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Friesland - Camping im Norden von Holland
Friesland - Camping im Norden von Holland

Friesland - Camping im Norden von Holland

Highlights und Tipps für den Campingurlaub oder die Wohnmobiltour in Friesland in den Niederlanden
carinaneumann
Freeontour

Autor: Carina Neumann, Titelbild: Pixabay

Slow Living bezeichnet die Kunst, langsam und gemütlich zu leben – eine Lebensart, die in Friesland groß geschrieben wird. In der Provinz im Norden Hollands herrscht ein anderer Rhythmus. Vielleicht, weil das allgegenwärtige Wasser Ruhe ausstrahlt? Immerhin gibt es hier mehr Bezeichnungen für verschiedene Arten von Wasser als für Brot. Friesland ist auch ein Land der Kontraste, der weißen Schafe und schwarzen Pferde, der Traditionen und Moderne. Freeontour hat Inspirationen für einen Slow Travel Urlaub mit dem Camper gesammelt.

Sand in der Unterhose, Zeitung lesen bei Windstärke 4 und Cocktails trinken in den Dünen. Für das Gefühl von Freiheit muss man nicht in die Karibik fliegen, heißt es auf der Tourismus-Seite von Friesland. Na, dann auf in den Norden!

Wo genau liegt Friesland und wann ist die beste Reisezeit für Camper? 

Die Provinz Friesland liegt im Norden der Niederlande. Sie grenzt an die Nachbar-Provinzen Groningen, Drenthe, Overijssel und Flevoland. Die Nordsee und die eingedeichte Meeresbucht Ijsselmeer bilden natürliche Wassergrenzen. Die Watteninseln Ameland, Schiermonnikoog, Terschelling und Vlieland gehören ebenfalls zu Friesland. In Friesland gibt es 31 Gemeinden, und die Hauptstadt ist Leeuwarden. Insgesamt gibt es in Friesland elf Ortschaften, die unabhängig von ihrer teils sehr beschaulichen Größe Stadtrechte besitzen. Neben der Hauptstadt zählen dazu Sneek, Stavoren, Harlingen, Dokkum, Hindeloopen, Franeker, Workum, Sloten, Bolsward und Ijlst.

Landschaftlich bietet Friesland viel Abwechslung: Im Südwesten finden sich zahlreiche Seen, im Süden eine hügelige und waldreiche Landschaft, an den Küsten Sanddünen und das Wattenmeer. Gesprochen wird Holländisch und Friesisch. Als beste Reisezeit empfehlen sich die Monate Mai bis September, wenn weniger Niederschlag und dafür viele Sonnenstunden herrschen. Aber auch der Oktober kann noch sehr schön sein. Im Juli und August steigt die Wassertemperatur der Nordsee auf bis zu 20 Grad.

Warum ist Friesland ein ideales Reiseziel für Camper?

Die Region bietet eine gute Infrastruktur für einen Campingurlaub oder eine Wohnmobiltour, denn es gibt über die Provinz verteilt viele Campingplätze und Wohnmobilstellplätze. Teils sind diese mitten in die Natur eingebettet, etwa mit Meerblick an der Küste oder auf den Inseln.

Freeontour gibt hier einen Überblick zu den Campingplätzen und Stellplätzen in Friesland.

Dank der überschaubaren Größe der Provinz befinden sich in Friesland außerdem viele Sehenswürdigkeiten auf kleinem Raum, was für einen abwechslungsreichen und auch vergleichsweise spritsparenden Campingurlaub sorgt. Auf Camper wartet hier eine spannende Kombination aus Nordsee, Wattenmeer, Ijsselmer, zahlreichen Seen, schönen Städtchen und grünem Binnenland.

Wo liegen die schönsten Strände in Friesland?

In Friesland gibt es naturgemäß eigentlich nur schöne – und viele – Strände. Ellenlange, weiße Sandstrände mit weichen Dünen säumen die Nordseeküste. Auch die westfriesischen Inseln wie Ameland, Terschelling, Schiermonnikoog oder Vlieland sind mit ihren Traumstränden wahre Sehnsuchtsorte. Der kleine Nachteil: Die autofreie Insel Schiermonnikoog ist nur für Zeltcamper geeignet. Doch die Strände begrenzen sich in Friesland keinesfalls nur auf die Nordsee. Auch die eingedeichte, einstige Meeresbucht Ijsselmeer verzaubert mit weiten Sandstränden wie jenen in Makkum, Lemmer und Hindeloopen. Milde Winde locken Segler, Wind- und Kitesurfer an. 

Und wer lieber im Süßwasser baden möchte, sollte sich die friesische Seenplatte nicht entgehen lassen. 35 Seen, Bächlein und Flüsse bilden ein wasserreiches Erholungsgebiet im Grünen.

Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele in Friesland

Nochmal zur Erinnerung: Die elf Städte Frieslands sind Leeuwarden, Stavoren, Sneek, Harlingen, Dokkum, Hindeloopen, Franeker, Workum, Sloten, Bolsward und Ijlst. Die sogenannte 11-Städte-Tour, die gleichermaßen bei Einheimischen wie Touristen beliebt ist, ist eine Fahrradstrecke, welche die Orte verbindet – und im Winter auf Schlittschuhen absolviert wird, wenn denn die Kanäle alle zufrieren. Diese Tour wird als großes Volksfest gefeiert. Natürlich kann man die Tour auch wunderbar mit dem Wohnmobil nachfahren.

Jede der elf friesischen Städte versprüht ihren ganz eigenen Reiz. Dass selbst die Hauptstadt Leeuwarden nur knapp 126.000 Einwohner zählt, passt zur friesischen Lebensphilosophie Slow Living. Und in einer Provinz, in der es mindestens so viel Wasser wie Land gibt, ist es nicht verwunderlich, dass viele der Orte an Flüssen, Bächen, Seen oder auch dem Meer liegen. Stavoren, Hindeloopen, Workum und Harlingen sind stolze kleine Hafenstädtchen mit maritimem Flair. Sneek, Sloten und Ijlst sind von zahlreichen Badeseen umgeben. Malerisch und romantisch sind sie auf ihre Art alle. Bekannt für besonders schöne Postkarten-Motive sind Hindeloopen mit seinen nicht einmal 1.000 Einwohnern oder Ijlst und Sloten mit ihren vielen kleinen Kanälen, verwunschenen Windmühlen und grasgrüner Umgebung.

Tipp zum Städte erkunden: In jeder der elf Städte gibt es eine 11-Fountains-Tour. An jeweils elf besonderen Brunnen entlang führen 1,5 bis 5 Kilometer lange Spaziergänge durch die Orte. Dabei lernt man dank Infotafeln eine Menge zum Hintergrund der künstlerischen Brunnen und Historie der Städte. 

Aktivitäten wie Wassersport, Dünen-Wandern, Radfahren und Co.

Wassersport: In Friesland ist es wirklich schwer, einen Ort zu finden, an dem kein Wasser fließt. Deshalb gibt es auch ein riesiges Angebot an Wassersport-Aktivitäten für Anfänger wie Fortgeschrittene – zum Beispiel Segeln, Kyten, Windsurfen oder Kajak fahren. Nicht nur an den Küsten, sondern auch an den Seen und Flüssen gibt es entsprechende Wassersport-Zentren. Und wer sich doch lieber zurücklehnt und treiben lässt, kann an einer der zahlreichen, gemütlichen Bootstouren über die Flüsse, Kanäle oder Seen teilnehmen.

Besonderer Tipp: Nachtsegeln im Nationalpark Alde Feanen. Auf einer geführten Tour durch die Gewässer des Nationalparks lernt man Spannendes über das Ökosystem der Region und die wunderschöne Natur rund um das idyllische Dorf Earnewâld.

Friesland mit dem Fahrrad erobern: Keine Berge, stets eine frische Brise im Gesicht und traumhafter Weitblick über grüne Landschaften, weiße Dünen, romantische Windmühlen und das Meer. Hier mäht ein Schaf, dort gallopieren prachtvolle Friesenpferde über die Weide – so lässt es sich aushalten. In Friesland gibt es ein gut ausgebautes Netz für Radtouren. Von Sneek und Ijlst etwa aus führt ein weit verzweigtes Netz rund um die Seen der friesischen Seenplatte. Auch im Nationalpark Alde Feanen wartet ein gut ausgebautes Radnetz mitten im Natur-Idyll. Der Fahrradweg von Hindeloopen zum Hafenstädtchen Stavoren verläuft direkt am Ufer des Ijsselmeers – Blick aufs Wasser garantiert! Und an einigen weiteren Küstenorten verlaufen ebenfalls ellenlange Radwege parallel zur Küstenlinie.

Tipp für Inselhopping: Einige der westfriesischen Inseln sind autofrei, aber das Bike darf meist mit an Bord der Fähren. Sogar Inselhopping von einer Trauminsel zur nächsten ist möglich. Etwa vom Hafen Harlingen mit der Fähre nach Vlieland oder Terschelling und von diesen Inselchen dann ab dem Fährhafen zur jeweils nächsten Insel hüpfen.

Wanderungen durch Dünen und das Wattenmeer: Was zwei Räder können, schaffen auch zwei Beine. In Friesland gibt es viele malerische Strecken für Wanderungen. Ein Highlight sind natürlich Wanderungen durchs Wattenmeer, das übrigens unter UNESCO-Weltnaturerbe steht. Viele Orte bieten auch geführte Watt-Wanderungen mit Wissenswertem zu diesem einzigartigen Ökosystem an. Einen besonderen Reiz versprühen auch Dünen-Wanderungen: Auf einem Geflecht aus (Holz-)Wegen kann man vielerorts die Dünen-Landschaften erkunden. Fernglas nicht vergessen – gelegentlich lassen sich Seehunde blicken!

Tipp für Abenteurer: Im Watt vor dem kleinen Küstenort Wierum im Norden Frieslands befindet sich ein altes, mystisches Schiffswrack. Bei Ebbe kann man dort hinwandern und das zerfallene Schiff aus längst vergangenen Zeiten auf sich wirken lassen.

Das Planetarium in Franeker besuchen: In der kleinen, hübschen Stadt kann man das älteste mechanische Planetarium der Welt bestaunen. Sieben Jahre lang baute der Autodidakt Eise Eisinga im 18. Jahrhundert daran. Seine Frau hatte offenbar einen dicken Geduldsfaden, denn sie lebte so lange mitsamt den Kindern auf einer scheinbar niemals enden wollenden Baustelle - das Modell des Sonnensystems befindet sich nämlich mitten im Wohnzimmer. Doch die Geduld hat sich gelohnt: Heute ist das älteste mechanische Planetarium der Welt eine kleine Sensation.

Pfannkuchen in sämtlichen Varianten genießen: Pfannkuchen zählen zu den Nationalgerichten Frieslands. In fast jedem größeren Ort steht Pannekoek auf der Speisekarte. Und in Leeuwarden kann man sogar an Bord eines Pfannkuchen-Schiffs gehen und sich bei der großen Auswahl an verschiedenen Varianten kaum entscheiden. Die beste Lösung: Zeit einplanen und alle essen.

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