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Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in Portugal
Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in Portugal

Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in Portugal

Wissenswertes, Verkehrsregeln und Besonderheiten für Camper in Portugal
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Autor: Freeontour, Titelbild: Pixabay

Einreise nach Portugal

Einreisebestimmungen für EU-Angehörige: Für einen touristischen Aufenthalt benötigt man bei der Einreise einen (vorläufigen) Reisepass oder (vorläufigen) Personalausweis, bzw. einen Kinderreisepass. Reisedokumente dürfen seit höchstens einem Jahr abgelaufen sein, vorläufige Reisedokumente müssen gültig sein.

Einreise von Kindern nach Portugal: Mitreisende Minderjährige unter 18 Jahren, zum Beispiel Freunde der Kinder, sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten mitführen. 

Einreise von Haustieren nach Portugal: Hunde, Katzen und Frettchen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen, um nach Portugal einzureisen: Sie brauchen einen EU-Heimtierausweis sowie eine Mikrochip-Kennzeichnung und eine gültige Tollwut-Impfung, die mindestens 21 Tage alt ist.

Tiere, die jünger sind als 15 Wochen, dürfen nicht nach Portugal einreisen. Fünf Tiere kann man problemlos mitführen. Übersteigt man diese Anzahl, gelten die Regelungen für die kommerzielle Einfuhr. Man sollte auch jederzeit eine Leine mitführen, da vielerorts Leinenpflicht besteht.

Aktuelle Reise-Informationen in Bezug auf die COVID-19-Pandemie

Bitte informieren Sie sich vor einer eventuellen Reise über die aktuellen Einschränkungen und Einreisebestimmungen.

Hier finden Sie Informationen für Portugal in Bezug auf die Corona-Situation vor Ort.

Die wichtigsten Verkehrsregeln für Wohnmobil und Wohnwagen in Portugal

Tempolimits auf portugiesischen Straßen

Spezielle Tempolimits für Fahranfänger: Wer seinen Führerschein kürzer als ein Jahr besitzt, muss eine entsprechende Plakette an seinem Auto anbringen und darf nur bis 90 km/h fahren. Das gilt auch für Autobahnen.

Bußgelder: Geschwindigkeitsübertretungen schlagen bei 20 km/h über dem Tempolimit ab 60 Euro zu Buche, bei 50 km/h wird die Urlaubskasse ab 120 Euro aufwärts geschröpft. Mindestens 120 Euro Strafe kostet es auch, wenn man nicht angeschnallt ist oder trotz Verbot überholt. Wer ohne Freisprechanlage beim Fahren telefoniert, zahlt seit Anfang 2021 sogar mindestens 250 Euro. 

Infos zur Maut in Portugal

Die portugiesischen Autobahnen sind überwiegend mautpflichtig. Die Bezahlung erfolgt entweder klassisch direkt an den Mautstationen oder über ein elektronisches Bezahlsystem. Seit 2011 wird die Maut auf einigen Strecken nur noch elektronisch erfasst. Diese Strecken sind durch blaue Schilder mit der Aufschrift „electronic toll only“ gekennzeichnet. Das bedeutet: Auf diesen Autobahnen kann man nur online oder per Mautbox bezahlen. Dazu zählen die Autobahnen:
A 4, A 8, A 13, A 17, A 19, A 22, A 23, A 24, A 25, A 27, A 28, A 29, A 33, A 41, A 42. 

Um die Maut auf elektronischem Weg bezahlen zu können, muss man sich vorab registrieren. Am einfachsten funktioniert dies, wenn man eine Mautbox benutzt. Alternativ kann man bei der Einreise einen der sogenannten Welcome Points an den Grenzen ansteuern, um das Fahrzeug für die Maut zu registrieren. Welcome Points gibt es hier: A28 - Viana do Castelo, A24 – Chaves, A25 – Vilar Formoso, A22 – Vila Real de Santo António.

Die Höhe der Maut ist in Portugal jeweils von der Länge der Strecke und der Fahrzeugkategorie abhängig. Allerdings gilt für den Aufenthalt zwischen zwei Mautstellen ein Zeitlimit von zwölf Stunden. Wer sich zwischendurch auf einem Parkplatz ausruhen oder ein wenig im Reisemobil schlafen möchte, sollte das Zeitlimit nicht überschreiten, da ansonsten die doppelte Gebühr für die längste mögliche Strecke bis zur Zahlstelle/Ausfahrt berechnet wird.

Fahrzeugklassen: Für die Berechnung der Maut gibt es in Portugal insgesamt vier Fahrzeugklassen, die sich an der Anzahl der Achsen sowie der Höhe der Vorderachse orientieren.

Mautsysteme in Portugal

In Portugal gibt es vier verschiedene Varianten, um die Maut elektronisch zu entrichten. Je nach Art und Dauer des Aufenthaltes in Portugal wählt man das System, das für die eigenen Bedürfnisse am sinnvollsten ist:

1. Easy Toll: Diese Variante ist eine geeignete Wahl bei einem Portugal-Urlaub von bis zu 30 Tagen, wenn man keine Mautbox nutzen möchte. Voraussetzung ist eine gültige Kreditkarte, die man bei einem der Welcome Points an einem der Automaten mit seinem Nummernschild verknüpft. Alle anfallenden Mautgebühren werden dann automatisch vom hinterlegten Kreditkartenkonto eingezogen. Bei der Registrierung erhält man ein Ticket, das man unbedingt aufbewahren muss. Es ist der Nachweis, dass man Mautgebühren zahlt, beispielsweise im Rahmen einer Polizeikontrolle.

2. TollService: Dieses System eignet sich vor allem für einen Kurzurlaub oder Transitstrecken in Portugal und ist für Fahrzeuge der Mautklassen 1 und 2 erhältlich. Dabei handelt es sich um eine Art Vignette bzw. Prepaid-Ticket zum Preis von 20 Euro, mit dem man drei Tage lang beliebig viele Mautstrecken befahren kann. Alternativ kann man das Ticket auch nur für einen bestimmten Streckenabschnitt bezahlen, zum Beispiel vom Flughafen Faro bis zur spanischen Grenze. Die Vignette kann man in bar oder per Kreditkarte bezahlen und ein Jahr lang erneut aufladen. TollService erhält man nicht nur an den Grenzübergängen, sondern auch in allen Filialen der portugiesischen Post (CTT), in Tourismusbüros, an Autobahntankstellen und online.

3. TollCard: Diese Variante ist passend für alle, die häufiger auf kurzen Strecken in Portugal unterwegs sind und keine Mautbox nutzen möchten. Die TollCard ist ein Jahr lang gültig und kann mit 5, 10, 20 oder 40 Euro online aufgeladen werden. Die TollCard wird per SMS aktiviert. Über Nachrichten auf dem Handy wird man auch darauf hingewiesen, wenn sich das Guthaben dem Ende entgegen neigt. Die TollCard erhält man nicht nur an den Grenzübergängen, sondern auch in allen Filialen der portugiesischen Post (CTT), in Tourismusbüros, an Autobahntankstellen und online.

Achtung: Mit TollCard und TollService kann man lediglich die elektronischen Mautstrecken bezahlen. Für Streckenabschnitte mit klassischen Mautstationen muss man sich in der Schlange einreihen und noch einmal extra Maut bezahlen.

4. Mautbox für Camper: Mittlerweile gibt es verschiedene Mautboxen, mit denen auch Portugal-Urlauber das sogenannte Via Verde-System in Portugal nutzen können. Der große Vorteil: Wer eine solchen Transponder für die elektronische Zahlung an Bord seines Pkw oder Wohnmobils hat, muss auch an den klassischen Mautstationen nicht anhalten und kann die Schnellspuren befahren. Via Verde selbst bietet dafür die Via Verde Visitors Box an, die per Kreditkarte bezahlt wird. Da europäische Camper für die Anreise nach Portugal auf dem Landweg aber meist zunächst durch Frankreich und Spanien fahren müssen, bietet sich eine Mautbox an, die man auch in diesen Ländern einsetzen kann. Dazu zählt beispielsweise die Bip&Go-Mautbox, die für Freeontour-Mitglieder zudem vergünstigt erhältlich ist. In Portugal und Spanien kann diese auch für Wohnmobile über 3,5 t genutzt werden.  

Tankstellen – Öffnungszeiten und Zahlungsmittel in Portugal

Im Allgemeinen sind die portugiesischen Tankstellen morgens ab 6 oder 7 Uhr geöffnet und schließen abends zwischen 21 und 23 Uhr. Viele Autobahntankstellen bieten einen 24-Stunden-Service („aberto 24 horas“). Bezahlen kann man in bar oder mit der Kreditkarte. Manche Tankstellen akzeptieren auch die EC-Karte. 

Allgemeine Verkehrsregeln in Portugal

Wichtige Regeln zum Parken im Überblick:
- Gelbe Markierungen und Schilder mit der Aufschrift „Estacionamiento prohibido“: Parken verboten
- Blaue Markierungen: Parken mit Parkschein erlaubt
- Weiße Markierungen: kostenloses Parken erlaubt
- Vorsicht bei Bushaltestellen: 5 Meter davor und 25 Meter danach herrscht Parkverbot
- Tram-Stationen: 6 Meter davor und danach herrscht Parkverbot
- Straßenkreuzungen: 5 Meter davor herrscht Parkverbot
- Nachts darf das Fahrzeug nicht außerhalb geschlossener Ortschaften abgestellt werden (bis zu 1.250 Euro Strafe). 

Neue Übernachtungsregel für Wohnmobile und Caravans:
Prinzipiell war das Freistehen in Portugal offiziell auch in den vergangenen Jahren nicht erlaubt. Anfang 2021 wurden die Regeln aber noch einmal verschärft. Demnach dürfen Reisemobile und Caravan-Gespanne nun ausdrücklich nur noch auf speziell für diese Fahrzeuge ausgewiesenen Flächen parken. Auch das Übernachten ist nur auf Campingplätzen und auf Wohnmobilstellplätzen erlaubt. Strafen für das Freistehen schlagen mit 60 bis 300 Euro zu buche, in Gebieten des Natura 2000 oder in Naturschutzgebieten sind es zwischen 120 und 600 Euro. 

Promillegrenze in Portugal:
Die erlaubte Promillegrenze liegt in Portugal bei 0,5 ‰. Für Fahrer mit weniger als drei Jahren Fahrpraxis beträgt die Grenze 0,2 ‰.

Kindersitze im Auto:
Für Kinder unter zwölf Jahren und unter 1,35 Metern Körpergröße herrscht Kindersitz-Pflicht. Bei Kindern unter drei Jahren muss der Airbag deaktiviert werden, wenn das Kind vorne mitreist und der Kindersitz entgegen der Fahrtrichtung gedreht sein.

Warnwesten-Pflicht:
In Portugal herrscht Warnwesten-Pflicht - allerdings nicht für im Ausland zugelassene Fahrzeuge. Zur eigenen Sicherheit sollte man jedoch trotzdem immer Warnwesten in ausreichender Anzahl im Fahrzeug dabei haben.

Kennzeichnung von überstehender Ladung: Überstehende Ladung - auch Fahrradträger - darf vorne maximal 55 Zentimeter und hinten höchstens 45 Zentimeter herausragen. Das bedeutet, dass Portugalreisende in der Regel meistens nur zwei Fahrräder am Heck transportieren können. Die überstehende Ladung muss immer durch eine rot-weiß-gestreifte Warntafel kenntlich gemacht werden, die von den Anforderungen der Warntafel für Spanien entspricht.

Regelungen im Kreisverkehr:
Fahrzeuge, die sich bereits im Kreisverkehr befinden, haben Vorfahrt - sofern die Vorfahrt nicht über gesonderte Beschilderung anderweitig geregelt ist. Bei mehrspurigen Kreisverkehren darf man die äußerste Fahrspur nur dann benutzen, wenn man den Kreisverkehr bei der nächsten Ausfahrt verlassen möchte. 

Wichtige Adressen und Telefonnummern für Portugal-Urlauber

Europäische Notrufnummer: 112
Über diese zentrale Notrufnummer, die sowohl übers Festnetz als auch mit dem Mobiltelefon ohne Vorwahl kostenlos zu erreichen ist, erhalten Sie Hilfe durch die ortsansässige Polizei, Feuerwehr, einen Notarzt oder Krankenwagen.

ADAC Notrufnummer: 0049/89/22 22 22
Im Falle einer Panne, eines Unfalls, bei Verlust von Papieren, Diebstahl des Fahrzeugs etc. erhalten Mitglieder 24 Stunden am Tag Unterstützung durch den ADAC Auslandsnotruf.

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