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Routen
Toskana-Rundreise
2020 Kilometer 13 Tage 37 Wegpunkte
gnehmalf
Alfred & Susanne

Toskana-Rundreise

Die Reise fand bereits im Jahr 2014 vom 1. bis 15. Mai statt. Die jetzigen Nachprüfungen im Internet zeigen, dass der Bericht und speziell die Situation der Plätze noch aktuell ist.

Von Zürich, Schweiz nach Zürich, Schweiz
Zürich, Schweiz
Tag 1
Provincia di Massa Carrara, Camping Giardino
Via delle Pinete, 382, 54100 Marina di Massa MS, Italien

Wetter: Schweiz bedeckt, Tessin und Poebene sonnig und schön, über dem Apennin Regen, Carrara schön.

Wir fahren um 09:20 Uhr in Zürich ab und machen nach Airolo einen kurzen Halt mit Fahrerwechsel. Dort kaufen wir auch noch Sandwiches als rasche Verpflegung für unterwegs.

Den Mittagshalt machen wir um 12:15 Uhr auf der Nordrampe des Ceneri und weitere Fahrerwechsel nach Mailand und vor La Spezia.

In Marina die Carrara suchen wir einen Campingplatz an der Küste. Gemäss Karte sollten solche vorhanden sein. Diejenigen, die wir finden, befinden sich jedoch immer landwärts der Hauptstrasse. Auf dem Camping Giardino finden wir Unterkunft, stellen das Fahrzeug ab und gehen entlang des Strandes, wo wir das Nachtessen in einem kleinen Lokal als einzige Gäste einnehmen. Es ist das einzige, das bereits um 18:00 Uhr geöffnet hat. Wir müssen uns zuerst daran gewöhnen, erst um 19:00 Uhr zu essen.


Tag 2
Carrara, Fantiscritti
Via Miseglia Fantiscritti, 54033 Carrara MS, Italien

Wir stehen um 07:00 Uhr auf, fahren gegen 09:00 Uhr ab und steuern per Navi den Steinbrüchen von Carrara zu. Das Navi führt uns in einen Tunnel, der offensichtlich aber nur für die Marmor-Lastwagen gedacht ist. Wir erreichen unser Ziel trotzdem und schauen uns kurz um. Es ist beeindruckend, wie alles unter dem Thema Marmor steht. Mehrere "Fässer" aus Marmor beindrucken uns, aber auch Skulpturen, so eine schwangere Frau. Nach einem kurzen Rundblick buchen wir auf 11:00 Uhr eine Besichtigungsfahrt per Jeep und verbringen die Zeit bis dann im Wohnmobil mit lesen.

Mit Verspätung geht die Fahrt los. Der Fahrer würdigt uns Gäste keines Blickes. Kein Buon Giorno, kein Nicken, einfach so. Im Zick Zack geht es hoch und immer höher. Zwischendurch wird ausgestiegen und die Führerin versucht mit Substantiven das zu sehende auf Englisch zu erklären. Auf englische Fragen antwortet sie französisch und umgekehrt. Sehr unbefriedigend. Dafür ist die Aussicht und die Sicht auf die Marmorbrüche imposant. Bis fast zur 1000 Meter-Schwelle fahren wir hoch. Dort werden ganze Berge abgetragen und ein ausgeklügeltes System sorgt dafür, dass die Baumaschinen und Lastwagen immer wieder zurückfahren können.

Auf der Talfahrt beginnt es stark zu regnen. Wir entern unser Wohnmobil und fahren talwärts bis Carrara, wo wir nach einer Runde um das Einkaufszentrum dann auch einen Parkplatz finden. Jetzt geht es zum Essen ins Restaurant „Roma“, wo wir Lasagne al Forno bestellen und uns daran erwärmen.


Viareggio, Italien
Piazza Massimo D'Azeglio, 1112, 55049 Viareggio LU, Italien

Die Fahrt führt nun über die Hauptstrasse südwärts bis nach Viareggio. Es regnet noch imer und der Strand bietet einen traurigen Anblick. Wir spazieren noch auf ein Pier hinaus, wo sich Wellenreiter im kalten Wasser vergnügen.

Von Viareggio fahren wir nach Lucca und gelangen ungewollt auf die Autobahn. Wir sind dafür umso rascher in Lucca. Dort führt uns das Navi zu einem Wohnmobil-Stellplatz, wo wir das Ende des Regens abwarten.

Lucca, Area Attrezzata Camper Il Serchio
Via del Tiro a Segno, 55100, Lucca, Italien

Gegen 19:00 Uhr  hört der Regen auf und wir spazieren gegen die Stadt zu. Leider haben wir die Karte im Wohnmobil vergessen und so finden wir kein Restaurant und gehen in die verkehrte Richtung bis wir uns zur Umkehr entscheiden. Wir wollen das Restaurant vis à vis des Stellplatzes aufsuchen. Die machen aber erst um 20:00 Uhr auf. So begeben wir uns zurück zum WoMo. Wir bereiten Tortellini à la Panna mit Salat und zum Dessert einen  exotischen Fruchtsalat zu und speisen somit wie im Restaurant.

Tag 3
Lucca, Italien
55100 Lucca, Italien

Nach einer ruhigen Nacht starten wir ausgeruht in einen wolkenverhangenen und regnerischen Tag. Wir brechen bereits vor 09:00 Uhr zu Fuss ins Zentrum von Lucca auf. Die Besichtigung beginnen wir am Uhrturm, durchstreifen dann die Stadt, trinken an der Piazza Anfiteatro einen Kaffee/Tee, begehen die Stadtmauer, kehren dann zurück zum Dom und landen schlussendlich in der Kirche San Giovanni mit den Ausgrabungen, die auf die Zeit vor Christus Geburt zurückgehen.

Natürlich sind in Italien die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten nicht synchronisiert, so dass am einen Ort bereits um 09:30 Uhr geöffnet ist, an anderen Orten um 10:00 Uhr und der Dom erst ab 11:30 Uhr. Dies ermöglicht uns auch, verschlossene Türen vorzufinden und später erneut zurückzukommen.

An der Piazza del Giglio essen wir die heissersehnte Pizza vom Holzofen und kehren dann mit dem Schirm in der Hand zum Wohnmobil zurück.

Wir warten ab, bis der Regen etwas nachgelassen hat und fahren dann zur Dumping-Station, wo wir das Fahrzeug wieder in Bereitschaft bringen.

Pisa, Camping Village Torre Pendente
Viale delle Cascine 86, 56122, Pisa, Italy

Danach geht es weiter nach Pisa. Eigentlich wollen wir den Platz auf dem Camping einrichten und dann einen gemütlichen Abend verbringen. Denn das Wetter hat sich massgeblich verbessert. Aber der Hinweis: „In 10 Minuten sind sie bereits dort!“ zwingt uns, nur die notwendigsten Einrichtungen zu tätigen und dann die Stadt in Angriff zu nehmen. Wir wandern also hin und sind wirklich in kurzer Zeit vor den grossen Sehenswürdigkeiten. Das Paptisterium, der Dom und der schiefe Turm. Alles glänzt uns entgegen, umsäumt von hunderten oder tausenden von Touristen. Was die hier alles suchen?

Wir umwandern erst einmal alle Sehenswürdigkeiten und gehen dann die Billette kaufen. Wir entschliessen uns für den Dom, das Paptisterium und Camposanto für 14 € (2 Personen). Den schiefen Turm lassen wir aus, da wir diesen erst nach 18:00 Uhr hätten besteigen können und freuen uns ab den 34 €, die wir gespart haben. Wir sind in allen Sehenswürdigkeiten nicht ganz alleine aber eigentlich befinden sich nicht viele Personen drinnen. Die meisten beschauen sich die Anlagen nur von aussen.

Nun starten wir noch die Besichtigung weiterer Sehenswürdigkeiten und begeben uns in die Stadt. Zuerst trinken wir jedoch einen Apéro in einem Strassenrestaurant. Die Piazza die Cavalieri, den Arno, die Piazzo Garibaldi passieren wir mit offenen Augen und wenden uns dann wieder dem Campingplatz zu, wo wir das Nachtessen bereiten. Danach verdauen wir unsere Eindrücke.

So schnell geht Pisa!?!?

Tag 4
Volterra, Parcheggio P3 Fonto di Docciola
Viale dei Filosofi, 56048, Volterra, Italy

Wir fahren um 10:00 in Pisa ab. Die Fahrt führt ostwärts und durch liebliche Landschaften nach Volterra., wo wir bereits um 11:30 Uhr eintreffen und uns direkt auf den Wohnmobil-Stellplatz begeben.

Volterra ist eine seit mehr als 2000 Jahren bewohnte Stadt. Sie wurde bereits von den Etruskern rund 300 Jahre vor Christus gegründet, von den Römern weiter bewohnt und ausgebaut und ebenfalls in den folgenden Jahrhunderten über das Mittelalter bis heute durchgehend bewohnt.

Wir durchstreifen die alte Stadt mit ihren Alabaster-Werkstätten und finden am Hauptplatz ein gutes Restaurant, wo wir für rund 16 € pro Person essen inklusive Vorspeise, Hauptgang, Dessert, Mineralwasser und ¼ Liter Wein pro Person!

Gut gefüllt wandern wir weiter und besuchen weitere Sehenswürdigkeiten, bis wir leicht erschöpft eine Pause im Wohnmobil brauchen. Schön an der Sonne (oder im Schatten, wenn  es zu warm wird) erholen wir uns und essen dann etwas leichtes. Danach machen wir nochmals einen Spaziergang um und durchs Dorf und genehmigen uns noch ein Bier in einem sehr ineffizienten Lokal.

In der Nacht werden wir von einem irren WoMo Besitzer wachgehalten, weil seine Batterie anscheinend entladen war und er seinen Fussballmatch oder die Fernsehsendung noch schauen will, lässt er den Motor immer wieder laufen. Armer Tropf.

Tag 5
Colle di Val d'Elsa, Parcheggio Bacio
Via Ferdinando Vinini, 53034, Colle di Val d’Elsa, Italien

Wir fahren um 09:00 Uhr von Volterra weg und erreichen nach kurvenreicher Fahrt Colle die Val d’Elsa, ein Städtchen auf einem Sporn. Nach einem stündigen Rundgang und Liftfahrt in die Unterstadt fahren wir weiter nach dem weltberühmten San Gimignano.

San Gimignano, Italien
Parcheggio Bus, 53037 San Gimignano SI, Italien

43.45515, 11.03624, Stellplatz

Berühmt ist San Gimignano wegen der Geschlechtertürme. Wer etwas galt, baute einen Turm. Wer mehr galt, baute einen höheren Turm, usw. Heute sind es die PS-starken Limousinen oder Sportwagen oder die teuren Uhren.

Aber um mit dem Wohnmobil hierhin zu gelangen, braucht es Nerven oder Muskeln. Wir suchen zuerst eine normalen Parkplatz. Aber auf allen Parkplätzen sind Wohnmobile verboten. Also fahren wir zu einem Wohnmobilparkplatz. Nur befindet sich dieser 2 Km ausserhalb der Stadt. Es fährt zwar jede Stunde ein Bus in die Stadt, das ist uns aber etwas zu unflexibel. Wir laden also die Velos ab und radeln in wenigen Minuten zur Stadtmauer. Dabei entdecken wir gleich noch den Coop, den wir auf dem Rückweg beehren wollen.

Auch hier durchwandern wir durch die Altstadt und erklimmen gegen eine Gebühr von € 5.- den Wohnturm „Torre Salvucci Maggiore“, geniessen die Aussicht und steigen die 160 Treppenstufen wieder hinunter. Der Turm ist mit einer Wohnung eingerichtet. Pro Etage ein Raum. Ob aber die wohlhabende Familie Salvucci wirklich so unbequem gewohnt hat, scheint uns eher fragwürdig. Nach gut zwei Stunden verlassen wir San Gimigniano und die Touristenmasse wieder.

Bolgheri, Livorno, Italien
57022 Bolgheri, Livorno, Italien

Wir fahren wir weiter nach Bolgheri, wo wir in der befestigten Ortschaft ein Glacé verspeisen und weiter zum Strand nach Marina di Bibbona fahren.


Marina di Bibbona, Camping Casa di Caccia
Via del Mare, 40, 57020 Marina di Bibbona LI, Italien

Ein fast leerer Campingplatz „Campeggio Casa di Caccia“ und ein leerer Strand empfangen uns. Nach einer Strandwanderung geniessen wir heimisches Risotto (nur die Zwiebeln stammen aus Italien) bei einem Glas Chianti.

Ein wunderschöner Campingplatz mit schön abgetrennten Parzellen und einem schönen Strand.

https://www.campingcasadicacci...

Tag 6
Über
Route via Costia ai Mandorli, Castagneto Carducci
Via Costia ai Mandorli, 102, 57022 Castagneto Carducci LI, Italien
Suvereto, Italien
Via Dante Alighieri, 13, 57028 Suvereto LI, Italien

Wir fahren um 09:30 Uhr von Marina di Bibbona weg und schlagen den Weg nach Süden ein. An einer Shell-Tankstelle tanken wir auf und kontrollieren den Pneudruck. Dann fahren wir östlich über Castagneto nach Suvereto. Die Fahrt dorthin erfolgt auf einer gewundenen Provinzstrasse, auf der man das Lenkrad nie ruhig halten kann. In Suvereto legen wir eine Pause ein und besichtigen das rustikale Städtchen. Im Dorfzentrum sitzen die Männer in Reih und Glied auf Sitzbänken und beobachten, was auf dem Dorfplatz vor sich geht. Wir steigen auf bis zur Burgruine und wieder zurück. Das Wohnmobil haben wir auf einem normalen Parkplatz abstellen können.

Die Weiterfahrt nach Campiglia erfolgt auf etwas geraderen Strassen. Die letzte Strecke ist jedoch trotzdem kurvig und steil dazu. Wir verpassen einen Parkplatz und wollen wenden. Als Wendestelle kommt uns ein Parkplatz so gelegen, dass wir gleich dort verbleiben können. Auch hier wandern wir das Dorf hoch bis zur Burgruine. Auf dem Rückweg haben wir die Qual der Wahl. 2 Restaurants auf dem Dorfplatz buhlen um Gäste, beide mit demselben mageren Angebot. Wir entscheiden uns für das windgeschütztere und bestellen Ravioli an Rahmsauce. Aber es gibt nur Quadrati an Nusssauce. Das Besteck ist schmutzig und die Sauce recht pappig.

Baratti, Parking Caldanelle
SP 23, 57020, Piombino, Italien

Nun geht es wieder Richtung Meer. Unser Ziel ist Baratti, wo sich archäologische Ausgrabungen der Etrusker befinden. Wir zweigen in Richtung dieser Stätte ab, stellen jedoch zu spät fest, dass die Fahrzeugbreite auf 2 m beschränkt ist und müssen umkehren. So fahren wir zuerst den Camperplatz an und laden die Velos ab. Wie in Italien üblich stimmen die Strassensignale nicht mit der Realität überein. Die 2 m-Beschränkung ist nur in den Monaten Juni, Juli und August gültig. Schon lustig, wie die Italiener die Strassen monateweise verbreitern oder verschmälern.

Der Platz ist riesig und wir sind gerade zwei Wohnmobile auf dem Platz mit genüüüüüüüüügend Abstand.

Wir laden die Velos ab und wollen die Umgebung rekognoszieren. Aber auch mit dem Velo verfahren wir uns. Wir fahren der i-Tafel nach und finden: Nichts! Doch wir finden einen wunderbaren Strand und einen Park. Am Schluss nehme ich das Handy, schalte das Navi ein. 300 Meter weiter und wir finden den Eingang zur Archäologischen Stätte. Es handelt sich um eine rund 2500 Jahre alte Nekropole der Etrusker. Wir besichtigen die umfangreiche Anlage mit ihren runden, rechteckigen und sargähnlichen Tomben.

Für morgen planen wir den Besuch der etruskischen Akropolis, die sich oben bei Populonia befindet.

Tag 7
Piombino, Besuch der Etruskischen Nekropole

Wir können nicht vor 10:00 Uhr in den archäologischen Park, da die Tore erst dann öffnen. Wir müssen uns also nicht beeilen. Hätten wir gewusst, dass der geplante Weg grösstenteils ausserhalb des Parks verläuft, hätten wir uns schon früher auf den Weg gemacht und dann auch noch die Ortschaft Populonia ansehen können.

Nach Querelen mit einem Buschauffeur, der den Weg für seine Telefonate gepachtet hat, können wir endlich losmarschieren und uns der Geschichte hingeben. Auf dem Weg zur Grabungsstätte Populonia erfahren wir, dass sich in der Schlacke von Baratti noch viel Eisen befand. Das Eisen wurde damals nur zu 40% ausgeschmolzen und der Rest auf die Schlackenhalde über der Nekropole geschichtet. Durch den Abtrag und die Wiederverwertung der Schlacke in modernen Schmelzwerken wurden vor 100 Jahren auch die ersten Gräber gesichert.

Oben in Populonia angekommen, beginnen wir einen Rundgang. Wir sehen jedoch mehr römische Ruinen als etruskische. Obwohl wir vermutlich den Aufstieg in Rekordzeit geschafft haben, ist es nun kurz vor Mittag, sodass wir auf eine Besichtigung vom heutigen Populona absehen und wieder zu Tal eilen.

Scavi Roselle, Italien, Etruskische Ruinen
Scavi Roselle, 58100 Grosseto GR, Italien

Nach einer kurzen Mittagspause mit Joghurt, Müesli und Früchten fahren wir in südlicher Richtung nach Roselle, einer weiteren Hochburg von etruskischen Ruinen. So dachten wir wenigstens aufgrund von Reiseführern. Was wir zu sehen bekommen, sind jedoch hauptsächlich römische Ruinen. Dabei gefallen uns das Amphitheater und die riesige Wasserzisterne.


Grosseto, Italien
Via Guglielmo Oberdan, 25, 58100 Grosseto GR, Italien

Auf dem weiteren Weg nach Süden durchfahren wir Grossetto, um in einem Supermarkt einkaufen zu können. Ein Coop befriedigt unsere Wünsche bestens. Die Weiterfahrt stellt uns jedoch auf die Probe, verschwinden doch die Schilder „Roma“ plötzlich und wir kreisen zweimal um einen Kreisverkehr, bevor wir wieder in die Herkunftsrichtung ausbiegen. Das Navi hilft uns dann auf die Sprünge, auch ohne Signalisation.

Fonteblanda, Camping Ideal
S.S. AURELIA, KM. 156, 221, 58015 Fonteblanda GR, Italien

Südlich Talamone biegen wir dann krass von der Autobahn in eine Nebenstrasse und beziehen unser Logis im „Ideal Camping“, einem Platz mit Dauerplätzen und einigen Übernachtungsplätzen. Die Autobahn und die Bahn sind zu hören. Aber wir glauben, trotzdem schlafen zu können. Einem Apéro folgt eine kurze Wanderung entlang dem Strand, bevor wir unsere Spaghetti kochen, den Salat zubereiten und die Kalbsplätzli braten. Ein weiterer Spaziergang dem Strand entlang folgt, dann wird geduscht, bevor der Dessert aufgetischt wird.

Der Campingplatz gleicht einem überdeckten Tennisplatz und wirkt recht öde. Aber der Strand bietet sich wunderbar an für einen Abendspaziergang

Tag 8
Saturnia, Italien, Stellplatz 42.66731,11.50438
Via Aurinia, 9, 58014 Saturnia GR, Italien

Wir beginnen unseren Tag nach dem Morgenessen mit einem Spaziergang am Strand. Nach dem Service am Wohnmobil bewegen wir uns nach Saturnia. Die Gegend ist wie bereits bei früheren „Inlandfahrten“ spektakulär und die Strassen sehr kurvenreich und schmal. In Saturnia müssen wir das Wohnmobil auf einem Stellplatz abstellen, der 8 € kostet, fast soviel, wie uns das Mittagessen kosten wird. Wir steigen in die Badehosen/Badekleid und balancieren dann den Sinterterassen entlang, um ein Plätzchen im Warmen Wasser zu ergattern. Nachdem wir uns im Heilwasser erholt haben, kleiden wir uns wieder an und gehen im nahen Restaurant (bereits erwähnt) essen.

Necropoli di Sovana
58010 Sorano, Grosseto, Italien

Die Weiterfahrt führt uns nach Sovana, wo wir die alten Etruskergräber sowie eine von Hand in den Fels geschlagene hohle Gasse besichtigen Uns beeindrucken die alten Grabstätten, auch wenn sie nach rund 2500 Jahren verfallen sind. Sie zeigen noch heute, welche Kultur hinter diesem Volk gestanden hat.

Comune Di Sorano
Piazza del Municipio, 15, 58010 Sorano GR, Italien

Dann geht es weiter nach Sorano, einer Tuffsteinstadt. Wir schlendern durch die Gassen und besteigen eine Aussichtsplattform, die ausnahmsweise kostenlosen Zutritt gestattet.

Abbadia San Salvatore, Italien
Via Bolzano, 9, 53021 Abbadia San Salvatore SI, Italien

Schlussendlich fahren wir zum Tagesziel nach Abbadia San Salvatore. Diese Fahrt ist ebenfalls wunderschön. Insbesondere die Aussicht und die Weite, die sich einem bietet.

In Abbadia San Salvatore schlagen wir das Nachtlager auf, kaufen ein, besichtigen die Abteikirche und den Kreuzgang und versorgen uns wieder mit Geld. Die Stadt selbst besitzt einen selten einheitlichen Baustil in der Altstadt mit ausnahmslos dunkelgrauem Baumaterial und sehr schmalen und finsteren Gassen.

Beim Stellplatz handelt es sich um einen Parkplatz für das Einkaufsentrum beim Coop. Er ist schön ruhig und die Einkaufsmöglichkeiten am Morgen sind ideal.

Tag 9
Monte Amiata, Italien, 42.89835, 11.62382
VJXF+8Q Seggiano, Grosseto, Italien

Wir können die geplante Wanderung auf den Monte Amiata vom Wetter her durchführen. Das ist keine Selbstverständlichkeit, wenn wir an unsere letztjährige Norwegenreise zurückdenken. Dort herrschte jedes Mal Regen oder ein Sturm oder Nebel, wenn eine Wanderung geplant war.

Wir finden die Strasse in Richtung Monte Amiato sofort und schrauben uns mit dem Womo höher und höher. Nach rund 40 Minuten erreichen wir die Talstation der Sesselbahn, die von Norden her auf den Berg führt.  Parkplätze hat es jetzt natürlich genügend. Selbstverständlich ist die Bahn nicht in Betrieb. Wir versuchen, einen Wanderweg zu finden, was jedoch hoffnungslos ist. So steigen wir entlang der planierten Skipisten und teilweise quer durch den Wald zum Gipfel hoch.

Unterwegs treffen wir auf eine Wildschweinfamilie, welche unseren Weg kreuzt. Vorne und hinten je ein erwachsenes Tier, in der Mitte die Jungen. Wir erreichen den Gipfel nach rund einer Stunde Wanderzeit und geniessen die herrliche Aussicht, welche uns alleine gehört. Es ist niemand sonst dort oben. Die Restaurants sind alle geschlossen.

Etwas weiter nördlich befinden sich auf tieferem Niveau drei Hotels. Auch diese sind geschlossen, obwohl sie per Auto erreichbar wären. Wir steigen entlang einer anderen Piste wieder ab, wechseln auf das Trassee eines Tellerlilifts und später wieder auf die erste Piste. Nach gut zwei Stunden sind wir wieder beim Wohnmobil.

Nun beginnt die zweite Etappe. Wir fahren, geführt durch das Navi nordwärts, dann über Pescina, Altore, Vivo d’Orca und schlussendlich Campiglia d’Orta zur SS2, die uns südlich führt bis zur Abzweigung nach Radiconfani, wo wir nach 12:00 Uhr ankommen.

Radicofani, Siena, Italien
53040 Radicofani, Siena, Italien

Mehr als eine Stunde für eine Strecke von 10 Km Luftlinie!! Nun können wir in Ruhe unsere Sandwiches essen. Nach dem Essen rufe ich eine Schulkollegin an, die hier in der Nähe wohnt und melde, wo wir uns befinden und dass wir uns nun zu ihr begeben werden.

Bevor wir jedoch zu ihr und ihrem Partner fahren, besichtigen wir noch die Umgebung der Burg. Die Aussicht auf den Monte Amiata sowie auf die Landschaft mit den zum Teil nakten Hügeln ist fantastisch.

Città della Pieve, Italien, Park-/Stellplatz
Unnamed Road,06062, 06062 Città della Pieve PG, Italien

In Sarteano leeren wir noch die die Grauwasser- und Chemietanks und fahren dann nach Chiusi, wo wir noch einen kurzen Halt einschalten, bevor wir weiter südlich nach Cità de la Pieve fahren. Unser Navi führt uns um Spitzkurven, steilste Strassen hinunter und über einen Feldweg immer weiter talwärts. Kurz nach der Einfahrt in diese Strasse kommt ein Pw entgegen. Wir warten, bis er langsam rückwärts zur nächsten Ausweichstelle zittert. Meine Frau zweifelt bereits an der Richtigkeit des Weges. Wir fahren weiter. Plötzlich bemerke ich, dass das Navi das Ziel links abseits der Strasse anzeigt. „Haaalt! Zurück!“

Ich setze mich ans Steuer und wir fahren rund 150 Meter auf einem Weg zurück, der nur 50 cm breiter ist, als das Wohnmobil. Zum Glück kommt kein anderes Fahrzeug. Dann biegen wir in eine Karrenspur. So sind wir wenigstens vom Weg weg. Ich rufe die Kollegin an und melde, dass wir uns „in der Pampa“ befinden, vor einem Briefkasten mit der Nummer 28. Sie meint, das sei richtig und so fahren wir weiter. Links und rechts kratzen die Sträucher und plötzlich stehen wir auf einem kleinen Podest, das sogar das Wenden ermöglicht. die Kollegin kommt den Weg vom Haus herauf. Wir wenden das Womo und werden von von ihr und ihrem Mann begrüsst.

Wir verbringen einen netten Nachmittag und Abend. Zuerst verwinden wir den Schreck der Anfahrt mit einem Glas Holundersekt, dann unternehmen wir einen Rundgang durch das Grundstück und das Haus. Wir sind beeindruckt von den Abmessungen der Liegenschaft und der umfangreichen und abwechslungsreichen Bepflanzung. Anschliessend zeigen wir unseren Gastgebern unser fahrbares „Grundstück“. 


Tag 10
Chiusi, Museo Archeologico Nazionale
Via Porsenna, 93, 53043 Chiusi SI, Italien

Wir schlafen bis 08:00 Uhr, ziehen uns an und begeben uns zum Haus unserer Gastgeber. Nach dem Morgenessen verabschieden wir uns von Ihnen mit dem Versprechen, unsere Rückkehr in der Schweiz per SMS zu melden.

Nun fahren wir zuerst nach Chiusi, wo wir das nationale Etruskermuseum besuchen. Die Ausstellung ist sehr interessant und lehrreich. Von den Römern lernten wir bereits in der Schule, aber von den Etruskern? Nichts!

Montepulciano, Parkplatz Lo Sterro P 5
Via delle Lettere, 53045, Montepulciano, Italien

Nach dem Einkauf von zwei Paninis und einem Dessert verlassen wir Chiusi und fahren nach Montepulciano, dem Mekka für Weinliebhaber. Wir können das Womo gut bei einem Supermarkt abstellen und begeben uns in die Altstadt hinauf. Auf einer Terrasse mit Weitblick verzehren wir unsere Brötchen und setzen anschliessend den Besuch der Altstadt fort. Wir besuchen die Piazza Grande und den Dom sowie die angrenzenden Gebäude. Auf dem Rückweg kaufen wir im Supermarkt noch einige Artikel ein, bevor wir uns wieder auf den Weg begeben.

Pienza, Parcheggio Pubblico
Via Mario Mencattelli, 53026, Pienza, Italien

Das nächste Ziel heisst Pienza. Wir fahren direkt auf den Stellplatz, müssen jedoch feststellen, dass keine für Womo geeigneten Plätze existieren. Ein Womo-Fahrer hat sein Fahrzeug in ein normales Parkfeld abgestellt und blockiert damit den gesamten Parkplatz. Wir stellen unser Fahrzeug auf einen Car-Parkplatz und begeben uns in die Altstadt. Dort findet gerade ein Blumen-Markt statt. Die ganze Hauptgasse ist mit Blumenständen ausgelegt. Wir spazieren durch den Ort, konsumieren ein Glacé aus einer Gelateria und besuchen dann die Kirche, die von Papst Pius II zusammen mit dem gesamten Ort erbaut wurde. Im angrenzenden Palazzo Piccolomini (Pius II) besuchen wir die Gartenterrasse für € 3.50 pro Person!!

San Quirico d'Orcia, Area Sosta Campo Sportivo
Via delle Scuole, 53027, San Quirico d’Orcia, Italien

Da uns der Stellplatz in Pienza nicht gefällt, verschieben wir weiter nach San Quirico, einen weiteren Ort mit Cachet. Der Platz ist ideal und die Kosten von € 10.- entfallen, weil wir erstens kein Münz haben und zweitens nach dem Eintausch von Münz der Automat defekt ist. Der Ort ist herzig und überschaubar. Ausserdem ist er nicht so überlaufen, wie Montepulciano oder Pienza. Wir besichtigen die beiden Kirchen auf jeder Dorfseite und ein Restaurant, wo wir noch ein Durstlöscher-Bier bestellen.

Der Platz ist sehr ruhig und weitläufig mit Aussicht auf Wohnblöcke.

Tag 11
Bagno Vignoni, Italien
Strada Comunale di Bagno Vignoni, 1A, 53027 Bagno Vignoni SI, Italien

Wir hatten eine sehr ruhige Nacht. Nach dem Morgenessen fahren wir südlich nach Bagno Vignoni, wo seit 3000 Jahren in warmem Quellwasser gebadet wird. 

Nach einem Rundgang mit Fussbad fahren wir weiter südlich über Castiglione zur Klosterkirche Abbazia di Sant Antimo. Leider beginnt gerade fünf Minuten nach unserem Eintrefen ein Gottesdienst, der uns die Besichtigung verunmöglicht. Auf dem Parkplatz vor der Kirche stehen die Wagen der verschiedenen Polizeiorganisationen spalier.

Wenigstens können wir in aller Ruhe einen Rundgang um das Kloster vornehmen, bevor wir weiterfahren.


Montalcino, Italien, Parkplatz
P:Ta Cerbara, 53024 Montalcino SI, Italien

Der nächste Besuchsort heisst Montalcino, dem Anbaugebiet des Brunello-Weins. Die Wohnmobile werden wieder einmal fast einen Kilometer nach ausserhalb der Ortschaft verbannt und das Dorf ist auch nicht gerade sehr sehenswert. Auch das Restaurant, in dem wir etwas Kleines essen, leistet Dienst nach Vorschrift.

Siena, Camping Colleverde
Strada Scacciapensieri 47, 53100, Siena, Italien

Über Buenconvento und Asciano erreichen wir Siena. Wir fahren direkt zum Campingplatz und entschliessen uns, gleich mit dem nächsten Bus in die Innenstadt zu fahren. Wir besuchen den Piazzo del Campo, den grossen Platz beim Rathaus und besteigen den 88 Meter hohen Torre del Mangia, der 1348 gebaut wurde. Danach begeben wir uns dann noch zum Dom, um zu schauen, wie die Öffnungszeiten sind. Sie öffnen um 10:30 Uhr.

Ein traditioneller Umzug sorgt im Stadtzentrum für Abwechslung. Es handelt sich um eine Contrade, eine Quartierorganisation deren es in Siena 17 gibt, und die auch am Palio, dem jährlichen Pferderennen, mitwirken.

Dann begeben wir uns wieder zurück zur Bushaltestelle, bei der der Bus glücklicherweise in wenigen Minuten abfährt. Auf dem Campingplatz setzen wir uns ins Restaurant und essen ausgiebig mit Vorspeise und Hauptgang und Salat.

Tag 12
Siena, Camping Colleverde
Strada Scacciapensieri 47, 53100, Siena, Italy

Heute ist der Sienenser-Tag. Nach dem Morgenessen fahren wir per Bus wieder in die Stadt und stehen an für die Billette zum Dom. Kurz nach 10:30 Uhr betreten wir den Dom mit einem „all Inclusive“ Ticket. Beim betrachten des Domes, der Verzierungen aussen und der Ausstattung innen zweifelt man am Ziel der katholischen Kirche. Sicher ist die ganze Ausstattung und auch der Bau fantastisch. Speziell wenn man dann noch an die Zeit der Entstehung denkt. Gleichzeitig haben etwa die drei Herren auf dem Rütli ihren Eid geschworen. Aber ist das die Absicht von Gott, dass solch immense Summen in Bau und Glor verbuttert werden und die Armen darben müssen?

Nun wir besichtigen den Dom, die Bibliothek Piccolomini, das Battisterio, die Krypta und das Dommuseum. Danach verziehen wir uns wieder Richtung Bushaltestelle. Wir haben genug von Kirchen, Kathedralen und Domen.

 Wir suchen nun noch die Post auf, um eine Briefmarke zu erstehen. Geschlagene 30 Minuten Wartezeit muss einberechnet werden. Wie bei uns muss ein Billett gelöst werden. Es stehen jedoch etwa 6 Arten von Diensten zur Auswahl. Nach langer Zeit wird endlich unsere Nummer Q088 angezeigt und der Verkauf einer Briefmarke dauert dann etwa 3 Minuten. Die Briefmarke kostet 2 €. Es wäre günstiger, keine Marke zu verkaufen und den Verkäufer einzusparen.

Greve, Punto Sosta per Camper
Via Montebeni, 50026, Greve in Chianti, Italien

Zurück auf dem Campingplatz suchen wir gleich das Restaurant auf und essen. Dann feiern wir Abschied von Siena und sind nach wenigen Minuten auf dem Weg nach Greve (in Chianti). Die Fahrt dauert nur rund eine Stunde. Es ist aber bei der Ankunft bereits gegen 16:00 Uhr . Wir gehen gleich noch einkaufen und besichtigen gleichzeitig das Dorf. Es ist sehr sympatisch und nicht so sehr touristisch, wie andere besuchte Orte. Nach einem Apéro mit Antipasti und einem Birchermus als Nachtessen starten wir noch eine stündige Wanderung zum Ort Montefioralle, aus dem Amerigo Vespucchi stammen soll und wo der letzte direkte Nachfolger im 19. Jahrhundert auf dem Friedhof beerdigt ist.

Tag 13
Peschiera del Garda, Camping Bella Italia
Via Bell'Italia, 2, 37019 Peschiera del Garda VR, Italien

Die Nacht war kalt. Das Thermometer im Womo sank auf 10 Grad. Nach dem Morgenessen fahren wir Richtung Autobahn. Wir beabsichtigen bis zum Gardasee zu fahren und dort zu übernachten. Die Fahrt verläuft ruhig, von den vielen Lastwagen und vom Stau bei Bologna abgesehen.

Nach weiteren 45 Minuten erreichen wir den Gardasee und lassen uns um 14:00 auf dem Camping „Bella Italia“ häuslich nieder. Nach der Einrichtung des Wohnmobiles spazieren wir ins Ortszentrum, wo wir für das Nachtessen rekognoszieren. Es gibt feine Lokale und Schnellimbisse aller Art. Wir entschliessen uns für eines von zwei Lokalen, die nahe des Campings gelegen sind. Nach einer Vorspeise vor dem Wohnmobil gehen wir dann in das auserwählte Restaurant. Es ist leidlich warm aber windig. So entschliessen wir uns, im Innenraum zu essen, was nach uns auch alle anderen Gäste tun.

Zürich, Schweiz

Wir müssen bis 08:00 Uhr warten, bis der Laden aufgeht und wir Brot posten können. Nach dem Morgenessen fahren wir zügig ab und suchen nach einem Tankstopp möglichst rasch durch die Wirrnisse der italienischen Autobahnauffahrten die Autostrada. Ohne Halt fahren wir bis nach Mailand. Kurz vor die Grenze machen wir den Halt für den Fahrerwechsel und den Znüni-Apfel. Danach geht es weiter bis nach Bellinzona, wo wir unser Sandwich essen. Auf der Weiterfahrt wird die Bewölkung immer stärker und nach dem Gotthard sind Regenschauer häufig. Nach einem weiteren Fahrerwechsel nach Buchrain erreichen wir gegen 15:00 Uhr unseren Wohnort und laden so rasch als möglich aus, da bereits die nächste Schauerwand anrollt.