Letztes Update: 8. November 2022
Duftender Lebkuchen, festliche Lichter, wärmender Punsch und Glühwein – mit der besinnlichen Adventszeit öffnen auch die gemütlichen Weihnachtsmärkte wieder ihre Tore. Besonders schönen Budenzauber kann man auf diesen zehn außergewöhnlichen Märkten erleben. Ob lebendige Tierkrippen, eine Zeitreise ins Mittelalter oder Buden in Wäldern, Schluchten und auf der Donau – einen Besuch lohnt jeder Markt!

Foto: Verein Lenzerheide Zauberwald / Johannes Fredheim
1. Der Zauberwald in der Schweizer Lenzerheide
„Von drauß´ vom Walde komm ich her; ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr. Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein sitzen“ – ob Knecht Ruprecht wohl im „Zauberwald“ im Graubündner Örtchen Lenzerheide war? Weihnachtlich ist es hier zwischen den urigen Holzbuden zweifellos. Und auch an den vielen Lichtern, die den Wald erhellen, kann man sich kaum satt sehen.
Der Zauberwald ist mehr als ein gewöhnlicher Weihnachtsmarkt. Handwerk und traditionelle Schweizer Küche im Marktdörfchen, Lichtkunst, Aufführungen und Konzerte machen den verwunschenen Wald zum Erlebnis für die ganze Familie. Der Zauberwald Lenzerheide befindet sich im Eichhörnchenwald Lenzerheide - festes Schuhwerk mit möglichst rutschfesten Wintersohlen oder noch besser Spikes ist hier angeraten.
Nach derzeitiger Planung findet der Zauberwald Lenzerheide im Jahr 2022 vom 16. Dezember bis 4. Januar 2023 jeweils zwischen 17:00 Uhr und 22:30 Uhr statt. Tickets sollten vorab erworben werden. Aktuell sind keine COVID-Einschränkungen bekannt. Besucher sollten sich vor dem Besuch über die geltenden Corona-Regelungen in der Schweiz informieren.
2. Mittelaltermarkt Münchner Adventsspektakel
Altertümliches, weihnachtliches Handwerk, allerlei Musik und Spektakel, Honig-Met und Feuerzangenbowle aus rustikalen Humpen, deftige Köstlichkeiten, Ritter in schweren Rüstungen, schelmische Gaukler, fromme Burgfräulein und Waldelfen – authentischer könnte ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt nicht sein.

Foto: Medieval Monacum
Das Münchner Adventsspektakel hält Einzug auf dem Wittelsbacher Platz, in der Nähe des Odeonsplatzes. Es zeigt den BesucherInnen, wie die ersten Weihnachtsmärkte entstanden. Denn tatsächlich geht die Tradition der Adventsmärkte auf mittelalterliche, vorweihnachtliche Märkte zurück, auf denen sich die Bevölkerung mit allerlei winterlichem Bedarf für die kalte Jahreszeit ausstattete. Etwa ab dem 14. Jahrhundert kamen Handwerks-Stände hinzu, beispielsweise von Zuckerbäckern, Spielzeugmachern oder Korbflechtern. Auch Kleinigkeiten, wie Mandeln, Maroni und verschiedene Nüsse, wurden angeboten. Über die Jahrhunderte entwickelten sich diese winterlichen Märkte zu den stimmungsvollen Weihnachtsmärkten, die man heute kennt.
Im Jahr 2022 soll das Münchner Adventsspektakel vom 21. November bis zum 23. Dezember zwischen 11 und 21 Uhr auf dem am Wittelsbacherplatz in der Maxvorstadt stattfinden. Nach derzeitigem Stand gibt es keine speziellen Corona-Auflagen. BesucherInnen sollten sich kurz vor dem Besuch über die aktuellen Corona-Auflagen in Bayern bzw. München informieren.
3. Tierisches Weihnachtsvergnügen auf Gut Aiderbichl
Wer ist schon einmal zwischen Schweinchen, Eseln, Kühen und Ponys über einen Weihnachtsmarkt geschlendert? Falls nicht, wird es höchste Zeit, die Märkte des Gut Aiderbichls zu besuchen.Der Verbund von Gnadenhöfen gibt geretteten Tieren ein Zuhause. Die drei Güter in Iffeldorf bei München, Deggendorf bei Passau und Henndorf bei Salzburg werden zur Adventszeit wunderbar weihnachtlich geschmückt und liebevoll dekoriert.



Holzbuden mit weihnachtlichem Handwerk, Fest-Deko und winterlichem Schmaus laden zum Schlemmen und Stöbern ein. Allerlei liebenswerte Vierbeiner sind Teil des festlichen Geschehens. Auch traditionelle Weihnachtskrippen warten mit Schäfchen, Ochsen & Co. auf die BesucherInnen. Ohnehin wirkt die friedliche Szenerie auf den geschmückten Höfen voller Tiere wie eine einzige, riesige Weihnachtskrippe.
Für Kinder sind das Heuhüpfen, die Esel- und Ponypflege oder der jährliche Besuch des Nikolauses und des Weihnachtsmanns besondere Highlights. Interessierte können sich Fütterungen und Führungen über den Hof anschließen.
Die Weihnachtsmärkte kann man je nach Hof von Mitte/Ende November bis Anfang Januar genießen. Der Erlös fließt in das Wohl der Tiere.
Termine 2022/23
Weihnachtsmarkt Gut Aiderbichl Henndorf: 11. November 2022 bis 8. Januar 2023
Weihnachtsmarkt Gut Aiderbichl Deggendorf: 19. November 2022 bis 8. Januar 2023
Weihnachtsmarkt Gut Aiderbichl Iffeldorf: 19. November 2022 bis 8. Januar 2023

4. Das Weihnachtsdorf in der Ravennaschlucht
Wie wär´s mit einem Punsch in einer Schlucht, unter einem imposanten Eisenbahn-Viadukt? Das Weihnachtsdorf in der Ravennaschlucht im Schwarzwald macht´s möglich! Rund 40 Händler präsentieren ihre lokalen Produkte, Handwerkskunst und originelle Geschenkideen hier im urigen Weihnachtsdorf. Ein buntes Lichtermeer zaubert ein besonders stimmungsvolles Ambiente. Wer möchte, kann an einer romantischen Fackelwanderung zum Weihnachtsdorf teilnehmen.
Der einzigartige Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht ist 2022 voraussichtlich vom 25. November bis zum 18. Dezember jeweils freitags bis sonntags geöffnet. Tickets für den Zutritt zum Weihnachtsdorf sind 2022 allerdings ausschließlich vorab online erhältlich - der Ticketkauf ist hier möglich. Dabei werden feste Zeitfenster für den Besuch vergeben, um das Besucheraufkommen zu entzerren. Nach aktuellem Stand gibt es für den Besuch des Weihnachtsmarktes keine weiteren Corona-Einschränkungen. BesucherInnen sollten sich vorab über die aktuell geltenden Corona-Regeln des Landes Baden-Württemberg informieren.

5. Künstler-Flair auf dem Weihnachtsmarkt Spittelberg in Wien
Wer auf der Suche nach originellen Weihnachtsgeschenken ist, der wird sicherlich auf dem Markt am Spittelberg in Wien fündig. In den gepflasterten Gassen des Künstlerviertels im 7. Bezirk bieten in der Regel etwa 100 Aussteller ausgefallenes Kunsthandwerk an. Für 2022 wird die Ausstellerzahl coronabedingt etwas reduziert, um Platz für mehr Abstand und zusätzliche Stehtische zu schaffen. Wie immer lässt aber die stimmungsvolle Weihnachts-Deko das ohnehin schon romantische Barock-Viertel besonders erstrahlen. Daher ist ein Besuch nach Sonnenuntergang hier am schönsten.
2022 startet der Weihnachtsmarkt besonders früh: Schon ab dem 11. November bis voraussichtlich zum 23. Dezember kann man über den Markt am Spittelberg flanieren. Nach aktuellem gibt es zurzeit keine gesonderten Corona-Maßnahmen. BesucherInnen sollten sich aber vor dem Besuch über die geltenden COVID-19-Einschränkungen in Österreich informieren.

6. Schwimmender Budenzauber in Vilshofen an der Donau
Im nahe Passau gelegenen Örtchen Vilshofen an der Donau schmückt man sich in der Adventszeit mit einem schwimmenden Weihnachtsmarkt. Die Buden werden nämlich nicht nur entlang des erleuchteten Flussufers aufgestellt, sondern auch auf dem Schiff Stadt Linz. Weitere Attraktionen sind die neun Meter hohe Glühweinpyramide, die wohl größte Brettkrippe der Welt und der stolze, strahlende Christbaum mit rund 4.000 Lichtern und 1.500 Kugeln. Niederbayrische Spezialitäten verwöhnen den Gaumen und die Uferpromenade verbreitet romantisches Flair.
Über den Vilshofener Weihnachtsmarkt kann man 2022 vom 25. November bis zum 11. Dezember jeweils freitags bis sonntags spazieren. Ob für den Besuch spezielle Corona-Regelungen gelten, ist abhängig von den Corona-Bestimmungen für Veranstaltungen in Bayern zum Zeitpunkt des Besuchs.
Übrigens: Wenn man schon einmal in der Region ist, sollte man auch einen Abstecher nach Passau machen - auch dort gibt es wunderschöne Weihnachtsmärkte.

7. Weihnachts-Wunderland Elsass
Die malerischen Örtchen im französischen Elsass sind zu jeder Jahreszeit schön. Zur Adventszeit allerdings versprühen sie einen ganz besonderen Charme. Denn dann sind Weihnachtsmärkte zwischen den historischen Fachwerkhäusern aufgebaut und die Dörfer sehen aus, als wären sie direkt einem Weihnachtsmärchen entsprungen.
Besonders schöne Märkte finden sich in Colmar, das gleich über sechs verschiedene Adventsmärkte verfügt und deshalb auch gerne Weihnachtsstadt genannt wird. In der friedlichen Altstadt kann man gemütlich von Markt zu Markt bummeln, die Elsässer Küche kennenlernen und den Weihnachtszauber genießen. Die Weihnachtsmärkte in Colmar sind 2022 zwischen dem 24. November und dem 29. Dezember geöffnet. Doch auch der kleinere, nahe gelegene Ort Riquewihr ist in Punkto Weihnachtsmarkt keinesfalls zu unterschätzen. Auch hier herrscht Märchenstimmung pur. Dasselbe gilt für die umliegenden Dörfer. Wer es etwas größer und pompöser mag, dem dürfte der Weihnachtsmarkt in Strasbourg gefallen. Im Elsass kann man bezüglich Weihnachtsmärkten eben einfach nichts falsch machen!
Informationen zu den aktuellen Corona-Regeln in Frankreich gibt es hier.
Die Burgweihnacht findet jeweils samstags und sonntags ab 12 Uhr an den vier Adventswochenenden statt. Die Wahrscheinlichkeit für eine verschneite Atmosphäre ist hier zwar eher gering, aber das macht das stimmungsvolle Ambiente der Burg mitsamt der festlichen Beleuchtung, abwechslungsreichen Marktständen, viel Liebe zum Detail und einem mittelalterlichen Krippenspiel der Stauferzeit wieder wett. Hinzu kommen die Werkstatt des Weihnachtsmanns für Kinder, wo fleißige Elfen in Gewändern beim Werkeln und Basteln helfen sowie eine burgeigene Backstube. Sehr beliebt sind auch weihnachtliche Vorführungen auf Latein und Mittelhochdeutsch im Park der Burg Satzvey.
Der Eintritt zur Burgweihnacht kostet pro Person 10 Euro im Vorverkauf, 12 Euro an der Tageskasse. Jugendliche von 12 bis 18 Jahre sowie Studierende zahlen 7 Euro bzw. 8 Euro, für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren sind es 5 Euro bzw. 6 Euro. Eine Familienkarte kostet im Vorverkauf 25 Euro, an der Tageskasse 30 Euro. Vor dem Besuch sollte man überprüfen, welche Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen zum Zeitpunkt des geplanten Besuchs gelten. Nach aktuellem Stand gibt es keine Einschränkungen.
Natürlich sind an den vielen Weihnachtsbuden zwischen dem 25. November und dem 23. Dezember 2022 typische Produkte aus dem Erzgebirge zu finden, wie Schwibbogen, Pyramiden, Nußknacker, Räuchermännchen, Engel und Bergmann, die klassischen Faltsterne, Annaberger Klöppelspitzen oder der Annaberger Weihnachtsstollen. Darüber hinaus gibt es aber auch verschiedene, sehenswerte Weihnachtswelten, beispielsweise die Manufaktur der Träume, die Wichtelstadt, die Bergmännische Krippe in der Bergkirche St. Marien, das Weihnachtshaus Erzhammer sowie Adventskonzerte und Mettenspiele in der St. Annen-Kirche.
Einen kostenfreie Parkmöglichkeit gibt es auf dem Zentralparkplatz Kätplatz (Ausnahme: am Sonntag, den 18.12.2022 zur Bergparade kostenpflichtig). Zu Fuß sind es von hier aus etwa zehn Minuten zum Weihnachtsmarkt. An den Adventswochenenden wird ein kostenloser Bus-Shuttle zum Annaberger Weihnachtsmarkt angeboten.
Vor dem Besuch sollte man sich über die aktuell geltenden Corona-Regeln in Sachsen für Veranstaltungen informieren.
Der Weihnachtsmarkt ist an den Adventswochenenden zwischen dem 25. November und dem 18. Dezember jeweils freitags bis sonntags sowie zusätzlich an zwei Donnerstagen (8.12. und 15.12.) geöffnet und erstreckt sich insgesamt über ein Areal von 50.000 m². Der Eintritt kostet donnerstags und freitags jeweils 6 Euro, am Wochenende 8 Euro pro Person. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt - ebenso wie all jene, die mittelalterlich gewandet zum Weihnachtsmarkt kommen.
Unterhalb des Schlosses stehen 1.000 Parkplätze gegen eine Gebühr von je 2 Euro zur Verfügung. Wer mit der Bahn anreist oder den Parkplatz Nordgauhalle Nabburg nutzt, kann einen Shuttle-Bus nutzen. Kostenpunkt 1 Euro. Ob für den Besuch Corona-Einschränkungen gelten, ist abhängig von den Corona-Bestimmungen für Veranstaltungen in Bayern zum Zeitpunkt des Besuchs.