernachtungen sind nach aktuellem Stand bis mindestens 7. Februar 2021 weder auf Campingplätzen noch auf Wohnmobilstellplätzen in Österreich erlaubt. Auch Hotels und andere Beherbergungsbetriebe dürfen keine Urlauber beherbergen, lediglich Geschäftsreisende sind von dieser Regelung ausgenommen. Eine Lockerung für Beherbergungsbetriebe und Gastronomie soll voraussichtlich frühestens Mitte März erfolgen.   

Im Rahmen des Lock-downs wurden außerdem sämtliche Freizeit- und Kulturbetriebe geschlossen, ebenso wie große Teile des Handels, Sportbetriebe und Gastronomiebetriebe. Bergbahnen und Skilifte sind zwar seit dem 24. Dezember wieder geöffnet, können aber aufgrund der Quarantäneregeln und des touristischen Behrbergungsverbots überwiegend von einheimischen Skifahrern genutzt werden. Auch Gastronomiebetriebe dürfen weiterhin nur für den Außer-Haus-Verkauf öffnen. Veranstaltungen sind - bis auf wenige Ausnahmen - ebenfalls untersagt. 

Auch Museen und Bibliotheken, Büchereien und Archive sind wieder geschlossen. Outdoor-Sportstätten dürfen wieder betreten werden. Gleichzeitig gelten aber verschärfte Einreisebestimmungen nach Österreich: Alle Einreisenden aus Corona-Risikogebieten mit einer 14-Tage-Inzidenz ab 100 pro 100.000 Einwohner müssen sich in Österreich in eine 10-tägige Quarantäne begeben. Das gilt aktuell bis zum 31. März 2021 und betrifft zurzeit fast alle Länder in Europa. Ein Skiurlaub in Österreich ist für Reisende aus dem Ausland in diesem Winter daher kaum möglich.

Zusätzlich gilt eine ganztägige Ausgangsbeschränkung: Die eigene Wohnung darf nur aus speziellen Gründen verlassen werden, beispielsweise für die Arbeit, für die Befriedigung von Grundbedürfnissen, zum Sport oder um Hilfe für andere Menschen zu leisten.   

Darüber hinaus gilt seit dem 1. November für ganz Österreich eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts, so dass sich Reiserückkehrer aus Österreich an ihrem Wohnsitz in Deutschland ebenfalls in Quarantäne begeben müssen. Ausnahmen sind aktuell lediglich die Gemeinden Mittelberg und Jungholz.  

Generell gilt in Österreich ein Mindestabstand von einem Meter gegenüber anderen Personen außerhalb des eigenen Haushalts als verpflichtend. Ebenfalls Pflicht ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen öffentlichen, geschlossenen Räumen. Auch Kinder müssen in der Schule außerhalb ihrer Klassenzimmer eine Maske tragen. 

Polen

Seit dem 24. Oktober gilt auch ganz Polen wieder als Risikogebiet und es wurde eine Reisewarnung ausgesprochen. Die Einreise nach Polen ist zurzeit für Reisende aus der EU und dem Schengen-Raum mit dem eigenen Fahrzeug uneingeschränkt möglich, eine Quarantäne ist nicht erforderlich. Die Grenzen zur Ukraine, Russland oder Weißrussland sind zurzeit weiterhin nur eingeschränkt passierbar.

Zum 24. Oktober wurde auch in Polen ein Lock-down verhängt, der nach zwischenzeitlichen Lockerungen mittlerweile bis zum 31. Januar 2021 verlängert und verschärft wurde. Weiterhin gilt: Restaurants sind grundsätzlich geschlossen, nur Mitnahme- und Lieferservice ist erlaubt. In Läden und Poststellen bis zu 100 m² dürfen sich fünf Kunden pro Kasse gleichzeitig aufhalten. Ab 100 m² ist die max. Kundenzahl auf eine Person pro 15 m² begrenzt. Montags bis freitags zwischen 10 und 12 Uhr ist Senioren das Einkaufen in Lebensmittelgeschäften, Drogerien und Apotheken vorbehalten. Kultur- und Unterhaltungsveranstaltungen sind nicht zugelassen, Diskotheken und Clubs sind geschlossen. Auch Kureinrichtungen, Fitnesseinrichtungen, Schwimmbäder und Aquaparks sowie Skigebiete sind grundsätzlich geschlossen

Hotels und andere Beherbergungsbetriebe wie Campingplätze dürfen seit dem 7. November nur noch Geschäftsreisende aufnehmen. Der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter, Geschäfte, Banken und Tankstellen dürfen nur mit Handschuhen betreten werden, die von den Geschäften zur Verfügung gestellt werden müssen. Eine Maskenpflicht besteht in Geschäften, dem öffentlichen Nahverkehr, Kirchen, öffentlichen Einrichtungen, Kinos, Theatern, Konzert- und Kulturhäusern. Seit dem 10. Oktober wurde die Maskenpflicht auch auf alle Bereiche im Freien ausgeweitet. 

Portugal

Portugal war es zunächst gelungen, die Infektionszahlen relativ niedrig zu halten. Aktuell wird aber ein hohes Infektionsgeschehen verzeichnet, so dass hier weiterhin strengere Einschränkungen für die Bewohner herrschen. Aktuell gilt ganz Portugal einschließlich der Azoren und Madeira als Risikogebiet, eine Reisewarnung ist in Kraft. Die Einreise nach Portugal ist auf dem Landweg generell möglich, die Grenzen zu Spanien sind geöffnet. Reisende müssen bei Einreise jedoch persönliche Angaben zum Zielort, Reisegrund und ihrer Erreichbarkeit, auch während des Aufenthalts in Portugal, machen. Außerdem wird bei allen Einreisenden per Infrarot die Körpertemperatur gemessen. Sollte die Temperatur 38° C übersteigen, ist mit Maßnahmen wie Selbstisolation bzw. häuslicher Quarantäne zu rechnen.

In Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht und der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter. Verstöße können eine Geldstrafe bis zu 500 Euro pro Person nach sich ziehen, Gruppenverstöße können mit bis zu 5.000 Euro Strafe belegt werden. 

Seit dem 9. November gilt zusätzlich eine nächtliche Ausgangssperre in besonders betroffenen Gebieten. Das betrifft aktuell einen Großteil der Kommunen in Portugal, darunter auch die Hauptstadt Lissabon sowie Porto. Die Ausgangssperre gilt jeweils zwischen  23 Uhr und 6 Uhr.   

Seit dem 15. Januar gilt in ganz Portugal ein harter Lock-down: Das eigene Zuhause darf zurzeit nur noch in Ausnahmefällen verlassen werden, die Arbeit im Homeoffice ist wo immer möglich verpflichtend, sämtliche Geschäfte und Einrichtungen, die nicht der Versorgung des täglichen Bedarfs dienen, sind geschlossen - ebenso wie Bars und Restaurants. Auch Aktivitäten und Sport im Freien sind nicht mehr zulässig. 

Für Madeira und die Azoren gelten gesonderte Regeln, insbesondere in Bezug auf die Einreise. 

Slowenien

Auch Slowenien weist aktuell ein sehr hohes Infektionsgeschehen auf, so dass das gesamte Land als Risikogebiet eingestuft ist und eine Reisewarnung in Kraft ist. Darüber hinaus hat auch Slowenien Deutschland, Österreich und die Schweiz als Risikogebiete gelistet, so dass eine Einreise nur mit 10-tägiger Quarantäne möglich ist, die nach fünf Tagen durch einen negativen PCR-Test verkürzt werden kann. Ausnahmen gibt es nur für Reisende, die bei der Einreise einen negativen PCR-Test oder Antigentest vorweisen können, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. 

Allerdings ist der Grenzübertritt auf dem Landweg von Österreich nach Slowenien und von Slowenien nach Österreich nach wie vor nur über die Grenzübergangsstellen Karawankentunnel, Loibltunnel und Spielfeld (Autobahn) möglich. Aktuell ist auch zu beachten, dass Kroatien derzeit als Risikogebiet eingestuft ist, so dass Reiserückkehrer zwar durch Slowenien reisen dürfen, dies aber innerhalb von sechs Stunden bewerkstelligt haben müssen. Andernfalls könnte ebenfalls eine 10-tägige Quarantäne gefordert werden. Kurze Zwischenstopps, beispielsweise zum Tanken, sind aber zulässig. Der Grenzübertritt von Italien nach Slowenien ist nur über die Grenzübergangsstellen Vrtojba/St. Andrea, Fernetiči/Fernetti, Škofije/Rabuiese oder Krvavi potok/Pesse möglich.

Landesweit gilt eine Ausgangssperre von 21 bis 6 Uhr. Es ist mit geringfügigen Ausnahmen verboten, zwischen den Regionen Sloweniens zu reisen. Seit dem 27. Oktober darf man auch die eigene Gemeinde ohne triftigen Grund nicht mehr verlassen. Gaststätten, Cafés etc. sind in weiten Teilen des Landes geschlossen. Seit dem 24. Oktober befindet sich Slowenien außerdem in einem Teil-Lockdown. Auch Hotels, Campingplätze und andere Unterkünfte wurden geschlossen - ebenso wie die meisten Geschäfte sowie beispielsweise Kindergärten, Studentenheime, Friseurläden und Schönheitssalons. Die Kontaktbeschränkungen gelten natürlich weiterhin - der Mindestabstand zu anderen Menschen beträgt in Slowenien 1,50 Meter. Das Tragen einer Schutzmaske in geschlossenen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln ist jetzt wieder generell verpflichtend, auch wenn der Mindestabstand eingehalten werden kann.  

Spanien

Die Grenzen zu Portugal sind seit dem 1. Juli wieder geöffnet. Die aktuell sinkenden, aber immer noch relativ hohen Infektionszahlen sorgen dafür, dass Spanien noch immer als Risikogebiet geführt wird und es weiterhin eine offizielle Reisewarnung für ganz Spanien gibt. Reiserückkehrer müssen sich somit zurzeit in häusliche Quarantäne begeben oder aber einen negativen PCR-Test vorweisen.    

Seit dem 23. November ist die Einreise aus Corona-Risikogebieten - auch aus anderen europäischen Ländern - nur noch mit Vorlage eines negativen PCR-Tests auf das Corona-Virus möglich. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Bei der Einreise auf dem Landweg ist der PCR-Test allerdings nicht zwingend vorgeschrieben.   

Da Spanien in Europa zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern gehört, gelten hier noch - beziehungsweise wieder - sehr restriktive Maßnahmen. So gilt mittlerweile
auf dem gesamten spanischen Festland für alle Menschen, die älter als sechs Jahre alt sind, eine Maskenpflicht für öffentliche Bereiche - egal, ob in Innen- oder Außenräumen und unabhängig davon, ob der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann oder nicht. Ausnahmen gelten lediglich am Strand, am Pool, beim Essen und Trinken sowie beim Sport. Abweichende und detaillierte Einschränkungen können zusätzlich individuell von den Gemeinden und Städten vor Ort festgelegt werden.

In der Autonomen Gemeinschaft Katalonien beispielsweise darf man aktuell nur aus triftigen Gründen ein- oder ausreisen. Zusätzlich darf die eigene Gemeinde/Stadt zwischen freitags 6 Uhr bis montags 6 Uhr nur aus triftigen Gründen verlassen werden. Außerdem gibt es eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 6 Uhr. Bars und Restaurants sind im Außenbereich geöffnet, im Innenbereich mit 30% Kapazität sowie mit weiteren Einschränkungen hinsichtlich Abständen, Gästezahl und Öffnungszeiten. Einkaufszentren sind geschlossen, Geschäfte für Lebensmittel etc. mit weniger als 800 m² sind mit 30 % Kapazität geöffnet, ebenso solche, die Dienstleistungen mit persönlichem Kontakt anbieten (Friseure, Manikürestudios usw.). Sport- und Fitnessklubs sind geschlossen. Zusammenkünfte von mehr als sechs Personen sind generell untersagt.

Auch für die Regionen Aragón, Andalusien und Valencia gilt aktuell, dass die Ein- und Ausreise nur aus triftigen Gründen erfolgen darf.    

Schweden

Schweden ging bei der Eindämmung in Sachen Corona-Virus bekanntermaßen einen anderen Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Das bedeutet auch, das die Einreise nach Schweden für EU-Bürger und Bürger des Schengen-Raums mehr oder weniger durchgehend möglich war. Nachdem das Infektionsgeschehen in den Sommermonaten kontinuierlich gesunken ist, werden mittlerweile auch in Schweden wieder steigende Neuinfektionen verzeichnet. Daher gilt seit dem 15. November auch ganz Schweden wieder als Risikogebiet.   

Die Durchreise durch Dänemark nach Schweden kann aktuell eingeschränkt sein. Die Einreise über Norwegen oder Finnland ist zurzeit nur im direkten Transit möglich. Es gibt keine Ausgangssperren oder Reisebeschränkungen in Schweden. Symptomfreie Personen dürfen sich frei im Land bewegen, allerdings wird die Bevölkerung angehalten, so weit irgend möglich auf Reisen zu verzichten.     

Schwedische Campingplätze sind seit dem Frühjahr größtenteils durchgehend geöffnet und auch die Sanitärgebäude stehen zur Verfügung. Einschränkungen gibt es aber auch im Bereich der angebotenen Aktivitäten und teilweise anderer Serviceleistungen. Restaurants und andere Gastronomiebetriebe waren in Schweden nicht von Schließungen betroffen, aber auch hier gilt das Gebot des Abstandhaltens und es darf nur am Tisch gegessen und getrunken werden. Bars, Freizeitparks und Museen sind teilweise geschlossen. Die Skigebiete sind geöffnet. Eine Maskenpflicht gibt es in Schweden nicht, es wird aber darum gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel in Stoßzeiten zu meiden.  

Seit dem 29. Oktober hat aber das schwedische Gesundheitsamt seine Empfehlungen verschärft: Auf den Besuch von Geschäften, Einkaufszentren und Fitnessstudios soll weitgehend freiwillig verzichtet werden, gleiches gilt für nicht erforderliche physische Treffen wie private Feiern sowie den Besuch von Konzerten sowie Freizeit- und Sportveranstaltungen.

Museen, Bibliotheken, Schwimmbäder und andere nicht notwendige öffentliche Behörden bleiben bis zum 24. Januar geschlossen. Einkaufszentren, Geschäfte und Fitness-Studios sind aufgerufen, die Anzahl der Kunden zu begrenzen, um Gedränge zu vermeiden. Seit dem 24. Dezember dürfen in Gastronomiebetrieben außerdem nur noch maximal vier Personen an einem Tisch sitzen und nach 20 Uhr darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden.

Schweiz

Es bestehen für Reisende aus Deutschland zurzeit keine Beschränkungen für die Einreise oder Durchreise durch die Schweiz. Ausnahmen gelten allerdings für Reisende, die aus Risikogebieten stammen oder sich zuvor dort aufgehalten haben, sofern die 14-Tages-Inzidenz dort um mehr als 60 höher ist als in der Schweiz. Aktuell ist dies seit dem 28. Dezember für das Bundesland Sachsen der Fall. Reisende aus Sachsen müssen sich in Quarantäne begeben.   

Seit dem 22. Dezember befindet sich auch die Schweiz bis voraussichtlich Ende Februar 2021 im Teil-Lock-down: Geschlossen sind Restaurants und Gastronomiebetriebe, Sportbetriebe sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen wie Museen, Zoos und botanische Gärten. Die Skigebiete wurden mittlerweile aber in allen Schweizer Kantonen für den inländischen Skitourismus geöffnet.

Zum 18. Januar sind weitere Verschärfungen bis voraussichtlich Ende Februar in Kraft getreten: Alle Geschäfte, die keine Güter des täglichen Bedarfs verkaufen, müssen schließen. Zudem müssen Arbeitgeber Homeoffice anordnen, wo immer dies möglich ist. An privaten Veranstaltungen dürfen nur noch maximal fünf Personen teilnehmen. Nicht betroffen von den Schließungen sind Dienstleister wie Friseure oder Reparaturbetriebe, Blumenläden, Bau- und Gartengeschäfte. Schulen und Skigebiete dürfen hingegen geöffnet bleiben.      

Nach wie vor gilt in der Schweiz das Abstandsgebot von zwei Metern. Die  Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr wurde aufgrund der wieder gestiegenen Infektionszahlen zum 6. Juli wieder eingeführt und seit dem 19. Oktober außerdem auf alle öffentlichen Gebäude ausgeweitet - ebenso wie auf Bahnhöfe, Flughäfen sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen, Geschäfte, Schulen, Kirchen und Kinos. Darüber hinaus gilt auf den Campingplätzen die dringende Empfehlung, WC und Dusche im Wohnmobil oder Caravan zu nutzen, sofern vorhanden. Es kann auch Einschränkungen im Bereich der Tagesbesucher geben sowie einen limitierten und kontrollierten Zugang zu Spielplätzen, Badestränden, Liegewiesen, Sportplätzen sowie zu Aufenthalts- und Spielräumen.

Das Infektionsgeschehen in der Schweiz zählt nach wie vor zu den höchsten in Europa, so dass noch immer eine Reisewarnung für die gesamte Schweiz gilt. Urlaubsrückkehrer müssen sich demnach in Deutschland in Quarantäne begeben.  

Tschechien

Tschechien hat am 22. Oktober erneut ein Einreiseverbot für Touristen egal aus welchem Ursprungsland verhängt. Für Geschäfts- und Dienstreisen sowie Familienbesuche etc. ist die Einreise noch erlaubt, sofern der Reisende in einem Land der grünen Kategorie ansässig ist. Dies trifft seit dem 15. November nicht mehr auf Reisende aus Deutschland zu. Grundlage für die Kategorisierung ist ein Ampelsystem in Tschechien, das einzelne Länder nach Risikopotenzial einteilt. Reisende aus mit Grün kategorisierten Ländern dürfen ohne Gesundheitsnachweis oder Quarantänepflicht einreisen.  

Das Einreiseverbot für Urlauber und Touristen bleibt weiter bestehen, seit dem 18. Dezember müssen auch Hotels, Campingplätze und andere Beherbergungsbetriebe wieder schließen. Gleiches gilt auch für Restaurants und Geschäfte. In Innenräumen und im Freien dürfen sich nur noch maximal zwei Personen treffen und es gilt eine nächtliche Ausgangssperre. Diese Regelungen wurden zunächst bis zum 22. Januar verlängert.  

Tschechien hat die Skigebiete in den Mittelgebirgen aber zum 18. Dezember geöffnet. Gleichzeitig wurden die Kontrollen im Grenzgebiet zu den Nachbarstaaten sowie an den Pisten für ausländische Wintersportler verschärft: Sie müssen einen negativen Corona-PCR-Test vorweisen können, der nicht älter als 72 Stunden ist.  

Generell gilt in Tschechien das Einhalten eines Mindestabstands von zwei Metern zu anderen Menschen. Vor dem Betreten von Geschäften u. ä. müssen außerdem die Hände desinfiziert werden. Seit dem 10. September gilt in ganz Tschechien wieder die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes in allen Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln. Das gilt beispielsweise für Behörden, Kliniken, Arztpraxen, soziale und medizinische Einrichtungen, Wahllokale, in Schulen und Geschäften. Seit dem 21. Oktober gilt die Maskenpflicht zusätzlich im Freien, wenn der Mindestabstand von zwei Metern nicht eingehalten werden kann. Zudem müssen in Autos Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden, wenn die Insassen nicht alle zur gleichen Familie gehören.  

Seit dem 25. September ist eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für ganz Tschechien in Kraft. 

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