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Freeontour-Test: Corigon Wohnmobil A 70 D
Freeontour-Test: Corigon Wohnmobil A 70 D
Freeontour Fahrzeugtests

Freeontour-Test: Corigon Wohnmobil A 70 D

Alkoven-Wohnmobil zum attraktiven Einstiegspreis mit viel Stauraum und klarer Ausrichtung auf Funktionalität - der Corigon A 70 D im Freeontour Praxistest.
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FREEONTOUR

Autor: Freeontour, Titelbild: Freeontour

Mit dem A 70 D ergänzt Corigon seine junge Modellpalette um ein klassisches Alkoven-Wohnmobil, das sich klar an Familien und reisefreudige Gruppen richtet. Auf Fiat Ducato Basis gebaut, kombiniert der rund sieben Meter lange A 70 D ein funktionales Raumkonzept mit viel Stauraum, bis zu sechs Schlafplätzen und einer insgesamt bewusst schlicht und stilvoll gehaltenen Ausstattung. Freeontour hat den neuen Corigon Alkoven on the road getestet.

Corigon Wohnmobil A70D von aussen rechte Seite

Die junge Wohnmobil-Marke Corigon bietet ab Frühsommer 2026 insgesamt zwei Grundrisse der Baureihe Alkoven Pure mit einem attraktiven Einstiegspreis ab 61.999 Euro an – den A 70 S mit Längseinzelbetten im Heck und den A 70 D mit Querdoppelbett im Heck. Freeontour hat den A 70 D getestet.

Baureihe: Wohnmobil Baureihe Alkoven Pure
Chassis: Fiat Ducato, 2.2 Multijet Diesel, 103 kW (140 PS), 6 Gang Schaltgetriebe
Zulässiges Gesamtgewicht: 3.500 kg
Masse in fahrbereitem Zustand (+/  5 %): 2.880 kg (2.736 – 3.024 kg)*
Herstellerseitig festgelegte Masse für Sonderausstattung: 255 kg
Länge: 6,99 m
Breite: 2,32 m
Höhe: 3,10 m
Radstand: 3,80 m
Innenhöhe: 2,10 m
Gurtplätze / Isofixplätze: 4 (optional 6) / 2 Isofix optional
Schlafplätze: 6 serienmäßig (inklusive Sitzgruppenumbau)
Grundpreis: 61.999 Euro
Preis inkl. Ausstattung Testfahrzeug: 71.339 Euro 

*bezogen auf die Serienausstattung

Corigon Wohnmobil A 70 D von vorne und seitlich

Trotz Alkovenaufbau wirkt der Corigon A 70 D auf den ersten Blick erstaunlich kompakt. Direkt als Corigon erkennbar ist das Wohnmobil durch die modernen, zurückhaltenden Designakzente und den Corigon Schriftzug.

Wie schon beim teilintegrierten T 70 S von Corigon ist das Außendesign des A 70 D geprägt durch einen simplen, durchgehenden breiten Streifen in Dunkelgrau über einem schmaleren Streifen in Dunkelgrün auf ungefähr halber Höhe des ansonsten weißen Wohnmobils – und zwar sowohl an den Seiten als auch hinten am Heck. Aufgelockert wird dieses geradlinige Design durch die Platzierung von Corigon Schriftzug oder Emblem an einzelnen Stellen der GFK-Seitenwände, der GFK-Heck-Außenhaut und auch vorne auf der Alkoven-Haube. In Kombination mit dem GFK-Dach und dem Unterboden mit GFK-Schutz ist eine solide Basis für den ganzjährigen Einsatz des A 70 D gelegt.

Corigon Wohnmobil A70D von aussen vorne auf einer Wiese
Sowohl von vorne als auch an den Seiten sind Corigon-Schriftzug und -Emblem immer gut sichtbar. Foto: Freeontour
Rahmenfenster beim Corigon Alkoven Wohnmobil A 70 D
Optional kann man beim A 70 D die Ausstellfenster als Rahmenfenster erhalten. Foto: Freeontour
Schwarze Alufelge beim Corigon Wohnmobil A 70 D
Die schwarzen Alufelgen bilden optisch einen schönen Kontrast und sind als Sonderausstattung beim A 70 D zu haben. Foto: Freeontour

Das Fiat-Fahrerhaus ist klassisch unter dem Alkoven-Aufbau verbaut und auch von vorne lockern schwarze Kontrastelemente wie Scheinwerfer mit schwarzem Rahmendesign das Erscheinungsbild des Reisemobils auf. Dem Testfahrzeug hat Corigon außerdem lackierte Stoßfänger in Wagenfarbe sowie Nebenscheinwerfer und eine schwarze Skid Plate als Sonderausstattung gegönnt. Dazu passen auch die optional erhältlichen 16-Zoll-Alufelgen in matt-schwarz des Testfahrzeugs, die ebenso wie die optionalen Rahmenfenster den qualitativ guten Eindruck des A 70 D unterstreichen. Serienmäßig ist der A 70 D bereits mit vorgehängten, doppelverglasten Ausstellfenstern inklusive Verdunkelungsrollos und Fliegenschutz ausgestattet. Insgesamt macht der A 70 D von außen einen soliden, gut verarbeiteten Eindruck.

Corigon Reisemobil A 70 D aussen linke Seite auf einer Wiese

Mit einer Länge von nur knapp sieben Meter erscheint der Corigon weniger wuchtig als viele klassische Alkoven-Reisemobile. Dennoch lassen die großen Heckgaragenklappen vermuten, was sich im Inneren bestätigen wird: Der A 70 D ist ein kleines Raumwunder.

Entsprechend ist auch die Heckgarage ein echtes Highlight in Sachen Außenausstattung: Schon die serienmäßige Heckgaragenklappe auf der rechten Fahrzeugseite ist 1,10 m hoch und 95 cm breit, so dass die Heckgarage rechts und links davon noch ein paar Zentimeter mehr bietet. Damit lassen sich in der Heckgarage gut zwei bis drei Fahrräder, Campingmöbel für die ganze Familie oder anderes sperriges Reisegepäck mit einem Gewicht bis zu 150 kg unterbringen. Dank der Rahmenabsenkung und der Beleuchtung fällt das Be- und Entladen der Heckgarage außerdem sehr leicht. Serienmäßige Verzurrösen sorgen dafür, dass während der Reise alles am Platz bleibt.

Einziges kleines Manko ist, dass die Heckgarage nach oben zum darüber liegenden Heckbett nicht abgedichtet ist. Dadurch können im ungünstigen Fall Insekten aus der Garage in den Wohnraum gelangen – wer ein Insektenschutznetz zwischen Heckgarage und Festbetten einzieht, kann dieser Problematik aber aus dem Weg gehen. 

Heckgarage des Corigon A 70 D von aussen
Mit einer Höhe von 1,10 m und einer Breite von 95 cm fällt die Heckgaragenklappe beim A 70 D sehr groß aus. Foto: Freeontour
Blick in die offene Heckgarage des Corigon A 70 D
Die Heckgarage des Corigon Alkoven Wohnmobils bietet viel Stauram für das Reisegepäck der ganzen Familie. Foto: Freeontour
Tiefe Coupetuer beim Corigon Wohnmobil A 70 D
Der tiefe Coupèeinstieg gist beim A 70 D Standard, die Fliegengittertür kann man optional dazu bestellen. Foto: Freeontour 

Eine zweite, kleinere Heckgaragenklappe ist optional im Rahmen des Komfort-Pakets zubuchbar. Dieses beinhaltet unter anderem zusätzlich eine 230 V-Steckdose in der Garage und eine Fliegengittertür für die Aufbautür, die serienmäßig über einen tiefen Coupé-Einstieg verfügt und angenehm breit ist. Damit entfällt beim A 70 D die Notwendigkeit einer elektrischen Trittstufe. Wer Wert auf ein Fenster in der Aufbautür legt, kann dies im Rahmen des Komfort Plus Pakets mitbestellen.

Wohnmobil-Baureihe Alkoven Pure von Corigon

Mit der Baureihe Alkoven Pure hat Corigon zwei Wohnmobile im Programm, die wahre Raumwunder für Familien und kleine Gruppen sind und sich auf das Wesentliche konzentrieren.
Details zur Baureihe Alkoven Pure ansehen
Volldinette im Sitzbereich des Corigon Wohnmobils A70D

Der Wohnraum des Corigon A 70 D zeigt sich mit Volldinette funktional, familienfreundlich und klar auf Alltagstauglichkeit ausgelegt. Optional stehen bis zu sechs Gurtplätze zur Verfügung, so dass auch größere Familien komfortabel und sicher reisen können.

Zwei der Sitzplätze können optional zusätzlich mit Isofix-Befestigungen ausgestattet werden, während die rückwärtsgerichtete Sitzbank nur mit Beckengurten zu sichern ist. Zum Laden von Smartphone und Co. Gibt es oberhalb der Sitzbank eine USB- und eine USB-C-Steckdose. Vier Personen können bequem am Tisch sitzen, eine fünfte Person kann es sich außerdem auf der Seitenbank gemütlich machen. Wer mit mehr als vier Personen im A 70 D unterwegs ist, sollte die gemeinsamen Familienessen aber nach draußen oder ins Vorzelt verlegen, da der Tisch von der Seitenbank aus etwas zu weit entfernt ist. Der Durchgang zwischen Wohnraum und Fahrerhaus fällt hingegen relativ eng aus, mit etwas Beweglichkeit ist das aber unproblematisch.

Wohnbereich im Corigon Wohnmobil A 70 D
Die hellgrauen Stoffbezüge der Wohnwelt Montagna harmonieren gut mit dem übrigen Innendesign des A 70 D. Foto: Freeontour 
Knopf mit Isofix-Emblem im Corigon Wohnmobil A 70 D
Als Familienwohnmobil kann der A 70 D optional mit zwei Isofix-Plätzen ausgestattet werden. Foto: Freeontour
Einkaufskorb im Stauraum unter der Dinettenbank des Corigon A 70 D
Die rückwärtsgerichtete Dinettenbank hat viel praktischen Stauraum zu bieten. Foto: Freeontour

Die LED-Beleuchtung im Wohnraum ist insgesamt einfach gehalten, erfüllt ihren Zweck jedoch zuverlässig. Sie sorgt für eine ausreichende Ausleuchtung, ohne gestalterisch in den Vordergrund zu treten. Das Designkonzept wirkt modern und stimmig: Ein hellgrauer, betonartig anmutender Boden harmoniert mit den optionalen, hellgrauen Polsterflächen. Akzente setzen die schwarz marmorierte Tischplatte, die Möbel in dunkler Holzmaserungs-Optik sowie teilweise weiß glänzende Möbelklappen mit schwarzen Griffen. Ergänzt wird das Ganze durch weiße Wandflächen, die dem Innenraum eine freundliche und helle Atmosphäre verleihen. Alternativ stehen mit der serienmäßigen Wohnwelt Sicilia in schwarz-anthrazit und der optionalen Wohnwelt Tropea in beige zwei weitere Polstermöbeldesigns zur Wahl.

Für ausreichend Tageslicht und Belüftung im Wohnbereich sorgt eine große Dachhaube mit Mückenschutz und Verdunkelung. Aufgrund der großzügigen Innenhöhe von 2,10 m muss man allerdings entweder groß sein, um die Dachluke zu erreichen, oder auf die Sitzbank steigen.

Stauraum 

Beim Stauraum spielt der Corigon A 70 D seine größten Stärken aus. Der Alkoven Grundriss ist klar auf mehrere Mitreisende ausgelegt und bietet neben der großen Heckgarage auch im Innenraum zahlreiche Staufächer und Schränke.

Bereits im Küchen- und Schlafbereich überzeugt das Alkovenmobil mit clever integrierten Schranklösungen. Direkt rechts neben dem Kühlschrank, zwischen Küche und Heckbett, befinden sich übereinander zwei schmale, hohe Kleiderschränke. Beide sind mit Kleiderstangen ausgestattet und eignen sich gut zum Aufhängen von Jacken oder anderer Kleidung. Sie ersetzen damit effektiv klassische Garderobenhaken, die im Fahrzeug nicht vorhanden sind. Im unteren Schrank ist zudem der Strom-Sicherungskasten untergebracht.

Gegenüber der Küchenzeile, zwischen Sitzbank und Badezimmer, wartet ein weiterer großer Stauraum: ein hoher Schrank mit insgesamt fünf tiefen Einlegeböden. Die Fächer bieten erstaunlich viel Volumen und eignen sich ideal für T-Shirts, Pullover und andere Kleidung. Besonders auf Reisen mit vier oder fünf Personen lässt sich hier jedem Mitreisenden problemlos ein eigenes Fach zuordnen. Das Platzangebot ist so großzügig, dass es für einen längeren Urlaub problemlos ausreichen sollte. Im untersten Fach befindet sich zudem der Zugang zum Frischwassertank.

Kleiderschrank mit Faechern im Corigon Wohnmobil A 70 D
Fünf große Fächer hat der Kleiderschrank zwischen Bad und Sitzgruppe zu bieten. Foto: Freeontour
Schrank mit Kleiderstange im Corigon Reisemobil A 70 D
Anstelle einer Garderobe bieten zwei schmale Schränke die Möglichkeit zum Aufhängen von Jacken usw. Foto: Freeontour
Schuhe im Stauraum unter der Laengsbank im Corigon A 70 D
Direkt neben der Aufbautür bietet sich der Stauraum unter der Längsbank als Schuhschrank an. Foto: Freeontour

Zusätzlicher Stauraum findet sich unter der Seitensitzbank im Wohnbereich. Dieses Fach ist besonders praxisnah gestaltet, denn es ist sowohl seitlich – direkt neben der Aufbautür – als auch von oben zugänglich. Gerade der seitliche Zugang macht das Fach ideal für Schuhe. Schmutzige oder nasse Schuhe können direkt beim Eintreten ausgezogen und verstaut werden, ohne den Wohnraum zu verschmutzen – ein klarer Vorteil, insbesondere wenn kein Vorzelt genutzt wird. Durch den Zugang von oben lässt sich das Fach zudem für größere oder sperrigere Gegenstände nutzen, wobei hierfür das Sitzpolster abgenommen werden muss.

Unter der rückwärtsgerichteten Sitzbank befindet sich ein weiteres, sehr großzügig dimensioniertes Staufach. Auch hier gibt es einen seitlichen Zugang, der sich im Alltag als besonders praktisch erweist. Klassische Einkaufskörbe lassen sich problemlos hineinschieben. Alternativ ist das Fach ebenfalls von oben erreichbar, allerdings nur, wenn das Sitzpolster entfernt und die Sitzbank hochgeklappt wird. Im täglichen Gebrauch ist der seitliche Zugriff daher klar im Vorteil.

Abgerundet wird das Stauraumangebot durch mehrere Oberschränke im Wohnbereich und im Schlafbereich im Heck. Steht das Fahrzeug auf dem Campingplatz, lassen sich die Oberschränke im Wohnbereich theoretisch auch vom Alkovenbett aus als Ablage nutzen. Naturgemäß bietet auch der Küchenblock weiteren Stauraum, der im Bereich der Küche näher erläutert wird. Insgesamt präsentiert sich der Corigon A 70 D beim Thema Stauraum äußerst familienfreundlich und gut durchdacht. Zahlreiche Schränke, große Staufächer und praxisnahe Zugänge sorgen dafür, dass Reisegepäck, Kleidung und Alltagsutensilien ihren festen Platz finden.

Variobad mit Schwenkwand im Corigon Wohnmobil A70D

Kompakt und funktional: Das serienmäßige Vario-Bad des A 70 D bietet auf kleiner Fläche alle notwendigen Funktionen und bringt obendrein die essentiellen Badutensilien der Familie unter.

Das Badezimmer im Corigon A 70 D ist als platzsparendes Schwenkbad ausgeführt und klar auf Funktionalität ausgelegt. Verschlossen wird es mit einer vollwertigen Tür, an deren Außenseite sich ein im Komfort Plus Paket enthaltener Spiegel befindet. Dieser ist als Ganzkörperspiegel nutzbar und erweist sich im Alltag für den schnellen Outfit-Check als äußerst praktisch.

Im Inneren erwartet die NutzerInnen die typische Schwenkbad-Kombination aus Waschbecken, Chemietoilette und Dusche. Dabei muss man ehrlich festhalten: Das Bad ist insgesamt recht kompakt dimensioniert. Der Platz reicht aus, um die grundlegenden Funktionen zu erfüllen, wirkt aber ein wenig beengend. Interessant ist dabei: In der Duschposition steht tatsächlich mehr Platz zur Verfügung als im normalen Waschbetrieb, so dass man bequem im A 70 D duschen kann.

Blick ins kompkte Schwenkbad des Corigon A 70 D
Das Variobad im A 70 D ist kompakt, bietet aber alles Notwendige für unterwegs - inklusive Dachfenster. Foto: Freeontour
Schwenkwand in Mittelposition im Variobad des Corigon A 70 D
Die Schwenkwand lässt sich zur Seite schieben und macht Platz für eine Duschkabine. Foto: Freeontour
Duschposition im Schwenkbad des Corigon A 70 D
Im Duschmodus präsentiert sich das Bad im Corigon A 70 D recht geräumig. Foto: Freeontour

Die Schwenkwand selbst schließt in der Duschposition allerdings nicht vollständig ab, so dass im Bereich der Tür eine Ecke offen bleibt, die zusätzlich mit einem schmalen Duschvorhang abgetrennt werden muss, um Spritzwasser zuverlässig vom restlichen Bad fernzuhalten. Auch beim Stauraum zeigt sich das Bad des Alkoven Wohnmobils zweckmäßig: Seitlich befindet sich ein schmaler Schrank mit zwei Ablageflächen, der Platz für kleinere Badutensilien bietet. Zusätzlich gibt es Stauraum im Unterschrank des Waschbeckens. Dort ist eine besonders clevere Lösung für die Toilettenpapierrolle integriert: Diese verschwindet vollständig im Waschbeckenunterschrank und wird über eine Öffnung im Schrankboden nach unten geführt. Optisch ist das eine sehr saubere und aufgeräumte Lösung, in der Praxis lassen sich vor allem volle Rollen etwas schwer abrollen.

Ergänzend dazu gibt es an der Stirnseite oberhalb des WCs eine offene Regalfläche, die sich gut für Dinge eignet, die schnell griffbereit sein sollen. Zwei Wandhaken bieten zudem Platz für Handtücher. Für die Unterbringung von Badutensilien für vier bis sechs Personen stößt das Bad allerdings schnell an seine Grenzen. Für den kurzen Aufenthalt oder den gelegentlichen Einsatz auf Transferstrecken ist das Stauraumangebot ausreichend, bei voller Belegung des Fahrzeugs wird man bei längeren Urlauben aber vermutlich ohnehin auf die Sanitäranlagen des Campingplatzes ausweichen.

Für Frischluft und Licht sorgt eine Aufstell-Dachluke, die serienmäßig mit Mückenschutz ausgestattet ist. Mit Vorsicht zu betrachten ist allerdings die Position der Lüftungsöffnung der Heizung im Bad: Sie ist sehr nah an der Bedientaste der WC-Spülung untergebracht. Läuft die Heizung eine Zeit lang, wird die austretende Luft deutlich heiß – so heiß, dass man sich beim Betätigen der Spülung unter Umständen die Finger verbrennen kann.

Kuechenzeile im Corigon Wohnmobil A 70 D

Die Küchenzeile im Corigon A 70 D präsentiert sich als gut durchdachte, familienfreundliche Lösung – mit zusätzlicher Arbeitsfläche, viel Stauraum und einer stimmigen Material- und Farbkombination.

Der Küchenblock des Corigon A 70 D ist klar auf Alltagstauglichkeit ausgelegt, zeigt aber zugleich einige Details, mit denen sich Corigon bewusst vom reinen Einstiegsniveau absetzt. Optisch fällt zunächst die dunkle, marmorierte Arbeitsplatte ins Auge. Sie wird durch eine ebenfalls marmorierte Verkleidung im Fensterbereich ergänzt und verleiht der Küche insgesamt einen etwas hochwertigeren Eindruck, als man ihn in dieser Fahrzeugklasse zwingend erwarten würde. In Kombination mit den weißen, glänzenden Fronten und dem dunklen Holzton der Möbel wirkt die Küche schlicht, modern und stimmig.

Herzstück der Küchenzeile ist ein Zwei-Flammen-Gasherd (CAN), der für die grundlegende Versorgung unterwegs völlig ausreicht. Zwei Töpfe – ein kleiner und ein größerer – lassen sich problemlos gleichzeitig nutzen. Ergänzt wird der Herd durch ein rechts angeordnetes Spülbecken. Besonders gelungen ist dabei die Positionierung von Kochfeld und Spüle: Beide sind etwas weiter nach hinten versetzt, so dass davor eine durchgehende Arbeitsfläche von etwa 25 Zentimetern Tiefe entsteht. Da es im Corigon A 70 D keine ausklappbaren oder hochstellbaren Arbeitsflächenerweiterungen gibt, ist diese Lösung im Alltag ein echter Pluspunkt. Sie schafft Platz zum Schneiden, Vorbereiten oder Abstellen von Küchenutensilien. Praktisch ist zudem eine seitlich angebrachte Leiste mit Haken, an der sich Handtücher, Spüllappen oder leichte Küchenhelfer aufhängen lassen.

2-Flamm-Gaskocher im Corigon A 70 D
Vor dem Gasherd und der Spüle gibt es im Corigon A 70 D
Arbeitsfläche zum Schnibbeln. Foto: Freeontour
Offener Oberschrank in der Kuechenzeile des A 70 D von Corigon
Der Oberschrank in der Küchenzeile ist in vier große Bereiche unterteilt, in denen man einiges unterbringen kann. Foto: Freeontour
Geoeffneter Unterschrank in der Kueche des Corigon A70D
Auch der Unterschrank der Küchenzeile hat viel Platz für Töpfe, Vorräte und andere Küchenutensilien zu bieten. Foto: Freeontour

Über dem Kochfeld befindet sich ein großer Oberschrank, der in vier Fächer unterteilt ist und überraschend viel Stauraum bietet. Hier lassen sich Geschirr, Vorräte oder Küchenzubehör gut sortiert unterbringen. Im Unterschrank gibt es eine Schublade für Besteck und kleinere Utensilien. Darüber sind eine 230‑Volt‑Steckdose sowie eine 12‑Volt‑Steckdose platziert – sinnvoll positioniert, etwa für Kaffeemaschine, Wasserkocher oder Ladegeräte. In diesem Bereich befinden sich auch die Gasabsperrventile für Herd und Heizung. Unterhalb der Arbeitsfläche folgt ein klassischer Küchenschrank, in dessen Tür ein integrierter Mülleimer untergebracht ist. Zusätzlich gibt es ein kleines Ablagefach und auf der linken Seite des Küchenblocks einen weiteren, groß dimensionierten Unterschrank mit viel Platz für Töpfe, Pfannen oder größere Küchenutensilien. Wer Ordnung liebt, kann hier auch gut mit Stapelboxen oder Körben arbeiten, um den Raum optimal auszunutzen.

Wie es sich für einen Familien-Alkoven gehört, hat der A 70 D natürlich auch einen großen, 135 Liter fassenden Kühlschrank an Bord, in dem sich ausreichend Lebensmittel und Getränke für die ganze Truppe unterbringen lassen. In die Kühlschranktür passen selbst 1,5-l-Flaschen hinein und auch ein großes Gefrierfach ist im Kühlschrank integriert. Ungewohnt für ein Alkoven-Wohnmobil ist aber, dass Corigon dabei auf einen rein elektrisch zu betreibenden Kompressor-Kühlschrank setzt. Gelegentlich sollte man die Batterien also am Landstrom aufladen oder dem Fahrzeug gleich eine Solaranlage gönnen, um möglichst autark zu bleiben. Unterhalb des Kühlschranks befindet sich zudem ein weiteres Staufach, das sich gut für Vorräte oder Getränkeflaschen eignet.

Querheckbett im Corigon A70D

Bei den Schlafmöglichkeiten spielt der A 70 D seine Stärken als Familienreisemobil voll aus: Bis zu sechs Personen können serienmäßig in diesem Alkoven-Wohnmobil nächtigen. Für vier Personen gibt es Festbetten in Form von zwei Querdoppelbetten.

Hauptbett im Corigon A 70 D ist das 2,12 m lange und zwischen 1,45 m und 1,29 m breite Querdoppelbett im Heck des Fahrzeugs. Die beiden Einzelmatratzen fallen mit etwa 10 cm Höhe ordentlich fest aus und liegen durchgehend auf einem Holzlattenrost. Da durch die Einzelmatratzen eine Besucherritze entsteht, empfiehlt sich unter Umständen ein Matratzentopper für mehr Komfort. Andererseits erleichtern die Einzelmatratzen das Beziehen des Heckbetts, das man über zwei quer verbaute Stufen erklimmen kann. Diese Lösung ist platzsparend und alltagstauglich, verlangt aber eine gewisse Beweglichkeit, da das Bett relativ hoch positioniert ist. Als Pluspunkt entfällt eine separate Leiter, so dass nichts umgestellt oder verstaut werden muss.

Über dem Heckbett stehen zwei Oberschränke zur Verfügung, die nicht weiter unterteilt sind, aber ausreichend Platz für T-Shirts oder andere Kleidung bieten. Ergänzt wird das Stauraumangebot durch ein offenes Ablageregal auf der rechten Fahrzeugseite über dem Ausstellfenster. Für die Abendstunden sind zwei Leselampen installiert, jeweils mit integriertem USB-Anschluss. Zudem gehört eine Dachluke mit Verdunkelungsrollo und Insektenschutz zur Serienausstattung. Ein Vorhang ermöglicht es, den Heckschlafbereich vom restlichen Innenraum abzutrennen.

offene Oberschraenke ueber dem Heckbett des A 70 D
Über dem Heckbett des Corigon A 70 D stehen weitere Schränke und Regalflächen als Stauraum zur Verfügung. Foto: Freeontour
Alkovenbett im Corigon A 70 D
Das Alkovenbett fällt sogar größer aus als das Heckbett im A 70 D, ist aber nur per Leiter zugänglich. Foto: Freeontour
hochgeklapptes Alkovenbett im Corigon A 70 D
Das Alkovenbett lässt sich für den besseren Zugang zum Fahrerhaus nach oben klappen. Foto: Freeontour

Das weitere Festbett ist das Alkovenbett über dem Fahrerhaus, das mit einer Länge von 2,11 m und einer Breite von 1,59 m sogar noch größer ausfällt als das Heckbett. Anders als im Heck kommt hier eine durchgehende Matratze zum Einsatz – ein klarer Vorteil in Sachen Liegekomfort. Im Alkoven selbst sorgen eine Leuchte, eine eigene Dachluke sowie ein seitliches Fenster für Helligkeit und Belüftung. Das Alkovenbett lässt sich per Vorhang abtrennen, wodurch eine gemütliche, private Schlafhöhle entsteht. Hinauf gelangt man über eine mobile Leiter. Besonders praktisch: Das Alkovenbett lässt sich bei Nichtgebrauch nach oben klappen, wodurch der Durchgang ins Fahrerhaus deutlich erleichtert wird.

Für größere Familien das absolute Plus: Im Corigon A 70 D ist der Bettenumbau des Sitzbereichs bereits in der Basisausstattung enthalten. So steht eine zusätzliche Schlafmöglichkeit mit einer Liegefläche von 1,80 m x 0,90 m bereit – entweder für zwei kleinere Kinder oder ein größeres. Der höhenverstellbare Tisch dient dabei als Basis für ein passgenaues Zusatzpolster. Warum bei diesem Konzept der fünfte und sechste Sitzplatz nur optional hinzubuchbar ist, erschließt sich allerdings nicht ganz. Wer maximal fünf Schlafplätze benötigt und Einzelbetten bevorzugt, sollte sich alternativ auch den Corigon A 70 S ansehen. 

Bei der Schlafverdunkelung des Fahrerhauses setzt Corigon ebenso wie beim Heckbett und und dem Alkovenbett auf einen Vorhang, während Fenster und Dachluken über Verdunkelungsrollos verfügen. 

Geoeffneter Gasflaschenkasten im Corigon A 70 D

Insgesamt präsentiert sich die Bordtechnik des Corigon A 70 D solide, bewährt und funktional und auf zuverlässigen Alltagsbetrieb ausgelegt. Primäre Energiequellen sind Gas und Strom.

Eine zentrale Komponente der Bordtechnik ist die Truma Combi 4 Gasheizung, die sowohl für die Raumwärme als auch für die Warmwasserversorgung zuständig ist. Als Warmluftheizung arbeitet sie effizient und bringt den Innenraum vergleichsweise schnell auf Temperatur. Auch das Aufheizen des Wassers erfolgt zügig, was insbesondere im Familienbetrieb oder bei kühleren Außentemperaturen ein klarer Vorteil ist. Die Heizung erfüllt genau das, was man von ihr erwartet: Sie läuft unauffällig, zuverlässig und leise. Gesteuert wird die Truma Combi 4 über das analoge Classic-Bedienteil.

Optional steht gegen Aufpreis auch ein Upgrade zur Truma Combi 6 E mit Elektroheizstab und digitalem Bedienteil zur Verfügung. Ergänzt wird das Truma Bedienteil durch ein CBE Bordpanel, an dem sich u. a. der Status von Strom und Wasserfüllständen ablesen lässt. Beide Panels befinden sich wie üblich gut zugänglich oberhalb der Aufbautür. 

Truma Heizung unter der Dinettenbank im Corigon Wohnmobil A 70 D
Der Frostwächter befindet sich im Corigon A 70 D direkt neben der Truma Combi 4 Gasheizung unter der Dinettenbank. Foto: Freeontour
2 Gasflaschen im Versorgungsfach des Corigon A 70 D
Für den einfachen Gasflaschenwechsel lässt sich die untere Metallblende am Versorgungskasten abklappen. Foto: Freeontour
Bordpanels im Corigon A 70 D
Die Heizung wird im A 70 D mit einem Truma Classic Bedienteil gesteuert, die übrige Bordtechnik über ein CBE-Panel. Foto: Freeontour

Etwas weniger gut zugänglich ist leider der Frostwächter, der in einer der beiden Sitzbänke verbaut ist. Um ihn zu erreichen, müssen das Sitzpolster abgenommen und der Tisch verschoben oder ausgehängt werden, da der Zugang ansonsten zu eng ist. Da man während einer Reise nicht allzu häufig an den Frostwächter herankommen muss, ist das aber nicht weiter schlimm.

Im Gegenzug sind aber die Gasabsperrhähne sehr gut zugänglich außen oberhalb der Küchenschublade angebracht. Auch der Gasflaschenschrank, in dem bis zu zwei 11-kg-Gasflaschen untergebracht werden können, ist funktional gestaltet: Die untere Begrenzung des Schranks bildet eine Metallplatte, die durch Magnete gehalten wird und bei Bedarf nach unten weggeklappt werden kann. Auf diese Weise gestaltet sich der Gasflaschenwechsel ganz einfach.

Rueckfahrkamera am Heck des Corigon Wohnmobils A 70 D

Auf der Straße zeigt sich der Corigon A 70 D gutmütig und stabil. Bis etwa 100 km/h liegt das Fahrzeug ruhig, darüber macht sich der höhere Schwerpunkt durch den Alkoven bemerkbar. Auch Seitenwind ist spürbar, bleibt aber im erwartbaren Rahmen. Dank überschaubarer Länge und relativ kurzem Radstand lässt sich der A 70 D gut manövrieren und rangieren.

Im Fahrerhaus stehen die klassischen Ducato-Bedienelemente zur Verfügung, ergänzt um zeitgemäße Anschlussmöglichkeiten. Neben einer 12‑Volt-Steckdose gibt es sowohl einen USB‑A‑ als auch einen USB‑C‑Anschluss. Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung des Ducato‑Chassis gehören unter anderem ABS und ESP inklusive Seitenwindassistent, der beim Alkoven zur Fahrstabilität beiträgt. Ebenfalls an Bord des A 70 D sind eine Traktionskontrolle zur besseren Kraftübertragung auf rutschigem Untergrund, eine Berganfahrhilfe und Tempomat. Das Testfahrzeug ist zudem mit Rückfahrkamera und einem Zenec Z-E3776-Multimediasystem ausgestattet, das Android Auto und Apple CarPlay unterstützt. 

Trotz seiner Größe liegt der A 70 D stabil auf der Fahrbahn. Selbst bei 100 km/h bleibt das Lenkrad ruhig, störende Vibrationen oder Zittern treten nicht auf. Das vermittelt auch weniger erfahrenen Alkovenfahrern ein gutes Sicherheitsgefühl. Natürlich macht sich aber der hohe Aufbau mit Alkoven fahrdynamisch bemerkbar, der eine höhere Windanfälligkeit hat als ein teilintegriertes oder vollintegriertes Wohnmobil. Der kurze Radstand von 3,80 m verleiht dem Alkoven aber eine überraschend gute Wendigkeit, sowohl auf kurvigen Landstraßen als auch beim Rangieren auf Campingplätzen. Die Fahrzeughöhe und das Alkovendach sollte man aber dennoch stets im Blick behalten werden.

Fazit

Der Corigon A 70 D ist ein gut durchdachtes Alkoven Wohnmobil für Familien und Gruppen, die Wert auf Platz und Stauraum legen. Er beschränkt sich bewusst auf das Wesentliche und punktet mit Funktionalität und bis zu sechs Schlafplätzen in der Serienausstattung. Mit großem Kühlschrank und großer Heckgarage bietet der Corigon A 70 D ein stimmiges Gesamtpaket, mit dem auch größere Familien zum vergleichsweise geringen Einstiegspreis von 61.999 Euro entspannt auf Reisen gehen können. Kurz: Der Corigon A 70 D ist ein kleines Raumwunder für Familien auf knapp sieben Metern im Einstiegssegment.

Überzeugen Sie sich selbst und sehen Sie sich den A 70 D bei einem Corigon Händler in Ihrer Nähe an oder konfigurieren Sie sich hier bei Corigon ein Wohnmobil der Baureihe Alkoven Pure nach Ihren persönlichen Wünschen.

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