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Märchenhafter Budenzauber
Märchenhafter Budenzauber

Märchenhafter Budenzauber

10 besondere Weihnachtsmärkte in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Frankreich
freeontour
FREEONTOUR

Autor: Freeontour, Titelbild: Pixabay

Letztes Update: 6. Dezember 2021 

Duftender Lebkuchen, festliche Lichter, wärmender Punsch und Glühwein – mit der besinnlichen Adventszeit öffnen auch die gemütlichen Weihnachtsmärkte wieder ihre Tore. Besonders schönen Budenzauber erleben Sie auf diesen zehn außergewöhnlichen Märkten. Ob lebendige Tierkrippen, eine Zeitreise ins Mittelalter oder Buden in Wäldern, Schluchten und auf der Donau – einen Besuch lohnt jeder Markt! 

1. Der Zauberwald in der Schweizer Lenzerheide

„Von drauß´ vom Walde komm ich her; ich muss euch sagen, es weihnachtet sehr. Allüberall auf den Tannenspitzen sah ich goldene Lichtlein sitzen“ – ob Knecht Ruprecht wohl im „Zauberwald“ im Graubündner Örtchen Lenzerheide war? Weihnachtlich ist es hier zwischen den urigen Holzbuden zweifellos. Und auch an den vielen Lichtern, die den Wald erhellen, kann man sich kaum satt sehen.

Der Zauberwald ist mehr als ein gewöhnlicher Weihnachtsmarkt. Handwerk und traditionelle Schweizer Küche im Marktdörfchen, Lichtkunst, Aufführungen und Konzerte machen den verwunschenen Wald zum Erlebnis für die ganze Familie. Der Zauberwald Lenzerheide befindet sich im Eichhörnchenwald Lenzerheide - festes Schuhwerk mit möglichst rutschfesten Wintersohlen oder noch besser Spikes ist hier angeraten.  

Nach derzeitiger Planung findet der Zauberwald Lenzerheide im Jahr 2021 vom 10. bis 30. Dezember jeweils zwischen 16:30 Uhr und 23 Uhr statt. Für den Zutritt ist 2021 ein COVID-Pass erforderlich, der den Nachweis einer über Impfung, Genesung oder Test beinhaltet. Besucher sollten sich vor dem Besuch über die geltenden Corona-Regelungen in der Schweiz informieren.

2. Mittelaltermarkt Münchner Adventsspektakel - wegen Corona abgesagt

Altertümliches, weihnachtliches Handwerk, allerlei Musik und Spektakel, Honig-Met und Feuerzangenbowle aus rustikalen Humpen, deftige Köstlichkeiten, Ritter in schweren Rüstungen, schelmische Gaukler, fromme Burgfräulein und Waldelfen – authentischer könnte ein mittelalterlicher Weihnachtsmarkt nicht sein.

Das Münchner Adventsspektakel hält Einzug auf dem Wittelsbacher Platz, in der Nähe des Odeonsplatzes. Es zeigt den Besuchern, wie die ersten Weihnachtsmärkte entstanden. Denn tatsächlich geht die Tradition der Adventsmärkte auf mittelalterliche, vorweihnachtliche Märkte zurück, auf denen sich die Bevölkerung mit allerlei winterlichem Bedarf für die kalte Jahreszeit ausstattete.

Etwa ab dem 14. Jahrhundert kamen Handwerks-Stände hinzu, beispielsweise von Zuckerbäckern, Spielzeugmachern oder Korbflechtern. Auch Kleinigkeiten, wie Mandeln, Maroni und verschiedene Nüsse, wurden angeboten. Über die Jahrhunderte entwickelten sich diese winterlichen Märkte zu den stimmungsvollen Weihnachtsmärkten, die wir heute kennen. 

Im Jahr 2021 soll das Münchner Adventsspektakel vom 22. November bis zum 23. Dezember zwischen 11 und 21 Uhr stattfinden. Nach derzeitigem Stand ist für den Besuch der Veranstaltung ein 2G-Nachweis erforderlich. Besucher sollten sich kurz vor dem Besuch über die aktuellen Corona-Auflagen in Bayern  bzw. München informieren. 

3. Tierisches Weihnachtsvergnügen auf Gut Aiderbichl - wegen Corona abgesagt

Sind Sie schon einmal zwischen Schweinchen, Eseln, Kühen und Ponies über einen Weihnachtsmarkt geschlendert? Wenn nicht, wird es höchste Zeit, die Märkte des Gut Aiderbichls zu besuchen.

Der Verbund von Gnadenhöfen gibt geretteten Tieren ein Zuhause. Die drei Güter in Iffeldorf bei München, Deggendorf bei Passau und Henndorf bei Salzburg werden zur Adventszeit wunderbar weihnachtlich geschmückt und liebevoll dekoriert.

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©Gut Aiderbichl
Gut Aiderbichl zur Weihnachtszeit
©Gut Aiderbichl
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©Gut Aiderbichl

Holzbuden mit weihnachtlichem Handwerk, Fest-Deko und winterlichem Schmaus laden zum Schlemmen und Stöbern ein. Allerlei liebenswerte Vierbeiner sind Teil des festlichen Geschehens. Auch traditionelle Weihnachtskrippen warten mit Schäfchen, Ochsen & Co. auf die Besucher. Ohnehin wirkt die friedliche Szenerie auf den geschmückten Höfen voller Tiere wie eine einzige, riesige Weihnachtskrippe.

Für Kinder sind das Heuhüpfen, die Esel- und Ponypflege oder der jährliche Besuch des Nikolauses und des Weihnachtsmanns besondere Highlights. Interessierte können sich Fütterungen und Führungen über den Hof anschließen. 

Die Weihnachtsmärkte kann man je nach Hof von Mitte/Ende November bis Anfang Januar genießen. Der Erlös fließt in das Wohl der Tiere.

Termine 2021/22 
Weihnachtsmarkt Gut Aiderbichl Henndorf: 12. November 2021 bis 9. Januar 2022
Weihnachtsmarkt Gut Aiderbichl Deggendorf: 20. November 2021 bis 9. Januar 2022
Weihnachtsmarkt Gut Aiderbichl Iffeldorf: 20. November 2021 bis 9. Januar 2022   

4. Das Weihnachtsdorf in der Ravennaschlucht - wegen Corona vorzeitig geschlossen

Wie wär´s mit einem Punsch in einer Schlucht, unter einem imposanten Eisenbahn-Viadukt? Das Weihnachtsdorf in der Ravennaschlucht im Schwarzwald macht´s möglich! Rund 40 Händler präsentieren ihre lokalen Produkte, Handwerkskunst und originelle Geschenkideen hier im urigen Weihnachtsdorf. Ein buntes Lichtermeer zaubert ein besonders stimmungsvolles Ambiente. Wer möchte, kann an einer romantischen Fackelwanderung zum Weihnachtsdorf teilnehmen.

Der einzigartige Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht ist 2021 voraussichtlich vom 26. November bis zum 19. Dezember jeweils freitags bis sonntags geöffnet. Tickets für den Zutritt zum Weihnachtsdorf sind 2021 coronabedingt allerdings ausschließlich vorab online erhältlich - der Ticketkauf ist ab dem 15. Oktober 2021 hier möglich. Dabei werden feste Zeitfenster für den Besuch vergeben, um das Besucheraufkommen zu entzerren. Nach aktuellem Stand ist für den Besuch des Weihnachtsmarktes ein 2G-Nachweis erforderlich. Besucher sollten sich vorab über die aktuell geltenden Corona-Regeln des Landes Baden-Württemberg informieren.

5. Künstler-Flair auf dem Weihnachtsmarkt Spittelberg in Wien

Wer auf der Suche nach originellen Weihnachtsgeschenken ist, der wird sicherlich auf dem Markt am Spittelberg in Wien fündig. In den gepflasterten Gassen des Künstlerviertels im 7. Bezirk bieten in der Regel rund 100 Aussteller ausgefallenes Kunsthandwerk an. Für 2021 wird die Ausstellerzahl coronabedingt etwas reduziert.

Die stimmungsvolle Weihnachts-Deko lässt das ohnehin schon romantische Biedermeier-Viertel besonders erstrahlen. Daher ist ein Besuch nach Sonnenuntergang hier am schönsten. 

2021 kann man voraussichtlich vom 13. bis zum 23. Dezember über den Markt am Spittelberg flanieren - allerdings in diesem Jahr nur mit Mund-Nasen-Schutz. Nach aktuellem Stand ist ein 2G-Nachweis für den Besuch notwendig. Besucher sollten sich aber vor dem Besuch über die geltenden COVID-19-Einschränkungen in Österreich informieren.  

6. Schwimmender Budenzauber in Vilshofen an der Donau - wegen Corona abgesagt

Im nahe Passau gelegenen Örtchen Vilshofen an der Donau schmückt man sich in der Adventszeit mit einem schwimmenden Weihnachtsmarkt. Die Buden werden nämlich nicht nur entlang des erleuchteten Flussufers aufgestellt, sondern auch auf dem Schiff Stadt Linz.

Weitere Attraktionen sind die neun Meter hohe Glühweinpyramide, die wohl größte Brettkrippe der Welt und der stolze, strahlende Christbaum mit rund 4.000 Lichtern und 1.500 Kugeln. Niederbayrische Spezialitäten verwöhnen den Gaumen und die Uferpromenade verbreitet einen romantischen Flair.

Über den Vilshofener Weihnachtsmarkt kann man 2021 vom 26. November bis zum 12. Dezember jeweils freitags bis sonntags spazieren. Ob für den Besuch Test, Impfung oder Genesenennachweis erforderlich sind, ist abhängig von den Corona-Bestimmungen für Veranstaltungen in Bayern zum Zeitpunkt des Besuchs.

Übrigens: Wenn man schon einmal in der Region ist, sollte man auch einen Abstecher nach Passau machen - auch dort gibt es wunderschöne Weihnachtsmärkte.

7. Weihnachts-Wunderland Elsass

Die malerischen Örtchen im französischen Elsass sind zu jeder Jahreszeit schön. Zur Adventszeit allerdings versprühen sie einen ganz besonderen Charme. Denn dann sind Weihnachtsmärkte zwischen den historischen Fachwerkhäusern aufgebaut und die Dörfer sehen aus, als wären sie direkt einem Weihnachtsmärchen entsprungen.

Besonders schöne Märkte finden sich in Colmar, das gleich über sechs verschiedene Adventsmärkte verfügt und deshalb auch gerne „Weihnachtsstadt“ genannt wird. In der friedlichen Altstadt kann man gemütlich von Markt zu Markt bummeln, die Elsässer Küche kennen lernen und den Weihnachtszauber genießen. Die Weihnachtsmärkte in Colmar sind 2021 zwischen dem 26. November und dem 29. Dezember geöffnet. Doch auch der kleinere, nahe gelegene Ort Riquewihr ist in Punkto Weihnachtsmarkt keinesfalls zu unterschätzen. Auch hier herrscht Märchenstimmung pur. Dasselbe gilt für die umliegenden Dörfer. Wer es etwas größer und pompöser mag, dem dürfte der Weihnachtsmarkt in Straßbourg gefallen. Im Elsass kann man bezüglich Weihnachtsmärkten eben einfach nichts falsch machen! 

Informationen zu den aktuellen Corona-Regeln in Frankreich gibt es hier. 

8. Burgweihnacht auf Burg Satzvey in der Eifel 

Leider schon lange kein Geheimtipp mehr - und dementsprechend voll - ist der mittelalterliche Weihnachtsmarkt auf Burg Satzvey in Mechernich. Ein Besuch lohnt sich aber dennoch, nur sollte man hier tatsächlich möglichst früh anreisen, um noch einen der Parkplätze zu ergattern. An den Ortseingängen werden für die Burgweihnacht spezielle Großparkplätze eingerichtet, die auch für Reisemobile geeignet sind.  

Die Burgweihnacht findet jeweils samstags und sonntags ab 12 Uhr an den vier Adventswochenenden statt. Die Wahrscheinlichkeit für eine verschneite Atmosphäre ist hier zwar eher gering, aber das macht das stimmungsvolle Ambiente der Burg mitsamt der festlichen Beleuchtung, abwechslungsreichen Marktständen, viel Liebe zu Detail und einem mittelalterlichen Krippenspiel der Stauferzeit wieder wett. Hinzu kommen die Werkstatt des Weihnachtsmanns für Kinder, wo fleißige Elfen in Gewändern beim Werkeln und Basteln helfen, eine burgeigene Backstube und der Besuch des Nikolauses jeweils samstags um 15 Uhr, der übrigens mitgebrachte Stiefel füllt. Sehr beliebt sind auch weihnachtliche Vorführungen auf Latein und Mittelhochdeutsch im Park der Burg Satzvey.

Der Eintritt zur Burgweihnacht kostet pro Person 10 Euro im Vorverkauf, 12 Euro an der Tageskasse. Jugendliche von 12 bis 18 Jahre sowie Studierende zahlen 7 Euro bzw. 8 Euro, für Kinder zwischen 4 und 12 Jahren sind es 5 Euro bzw. 6 Euro. Eine Familienkarte kostet im Vorverkauf 25 Euro, an der Tageskasse 30 Euro. Vor dem Besuch sollte man überprüfen, welche Corona-Regeln in Nordrhein-Westfalen zum Zeitpunkt des geplanten Besuchs gelten. Nach aktuellem Stand ist ein 2G-Nachweis notwendig.   

9. Annaberger Weihnachtsmarkt im Erzgebirge - wegen Corona abgesagt

Dieser Weihnachtsmarkt wird oft als einer der schönsten Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland bezeichnet: Der Annaberger Weihnachtsmarkt ist quasi ein Markenzeichen rund um das Thema Weihnachten im Erzgebirge. Hier erwachen einmal im Jahr die einzigartigen Schnitzfiguren der Marktpyramide zum Leben, mischen sich unters Volk und erzählen Stadt-, Bergbau- und Weihnachtsgeschichten. 

Natürlich sind an den vielen Weihnachtsbuden zwischen dem 26. November und dem 23. Dezember 2021 typische Produkte aus dem Erzgebirge zu finden, wie Schwibbogen, Pyramiden, Nußknacker, Räuchermännchen, Engel und Bergmann, die klassischen Faltsterne, Annaberger Klöppelspitzen oder der Annaberger Weihnachtsstollen. Darüber hinaus gibt es aber auch verschiedene, sehenswerte Weihnachtswelten, beispielsweise die Manufaktur der Träume, die Wichtelstadt, die Bergmännische Krippe in der Bergkirche St. Marien, das Weihnachtshaus Erzhammer sowie Adventskonzerte und Mettenspiele in der St. Annen-Kirche.

Einen kostenfreie Parkmöglichkeit gibt es auf dem Zentralparkplatz Kätplatz (Ausnahme: am Sonntag, den 19.12.2021 zur Bergparade kostenpflichtig). Zu Fuß sind es von hier aus etwa zehn Minuten zum Weihnachtsmarkt. An den Adventswochenenden wird ein kostenloser Bus-Shuttle zum Annaberger Weihnachtsmarkt angeboten. 


Vor dem Besuch sollte man sich über die aktuell geltenden Corona-Regeln in Sachsen für Veranstaltungen informieren. 

10. Historischer Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck - wegen Corona abgesagt

Zum 16. Mal geht 2021 der historische Weihnachtsmarkt auf Schloss Guteneck bei Nabburg in der Oberpfalz an den Start. Auch er bietet eine ganz besondere Atmosphäre: Die über 120 Marktbuden schlängeln sich hier sozusagen entlang des Aufstiegs zum Schloss und sind in drei Themenbereiche gegliedert: Schlossromantik, traditionelle Handwerkskunst und Mittelalter. 

Der Weihnachtsmarkt ist an den Adventswochenenden zwischen dem 25. November und dem 19. Dezember jeweils donnerstags bis sonntags geöffnet und erstreckt sich insgesamt über ein Areal von 50.000 m². Der Eintritt kostet donnerstags und freitags jeweils 6 Euro, am Wochenende 8 Euro pro Person. Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt - ebenso wie all jene, die mittelalterlich gewandet zum Weihnachtsmarkt kommen. Unterhalb des Schlosses stehen 1.000 Parkplätze gegen eine Gebühr von je 2 Euro zur Verfügung. Wer mit der Bahn anreist oder den Parkplatz Nordgauhalle Nabburg nutzt, kann einen Shuttle-Bus nutzen. Kostenpunkt 1 Euro. Ob für den Besuch Test, Impfung oder Genesenennachweis erforderlich sind, ist abhängig von den Corona-Bestimmungen für Veranstaltungen in Bayernzum Zeitpunkt des Besuchs.

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