Lombardei ­ Venetien

Aloysius
von Aloysius & Irmgard

Lombardei ­ Venetien

Im Jahr 2017 begannen wir Oberitalien zu erkunden. Wir konzentrieren uns weiter auf den Nord-­Östlichen Teil Oberitaliens. Hier befindet sich die Region Venetien und die Lombardei. Schwerpunkte sind die Städte Padua, eine der ältesten Städte Italiens, Mantua mit Dom und dem Castello, Naturpark der Euganeischen Hügel, Chioggia mit dem Beinamen „Klein­Venedig“, Treviso die Stadt, römischen Ursprungs, Bassano del Grappa mit den zahlreichen Grappa­Destillerien, Vicenza für die Bauwerke der Renaissancearchitektur, Bergamo, eine kleine Perle in der Lombardei und Brescia, eine der schönsten Kulturstädte der Lombardei.

Von Rottweil, Deutschland nach Rottweil, Deutschland
1705 Kilometer 9 Tage 27 Wegpunkte
Tag 1

Rottweil, Deutschland

B27 14, 78628 Rottweil, Deutschland

Thusis, Schweiz

Neudorfstrasse 31, 7430 Thusis, Schweiz

Am Abend ging es los über die Schweiz. Zum Übernachten haben wir uns den Parkplatz bei Thusis ausgesucht. Aber soweit sind wir gar nicht gekommen, die Bernardino Straße war bei Chur wegen einer Nachtbaustelle voll gesperrt. So fuhren wir planlos einem Umleitungsschild nach, dass uns Richtung Flims führte. Wir waren total orientierungslos, verunsichert und beschlossen auf einem Baustellenparkplatz zu übernachten.

gefahrene Km: 266 Fahrtzeit: 3:00 h 

Maut­Gebühr: 35.­€

 Parkplatz: 0.­€   Nächte: 1

Tag 2

San Bernardino Pass, Hinterrhein, Schweiz

San Bernardino Pass, 7438 Hinterrhein, Schweiz
Schon früh am Morgen erkannten wir, dass wir bald von anfahrenden Bauarbeiter mit ihren Pkws umstellt sind.
Wir entschlossen uns zurück auf die Bernardino Straße zu fahren und oben auf dem Parkplatz, vor dem Bernardino Tunnel zu frühstücken.

Como, Italien

Via Giovio, 3, 22100 Como CO, Italien

Weil wir in Italien keine Maut­-Autobahnen benutzen wollten führte uns das Navi durch die Altstadt von Como. Wir benutzten den gleichen Grenzübergang wie im vergangenem Jahr. Unser erstes Zwischenziel war Bergamo, das wir in einem verspäteten Zeitfenster wie geplant erreichten. Der Grund war, die miserablen Straßenzustände nach Bergamo und den Geschwindigkeitsbeschränkungen oft mit 40 km/h.
Der ausgewählte Parkplatz in Bergamo konnte problemlos angefahren werden und die Größe der Parkbuchten war ausreichend für unser Womo

Bergamo, Italien

Via Mauro Gavazzeni, 6, 24125 Bergamo BG, Italien

Bei der Besichtigungstour durch Bergamo erkundeten wir als erstens die Befestigungsanlage der Burg S. Viglio. Zum höhergelegenen Ortsteil San Viglio gelangten wir zu Fuß. Vom Ortsteil mit der Kirche S. Vigilio hat man eine atemberaubende Rundumsicht; bei guter Sicht blickt man über die Po-Ebene nach Mailand und sieht im Norden das Panorama des Voralpengürtels.

Der weitere Fußweg führte uns hinunter ins Herz der Altstadt von Bergamo mit dem etwas unscheinbaren weißen Dom und gegenüber der Marmor­ Kathedrale Santa Maria Maggiore mit rechts angebauten der Colleoni Kapelle und dem Baptisterium. Auch die vielen Piazzas und Arkadengänge waren sehenswert.

Nach gut dreistündigem Aufenthalt ging es weiter zu unserem Tagesziel Brescia, wo wir auch übernachteten.


Via della Maggia 25124 Brescia

Via Industriale, 1, 25126 Brescia BS, Italien

 Den Stellplatz zu finden war nicht schwer, dank Navi, er lag ziemlich weit (ca. 5 km) vom Stadtzentrum entfernt. Es war schon spät am Abend bei der Ankunft und nach dem Abendessen gab es noch einen kleinen Erkundungsspaziergang um den Platz.


Tag 3

Stadbesichtigung Brescia

Die Nacht war ruhig und wir waren bestens ausgeschlafen. Nach dem Frühstück ging es zu Fuß auf Erkundungstour von Brescia. Der Weg zum Zentrum war nicht gut, keine Beschilderung oder Fußweg, es ging immer entlang der Hauptverkehrsstraße ins Zentrum. Das erste Schild das wir sahen, war ein Hinweisschild das den Weg zum Castello zeigte. Die Festung von Brescia, ist eine der größten und am besten erhaltenen Festungen Norditaliens, krönt den Cidneo ­Hügel. Die imposanten Basteien der Burg wurden in der Mitte des 16. Jahrhunderts angelegt. Beim Aufstieg zur Burg sahen wir wunderschöne rot und weiß blühende Kastanienbäume. Nach ausgiebiger Besichtigung der Anlage interessierte uns auch die Altstadt mit dem alten Dom (oder Rotonda), Kirchen und Plätze. Auf dem Rückweg zum Stellplatz wählten wir eine andere Route die an der U-­Bahn vorbei führte. Von der U­Bahn Station zum Stellplatz gab es keinen Verbindungsweg nur Querfeldein.

Brescia

Via della Maggia 3, 25124, Brescia, Italien

Beim Womo angekommen, genehmigten wir uns erstmal einen Kaffee und eine Ruhepause. Bevor es weiter nach Mantua ging, mussten noch unser Abwasser und die Toilette entsorgen und Frischwasser tanken. 

Mantova, Mantua,

Via Legnago, 1, 46100 Mantova MN, Italien

GPS: 45.163502,10.812300

Die Fahrt nach Mantua verlief gut, nur dass wir den Stellplatz nicht gleich gefunden hatten. Das Navi leitete uns in eine falsche Richtung. Nach erneuter Eingabe der Stellplatz Koordinaten klappte dies auch mit Umwegen den Platz anzufahren. Der Platz lag unweit eines Sees entfernt, so schauten wir ob eine Bademöglichkeit gegeben ist. Das Wasser des Sees war derart verschmutzt, dass einem das Baden verging. Nach dem Seespaziergang machten wir uns was zu essen und gingen danach zu einem abendlichen Stadbummel in die Altstadt Mantuas. Die Stadt war fast Menschen leer, die Restaurants und Cafees fingen an abzuräumen, um zu schließen. Nach kurzer Visite des Nachtlebens der Stadt, ging es zurück zum Womo mit zwanzig minutigem Fußmarsch.

Tag 4

Stadtbesichtigung Mantua

In der Nacht ging ein heftiger Wind, kleine Zweige von den Bäumen fielen auf das Dach des Womos, die Nacht war nicht so entspannend wie die vorherige Nacht. Für das Erste des heutigen Tages ist die Besichtigung der Stadt mit dem imposanten Castello di San Giorgio , angesagt. Die erste Anlaufstelle war die Piazza Castello mit dem Museum den wunderschönen Fresken. Die Piazza Lega Lombarda Cathedral Duomo di San Pietro di Mantova ­ Piazza Sordello ­ Basilica di Sant'Andrea ­ Voltone di San Pietro ­ Rotonda di San Lorenzo – waren Orte die wir besichtigten

Piazza Castello ist der malerische Platz, innerhalb des Palazzo Ducale , zwischen den Wohngebäuden und der Burg von S. Giorgio , dem befestigten Kern des riesigen Palastes, öffnet . Der Platz wurde gebaut im sechzehnten Jahrhundert von GB Bertani und ist auf drei Seiten umgeben von Arkaden artikulierten auf Rundbögen,mit der vierten Seite ,die so geformt ist, statthemicycle, mit dem alten Zugang zum Schloss St.Georgein Verbindung steht.

Die Burg von San Giorgio ist quadratisch , bestehend aus vier Ecktürmen und umgeben von einem Graben mit drei Türen und Zugbrücken und Häusern, im Hauptgeschoss des Turms des Nordostens,der berühmten. Das Schloss war auch ein Gefängnis: 1810 wurde der Tiroler Patriot Andreas Hofer vor seiner Hinrichtung inhaftiert.

Um die Mittagszeit fuhren wir los zum Zwischenziel „Este“. 

Este

Via Principe Umberto, 355, 35042 Este PD, Italien

Auf dem Weg dorthin, mussten wir ein kleines Hindernis überfahren. Eine enge, kurze Brücke mit 2,00 m breite stoppte unsere Fahrt. Unser WoMo hat eine breite mit 2,30 m. Der Radabstand liegt bei zwei Meter, so passte unsere Spur zwischen den Bordsteinen über die Brücke. Alles ging gut. Der angewählte Parkplatz lag nahe dem Zentrum der Stadt Este, der mit einer Höhenbegrenzung mit 3,20 m begrenzt war. Kein Problem für uns. Auf dem Parkplatz fanden wir auch eine ideale Parkbucht im Schatten. Wir machten uns gleich auf zur Erkundung der Stadt mit dem Castello Carrarese. Este war schnell angeschaut, das Castello war geschlossen wegen einer Veranstaltung.

Das wunderschöne Schloss von Este, das Ubertino da Carrara zwischen 1338 und 1339 erbauen ließ, stammt aus dieser Zeit. Die Ringmauer des Schlosses ist 1000 m lang und mit 12 Türmen versehen. Heute befindet sich hier der Stadtpark.

Da Padua nur 28 km entfernt war, entschieden wir uns Padua als nächstes Zwischenziel anzufahren. Beim Verlassen des Parkplatzes in Este kam ein weiteres Handycap, die Durchfahrt des Stadttores war auf die Breite mit 2,30 begrenzt. Nur mit eigeklappten Außenspiegel konnten wir dieses Hindernis bewältigen.

Padua

Via Modigliani, 76, 35020 Sant'Agostino PD, Italien

Wir waren schnell in Padua, leider war der eingegebene Parkplatz belegt, schnell korrigierten wir unser Navi auf einen weiteren Parkplatz. Der anzufahrende Parkplatz lag auf der gegenüberliegenden Seite der Stadt, von nun an standen wir nur im Stau und das mitten in Padua. Nach zwei Stunden Stadtrundfahrt nutzen wir eine Parkfläche vor einem größeren Einkaufszentrum. Es war uns nicht ganz wohl dort zu parken, wir sahen auch keine Parkverbotsschilder. Wir mussten ca. 2 km  zurück ins Zentrum gehen, wir waren ziemlich planlos unterwegs.

In der Touristik­Info besorgten wir uns erstmal einen Stadtplan, um die wichtigsten Sehenswürdig­keiten anzugehen. Die Basilika des hl. Antonius sollte unser erstes Ziel sein. Wir überquerten "Prato della Valle", einer der größten und schönsten Plätze Europas, mit der Kirche San Giustiniano, die wir anschließend besuchten. Gespannt waren wir auf die Basilika des hl­ Antonius. Vor der Basilika gab es Souvenir Stände mit Andenken des hl. Antonius. Irmgard kaufte sich eine kleine Antoniusfigur. Das Innere der Basilika war beeindruckend, mit der Grabkapelle des heiligen Antonius. Der Sarg des heiligen Antonius. Ihn mit der Hand zu berühren soll Wünsche in Erfüllung gehen lassen.

Nach ausgiebiger Besichtigung gings in den Hauptteil der Fußgängerzone von Padua, von der Piazza Garibaldi bis zum Prato delle Valle, nennen die Paduaner "Liston". Es ist ein sehr schöner, etwa 1 km langer Spaziergang, den man nicht auslassen sollte. Auch wegen einiger der wichtigsten und sehenswertesten Paläste des Zentrums, die an seinem Weg liegen: das historische "Caffé Pedrocchi", das Rathaus, das Hauptgebäude der Universität und, am Ende, da wo die Fußgängerzone in den "Prato della Valle" mündet, der "Palazzo Angeli". Es brach die Dämmerung heran und wir mussten uns zu unserem Womo aufmachen, so lange wir uns noch einigermaßen im Tageslicht orientieren konnten. Als wir beim WoMo ankamen war der Parkplatz geräumt, unser WoMo stand alleine noch da.

Zum Übernachten fuhren wir wieder zurück in den Naturpark der Euganeischen Hügel zur Ortschaft Arqua Petrarca wo wir bei Dunkelheit einen ruhigen Stellplatz antrafen. Die Anfahrt hatte ich mir schlimmer vorgestellt, enge, hügelige Bergsträßchen. Im Gegenteil es war eine gute normale Straße.

Arquà Petrarca, Italien

Via dei Carraresi, 41, 35032 Arquà Petrarca PD, Italien

Stellplatz Übernachtung Ortschaft Arqua Petrarca 

Tag 5

Wanderung über die sieben Kirchen bei Monselice

Nach einer sehr ruhigen, guten Nacht sahen wir zum ersten Mal die Gegend in der wir übernachteten. In der Dunkelheit am Vorabend sahen wir die Weinreben, Obstplantagen nicht mehr, auch die Hügel (Berge) um uns herum waren einladend für Wanderungen. Nach dem Frühstück besichtigten wir zuerst Arquà Petrarca „der Charme und das Wunder einer der schönsten Dörfer Italiens“ so lautet ein Schild am Eingang des mittelalterlichen Dorfes.Beim Rundgang durch den Ort, stießen wir auf ein Wanderschild mit dem Hinweis „Antonius­Weg“. Da für den heutigen Tag eine Wanderung im Naturpark vorgesehen war, nutzten wir die Gelegenheit dem Antonius­Weg zu folgen. Wir waren überzeugt das er über die sieben Kirchen bei Monselice führt. Unsere Wanderung, der Weg der sieben Kirchen endete wie erwähnt in der siebten Kirche, der Kirche San Giorgio, wo heute die Leichen von 25 christlichen Märtyrern ruhen. Es war eine kurze, aber malerische Route, die sich an den Hängen der Rocca di Monselice entlang windete. Oben bei der Renaissance­Villa Duodo gab es einen schönen Blick auf die Po­Ebene. Auf der Bergkuppe steht die imposante Festung von Kaiser Friederich II, sie wurde 1239 erbaut. Leider ist die Festung nicht mehr zugänglich. Der Rückweg erfolgte wie der Hinweg über das Zentrum von Monselice mit alter Stadtmauer und des mittelalterlichen Ursprungs. Wir waren froh das wir viel im Schatten der Akazienbäume gehen konnten, es war sehr heiß 30°C.

Frühzeitig beim Womo wieder angekommen, gönnten wir uns eine kleine Mittagspause, bevor wir unsere Reise durch Venetien fortsetzten. Das nächste Etappenziel war Chioggia an der Adria, Fahrstrecke 69 km ca. eine Stunde Fahrzeit.

Chioggia, Venedig,

Viale Tirreno, 92, 30015 Chioggia VE, Italien

Je näher wir Venedig ansteuerten wurden die Straßenverhältnisse immer besser. In Chioggia angekommen, das Meer, die tollen Strände mit ihren Buden und Bars, da kam richtige Urlaubstimmung auf. Alleine waren wir nicht unterwegs, die angefahrenen Stell.u. Campingplätze waren alle belegt. Zum Glück oder Zufall fanden wir einen größeren Parkplatz, wo auch schon Wohnmobile standen und wir uns dazu stellten. Die Parkzeit war von 8:00 – 20:00 Uhr beschränkt das reichte uns vorerst um das klein Venedig näher anzuschauen. Auf dem Markt kauften wir noch einen guten Käse ein. Irgendwie war der Tag, mit der Wanderung am Vormittag, der Fahrt und der Hitze 25°C am Meer sehr anstrengend.

Entspannungsbad im Adrianischem Meer

Irmgard konnte es auch kaum erwarten im Meer, baden zu gehen. Obwohl es schon 18:00 Uhr war, waren noch viele Leute am Strand und im Wasser. Wassertemperatur: Irmgards Angaben 24°C. Ich saß lieber Sand, um mich zu erholen. Das Womo stand nicht weit vom Strand entfernt, fünf Minuten. Nach der Rückkehr ins Womo, musste ich mich auf der Stellplatz App. schlau machen, wo wir die heutige Nacht verbringen werden. Siehe da, unweit 80 m befand sich ein Stellplatz, den ich gleich zu Fuß erkundete. Die Wohnmobile waren auch zu sehen aber den Weg den ich bis zum SP zurücklegen musste war bestimmt 800m. Ich sah das noch vier Plätze frei waren und spurtete zum Womo zurück, das Essen war schon angerichtet das Irmgard inzwischen gekocht hatte. Wir verschoben das Essen, machten alles soweit fahrtüchtig und fuhren schnellstens auf den SP. Als wir ankamen waren nur noch drei Plätze frei, kaum richtig gestanden waren die restlichen Plätze auch belegt. Nun konnten wir unser Abendessen gemütlich und entspannt nachholen. Nach dem Abendessen machten wir noch einen kleinen Strandspaziergang, der SP lag unmittelbar am Meer. Am Abend bei Dämmerung war das Strandleben wie ausgestorben, nur vereinzelt sah man Leute am Strand spazieren gehen. Die Bars und Buden hatten auch noch geschlossen, um so schwieriger war es wieder einen Durchgang zu finden der auf die Prominade führte. Alles war mit Zaun und Türen verriegelt. Aber wir schafften es wieder zu unserem Womo zurückzukehren und in ihm zu schlafen.

Tag 6

Mit dem Schiff nach Venedig

Wir hatten super gut geschlafen, der SP war ruhig und man fühlte sich unter den 40 Wohnmobilen einfach sicherer. Den heutigen Tag nutzten wir um einen Besuch in Venedig zu machen. Um dort hin zu kommen, mussten wir eine halbe Stunde zu Fuß zum Hafen gehen und dann mit dem Schiff nach Venedig übersetzen. Als wir beim Hafen ankamen standen schon eine Menge Leute vor dem Kassenhäuschen. Im Innern war eine Hitze, das Schwitzwasser lief einem regelrecht den Rücken runter. Hinzu kam noch die Lautstärke des Personals, das mit Lautsprecher Anweisungen vom Schalterraum an die Fahrgäste weitergab. Es dauerte ziemlich lange bis wir unsere Fahrkarten hatten und aufs Schiff konnten. Das Schiff war total voll mit Fahrgästen. Wir hatten noch einen Sitzplatz bekommen, viele mussten während der Fahrt stehen. Die Überfahrt von Chioggia nach Venedig war eine Schiff­BusFähre­ Bus­Schiff Kombination. Wir waren gespannt wie alles abläuft. Nach kurzer Zeit im Hafen von Pellesrina eingelaufen, verließen alle Fahrgäste das Schiff so auch wir und mussten auf den Bus umsteigen. Der Bus war derart überfüllt, dass er mit mühe noch die Türen schließen konnte. Wir standen dicht gedrängt an einander im Bus. Nach einer längeren Fahrt fuhr der Bus auf eine Fähre zum auf die nächste Insel überzusetzen. Alle stiegen aus dem Bus aus, um frische Meeres Luft zu atmen und sich zu bewegen. Die Überfahrt war kurz, bis ich alles fotografiert hatte, war ich der letzte der den Bus bestieg. Ich musste mich regelrecht in den Bus drängen um noch mitfahren zu können. Mit dem Bus in Lido angekommen hieß es wieder auf das Schiff umzusteigen. Jetzt wurde es schwierig, zwei Boote standen da, welches fährt auf die andere Seite zum Markusplatz. Auf den Anzeigetafeln war es für uns nicht ersichtlich, uns sagten die angegebenen Orte nicht viel.

So schlossen wir uns an ein Ehepaar an das deutsch sprach, mit der Hoffnung, dass auch sie zum Markusplatz fahren. Das war ein Irrtum, unterwegs sahen wir das wir uns immer weiter von der sichtbaren Markuskirche entfernten. Es waren relativ kleine Boote die fahren und mit dem hohen Wellengang schaukelten sie gewaltig im Meerwasser. Wir befragten eine Deutschen, ob er auch zum Markusplatz fährt, er gab uns Auskunft und erklärte dass er zum Bahnhof von Venedig fährt. Es war die Ost­Route um Venedig herum auf der wir fuhren. Bei der nächsten Anlegestelle stiegen wir aus und erkundeten Venedig von der Ostseite. Am Markusplatz angekommen, überströmt mit Besuchern, die Warteschlange in die Markuskirche reichte fast bis zum Wasser. Mindestens eine Stunde anstehen, dies taten wir uns nicht an und gingen weiter auf Besichtigungstour. Vor vierzig Jahren waren wir schon mal in Venedig, aber es erinnerte uns nichts mehr daran, nur dass es damals sehr heiß war und es furchtbar gestunken hat. Es war schon interessant wie viele Brücken, Kirchen, Gebäude und verzierten Gondeln zu bestaunen gab. Als wir uns satt gesehen hatten, an den alten Gemäuern, machten wir uns auf die Suche der Anlegestelle für das Boot, das uns wieder zurück nach Lido und weiter nach Chioggia bringt. Die Rückfahrt war entspannter, es fuhren nicht mehr so viele Leute mit, wie bei der Anreise. Nach der Ankunft in Chioggia gingen wir noch ans Meer zum Baden. Dieses Mal, ging ich auch kurz ins Wasser, der Strand ist ziemlich flach man muss weit ins Meer gehen um eine gewisse Tiefe zum Schwimmen zu haben. Die starken Wellen waren hinderlich zum Schwimmen, so ließ man sich mit den Wellen tragen. Den Tag ließen wir ruhig und entspannt im Womo ausklingen.

Tag 7

Auf dem Womo­SP fühlten wir uns in den letzten zwei Nächten richtig wohl, langsam müssen wir uns aber Richtung Heimat orientieren.

 Die WC Kassette wird nach drei Nächten auch zur Entleerung anstehen. Für den heutigen Tag ist Treviso als Zwischenziel eingeplant. Den Parkplatz bei dem auch eine kostenlose Entsorgung Station vorlag, war wieder Mal problemlos anzufahren. Treviso ist eine Stadt von großer Vielfältigkeit, mit zahlreichen Kanälen, historisch, auf Grund bedeutender Ereignisse in der Vergangenheit. Auf der zentralen Piazza dei Signori steht der Palazzo dei Trecento mit Zinnen und Gewölbegängen. Die Fontana delle Tette ist ein Springbrunnen aus dem 16. Jahrhundert, der zum Weinausschank genutzt wurde. All diese Besonderheiten wollten wir kennen lernen und machten uns auf den Weg ins Zentrum.

Treviso

Viale Nino Bixio, 83, 31100 Treviso TV, Italien

Nach ausgiebiger Besichtigung genossen wir noch einen guten Cappochino mit veganischem Kuchen.
Schnell noch das Abwasser entsorgen und Weiterfahrt nach Vicenza.

Vicenza

Viale Arturo Ferrarin, 67, 36100 Vicenza VI, Italien

 Der Parkplatz der auch zum Übernachten ist, lag bei dem Hallenbad von Vicenza.
Gleich nach der Ankunft gingen wir los in die Innenstadt. Unser Spaziergang durch Vicenza, durch den Corso Palladio, die Prachtstraße der Stadt und über den Piazza dei Signori war wie ein Gang durch ein Open­Air­Museum, das dem italienischen Renaissance­Architekten Andrea Palladio gewidmet ist. Der Kunstverständige kann die verschiedenen Stilentwicklungen der palladianischen Architektur betrachten, wir als Laien freuten uns einfach an den herrlichen Palästen. Zum Abschluss unserer Venetien Rundfahrt wollten wir an diesem Abend noch schön essen gehen. Außer Bars und Cafe`s fanden wir kein passendes Restaurant, dass für uns einladend war.

Tag 8

Thiene

Via Santa Maria Maddalena, 33, 36016 Thiene VI, Italien

Die frühe Weiterfahrt führte uns über die Stadt Thiene, in der unsere Tochter beim Schüleraustausch zu Besuch war. Wir legten keinen Stopp ein, sondern fuhren direkt nach Bassano del Grappa.

Bassano del Grappa

Giardino Parolini, Via Remondini, 36061 Bassano del Grappa VI, Italien

Der Platz war stark frequentiert mit Personen. Es lag eine Unsicherheit vor, die einen nicht so gut schlafen ließen. Die frühe Weiterfahrt führte uns über die Stadt Thiene, in der unsere Tochter beim Schüleraustausch zu Besuch war. Wir legten keinen Stopp ein, sondern fuhren direkt nach Bassano del Grappa. Beim Anfahren des Parkplatzes gab es Probleme, auf den eingegebenen Koordinaten lag kein Parkplatz vor. Wir fanden einen LKW­-Parkplatz mit einem Parkverbotsschild, wo wir uns einfach dazu stellten. Obwohl es in Bassano mehrere Grappa­ Destillerien gibt und der Schnaps "Grappa" einer der typischen lokalen Produkte ist, hat der Name der Stadt nichts damit zu tun. Die Hauptattraktion der Stadt ist zweifellos die Brücke "Ponte degli Alpini" (Brücke der Gebirgsjäger), auch "Ponte Vecchio" (Alte Brücke) genannt. Den Stopp nutzten wir um das Bauwerk zu besichtigen und darüber zu gehen. Ansonsten ist es ein malerisches Städtchen, nicht zu vergleichen mit den Städten die wir in den Tagen vorher besuchten.

Trento

Via per l'Osservatorio, 115, 38122 Trento TN, Italien

Das nächste Etappenziel sollte in den Dolomiten bei Alta Badia sein, um diesen Ort auf kürzestem Weg zu erreichen musste der Rollepass überfahren werden. Wir fuhren die SS50 bis St. Martin am Sismunthbach. Am Ende des Ortes stoppte eine Höhenbegrenzung von 2,50 m unsere Fahrt. Wir waren verunsichert um weiter zu fahren, ich kannte die Strecke nicht, wir stellten uns die Frage: kommt ein Tunnel den wir nicht durchfahren können, die Begrenzung wird schon seine Richtigkeit haben. Wir wendeten und fuhren die Strecke von 25 km zurück. Neumarkt bei Bozen war nun unser neues Etappenziel, dass wir über Trient auf einer gut ausgebauten Straße erreichten.

Unsere weitere Route führte uns nun über Trient. Wir kennen Trient aus unseren Südtirol Urlaube schon ganz gut und verzichteten auf einen Stopp.

Neumarkt, Italien

Trientnerstraße, 17-1, 39044 Neumarkt, Bozen, Italien

 Neumarkt bei Bozen war nun unser neues Etappenziel, dass wir über Trient auf einer gut ausgebauten Straße erreichten. Der Stellplatz wurde von unseren Nachbarn empfohlen. Wir hatten Glück, es standen nur fünf Wohnmobile auf den SP, er wird gut besucht und die zehn Plätze sind schnell belegt. Nach der langen Fahrt entschlossen wir uns, eine Pizzeria auf zu suchen und den Tag bei guter Pizza ausklingen zu lassen.

Tag 9

Das Ziel Alta Badia wurde gestrichen

Die Wetterprognose meldete für den Tag und den folgenden Tag Regen an, so entschlossen wir uns die Heimreise über den Reschenpass anzugehen.

Sankt Anton am Arlberg, Österreich

Unnamed Road, 6580 St. Anton am Arlberg, Österreich

In der Nacht fing es an zu regnen, beim Aufstehen regnete es in Strömen. Die Temperatur sank auf 14°C. Die weitere Heimfahrt sollte uns über die Schweiz­ (Ofenpass und Flüelapass) führen. Unterwegs sah ich auf meinem Handy dass der Flüelapass gesperrt ist. So mussten wir wieder unsere Fahrroute ändern und über den Reschenpass die Heimreise antreten. Bei der Rastanlage vor Landeck kauften wir noch eine zehn­Tages Vignette, um die Autobahnen benutzen zu können. Den Arlbergtunnel benutzten wir nicht, sondern fuhren über den Pass. Wir waren erstaunt wie viel Schnee noch oben auf dem Pass lag. Die Fahrt am heutigen Tag hatte es in sich, auf deutscher Seite war die B31 bei Kressbronn gesperrt, die Umleitung erfolgte über Ravensburg. War ja nicht so schlimm, fahren wir eben über Sigmaringen nach Hause. Bei Weingarten verpasste ich die Abzweigung und so ging es wieder Richtung Bodensee nach Meersburg. Ich dachte, das tue ich mir nicht an, änderte die Richtung und fuhr nach Ostrach. Kurz vor Ostrach war die Straße ebenfalls gesperrt, die Umleitungstrecke führte uns über unzählige kleine Dörfer und Weiler bis wir schließlich in Krauchenwies landeten. Von da an lief es reibungslos bis nach Hause.

Rottweil, Deutschland

Hardtstraße 3, 78628 Rottweil, Deutschland