Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in Schweden

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Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in Schweden

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Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in Schweden

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Wissenswertes, Verkehrsregeln und Besonderheiten für Camper in Schweden

Einreise nach Schweden 

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige: Für einen touristischen Aufenthalt benötigen deutsche Staatsangehörige einen Reisepass oder einen Personalausweis beziehungsweise einen Kinderreisepass, der bis zum Ablauf des Aufenthalts gültig ist. Auch vorläufige Ausweisdokumente werden akzeptiert.

Einreise von Kindern nach Schweden: Es gibt keine besonderen Bestimmungen für die Einreise von Minderjährigen. Minderjährige, die ohne Erziehungsberechtigten reisen, sollten der Einfachheit halber einen Nachweis der Sorgeberechtigten mit sich führen.  

Einreise von Haustieren nach Schweden: Haustiere wie Hunde, Katzen und Frettchen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen, um nach Schweden einzureisen: Sie müssen mindestens 12 Wochen alt sein. Außerdem benötigen sie einen EU-Heimtierausweis sowie eine Mikrochip-Kennzeichnung und eine gültige Tollwut-Impfung. Die Impung muss entsprechend den Empfehlungen des Impfstoffherstellers mit einem zugelassenen Impfpräparat erfolgen und dokumentiert werden und mindestens 21 Tage vor Einreise nach Schweden durchgeführt werden, sofern es sich um die Grundimpfung handelt. Bei Auffrischimpfungen muss man keine 21 Tage warten. Eine Tätowierung zur Kennzeichnung des Tieres ist übrigens nur dann zugelassen, wenn diese vor dem 3. Juli 2011 vorgenommen wurde. Die früher vorgeschriebenen Bluttests und die Wurmkuren entfallen - regelmäßige Wurmkuren sind aber dennoch zu empfehlen. Offiziell sollten mitreisende Haustiere außerdem beim schwedischen Zoll angemeldet werden - das geht vorab auch online. Im folgenden Video werden die Einreisebestimmungen noch einmal erläutert:  

Video: Was müssen Hundehalter und Katzenbesitzer vor der Einreise nach Schweden beachten? 

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Weitere Regeln für Hundehalter in Schweden 

- Auf Wald- und Feldwegen herrscht zwischen dem 1. März und dem 20. August Leinenpflicht, um die Wildtiere zu schützen. Auch außerhalb dieser Zeit ist es in Schweden oft üblich, dass Hunde in der freien Natur angeleint sind. Dies gilt oft auch für viele Städte und Campingplätze.
- An offiziellen Stränden und Badestellen sind Hunde oft nicht erlaubt. Meist gibt es in der Nähe aber spezielle Hundestrände oder alternative Strände, an denen sich die Vierbeiner austoben können.
- Hundekot muss auch in Schweden vom Halter entsorgt werden. 
- In Schweden dürfen Hunde bisweilen nicht mit ins Restaurant - am besten vor dem Restaurantbesuch nachfragen. 

Aktuelle Reise-Informationen in Bezug auf die COVID-19-Pandemie

Bitte informieren Sie sich vor einer eventuellen Reise nach Schweden über die aktuellen Einschränkungen und Einreisebestimmungen.

Hier finden Sie Informationen für Schweden in Bezug auf die Corona-Situation vor Ort.

Die wichtigsten Verkehrsregeln für Wohnmobil und Wohnwagen in Schweden

Generell gibt es auf schwedischen Straßen keine allgemein gültigen Geschwindigkeitsregelungen beziehungsweise Richtgeschwindigkeiten - es gilt immer die aktuelle Beschilderung in den jeweiligen Bereichen. Es gibt aber bestimmte Basiswerte, an denen man sich orientieren kann. 


innerorts
außerorts
Schnellstraße
Autobahn
Pkw
50 km/h
70 km/h
110 km/h
110 km/h
Wohnwagen-Gespann* (gebremst)
50 km/h
70 km/h
80 km/h
80 km/h
Wohnmobil bis 3,5 t zGG
50 km/h
70 km/h
110 km/h
110 km/h
Wohnmobil über 3,5 t zGG
50 km/h
70 km/h
110 km/h
110 km/h

*Für ungebremste Gespanne mit einem Gesamtgewicht über 750 kg gilt ein generelles Tempolimit von 40 km/h. 

Achtung: Für Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt es in Schweden keine Toleranzgrenzen. Strafen fallen deutlich höher aus als in Deutschland.

Infos zur Maut in Schweden 

Die gute Nachricht für Schweden-Urlauber: In Schweden gibt es keine generelle Maut auf Autobahnen oder Schnellstraßen. In den beiden Großstädten Stockholm und Göteborg gibt es aber eine Innenstadt-Maut, die auch für im Ausland registrierte Pkw, Lkw und Busse bis 14 t gilt - also auch für Wohnmobile und Caravan-Gespanne. Auch der so genannte Essingeleden, die Stockholmer Innenstadtumfahrung, ist seit 2016 mautpflichtig. 

Anders als in anderen europäischen Ländern gibt es in Schweden aber keine Mautstationen, an denen angehalten werden muss und es ist auch kein Transponder erforderlich. Stattdessen werden die Kennzeichen der Fahrzeuge beim Durchfahren der so genannten Kontrollstationen automatisch per Kamera erfasst. Die Rechnung erhält der Fahrzeughalter dann per Post nach Hause.  

Wie viel kostet die City-Maut in Stockholm und Göteborg?

Die City-Maut ist eine Art Stau-Gebühr und fällt daher je nach Wochentag und Tageszeit unterschiedlich hoch aus. An Samstagen, Sonntagen, Feiertagen und Vorfeiertagen sowie im Monat Juli werden keine Gebühren erhoben, gleiches gilt täglich für die Zeit zwischen 18:30 Uhr bis 05:59 Uhr des Folgetags. Zwischen 06:00 Uhr und 18:29 Uhr fallen dann unterschiedliche Gebühren an, am höchsten sind sie zu den traditionellen Zeiten des Berufsverkehrs, am niedrigsten zwischen 09:30 Uhr und 14:59 Uhr. In Stockholm fallen dann 11 SEK ab, in Göteborg sind es 9 SEK. Der Höchstbetrag pro Tag und Fahrzeug beträgt 60 SEK in Göteborg und 105 SEK in Stockholm. Die Kategorie des jeweiligen Fahrzeugs spielt dabei keine Rolle.

Übrigens: In Göteborg gilt die Einmalgebührregelung: Wer innerhalb von 60 Minuten mehrere Kontrollstationen passiert, muss nur eine Gebühr zahlen. Es wird der höchste bei den Durchfahrten geltende Tarif berechnet.

Tipp: Sowohl in Stockholm als auch in Göteborg gibt es ein sehr gut ausgebautes Netz für den ÖPNV. Im Idealfall sucht man sich also einen Campingplatz, Stellplatz oder Park & Ride-Parkplatz außerhalb der Innenstädte und fährt mit Bus, Bahn oder Fahrrad in die City. 

Brückenmaut in Schweden 

Aktuell gibt es in Schweden drei Brücken, für deren Nutzung eine Mautgebühr erhoben wird. Die bekannteste davon ist sicherlich die beeindruckende Öresundbrücke, die Schweden mit Dänemark verbindet. Sie verläuft von Malmö-Lernacken in Schweden nach Kopenhagen-Kastrup in Dänemark. Die Tarife sind abhängig vom Fahrzeugtyp sowie der Höhe und der Länge des Fahrzeugs. Wohnmobile und Wohnwagen-Gespanne werden nach der Gesamtlänge in den Kategorien bis 6 m, ab 6 m und ab 10 m bemautet. Die Überquerung der Öresundbrücke kostet für Pkw, Caravan-Gespanne und Wohnmobile bis 10 Meter in der Regel zwischen etwa 54 Euro und 108 Euro je einfache Fahrt ohne BroPass. Die Gebühren werden direkt vor Ort in bar oder per Kreditkarte bezahlt. Es gibt aber auch die Option, im Voraus ein Onlineticket zu kaufen, welches dann etwas preisgünstiger ist.

Ebenfalls kostenpflichtig ist zurzeit die Nutzung der Brücken in Sundsvall und Motala. Hier gibt es aber keine Mautstationen. Analog zur City-Maut in Stockholm und Göteborg werden die Gebühren für die Nutzung dieser Brücken durch die automatische Erfassung der Kfz-Kennzeichen erhoben. Die Rechnung wird per Post zugeschickt. 

Tankstellen - Öffnungszeiten und Zahlungsmittel in Schweden

In Schweden gibt es ein gut ausgebautes Netz an Tankstellen, dass allerdings zunehmend dünner wird, je weiter man Richtung Norden reist. Aus diesem Grund darf man innerhalb Schwedens auch einen Reservekanister mit bis zu 30 l Kraftstoff mitführen. Fast alle Tankstellen haben Selbstbedienung und sind sieben Tage die Woche geöffnet, einige sogar rund um die Uhr.

Bemannte Tankstellen werden in Schweden zunehmend zur Ausnahme, dagegen gibt es immer mehr Tankautomaten, an denen mit Kreditkarte und PIN bezahlt werden muss. Akzeptiert werden meist MasterCard und Visa-Card, die in Deutschland gängigen EC-Karten (Maestro-Card) können meist nicht genutzt werden. Es gibt auch Tankautomaten, an denen mit Geldscheinen bezahlt werden kann (Sedel). Diese werden in Schweden jedoch immer seltener. 

Allgemeine Verkehrsregeln in Schweden

Lichtpflicht: In Schweden gilt ganzjährig Lichtpflicht - selbst im Sommer unter dem Licht der Mitternachtssonne. Es muss daher immer mit Abblendlicht oder Taglicht gefahren werden. Die Lichtpflicht gilt im übrigen auch für Anhänger, also auch die Rückbeleuchtung des Caravans.  

Promillegrenze: Die Promillegrenze liegt in Schweden bei 0,2 ‰. Wegen Trunkenheit verurteilt werden kann auch, wer unter Alkohol- oder Narkotikaeinfluss „ein Fahrzeug nicht mehr sicher steuern kann“. Es drohen hohe Strafen bei Verstoß - dazu gehören auch Haftstrafen von bis zu zwei Jahren oder der Führerscheinentzug.

Kindersitze im Auto: Kinder unter 1,35 m benötigen einen Kindersitz, der dem Gewicht und der Größe des Kindes entspricht. Wer ein Kind auf dem Beifahrersitz in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz befördert, muss den Airbag deaktivieren.

Telefonieren im Fahrzeug: Das Handy darf im Fahrzeug ausschließlich mit Freisprecheinrichtung für Telefongespräche und zum Navigieren genutzt werden. Es dürfen ausdrücklich keine Kommunikationsgeräte genutzt werden, die man in der Hand hält. 

Winterreifenpflicht: Bei winterlichen Straßenverhältnissen müssen in Schweden sowohl Pkw und Wohnmobile als auch Caravan mit Winterreifen mit der Kennzeichnung M+S ausgestattet sein. Zusätzlich können bei Bedarf auch Schneeketten oder Spikes genutzt werden. Weitere Infos zum Thema Winterreifen in Schweden gibt es hier

Kennzeichnung von überstehender Ladung: Überstehende Ladung (wie Fahrradträger) darf vorne und hinten maximal 1 m und seitlich maximal 20 cm herausragen. Überschreitet die Ladung diese Maße, muss sie gekennzeichnet werden. Tagsüber ist dafür ein auffälliges Tuch oder Fähnchen ausreichend, im Dunkeln müssen vorne eine weiße Leuchte und weiße Reflektoren und hinten ein rotes Licht und rote Reflektoren angebracht werden. Inklusive Ladung darf ein Fahrzeug nicht breiter als 2,60 m und nicht länger als 13 m sein. 

Vorsicht, Wildwechsel: Es gibt wohl kaum einen Schweden-Urlauber, der während seines Aufenthalts nicht gerne wenigstens einen Elch in freier Wildbahn sehen würde. Das sollte aber möglichst nicht während der Fahrt und auf der Straße sein. Denn auch wenn die Elchpopulation in Schweden im vergangenen Jahrzehnt abgenommen hat, sind Wildunfälle mit Elchen keine Seltenheit. Das gilt insbesondere in der Zeit zwischen der Dämmerung und dem Morgengrauen. Daher sollte man die Elchwarnschilder am Straßenrand auf jeden Fall Ernst nehmen und ein wenig vom Gaspedal gehen. Eine Kollision mit einem ausgewachsenen Elch kann für alle Beteiligten üble Folgen haben, da Gewicht und der erhöhte Körperschwerpunkt des Tieres insbesondere für Pkw sehr ungünstig sind. Aus diesem Grund sollte man einem Elch immer versuchen auszuweichen. Jegliche Kollision mit einem Elch oder einem größeren Tier wie Hirsch, Rentier, Wildschwein, Bär, Wolf, Luchs oder ähnlichem muss übrigens sofort der Polizei gemeldet werden, auch wenn das Tier nicht verletzt oder getötet wurde. Die Unfallstelle muss gekennzeichnet werden. Bei kleineren Tieren wie Dachsen, Hasen oder Füchsen ist das nicht erforderlich. 

Wichtige Adressen und Telefonnummern für Schweden-Urlauber

Europäische Notrufnummer: 112
Über diese zentrale Notrufnummer, die sowohl übers Festnetz als auch mit dem Mobiltelefon ohne Vorwahl kostenlos zu erreichen ist, erhalten Sie Hilfe durch die ortsansässige Polizei, Feuerwehr, einen Notarzt oder Krankenwagen.

ADAC Notrufnummer: 0049/89/22 22 22
Im Falle einer Panne, eines Unfalls, bei Verlust von Papieren, Diebstahl des Fahrzeugs etc. erhalten Mitglieder 24 Stunden am Tag Unterstützung durch den ADAC Auslandsnotruf.

Deutsche Botschaft in Stockholm:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland
Skarpögatan 9
115 27 Stockholm
Telefon: +46 8 670 15 00

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