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Ausflug zum Mont Saint-Michel
Ausflug zum Mont Saint-Michel

Ausflug zum Mont Saint-Michel

Mit dem Camper zum Klosterberg Mont Saint-Michel in der französischen Normandie - Tipps zu Gezeiten, Parkplätzen sowie Camping- und Stellplätzen
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Autor: Freeontour, Titelbild: Pixabay

Wahrlich kein Geheimtipp, aber bei einem Campingurlaub oder einer Wohnmobiltour in der Normandie oder Bretagne einfach ein Muss für einen Ausflug ist der weltberühmte Mont Saint-Michel. Freeontour stellt die wichtigsten Facts zum UNESCO Weltkulturerbe vor und gibt Tipps zu Flutzeiten, Parkplätzen sowie Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen in der Nähe. 

Was gibt es auf dem Mont Saint-Michel zu sehen? 

Der Klosterberg des Mont Saint-Michel steckt voller kultureller, historischer und architektonischer Highlights. Das erstaunliche Bauwerk auf der Felseninsel ist bekannt für seine Abtei, in der bis in die 1960er Jahre Benediktinermönche lebten. Sehenswert sind die Gärten der Abtei, das Musee Grévin mit seinem Wachsfiguren-Kabinett über den Bau der Abtei, die Multimediashow l’Archéoscope, das Haus von Bertrand Du Guessclin Logis Tiphaine mit Dekor, Möbeln und Teppichen im Stil des 14. Jahrhunderts inklusive Raritätensammlung, das Salzlamm des Mont Saint-Michel, der Felsvorsprung Granville und die Schriften der Mönche sowie berühmte Kupferhandwerkskunst. Zusätzlich locken ganzjährig Veranstaltungen auf den Klosterberg.

Was macht den Mont Saint-Michel so besonders?

Doch der Hauptgrund, warum es alljährlich mehr als 3,5 Millionen Menschen hierher zieht und der Mont Saint-Michel der Touristenmagnet schlechthin in der Normandie ist, ist seine einmalige geografische Lage: Mont Saint-Michel liegt auf einer kleinen Felsinsel in einer Bucht der Normandie, die in ganz Europa die stärksten Gezeiten beziehungsweise den größten Tidenhub aufweist. Bei Ebbe zieht sich das Meer hier bis zu 15 km zurück, bei Flut liegt die Insel bisweilen komplett umspült vom Meer. Ein Naturschauspiel und Fotomotiv, das einfach nur fasziniert. Und damit man beides von unterschiedlichen Seiten aus genießen kann, gibt es eine Stegbrücke, über die das Weltkulturerbe Mont Saint-Michel ganzjährig trockenen Fußes erreichbar ist - abgesehen von wenigen Tagen im Jahr. Denn wenn der Gezeitenkoeffizient über 100 beziehungsweise 110 liegt, umspült die Flut nicht nur den Klosterberg vollständig, sondern für kurze Zeit auch den abgesenkten Teil der Brücke zur Insel hin. An solchen Tagen wird der Mont Saint-Michel wie zu seinen Entstehungszeiten dann seit 2015 wirklich wieder zur Insel.

Zuvor drohte die Insel zu verlanden. Um das zu verhindern, wurde der ehemalige Straßendamm durch die 760 m lange Stegbrücke ersetzt und auch der Parkplatz neben dem Damm wurde abgetragen. In Kombination mit einer Stauanlage vor der Mündung des Couesnon soll eine weitere Versandung nun verhindert werden. 

Wann und wo kann man den Tidenhub beim Mont Saint-Michel beobachten? 

Am spektakulärsten ist das Naturerlebnis am Mont Saint-Michel, wenn man die heranziehende Flut beobachtet. Dafür sollte man aber auch entsprechend Zeit einplanen. Im Idealfall sollte man zwei Stunden vor Tide-Höchststand an seinem Beobachtungspunkt sein - ob nun auf dem Klosterberg oder vom Festland aus. Besonders gute und beliebte Aussichtspunkte auf der Insel sind die Terrassen der Abtei oder die Befestigungsmauern des Mont Saint-Michel. Auch von der Stegbrücke aus kann man die herannahende Flut gut beobachten. Darüber hinaus bietet aber auch die Bucht des Mont-Saint-Michel einige tolle Aussichtspunkte. Dazu zählen La Roche Torin, Courtils, Le Grouin du Sud in Vains-Saint-Léonard sowie Le Gué de l’Epine in Val-Saint-Père. 

Besonders schön und dynamisch verläuft die Flut etwa 36 bis 48 Stunden nach Vollmond und Neumond, wenn der sogenannte Gezeitenkoeffizient bei mehr als 90 liegt. Der Koeffizient wird überwiegend in Frankreich verwendet und nutzt Werte zwischen 20 und 120, um die Differenz zwischen Niedrig- und darauffolgendem Höchstwasserstand zu bezeichnen. Rekordwerte sind oft um die Tag- und Nachtgleichen zu verzeichnen. Ab einem Wert von 110 sind Teile der Brücke überspült. Camper, die einen Besuch am Mont Saint-Michel planen, finden hier eine Tabelle der prognostizierten Gezeiten in Saint Malo, die weitgehend mit denen am Mont Saint-Michel übereinstimmen.     

Springtiden am Mont Saint-Michel 2022

Wenn der Gezeitenkoeffizient über 100 beziehungsweise über 110 liegt, handelt es sich um eine Springflut beziehungsweise Springtide, die nur an wenigen Tagen im Jahr vorkommt. Meist wird sie auch von den jeweils vorherrschenden Winden beeinflusst. Für das Jahr 2022 werden Springtiden mit einem Gezeitenkoeffizienten oberhalb 100 zu folgenden Terminen erwartet:

- 13./14. August 2022
- 10./11./12. September 2022
- 10./11. Oktober 2022

Anreise mit Pkw oder Wohnmobil

Seit dem Umbau der Brücke am Mont Saint-Michel befinden sich die großen Parkflächen in etwa 2,5 km Entfernung zum Klosterberg. Mit Pkw oder Wohnmobil erreicht man diese von der A11 Richtung Le Mans – Laval, dann Ausfahrt Fougères Richtung Le Mont-Saint-Michel oder über die A13 Richtung Caen und A84 Richtung Le Mont-Saint-Michel. Für Wohnmobile gibt es den kostenpflichtigen Parkplatz P8, der allerdings nur für Fahrzeuge bis 8 m Länge zur Verfügung steht. Größere Wohnmobile und auch Caravan-Gespanne müssen hingegen auf einen Campingplatz oder Wohnmobilstellplatz ausweichen. Das gilt für alle anderen übrigens auch für die Übernachtung: Wohnmobile dürfen auf dem Parkplatz zwar über Nacht geparkt, aber nicht zu Übernachtungszwecken genutzt werden. Es ist kein Strom- oder Frischwasseranschluss vorhanden. Es gibt aber mehrere Camping- und Stellplätze in der näheren Umgebung - eine Auswahl an Plätzen gibt Freeontour unterhalb dieses Beitrags. Angesichts der Parkgebühren am Mont Saint-Michel übrigens auch keine schlechte Alternative für alle anderen Wohnmobilisten, die ein Fahrrad dabei haben. Manche Campingplätze bieten auch Busverbindungen oder Shuttles an. 

Wer den offiziellen Parkplatz nutzt, hat mehrere Möglichkeiten, zum Mont Saint-Michel zu gelangen. Die meisten Besucher nutzen den kostenpflichtigen Shuttle-Service, der in unmittelbarer Nähe des Parkplatzes neben dem Informationszentrum startet. Die Shuttle-Busse bringen ihre Passagiere bis auf 400 Meter an den Mont Saint-Michel, den restlichen Weg muss man zu Fuß zurücklegen. Hunde sind in den Shuttle-Bussen allerdings nicht erlaubt. Eine weitere Option, die aber auch ein paar Euro mehr kostet, sind die Shuttle-Pferdekutschen. Alternativ kann man auch mit dem Fahrrad bis an die Brücke des Mont Saint-Michel fahren - oder aber den ganzen Weg von vorneherein zu Fuß zurücklegen. Eine tolle Option, um die Atmosphäre und die besondere Lage des Klosterbergs so richtig aufzusaugen, ist bei Ebbe auch eine Wattwanderung. Es wird allerdings dringend empfohlen, dies nicht auf eigene Faust zu unternehmen, sondern sich einem erfahrenen Wattführer anzuschließen. Denn aufgrund des großen Tidenhubs in der Bucht des Mont Saint-Michel, kommt die Flut hier "wie ein Pferd im Galopp". Darüber hinaus gibt es in der Bucht einige Stellen mit tückischem Treibsand, der für Unerfahrene schnell gefährlich werden kann. Hier gibt es eine Übersicht verschiedener Wattführer am Mont Saint-Michel.

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