Der Atlantik ruft

von Tobias

Der Atlantik ruft

Es ist wieder soweit: Familienurlaub im Wohnmobil. Wie kam es zu unserem diesjährigen Reiseziel für die Pfingstferien? Ganz einfach: Der Wunsch, einmal eine Tasse Café in Biarritz zu trinken! Somit stand fest, dass es an die Atlantikküste von Südfrankreich und Nordspanien geht, mit hoffentlich tollen Wellen, schönem Wetter und vielen neuen Erlebnissen. Zunächst heißt es quer durch Frankreich, erster grober Zielpunkt ist die „Dune du Pilar“. Wann und wie es weitergeht sehen wir dann....

Von Ulm, Deutschland nach Ulm, Deutschland
3352 Kilometer 11 Tage 10 Wegpunkte
Tag 1

Ulm, Deutschland

Camping du Pont de Bourgogne 

Rue Julien Leneveu , 71380, St Marcel, Frankreich
Auf Durchreise sind wir in Chalon sur Saône gelandet. 
Perfekt gelegen auf halber Strecke zum Atlantik. Schnell noch die Fahrräder ausgepackt und auf einen Drink in die Stadt geradelt.
Tag 2

Yelloh! Village Panorama du Pyla

Route de Biscarrosse, 33115, Pyla Sur Mer, Frankreich
Nach langer Fahrt erreichen wir endlich den Atlantik: 
Die höchste Sanddüne Europas! Schon auf den letzten Kilometern zu unserem Campingplatz fahren wir an beeindruckenden Sandwänden der Düne vorbei. Unser Campingplatz ist ein echter Glücksgriff: am südlichen Ende, direkt auf der Düne und mitten in einem Pinienwald gelegen, genießen wir traumhafte Sonnenuntergänge mit chilliger Musik und Longdrink.  Auch der Spaß im Sand kommt nicht zu kurz. Eine Wanderung über die endlos wirkende Düne und ein Wettlauf „bergab“ sind ein Muss.  Faszinierend sind die vielen Paraglider, die hier entweder üben und „weich“ landen, oder sich wie an einer Perlenschnur in den Aufwind der Düne einreihen. Teils sind gleichzeitig bis zu 50 Paraglider auf einem Rundkurs gleichzeitig in der Luft.
Tag 3
Tag 4

Biarritz, Frankreich

64200 Biarritz, Frankreich
Nach zwei Tagen brechen wir wieder auf und setzen unsere Reise gen Süden fort. Nächstes Ziel: Biarritz. Jetzt sind wir also in der Stadt, die unsere Richtung vorgeben hat. Wir sind tatsächlich nur kurz auf Durchreise geblieben. Wie eingangs erwähnt: der Wunsch war, eine Tasse Café in Biarritz zu trinken. Ein Mittagessen und ein Bummel durch das schöne Stadtzentrum und entlang der Meerespromenade sind noch dazu gekommen. :-) Tipp: rechtzeitig einen Parkplatz suchen! Wir haben zwei Runden durch die schmalen und verwinkelten Straßen gedreht und dann mit Glück zentrumsnah eine sehr große Parklücke gefunden. Nach ein paar Stunden geht es weiter Richtung spanischer Grenze: Wir wollen uns jetzt in die größeren Atlantikwellen stürzen!

Camping Gran Camping Zarautz

Monte Talai-mendi Zarautz, 20800, Zarautz, Spanien
Zarautz - Sonne, Wellen, Surfen! Eigentlich wollten wir nur an die spanisch-französische Grenze. Nun hat es uns aber aufgrund einer Empfehlung doch etwas weiter nach Spanien reingetrieben.  
Zum Glück, denn hier haben wir einen netten Campingplatz oberhalb der Stadt gefunden (Achtung: viele, viele Stufen, um zum Ort / Strand zu kommen und zurück). 
Und das Beste: ein toller Strand, mann-hohe Wellen, Sonne, sodass Papa und Sohn das Surfen ausprobieren können. Der Sohnemann steht nach 10 Minuten auf dem Brett, während der Papa noch mit den Wellen kämpft. 
Ergebnis nach zwei Tagen in Zarautz: jede Menge Muskelkater! Aber auch viel Spaß! Da das Wetter umschlagen soll, haben wir unsere Pläne angepasst und nehmen einen Küstenwechsel. Wir fahren Richtung Mittelmeer, wo die Sonne weiterhin scheinen soll!
Tag 5
Tag 6

Camping La Cité  

Route de St. Hilaire 104, 11000, Carcassonne, Frankreich
Auf der Strecke entlang der Nordseite der Pyrenäen machen wir Halt in Carcasonne.  Der Name dieser geschichtsträchtigen Stadt ist mir immer wieder in Mittelalter-Romanen begegnet und bekannt für seine Festungsanlage. 
Wir erreichen Carcassonne am frühen Abend. Im Licht der Abendstimmung bietet sich bereits kurz vor der Stadt ein imposanter Blick auf die Festung. Auf dem Stellplatz neben dem Campingplatz übernachten wir. Für eine Nacht vollkommen ausreichend. Am nächsten Morgen geht es dann mit den Fahrrädern zur Festung hinauf.  Eine so große und beeindruckende Festungsanlage haben wir noch nicht gesehen! In der Anlage befindet sich ein komplettes Dorf mit Basilika und natürlich die Burg selber. Auf der Festungsmauer umrunden wir einmal die Anlage und bei einem Spaziergang durch die Gassen können wir uns das Leben im Mittelalter gut vorstellen. Leider auch die düstere Seite der Epoche, da Carcassonne Sitz der Inquisition war. Wen es interessiert, ein kleines privates Museum widmet sich diesem Thema.  Am Nachmittag verlassen wir Carcassonne. 
Tag 7

Camping International Les Gorges Du Gardon  

Chemin de la barque vieille, 30210, Vers Pont Du Gard, Frankreich
Nächster Zwischenstopp ist der Pont du Gard.
Unser Campingplatz liegt ruhig und direkt am Fluss. Bis zur berühmten Brücke sind es knapp 3km.  Am nächsten Morgen radeln wir auf kleinen Trails durch einen verwilderten Naturpark bis wir vor dem mächtigen Aquädukt stehen.  Nach dem schönen Ausflug setzen wir uns wieder ins Reisemobil und fahren weiter Richtung Mittelmeerküste.
Tag 8

Camp Du Domaine  

La favière, 83230, Bormes Les Mimosas, Frankreich
Für die restlichen Tage unseres Urlaubs haben wir beschlossen, an Ort und Stelle zu bleiben. Der Campingplatz hat einen schönen eigenen Strand, der zum Faulenzen einlädt. Zum Eis-Schlecken machen wir mit unseren Rädern kurze Ausflüge in den benachbarten Ort und auf Trampelpfaden erkunden wir die felsige Küste. Nach drei Tagen geht es wieder zurück in die Heimat.
Tag 9
Tag 10
Tag 11

Ulm, Deutschland

Zusammenfassung

Sicherlich sind wir in 10 Tagen sehr viele Kilometer gefahren, wovon Kinder nicht wirklich begeistert sind. Aber es war rundum ein sehr erlebnisreicher und abwechslungsreicher Urlaub.  

• Die Atlantikküste ist für Familien einfach traumhaft und bietet gerade im Bereich Campingplätze eine hervorragende Infrastruktur. 
• Wermutstropfen ist die lange Anreise aus Deutschland, sodass man sich geeignete Zwischenstopps einplanen sollte. 
• Die Mautgebühren in Frankreich sind sehr hoch. Wer sparen möchte, sollte sich überlegen auf gut ausgebaute Nationalstraßen auszuweichen. 
• Die Reisezeit um Pfingsten ist ideal: Das Wetter ist schon warm und es sind noch nicht zu viele Touristen unterwegs. Egal wo wir waren, haben wir ohne Reservierung Platz bekommen.