Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

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Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

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Camping in Corona-Zeiten in Europa: In welche Länder kann man reisen?

In welchen Ländern in Europa kann man trotz COVID-19 seinen Sommerurlaub auf dem Campingplatz verbringen? Ein Überblick zu den angekündigten Grenzöffnungen.

Letztes Update: 07.08.2020

Noch vor wenigen Wochen sahen die Aussichten auf einen Sommerurlaub im europäischen Ausland nicht rosig aus. Die Empfehlung der Bundesregierung lautete vielmehr, den Urlaub am besten zu Hause oder nur innerhalb Deutschlands zu verbringen. Diese Empfehlung gilt zwar nach wie vor, aber seit dem 15. Juni sind auch touristische Reisen in viele beliebte Urlaubsländer innerhalb von Europa mit Einschränkungen wieder möglich. Freeontour gibt einen Überblick des derzeitigen Stands für einige der beliebtesten Campingländer in Europa.

Um es gleich vorwegzunehmen: Auch innerhalb der EU gibt es keine einheitliche Regelung dazu, welche Grenzen wieder geöffnet und in welchem Umfang touristische Reisen erlaubt sind. Aufgrund des unterschiedlichen Infektionsgeschehens in den einzelnen EU-Ländern sowie den Schengen-Staaten entscheidet jedes Land diesbezüglich selber, wann Urlaubsreisen in welcher Form möglich und welche Schutzmaßnahmen in Bezug auf COVID-19 dabei einzuhalten sind. So hat beispielsweise die deutsche Bundesregierung zum 15. Juni die weltweite Reisewarnung für die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, für Schengen-assoziierte Staaten und für das Vereinigte Königreich aufgehoben und durch individuelle Reisehinweise ersetzt. Diese sind auf der Website des Auswärtigen Amts einsehbar. Gleichzeitig hat ein Großteil der EU-Länder die Grenzkontrollen an den Binnengrenzen innerhalb der EU wieder eingestellt. Seit Mitte Juli wurden innerhalb der EU auch die Einreiseverbote und Reisewarnungen für die letzten EU-Länder aufgehoben, abhängig vom lokalen Infektionsgeschehen kann sich dies aber auch kurzfristig wieder ändern. So gilt aktuell wegen steigender Infektionszahlen wieder eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts für Luxemburg und die spanischen Regionen Katalonien, Aragón und Navarra. Für viele nicht-europäische Länder gilt übrigens nach wie vor eine allgemeine Reisewarnung.    

Das bedeutet, dass man auch nach dem 15. Juni nicht beliebig wieder ins Ausland reisen kann. Vielmehr gilt es jetzt, die länderspezifischen Reisehinweise des gewünschten Reiselandes im Auge zu behalten, da diese täglich aktualisiert werden und sich kurzfristig je nach örtlichem Infektionsgeschehen ändern können. In manchen Ländern in Europa werden zurzeit beispielsweise wieder ansteigende Infektionszahlen verzeichnet, so dass hier kurzfristig auch wieder neue Beschränkungen oder eine Quarantäne-Pflicht in Kraft treten können. Daher sollte sich nun jeder Camper und Urlauber individuell informieren, mit welchen Risiken und Einschränkungen im jeweiligen Reiseland zu rechnen ist. Auch spezifische Regelungen zur Öffnung von Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen können sich in den einzelnen Staaten und auch regional unterschiedlich ändern. Untenstehend finden Sie Informationen mit dem derzeitigen Stand zu einzelnen Ländern in Europa in alphabetischer Reihenfolge. 

Muss man nach dem Auslandsurlaub in Quarantäne? 

Generell obliegt es in Deutschland der Entscheidung der einzelnen Bundesländer, ob sie nach einem Auslandsaufenthalt eine 14-tägige Quarantäne verhängen oder nicht. Aktuell haben alle Bundesländer die Quarantänepflicht für Reisende, die aus EU-Ländern sowie aus Island, Norwegen, Liechtenstein, der Schweiz und Großbritannien nach Hause zurückkehren, aufgehoben. Voraussetzung für den Verzicht auf eine Quarantäne ist allerdings, dass das jeweilige Urlaubsland den Richtwert der 50 neuen Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen nicht überschritten hat. Die Regelung kann in Details je nach Bundesland abweichen. Hierzu sollte man sich vor einer Reise ins Ausland informieren.

Muss ich nach der Einreise in mein Urlaubsland in Quarantäne gehen? 

Zurzeit herrscht in manchen Ländern in Europa noch die Pflicht, sich nach der Einreise in Quarantäne zu begeben. Das gilt aber überwiegend für die Länder, die eine touristische Einreise ohnehin noch nicht erlauben. Diejenigen Staaten, die eine touristische Einreise erlauben, verzichten nun auch auf die Quarantänepflicht bei gesunden Reisenden. Zurzeit ist das in allen EU-Staaten der Fall.      

Länder in Europa in alfabetischer Reihenfolge 

Freeontour-Hinweis: Die Angaben zu den einzelnen Ländern können sich kurzfristig ändern - Angaben ohne Gewähr.

Belgien
Bulgarien
Dänemark
Estland
Finnland
Frankreich     
Griechenland
Italien 
Kroatien
Lettland & Litauen
Luxemburg  
Niederlande 
Norwegen
Österreich 
Polen
Portugal 
Slowenien
Spanien
Schweden
Schweiz 
Tschechien 

Belgien 

Die Grenzen zwischen Belgien und Nordrhein-Westfalen waren während der gesamten Corona-Situation zwar nie geschlossen, aber dennoch sind touristische Reisen nach Belgien erst seit dem 15. Juni wieder erlaubt. Geschäfte, Hotels, Campingplätze, Restaurants und kulturelle Veranstaltungsorte sind wieder geöffnet, unterliegen aber weiterhin starken Einschränkungen. Das Tragen einer Schutzmaske, ggf. eines Mund-Nasen-Schutzes aus Stoff, ist in allen Situationen, in denen der Abstand von 1,50 m nicht eingehalten werden kann für alle Einwohner ab zwölf Jahren im Öffentlichen Nahverkehr und in Schulen verpflichtend. Seit dem 11. Juli ist das Tragen von Masken auch in Geschäften, Kinos, Kirchen, Bibliotheken und anderen öffentlichen Innenräumen in Belgien Pflicht. Aufgrund weiterhin steigender Infektionszahlen wurde die Maskenpflicht zum 25. Juli auch auf Restaurants, Cafés, Hotels, Einkaufsstraßen und Märkten ausgeweitet.

Schwimmbäder, Saunen, Wellnesseinrichtungen und Freizeitparks dürfen seit dem 1. Juli bei eingeschränktem Publikumsverkehr wieder öffnen. Seither wurde auch die maximale Gruppengröße für private Treffen oder Restaurantbesuche von 10 Personen einschließlich Kinder auf 15 Personen angehoben. Zum 29. Juli werden diese Lockerungen aber wieder zurückgenommen beziehungsweise verschärft: Dann sind nur noch Treffen und Zusammenkünfte mit fünf weiteren Personen erlaubt. Auch die Teilnehmerzahl für öffentliche Veranstaltungen werden wieder auf maximal 100 Personen in Innenräumen und maximal 200 Personen im Außenbereich gesenkt. Discotheken und Clubs bleiben vorerst weiterhin geschlossen.

In der Region Antwerpen gilt nun außerdem erneut eine Ausgangssperre. Zudem gilt eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum für alle Personen über zwölf Jahren sowie an Orten, an denen ein Abstand von 1,5 Metern nicht eingehalten werden kann. Kontaktsport ist wieder verboten. Wegen erneut hoher Infektionszahlen hat das Robert-Koch-Institut die Provinz Antwerpen zum Risikogebiet erklärt. Wer sich hier aufgehalten hat steht unter Quarantänepflicht bzw. muss bei der Einreise nach Deutschland einen kostenfreien PCR-Test machen.

Bulgarien

Bulgarien hat sein Einreiseverbot für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie für Reisende aus weiteren 26 Ländern zum 1. Juni aufgehoben. Auch eine 14-tägige Quarantäne ist nun nicht mehr erforderlich. Restaurants, Hotels und Campingplätze haben unter bestimmten Auflagen der Hygieneschutzkonzepte den Betrieb wieder aufgenommen und auch Schwimmbäder und Strände sind wieder geöffnet. Maskenpflicht besteht seit dem 23. Juni u.a. wieder bei der Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs, in Geschäften und anderen geschlossenen öffentlichen Räumen. Wichtig ist auch zu beachten, dass der Einkauf in Lebensmittelgeschäften und Apotheken zwischen 08.30 Uhr und 10.30 Uhr ausschließlich Menschen über 60 Jahre vorbehalten ist. Für jüngere Personen gilt in diesem Zeitraum ein Betretungsverbot.

In Bulgarien werden die Corona-Maßnahmen aufgrund steigender Infektionszahlen aktuell wieder verschärft. Die derzeitigen Regelungen sollen vorerst bis zum 31. Juli gelten. Für Reisende aus Österreich gilt aufgrund der steigenden Infektionszahlen in Bulgarien seit dem 8. Juli übrigens wieder eine Reisewarnung der österreichischen Regierung: Wer aus Bulgarien nach Österreich zurückkehrt, muss sich nun wieder in eine 14-tägige Quarantäne begeben oder einen negativen Corona-Test nachweisen.      

Dänemark

Dänemark erlaubt seit dem 15. Juni unter bestimmten Bedingungen für Einwohner aus Deutschland, Island und Norwegen wieder einen touristischen Aufenthalt im Land. Bedingung ist allerdings, dass Einreisende eine Buchung der Unterkunft nachweisen können, die mindestens sechs Übernachtungen umfasst. Die Buchung kann auch auf unterschiedlichen Campingplätzen innerhalb dieser sieben Tage erfolgen, muss aber entsprechend nachgewiesen werden können. Seit dem 27. Juni sind auch touristische Aufenthalte für Reisende aus anderen EU- und Schengen-Staaten wieder möglich. Voraussetzung ist allerdings, dass im jeweiligen Ursprungsland weniger als 20 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche verzeichnet wurden. Nach dieser Regelung sind aktuell sowohl Schweden als auch Portugal sowie wenige andere Länder davon ausgeschlossen. Die Dänen dürfen ihre Campingplätze bereits seit längerem wieder nutzen, sofern sie über ein autarkes Wohnmobil oder Caravan verfügen. Die Sanitäranlagen der Campingplätze dürfen mittlerweile auch wieder öffnen, so dass nun auch nicht-autarke Camper nach Dänemark reisen können.

Die Grenzkontrollen auf deutscher Seite wurden zum 15. Juni eingestellt, auf dänischer Seite allerdings noch nicht, so dass es bei der Einreise nach Dänemark zu längeren Staus kommen kann. Auf dem Landweg sind zurzeit nur die Grenzübergänge Kupfermühle – Krusau/Kruså, Fröslee/Frøslev (A7/E45) und Seth/Sæd, Pattburg/Padborg und Pepersmark/Pebersmark geöffnet. Per Fähre kann man nun auch wieder die Verbindungen Puttgarden-Rødby und Rostock-Gedser nutzen. Zu beachten ist jedoch, dass beispielsweise die Reederei Scandlines die maximale Anzahl Passagiere pro Fähre um ca. 35 Prozent reduziert hat, um einen ausreichenden Abstand zwischen den Passagieren gewährleisten zu können. Zurzeit darf man während der Fährüberfahrt unter bestimmten Voraussetzungen auch im eigenen Fahrzeug sitzen bleiben. Wer diese Möglichkeit nutzen möchte, muss dies aber beim Check-in angeben. Wer seinen Urlaub in Schweden verbringen möchte, darf jetzt übrigens auch wieder durch Dänemark durchfahren.  

In Dänemark besteht derzeit keine Maskenpflicht, auch nicht im öffentlichen Nahverkehr. Es wird aber empfohlen, auf die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs zu verzichten. Generell gilt eine Abstandsregelung von einem Meter zu anderen Personen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. Restaurants, Cafes, Geschäfte, Museen, Theater, Kinos und andere Einrichtungen wie Zoos, Schwimmbäder und Vergnügungsparks sind wieder geöffnet. Diskotheken und Nachtclubs sollen voraussichtlich ab dem 8. August wieder öffnen dürfen. Übrigens: An der Grenze zu Dänemark sowie während des Aufenthalts vor Ort kann es sein, dass Reisenden stichprobenartig ein COVID-19-Test angeboten wird. Dies soll dabei helfen, eine mögliche Verbreitung des Virus zu überwachen. Die Teilnahme an diesen Tests ist aber nicht verpflichtend.

Estland

In einem ersten Schritt hat Estland Mitte Mai seine Grenzen zu Lettland und Litauen wieder geöffnet, da in allen drei Ländern das Infektionsgeschehen sehr gering war. Seit dem 1. Juni dürfen nun auch Reisende aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten das Land wieder besuchen. Die 14-tägige Quarantäne entfällt, sofern sich der Einreisende zuvor mindestens 14 Tage in einem Land aufgehalten hat, in dem die Infektionsrate von bis zu 15 Fällen pro 100.000 Einwohner in den vorausgehenden 14 Tagen nicht überschritten wurde. Aktuell gilt das unter anderen für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Eine Liste mit den jeweils geltenden Zahlen wird vom estnischen Außenministerium veröffentlicht und einmal wöchentlich aktualisiert. 

Zum 1. Juni sind in Estland außerdem einige weitreichende Lockerungen in Kraft getreten, die auch das Öffnen von Campingplätzen, Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Schwimmbäder, Wellnessanlagen usw. betreffen. Generell gilt in Estland auch keine Maskenpflicht, kann in einzelnen Bereichen aber individuell verhängt werden. Für das Abstandhalten gilt in Estland die so genannte 2+2-Regel: Sie beinhaltet, dass - Familien ausgenommen - maximal zwei Personen im öffentlichen Raum zusammen unterwegs sein dürfen und dabei immer einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten ist. Das gilt sowohl für den Innen- als auch den Außenbereich. In vielen Betrieben wie Restaurants und anderen Einrichtungen gilt zudem eine Kapazitätseinschränkung von 50 Prozent. Darüber hinaus dürfen in Restaurants nicht mehr als zwei Personen an einem Tisch sitzen, sofern sie nicht demselben Haushalt angehören.  

Finnland

Touristische Reisen nach Finnland sind seit dem 13. Juli für Urlauber aus Deutschland, Österreich, Italien, den Niederlanden und der Schweiz wieder möglich. Entsprechend hat das Auswärtige Amt seine Reisewarnung nun aufgehoben. Finnland hat den epidemiologischen Grenzwert, der festlegt, aus welchen Ländern die Einreise möglich ist, allerdings sehr niedrig angesetzt: Erlaubt sind lediglich acht Neuinfektionen pro 100.000 Personen innerhalb eines Zeitraums von 14 Tagen. Bleibt der Wert unterhalb dieser Grenze ist bei der Einreise keine Quarantäne mehr erforderlich. Die Grenzübergänge sind wieder geöffnet und auch der Passagierfährverkehr zwischen Helsinki und Travemünde wurde wieder aufgenommen.

Erste Lockerungen der Corona-Maßnahmen haben in Finnland Mitte Mai begonnen, Anfang Juni wurden weitere weitgehende Lockerungen durchgeführt. Dazu gehört beispielsweise das Öffnen der Restaurants und Schwimmbäder. Campingplätze in Finnland sind ebenfalls wieder geöffnet. Eine Maskenpflicht besteht in Finnland nicht, in manchen Bereichen wird das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aber empfohlen. Auch die Kapazitätsbeschränkungen in den Restaurants wurden mittlerweile wieder aufgehoben, selbst Bars und Clubs sind unter Auflagen bereits wieder geöffnet.     

Frankreich

Die Corona-bedingten Grenzkontrollen wurden an den deutschen und schweizerischen Grenzen zu Frankreich mittlerweile wieder aufgehoben, die bereits vor der COVID-19-Situation eingeführten Grenzkontrollen seitens Frankreich bleiben aber mindestens bis Ende Oktober 2020 bestehen. Campingplätze und Restaurants sind in Frankreich wieder geöffnet - zumindest in all den Regionen, die nach dem in Frankreich eingeführten Ampelsystem auf "Grün" stehen. Das gilt aktuell für alle Regionen in Frankreich außer den französischen Überseegebieten. Generell herrschen in Frankreich aber noch zahlreiche Einschränkungen.

So gilt insbesondere im Öffentlichen Personennah- und Fernverkehr eine Maskenpflicht für Personen älter als 11 Jahre. Seit dem 20. Juli gilt die Maskenpflicht wegen aktuell steigender Infektionszahlen auch in Geschäften und allen anderen öffentlich zugänglichen Innenräumen. Bei einem Verstoß werden 135 Euro Strafe fällig. Parks, öffentliche Grünanlagen, Strände und Sporthäfen sind in Frankreich grundsätzlich wieder zugänglich, es kann aber lokal individuelle Regelungen in Sachen Maskenpflicht etc. geben. So haben aktuell verschiedene Städte in Frankreich - darunter auch Touristenorte in der Bretagne - am 22. Juli eine Maskenpflicht auch für öffentliche Bereiche im Freien beschlossen. Teilweise werden auch Strände, Parks und Gärten wieder gesperrt. In der Küstenstadt La Rochelle in Westfrankreich beispielsweise ist der Mund-Nasen-Schutz nun im Alten Hafen und im Stadtzentrum verpflichtend. Auch in Concarneau und Saint-Brieuc in der Bretagne ist die Maske im Zentrum vorgeschrieben. In Saint-Brieuc gilt auch Maskenpflicht auf Spielplätzen, Parks oder am Hafen. In zahlreichen Städten in der Bretagne, aber auch im Rest des Landes gilt außerdem eine Maskenpflicht auf Märkten.

Generell sind Museen zum großen Teil wieder geöffnet, in manchen Fällen müssen aber vorab Eintrittskarten für bestimmte Besuchszeiten gebucht werden, um Überfüllungen zu vermeiden und die Abstandsregeln einhalten zu können. Eine Öffnung von Konzertsälen, Vergnügungsparks, Diskotheken, Kinos und ähnlichen Veranstaltungsorten war zunächst für den 22. Juni 2020 angekündigt, wurde bislang aber noch nicht umgesetzt, so dass diese vorläufig noch geschlossen bleiben. Mit einer Lockerung ist derzeit erst dann zu rechnen, wenn die Infektionszahlen im Land wieder deutlich sinken.  

Griechenland

Urlauber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dürfen seit dem 15. Juni wieder nach Griechenland einreisen, die 14-tägige Quarantäne entfällt. Auch die Campingplätze in Griechenland sind wieder geöffnet. Allerdings ist die Einreise mit dem Camper zurzeit ausschließlich auf dem Landweg über Bulgarien möglich (Grenzübergang Kulata/Promachonas). Alle anderen Übergänge sind zwar geöffnet, Reisende können aber nur im Ausnahmefall einreisen, erklärte die Regierung zum 1. Juli. Auch die Fährüberfahrt aus Italien ist seit dem 1. Juli für Touristen wieder möglich, die Häfen von Patras und Igoumenitsa sind für den Tourismus wieder geöffnet. Der Fährverkehr mit Albanien und der Türkei ist für Privatpersonen vorerst noch ausgesetzt. Wichtig: Seit dem 1. Juli müssen sich Urlauber spätestens 48 Stunden vor der Einreise nach Griechenland über ein spezielles Online-Formular für die Einreise registriert haben! Dabei wird ihnen ein Code zugewiesen, der bei der Einreise nachgewiesen werden muss. Außerdem werden bei der Einreise stichprobenartig kostenfreie COVID-19-Tests durchgeführt. Die Kriterien, nach denen eine Entscheidung für einen COVID-19-Test getroffen wird, sind nicht bekannt. Reisende, die sich einem Test unterziehen müssen, müssen sich so lange in Quarantäne begeben, bis die Testergebnisse vorliegen. Ebenfalls seit dem 1. Juli gilt, dass Reisende, die mehrere Reiseziele in Griechenland anfahren, bei der Einreise einen Reiseplan der kommenden sieben Tage vorlegen müssen.     

Der Fährverkehr auf die griechischen Inseln hat den Betrieb wieder aufgenommen. Strände sind unter Geltung von Hygiene- und Abstandsregeln geöffnet. Das bedeutet u. a., dass ein bestimmter Abstand zwischen Strandliegen eingehalten werden muss, sofern es sich nicht um eine Familieneinheit handelt, und dass der Ausschank von Alkohol am Strand teilweise eingeschränkt ist. 

Die Nutzung von Außenpools ist nur einer bestimmten Personenzahl je nach Größe des Pools gestattet (5 m² pro Person), Indoor-Pools sind weiterhin geschlossen. Seit Mitte Juni ebenfalls wieder geöffnet sind Spa- und Wellnesseinrichtungen, archäologische Stätten, Open Air-Kinos und Museen. Bars und Diskotheken sind derzeit noch geschlossen und auch Open Air-Veranstaltungen sollen erst zum 15. Juli 2020 wieder stattfinden können. Für Supermärkte sowie öffentliche Verkehrsmittel, Taxis und Fähren gilt eine Maskenpflicht und für letztere eine Kapazitätsbegrenzung auf 65 Prozent, in Restaurants gelten Abstandsregeln zwischen den Tischen sowie eine Beschränkung der Personenzahl pro Tisch. Wegen erneut steigender Infektionszahlen wird die Maskenpflicht zum 29. Juli auch auf Büros, Banken, Bäckereien und alle anderen Einzelhandels- und Lebensmittelgeschäfte ausgeweitet. 

Griechenland reagiert auf die steigenden Infektionszahlen. So werden Nachts die Grenzübergänge geschlossen. Ausnahme ist der Grenzübergang zu Bulgarien. Für Poros wurden strengere Regeln erlassen, da es hier vergleichsweise viele Neuansteckungen gab.

Italien

Italien hat seine Grenzen seit dem 3. Juni wieder für Touristen aus der EU und dem Schengen-Raum geöffnet. Auch die zweiwöchige Quarantäne nach der Einreise entfällt nun. Nur diejenigen, die Kontakt mit einem Infizierten hatten oder selbst positiv getestet wurden, müssen sich in Isolation begeben. Zu beachten ist aber, dass in Italien offiziell noch bis zum 15. Oktober der Notstand gilt, so dass weiterhin mit starken Einschränkungen zu rechnen ist.   

Die Campingplätze dürfen in Italien seit Mitte Mai nach und nach unter strengen Auflagen wieder öffnen - je nach Region kann das Öffnungsdatum aber unterschiedlich sein. Generell gilt in Italien eine Abstandsregel, die besagt, dass die Menschen überall mindestens einen Meter Distanz voneinander halten sollen, in Südtirol sind sogar zwei Meter empfohlen. Ein Mund-Nasen-Schutz muss in Geschäften, im öffentlichen Nahverkehr sowie in Bars und Restaurants getragen werden - allerdings nicht, während man am Tisch sitzt. Außerdem gibt es eine Empfehlung, den Mundschutz auch bei Strandspaziergängen zu tragen. Zusätzlich sollen die Sonnenliegen am Strand 1,5 Meter auseinander stehen. In der Region Lombardei gilt die Maskenpflicht im gesamten öffentlichen Raum, zusätzlich gibt es eine Handschuh-Pflicht in Geschäften - Verstöße können mit Geldstrafen geahndet werden. Außerdem gibt es in Italien häufig Temperaturmessungen mit Stirn-Scannern, bevor man beispielsweise Museen oder Geschäfte betreten darf. 

Eine besondere Regelung gibt es für alle, die mit der Fähre nach Sardinien reisen möchten: Vor Betreten der Schiffe muss sich jeder Passagier bei der Region Sardinien registrieren. Das funktioniert entweder über dieses Onlineformular, manuell am Fährhafen oder über die App SardegnaSicura. Jeder Passagier muss bei Einreise eine Kopie der bestätigten Registrierung zusammen mit der Bordkarte und seinem gültigen Ausweis vorlegen können. Vor dem Boarding überprüfen die Reedereien die erfolgte Registrierung. An Bord der Fähren herrschen zudem verstärkte Hygienevorschriften - beispielsweise Maskenpflicht -  die sich allerdings je nach Reederei unterscheiden können. Um Mindestabstände an Bord einhalten zu können, kann es teilweise - insbesondere bei Fahrten über Nacht - auch Einschränkungen im Bereich der Kapazitäten sowie die Verpflichtung zur Buchung eines Schlafplatzes geben.  

Eine Registrierung von Urlaubern wird zurzeit auch von den Regionen Kalabrien, Sizilien und Apulien verlangt.

Kroatien

Kroatien hat bereits im Mai einen ersten Schritt in Richtung Tourismus gemacht und die Einreise für ausländische Urlauber erlaubt, die entweder eine Immobilie oder ein Boot oder ähnliches in Kroatien besitzen. Seit dem 3. Juni dürfen auch weitere Urlauber wieder nach Kroatien einreisen, das betrifft Reisende aus den EU-Mitgliedsstaaten. Bei der Einreise werden allerdings die Kontaktdaten der Reisenden für die Dauer ihres Aufenthalts in Kroatien registriert. Wer Wartezeiten an der Grenze verkürzen möchte, kann dies auch vorab online auf der Website des Kroatischen Tourismusministeriums erledigen.

Campingplätze dürfen seit Mitte Mai nach und nach den Betrieb wieder aufnehmen. Außerhalb des Wohnwagens oder des Reisemobils sollten Reisende einen Mund-Nase-Schutz tragen und mindestens 1,5 Meter Abstand zu Dritten halten. Seit dem 13. Juli gilt in Geschäften, Krankenhäusern und im Gastgewerbe generell eine Maskenpflicht. Die kroatischen Inseln sind eingeschränkt wieder per Fähre zu erreichen. Zu bedenken ist jedoch, dass Brücken- und Fährverbindungen kurzfristig unterbrochen werden können, falls das Infektionsgeschehen wieder sprunghaft ansteigen sollte. Ein Verlassen der Inseln könnte dann vorübergehend nicht mehr möglich sein. Aktuell werden in Kroatien wieder steigende Infektionszahlen verzeichnet, die Reisende im Auge behalten sollten. Derzeit betrifft das vor allem die Hauptstadt und das Umland von Zagreb, Slawonien sowie die Gespanschaft Split-Dalmatien.  

Lettland & Litauen 

Gemeinsam mit Estland haben Lettland und Litauen ihre Binnengrenzen zueinander im Mai wieder geöffnet, da in allen drei Ländern das Infektionsgeschehen sehr gering war. Seit dem 1. Juni hat Litauen seine Grenzen für Reisende aus bestimmten europäischen Ländern wieder geöffnet, darunter auch Deutschland. Hierfür wurde ein Ampelsystem eingeführt, dass die einzelnen Länder nach ihrem Infektionsgeschehen und Risikopotenzial kategorisiert. Grünes Licht gibt es lediglich für Reisende aus Ländern, in denen innerhalb der vorausgehenden 14 Tage weniger als 25 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner verzeichnet wurden. Eine 14-tägige Quarantäne entfällt allerdings nur dann, wenn im jeweiligen Ursprungsland weniger als 15 Fälle je 100.000 Einwohner in den vorausgegangenen 14 Tagen diagnostiziert wurden. Seit dem 17. Juni ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in Litauen in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln nicht mehr verpflichtend, wird aber weiterhin empfohlen. Vor dem Betreten von Geschäften, Museen und ähnlichen Einrichtungen wird darum gebeten, die Hände zu desinfizieren.

In Lettland gilt seit dem 3. Juni eine ähnliche Regelung, die ebenfalls als Orientierungsgröße mit 15 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb von 14 Tagen arbeitet. Seit dem 16. Juli gilt bei der  Einreise aber eine Registrierungspflicht für alle Reisenden, die zunächst per Fragebogen am Einreiseort erfolgt. Eine elektronische Registrierung ist in Vorbereitung. Die Registrierungspflicht gilt auch für Durchreisende.

Viele Beschränkungen wurden in Lettland zum 9. Juni aufgehoben. Nach wie vor gilt aber die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln und eine Abstandspflicht von zwei Metern, wo immer dies möglich ist. In Restaurants beispielsweise sind vier Quadratmeter pro Besucher vorgeschrieben. Gleichzeitig dürfen im Innenbereich nicht mehr als vier Personen an einem Tisch sitzen. In Außenbereichen erhöht sich die Zahl auf acht Personen.  

Luxemburg

Seit dem 14. Juli gibt es für Reisen nach Luxemburg wieder eine offizielle Reisewarnung des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland. Begründet wird dies mit steigenden Infektionszahlen, die in den vorangegangenen sieben Tagen die Grenze von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner überschritten hat. Somit gilt Luxemburg aktuell als Risikogebiet, sodass sich Reiserückkehrer abhängig von den Regelungen des jeweiligen Bundeslandes eventuell in Quarantäne begeben müssen. Die Grenzen sind zwar weiterhin geöffnet und auch die Durchreise durch Luxemburg ist zurzeit noch möglich, es gelten aber weiterhin strenge Hygiene- und Abstandsregeln: Im öffentlichen Personennahverkehr, in Supermärkten und Geschäften sowie in öffentlichen Einrichtungen wie Museen, Bibliotheken, Bürgerbüros usw. gilt nach wie vor eine Maskenpflicht und auch die Mindestabstände von 1,5 Metern sind konsequent einzuhalten. In Restaurants, Gaststätten und Bars beträgt der Mindestabstand zwei Meter. Campingplätze, Restaurants und Cafés haben seit Ende Mai schrittweise den Betrieb wieder aufgenommen, oftmals ist aber eine Vorabreservierung erforderlich. Spielplätze, Schwimmbäder und Wellnesseinrichtungen sind weiterhin geschlossen.   

Niederlande

Ebenso wie in Deutschland werden auch in den Niederlanden die Corona-Restriktionen weiter gelockert. Restaurants, Cafés, Museen und Theater dürfen seit dem 1. Juni wieder öffnen, seit dem 1. Juli dürfen sich dort auch wieder mehr als 30 Menschen gleichzeitig im Innenraum aufhalten. Nach wie vor gilt aber oft eine Vorab-Reservierungspflicht. Auch muss ein Abstand von 1,50 Metern zwischen den Menschen weiter gewahrt werden. In Restaurants sind nur Personen aus einem Haushalt pro Tisch erlaubt, auch hier besteht Reservierungspflicht. Für den öffentlichen Verkehr gilt seit Juni die Anordnung, dass Atemschutzmasken zu tragen sind. 

Die Strände sind zwar geöffnet, aber es kann zu regulierenden Sperrungen von Parkplätzen und Zufahrten kommen, sollten sich zu viele Menschen gleichzeitig dort aufhalten wollen. Die Campingplätze sind für Camper mit autarken Campingfahrzeugen geöffnet, gemeinschaftliche Sanitärräume auf Campingplätzen, in Ferienparks, Jachthäfen und Stränden dürfen wieder öffnen. Ihre Nutzung kann aber weiterhin eingeschränkt sein.

Seit dem 15. Juli gelten neue Regelungen für die Einreise: Reisende müssen jetzt vor Reiseantritt ein Gesundheitsformular ausfüllen und bei sich führen. Außerdem müssen nun Unterkünfte nachweislich vor Reiseantritt reserviert werden. 

Gerade an touristischen Hotspots fällt es schwer den Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten. Deshalb haben die Niederlande reagiert und haben seit Anfang August eine Maskenpflicht für die Städte Amsterdam und Rotterdam eingeführt. Diese gilt für belebte Straße, auf Plätzen und Märkten. Außerdem muss in überdachten Einkaufszentren und Geschäften eine Maske tragen. Wann eine Maske getragen werden muss, ist durch die entsprechenden Schildern erkennbar. Gültigkeit hat die Maskenpflicht für alle ab 13 Jahren - bei nicht einhalten droht eine Geldbuße von 95 Euro.

Norwegen

Für einen Campingurlaub in Norwegen sah es bislang in diesem Sommer nicht allzu rosig aus. Denn die norwegische Regierung hatte Mitte Mai ihre Reisewarnung, Quarantänevorschriften und Einreisebegrenzungen bis zum 20. August verlängert. Aktuell hat die norwegische Regierung die Einreisebegrenzungen und Quarantänevorschriften für einen großen Teil der europäischen Staaten zum 15. Juli aufgehoben, sofern das Infektionsgeschehen im jeweiligen Heimatland entsprechend gering ist. Das bedeutet, dass es im jeweiligen Heimatland der Reisenden in den zwei Wochen vor der Einreise nach Norwegen nicht mehr als 20 bestätige Corona-Fälle pro 100.000 Einwohner geben darf. Aktuell trifft dies auf Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie einen Großteil der europäischen Länder zu. Ausgenommen sind zurzeit Portugal, Schweden, Luxemburg sowie Ungarn, Kroatien, Rumänien und Bulgarien. Die norwegische Gesundheitsbehörde veröffentlicht regelmäßig eine Liste mit Ländern und Regionen, für die aufgrund der Infektionszahlen weiter - oder wieder - Reisebeschränkungen gelten. 

Die Einreise nach Norwegen ist entweder per Fähre direkt ab Deutschland, über Dänemark oder über Finnland möglich. Über Schweden ist lediglich ein direkter Transit erlaubt. Der Fährverkehr zwischen Norwegen und Deutschland sowie zwischen Norwegen und Dänemark soll zum 15. Juli wieder in den Normalbetrieb übergehen, allerdings mit eingeschränkter Kapazität im Bereich der Belegung und Restaurants. Zu beachten ist auch, dass die Fährverbindung zwischen Oslo und Fredrikshavn der Reederei Stena Line aufgrund der Corona-Krise dauerhaft eingestellt wurde. Der Passagierfährverkehr zwischen Norwegen und Schweden soll noch bis Ende Juli ausgesetzt werden.

In Norwegen besteht zurzeit keine Maskenpflicht, es gilt aber eine Abstandsregel von einem Meter zu anderen Personen sowie die üblichen Hygieneregeln. Die touristische Infrastruktur ist größtenteils zugänglich, kann im Bereich der Kapazitäten aber stark eingeschränkt sein. Es kann zu längeren Wartezeiten, Ausfällen oder anderen Einschränkungen kommen. 

Österreich

In Österreich dürfen seit dem 15. Mai 2020 Gastronomiebetriebe unter strengen Auflagen wieder öffnen, seit dem 29. Mai dürfen auch Campingplätze, andere Tourismusbetriebe wie Schwimmbäder, andere Freizeiteinrichtungen und Sehenswürdigkeiten wieder für private Urlauber öffnen. Dabei gilt aber die Einhaltung des Mindestabstands von einem Meter gegenüber anderen Personen außerhalb des gemeinsamen Haushalts als verpflichtend. Seit Mitte Juni ist ein Mundschutz landesweit nur noch für bestimmte Bereiche in Ausnahmefällen Pflicht, beispielsweise im öffentlichen Nahverkehr, in Einrichtungen des Gesundheitsbereichs oder beim Friseur. Zum öffentlichen Nahverkehr zählen im erweiterten Sinn übrigens auch Seil- und Zahnradbahnen sowie die Ausflugsschifffahrt. Als Gast in Restaurants oder Cafés und im Tourismus muss jetzt keine Maske mehr getragen werden, sie wird aber weiterhin empfohlen. Eine Ausnahme gilt seit dem 10. Juli in Kärnten: In touristisch stark besuchten Orten wie Velden oder dem Wörthersee gilt im öffentlichen Raum jede Nacht von 21:00 Uhr bis 2:00 Uhr eine Maskenpflicht. Außerdem ist die Region Oberösterreich seit dem 9. Juli wieder zur Maskenpflicht zurückgekehrt. Diese gilt beispielsweise auch in Geschäften und Restaurants. Aufgrund steigender Infektionszahlen gilt in ganz Österreich seit dem 24. Juli auch wieder eine Maskenpflicht in Supermärkten, Postämtern und Banken sowie in einigen Regionen in Kirchen. In kleinen Läden und Boutiquen wird das Maskentragen vorerst weiterhin lediglich empfohlen.         

Generell hat Österreich alle Grenzen zu seinen Nachbarländern mittlerweile wieder geöffnet und verzichtet auf Grenzkontrollen sowie Gesundheitskontrollen - das gilt nun auch für Reisende aus Italien. Wer aus Italien ausreist, darf nun auch wieder einen Zwischenstopp in Österreich einlegen. Es gibt jedoch Sonderregelungen für Reisende, die an einem Corona-Hotspot ansässig sind oder aus einem Risikogebiet einreisen: Diese müssen seit dem 27. Juli 2020 entweder zehn Tage in Quarantäne gehen oder einen negativen PCR-Test auf SARS-Cov-2 vorweisen, der nicht älter als drei Tage sein darf. Ein ärztliches Attest wird seither nicht mehr akzeptiert.  

Polen

Seit dem 13. Juni ist die Einreise nach Polen für Touristen wieder möglich, wenn sie aus Deutschland, Tschechien, Litauen oder der Slowakei einreisen, die Grenzen zur Ukraine, Russland oder Weißrussland sind zurzeit weiterhin nur eingeschränkt passierbar. Polnische Hotels und Campingplätze wurden seit dem 4. Mai schrittweise wieder geöffnet, Restaurants dürfen ihre Gäste seit dem 18. Mai wieder bewirten. Ende Mai wurde die Maskenpflicht in öffentlichen Bereichen aufgehoben, in manchen Innenbereichen ist das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aber nach wie vor verpflichtend. Seit dem 6. Juni dürfen auch Theater, Kinos, Schwimmbäder und Wellnesseinrichtungen unter Auflagen wieder öffnen. 

Der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter, Geschäfte, Banken und Tankstellen dürfen nur mit Handschuhen betreten werden, die von den Geschäften zur Verfügung gestellt werden müssen. Eine Maskenpflicht besteht in Geschäften, dem öffentlichen Nahverkehr, Kirchen, öffentlichen Einrichtungen, Kinos, Theatern, Konzert- und Kulturhäusern und auch in Restaurants, Bars und Cafés darf die Maske erst abgenommen werden, sobald man am Tisch sitzt. Viele Campingplätze und Restaurants haben darüber hinaus eigene umfangreiche Regeln zum Schutz ihrer Gäste aufgestellt. 

Portugal

Portugal war es zunächst gelungen, die Infektionszahlen relativ niedrig zu halten. Aktuell wird im Großraum Lissabon allerdings ein erhöhtes Infektionsgeschehen verzeichnet, so dass hier lokal weiterhin bis mindestens Ende Juli wieder strengere Einschränkungen für die Bewohner herrschen. Dies betrifft zurzeit überwiegend den Großraum Lissabon. Die Einreise nach Portugal auf dem Landweg ist seit dem 1. Juli aber wieder möglich, die Grenzen zu Spanien sind nun wieder geöffnet. Generell ist auch die Einreise für Touristen wieder gestattet. Das öffentliche Leben in Portugal wurde mittlerweile in fast allen Bereichen wieder hochgefahren, allerdings unter Auflagen in Sachen Kapazitäten. Das gilt auch für die Campingplätze und die Strände. Restaurants sind geöffnet, Bars oder Diskotheken sollen aber vorerst weiterhin geschlossen bleiben - ebenso wie die Häfen in Portugal. In Geschäften und in öffentlichen Verkehrsmitteln gilt eine Maskenpflicht und der Mindestabstand im öffentlichen Raum beträgt zwei Meter. Verstöße können eine Geldstrafe bis zu 350 Euro nach sich ziehen. Für Madeira und die Azoren - sowie den Großraum Lissabon - gelten gesonderte Regeln. 

Slowenien

Auch Slowenien hat seine Grenzen für EU-Bürger wieder geöffnet. Das freut nicht nur all jene, die einen Urlaub in dem kleinen Land an der Adria geplant haben, sondern auch alle, die auf dem Landweg durch Slowenien nach Kroatien reisen möchten. Allerdings ist der Grenzübertritt auf dem Landweg von Österreich nach Slowenien und von Slowenien nach Österreich zurzeit nur über die Grenzübergangsstellen Karawankentunnel, Loibltunnel und Spielfeld (Autobahn) möglich. Der Grenzübertritt von Italien nach Slowenien ist nur über die Grenzübergangsstellen Vrtojba/St. Andrea, Fernetiči/Fernetti, Škofije/Rabuiese oder Krvavi potok/Pesse möglich. Für die Durchreise durch Slowenien gilt, dass diese innerhalb von 24 Stunden nach Einreise erfolgen soll. Kurze Zwischenstopps, beispielsweise zum Tanken, sind aber zulässig. 

Campingplätze und kleine Hotels mit weniger als 30 Zimmern dürfen seit dem 18. Mai wieder öffnen, seit dem 1. Juni sind weitere Lockerungen in Kraft getreten, so dass nun auch andere Freizeit- und Erholungseinrichtungen wie Schwimmbäder und Wellnessanlagen wieder geöffnet sind. Die Kontaktbeschränkungen gelten aber weiterhin - der Mindestabstand zu anderen Menschen beträgt in Slowenien 1,50 Meter. Das Tragen einer Schutzmaske in geschlossenen Räumen ist jetzt nur noch dann verpflichtend, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.  

Spanien

Die spanische Regierung hat am 22. Juni den Alarmzustand aufgehoben. Damit entfällt nun auch die Reisewarnung des Auswärtigen Amts sowie die Verpflichtung für EU-Bürger (mit wenigen Ausnahmen), sich nach der Einreise in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben. Die Grenzen zu Portugal sind seit dem 1. Juli wieder geöffnet. Da Spanien in Europa zu den am stärksten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern gehörte, gelten hier noch - beziehungsweise wieder - sehr restriktive Maßnahmen. So gilt mittlerweile auf dem gesamten spanischen Festland für alle Menschen, die älter als sechs Jahre alt sind, eine Maskenpflicht für öffentliche Bereiche - egal, ob in Innen- oder Außenräumen und unabhängig davon, ob der Sicherheitsabstand von 1,50 Metern eingehalten werden kann oder nicht. Ausnahmen gelten lediglich am Strand, am Pool, beim Essen und Trinken sowie beim Sport. Abweichende und detaillierte Einschränkungen können zusätzlich individuell von den Gemeinden und Städten vor Ort festgelegt werden. Daher sollte man sich am Reiseziel erkundigen, welche Regelungen aktuell gelten.     

Aktuell kommt es insbesondere in Nordspanien aufgrund von örtlichen Infektionsherden wieder zu stärkeren Mobilitätsbeschränkungen, manche Gebiete sind auch abgeriegelt. Für diese Gebiete gilt daher wieder eine Reisewarnung des Auswärtigens Amts für nicht notwendige, touristische Reisen: Betroffen sind derzeit insbesondere folgende Gebiete: In Katalonien die Hauptstadt Barcelona sowie zwölf ihrer Vororte, der Kreis Segria in der Provinz Lleida und die Provinzhauptstadt Lleida, in Galicien der Kreis La Mariña in der Provinz Lugo, wozu auch die bei Touristen beliebte Playa de las Catedrales zählt, in Aragón die Stadt Zaragoza und Umgebung, die Stadt Huesca, die Kreise Bajo Cinca, La Litera und Cinca Medio (Provinz Huesca) sowie der Kreis Bajo Aragon-Caspe. Das Rober-Koch-Institut hat die Regionen Aragón, Katalonien und Navarra ab zu Risikogebieten erklärt. Wer sich hier aufgehalten hat steht unter Quarantänepflicht bzw. muss bei der Einreise nach Deutschland einen kostenfreien PCR-Test machen.

Schweden

Schweden geht bei der Eindämmung in Sachen Corona-Virus bekanntermaßen einen anderen Weg als die meisten anderen europäischen Länder. Das bedeutet auch, das die Einreise nach Schweden für EU-Bürger und Bürger des Schengen-Raums mehr oder weniger durchgehend möglich war. Ausdrücklich untersagt ist die Einreise zurzeit nur für Menschen, die weder in der EU noch im Schengen-Raum leben. Seit Mitte Juni dürfen sich zwar sowohl die Schweden als auch ausländische Touristen wieder frei im Land bewegen, bis Mitte Juli war aber noch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gültig, da das Infektionsgeschehen in den vorhergehenden Wochen in Schweden relativ hoch war, seit Anfang Juli aber kontinuierlich gesunken ist.

Diese Reisewarnung wurde zum 14. Juli außer Kraft gesetzt, so dass sich Reiserückkehrer aus Schweden nun nicht mehr pauschal in eine 14-tägige Quarantäne begeben müssen. Welche Regel diesbezüglich im Detail gilt, ist aber vom jeweiligen Bundesland des Reiserückkehrers abhängig. Auch die Durchreise durch Dänemark nach Schweden ist wieder möglich - allerdings nur ohne Zwischenübernachtung oder mit einen Mindestaufenthalt von sechs Nächten in Dänemark. Die Einreise über Norwegen oder Finnland ist zurzeit aber nur im direkten Transit möglich. Wer sich länger als einen Tag in Schweden aufgehalten hat, darf zurzeit noch nicht in die Nachbarländer einreisen.     

Schwedische Campingplätze sind seit dem Frühjahr größtenteils durchgehend geöffnet und auch die Sanitärgebäude stehen zur Verfügung. Einschränkungen gibt es aber auch im Bereich der angebotenen Aktivitäten und teilweise anderer Serviceleistungen. Restaurants und andere Gastronomiebetriebe waren in Schweden nicht von Schließungen betroffen, aber auch hier gilt das Gebot des Abstandhaltens und es darf nur am Tisch gegessen und getrunken werden. Bars, Freizeitparks und Museen sind teilweise noch geschlossen. Eine Maskenpflicht gibt es in Schweden nicht, es wird aber darum gebeten, die öffentlichen Verkehrsmittel in Stoßzeiten zu meiden.  

Schweiz

Die Schweiz hat ihre Grenzen seit dem 15. Juni nicht nur zu Deutschland, Frankreich und Österreich wieder komplett geöffnet, sondern auch zu allen Staaten der EU und der Europäischen Freihandelszone. Es bestehen keine Beschränkungen für die Durchreise durch die Schweiz. Lockerungen der Corona-Maßnahmen werden aktuell auch in der Schweiz schrittweise eingeführt: Seit dem 11. Mai dürfen Läden, Restaurants, Märkte und Museen wieder öffnen. Seit dem 30. Mai sind Treffen in der Öffentlichkeit von maximal 30 Personen auf öffentlichen Plätzen, Spazierwegen oder Parkanlagen wieder zulässig.  

Der Tourismus kann in der Schweiz seit dem 6. Juni langsam wieder durchstarten: Jetzt dürfen nicht nur die Campingplätze wieder öffnen, sondern auch Freizeitparks, Tierparks, zoologische und botanische Gärten, Wellnessanlagen, Schwimmbäder, Bergbahnen, Rodelbahnen, Bike- und Seilparks. Nach wie vor gilt in der Schweiz aber das Abstandsgebot von zwei Metern. Die Maskenpflicht wurde hingegen bereits aufgehoben, für die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln wird die Maskenpflicht aufgrund aktuell wieder steigender Infektionszahlen zum 6. Juli aber wieder eingeführt. Darüber hinaus gilt auf den Campingplätzen die dringende Empfehlung, WC und Dusche im Wohnmobil oder Caravan zu nutzen, sofern vorhanden. Es kann auch Einschränkungen im Bereich der Tagesbesucher geben sowie einen limitierten und kontrollierten Zugang zu Spielplätzen, Badestränden, Liegewiesen, Sportplätzen sowie zu Aufenthalts- und Spielräumen.      

Tschechien

Tschechien hat seine Grenze schon am 5. Juni wieder für Touristen aus Deutschland, Österreich und Ungarn geöffnet, seit dem 15. Juni können auch Bürger der Schweiz und anderer Länder wieder einreisen. Grundlage dafür ist ein neues Ampelsystem in Tschechien, das einzelne Länder nach Risikopotenzial einteilt. Reisende aus mit Grün kategorisierten Ländern dürfen ohne Gesundheitsnachweis oder Quarantänepflicht einreisen. Urlauber aus rot und orange gekennzeichneten Ländern müssen bei der Einreise nach Tschechien einen negativen Labortest auf das Coronavirus vorlegen.

Campingplätze, Restaurants, Geschäfte, Museen, Schlösser und andere Sehenswürdigkeiten sind in Tschechien wieder geöffnet. Allerdings unterliegen diese bestimmten Einschränkungen im Bereich der Kapazitäten. In Innenräumen ist jedoch das Tragen eines Mundschutzes vorgeschrieben - ebenso wie in öffentlichen Verkehrsmitteln. Darüber hinaus gilt es, einen Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten. Vor dem Betreten von Geschäften, Restaurants, Hotels, Museen u. ä. müssen außerdem die Hände desinfiziert werden. Auf den Campingplätzen können individuell weitere Einschränkungen gelten. Mit Ausnahme der Hauptstadt Prag soll die grundsätzliche Maskenpflicht zum 1. Juli in Tschechien aufgehoben werden und dann nur noch für öffentliche Verkehrsmittel und Geschäfte gelten. zum gleichen Termin sollen auch Nachtclubs wieder öffnen dürfen. Seit dem 22. Juni gelten auch die Abstandsregeln in Museen, Galerien und Schlössern nicht mehr. 

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