E-Scooter für Camper

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E-Scooter für Camper

E-Tretroller für den Campingurlaub - Diese Punkte sollten Sie vor und nach dem Kauf beachten

Eine Standfläche, zwei Räder, eine Lenkerstange, Bremsen, ein Elektromotor in der Radnabe und ein Akku: Fertig ist der elektrische Tretroller. Diese sogenannten E-Scooter sind mittlerweile nicht nur massenhaft in deutschen Städten zu sehen, sondern werden auch bei Campern immer beliebter, um auf dem Campingplatz oder der näheren Umgebung mal eben kürzere Wege zurückzulegen. Denn dank ihrer kompakten Abmessungen und ihrem Klappmechanismus beanspruchen E-Scooter wenig Stauraum im Wohnwagen oder Reisemobil und lassen sich schnell ein- und ausladen. Trotzdem sollte man vor - und auch nach - dem Kauf einige Punkte beachten, denn nicht für jede Art des Campingurlaubs ist der E-Tretroller die passende Lösung.  

Für welche Camper eignet sich ein E-Scooter? 

Eigentlich hört es sich ganz simpel und einfach an: morgens auf dem Campingplatz mal eben auf den E-Scooter schwingen, um frische Brötchen zu holen, kleinere Besorgungen oder Ausflüge auf dem E-Tretroller in die Umgebung machen oder den Weg zum Sanitärgebäude mit etwas Fahrspaß verbinden. Und das kann auch so einfach sein, sofern denn die Rahmenbedingungen passen. Ist das aber nicht der Fall, hat man im Zweifelsfall unnötig Geld ausgegeben und ärgert sich. Wer beispielsweise morgens gerne seine Kinder zum Brötchenholen schickt, hat mit einem E-Scooter schlechte Karten, sofern dieser nicht speziell für Kinder unter 14 Jahren ausgewiesen ist. Auch Camper, die gerne im Ausland unterwegs sind und dort ebenfalls den E-Tretroller nutzen möchten, könnten feststellen, dass sie es in bestimmten Ländern gar nicht dürfen oder aber dort andere Regeln gelten. Denn das ist in einigen europäischen Ländern tatsächlich der Fall.

Gleichzeitig kann so ein E-Scooter in verschiedener Hinsicht aber sehr sinnvoll und gut geeignet sein. Das gilt beispielsweise für Camper, die
- über 14 Jahre alt sind,
- zu wenig Platz für Fahrräder im Wohnmobil oder Caravan haben und keinen Fahrradträger anbringen möchten,
- beim Auf- und Absteigen beim Fahrrad aus irgendeinem Grund Probleme mit der Beweglichkeit haben,
- überwiegend mit ihrem Camper in Deutschland unterwegs sind und eher selten in den Niederlanden
- und / oder für alle, die einfach nur Spaß an den quirligen E-Scootern haben wollen.

Bestimmungen und Verkehrsregeln für E-Scooter in Deutschland 

In Deutschland fallen E-Scooter seit Juni 2019 offiziell unter das Straßenverkehrsgesetz für Elektrokleinstfahrzeuge (§ 1 Absatz 2 StVG). Das bedeutet, dass sie im Sinne dieses Gesetzes als Kraftfahrzeug gelten und bestimmten Regelungen unterworfen sind - im Gegensatz zu E-Bikes beziehungsweise Pedelecs, die nach wie vor unter die Regeln für Fahrradfahrer fallen. Für E-Scooter gelten jedoch verschärfte Bestimmungen, die unter anderem folgendes beinhalten:
- Der E-Scooter muss herstellerseitig für den Straßenverkehr zugelassen sein und über eine so genannte Allgemeine Betriebserlaubnis verfügen. Da auf vielen Campingplätzen in Deutschland die Straßenverkehrsordnung gilt, ist dies auch hier eine Voraussetzung. Andere E-Tretroller dürfen ausschließlich auf privatem Gelände gefahren werden.
- Der Besitz eines Führerscheins ist nicht erforderlich. Der Gesetzgeber hat aber ein Mindestalter von 14 Jahren festgelegt.
- Es ist ausschließlich eine Person auf dem E-Scooter erlaubt. 
- Im Gegensatz zum Pedelec muss man für E-Scooter, die schneller als 6 km/h fahren können, eine separate Haftpflichtversicherung abschließen. Deren Nachweis erfolgt über eine Versicherungsplakette, die am E-Tretroller aufgeklebt wird. Wer möchte, kann auch eine freiwillige Teilkaskoversicherung abschließen.
- Das Tragen eines Helms wird empfohlen, ist jedoch keine Pflicht.
- Wer einen E-Scooter fährt, unterliegt denselben Alkoholpromillegrenzen wie Autofahrer - ob mit oder ohne Führerschein.
- E-Scooter dürfen nur auf Fahrradwegen, Fahrradstreifen und Fahrradstraßen fahren. Sollten diese nicht vorhanden sein, darf auch die Straße genutzt werden. Gehwege, Fußgängerzonen und Einbahnstraßen in Gegenfahrtrichtung sind tabu, sofern es kein Zusatzzeichen "E-Scooter frei" gibt. Das Zusatzschild "Radfahrer frei" gilt nicht für E-Tretroller. 
- Das Telefonieren ist übrigens auch auf dem E-Scooter nur mit Freisprecheinrichtung erlaubt. 

Wie muss ein E-Scooter in Deutschland ausgestattet sein? 

Per Definition beträgt die Höchstgeschwindigkeit eines E-Scooters 20 km/h. Die Nennleistung der Elektromotoren liegt in der Regel bei rund 250 bis 350 Watt, maximal darf sie 500 Watt betragen. Wichtig ist eine ausreichende Beleuchtung, die der Straßenverkehrsordnung entspricht, beispielsweise LED mit Tagfahrlicht und Reflektor. Auch zwei unabhängig voneinander funktionierende Bremsen gehören zum Pflichtprogramm. Eine Hinterradbremse in Gestalt der Spritzabdeckung, die auf den Reifen gedrückt wird, ist Minimal-Standard. Ebenfalls vorgeschrieben sind seitliche Rückstrahler (gelb) oder ringförmige, reflektierende weiße Streifen auf Felge beziehungsweise Reifen und auch eine Klingel.

Darauf sollten Sie vor dem Kauf eines E-Scooters achten 

Gewicht: Achten Sie auf das erlaubte Maximalgewicht des E-Scooters. Wenn Sie das Eigengewicht des E-Tretrollers mit dem Fahrergewicht addieren und noch einen Puffer von ca. 8 Kilogramm für eine Tasche oder einen Rucksack hinzurechnen, müssen Sie innerhalb des Maximalgewichts liegen. Beispiel: 17 kg (Scooter) + 75 kg (Fahrer) + 8 kg (Puffer) = 100 Kilogramm. Berücksichtigen Sie auch das Gewicht des E-Scooters für die zulässige Zuladung ihres Reisemobils oder Caravans. Die meisten E-Scooter wiegen ungefähr so viel wie ein herkömmliches City-Fahrrad oder Trekkingbike. Testen Sie auch, ob Sie den E-Scooter ohne große Kraftanstrengung anheben können. 
Akku: Die Nennleistung der Akkus liegen in der Regel zwischen 200 und 216 Wh. Für Kurzstrecken von 30 bis 50 Kilometer ist solch ein kleiner und leichter Akku ausreichend. Wie die Batteriepacks von Pedelecs lassen sie sich per Ladegerät an 230 Volt-Steckdosen laden und haben ihre volle Kapazität im Schnitt nach drei bis vier Stunden erreicht. Achten Sie darauf, ob sich der Akkus leicht herausnehmen und laden lässt.
Handhabung & Testfahrt: Ist der Klappmechanismus einfach und ohne Verletzungsgefahr durch scharfe Kanten zu bedienen? Machen Sie auch eine Testfahrt und achten Sie darauf, ob der E-Scooter wendig und spurstabil ist, einen ergonomischen Beschleunigungshebel, ein gut lesbares Display sowie effiziente Bremsen hat. Wichtig ist auch, ob das Trittbrett ausreichend breit ist und einen rutschfestem Belag hat. Vor allem muss der Lenker für Ihre persönliche Körpergröße höhenverstellbar sein - insbesondere Menschen mit großer Körperlänge treffen hier häufig auf ein Problem.  
Licht: Prüfen Sie, ob sowohl die Helligkeit als auch die Sichtbarkeit ausreichend sind. Im Idealfall wird die Beleuchtung über eine eigene Batterie versorgt.
Reifen: Wie viel Zoll darf es für Sie sein? Größere Räder rollen komfortabler über schlechte Wege und laufen spurtreuer als kleine und empfehlen sich, wenn Sie gerne "Offroad" fahren möchten. Kleinere Räder sind hingegen völlig ausreichend für den Campingplatz oder City-Ausflüge. Dabei bieten Luftreifen mehr Federungskomfort als Vollgummireifen. Gleichzeitig sind sie aber anfälliger für einen „Platten“. 

E-Scooter im Dethleffs-Look

Straßenzulassung
Ja
Gewicht
17 kg
Reichweite
25 km
Zuladung
100 kg
Reifen
10 Zoll Luftbereifung

Der E-Scooter von Dethleffs rollt mit seinen 10 Zoll Lufträdern leichtgängig über jeden Untergrund und lässt sich stufenlos in der Höhe einstellen. Optional kann er auch mit einem Sitz mit Stange sowie Zubehör für den Transport in Wohnmobil oder Wohnwagen ergänzt werden. 

Details ansehen

Bestimmungen und Verkehrsregeln für E-Scooter im europäischen Ausland 

Auch wenn E-Scooter in vielen europäischen Großstädten längst weit verbreitet sind, gibt es in Europa keine einheitliche Regelung über deren Nutzung. In manchen Ländern gibt es auch überhaupt keine Regelung oder eine solche ist noch in Arbeit. Hier folgen Infos zu den wichtigsten Reiseländern in Europa. Da sich diese kurzfristig ändern können, informieren Sie sich zusätzlich vor Ort an Ihrem Reiseziel: 

Frankreich 
Frankreich hat im Herbst 2019 neue Regeln für E-Scooter eingeführt. Seither dürfen auch in Deutschland versicherte E-Tretroller im Frankreich-Urlaub genutzt werden. Zuvor war dies nicht erlaubt. Zu den weiteren Regelungen zählen
- Höchstgeschwindigkeit 25 km/h
- nur eine Person ist auf dem Roller erlaubt
- Verbot für Kopfhörer und Handys
- Mindestalter 12 Jahre
- E-Scooter dürfen nicht mehr auf Gehwegen genutzt werden, sondern müssen auf Fahrradwegen fahren oder auf Straßen mit Tempolimit 50 km/h.
- Helmpflicht außerhalb der städtischen Gegenden

Niederlande
In den Niederlanden ist das Fahren von E-Scootern generell - noch - nicht erlaubt. Nehmen Sie einfach Ihr Fahrrad mit! 

Italien
In Italien sind E-Scooter mit einer Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h meist zugelassen - es gibt aber auch einzelne kommunale Verbote, z. B. in Mailand. Weitere Regeln:
- Gefahren wird auf Fahrradwegen und Straßen, deren Geschwindigkeitsbegrenzung 30 km/h nicht überschreitet.
- Auf Gehwegen und in Fußgängerzonen darf mit maximal 6 km/h gefahren werden. 
- Mindestalter 18 Jahre, in manchen Gemeinden aber auch 16 Jahre. Wer einen Führerschein der Klasse AM besitzt, darf auch ab 14 Jahren einen E-Scooter fahren.
- Keine Helmpflicht
- Keine Versicherungspflicht
- Pflicht zum Tragen von Warnwesten oder reflektierender Kleidung bei Dunkelheit 

E-Scooter im Hymer-Look

Straßenzulassung
Ja
Gewicht
17 kg
Reichweite
bis 30 km
Zuladung
100 kg
Reifen
10 Zoll Luftbereifung

Der E-Scooter von Hymer ist vorne und hinten mit mechanischen Scheibenbremsen ausgestattet und hat eine Motorleistung von 350 Watt. Optional ist auch eine Transporthalterung für die Heckgarage des Wohnmobils erhältlich. 

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Spanien
In Spanien gibt es bislang keine allgemeingültige Regelung für E-Scooter, dafür aber viele individuelle Regelungen auf kommunaler Ebene. So dürfen E-Tretroller in Barcelona ausschließlich auf Fahrradwegen fahren, während in Madrid auch Straßen mit einem Tempolimit von 30 km/h erlaubt sind. In Spanien sollte man sich also immer erst am jeweiligen Urlaubsort selbst erkundigen, bevor man auf den E-Scooter steigt.

Österreich
In Österreich gelten für E-Scooter ähnliche Regeln wie in Deutschland, es gibt aber auch Abweichungen:
- Höchstgeschwindigkeit 25 km/h (bei 600 Watt)
- Mindestalter 12 Jahre (mit Radfahrausweis und in Begleitung einer Person 16+ auch ab 10 Jahre)
- Das Fahren ist auf Fahrradwegen erlaubt. Fehlen diese, darf auf Straßen ausgewichen werden.
- Gehwege und Fußgängerzone sind nur erlaubt, wenn diese ausdrücklich für E-Scooter freigegeben sind (max. Schrittgeschwindigkeit)  
- Keine Helmpflicht
- Keine Versicherungspflicht

Schweiz 
Auch in der Schweiz gelten für E-Scooter ähnliche Regeln wie in Deutschland, auch hier gibt es aber Abweichungen: 
- Höchstgeschwindigkeit 20 km/h (bei 500 Watt)
- Mindestalter 16 Jahre (mit Führerscheinklasse M ab 14 Jahre)
- Das Fahren ist auf Fahrradwegen erlaubt. Fehlen diese, darf auf Straßen ausgewichen werden. 
- Gehwege und Fußgängerzone sind nur erlaubt, wenn diese ausdrücklich für E-Scooter freigegeben sind 
- Keine Helmpflicht
- Keine Versicherungspflicht

Schweden
Bislang gibt es in Schweden noch keine speziellen Regelungen für E-Scooter. So lange die Höchstgeschwindigkeit des E-Tretrollers 20 km/h bei einer Motorstärke von maximal 250 Watt nicht überschreitet, wird dieser einem Fahrrad gleichgestellt. Für diese gelten die folgenden Regeln:
- Das Fahren ist auf Fahrradwegen erlaubt. Fehlen diese, darf auf Straßen mit einem Tempolimit von maximal 50 km/h ausgewichen werden. 
- Gehwege und Fußgängerzonen sind tabu bzw. maximal im Schritttempo erlaubt
- Helmpflicht unter 15 Jahre
- Bislang wurde kein Mindestalter definiert
- Keine Versicherungspflicht

Norwegen
Auch in Norwegen fällt der E-Scooter in den Bereich der Fahrradregeln, so lange seine Höchstgeschwindigkeit 20 km/h nicht überschreitet. Die Motorstärke ist hier nicht definiert. Für Fahrradfahrer in Norwegen gilt:
- Das Fahren ist auf Fahrradwegen und auf Straßen erlaubt.
- Gehwege und Fußgängerzonen sind erlaubt, so lange man viel Abstand zu Fußgängern hält und entsprechend langsam und vorsichtig fährt.
- Keine Helmpflicht
- Bislang wurde kein Mindestalter definiert
- Keine Versicherungspflicht

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