Romantik an Rhein und Mosel

von Andrea Auf Reisen

Romantik an Rhein und Mosel

... wollen wir jetzt im Frühling erleben. Wir fahren von Nürnberg an die Weinstraße; über den Pfälzerwald erreichen wir bei Perl / Schengen die Mosel. Wir fahren auf der luxemburgischen Seite an der Mosel Richtung Trier. Weiter geht es nach Zeltingen - Rachtig. Mal links, mal rechts geht es an der Mosel bis Koblenz. Dort erreichen wir den Rhein.

Tag 1

Einführung

Ein Monat ist vergangen. In der Zwischenzeit waren wir 2 mal im großen Bus unterwegs. Wir waren an der Blumenriviera und in Slowenien (Reisetagebuch von meiner Arbeit auf der FB-Seite: Andrea auf Reisen mit Reisegruppen). Aber jetzt freuen wir uns noch mal, kurz bevor die Saison beginnt, mit unserem kleinen Bus unterwegs sein zu können. Die Auftragslage macht es möglich. Alllerdings wird es nur eine kleine Tour. Ich nenne sie: “Ab in den Frühling”. Es soll dorthin gehen, wo Deutschland klimatisch bevorzugt wird: an die Mosel.

Der Kühlschrank ist voll. Die Fahrräder sind am Heck verstaut. Wir sind bereit. - Also nix wie los!

Wir müssen noch in die Werkstatt!

Die Route dorthin, ist von unserem Termin in der Werkstatt bei Nürnberg geprägt. Die Duschtüren mussten gemacht werden, sie waren lose. Und unser Abwasserabfluss war auch kaputt.

Nürnberg - Impressionen

Die Wartezeit konnten wir, Dank der kostenlosen Nutzung, des Wohnmobilhändler - Smart nutzen. Niedliches Auto"chen”. Trotz, dass der Smart so winzig ist, haben wir nur schwer in Nürnberg einen Parkplatz gefunden. Wir standen direkt an der Stadtmauer. Es war nicht weit in den Innenstadtbereich.
Das Stadtbild der einst Freien Reichsstadt ist von mittelalterlicher Architektur wie den Festungsmauern und Türmen der Altstadt geprägt. Am Nordrand der Altstadt erhebt sich über den roten Ziegeldächern die Kaiserburg. Auf dem Hauptmarkt im Stadtzentrum befinden sich der teilweise vergoldete, mehrstufige Schöne Brunnen und die gotische Frauenkirche aus dem 14. Jahrhundert.
Aber, da wir ja irgendwie in der Warteschleife waren, hatten wir nicht so sehr die Musse uns alles anzuschauen. Weil auch die Zeit zur Rückkehr da war. Und ein Stück weiter wollten wir ja auch noch fahren.
Da es nach der Mittagszeit war, sind wir nicht an den Nürnberger Bratwürstchen vorbei gekommen. Die Frau vom Würstchenstand hat soviel Senf darauf gemacht, dass das Essen keine Freude mehr war. Mein Tuch sah danach so aus, dass ich es gleich in Nürnberg gelassen habe.

Unser Ziel: Bad Dürkheim

Endlich sind wir weggekommen und auf der A6 gen Westen gefahren. Stau - Stau - Stau. Eine totale Baustellenautobahn...

Wir sind bis nach Bad Dürkheim gefahren. Bad Dürkheim liegt im Herzen der Pfalz, am Rande des Pfälzer Waldes, in einer der schönsten Gegenden der Deutschen Weinstraße. Hier gibt es eine der längsten Gradierbauten Deutschlands, die mächtige Hardenburg und die Klosterruine Limburg. Das Dürkheimer Riesenfass sind neben dem Dürkheimer Wurstmarkt bedeutende Symbole für den Wein in Bad Dürkheim.

Bad Dürkheim ist auch für ein mildes Klima bekannt, was man auch an der Vegetation erkennt.




Wohnmobilstellplatz Bad Dürkheim

Der Wohnmobilstellplatz liegt an einer Hauptverkehrsstraße. Er liegt nicht allzuweit von der Stadt entfernt. Für Stromanschluss braucht man Kleingeld. Standgebühren bezahlt man pro Nacht 8,- Euro am Automat bar (Automat gibt kein Geld heraus) o. mit der Karte. Strom, Frischwasser und Entsorgung ist im Preis enthalten.
Tag 2

Weiterfahrt

durch den Pfälzerwald Richtung Kaiserslautern.

Durch Luxemburg

An der deutsch - luxemburgischen Grenze Perl / Schengen erreichen wir die endlich die Mosel. Wir fahren auf der luxemburgischen Seite Richtung Trier. Wir genießen vor allem die Baumblüte und finden es herrlich.

Zeit zum Tanken wurde es auch! Juchhu - wir haben gerade so bis Luxemburg durchgehalten. Der Tank war leer. Wir wollten austesten, ob die Anzeige funktioniert. - Sie hat funktioniert. Benzin und Diesel (1,086 Euro), aber auch andere Artikel sind echt billig.

Reisemobilpark Treviris

Unser nächster Stellplatz ist bei Trier und hat den historischen Namen Treviris.

Ihren Namen hat die Mosel von den Kelten bekommen, die hier erste Siedlungen errichteten. Sie nannten den Fluss Mosea.

Der wichtigste Keltenstamm waren die Treverer.

Als die Römer unter Cäsar immer weiter vorrückten, besetzten sie auch die Moselregion und das eroberte Gebiet wurde römische Provinz.

Nach anfänglicher Auflehnung und vielen Kämpfen zwischen Römern und Treverern, unterwarf sich der keltische Stamm schließlich den Eroberern.

Die wichtigste Moselmetropole der Römer wurde Trier, von Kaiser Augustus als "Augusta Treverorum" im Jahre 16 vor Christus gegründet. Trier gilt damit als älteste Stadt auf deutschem Boden, was viele steinerne Zeugnisse aus römischer Zeit belegen.

Den keltischen Namen für den Fluss, der ihnen als wichtige Schifffahrtsstraße diente, und dessen Uferzonen ihnen als Weinanbaugebiete wie geschaffen schienen, latinisierten sie in Mosella.

Organisatorisches

zum Reisemobilstellplatz:


Großer, geräumiger Reisemobilstellplatz an der Mosel. Viel Grün. Durch die nahe Brücke ist etwas vom Straßenverkehr zu hören. Er ist gut anfahrbar. Wenn man die Schranke passiert, bekommt man eine Karte, die ist dann am Automat mit Geld aufzuladen, dann kann man die Einrichtungen wie Strom, FW etc. nutzen. Wenn man den Stellplatz verlässt, Karte in den Automat einführen, dann Restgeld bezahlen oder man bekommt was heraus.

Vom Stellplatz muss man ca. 4 km in das Stadtzentrum laufen, auch Spaziergänge entlang der Mosel bieten sich an. Wir haben für eine Nacht ca. 15,- Euro bezahlt, dabei war Strom, Entsorgung, Frischwasser, Dusche, WC.



Tag 3

Moselimpressionen

Die Mosel entspringt in Frankreich, in den Vogesen, schlängelt sich vorbei an Hunsrück und Eifel und mündet schließlich nach 544 Kilometern Länge bei Koblenz in den Rhein. Sie ist der 2. längste Nebenfluss der Mosel
Die Mosel gilt als eine der abwechslungsreichsten und schönsten Flussregionen in Mitteleuropa.
Das deutsche Moseltal wird geprägt vom stark mäandernden Verlauf mit vielen Weinbergen an teils sehr steilen Hängen. Diese Charakteristik trägt zum Beinamen “liebliche Mosel” bei.
Weinberge, malerische Orte und der Fluss als eine wichtige Wasserstraße, auf dem reger Güter- und Personenverkehr herrscht, prägen das Bild der Landschaft.

Unser neuer Stellplatz

Wir erreichen unseren nächsten Stellplatz in Zeltingen-Rachtig. Er befindet sich im OT Zeltingen an der Moselbrücke, direkt im Ort,
an der Uferpromenade mit Sitzmöglichkeiten, Minigolf und Spaziermöglicheiten entlang der Mosel. Hier kann man schön die Mosel beobachten. Man zahlt pro Nacht 10,- Euro und hat unbegrenzt Strom. Entsorgen und Wasser auffüllen geht auch - perfekt. Bezahlung nur mit Geldkarte. Wenn Automat nicht geht, beim Minigolfplatz Barzahlung möglich. Etwas Autoverkehr von der nahen Brücke. Ideal für Fahrradausflüge.

Erholung kann vielfältig sein.

Bei dem schönen Wetter erstmal schnell die Stühle raus und die Fahrräder runter.

Los geht's!

Wir fahren ca. 12 km Moselabwärts. Dann legen wir einen kurzen Stopp in der Cafebar Leon ein. Wir sitzen gemütlich auf einer sonnigen Terrasse mit schönem Blick über die Mosel - und wollen gar nicht mehr weg. Und dann schnurstracks wieder zurück.

Zeltingen

In Zeltingen dreht sich alles um den Wein. Es gibt allein 3 berühmte Weinlagen: Zeltinger Himmelreich, Schloßberg, Sonnenuhr, Deutschherrenberg

Und welches Dorf kann schon von sich behaupten, dass es seine eigene Operette hat? Zeltingen-Rachtig kann dies.

Zwar keine Operette von Weltruf, dafür aber ein Werk mit zündenden Melodien, das von den Zeltingen-Rachtiger Bürgern mit einer gehörigen Portion Mutterwitz, Humor und auch Selbstironie aufgeführt wird. Alles Laienspieler übrigens, die tagsüber ihren Berufen nachgehen - die meisten arbeiten im Weinbau. Der Wein spielt auch in der Operette die Hauptrolle. Man schreibt das Jahr 1780, und die Winzersleute im churcölnischen Oberamte Zeltingen-Rachtig begehren auf gegen ihren Landesherren, den Kurfürsten zu Cöln. Sie wollen den Zehnten nicht mehr zahlen, der alljährlich in Form von Wein aus den hervorragenden Zeltinger Weinlagen „Zeltinger Himmelreich, Schloßberg Sonnenuhr und Deutschherrenberg" zu erbringen ist.

Das ist die "gute Stube"

der Gemeinde. Hier stand bis Anfang der 70er Jahre das Rathaus. Nachdem es unbewohnbar war, wurde das Haus abgerissen und dieser Platz geschaffen. Ein Platz für viele Veranstaltungen in der Gemeinde und ganz wichtig: es ist die malerische Kulisse für die Moseloperette „Zeltinger Himmelreich”. Das linke Haus dürfte wohl das älteste Haus in Zeltingen sein, wie es die Jahreszahl im Giebel ausweist: 1527

Weitere Fotomotive

in Zeltingen:

Die Moselfront

mit ihren schönen Bäumen und Anlagen ist geprägt von herrschaftlichen Bauten aus dem 18., 19. und 20. Jahrhundert.
Tag 4

Fahrrad fahren

entlang der Mosel ist äußerst populär.
Der Mosel Radweg wurde zu einem tiptop zu befahrenen Strecke ausgebaut.

Viele Ortschaften warten mit uralter keltischer römischer und churfürstlicher Geschichte und Relikte längst vergangener Zeiten auf. Und immer wieder ziehen die Weinberge vorbei. In den "Straußenwirtschaften" kann man den guten Tropfen der bekannten Weinlagen probieren oder sich mit Traubensaft den Durst stillen.

Bei Perl übertritt der Strom die deutsche Grenze und von hier aus kann der Mosel Radweg auf 239 überwiegend asphaltierten und ebenen Kilometern bewältigt werden. Dabei führen die Radtouren an der Mosel rechts und links des Ufers entlang, teilweise sind sogar beide Seiten zugleich befahrbar.

Die Radwanderroute ist ein typischer Flussradweg ohne nennenswerte Steigungen. Der deutsche Teil wird über asphaltierte Radwege, entweder auf eigener Trasse oder straßenbegleitend geführt und ist deshalb auch für Familien geeignet.

Interessierte könnten auf dem Mosel Radweg in 10 Tagen von der Quelle in den französischen Vogesen bis zur Mündung nach Koblenz fahren.

Unser Ziel

mit dem Fahrrad am Sonntag war das ca. 7 km entfernte Bernkastel-Kues. Die Stadt ist eines der beliebtesten Urlaubsziele an der Mosel und kann sich stolz „Zentrum der Mittelmosel“ nennen
Hier erlebt man die unvergleichliche Mosel-Atmosphäre einer malerischen Altstadt voller Geschichte und Kultur.
Bernkastel-Kues ist eines der ältesten Gebiete des deutschen Weinbaues und berühmt für seine Weinbergslagen.

In der Stadt Bernkastel-Kues sollte man etwas verweilen und die Fachwerkhäuschen um den Marktplatz herum auf sich wirken lassen.

Hauptattraktion

der Stadt ist der bekannte Marktplatz, der mit seinen Fachwerkfronten den Inbegriff altdeutscher Stadtarchitektur bildet.

Das Spitzhaus

Nahe bei den behäbig breiten Bürgerhäusern am Markt steht das ulkige Spitzhaus, das auf winziger Fläche aufgebaut, schräg auskragend nach oben wächst.

Ein Rathaus gibt es auch...

Gleich daneben das mächtige Renaissance-Rathaus von 1608.

Romantik pur

Auch die engen, gepflasterten Seitengassen bieten schöne Fachwerkhäuser und romantische Winkel.

Das Graacher Tor

ist das einzige erhaltene Stadttor. Direkt über dem Tor und der alten Stadtbefestigung beginnen die Weinberge der Spitzenlage »Doctor«, die auch heute noch Bernkastel umrahmen.

Am Bärenbrunnen

kommen wir auch vorbei. Der Bärenbrunnen in Bernkastel Kues hat eine lange Geschichte. Bei einem Altstadtbummel ist der markante Brunnen mit den fast lebensgroßen Bären kaum zu übersehen. Verspielt und putzig wirken die beiden Bären auf dem Brunnen in der Graacher Straße. Sie tummeln sich auf einem massigen Trog aus Basalt-Lava.

Der Sage nach hat Bernkastel seinen Namen von einem Bären und trägt deshalb den Meister Petz im Stadtwappen.

Zudem gab es schon seit 1584 nahe dem heutigen Standort einen Brunnen, dessen Pumpe ein Bär zierte.

Das Moselufer,

Gestade genannt, wird beherrscht vom mächtigen Turm der Pfarrkirche St. Michael, der ursprünglich als hoher Wachtturm der Stadtbefestigung erbaut und erst später mit der Kirche verbunden wurde. Eindrucksvoll stehen auch eine Reihe von mächtigen Gründerzeitbauten aus dem vorigen Jahrhundert an der Moselfront und bezeugen den Reichtum der damals durch den Weinhandel aufblühenden Stadt.

Jetzt schnell zurück!

Jetzt wird es aber dunkel. - Schnell nach Hause.

Also - ich meine zurück zum Wohnmobil!

Ganz im Trocknen ging es nicht ab.

Nach dem schönen, sonnigen und warmen Frühlingstag, dem 31. März gab es noch einen kräftigen Gewitterguss.

Weiter geht es

entlang der Mosel - mal links, mal rechts...
Tag 5

So passieren wir auch Traben-Trabach

und das Wahrzeichen, das Brückentor von Traben - Trabach.

Traben-Trarbach ist das Juwel an der Mittelmosel. Einst wurden hier in Traben-Trarbach eifrig Weine gehandelt und die Stadt kam um die Jahrhundertwende zu Reichtum. Davon zeugen heute noch die großen Weinkeller und die großen und prachtvollen Jugendstilvillen.

Was hat die Katze an der Mosel zu suchen?

Sie ist das Wahrzeichen von Zell (Mosel). Die "Schwarze Katz" ist eine der bekanntesten Weinlagen an der Mosel.

Es wird erzählt, dass im Jahr 1863 Weinhändler in Zell sich nach einer ausgedehnten Weinprobe nicht zwischen drei Fässern entscheiden konnten. Als eine schwarze Katze in den Weinkeller kam, auf eines der Fässer sprang und dieses fauchend „verteidigte“, entschied man sich für dieses. Der Absatz dieses Weines war ein solcher Erfolg, dass sie später alle Weine der entsprechenden Weinbergslage aufkauften. Die Lage erhielt danach ihren Namen Schwarze Katz.

Im Jahr 1936 wurde in der Zeller Altstadt mit einem Brunnen ein Denkmal zu Ehren der Lage und der schwarzen Katze gesetzt.

Seit August 2012 steht das Zeller Wahrzeichen auch im neu gestalteten Verkehrskreisel am Ortseingang von Zell.

Eine schwarze Katze

haben wir zwar nicht gesehen. Aber das ist auch ein recht ansehnlicher Vertreter seiner Art.

Am Parkplatz

Wir halten natürlich in Zell.

Die Innenstadt

Zwei Brände im 19. Jahrhundert vernichteten einen großen Teil der alten Bausubstanz. Zell wurde danach mit verbreiterten Straßen wieder aufgebaut und wirkt deshalb »städtischer« als die meisten Moselstädte.

Erhalten blieb damals unter anderem das »Haus Caspary« in der Balduinstraße, ein interessanter gotischer Bau, der 1515 für den kurtrierischen Amtmann Johann von Senheim errichtet wurde.

Auch die Pfarrkirche St. Peter und Paul von 1786 überstand die Feuersbrünste.

Eine herrliche Promenade

lädt zum Verweilen in der über 2000 Jahre alten Stadt ein.

Von der mittelalterlichen Stadtbefestigung

sind vor allem zwei Türme erhalten. Der »viereckige Turm« im Zeller Bachtal und der »runde Turm«, am Friedhof über der Stadt, der sich als Vordergrund für Panorama-Aufnahmen von Zell anbietet und auf fast keiner Ansichtskarte fehlt.

Hoch über dem Städtchen!

Wir sind einen schönen Spazierweg gegangen. Es ging an einem Wasserfall zwischen den Häusern entlang und wir hatten herrliche Aussichten.

Dann ging es wieder

weiter an der Mosel lang. Mal links, mal rechts.

Besuch beim "Dornröschen" der Mosel

Den nächsten Stopp haben wir in Beilstein, dem "Dornröschen" an der Mosel, eingelegt.

Es ist unbestritten einer der schönsten Orte an der Mosel.

Sehenswert in diesem romantischen Moselort ist der pittoreske Markt mit dem ehemaligen Zehnthaus und der ehemaligen Pfarrkirche St. Christopherus, die Klostertreppe, die zu dem Karmeliterkloster mit der Schwarzen Madonna, dem Prunkstück der barocken Klosterkirche, führt, der Rittersaal und die vielen anheimelnden Fachwerkhäuser, Gassen und Winkel.

Romantische Ecken

wohin man schaut.

Die Kirche

In die Kirche haben wir auch geschaut.

Und wieder...

... wss für eine Aussicht.

Wir fahren noch durch Cochem,

sehen schon von Weitem die Reichsburg und passieren die Promenade.

Die Reichsburg ist das Wahrzeichen der Stadt und ist schon von weitem markant sichtbar. Dieses Wunderwerk der Baukunst beherrscht die Stadtkulisse allgegenwärtig. Direkt dahinter ragt der Turm der Martinskirche aus der historischen, mit Fachwerken reich bestückten Stadt heraus. Es ist das zweite Wahrzeichen dieser alten, schönen Stadt Cochem.

Cochem - die bekannteste Stadt an der Mittelmosel hat eine attraktive Moselpromenade und eine romantische Altstadt.

Wir übernachten heute

auf dem KNAUS Campingpark in Burgen / Mosel.


Es ist ein relativ gemütlicher, überschaubarer Platz an der Mosel.
Die Fahrzeuge stehen auf einer Rasenfläche. Das Kassenhaus steht gut sichtbar im Eingangsbereich. Der Platzwart kassiert und hat uns noch einige Infos gegeben. Ein Bistro befindet sich auf dem Gelände. Brötchenservice ist möglich. Für eine Nacht haben wir 12,50 Euro bezahlt. Die sanitären Einrichtungen kosten zusätzlich. Dann entschließt man sich lieber die Einrichtung im Wohnmobil zu nutzen. Denn entsorgen und Frischwasserzulauf ist ohne Probleme möglich.
Auch den Stromanschluss muss man mit 1 Euro Stücken füttern.
Tag 6

Wir wollen noch einmal Fahrrad fahren!

Weil der Wetterbericht hat für die nächsten Tage schlechtes Wetter angesagt, aber heute sieht es noch ganz passabel aus. Also nach Cochem ist es (für mich) etwas zu weit. Deswegen machen wir uns auf den Weg nach Alken. Bis dahin sind es etwas über 8 km.

Alken

ist ein romantisch gelegenener Ferienort an der Mosel. Viele Weinhöfe im Fachwerkstil zeugen von Winzerfleiß und Bürgertüchtigkeit im alten Alken.

Eindrucksvoll

liegt die romanische St. Michaelskirche nicht im, sondern über dem Dorf.

Noch eindrucksvoller

thront eine Burg über dem Ort.

Alken wird von einer mächtigen Burg beherrscht. Die Burg Thurant steht mit ihren zwei großen Bergfrieden immer noch imposant über dem Dorf am Flussufer.

Dabei ist Alken sicher älter als die mittelalterliche Burg, die vom Pfalzgrafen Heinrich, dem Bruder König Ottos VI., 1197 erbaut wurde. Er war gerade von einem Kreuzzug nach Europa zurückgekehrt und benannte den Bau nach einer Festung »Thuron« in Syrien, die er selber vergeblich zu erstürmen versucht hatte. Die Moselburg wiederum wurde 1246-1248 durch die Truppen der Kurfürsten von Köln und Trier belagert. Vom gegenüberliegenden Bleidenberg wurde sie mit Wurfgeschossen belegt und musste schließlich kapitulieren. Die Erzbischöfe teilten die Burg unter sich auf und errichteten zwei Bergfriede und eine Trennmauer.

Wir gehen hinauf!

Von der Kirche aus gibt es einen kleinen, steilen Pfad. Oh - was sehe ich? Das ist aber ein schöner Wanderstock. Rückwärts lege ich ihn wieder hin (für weitere Bedürftige so wie ich). Ca. 30 min brauchen wir. Es gibt auf dem Weg schöne Aussichtspunkte.

Oben angekommen

muss man 4 Euro Eintritt in die Burg bezahlen. Na klar bezahlen wir den Eintritt... Und es hat sich gelohnt. Eine Beschreibung für die individuelle Besichtigung bekommt man auch.

Die Innenhöfe sind wahre Schmuckstücke

Die Burg hat schöne, gepflegte Innenhöfe, lauschige Ecken und bietet unzählige Fotomotive.

Was waren das damals für Waffen!

Oh - hier wird noch scharf geschossen.

Was gibt es denn noch so?

Es gibt noch Foltergeräte, einen Weinkeller und einen Pferdestall.

Und...

Das Jagdhaus mit Gehörne, Jagdtrophäen, antike Waffen und Rüstungen und der Wappenraum ist auch interessant. Eine alte Kapelle ist auch noch zu sehen.

Weiterfahrt zum Rhein

Wohnmobilstellplatz Braubach


Wir sind weiter an den Rhein gefahren und übernachten auf der Ostseite des Rheins.
Der größte Hit ist die Nähe zum Rhein. Wir schauen genau auf den Rhein. Vom Stellplatz kann man wunderbar Schiffchen schauen. Es ist ein wahrer Logenplatz. Viele Schiffe passieren den Rhein. Beeindruckend wie schnell die Schiffe Richtung Norden unterwegs sind. Über uns wacht die Marksburg. Auch die Altstadt ist nicht weit. Der Wermutstropfen: die stark befahrene Eisenbahnstrecke. Aber das haben wir für die Aussicht bewusst in Kauf genommen. Der Platz schaut sauber aus und ist asphaltiert. Am Eingang steht ein Häuschen, da bezahlt man am Automat 12 Euro die Nacht.
Auf dem Ticket steht dann der Pin für die kostenlose WC Benutzung. Duschen kostet nochmals Gebühr. Frischwasser ist für Übernachtungsgäste frei. Sonst 1,- Euro in den Vertrauensbriefkasten. Entsorgung auch möglich.

Die Marksburg wacht über Braubach.

Bekannt ist Braubach vor allem wegen ihres Wahrzeichens, der berühmten Marksburg. Auf einem Schieferfelsen in 150m Höhe throhnt sie über den verwinkelten Altstadtgassen und bewacht Braubach.

Nie wurde sie umkämpft oder belagert und wurde so zur einzigen Höhenburg am Rhein, die niemals durch Feinde zerstört wurde. Sie ist somit die am besten erhaltene Burg am Mittelrhein und dazu eine der meistbesuchten.

Ich war auch in der Innenstadt:

Hier findet man viele enge Gassen mit malerischen, alten Fachwerkhäusern mit interessanten Hausinschriften aus dem 16. bis 18. Jahrhundert.
Eine Stadt mit langer Geschichte, mittelalterlichem Charakter und idyllischem Flair.

Leider waren viele Baustellen in der Stadt. Und ich hatte den Eindruck, dass die Stadt schon bessere Zeiten hatte.

Reizvoll

Abendstimmung am Rhein.

Gute Nacht!

Schön beleuchtet ist die Marksburg und das Rheinufer von Spay.
Tag 7

Wir besuchen das Deutsche Eck

in Koblenz.
Hier mündet die Mosel in den Rhein.

Die Nacht hat es geregnet. Heute früh sieht es sehr trüb aus. Aber es ist trocken.

und es ist sehr geschichtsträchtig

für uns Deutsche.

1897 wurde hier ein monumentales
Reiterstandbild des ersten ersten deutschen Kaiser Wilhelm I. errichtet, das als Denkmal für die Deutschen Reichsgründung 1871 konzipiert war. Das Denkmal stand in der Tradition vieler zwischen 1888 und 1918 im deutschsprachigen Raum errichteter Denkmäler.
Das Denkmal ist 37 Meter hoch, wobei 14 Meter auf das Reiterstandbild entfallen, bei einem Gewicht der Bronzestatue von 63,5 Tonnen.

Es beruht auf den Plänen des Architekten Bruno Schmitz. Er ist auch durch m das Kaiser - Wilhelm - Denkmal an der Porta Westfalica, das Kyffhäuser - Denkmal und das Völkerschlachtdenkmal in Leipzig.

Der Sockel des im 2. Weltkrieg schwer beschädigten Standbildes diente von 1953 bis 1990 als Mahnmal der Deutschen Einheit.

Das Standbild wurde am 2. September 1993 vom größten fahrbaren Gittermastkran Europas auf den Sockel gehoben.

Man kann Treppen im Denkmal hinaufsteigen und hat einen schönen Blick auf den Zusammenfluss Rhein - Mosel.

An der Rheinpromenade

Gegenüber ist die bekannte Festung Ehrenbreitstein.

Im 17. Jahrhundert machten die Trierer Kurfürsten Ehrenbreitstein zu ihrer Residenz.

Seit der Bundesgartenschau 2011 verbindet eine Kabinenseilbahn die Rheinpromenade mit der Festung.

Frühlingsgefühle

trotz trübem Wetter in Koblenz. Dank liebevoll gepflegter Anlagen.

Interessante Darbietung der Geschichte

findet man an dem Brunnen mit der Historiensäule.

Niedlich:

Der "Entenbrunnen" von einer Koblenzer Bildhauerin.

Der Koblenzer Schängel

wird hier geehrt.

Der Schängel ist eine Bezeichnung für die in Koblenz geborenen Jungs.

Der Begriff Schängel stammt aus der Zeit, als Koblenz 20 Jahre lang, von 1794 bis 1814 zur französischen Republik gehörte. Schängel waren ursprünglich die von Franzosen abstammenden Kinder deutscher Mütter. Der gängigste Name war damals Hans oder Johann, was dem französischen Jean entspricht. Die Koblenzer hatten aber Schwierigkeiten, Jean französisch auszusprechen, und in der Mundart der Koblenzer wurde daraus Schang. Mit der Zeit entwickelte sich hieraus Schängel, Hänschen. Anfangs galt dies eher als Schimpfwort. Heute jedoch darf jeder in Koblenz Geborene sich stolz ein Schängel nennen.

Die Altstadt

Luftangriffe im 2. Weltkrieg zurstörten Koblenz zu fast 90 % zerstört. 1944 legten britische Bomber das Stadtzentrum in Schutt und Asche. - Das macht sich natürlich im Stadtbild erkennbar.

Wenn man die Koblenzer Altstadt gefunden hat, gibt sie ein stimmungsvilles Bild mit ihren romantisch verwinkelten Gassen, malerischen Hinterhöfen und kleinen gemütlichen Plätzen, auf denen zahlreiche Cafés zum Verweilen einladen.

Weiterfahrt am Rhein

und wir sehen noch einmal die Marksburg.

In Boppard

machen wir noch Halt.
Wir parken recht zentral am Bahnhof.

Es gibt eine Burg, Stadtmauern, eine belebte Fußgängerzone und die St. Severuskirche, die mit ihren 2 Türmen das Stadtbild prägt.

Unvorstellbar!

An dem Tor sieht man Hochwassermarken. Unvollstellbar. Das breite Tal so hoch voll Wasser.

Schöne Rheinpromenade

Boppard liegt an der größten Schleife des Rheins.
Die am Ufer des Rheins entlangführende Rheinallee ist eine beliebte Promenierstrecke. An der Flaniermeile gibt es prunkvolle Gründerzeitvillen, Hotels und Gaststätten, von denen man den Blick auf das Rheinpanorama genießen kann.

Mittelrhein - Impressionen

Der Rhein ist ein fast 1.233 km langer Strom und eine der verkehrsreichsten Wasserstraßen der Welt. Das Quellgebiet (Hinterrhein und Vorderrhein) des Rheins liegt in der Schweiz, seine Mündungsarme erreichen in den Niederlanden die Nordsee, deren wasserreichster Zufluss er ist.

Wir durchfahren einen Teil vom
"Mittelrhein", der 130 Kilometer lange Flussabschnitt des Rheins zwischen Bingen und Bonn, einer der eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Deutschlands.
Das Flusstal, in dem rund 450.000 Menschen leben, wird begrenzt von Hunsrück und Eifel im Westen, von Taunus, Westerwald und Siebengebirge im Osten.

Charakteristisch für seine vom Menschen gestaltete Landschaft sind vor allem die Weinberge aber auch zahlreiche Höhenburgen, Denkmäler und die verwinkelten, alten Städte und Dörfer auf dem schmalen Ufersaum.

Kultureller Reichtum und natürliche Schönheit haben das Mittelrheintal seit dem 19. Jahrhundert zum Touristenziel und zum Inbegriff der Rheinromantik gemacht.

Die Fremdenverkehrsbranche vermarktet den südlichen Teil des Mittelrheins von Bingen und Rüdesheim bis Koblenz als „Tal der Loreley“. Als Kulturlandschaft Oberes Mittelrheintal wurde dieser Flussabschnitt 2002 zum UNESCO-Welterbe erklärt.

Am "Loreley - Blick"

übernachten wir.

Der "Loreley Blick" - schweine teuer (23,50 Euro) - aber sau stark!!! Schade, dass es regnet...

Der Stellplatz ist recht weitläufig angelegt. Er befindet zwischen Oberwesel und St. Goar (auch ideal gelegen, um die Nachbarorte per Fahrrad zu erkunden). Durch die Lage an Straße und Eisenbahnlinie reger Verkehr. Aber, wo hat man das am Rhein nicht...
Der Stellplatz punktet durch die Lage gegenüber vom Loreley - Felsen. Der Schiffverkehr auf dem Rhein ist sehr beeindruckend. Gerade hier an der Engstelle.
Im Haus ist die Rezeption und auch ein kleiner Kiosk untergebracht. Im Preis sind 10 % Rabatt enthalten, die man bei einer nahen Gaststätte bei Verzehr einlösen kann. Im Preis ist der Strom enthalten, die Entsorgung, Frischwasser und die sanitären Einrichtungen (sehr sauber), die über die Länge des Platzes zu finden sind.


Bei der Loreley selbst ist der Rhein 160 Meter breit und war bis zu 25 Meter tief. Dies sind die engsten und tiefsten Stellen des Rheins auf seinem schiffbaren Abschnitt. Der Rhein windet sich in engen Kurven durch das Felsmassiv. Wegen dieser sehr engen Kurven und starken Strömungen wird hier die Rheinschifffahrt durch Lichtsignale geregelt. Einige Felsen an der Loreley wurden in den 1930er Jahren gesprengt, sodass die Loreleypassage viel von ihrer früheren Gefährlichkeit verloren hat.


Heinrich Heine:

Ich weiß nicht, was soll es bedeuten,
dass ich so traurig bin;
ein Märchen aus alten Zeiten,
das kommt mir nicht aus dem Sinn.

Die Luft ist kühl und es dunkelt,
und ruhig fließt der Rhein;
der Gipfel des Berges funkelt
im Abendsonnenschein.

Die schönste Jungfrau sitzet
dort oben wunderbar;
ihr goldnes Geschmeide blitzet,
sie kämmt ihr goldenes Haar.

Sie kämmt es mit goldenem Kamme
und singt ein Lied dabei;
das hat eine wundersame,
gewaltige Melodei.

Den Schiffer im kleinen Schiffe
ergreift es mit wildem Weh;
er schaut nicht die Felsenriffe,
er schaut nur hinauf in die Höh.

Ich glaube, die Wellen verschlingen
am Ende Schiffer und Kahn;
und das hat mit ihrem Singen
die Lore-Ley getan.
Tag 8

Heimfahrt

Die Nacht und auch heute regnet es besonders schlimm. So, dass wir uns entschließen, ohne noch einmal in Rüdesheim einen Stopp einzulegen, gleich nach Hause zu fahren. Wollten wir sowieso. Denn am Wochenende müssen wir wieder arbeiten.


Das Wohnmobil wird sicher abgestellt und sauber gemacht. Der Kühlschrank wird leer gemacht. Jetzt heißt es für längere Zeit "Ade".