Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

FREEONTOUR

Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

freeontour
von FREEONTOUR

Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

Darf man während des Lock-downs in Deutschland campen? Überblick zu Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen in den einzelnen Bundesländern in Deutschland.

Letztes Update: 19.04.2021 

Wenn es um das Thema Campingurlaub in Deutschland geht, sieht man sich aufgrund von Covid-19 in den einzelnen Bundesländern für den Frühjahr weiterhin mit einer sehr dynamischen und bisweilen unterschiedlichen Situation konfrontiert. Fest steht momentan lediglich: Während sich Deutschland im Lock-down befindet, ist das Campen für Urlauber weder auf Campingplätzen noch auf Wohnmobilstellplätzen in Deutschland möglich. Gleiches gilt auch für kostenfreie oder private Stellplätze und auch über die Osterferien: Es gilt ein generelles Beherbergungsverbot für Touristen. Diese Regelung wird voraussichtlich in allen Bundesländern bis in den Mai verlängert. Freeontour hat den aktuellen Stand zusammengestellt.  

Aktuelle Corona-Maßnahmen  

Der Bund-Länder-Beschluss vom 28. Oktober sieht prinzipiell einheitliche Regelungen für ganz Deutschland vor, wenn es um den aktuellen Lock-down seit dem 2. November geht. Das gilt im Prinzip auch für die Maßnahmen im Verlängerungszeitraum des Lock-downs. Seit dem 8. März gibt es erste Lockerungen, die an bestimmte Inzidenzwerte gekoppelt sind. Jedes Bundesland kann aber individuell über Lockerungen entscheiden und muss diese in seinen Corona-Landesverordnungen festschreiben und in Landesrecht umsetzen - wodurch sich auch die Unterschiede und Zeitverzüge in manchen Bereichen erklären. Freeontour stellt diese im Bereich der einzelnen Bundesländer vor. Dabei ist zu beachten, dass in manchen Bundesländern die Gesamtinzidenz des Bundeslandes für Lockerungen als Basis dient, während andere Bundesländer diese an den Inzidenzen der einzelnen Stadt- und Landkreise festmachen. Generell sollen die folgenden Regeln gelten: 

1. Keine privaten Reisen 

Es gibt zwar kein ausgesprochenes Reiseverbot, aber die dringende Aufforderung an alle Bürgerinnen und Bürger, auf nicht notwendige private Reisen im Inland und Ausland zu verzichten. Das gilt nicht nur für längere Reisen, sondern gleichermaßen für Besuche bei Freunden und Verwandten als auch für überregionale tagestouristische Ausflüge. In Deutschland dürfen Beherbergungsbetriebe - einschließlich Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und private Anbieter von Wohnmobilstellplätzen - bis mindestens 18. April 2021 keine Touristen aufnehmen. Reisen sind in dieser Zeit innerhalb von Deutschland demnach nur noch für notwendige und ausdrücklich nicht touristische Zwecke möglich. Das gilt auch für die Nutzung von kostenfreien Stellplätzen bei Reisen, die nicht zwingend erforderlich sind. Eine Perspektive für mögliche Öffnungsschritte im Tourismus gibt es seitens der Politik immer noch nicht. Es ist offen, wann sich daran etwas ändern wird. Im europäischen Ausland ist dies abhängig von den Bestimmungen des jeweiligen Reiselandes. 

2. Teilweise Inzidenzabhängige Lockerungen für Unternehmen im Bereich der Freizeitgestaltung

Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen aus dem Bereich Freizeitgestaltung und Kultur sind noch weitgehend geschlossen. Dazu gehören beispielsweise Theater, Opern, Konzerthäuser, Messen, Kinos, Freizeitparks, Anbieter von Freizeitaktivitäten (drinnen und draußen), Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen und ähnliche Einrichtungen, Schwimm- und Spaßbäder, Saunen und Thermen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen. Auch Veranstaltungen sind verboten.

Seit dem 8. März dürfen bundesweit die ohnehin in einigen Bundesländern zuvor geöffneten Blumengeschäfte, Gartenmärkte, Betriebe der körpernahen Dienstleistungen, Fahrschulen und Flugschulen etc. öffnen. Hinzu kommen die Buchhandlungen. Weitere Lockerungen sind abhängig von der regionalen oder landesweiten Inzidenz: Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 in einer Region oder einem Land dürfen Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten wieder öffnen. Bei einer stabilen oder sinkenden Inzidenz unter 100 ist für den Besuch dieser Einrichtungen allerdings eine Terminbuchung erforderlich. Weitere Lockerungen für Theater, Konzert- und Opernhäusern, Kinos, den kontaktfreien Sport im Innenbereich sowie den Kontaktsport im Außenbereich können theoretisch seit dem 22. März folgen, sofern die Inzidenz unter 50 bleibt. Liegt die Inzidenz unter 100 ist für diese Bereich ein negativer Corona-Test erforderlich. In den meisten Bundesländern wurden diese Lockerungen aufgrund steigender Inzidenzen zum 22. März aber nicht umgesetzt.   

3. Restaurants und andere Gastronomiebetriebe bleiben geschlossen

Gastronomiebetriebe sowie Bars, Clubs, Diskotheken, Kneipen und ähnliche Einrichtungen sind weiterhin geschlossen. Davon ausgenommen ist wie bisher die Lieferung und Abholung mitnahmefähiger Speisen für den Verzehr zu Hause sowie der Betrieb von Kantinen. Seit dem 22. März ist es etwas umständlicher: Liegt die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 50 darf die Außengastronomie öffnen. Liegt die 7-Tage-Inzidenz stabil unter 100 darf die Außengastronomie für Besucher mit Terminbuchung öffnen, sofern 14 Tage vorher andere Öffnungsschritte der so genannten Stufe 3 vollzogen wurden. Sitzen an einem Tisch Personen aus mehreren Hausständen ist aber ein tagesaktueller Test erforderlich.    

4. Kontaktbeschränkungen werden ein wenig gelockert 

Seit dem 8. März sind Treffen mit bis zu fünf Freunden, Verwandten und Bekannten aus zwei verschiedenen Haushalten vorgesehen. Dabei werden Paare als ein Haushalt definiert und Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. In Regionen mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von unter 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner kann dies auf maximal zehn Personen und drei Haushalte erweitert werden. Sollte die Inzidenz regional wieder über 100 steigen, werden die Kontakte allerdings wieder auf einen Haushalt und eine weitere Person begrenzt. Wie schon in der Vergangenheit weichen die einzelnen Bundesländer im Bereich der Kontaktbeschränkungen teilweise in Details voneinander ab. 

Bei einer stabilen Inzidenz unter 50 ist kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen bis maximal zehn Personen im Freien erlaubt. 

5. Kleine Lockerungen für Einzelhandel und weitere Dienstleistungen 

Friseure dürfen seit Anfang März wieder öffnen - unabhängig von der jeweiligen Inzidenz vor Ort. Für alle anderen ist es seit dem 8. März etwas umständlicher: Bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 in einer Region oder einem Land darf der Einzelhandel mit einer Flächenbegrenzung pro Kunde wieder öffnen. Bei einer stabilen oder sinkenden Sieben-Tage-Inzidenz von unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern darf der Einzelhandel lediglich mit festen Einkaufsterminen für das so genannte Terminshopping (Click and meet) öffnen. Liegt oder steigt die Inzidenz lokal bzw. regional über 100 bleiben die Geschäfte geschlossen bzw. müssen wieder schließen. 

Übersicht Campingplätze & Wohnmobilstellplätze in den Bundesländern 

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg dürfen Dauercamper die Campingplätze während des Lock-downs nutzen, sofern ein Härtefall vorliegt. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn sich der Erstwohnsitz auf dem Campingplatz befindet. Das touristische Campen ist für Urlauber aber bis mindestens 16. Mai 2021 weder auf Campingplätzen noch auf Wohnmobilstellplätzen möglich - dies gilt ausdrücklich auch für Stellplätze, die kostenfrei genutzt werden können, sowie für privat angebotene Stellplätze.   

Sofern die 7-Tage-Inzidenz in einem Land- oder Stadtkreis unter 100 liegt, sind Treffen von bis zu fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten erlaubt. Die Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre zählen dabei nicht mit. Paare, die nicht zusammenleben, gelten als ein Haushalt. Sollte ein Haushalt bereits aus fünf oder mehr Personen über 14 Jahren bestehen, so darf sich dieser Haushalt nur mit einer weiteren nicht dem Haushalt angehörigen Person treffen. Liegt die 7-Tage-Inzidenz über 100 sind Treffen nur noch mit den Angehörigen des eigenen Haushalts und einer weiteren nicht zum Haushalt gehörenden Person erlaubt. Auch hier werden Kinder unter 14 Jahren nicht mitgezählt. 

Gastronomische Betriebe, Kneipen, Bars und Diskotheken, Schwimmbäder, Saunen und Thermen, Freizeitparks, Spielhäuser, Fitnesscenter, Kinos, Theater und andere Kultureinrichtunge sind weiterhin geschlossen. Spielplätze sind unter Auflagen zugänglich. Seit dem 1. März dürfen Friseure wieder öffnen, ebenso wie Blumenläden und Gartenbetriebe. Unter einer 7-Tage-Inzidenz von 100 dürfen seit dem 8. März auch körpernahe Dienstleistungen wie Kosmetik-, Nagel-, Massage-, Tattoo-, Sonnen- und Piercingstudios sowie kosmetische Fußpflegeeinrichtungen und ähnliche Einrichtungen unter Auflagen und der Maskenpflicht wieder öffnen. Bei Behandlungen, die das Tragen einer medizinischen Maske nicht zulassen, müssen die Kunden und Kundinnen einen tagesaktuellen negativen Schnelltest vorweisen.

Ebenfalls bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen Gärtnereien, Blumenläden, Baumschulen, Gartenmärkte, Baumärkte und Raiffeisenmärkte unter Auflagen wieder ihr komplettes Sortiment anbieten. Das gilt auch für Fahrschulen, Bootsschulen und Flugschulen. Seit dem 29. März gelten Buchhandlungen nicht mehr zu den Geschäften des lebenswichtigen Bedarfs - je nach Inzidenz darf hier Click & Collect oder Click & Meet angeboten werden. 

Liegt die 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 ist auch der Betrieb von Sportanlagen und Sportstätten im Freien und geschlossenen Räumen für den kontaktarmen Freizeit- und Amateurindividualsport mit maximal fünf Personen aus nicht mehr als zwei Haushalten erlaubt. Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten, Archive, Bibliotheken und Büchereien dürfen nach vorheriger Terminbuchung wieder besucht werden. Gleiches gilt für den übrigen Einzelhandel, der das Einkaufen nach dem so genannten Click & Meet-Prinzip nach vorheriger Terminabsprache in einem festen Zeitfenster ermöglichen kann. 

Sofern ein Landkreis oder Stadtkreis mindestes fünf Tage nacheinander eine 7-Tage-Inzidenz unter 50 aufweist, dürfen Einzelhandel, Museen, Galerien, Gedenkstätten, zoologische und botanische Gärten unter den für sie geltenden Hygieneauflagen auch ohne vorherige Terminvereinbarung besucht werden. Die Kontaktdaten müssen aber dennoch erfasst und dokumentiert werden. Gleiches gilt seit dem 29. März auch für Bibliotheken und Archive. Außerdem ist kontaktarmer Sport in kleinen Gruppen von nicht mehr als zehn Personen im Freien und auf Außensportanlagen möglich. Liegt die 7-Tage-Inzidenz mindestens fünf Tage nacheinander unter 35 sind Treffen von bis zu zehn Personen aus maximal zwei Haushalten wieder erlaubt. Allerdings werden dabei Kinder der beiden Haushalte bis einschließlich 14 Jahre mitgezählt.  

Die regionale nächtliche Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr gilt seit dem 8. März nur noch für Stadt- und Landkreise, in denen die 7-Tage-Inzidenz von 100 an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschritten wird. In diesen Stadt- und Landkreisen gelten außerdem weiterhin die bis zum 8. März gültigen Einschränkungen des Lock-downs - Einzelhandel, Museen, Ausstellungen und andere Einrichtungen müssen dann wieder schließen. Friseure dürfen bei einer Inzidenz über 100 geöffnet bleiben, die Kunden müssen für den Besuch aber einen negativen Test, eine vollständige Impfung oder eine überstandene COVID-19-Erkrankung nachweisen.  

Seit dem 8. März sind in Baden-Württemberg medizinische Masken in geschlossenen Räumen, die für die Öffentlichkeit oder für den Publikumsverkehr bestimmt sind, vorgeschrieben.  

Bayern

In Bayern ist das Campen für Urlauber seit dem 2. November weder auf Campingplätzen noch auf Womo-Stellplätzen oder auch privaten Stellplätzen erlaubt. Es gibt ein generelles Beherbergungsverbot für Touristen. Diese Regelung gilt bis mindestens 9. Mai 2021. 

Bayern hat die Lock-down-Regelungen aus den bisherigen Bund-Länder-Beschlüssen prinzipiell komplett übernommen, so dass Restaurants, Freizeitbetriebe, Fitnessstudios, Schwimmbäder, Thermen, Saunen, Theater, Opern, Konzerthäuser, Bühnen, Kinos und andere Einrichtungen der Freizeitgestaltung weiterhin geschlossen sind. Spielplätze sind für Kinder ausschließlich in Begleitung eines Erwachsenen zugänglich. 

Seit dem 22. Februar dürfen Fahrschulen wieder öffnen, seit dem 1. März gilt dies auch für Friseurbetriebe sowie für weitere körpernahe Dienstleistungen wie medizinische Fußpflege und auch Gärtnereien, Gartenmärkte und Blumenmärkte. Seit dem 8. März dürfen auch Buchhandlungen, Büchereien, Archive und Bibliotheken unter Auflagen in ganz Bayern wieder öffnen. In Städten und Landkreisen mit einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 50 dürfen auch die übrigen Geschäfte des Einzelhandels, Museen, Galerien, zoologische Gärten, botanische Gärten sowie Gedenkstätten unter Auflagen öffnen. Kontaktfreier Sport ist in diesen Regionen in kleinen Gruppen mit maximal zehn Personen im Außenbereich erlaubt, auch auf Außensportanlagen.

In Landkreisen oder Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 darf der Einzelhandel jedoch nur für das so genannte Terminshopping öffnen. Auch Museen, Galerien, zoologische und botanische Gärten sowie Gedenkstätten sind nur nach vorheriger Terminbuchung und der damit verbundenen Kontaktnachverfolgung zugänglich. Individualsport ist im Außenbereich mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Weitere Lockerungen wurden bis mindestens 26. April verschoben. 

In Landkreisen oder Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 100 und 200 ist Terminshopping in Kombination mit negativem Testergebnis möglich. Liegt die Inzidenz oberhalb von 200 ist nur Click & Collect möglich.   

Die Kontaktbeschränkungen in Bayern orientieren sich seit dem 8. März an den 7-Tage-Inzidenzen der jeweiligen Stadt- und Landkreise. Liegt die Inzidenz an mehr als drei aufeinanderfolgenden Tagen oberhalb von 100, sind private Zusammenkünfte nur im Kreis der Angehörigen des eigenen Hausstands und mit maximal einer weiteren nicht im Haushalt lebenden Person erlaubt. Bei einer Inzidenz zwischen 35 und 100 gilt die Begrenzung auf die Angehörigen des eigenen Hausstands sowie zusätzlich die Angehörigen eines weiteren Hausstands, allerdings mit insgesamt maximal fünf Personen. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer 7-Tages-Inzidenz unter 35 sind insgesamt drei Haushalte mit zusammen maximal zehn Personen erlaubt. Kinder bis 14 Jahre werden jeweils nicht mitgezählt und Paare gelten als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammenleben.  

Seit dem 15. Februar gilt die nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 Uhr und 5 Uhr für Landkreise und kreisfreie Städte, deren 7-Tages-Inzidenz über einem Wert von 100 liegt. 
Darüber hinaus gelten die landesweiten Abstands- und Hygieneregeln sowie die Maskenpflicht für alle Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr, sofern im öffentlichen Raum der Mindestabstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann. Sie gilt außerdem vor Groß- und Einzelhandelsgeschäften und auf den zu ihnen gehörenden Parkplätzen, an allen Orten mit Publikumsverkehr in den Innenstädten sowie auch an Örtlichkeiten der Öffentlichkeit unter freiem Himmel, an denen sich Menschen entweder auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten. Die Festlegung der Orte und der zeitlichen Beschränkung erfolgt durch die örtlich zuständigen Behörden. Für spezifische Bereiche gilt eine gesonderte Maskenpflicht, z. B. in öffentlichen Gebäuden, auf Märkten oder am Arbeitsplatz.

Seit dem 18. Januar gilt bereits eine Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske oder einer Maske mit mindestens gleichwertigem genormten Standard im ÖPNV, im Einzel- und Großhandel, bei Click&Collect, an Verkaufsständen auf Märkten, in zulässigerweise geöffneten Betrieben (z. B. Banken, Tankstellen, Optiker), in Arzt- und Zahnarztpraxen sowie sonstigen medizinischen, therapeutischen Praxen und bei Besuchen in Einrichtungen wie Alten- und Pflegeheimen.

Tagestouristen, die für touristische Ausflüge oder Freizeitvergnügungen ins benachbarte Ausland reisen, sind von der Regel des kleinen Grenzverkehrs ausgenommen, die es erlaubt, für bis zu 24 Stunden quarantänefrei ins Ausland zu reisen. Diese Regelung findet nur noch für Reisen aus triftigen Gründen Anwendung. Dazu zählen beispielsweise Arbeit, Schule, Arztbesuche, familiäre Angelegenheiten oder Geschäfte des täglichen Bedarfs. Zusätzlich hat Bayern die Quarantänepflicht für Reiserückkehrer aus Virusvariantengebieten zum 8. März auf 14 Tage angehoben. 

Berlin

Seit dem 2. November gelten in Berlin die bundesweit vereinbarten Corona-Maßnahmen, allerdings teilweise mit kleinen Abweichungen. Seit dem 6. April sind private Zusammenkünfte nur noch im Kreise der Ehe- oder Lebenspartner*innen, der Angehörigen des eigenen Haushalts und Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, sowie mit höchstens einer weiteren Person eines anderen Haushalts,erlaubt. Dabei werden deren Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs nicht mitgezählt. Zusätzlich sind private Kontakte zu haushaltsfremden Personen zwischen 21:00 und 5:00 Uhr des Folgetags verboten. Ehe- oder Lebenspartner*innen und Personen, für die ein Sorge- oder Umgangsrecht besteht, sind davon ausgenommen. Seit dem 2. April gilt außerdem: In der Zeit von 21:00 bis 5:00 Uhr des Folgetags ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum im Freien nur allein oder zu zweit gestattet.

Vergnügungsstätten wie Freizeitparks, Betriebe für Freizeitaktivitäten sowie Spielhallen, Spielbanken und ähnliche Betriebe sind nach wie vor geschlossen und auch touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben wie Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen sind untersagt. Diese Regelungen wurden zunächst bis zum 24. April 2021 verlängert. Ausnahmen gelten lediglich für "zwingend notwendige private Gründe".  

Friseurbetriebe dürfen seit dem 1. März unter Auflagen wieder öffnen. Seit dem 7. März dürfen Babyfachmärkte, Blumengeschäfte, Gartenmärkte, Fahrschulen, Boots- und Flugschulen sowie Museen, Galerien, Gedenkstätten, die Tierhäuser von Zoo und Tierpark und das Aquarium unter speziellen Auflagen ebenfalls wieder öffnen. Der übrige Einzelhandel darf seit dem 7. März nach vorheriger Terminvereinbarung (Click&Meet) für seine Kunden öffnen. Das gilt auch für Dienstleistungsgewerbe im Bereich Körperpflege. Für den Zugang zu all diesen Bereichen müssen die Kundinnen und Kunden seit dem 31. März allerdings einen tagesaktuellen negativen Test auf eine SARS-CoV-2-Infektion nachweisen können. 

Seit dem 31. März sind in geschlossenen Räumen, in denen Maskenpflicht herrscht, nur noch medizinische Masken des Standards FFP2 oder KN95 erlaubt. Die weit verbreiteten Alltagsmasken aus Stoff oder andere Bedeckungen des Mundes und der Nase sind in diesen Bereichen nicht mehr zugelassen. 

In Berlin liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell über 100.   

Brandenburg

Auch in Brandenburg sind die Campingplätze sowie gewerbliche oder private Wohnmobilstellplätze seit dem 2. November für Urlauber nicht mehr zugänglich. Das gilt auch während der Verlängerung des Lock-downs bis mindestens 3. Mai. Dauercamper, die einen mindestens einjährigen Miet- oder Pachtvertrag vorweisen können, dürfen ihre Parzelle aber weiterhin nutzen. 

Ebenfalls weiterhin geschlossen sind in Brandenburg Restaurants und Kneipen, Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge, Indoorspielhäuser, andere touristische Angebote, Fitnessstudios, Bäder, Theater, Kinos und Konzerthäuser, Saunen, Thermen, Messen, Spezialmärkte, Jahrmärkte, Volksfeste, Spielhallen, Spielbanken sowie Freizeitparks. 

Friseurbetriebe dürfen in Brandenburg öffnen, ebenso wie Gartenmärkte, Gärtnereien und Blumenläden. In Landkreisen oder Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen unter 200 liegt, dürfen auch Buchhändler und Baumärkte wieder öffnen, für Gartenmärkte und Floristikbetriebe entfällt seit dem 8. März die 50-Prozent-Regel zur Außenverkaufsfläche. 

Bei einer 7-Tageinzidenz unter 100 dürfen folgende Bereiche nach vorheriger Terminvereinbarung unter spezifischen Auflagen öffnen: Einzelhandel, Museen, Gedenkstätten, Galerien, Planetarien und öffentliche Bibliotheken. Dies gilt auch für Anbieter von körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetik-, Tattoo- und Sonnenstudios. Sofern bei Inanspruchnahme dieser Dienstleistungen aber keine Maske getragen werden kann, muss ein tagesaktueller, negativer COVID-19 Schnelltest vorgewiesen oder vor Ort ein Selbsttest durchgeführt werden. Sportanlagen im Freien dürfen in diesen Regionen für kontaktfreien Sport mit bis zu zehn Personen in dokumentierten Gruppen genutzt werden. Umkleiden und andere Aufenthaltsräume oder Gemeinschaftseinrichtungen bleiben aber geschlossen. Private Zusammenkünfte sind mit dem eigenen Haushalt und einem weiteren Haushalt möglich, jedoch mit maximal fünf Personen. Kinder bis 14 werden dabei nicht mitgezählt. 

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 greifen wieder schärfere Maßnahmen. Erlaubt sind dann nur ein Haushalt plus eine haushaltsfremde Person. Außerdem bleiben alle oben genannten Bereiche geschlossen - mit Ausnahme der Betriebe, die der Versorgung des täglichen Bedarfs dienen. Individualsport ist dann auf allen Sportanlagen unter freiem Himmel auf maximal zwei Personen bzw. die Personen des eigenen Haushalts beschränkt. Zusätzlich gilt dann eine nächtliche Ausgangssperre zwischen 22 und 5 Uhr. 

Seit dem 23. Januar ist das Tragen einer medizinischen Maske Pflicht in Geschäften, im ÖPNV, im Bereich der erlaubten körpernahen Dienstleistungen, am Arbeitsplatz, in Arztpraxen, Behörden und Gotteshäusern. 

Seit dem 19. April werden vollständig geimpfte und symptomfreie Personen, deren Zweitimpfung mindestes 14 Tage zurückliegt, von der Testpflicht für Dienstleistungen befreit, sofern für diese ein aktuelles Testergebnis erforderlich ist. 

Bremen

In Bremen dürfen Campingplätze und Wohnmobilstellplätze seit dem 2. November bis mindestens 9. Mai 2021 nicht mehr von touristischen Campern genutzt werden. Auch für Dauercamper sind keine Ausnahmen bekannt. Nach Angaben des Pressesprechers der Bremer Senats ist sich der Senat aber einig darin, dass eine Übernachtung zum Zweck des Familienbesuchs nicht in den Bereich der touristischen Reisen fällt und damit nicht verboten ist. Laut Corona-Verordnung muss bei solchen Übernachtungen aber beim Beherbergungsbetrieb eine eidesstattliche Versicherung hinterlegt werden, dass die Beherbergung nicht aus einem touristischen Anlass erfolgt.  

Auch in Bremen sind Restaurants und Kneipen, touristische Angebote, Fitnessstudios, Bäder, Theater, Kinos und Konzerthäuser, Saunen, Thermen, Messen, Spezialmärkte, Jahrmärkte, Volksfeste, Spielhallen, Spielbanken sowie Freizeitparks weiterhin geschlossen.

Friseure durften Anfang März wieder öffnen, seit dem 8. März gilt das auch für Blumengeschäfte, Gartencenter und Buchhandlungen. Bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen die übrigen Geschäfte des Einzelhandels unter bestimmten Auflagen ihre Kunden nach vorheriger Terminvereinbarung empfangen. Gleiches gilt für Museen, Galerien, Ausstellungen, Gedenkstätten, zoologische Gärten und botanische Gärten. Das betrifft auch Anbieter von körpernahen Dienstleistungen, deren Kunden seit dem 1. April zusätzlich ein negatives Testergebnis vorlegen müssen.   

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 bleiben die oben genannten Bereiche des Einzelhandels sowie Museen, Galerien, Ausstellungshäuser etc. geschlossen. Dies ist aktuell der Fall. 

Seit dem 8. März sind private Zusammenkünfte zwischen Angehörigen eines Hausstandes sowohl in der Öffentlichkeit als auch im privaten Raum nur mit Personen eines weiteren Haushalts mit insgesamt maximal fünf Personen erlaubt. Kinder bis zu einem Alter von 14 Jahren werden nicht eingerechnet.   

Seit dem 1. Februar 2021 besteht an allen Orten, an denen zuvor die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung galt, die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske (OP-Masken oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2). Dies betrifft unter anderem den Öffentlichen Personenverkehr, Supermärkte und Wochenmärkte. 

In Bremen liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell über 100. Daher greift seit dem 28. März die so genannte Notbremse für Bremen. Es gelten wieder die Lock-down-Regeln, die bis zum 7. März in Kraft waren. Die Lockerungen wurden zunächst wieder rückgängig gemacht. 

Hamburg 

Seit dem 2. November dürfen auch in Hamburg die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze nicht mehr genutzt werden. Diese Regelung wird auch bis mindestens 2. Mai 2021 fortgeführt. Hamburg hat die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenzen zu weiten Teilen übernommen. Geschlossen sind daher weiterhin Clubs, Diskotheken und Musikclubs, Messen,  Volksfeste, Spielhallen, Spielbanken und ähnliche Unternehmen, Theater, Opernhäuser, Kinos, Konzerthäuser, Freizeitparks, Schwimmbäder, Saunen, Dampfbäder, Thermen, Wellnesszentren sowie Fitness-, Sport- und Yogastudios. 

Da Hamburg aktuell die Inzidenz von 100 überschritten hat, greift seit dem 20. März die so genannte Notbremse: Die zum 8. März eingeführten Lockerungen wurden teilweise wieder rückgängig gemacht. Das bedeutet, dass der Einzelhandel kein Terminshopping mehr anbieten darf, sondern lediglich die Abholung per Internet bestellter Waren (click & collect). Museen, die musealen Teile von Gedenkstätten, Galerien, Ausstellungshäuser, zoologische Gärten, Ausstellungen sowie Tierparks müssen wieder schließen. Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Gartenmärkte sowie Friseure und körpernahe Dienstleistungsbetriebe dürfen aber zunächst mit entsprechenden Hygienekonzepten geöffnet bleiben - ebenso wie Schulen und Kitas. Für Dienstleistungen, bei denen das Tragen einer medizinischen Maske nicht möglich ist - beispielsweise bei einer Rasur oder Kosmetikbehandlungen - müssen die Kunden einen negativen und tagesaktuellen COVID-19 Schnell- oder Selbsttest vorweisen.

Außerdem wurden die Kontaktbeschränkungen zum 20. März wieder verschärft: Private Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten sind wieder auf den eigenen Hausstand und maximal eine weitere Person begrenzt. Kinder unter 14 Jahren werden dabei nicht mitgezählt. Die Ausübung von Sport im Freien ist ebenfalls nur noch mit einer weiteren haushaltsfremden Person erlaubt. Davon ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren, die im Freien mit höchstens zehn Personen Sport treiben können. Zusätzlich gilt seit Anfang April eine nächtliche Ausgangsbeschränkung zwischen 21 Uhr bis 5 Uhr des Folgetags.  

Seit dem 25. Januar müssen medizinische Masken in Bussen und Bahnen, beim Einkaufen, bei Gottesdiensten, bei Amtsgängen zu Behörden und bei Gesundheitsbehandlungen getragen werden. Darunter fallen insbesondere OP-Masken und Masken mit dem Standard KN95 oder FFP2. Seit dem 12. Februar gilt dies auch in kulturellen Einrichtungen. In den übrigen Bereichen, in denen Maskenpflicht besteht, ist es nicht mehr erlaubt, Tücher oder über Mund und Nase gezogene Kleidungsstücke zu nutzen. Eigens zu diesem Zweck hergestellte Bedeckungen sind aber erlaubt.

Seit dem 27. Februar ist das Tragen einer medizinischen Maske zusätzlich überall dort verpflichtend, wo es eng ist und der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Außerdem gilt auch auf Spielplätzen eine Maskenpflicht für Erwachsene. Das gilt an Wochenenden und Feiertagen auch an touristischen Plätzen und Ausflugszielen wie an der Elbe, den Landungsbrücken, im Stadtpark und an der Alster - auch beim Joggen und anderen sportlichen Aktivitäten. Zum 8. März sind weitere Straßen in Hamburg hinzugekommen. 

Seit dem 29. März müssen auch Insassen und Insassinnen in Fahrzeugen medizinische Masken tragen, wenn darin Personen aus unterschiedlichen Haushalten gemeinsam sitzen. Der oder die Fahrerin ist davon ausgenommen.

Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt eine 14-tägige Quarantänepflicht und zusätzlich eine Testpflicht. Die Quarantäne kann frühestens nach fünf Tagen durch einen erneuten PCR-Test verkürzt werden. Für Reiserückkehrer aus Hochrisikogebieten oder Virusmutationsgebieten gibt es keine Möglichkeit, die Quarantäne zu verkürzen.

In Hamburg liegt die 7-Tage-Inzidenz aktuell über 100.   

Hessen

Offiziell dürfen Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Hessen seit dem 2. November bis mindestens 9. Mai nicht mehr angefahren werden. Auch Restaurants, Gaststätten, Bars und Kneipen, Anbieter von Freizeitaktivitäten wie Kanu fahren oder Schifffahrten, Freilichttheater, Konzert- und Opernhäuser, Schwimmbäder und Saunen etc. bleiben geschlossen. Auch Skilifte und Eishallen sind geschlossen. 

Friseurbetriebe dürfen seit dem 1. März öffnen. Seit dem 8. März dürfen Museen, Schlösser, Gedenkstätten, Tierparks, Zoos und botanische Gärten wieder öffnen - allerdings nur unter verschärften Auflagen. Dazu zählt auch, dass für den Besuch eine vorherige Terminvereinbarung erforderlich ist und die Besucherdaten erfasst werden. Gleiches gilt auch für Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen. Sportanlagen dürfen im Rahmen der aktuell gültigen Kontaktbeschränkungen wieder genutzt werden. Schwimmbäder bleiben aber weiterhin geschlossen. 

Ebenfalls seit dem 8. März dürfen Gartenmärkte, Baumschulen, Blumenläden, Buchhandlungen sowie Bau- und Heimwerkermärkte unter Auflagen wieder öffnen. Übrige Bereiche des Einzelhandels dürfen ihre Kunden ausschließlich nach Terminvereinbarung empfangen. Auch Betreiber von körpernahen Dienstleistungen dürfen wieder öffnen. Auch hier gilt die vorherige Terminvereinbarung als verpflichtend. Sofern die Dienstleistungen nicht mit Mund-Nasen-Bedeckung in Anspruch genommen werden können, muss seitens der Kundinnen und Kunden ein tagesaktueller Corona-Test nachgewiesen werden. Auch für das Personal muss es ein Testkonzept geben. 

Seit dem 29. März ist das Terminshoppen in Hessen vorerst nicht mehr möglich, erlaubt ist nur noch Click & Collect. Zoos, botanische Gärten und Museen unter freiem Himmel bleiben weiterhin geöffnet. Angebote in geschlossenen Räumen sind für den Publikumsverkehr aber nicht mehr zugänglich. Buchläden, Gartenmärkte und Betriebe für körpernahe Dienstleistungen bleiben inzidenzunabhängig geöffnet. 

Seit dem 8. März dürfen sich in der Öffentlichkeit wieder maximal fünf Personen aus zwei Haushalten gemeinsam aufhalten. Dieselbe Beschränkung wird auch für den privaten Bereich empfohlen. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt.       

Reiserückkehrer aus Risikogebieten müssen sich in Hessen in eine 10-tägige Quarantäne begeben, sofern sie bei Einreise kein negatives Testergebnis vorweisen können. Ansonsten kann die Quarantäne nach fünf Tagen durch einen negativen COVID-19-Test verkürzt werden. Seit dem 8. März gilt für Reiserückkehrer aus einem Virusvariantengebiet eine 14-tägige Quarantänepflicht, die allerdings nicht durch einen Test verkürzt oder umgangen werden kann.    

Seit dem 23. Januar gilt in Hessen außerdem eine erweiterte Maskenpflicht: Medizinische Masken müssen künftig im ÖPNV, in Geschäften sowie in Gotteshäusern getragen werden. 

Mecklenburg-Vorpommern 

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen seit dem 2. November keine Campingplätze und Wohnmobilstellplätze mehr genutzt nutzen. Auch Gaststätten, Bars und Kneipen, Diskotheken und Clubs, Schwimmbäder, Spielhäuser sowie Freizeitparks, Wellnesseinrichtungen und Saunen bleiben bis mindestens 11. Mai geschlossen.

Friseure dürfen seit dem 1. März wieder öffnen, sofern sie nicht in einem Hochrisikogebiet liegen. Seit dem 19. April ist für den Friseurbesuch allerdings ein tagesaktueller Test erforderlich. Übrige Betriebe der körpernahen Dienstleistungen wie Fußpflege, Kosmetik, Nagelstudios, Sonnenstudios, Massagepraxen und andere sind wieder geschlossen. Die Außenbereiche der Zoos und Tierparks bleiben weiter geöffnet.
 
Für den Rest des Einzelhandel entfällt seit dem 19. April die Möglichkeit des Terminshoppens Click & Meet anzubieten. Für die Grundversorgung geöffnet bleiben der Lebens­mittel­einzel­handel, Wochen­märkte, Getränke­märkte, Apotheken, Drogerien, Sanitäts­häuser, Reform­häuser, Banken und Sparkassen, Poststellen, Reinigungen, Waschsalons, der Zeitungs­verkauf, Blumen­läden, Garten­märkte, Baumärkte, Tierbedarfs­märkte, Futtermittel­märkte, Optiker, Hörgeräte­akustiker, Buch­handlungen und der Groß­handel. Alle übrigen Bereiche des Einzelhandels dürfen nur noch Abhol- und Liefer­dienste anbieten. Das Einkaufen mit Termin und Test entfällt. Auch Museen, kulturelle Ausstellungen, Gedenkstätten, Bibliotheken und Archive müssen wieder schließen. 

Seit dem 19. April wurden die Kontaktbeschränkungen wieder verschärft: Treffen sind aktuell wieder nur zwischen einem Haushalt und einer weiteren Person möglich. Dazugehörige Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgerechnet. Ehegatten, eingetragene Lebenspartner und Lebensgefährten, die nicht gemeinsam in einem Haushalt leben, gelten als ein Hausstand. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 und einem diffusem Geschehen gilt seit dem 31. März eine Ausgangsbeschränkung von 21 bis 6 Uhr, sofern dies vom Landrat oder dem Oberbürgermeister festgelegt wird. 

In Mecklenburg-Vorpommern gilt eine erweiterte Quarantänepflicht für Reiserückkehrer auch aus innerdeutschen Corona-Risikogebieten mit einer 7-Tagesinzidenz oberhalb von 200 pro 100.000 Einwohner. Seit dem 10. Januar gilt zusätzlich eine Testpflicht. Urlaubsreisen und Tagesausflüge aus anderen Bundesländern und aus dem Ausland nach Mecklenburg-Vorpommern sind derzeit verboten. Zweit­wohnungs­besitzer, die sich bereits in Mecklenburg-Vorpommern befinden, müssen das Land bis einschließlich 23. April verlassen.

Niedersachsen 

In Niedersachsen sind die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze für touristische Camper seit dem 2. November bis mindestens 9. Mai nicht mehr zugänglich. Nur Dauercamper, die ihre Parzelle ganzjährig oder für die Dauer der Saison gemietet haben, dürfen den Campingplatz nutzen. Weiterhin gelten aber spezifische Hygieneregeln für den Sanitärbereich und die allgemeinen Kontaktbeschränkungen des Landes.

Seit dem 29. März gilt folgende Regelung für private Kontakte: In Landkreisen und Kreisfreien Städten mit einer Inzidenz zwischen 35 und 100 darf sich ein Haushalt mit beliebig vielen Personen mit zwei weiteren Personen aus einem anderen Haushalt treffen. Landkreise und kreisfreie Städte mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 35 dürfen Zusammenkünfte von höchstens zehn Personen aus maximal drei Haushalten erlauben. Personen aus anderen Landkreisen oder Städten dürfen an solchen Treffen aber nur dann teilnehmen, wenn auch in ihrem jeweils zuständigen Land- oder Stadtkreis die 7-Tage-Inzidenz ebenfalls unter 35 liegt. In Landkreisen und Städten mit 7-Tage-Inzidenz über 100 dürfen sich Personen eines Haushalts höchstens mit einer weiteren Person sowie den jeweils dazugehörigen Kindern bis einschließlich sechs Jahren treffen. Auch alle übrigen Lockerungen entfallen in diesen Kreisen.     

Generell weiterhin geschlossen bleiben in Niedersachsen zunächst Clubs, Diskotheken, Restaurants und Gastronomiebetriebe, Messen, Kongresse, Spezialmärkte, Jahrmärkte und ähnliche Veranstaltungen, Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Kinos, Kulturzentren, Angebote von Freizeitaktivitäten sowohl innerhalb als auch außerhalb von Gebäuden wie Indoor-Spielplätze, Kletterhallen und Kletterparks, Seilbahnen, Spielhallen, Spielbanken, Saunen, Thermen, Schwimm- und Spaßbäder, Solarien, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen.

Seit dem 13. Februar dürfen aber Blumenläden und Gartencenter wieder öffnen. Seit dem 1. März gilt dies auch für Friseurbetriebe. In Landkreisen und Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 dürfen seit dem 8. März die übrigen Geschäfte des Einzelhandels ihre Ladenlokale nach vorheriger Terminvereinbarung (Click & Meet) öffnen. Seit dem 8. März gilt das Prinzip der Terminbuchung auch für den Besuch von Museen, Ausstellungen, Galerien, Bibliotheken, Büchereien, Zoos, Tierparks und botanische Gärten. Auf eine Terminvereinbarung in diesen Einrichtungen kann nur bei einer Inzidenz unter 50 verzichtet werden. Für den Einzelhandel gilt diese Regelung nicht. Auch Anbieter körpernaher Dienstleistungen dürfen mit Terminvereinbarung wieder öffnen. Sollte bei Inanspruchnahme der Dienstleitung keine Maske getragen werden können, muss ein tagesaktueller, negativer Test vorliegen.  

In Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz oberhalb von 150 sollen seit dem 29. März Ausgangssperren verhängt werden. Außerdem sollen dann weitere Verschärfungen greifen. 

Seit dem 13. Februar gilt in Niedersachsen eine verschärfte Quarantäneverordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Gebieten mit hohem Mutationsaufkommen: Die Quarantänezeit beträgt nun wieder 14 Tage. Zur Verkürzung der Quarantäne werden nun keine Antigentests mehr akzeptiert, sondern nur noch negative PCR-Tests.

Seit dem 19. April entfällt die Testpflicht für Personen, die vollständig geimpft und symptomfrei sind.   

Nordrhein-Westfalen

Auch in Nordrhein-Westfalen sind die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze für touristische Camper seit dem 2. November bis mindestens 26. April 2021 nicht mehr zugänglich. Eine Ausnahme legt das Land lediglich für Dauercamper fest: Sie dürfen Campingplätze in NRW weiterhin nutzen, da dies nicht als touristische Nutzung definiert wird.

Ebenfalls weiterhin geschlossen sind aktuell Restaurants und Cafés, Ausflugsschifffahrt, Touristeninformationen sowie Fahrrad- und Bootsverleihe, Freizeitparks, Fitnessstudios, Thermen, Schwimmbäder, Spaßbäder und Wellnessanlagen.  

Seit dem 22. Februar gibt es erste kleine Lockerungen: Outdoor-Sportanlagen dürfen im Rahmen der aktuell vor Ort geltenden Kontaktbeschränkungen wieder genutzt werden. Zwischen den verschiedenen Personen oder Personengruppen, die gleichzeitig Sport auf Sportanlagen unter freiem Himmel treiben dürfen, ist dauerhaft ein Mindestabstand von fünf Metern einzuhalten. Auch Bau- und Gartenmärkte dürfen seit dem 22. Februar wieder öffnen - allerdings ausschließlich für den Verkauf von Schnittblumen, kurzfristig verderblichen Topfpflanzen, Gemüsepflanzen und Saatgut. Seit dem 1. März dürfen Friseurbetriebe und Fußpflegebetriebe wieder öffnen.

Seit dem 8. März dürfen Fahrschulen, Bootsschulen und Flugschulen den Betrieb wieder aufnehmen. Buchhandlungen, Blumengeschäfte und Schreibwarengeschäfte sowie alle übrigen Bereiche des Einzelhandels dürfen für das Terminshopping öffnen. Zoos, Tierparks, Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlösser, botanische Gärten, Burgen, Gedenkstätten und ähnliche Anbieter dürfen wieder besucht werden - allerdings nur nach vorheriger Terminbuchung. Auch Betreiber von körpernahen Dienstleistungen ausschließlich mit vorheriger Terminvereinbarung wieder öffnen. Sofern die Dienstleistungen nicht mit Mund-Nasen-Bedeckung in Anspruch genommen werden können, muss seitens der Kundinnen und Kunden ein tagesaktueller Corona-Test nachgewiesen werden. Seit dem 29. März dürfen auch Sonnenstudios wieder öffnen.     

Seit dem 25. Januar wurde die Maskenpflicht in Geschäften, Gotteshäusern, im ÖPNV sowie beim Besuch von Arztpraxen und Behörden außerdem auf medizinische Masken ausgeweitet. Dazu zählen Op-Masken, Masken des Standards FFP2 oder diesen vergleichbare Masken (KN95/N95). Medizinische Masken sind seit dem 15. Februar auch verpflichtend für Lehrerinnen und Lehrer in Schulen sowie Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen.   

Seit dem 8. März sind im öffentlichen Raum wieder Treffen mit maximal fünf Personen aus insgesamt zwei Haushalten erlaubt. Kinder bis 14 Jahre werden dabei nicht mitgezählt. Paare, die nicht zusammenleben, werden als ein Haushalt gerechnet. Diese Kontaktbeschränkungen gelten analog auch für sportliche Aktivitäten. 

Seit dem 29. März gelten für Land- und Stadtkreise mit einer 7-Tageinzidenz oberhalb 100 gesonderte Regeln: Treffen sind in diesen Kreisen im öffentlichen Raum auf maximal eine Person aus einem anderen Hausstand begrenzt. Für alle übrigen Bereiche gelten prinzipiell die gleichen Öffnungs-Regeln wie in Kreisen mit einer Inzidenz unter 100. In Kreisen oberhalb 100 muss aber zusätzlich jeweils ein tagesaktuelles, negatives Testergebnis vorgelegt werden, um die jeweilige Dienstleistung in Anspruch nehmen zu können. Entscheidet sich ein Landkreis oder Stadtkreis gegen dieser erweiterte Teststrategie, gelten dort wieder die Regeln des Lock-downs vor dem 8. März.   

Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz sind die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze seit dem 2. November bis voraussichtlich mindestens 25. April für touristische Camper geschlossen. Auch private Stellplätze oder Gratisstellplätze dürfen für private Zwecke nicht genutzt werden. Ebenfalls weiterhin geschlossen sind Restaurants- und Cafés, die Ausflugsschifffahrt, Indoor-Spielplätze, Schwimmbäder, Fitnessstudios und Indoor-Sportanlagen, Flohmärkte, Zirkusse, Spielhallen und Spielbanken, Theater, Konzerthäuser und Kleinkunstbühnen, Freizeitparks, Thermen und sonstige Freizeiteinrichtungen. 

Friseure durften zum 1. März wieder öffnen und auch Fußpflege darf mit Abstand und Maske nach Terminvereinbarung wieder angeboten werden. Außerdem dürfen Zoos und Botanische Gärten wieder Besucher empfangen - auch in den Innenbereichen. Ebenfalls öffnen dürfen Blumenläden, Gartencenter und Baumärkte. Seit dem 8. März gilt dies auch für den übrigen Einzelhandel unter Kapazitätsbeschränkungen. Museen, Ausstellungen, Galerien, Gedenkstätten und ähnliche Einrichtungen sind nach vorheriger Terminbuchung zugänglich. Für körpernahe Dienstleistungen, bei denen keine Maske getragen werden kann, muss ein tagesaktueller, negativer Corona-Test vorgelegt werden. Im Amateur- und Freizeitsport ist kontaktfreies Training mit bis zu zehn Personen im Freien und auf allen öffentlichen und privaten ungedeckten Sportanlagen zulässig. 

Seit dem 22. März darf in Rheinland-Pfalz die Außengastronomie in allen Stadt- und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 wieder öffnen. Voraussetzung ist unter anderem ein gültiger negativer Schnelltest für Besucher. Der gemeinsame Besuch ist für maximal fünf Personen aus höchstens zwei Hausständen erlaubt und es besteht für Gäste und Personal eine Maskenpflicht. Die Bewirtung darf ausschließlich am Tisch mit festem Sitzplatz erfolgen. Kontakte müssen erfasst werden und der Zutritt muss über eine Vorausbuchung gesteuert werden. 

Seit dem 11. April sind symptomlose und vollständig geimpfte Personen, deren Zweitimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt, für den Besuch dieser Einrichtungen von der Testpflicht befreit. Die Impfung muss allerdings offiziell anhand des Impfpasses nachgewiesen werden.   

Der Aufenthalt im öffentlichen Raum sowie private Zusammenkünfte sollen neben den Angehörigen des eigenen Hausstands auf Personen eines weiteren Hausstands, insgesamt auf höchstens fünf Personen, beschränkt werden. Kinder bis einschließlich 14 Jahre werden nicht mitgerechnet, Paare gelten als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammenleben. Für Einreisen aus Risikogebieten nach Deutschland gilt grundsätzlich neben der 10-tägigen Quarantänepflicht zusätzlich eine Testpflicht. Für symptomlose und vollständig geimpfte Personen entfällt die Quarantänepflicht seit dem 11. April, der Test bei Einreise ist aber dennoch erforderlich. 

Saarland

Im Saarland dürfen die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze ebenfalls seit dem 2. November bis mindestens 25. April nicht mehr von Urlaubern genutzt werden. Außerdem weiterhin geschlossen sind Schwimmbäder, Messen, Freizeitparks, Saunen, Thermen, Clubs und Diskotheken und ähnliche Einrichtungen.   

Geöffnet sind Friseurbetriebe sowie Betriebe der nichtmedizinischen Fuß-, Hand-, Nagel- und Gesichtspflege unter Beachtung der geltenden Hygienemaßnahmen. Bei körpernahen Dienstleistungen müssen Kunden aber einen tagesaktuellen, negativen Covid-19-Schnell- oder Selbsttest vorlegen. Auch Gärtnereien, Gartenbaubetrieben, Gartenmärkte, Blumenläden und ähnliche Einrichtungen dürfen im Innen- und Außenbereich wieder öffnen - ebenso wie die übrigen Betriebe des Einzelhandels. allerdings gilt für all diese Bereiche die Pflicht zum Nachweis eines negativen Corona-Tests.  

Museen, Galerien und Gedenkstätten können nach vorheriger Terminbuchung und mit negativem Testergebnis wieder besucht werden. Das gilt ebenso für die Nutzung der Außenbereiche von Sportstätten und Fitnessstudios. Zusätzlich gibt es hier die Beschränkung auf maximal zwei Personen aus dem gleichen Hausstand, wenn es um die gleichzeitige Nutzung der Anlage geht. Individualsport im Freien ist in einer Gruppe von maximal fünf Personen aus zwei Haushalten erlaubt. Kinder bis 14 Jahre dürfen zu Zehnt draußen gemeinsam kontaktfreien Sport betreiben.  

Die Außengastronomie darf unter Einschränkungen wieder öffnen. Dabei dürfen maximal zehn Personen an einem Tisch sitzen, die allesamt einen negativen und tagesaktuellen Corona-Test nachweisen müssen. Auch kontaktfreier Sport im Innenbereich sowie Kontaktsport im Außenbereich ist unter Vorlage eines negativen Tests wieder möglich. Ebenfalls mit aktuellem Test zugänglich sind nun Kinos, Theater, Opern- und Konzerthäuser sowie Spielhallen und Spielbanken.

Bei den Kontaktregeln geht das Saarland einen Sonderweg: Private Zusammenkünfte sind mit bis zu fünf Personen aus maximal drei Haushalten erlaubt. Allerdings müssen dabei zwei der Haushalte in einer familiären Beziehung zueinander stehen. Andernfalls dürfen sich nur zwei Haushalte treffen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgerechnet und auch nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt. Haushalte mit mehr als vier Personen dürfen sich nur mit zwei weiteren Personen treffen, wobei höchstens eine Person nicht aus dem familiären Bezugskreis des gastgebenden Haushalts stammen darf. Seit dem 6. April sind im Außenbereich private Treffen mit maximal zehn Personen erlaubt, sofern alle Beteiligten einen negativen SARS-CoV-2-Test vorlegen können.

Das Tragen von medizinischen Masken ist verpflichtend für Personen ab sechs Jahren vor Ladenlokalen sowie auf den dazugehörigen Parkplätzen, im ÖPNV, im Einzelhandel sowie auf Messen und Märkten, bei Gottesdiensten, bei Besuchen in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen, für Friseure sowie im Auto, wenn Personen aus mehr als zwei Haushalten darin unterwegs sind. Seit dem 19. April gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske in allen Bereichen, in denen das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben ist. 

Übersteigt die Anzahl der Neuinfektionen mit dem SARS-CoV-2-Virus innerhalb eines Zeitraums von sieben Tagen pro 100 000 Einwohner in einem Landkreis oder im Regionalverband Saarbrücken an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Wert von 200 (Sieben-­Tages-Inzidenz), gelten gesonderte Regeln. Unter anderen ist es in dem jeweiligen Landkreis oder dem Regionalverband den Einwohnerinnen und Einwohnern dann untersagt, sich aus einem Umkreis von mehr als 15 Kilometern der Wohnanschrift oder der Anschrift des gewöhnlichen Aufenthaltes für tagestouristische Ausflüge hinauszubegeben.

Hinweis: Im Saarland werden die Corona-Maßnahmen grundsätzlich immer nur für einen Zeitraum von maximal zwei Wochen beschlossen. Daraus können sich im Bundesvergleich Abweichungen ergeben.   

Sachsen

Touristische Camper dürfen auch in Sachsen die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze seit dem 2. November nicht mehr nutzen. Dies gilt bis mindestens 9. Mai 2021. Ebenfalls weiterhin geschlossen bleiben Restaurants und Gaststätten, Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser, Kleinkunst-Spielstätten, Fitness- und Sportstudios, Schwimmbäder, Saunen, Spielbanken sowie Freizeit- und Vergnügungsparks und weitere Freizeiteinrichtungen wie Volksfeste, Jahrmärkte, Weihnachtsmärkte, Diskotheken und andere Einrichtungen. Auch die Skigebiete in Sachsen sind geschlossen und sollen in dieser Saison nicht mehr geöffnet werden. 

Seit dem 8. März darf sich ein Hausstand in der Öffentlichkeit sowie in privat genutzten Räumen und Grundstücken mit Angehörigen eines weiteren Hausstands treffen. Insgesamt sind maximal fünf Personen erlaubt. Kinder unter 15 Jahren werden nicht mitgezählt. Die bislang geltenden Ausgangsbeschränkungen und die damit verbundene Auflage, die Unterkunft nur mit triftigem Grund verlassen zu dürfen, werden grundsätzlich aufgehoben. Dies gilt auch für das Alkoholverbot. Beides tritt aber wieder in Kraft, sollte die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis an drei aufeinanderfolgenden Tagen über 100 liegen. Die nächtliche Ausgangssperre fällt ersatzlos weg. 

Friseurbetriebe dürfen seit dem 1. März öffnen. Seit dem 8. März gilt das in ganz Sachsen unter Auflagen auch für Fahrschulen, Buchläden, Baumschulen, Gartenmärkte, Baumärkte und Blumengeschäfte

In Landkreisen und Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 an mindestens fünf Tagen in Folge gelten zusätzlich die folgenden Lockerungen: Der Einzelhandel darf Kunden nach dem Click & Meet-Prinzip nach vorheriger Terminvereinbarung empfangen. Anbieter von körpernahen Dienstleistungen wie Kosmetik- und Tattoostudios dürfen öffnen, sofern das Personal einmal wöchentlich getestet wird und die Kunden jeweils einen tagesaktuellen, negativen Covid-19-Schnell- oder Selbsttest vorlegen können. Individualsport ist im Freien alleine oder zu zweit und in Gruppen von maximal 20 Kindern unter 15 Jahren auch auf Außensportanlagen möglich. Ab dem 15. März dürfen dann auch botanische Gärten, Zoos und Tierparks, Museen, Galerien und Gedenkstätten Gäste nach vorheriger Terminbuchung empfangen. Weitere Lockerungen sind ab dem 22. März möglich, sofern die Inzidenz stabil unter 100 bleibt. 

In Landkreisen und Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 an mindestens fünf Tagen in Folge dürfen die Geschäfte des Einzelhandels ohne Terminvereinbarung öffnen. Gleiches gilt ab dem 15. März für Zoos, botanische Gärten, Tierparks, Museen, Galerien und Gedenkstätten. Kontaktfreier Sport im Freien ist hier seit dem 8. März in kleinen Gruppen mit maximal 20 Personen erlaubt. Weitere Lockerungen sind ab dem 22. März möglich, sofern die Inzidenz stabil unter 50 bleibt.   

In Landkreisen und Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 35 an mindestens fünf Tagen in Folge dürfen zusätzlich die Kontaktbeschränkungen gelockert werden. Erlaubt sind dann Treffen von bis zu drei Hausständen mit insgesamt maximal zehn Personen. Kinder unter 15 Jahren bleiben unberücksichtigt. 

In Landkreisen und Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 100 an mindestens drei Tagen in Folge greifen die Maßnahmen des harten Lock-downs mit den verschärften Kontaktbeschränkungen und Ausgangsbeschränkungen. Liegt die Sieben-Tage-Inzidenz an mindestens fünf aufeinanderfolgenden Tagen über 200, können Städte und Kreise zusätzliche Ausgangsbeschränkungen erlassen. 

In Sachsen gilt landesweit eine Maskenpflicht im öffentlichen Raum, die seit dem 15. Februar auch auf Fahrgemeinschaften ausgeweitet wurde.  

Sachsen-Anhalt 

In Sachsen-Anhalt sind die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze seit dem 2. November bis mindestens 18. April für touristische Camper geschlossen, eine Verlängerung bis mindestens 9. Mai ist in Vorbereitung. Auch die Nutzung von privaten Wohnmobilstellplätzen oder Gratisstellplätzen ist nicht erlaubt. Geschlossen sind auch weiterhin Theater, Museen, Konzerthäuser, Freizeitparks, Kinos, Thermen, Saunen, Schwimmbäder, Spielhallen, Spielbanken, Fitness- und Sportstudios, Indoor-Spielplätze und andere Einrichtungen. 

Friseurbetriebe dürfen in Sachsen-Anhalt seit dem 1. März wieder öffnen. Dies gilt auch für Gartenmärkte, Gärtnereien, Blumenläden und Baumärkte sowie für Fahr- und Flugschulen. Seit dem 8. März darf der Einzelhandel außerdem Terminshopping anbieten - Kunden können also per Telefon oder im Internet Termine in den Läden buchen. Nach dem gleichen Prinzip dürfen auch Museen, Gedenkstätten, Ausstellungshäuser, Archive und Bibliotheken öffnen - ebenso wie Kosmetik- und Nagelstudios sowie andere Dienstleistungsbetriebe der Körperpflege. 

Für den organisierten Sport im Freien ist für Erwachsene das Training mit maximal fünf Personen möglich, im Kinder- und Jugendbereich können Gruppen von bis zu 20 Personen trainieren. Auch Rehasport kann in Gruppen von maximal fünf Teilnehmern wieder stattfinden. 

In Sachsen-Anhalt gelten diese Regeln für das gesamte Bundesland, sofern die 7-Tage-Inzidenz in einzelnen Landkreisen oder Städten den Wert 100 nicht überschreitet. In diesen Kreisen gelten dann verschärfte Regeln.  

Für alle anderen sind Treffen eines Hausstandes mit einem weiteren Hausstand erlaubt, sofern der weitere Hausstand nicht mehr als fünf Personen umfasst. Kinder unter 14 Jahre bleiben dabei unberücksichtigt. 

Schleswig-Holstein

In Schleswig-Holstein war das touristische Campen für Urlauber noch bis zum 2. November möglich. Seither befindet sich auch Schleswig-Holstein bis mindestens 9. Mai im Lock-down. Das bedeutet, dass auch Campingplätze sowie gewerbliche und private Wohnmobilstellplätze weiterhin nicht genutzt werden können. 

Ebenfalls weiterhin geschlossen sind Schwimmbäder, Freizeitparks, Saunen, Wellnesseinrichtungen, Gastronomiebetriebe im Innenbereich sowie alle Freizeit-Angebote wie Ausflugsschifffahrt oder Strandkorbvermietungen, Diskotheken und Clubs, Fitnessstudios, Kinos, Theater, Spielhallen, Spielbanken und andere Einrichtungen. Öffentliche Spielplätze und Bibliotheken dürfen weiter genutzt werden. 

Seit dem 1. März dürfen auch in Schleswig-Holstein die Friseurbetriebe wieder öffnen. Darüber hinaus gilt dies ebenfalls für Nagelstudios, Wildparks, Zoos und auch Sportstätten - sowohl draußen als auch drinnen.   

In Stadt- und Landkreisen, in denen die 7-Tage-Inzidenz unter 50 liegt, darf der Einzelhandel seit dem 8. März unter Kapazitätsbegrenzungen, die sich an der Verkaufsfläche orientieren, wieder öffnen. Gleiches gilt für Museen, Galerien, botanische Gärten und weitere Anbieter von körpernahen Dienstleitungen wie Tattoo-, Sonnen-, Kosmetik- und Massagestudios. Voraussetzung für Behandlungen, bei denen nicht dauerhaft eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden kann, ist ein tagesaktueller negativer Covid-19-Test der Kundin oder des Kunden sowie ein Testkonzept für das Personal.

In Kreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz zwischen 50 und 100 darf der Einzelhandel seit dem 22. März nur nach dem Click & Meet-Prinzip öffnen und auch die Innenbereiche von Museen, Galerien und ähnlichen Einrichtungen dürfen nur nach vorheriger Terminvereinbarung betreten werden. Liegt die Inzidenz in einem Kreis unter 100 darf seit dem 12. April auch die Außengastronomie wieder öffnen. Alkohol darf aber nur bis 21 Uhr ausgeschenkt werden.  

Seit dem 8. März dürfen sich wieder zwei Haushalte mit insgesamt maximal fünf Personen treffen, Kinder unter 14 Jahren werden nicht mitgezählt. Außerdem gelten Paare mit getrennten Wohnsitzen nun als ein Haushalt. Liegt die 7-Tages-Inzidenz unter 35, sind Treffen mit bis zu zehn Personen aus drei Haushalten erlaubt. Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 dürfen sich Menschen aus einem Haushalt nur noch mit einer weiteren Person treffen - dies gilt sowohl im privaten als auch im öffentlichen Raum. Kinder unter 14 Jahren sind ausgenommen.

Ebenfalls bei einer 7-Tage-Inzidenz über 100 darf seit dem 29. März nur noch eine Person pro Haushalt im Supermarkt oder Discounter einkaufen, das gilt unter anderem auch für Apotheken, Wochen- und Baumärkte. Der Einzelhandel darf weiterhin Click und Collect anbieten. Freizeit- und Kultureinrichtungen dürfen ihre Angebote nur noch draußen anbieten. Auch Sport ist nur noch mit den Menschen aus dem eigenen Haushalt oder mit einem anderen Trainingspartner erlaubt. Für Kinder gilt: Es muss feste Gruppen mit höchstens fünf Teilnehmern plus Übungsleiter geben. Bei Dienstleistungen mit Körperkontakt müssen Kunden negative Corona-Tests vorlegen. Dies gilt nicht für medizinisch und pflegerisch notwendige Dienstleistungen sowie Besuche von Friseuren oder Nagelstudios.

Frühestens zum 19. April dürfen in Schleswig-Holstein vier Modellprojekte für den Tourismus starten. Den Zuschlag dafür haben die Regionen Sylt und Nordfriesland, die Schlei-Region mit Eckernförde, die Innere Lübecker Bucht sowie der Urlaubsort Büsum erhalten. Voraussetzung ist, dass die 7-Tage-Inzidenz unter 100 bleibt. Welche Öffnungsschritte aus touristischer Sicht in den einzelnen Modellprojekten geplant sind und ob diese auch Wohnmobilstellplätze und Campingplätze beinhalten, ist zurzeit noch nicht für alle Regionen bekannt. Aufgrund der aktuellen Infektionszahlen startet allerdings voraussichtlich nur die Schleiregion mit Eckernförde ab dem 19. April in das Modellprojekt. Die Lübecker Bucht nannte für ihren Auftakt den 26. April und Büsum den 10. Mai. Der Kreis Nordfriesland mit Sylt plant derzeit den Start des Projekts zu Anfang Mai.  

Details Modellprojekt Eckernförde

Voraussichtlich vom 19. April bis zunächst zum 16. Mai 2021 dürfen Beherbergungsbetriebe und damit auch Campingplätze und Wohnmobilstellplätze im Stadtgebiet des Ostseebads Eckernförde wieder touristisch genutzt werden. Auch Schwimmbäder und andere Einrichtungen dürfen wieder öffnen, ebenso wie Restaurants im Innenbereich. Dafür müssen Urlauber allerdings bei Anreise und in regelmäßigen Abständen vor Ort negative Corona-Tests vorweisen, Selbsttests sind nicht zugelassen. Darüber hinaus sind weitere Auflagen zu beachten. Hier gibt es eine Checkliste für Urlauber im Rahmen des Modellprojekts.

Thüringen

In Thüringen dürfen die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze seit dem 2. November ebenfalls keine touristischen Camper mehr aufnehmen. Diese Regelung gilt mindestens bis zum 24. April 2021. Eine Ausnahme für Dauercamper ist zurzeit nicht bekannt.    

In Thüringen sind die folgenden Einrichtungen weiterhin geschlossen: Gaststätten und Restaurants, Theater, Opern, Konzerthäuser und ähnliche Einrichtungen, Kinos, Museen, Ausstellungen, Freizeitparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten, zoologische und botanische Gärten sowie Tierparks, Spielhallen, Spielbanken, Schwimmbäder, Thermen, Saunen, Fitnessstudios und ähnliche Einrichtungen sowie jegliche Freizeit-, Bildungs- und Kultureinrichtungen. 

Fahrschulen dürfen seit dem 19. Februar eingeschränkt wieder öffnen. Seit dem 1. März dürfen Friseurbetriebe, Baumschulen, Gartenmärkte, Gärtnereien- und Floristikbetriebe wieder öffnen. 

Öffnen dürfen seit dem 14. März unter Auflagen Bibliotheken und Archive, Buchhandlungen und Kinderschuhgeschäfte. Ebenfalls öffnen dürfen unter spezifischen Auflagen Anbieter von körpernahen Dienstleistungen wie Nagel-, Kosmetik-, Tätowier-, Piercing- und Massagestudios sowie Solarien. Bei Dienstleistungen, für deren Inanspruchnahme das Tragen einer medizinischen Maske nicht möglich ist, muss vor Ort ein Selbsttest durchgeführt oder ein negatives Corona-Testergebnis nachgewiesen werden, das nicht älter als 48 Stunden sein darf. 

In Thüringen wird das Terminshopping nach dem Click & Meet-Prinzip seit dem 14. März zunächst nur für Baumärkte zugelassen. Alle übrigen Bereiche des Einzelhandels bleiben weiterhin geschlossen. Lediglich in Regionen mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 100 sind lokale Ausnahmen im Rahmen von befristeten Modellprojekten möglich. 

Seit dem 10. April dürfen die Außenbereiche von Tiergärten, Zoos und Botanischen Gärten wieder unter Auflagen öffnen.   

Sowohl in der Öffentlichkeit als auch im privaten Raum sind in Thüringen weiterhin nur Treffen mit Personen des eigenen Hausstands sowie einer weiteren Person erlaubt. Dabei werden Kinder bis einschließlich 13 Jahre nicht mitgezählt und auch nicht zusammenlebende Paare gelten als ein Haushalt. Außerdem ist jede Person angehalten, Versorgungsgänge für die Gegenstände des täglichen Bedarfs und der Grundversorgung, die Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen sowie Aktivitäten, die der Erholung bzw. individuellen sportlichen Betätigung dienen wohnortnah in einem Umkreis von etwa 15 Kilometern zu erledigen.

Die seit dem 1. April geltenden Regeln sollen bis mindestens 24. April in Kraft sein. 

Das könnte Sie auch interessieren

FREEONTOUR empfiehlt diese Routen

166 Km
6 Tage
27 Wp
Wohnmobilroute Deutsche Weinstraße
1789 Km
13 Tage
22 Wp
Auf zur Tour de Elbe