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10 Anfängerfehler im Wohnmobil
10 Anfängerfehler im Wohnmobil

10 Anfängerfehler im Wohnmobil

Urlaub mit dem Wohnmobil kann für Camping-Einsteiger kleine Fallstricke beinhalten - Freeontour erklärt, wie man die 10 häufigsten Anfängerfehler vermeiden kann
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Autor: Freeontour / McRent, Titelbild: McRent

Der Trend zum Wohnmobilurlaub ist ungebrochen - immer mehr Menschen genießen in Europa das Reisen mit ihrem - neu erworbenen oder gemieteten - mobilen Zuhause. Doch so einfach und unkompliziert der Urlaub mit dem Wohnmobil auch ist: Damit man ihn richtig genießen kann, gilt es, ein paar Dinge zu beachten. Gemeinsam mit McRent, Europas größter Wohnmobilvermietung, stellt Freeontour zehn typische Anfängerfehler im Wohnmobil vor und erklärt, wie man sie vermeiden kann.

1. Falsche Gewichtsverteilung im Wohnmobil

Bereits beim Beladen von Reisemobil oder Campervan gilt es, einige wichtige Dinge zu beachten. Dabei geht es nicht nur darum, im Rahmen der Gewichtsbeschränkungen zu bleiben, sondern das Gewicht im Fahrzeug auch richtig zu verteilen. So sollten schwere Teile unten beziehungsweise im Bereich der Achse verstaut werden, die oberen Stauschränke eignen sich hingegen eher für leichte Gegenstände. Außerdem muss die Ladung rutschsicher eingeräumt und notfalls extra befestigt werden. Es empfiehlt sich übrigens, die Schränke im Innenraum nach der Fahrt vorsichtig zu öffnen – trotz aller Sorgsamkeit können Teller oder Tassen während der Reise verrutschen und drohen dann aus dem Schrank zu fallen.

2. Ohne Fahrpraxis sofort in den Urlaub

Völlig verständlich, aber nicht immer ratsam: Wer sein neues Wohnmobil beim Händler abholt oder sein Miet-Wohnmobil bei der Vermietstation möchte am liebsten sofort losfahren und die mobile Freiheit genießen. Dennoch empfiehlt es sich, sich ein wenig Zeit zu nehmen und sich erst einmal mit dem Fahrverhalten und den Außenmaßen des unbeladenen Campingfahrzeugs vertraut zu machen. Dafür bieten sich beispielsweise größere, wenig genutzte Parkplätze oder wenig befahrene Landstraßen oder Feldwege an, wo man das Rangieren und Einparken ein wenig üben kann.

Denn gerade überstehende Teile wie Markise oder Fahrradträger werden beim Fahren in engen Gassen und Baumalleen sowie beim Einparken gerne einmal vergessen, was zu ärgerlichen und vermeidbaren Schäden führen kann. Insbesondere zu Beginn einer Reise sollte man daher beim Einparken und Rangieren die Hilfe der Mitreisenden in Anspruch nehmen - vier bis sechs Augen sehen einfach mehr als zwei, auch wenn viele Fahrzeuge mit einer Rückfahrkamera ausgestattet sind. 

3. Unerlaubt freistehen oder wildcampen

Mit dem Wohnmobil quer durch Europa reisen und übernachten, wo es gerade gefällt – erfahrene Wohnmobilurlauber wissen, dass das nicht immer so einfach ist. Denn das Freistehen oder Wildcampen ist in den meisten Ländern in Europa untersagt oder nur unter bestimmten Voraussetzungen für eine Nacht erlaubt und kann die Urlaubskasse im Fall einer Strafe bisweilen empfindlich belasten. In Deutschland beispielsweise dürfen Camper einmalig zur Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit dort übernachten, wo es nicht ausdrücklich verboten ist und wo kein campingähnliches Verhalten an den Tag gelegt wird. Die Tische und Stühle sollten also besser verstaut bleiben und auch die Markise darf nicht ausgefahren werden. In Italien wiederum ist das Wildcampen generell verboten und wird je nach Region auch streng durchgesetzt. Und selbst in den skandinavischen Ländern ist das Freistehen entgegen landläufiger Meinung nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. 

Wer gerne abseits von offiziellen Campingplätzen oder Stellplätzen übernachtet, sollte sich daher vorab über die Regeln im Reiseland informieren. Für die beliebtesten Campingländer in Europa hat Freeontour hier die wichtigsten Verkehrsregeln und sonstige Bestimmungen für Camper zusammengetragen.  

4. Ohne Kontrollgang ums und durchs Womo losfahren

Was sich völlig banal anhört, ist schon so manchem Camper passiert und geht irgendwann in eingeübte Routine über. Gerade Camping-Einsteiger haben diese Routine aber noch nicht und sollten sich als Hilfsmittel unten stehende Checkliste ausdrucken oder zur Erinnerung einen Zettel am Lenkrad anbringen: Sind Kühlschrank und gegebenenfalls die Heizung auf Fahrbetrieb umgeschaltet? Ist das Gas abgedreht und das Fahrzeug vom Strom getrennt? Sind alle Fenster, Dachluken und Außenstauräume geschlossen und die seitlichen Stufen eingefahren? Sind die Hubstützen hochgefahren und Auffahrkeile verstaut? Und auch im Fahrzeug sollten alle Schränke und Türen verschlossen sowie der Tisch und Ablagefächer leergeräumt sein, damit nicht aus Versehen beim Bremsen die teure Kamera durch den Camper fliegt oder sich der Inhalt des Kühlschranks im Womo verteilt.

Außerdem sollte man vor der Weiterfahrt daran denken, sowohl Grauwasser als auch Schwarzwasser - und gegebenenfalls auch den Frischwassertank - zu leeren. Denn auf diese Weise ist das Fahrzeug nicht nur leichter und angenehmer zu steuern, sondern es werden auch unangenehme Gerüche im Innenraum durch schwappendes Abwasser vermieden. Die wichtigsten Punkte sind in dieser Checkliste zum Ausdrucken zusammengefasst: 

5. Den falschen Campingplatz oder Stellplatz wählen

Wohnmobilanfänger sollten bei der Wahl des Campingplatzes auf mehrere Dinge achten. Wie bei Hotels auch gibt es bei Komfort, Größe und Service zahlreiche Unterschiede. Wer auf Ruhe und einfache Ausstattung Wert legt, sollte die großen, familienfreundlichen Plätze mit Wasserparks und Animation meiden. Andere Reisende bevorzugen gehobene Gastronomie am Platz, Wellness-Angebote und Kinderbetreuung und werden sich auf einem einfachen Wiesenplatz wahrscheinlich nicht wohlfühlen. Einmal angekommen gilt es auch bei der Auswahl der richtigen Stellfläche für das Wohnmobil einige Dinge zu beachten: Grundsätzlich sollte der Platz möglichst plan sein und über einen ausreichenden Wechsel an Sonne und Schatten verfügen. Große und hohe Bäume spenden im Sommer zusätzlich Schatten für das Wohnmobil. Wer weite Wege meiden möchte, sollte auch die Entfernung zu Waschhäusern, Bäcker, Swimmingpool und Supermarkt beachten. Auch die Größe einer Campingparzelle sollte je nach Fahrzeug stimmen. Denn neben dem Wohnmobil müssen Stühle, Tisch, die Sonnenliege und die Markise am Fahrzeug ausreichend Platz haben, so dass einem entspannten Aufenthalt nichts im Wege steht. 

Alternativ stehen für Wohnmobile natürlich auch Wohnmobilstellplätze unterschiedlicher Kategorien zur Auswahl - von einfachen Parkplätzen über kleine Stellplätze beim Winzer oder Bauern bis hin zu großen Wohnmobilhäfen mit viel Infrastruktur. Auch hier sollte man sich vorab überlegen, welche Art Stellplatz individuell die geeignete ist und diese schon vorab in der eigenen Routenplanung abspeichern.

6. Die (ungeschriebenen) Campingregeln missachten

Jeder Campingplatz hat gewisse Regeln, die für ein friedliches Miteinander im Urlaub eingehalten werden müssen. Dazu zählen zum Beispiel die Ruhezeiten, die Schließzeiten der Schranke, aber auch Mülltrennung und das Mitbringen von Tieren. Aber es gibt auch einige ungeschriebene Camping-Regeln, die gleichermaßen auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen gelten, damit jeder und jede den Campingurlaub individuell genießen kann.

Dazu zählt zum Beispiel das Grüßen der unmittelbaren Nachbarschaft, das Einhalten der Stellplatzabmessungen und die korrekte Benutzung der Frisch- und Abwasserstationen. Außerdem sollten Camper ihre Wege nicht abkürzen, indem sie quer über die Stellfläche anderer laufen. Das Fußballspiel der Lieblingsmannschaft verfolgt man am Fernseher im Wohnmobil und stellt diesen nicht davor, und wer die Waschhäuser nutzt, sollte diese auch im einwandfreien Zustand wieder verlassen. Freeontour hat hier die zehn wichtigsten Camping-Regeln zusammengestellt

7. Planlos unterwegs in der Hauptsaison

Wer während der Hauptreisezeiten mit dem Wohnmobil unterwegs ist, sollte unbedingt über die Reservierung eines Campingplatzes oder - sofern möglich - Wohnmobilstellplatzes nachdenken. Das gilt vor allem dann, wenn das Reiseziel zu den so genannten touristischen Hotspots gehört, denn dort sind die Campingplätze oft schon Monate im Voraus ausgebucht. Insbesondere Familien, die zur Ferienzeit in beliebte Länder wie Italien, Kroatien, Frankreich oder auch Deutschland ans Meer reisen möchten, sollten frühzeitig einen Platz auf ihrem Wunsch-Campingplatz buchen. Gleiches gilt für Fährtickets für alle, die mit dem Wohnmobil auf eine europäische Insel übersetzen möchten. Praktisch: Manche Fährgesellschaften bieten sogar Camping-an-Bord an, so dass man während der Fahrt auf dem offenen Wohnmobil-Deck im Fahrzeug bleiben und auch darin schlafen und essen kann. 

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8. Ungesichert während der Fahrt

Auch wenn es noch so verlockend ist und die Betten im Wohnmobil so schön bequem sind: Mal eben während der Fahrt hinten im Womo ein Schläfchen halten, während der Partner oder die Partnerin chauffiert, ist weder eine gute Idee, noch ist es erlaubt. Denn das ungesicherte Nutzen der Betten während der Fahrt kann bei einem Unfall verheerende Folgen haben. Gleiches gilt für das Umherlaufen und ungesicherte Sitzen im Wohnmobil - sowohl für Mensch als auch für mitreisende Tiere. 

9. Straßenbeschilderung ignorieren

Das passt schon – oder auch nicht. Wer mit einem Wohnmobil die Straßenbeschilderung ignoriert, steckt schnell mal unter einer Brücke fest oder merkt, dass die Straße doch nicht breit genug ist für das Fahrzeug. Wer dann ein Wendemanöver einleiten muss, kann ganz schön ins Schwitzen kommen - was nicht selten mit einem Kratzer am schönen Fahrzeug endet.

Neben Informationen über Fahrbahnbreite, Brückenhöhe und maximal zugelassenem Gewicht auf Brücken und Überführungen sollten Reisende im Camper auch auf Verkehrszeichen zu Umweltzonen, Tempolimits und Parkvorschriften achten. Es ist außerdem ratsam, sich vor Reisebeginn über Mautgebühren und Fahrverbote zu informieren. Die wichtigsten Verkehrsinfos für einzelne Reiseländer in Europa hat Freeontour hier zusammengestellt. 

Eine wichtige Rolle spielt dabei auch, ob das verwendete Navigationsgerät oder die verwendete Navigations-App die Maße und das Gewicht des Fahrzeugs bei der Streckenführung berücksichtigt oder nicht. Wer sich mit dem Wohnmobil auf eine Pkw-Navigationslösung verlässt landet bisweilen in einer Sackgasse und muss die Strecke dann gleich doppelt zurücklegen. 

10. Zu lange Etappen fahren

Wer erstmalig mit einem Wohnmobil reist, sollte es langsam angehen lassen und die täglichen Reise-Etappen großzügig planen. Gemäß dem Motto der Weg ist das Ziel ist man mit einem Wohnmobil einfach langsamer unterwegs als mit einem Pkw. Entsprechend länger dauert die Anreise ins Zielgebiet. Für eine stressfreie Fahrt im noch ungewohnten Fahrzeug sind daher Entfernungen von maximal 300 bis 400 Kilometern pro Etappe ratsam. Viele erfahrene Camper bevorzugen im Rahmen einer Wohnmobiltour sogar meist Tagesetappen von nur etwa 200 Kilometern - schließlich möchte man unterwegs auch etwas erleben und sich entspannen. Familien mit Kindern sollten zudem den Reisezeitpunkt weise wählen: Wer nachts losfährt, lässt den Nachwuchs im Kindersitz schlafen und beginnt den Tag mit einem entspannten Frühstück im Camper, bevor es weiter geht und man sich den Rest der Reiseetappe mit unterhaltsamen Reisespielen vertreiben kann.

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