Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

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Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

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Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

Wer darf wo in Deutschland campen? Überblick zu Corona-Regeln und Beherbergungsverboten in den einzelnen Bundesländern in Deutschland.

Letztes Update: 23.10.2020 

Wenn es um das Thema Campingurlaub in Deutschland geht, sieht man sich aufgrund von Covid-19 in den einzelnen Bundesländern für den Herbst und Winter erneut mit einer sehr dynamischen und bisweilen unterschiedlichen Situation konfrontiert. Während des Sommers durften nach und nach alle Camper aus allen Bundesländern die Campingplätze und Stellplätze ihrer Wahl aufsuchen. Nun dreht sich die Situation wieder und viele Bundesländer haben bereits Beherbergungsverbote für Reisende aus innerdeutschen Hotspots verhängt. Das trifft nicht nur Hotels und Gasthäuser, sondern auch Campingplätze und Wohnmobilstellplätze. Zwar haben sich am 6. Oktober sämtliche deutschen Bundesländer gemeinsam darauf geeinigt, dass es die Möglichkeit eines Beherbergungsverbots für Urlauber aus inländischen Gebieten mit hohen Corona-Infektionszahlen geben kann - die Umsetzung obliegt allerdings dem jeweiligen Bundesland und die wird unterschiedlich gehandhabt. Gleichzeitig wurden in manchen Bundesländern wie Baden-Württemberg und Niedersachsen die Beherbergungsverbote bereits von den Verwaltungsgerichten als nicht rechtmäßig erklärt und außer Vollzug gesetzt. Erneut gilt es also auch für den Urlaub in Deutschland, den Überblick zu behalten. Freeontour hat den derzeitigen Stand in den einzelnen Bundesländern - so weit bekannt - in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt.  

Hinweis: Die Details zu den geltenden Regeln in den jeweiligen Bundesländern können sich je nach Infektionslage kurzfristig ändern. Freeontour wird sich bemühen, diesen Beitrag regelmäßig zu aktualisieren und Sie entsprechend zu informieren. 

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wurde der Tourismus seit dem 18. Mai wieder schrittweise zugelassen. Zunächst durften autarke Camper wieder auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen einchecken beziehungsweise autarke Mietunterkünfte auf Campingplätzen beziehen. In diesem Zeitraum blieben die Sanitäranlagen auf den Campingplätzen geschlossen. Nach dem 29. Mai konnten auch alle Camper, die nicht autark waren, ihren Campingurlaub in Baden-Württemberg wieder planen. Die Sanitäranlagen sind unter strengen Hygieneauflagen geöffnet und auch die Campingparzellen dürfen unter Beachtung der Abstandsregelungen voll belegt werden. Eine Beschränkung der Kapazität gibt es derzeit nicht. Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr müssen aber an der Rezeption sowie im Bereich anderer Gemeinschaftseinrichtungen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sofern dies nicht aus medizinischen Gründen unzumutbar ist oder wenn nicht ein anderweitiger mindestens gleichwertiger baulicher Schutz besteht.

Bereits seit Ende August gibt es in Baden-Württemberg ein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots, das allerdings am 15. Oktober vom Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg außer Vollzug gesetzt wurde. Die Corona Verordnung des Landes sieht zurzeit aber noch vor, dass das Beherbergungsverbot für touristische Reisende gelten soll, die sich mindestens 48 Stunden in einem Land-, Stadtkreis oder einer  kreisfreien Stadt innerhalb der Bundesrepublik Deutschland aufgehalten oder darin ihren Wohnsitz haben, in dem der Schwellenwert von 50 neu gemeldeten SARS-CoV-2-Fällen pro 100.000 Einwohner in den vorangehenden sieben Tagen überschritten wurde. Das Beherbergungsverbot gelte nicht, wenn der Reisende entweder einen molekularbiologischen, negativen COVID-19-Test oder ein entsprechendes ärztliches Attest vorlegen kann. Beides darf zum Zeitpunkt der Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Ein Faktor übrigens, der laut Verwaltungsgerichtshof als sehr unpraktikabel erscheine. Wann die Corona-Verordnung in diesem Punkt offiziell abgeändert wird, ist noch nicht bekannt. Gesonderte Einreiseverbote und Quarantäne-Auflagen gibt es in Baden-Württemberg zurzeit nicht.     

Gastronomische Betriebe sind in Baden-Württemberg im Innen- und Außenbereich geöffnet. Davon ausgenommen sind Kneipen, Bars und Diskotheken. Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten sowie Tierparks, Zoos und Spielplätze sind unter Auflagen zugänglich. Gleiches gilt unter Auflagen für Freizeitparks und Freizeitaktivitäten in geschlossenen Räumen. Auch Sportanlagen und Sportstätten wie beispielsweise Fitnessräume dürfen wieder genutzt werden ebenso wie Bäder und Saunen, sofern sie die spezifischen Auflagen der Hygieneverordnung erfüllen. 

Bayern

Als letztes Bundesland in Deutschland hat Bayern nach dem 22. Juni die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze auch für nicht-autarke Camper ohne eigene Sanitäreinrichtungen wieder geöffnet. Generell ist aber auf dem gesamten Gelände der Anlagen der Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten und außerdem ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in den Gemeinschaftsräumen verpflichtend. Dies gilt auch auf dem Außengelände, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann.

Seit dem 8. Oktober gilt außerdem ein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Hotspots mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Maßgeblich sind dabei die jeweils am Tag der Einreise vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Werte. Ausnahmen gelten bei touristischen Reisen nur dann, wenn ein ärztliches Attest vorgelegt werden kann, welches ein negatives Testergebnis eines molekularbiologischen SARS-CoV-2-Tests bestätigt. Der Test darf dabei höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden sein. Maßgeblich für den Beginn der 48-Stunden-Frist ist der Zeitpunkt der Feststellung des Testergebnisses. Diese Regelung gilt noch bis zum 18. Oktober. Danach soll das Beherbergungsverbot vorläufig ausgesetzt werden.       

Gastronomische Betriebe sind in Bayern sowohl im Innenbereich als auch im Außenbereich geöffnet.  Ebenfalls mit Auflagen zugänglich sind Spielplätze, Tierparks und botanische Gärten, Bibliotheken, Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten sowie Bäder, Indoor-Wellnessanlagen und Saunabereiche. Theater, Konzerte und Kinovorführungen sind möglich - allerdings nur mit Mund-Nasen-Schutz und unter strengen Auflagen. 

Berlin

In Berlin durften zunächst autarke Camper wieder Campingplätze und Wohnmobilstellplätze ansteuern. Nicht-autarke Camper dürfen seit dem 8. Juni wieder nach Berlin reisen, sofern der jeweilige Campingplatz die Hygieneauflagen erfüllt, um die Sanitäranlagen wieder öffnen zu können. Spa- und Wellnessbereiche bleiben vorerst weiterhin geschlossen, während Shops und die Gastronomie unter Auflagen wieder betrieben werden dürfen. Museen, Gedenkstätten und ähnliche Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie die Außenbereiche der Zoos und Tiergärten sind in Berlin wieder geöffnet. Ausflugs- und Stadtrundfahrten sowie Rundgänge und Führungen im Freien dürfen unter Auflagen ebenfalls angeboten werden. Auch Open-Air-Veranstaltungen mit eingeschränkter Teilnehmerzahl sind erlaubt, Kinos dürfen öffnen.

In Berlin gibt es zurzeit noch kein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona Risikogebieten. Aufgrund der aktuell hohen Infektionszahlen in Berlin sind am 10. Oktober aber neue Einschränkungen in Kraft getreten. Beispielsweise dürfen sich im öffentlichen Raum im Freien zwischen 23 und 6 Uhr nur noch fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten oder Personen aus zwei Haushalten treffen. Auch private Veranstaltungen und private Zusammenkünfte in geschlossenen Räumen mit mehr als zehn Personen sind verboten. Gaststätten im Sinne des Gaststättengesetzes sowie Verkaufsstellen im Sinne des Berliner Ladenöffnungsgesetzes müssen in der Zeit von 23 Uhr bis 6 Uhr des Folgetages schließen. Apotheken und Tankstellen sind von dieser Regelung ausgenommen - ebenso wie die elf Berliner Gaststätten, die vor dem Berliner Verwaltungsgericht gegen die Sperrstunde geklagt hatten und vorerst Recht bekamen. 

Brandenburg

Auch in Brandenburg durften sich zunächst Dauercamper und autarke Camper auf einen Aufenthalt mit Wohnmobil oder Caravan freuen. Seit dem 25. Mai sind die Campingplätze auch wieder für nicht-autarke Camper zugänglich - inklusive der Sanitäranlagen. 

Ebenfalls wieder zugänglich sind zurzeit in Brandenburg Spielplätze, Galerien, Museen, Ausstellungen und öffentliche Bibliotheken, sofern der Mindestabstand eingehalten und Warteschlangen vermieden werden können. Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge und vergleichbare touristische Angebote sind erlaubt und auch öffentliche und private Indoor-Sportanlagen wie Gymnastik-, Turn- und Sporthallen oder Fitnessstudios, Bäder, Theater, Kinos und Konzerthäuser, Trockensaunen über 80 °C ohne Aufgüsse, Thermen, Thermalbäder und sonstige Badeanlagen sind wieder zugänglich.

In Brandenburg gilt bereits seit dem Sommer ein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona Risikogebieten, wenn die 50er Marke bei der 7-Tage-Inzidenz überschritten wird. Im Fall von Stadtstaaten gilt dies aber ausdrücklich nicht für einzelne Bezirke, sondern nur dann, wenn die gesamte Stadt diesen Wert überschreitet. Auch in Brandenburg entfällt das Beherbergungsverbot, sofern ein negativer SARS-CoV-2-Test nachgewiesen werden kann, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. Diese Regelung wurde am 16. Oktober durch einen Gerichtsbeschluss vorläufig gestoppt, so dass das Beherbergungsverbot voraussichtlich am 20. Oktober von der Landesregierung aufgebhoben wird.       

Bremen

In Bremen dürfen seit dem 18. Mai Campingplätze und Wohnmobilstellplätze wieder von touristischen Campern genutzt werden, sofern die Betreiber sicherstellen, dass die Regeln des Kontaktverbotes eingehalten werden und ein Schutzkonzept vorliegt. Außerdem sind der Zugang zu Gebäuden und die Anzahl der Gäste begrenzt, damit Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen eingehalten werden können. Auch Restaurants und Kneipen sind in Bremen unter Einhaltung der gesetzlichen Auflagen wieder geöffnet, Diskotheken und Clubs sind jedoch weiterhin geschlossen. Unter Auflagen ebenfalls wieder zugänglich sind Spielplätze, Gedenkstätten, Tiergärten, Museen und Geschäfte, Stadtführungen, Ausflugsschifffahrt und weitere touristische Dienstleistungen, Bäder und Saunen.

In Bremen gibt es zurzeit noch kein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona Risikogebieten. Zu beachten ist aber, dass die kreisfreie Stadt Bremen aktuell selber als Risikogebiet gilt.    

Hamburg 

Seit dem 13. Mai dürfen auch in Hamburg autarke Dauercamper und autarke touristische Camper die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze wieder aufsuchen, sofern diese die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Die Kapazitätsbeschränkung für die Belegung wurde mittlerweile aufgehoben. Gemeinschaftlich genutzte Saunen und Wellnessbereiche dürfen unter bestimmten Voraussetzungen eingeschränkt betrieben werden, ebenso wie Bäder verschiedener Art. Ebenfalls unter jeweils spezifischen Auflagen zugänglich sind Gaststätten, Stadtrundfahrten mit Bussen und Ausflugsschiffen, Spielplätze, Tierparks, Fitnessstudios und Indoor-Sportanlagen. 

Bereits zum 1. Juli ist in Hamburg ein Beherbergungsverbot für Touristen in Kraft getreten, deren Wohnsitz sich in einem Corona-Risikogebiet in Deutschland befindet: Diese dürfen in Hamburg weder in Hotels noch auf Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen beherbergt werden, sofern sie keinen negativen COVID-19-Test vorlegen können. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. 

Außerdem gilt in Hamburg seit dem 12. Oktober eine verschärfte Maskenpflicht: Sie gilt in allen öffentlichen Gebäuden, in Gastronomiebetrieben, bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sowie auf öffentlichen Plätzen mit starkem Menschenandrang und auf Demonstrationen. Bei Veranstaltungen mit festen Sitzplätzen muss ein Mund-Nasen-Schutz aber nur bis zum Einnehmen des Platzes getragen werden - zum Beispiel im Theater, Kino oder Konzert. Ab dem 17. Oktober gilt außerdem zwischen 23:00 Uhr bis 5:00 Uhr des Folgetages eine Sperrstunde für Gaststätten. In diesem Zeitraum gilt zugleich ein Verbot, Alkohol zu verkaufen.

Hessen

Offiziell dürfen Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Hessen seit dem 15. Mai wieder angefahren werden. Dies galt zunächst nur für autarke Camper, da laut Verordnung gemeinschaftliche Dusch- und Waschräume ebenso wie Sauna-, Schwimm-, und Wellnessbereiche geschlossen bleiben mussten. Mittlerweile dürfen die Sanitäranlagen unter bestimmten Hygiene- und Abstandsauflagen wieder genutzt werden, so dass auch nicht-autarke Camper die Campingplätze nutzen können. Auch zum Campingplatz gehörende Sauna-, Schwimm- und Wellnessbereiche dürfen wieder geöffnet werden, sofern diese ausschließlich von Übernachtungsgästen genutzt werden.   

Seit dem 15. Mai dürfen in Hessen auch Restaurants, Gaststätten, Eisdielen, Bars und Kneipen unter bestimmten Auflagen wieder Gäste empfangen. Auch verschiedene Freizeitaktivitäten wie Kanu fahren oder Schifffahrten zu Ausflugszwecken sind unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Ebenfalls geöffnet sind unter Auflagen z. B. Botanische und zoologische Gärten, Freilichttheater, Gedenkstätten, Museen, Kulturzentren, Schlösser sowie Konzert- und Opernhäuser. Auch Spielplätze dürfen genutzt werden. 

Das Bundesland Hessen hat bereits Ende Juni ein Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Risikogebieten eingeführt, das allerdings am 19. Oktober aufgehoben wurde. Auch hier waren bis dahin die Zahlen maßgeblich, die jeweils am Tag der Einreise vom Robert Koch-Institut veröffentlicht werden. Grenzwert waren 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vorangegangenen sieben Tage. 

Mecklenburg-Vorpommern 

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen seit Mitte Juni wieder Camper jeglicher Art die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze nutzen. Zu beachten ist aber, dass laut der Corona-Verordnung in Mecklenburg-Vorpommern Übernachtungen auf Campingplätzen weiterhin vorab reserviert und registriert werden müssen. Darüber hinaus ist Mecklenburg-Vorpommern sehr restriktiv, wenn es um die Einreise aus einem Corona-Risikogebiet geht - egal, ob aus dem Ausland oder dem Inland: Für Reisende mit Aufenthalt oder Wohnsitz in einem Corona-Risikogebiet galten bis zum 20. Oktober nicht nur das Beherbergungsverbot, sondern auch eine 14-tägige Quarantänepflicht. Letzteres galt auch für Tagestouristen. Die Quarantäne konnte nur umgehen, wer bei der Einreise einen negativen COVID-19-Test vorweisen konnte, der nicht älter als 48 Stunden sein durfte. Die Quarantäne-Regelung soll ab dem 21. Oktober entfallen, das Beherbergungsverbot wurde am 20. Oktober vom Oberverwaltungsgericht Greifswalt vorläufig außer Vollzug gesetzt.   

Gaststätten, Museen, Gedenkstätten, Galerien, Schlösser, Ausstellungen, Bars und Kneipen sind unter Einschränkungen geöffnet. Diskotheken und Clubs sind ausschließlich in Funktion als Gaststätte unter deren Auflagen geöffnet, Tanzveranstaltungen u. ä. sind weiterhin untersagt. Die Strände dürfen unter Einhaltung des Abstandsgebots genutzt werden und auch Schwimmbäder, Indoor- und Outdoor-Spielplätze, Spielhäuser sowie Freizeitparks, Wellnesseinrichtungen, Saunen, Theater, Konzerthäuser und andere Kulturbetriebe dürfen unter jeweils spezifischen Auflagen wieder Besucher empfangen. Bootsverleihe und die Fahrgastschifffahrt dürfen ebenfalls ihre Dienste wieder anbieten. 

Niedersachsen 

Dauercamper dürfen in Niedersachsen bereits seit dem 6. Mai wieder auf ihre Parzelle, seit dem 11. Mai sind die Campingplätze auch für touristische Camper wieder zugänglich. Weiterhin gelten aber spezifische Hygieneregeln für den Sanitärbereich und den Bereich der Gruppengröße: In Niedersachsen dürfen bis zu zehn Personen gemeinsam ihren Urlaub auf einer Parzelle auf einem Campingplatz verbringen – unabhängig davon, ob sie aus einem Hausstand kommen oder nicht. Auch Wohnmobilstellplätze dürfen uneingeschränkt angefahren werden – auch von nicht-autarken Fahrzeugen, sofern der Wohnmobilstellplatz über die entsprechende Infrastruktur verfügt.  

Gaststätten, Restaurants, Biergärten im Freien, Imbisse und Cafés sind unter Auflagen geöffnet, ebenso wie Outdoorsportanlagen, Spielplätze, Schwimmbäder, Outdoorfreizeiteinrichtungen, Sauna- und Wellnessanlagen und andere Freizeiteinrichtungen. Diskotheken und Clubs sind nach wie vor geschlossen. 

Auch in Niedersachsen ist seit dem 9. Oktober ein Beherbergungsverbot für Touristen aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten in der Corona-Verordnung des Landes enthalten. Wie in anderen Bundesländern auch gelten 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen als Messwert. Maßgeblich sind dabei die jeweils am Tag der Einreise vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Werte. Ausnahmen gelten bei touristischen Reisen nur dann, wenn ein ärztliches Attest vorgelegt werden kann, welches ein negatives Testergebnis eines molekularbiologischen SARS-CoV-2-Tests bestätigt. Der Test darf dabei höchstens 48 Stunden vor der Anreise vorgenommen worden sein. Das Niedersächsische Oberverwaltungsgericht hat das Beherbergungsverbot jedoch am 15. Oktober mit sofortiger Wirkung vorläufig außer Vollzug gesetzt, so dass es aktuell nicht zur Anwendung kommen darf. Ob und wann die Corona-Verordnung entsprechend angepasst wird, steht noch nicht fest. 

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen sind die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze für touristische Camper schon seit dem 11. Mai wieder zugänglich. Dabei gibt es weder Einschränkungen im Bereich der Belegung, noch in Sachen Sanitärbereiche, sofern hier strenge Hygieneschutzmaßnahmen umgesetzt werden können. Generell müssen aber natürlich die geltenden Kontaktbeschränkungen sowie die Mindestabstände dennoch eingehalten werden. Das bedeutet, dass der gemeinsame Besuch von Campingplätzen und die gemeinsame Nutzung eines Caravans, Wohnmobils oder Zelts nur den Personen gestattet ist, die nach § 1 Absatz 2 der CoronaSchVO von den Kontaktverboten im öffentlichen Raum ausgenommen sind. Sofern das Einhalten der Mindestabstände einmal nicht möglich sein sollte, gilt auch auf den Campingplätzen innerhalb geschlossener Gemeinschaftsräume die Maskenpflicht. Autarke Camper sollen außerdem möglichst die eigenen Sanitäreinrichtungen nutzen, um die Sanitärgebäude nicht zu überlasten.   

Ebenfalls geöffnet sind unter Hygieneschutzauflagen Restaurants und Cafés im Innen- und Außenbereich, Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlösser, Burgen, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen sowie Ausflugsschifffahrt, Touristeninformationen sowie Fahrrad- und Bootsverleihe, Tierparks, zoologische und botanische Gärten, Garten- und Landschaftsparks und auch Freizeitparks. Auch Spielplätze und kontaktarme Outdoor-Sportangebote, Fitnessstudios, Thermen, Schwimmbäder, Spaßbäder und Wellness-Orte können genutzt werden. 

In Nordrhein-Westfalen gibt es aktuell kein Beherbergungsverbot für Touristen aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten. Für Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten gilt aber nach wie vor die Quarantänepflicht, die durch Vorlage eines negativen COVID-19-Tests verkürzt werden kann.   

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz hatte in einem ersten Schritt seit dem 13. Mai auf autarke Camper gesetzt, so dass zunächst Dauercamper die Campingplätze aufsuchen und autarke Wohnmobilisten die Wohnmobilstellplätze nutzen konnten. Zum 18. Mai werden auf den Campingplätzen auch autarke touristische Camper zugelassen, nicht-autarke Camper dürfen seit dem 10. Juni wieder in Rheinland-Pfalz campen. Dabei gelten auch hier die allgemeinen Kontakt- und Hygieneregeln des Landes.   

In Rheinland-Pfalz unter spezifischen Auflagen geöffnet sind derzeit Restaurants- und Cafés sowohl im Innen- als auch Außenbereich, Museen, Ausstellungen, Galerien, Bau- und Kulturdenkmäler, die Ausflugsschifffahrt, Spielplätze, Schwimmbäder, Fitnessstudios und Indoor-Sportanlagen, Flohmärkte, Zirkusse, Spielhallen und Spielbanken, Theater, Konzerthäuser und Kleinkunstbühnen, Freizeitparks, Innenbereiche von Tierparks und Thermen. 

Bereits seit dem Sommer gilt in Rheinland-Pfalz für Reisende aus in- und ausländischen Corona-Risikogebieten eine Quarantänepflicht von 14 Tagen, die durch Vorlage eines aktuellen COVID-19-Tests verkürzt werden kann. Der Test darf nicht älter als 48 Stunden sein. Ein Beherbergungsverbot für Reisende aus inländischen Risikogebieten gemäß der Übereinkunft der Bundesländer in Deutschland sollte ursprünglich am 13. Oktober in Kraft treten, wird vorläufig aber weiterhin ausgesetzt. Ausdrücklich davon ausgenommen sollen dann auch Rheinland-Pfälzer sein, die im eigenen Bundesland Urlaub machen - auch wenn sie aus einem Risikogebiet kommen.     

Saarland

Im Saarland durfte das Camperleben ab dem 18. Mai wieder starten - sowohl für Dauercamper als auch touristische Camper auf Campingplätzen. Auch die Wohnmobilstellplätze durften ab diesem Zeitpunkt wieder genutzt werden. Generell ist auf den Campingplätzen im Saarland aber eine Vorreservierung Pflicht, gleiches gilt für Wohnmobilstellplätze sofern dies möglich ist. Die Sanitäranlagen sind unter Auflagen geöffnet, so dass auch nicht-autarke Camper von Beginn an in den Genuss eines Campingaufenthalts kommen können. 

Ebenfalls geöffnet sind unter spezifischen Auflagen Gastronomiebetriebe wie Gaststätten, Kneipen, Restaurants, Systemgastronomie, Cafés und Bistros, Schwimmbäder, Spielplätze und andere Freizeiteinrichtungen wie Zoos, Botanische Gärten, Museen und Ausstellungen. Discos und Clubs sind weiterhin geschlossen.  

Das Saarland hat angekündigt, sein Beherbergungsverbot für Touristen aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten zum 16. Oktober abzuschaffen. Es gilt bereits seit Ende Juni. Auch hier sind die Zahlen maßgeblich, die jeweils am Tag der Einreise vom Robert Koch-Institut veröffentlicht werden. Grenzwert sind 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vorangegangenen sieben Tage. 

Sachsen

Touristische Camper dürfen seit Mitte Mai die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Sachsen wieder nutzen. Auf eine Einschränkung der Kapazität oder der Nutzergruppen wird dabei verzichtet: Da die Sanitäranlagen unter strengen hygienischen Vorschriften geöffnet sind, können auch nicht-autarke Camper auf dem Campingplatz einchecken. Es gelten die allgemeinen Kontakt- und Hygieneregeln. 

Unter der Voraussetzung eines jeweils spezifischen und genehmigten Hygieneschutzkonzeptes sind Betriebe aus den folgenden Bereichen geöffnet: Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser, Kleinkunst-Spielstätten, Fitness- und Sportstudios, Schwimmbäder, Saunen, Spielbanken sowie Freizeit- und Vergnügungsparks, Gedenkstätten, Archive, Museen, Ausstellungen, Galerien, Tierparks, Botanische sowie Zoologische Gärten. 

Ein Beherbergungsverbot für Reisende aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten ist in Sachsen bereits in Kraft - soll zum 17. Oktober aber aufgehoben werden. Grenzwert sind 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vorangegangenen sieben Tage vor der Einreise. Auch hier sind die Zahlen maßgeblich, die jeweils am Tag der Einreise vom Robert Koch-Institut veröffentlicht werden.    

Sachsen-Anhalt 

In Sachsen-Anhalt sind die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze seit Ende Mai uneingeschränkt nutzbar. Natürlich gelten aber die allgemeinen Kontakt- und Hygieneregeln sowie eine Dokumentationspflicht personenbezogener Daten für die Betreiber. 

Restaurants und Gaststätten sind unter spezifischen Auflagen geöffnet, gleiches gilt für Schwimmbäder, Sportanlagen, Spielplätze, Museen und Gedenkstätten sowie viele andere Zweige der Freizeitbranche. Derzeit noch geschlossen sind aber Diskotheken und Clubs, deren Öffnung für den 1. November angekündigt war, aber aktuell bis mindestens Januar 2021 ausgesetzt wurde.    

Sachsen-Anhalt hat bereits Ende Juni ein Beherbergungsverbot für Touristen aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten umgesetzt. Auch hier sind die Zahlen maßgeblich, die jeweils am Tag der Einreise vom Robert Koch-Institut veröffentlicht werden. Grenzwert sind 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vorangegangenen sieben Tage.

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein ist das Campen uneingeschränkt seit Anfang Juni wieder möglich. Es gelten die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln sowie die Dokumentationspflicht der personenbezogenen Daten. Auf Teilen der Nordseeinsel Helgoland gilt zudem tagsüber zwischen 10 und 17 Uhr eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum. Touristen müssen beispielsweise mit Verlassen des Schiffes bis zur Hafenstraße und auf weiteren Straßen und Plätzen eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. 

Ebenfalls unter spezifischen Auflagen geöffnet sind Schwimmbäder, Freizeitparks, Saunen, Wellnesseinrichtungen, Gastronomiebetriebe sowie alle Freizeit-Angebote – etwa Ausflugsschifffahrt oder Strandkorbvermietungen. Diskotheken und Clubs sind weiterhin geschlossen. In Schleswig-Holstein haben die Kreise aber die Möglichkeit, für bestimmte Orte Beschränkungen des Tagestourismus anzuordnen, um zu große Touristenströme zu vermeiden. Das kann beispielsweise Parkplatz-Sperrungen, digitale Ticketsysteme für Orte und Strandabschnitte oder auch örtliche Betretungsverbote für Tagestouristen bedeuten. Aktuell sind die Nordseeinseln wie Föhr, Amrum und Sylt sowie die meisten Halligen in Schleswig-Holstein für Tagestouristen freigegeben.

Auch in Schleswig-Holstein wurde zum 9. Oktober ein Beherbergungsverbot für Touristen aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten eingeführt. Das Beherbergungsverbot wurde allerdings am 23. Oktober gerichtlich vorläufig außer Vollzug gesetzt. Wie in anderen Bundesländern auch sind 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen der Grenzwert. Maßgeblich sind dabei die jeweils am Tag der Einreise vom Robert Koch-Institut veröffentlichten Werte. Ausnahmen gelten bei touristischen Reisen nur dann, wenn ein ärztliches Attest vorgelegt werden kann, welches ein negatives Testergebnis eines SARS-CoV-2-Tests bestätigt, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. Zwischen dem Ausstellen des Testergebnisses und der Einreise dürfen demnach nicht mehr als 48 Stunden verstrichen sein.

Thüringen

In Thüringen durften die Campingplätze seit dem 15. Mai für alle Camper öffnen. Eine Einschränkung im Bereich der Sanitäranlagen oder in Sachen Aufnahmekapazität gibt es weder für Campingplätze noch für Wohnmobilstellplätze. Die geltenden Abstandsregeln und Hygieneschutzregeln müssen aber natürlich auch hier eingehalten werden. 

Zeitgleich mit den Campingplätzen durften auch die Gaststätten in Thüringen unter Auflagen wieder öffnen. Mittlerweile sind auch Museen, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Vereins-, Sport- und Freizeiteinrichtungen, Saunen, Thermen, Kinos und andere Einrichtungen wieder geöffnet. 

In Thüringen gibt es aktuell kein Beherbergungsverbot für Touristen aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten. Für Reiserückkehrer aus internationalen Risikogebieten gilt aber nach wie vor die Quarantänepflicht, die durch Vorlage eines negativen COVID-19-Tests verkürzt werden kann.   

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