Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

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Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

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Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

Wo darf man mit welchen Corona-Regeln campen? Überblick zu Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen in den einzelnen Bundesländern in Deutschland.

Letztes Update: 12.10.2021 

Wenn es um das Thema Campingurlaub in Deutschland geht, sieht man sich aufgrund von Covid-19 in den einzelnen Bundesländern weiterhin mit einer dynamischen und bisweilen unterschiedlichen Situation konfrontiert. Die gute Nachricht ist aber: Aufgrund des Impffortschritts sind zurzeit überall in Deutschland die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze geöffnet! Wenn auch teilweise unter unterschiedlichen Voraussetzungen. Freeontour hat den aktuellen Stand zusammengestellt.  

Aktuelle Corona-Maßnahmen 

Am 10. August 2021 haben sich Bund und die Ministerpräsidenten der einzelnen Bundesländer in Deutschland darauf geeinigt, die sogenannte 3G-Regel einzuführen. Diese soll vor allem den Zutritt zu Innenräumen regeln. Ab einer 7-Tage-Inzidenz über 35 soll der Zutritt zu beispielsweise Innengastronomie, Veranstaltungen und Festen in Innenräumen, bei Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen, bei Sport im Innenbereich und auch bei Beherbergung nur noch mit Impf- oder Genesenennachweis oder einem aktuellen Negativ-Test erlaubt sein. Für touristische Aufenthalte sind außerdem wieder zwei Negativ-Tests pro Woche angedacht. Die Regelung soll für alle Personen ab sechs Jahren gelten.

Zusätzlich sehen aktuelle Änderungen im Infektionsschutzgesetz vor, dass die einzelnen Bundesländer künftig neben der nach Alter differenzierten 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen weitere Faktoren berücksichtigen können, wenn es um Verschärfungen oder Lockerungen von Corona-Maßnahmen geht. Neuer Hauptindikator soll dabei die 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz sein. Sie spiegelt die Anzahl der in den vorangegangenen sieben Tagen stationär zur Behandlung aufgenommenen Covid-19-Patienten je 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in einem Stadt- oder Landkreis beziehungsweise in einem Bundesland wider. Zusätzlich sollen die lokal verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten und die regionale Impfrate als Indikatoren dienen. Welche Werte dafür genau gelten, muss von den einzelnen Bundesländern individuell festgelegt werden.  

Teilweise werden die oben genannten Regeln - wie schon in den vergangenen Monaten - in den Bundesländern unterschiedlich umgesetzt. Freeontour stellt die Regelungen im Bereich der einzelnen Bundesländer vor.  

Auch im europäischen Ausland gelten unterschiedliche Regelungen, wenn es um die Einreise oder Corona-Maßnahmen vor Ort geht. 

Welche Ausnahmen gelten für vollständig geimpfte oder genesene Personen? 

Sofern dies nicht bereits in den einzelnen Länderverordnungen vorgesehen ist, gelten seit dem 8. Mai in ganz Deutschland Ausnahmen für vollständig geimpfte Personen oder von einer in den vorausgegangenen sechs Monaten nachweislich genesenen Person - allerdings nur, wenn sie keine typischen Symptome einer COVID-19-Erktrankung aufweisen. Damit entfällt für diese Personengruppen die Testpflicht in den Bereichen, in denen diese von den jeweiligen Länderverordnungen vorgeschrieben ist. Das gilt beispielsweise beim Friseur, im Restaurant (falls geöffnet) oder bei der Rückreise aus dem Ausland. Sofern es sich dabei nicht um ein ausgewiesenes Virusvariantengebiet handelt, entfällt auch die eventuelle Quarantänepflicht. Bei Kontakt zu einer mit einer Virusvariante infizierten Person besteht aber weiterhin die Pflicht zur Quarantäne. 

Zusätzlich entfallen für diese Personengruppen eventuelle Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen für private Treffen. Das bedeutet, dass private Treffen, an denen ausschließlich vollständig geimpfte oder nachweislich genesene Personen teilnehmen, unbeschränkt möglich sind. Bei Treffen, an denen auch nicht-geimpfte Personen teilnehmen, gelten weiterhin die jeweiligen Kontaktbeschränkungen - allerdings werden Geimpfte und Genesene nicht mitgezählt.

Die einzelnen Bundesländer haben aber die Möglichkeit, diese Regelung individuell in ihren Länderverordnungen anzupassen und können somit in Details abweichen. 

Übersicht Campingplätze & Wohnmobilstellplätze in den Bundesländern 

Baden-Württemberg

Diese Corona-Regeln gelten seit dem 16. September für ganz Baden-Württemberg: 

Seit dem 16. September sind die Corona-Maßnahmen in Baden-Württemberg nicht mehr von der Anzahl der lokalen oder regionalen COVID-19-Neuinfektionen abhängig. Stattdessen gelten alle Einschränkungen oder Lockerungen landesweit, sobald die Hospitalisierungsrate oder die Auslastung der Intensivstationen landesweit bestimmte Werte überschreiten. Dafür wurde ein 3-Stufen-System eingeführt.

Diese Corona-Maßnahmen greifen in der Basisstufe
Unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen gilt nun landesweit die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) für die Innengastronomie, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, in den Innenräumen aller Kultur- und Freizeiteinrichtungen und Sportstätten, touristischen Freizeitverkehren wie der Ausflugsschifffahrt sowie für körpernahe Dienstleistungen. In Übernachtungsbetrieben - also auch auf Campingplätzen - sind Negativnachweise bei der Anreise und ein erneuter Test alle drei Tage erforderlich. Im Außenbereich ist der 3G-Nachweis nur bei Veranstaltungen mit mehr als 5.000 Teilnehmenden notwendig oder dann, wenn der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Für den Besuch in Diskotheken und Clubs ist für Nicht-Geimpfte ein PCR-Test nötig. In der Basisstufe gibt es keine Kontaktbeschränkungen für private Zusammenkünfte.

Verschärfte Maßnahmen in der Warnstufe
Steigt der landesweite Hospitalisierungswert für Baden-Württemberg fünf Tage in Folge über 8 oder die Anzahl der COVID-19-Intensivpatienten an zwei aufeinander folgenden Tagen über 250, treten verschärfte Maßnahmen in Kraft. In den Bereichen, in denen davor nur in den Innenräumen ein 3G-Nachweis nötig war, gilt dies nun auch für die Außenbereiche. Gleichzeitig werden in den Innenbereichen nur noch PCR-Tests akzeptiert. Eine Ausnahme sind hierbei Beherbergungsbetriebe und körpernahe Dienstleistungen, bei denen weiterhin Antigen-Tests ausreichend sind. Die Innenräume von Clubs und Diskotheken sind dann nur noch für Geimpfte und Genesene zugänglich (2G-Regel). 

In der Warnstufe gelten außerdem erneut Kontaktbeschränkungen für Nicht-immunisierte ab 18 Jahre: Erlaubt sind dann nur noch private Treffen eines Haushalts mit fünf weiteren Personen. Für geimpfte und genesene Personen gibt es keine Einschränkungen. 

Diese Corona-Einschränkungen greifen in der Alarmstufe 
Steigt der landesweite Hospitalisierungswert für Baden-Württemberg an fünf aufeinanderfolgenden Tagen über 12,0 oder die Anzahl der COVID-19-Intensivpatienten an zwei aufeinanderfolgenden Tagen über 390, tritt die Alarmstufe in Kraft. Vereinfacht gesagt ist dann fast überall dort, wo zuvor ein 3G-Nachweis erforderlich war, der Zugang nur noch für geimpfte und genesene Personen erlaubt (2G). Eine der wenigen Ausnahmen, die weiterhin mit 3G-Nachweis genutzt werden können, sind Beherbergungsbetriebe wie Hotels und Campingplätze. Auch fürs Shoppen im Einzelhandel ist dann ein 3G-Nachweis notwendig. Der Zutritt zu Bibliotheken und Archiven ist nur noch mit PCR-Test erlaubt, gleiches gilt für körpernahe Dienstleistungen. 

Für nicht-immunisierte Personen werden die privaten Kontakte weiter auf einen Haushalt plus eine weitere Person reduziert.

Bayern

In Bayern dürfen Beherbergungsbetriebe wie Campingplätze und Wohnmobilstellplätze Gäste unter folgenden Voraussetzungen empfangen: Liegt die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis über 35, muss bei der Anreise ein 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) erbracht werden. Wer mit Negativ-Test anreist, muss außerdem alle 72 Stunden einen neuen Negativ-Test vorzeigen. Ein Antigen-Test darf dabei maximal 24 Stunden alt sein, ein PCR-Test darf nicht älter als 48 Stunden sein.  

Regeln laut Corona-Ampel seit dem 2. September

Stufe Grün: 3G-Nachweis bei lokaler 7-Tage-Inzidenz über 35

Auch für die meisten übrigen Bereiche ist in Landkreisen oder Städten mit einer 7-Tage-Inzidenz über 35 für den Zutritt zu Innenräumen ein 3G-Nachweis erforderlich. Das gilt beispielsweise im Bereich der körpernahen Dienstleistungen, für die Innengastronomie, in geschlossenen Räumen wie Theater, Opern- und Konzerthäuser, Kinos, bei Sport in Innenräumen, im Freibad, bei Sportveranstaltungen (auch im Freien) sowie im Bereich von Freizeitangeboten in geschlossenen Räumen wie Freizeitangebote wie Solarien, Saunen, Bäder, Thermen, Freizeitparks, Indoorspielplätzen, Schauhöhlen, Besucherbergwerken sowie Stadt- und Gästeführungen. 

Vollständig geimpfte Personen sind 15 Tage nach der letzten Impfung von der Testpflicht befreit, sofern ein Test für die Inanspruchnahme bestimmter Dienstleistungen vorgesehen ist. Gleiches gilt für nachweislich genesene Personen, Kinder unter sechs Jahre sowie Schülerinnen und Schüler.
 
Darüber hinaus gelten generell die landesweiten Abstands- und Hygieneregeln. Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske entfällt - ebenso wie die Maskenpflicht im Freien mit Ausnahme von Eingangs- und Begegnungsbereichen bei größeren Veranstaltungen. In geschlossenen Räumen gilt umgekehrt immer eine generelle Maskenpflicht, wobei eine OP-Maske als ausreichend gilt.

Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen sind aufgehoben.

Stufe Gelb: bei Überschreitung der landesweiten Hospitalisierungs-Inzidenz 
Verschärfte Maßnahmen sind für ganz Bayern wieder vorgesehen, sobald innerhalb von sieben Tagen landesweit mehr als 1.200 Patienten mit einer COVID-19-Erkrankung in Krankenhäuser aufgenommen werden mussten. Rechnerisch entspricht dies einer bayernweiten Hospitalisierungs-Inzidenz von 9,13 je 100.000 Einwohner. Wird diese Marke überschritten, treten wieder Kontaktbeschränkungen in Kraft. Außerdem sind dann wieder FFP2-Masken in Bereichen mit Maskenpflicht ein Muss. Zusätzlich werden in dieser Stufe nur noch PCR-Tests im Rahmen der 3G-Regel akzeptiert. Gleichzeitig treten für private und öffentliche Veranstaltungen wieder Personenobergrenzen in Kraft.

Stufe Rot: bei Überschreitung der landesweiten Intensivbettenbelegung
Die Maßnahmen der grünen und der gelben Stufe werden zusätzlich in ganz Bayern verschärft, sobald landesweit mehr als 600 COVID-19-Patienten intensivmedizinisch betreut werden müssen. Welche Maßnahmen das im Einzelnen sein werden, wurde bislang noch nicht festgelegt. 

Inzidenz-uabhängige Maßnahmen
Unabhängig von den einzelnen Risikostufen ist seit dem 1. Oktober der Zutritt zu den folgenden Bereichen ausschließlich mit 3G-Nachweis erlaubt: Messen, Volksfeste, Clubs, Diskotheken, Bordellbetriebe sowie vergleichbare Freizeiteinrichtungen, Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden. Die Qualität der erforderlichen Testung richtet sich nach der jeweils geltenden Risikostufe.

Test- und Quarantänepflicht in Bayern

Für Einreisende und Reiserückkehrer aus Risikogebieten nach Bayern besteht eine 10-tägige Quarantänepflicht, eine Freitestung ist nach frühestens fünf Tagen möglich. Mindestens 15 Tage lang vollständig geimpfte Personen sind von der Quarantänepflicht befreit. Für Rückkehrer aus Virusvariantengebieten beträgt die Quarantäne 14 Tage - sie kann nicht verkürzt werden und gilt auch für vollständig geimpfte bzw. genesene Personen.

Zusätzlich besteht in Bayern eine Testpflicht für alle Reiserückkehrer aus Risikogebieten. Diese gilt auch für Rückreisende aus Nicht-Risikogebieten, sofern die Reise mit anderen Beförderungsmitteln als dem eigenen Fahrzeug erfolgt. 

Berlin

Touristische Übernachtungen in Hotels und anderen Beherbergungsbetrieben wie Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen sind in Berlin mit 3G-Nachweis bei Anreise erlaubt. Wer nur mit Negativ-Test anreist, mus alle drei Tage einen neuen Test vorlegen. Seit dem 10. Oktober darf hier auch individuell die 2G-Option genutzt werden.   

Museen, Galerien, Gedenkstätten, die Tierhäuser von Zoo und Tierpark und das Aquarium sind unter speziellen Auflagen geöffnet. Der Einzelhandel darf mit Kapazitätsbeschränkungen öffnen. Für viele Bereiche ist in Innenräumen unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz ein 3G-Nachweis erforderlich, beispielsweise für die Innengastronomie, bei Sport im Innenbereich, in Saunen, Thermen und Schwimmbädern, bei Veranstaltungen, für den Besuch von Vergnügungsstätten und Freizeitparks, bei Stadtrundfahrten und Stadtführungen sowie im Kino, Theater, Opern- und Konzerthaus. Gleiches gilt auch für den Friseurbesuch oder für körpernahe Dienstleistungen.    

Die privaten Kontaktbeschränkungen wurden aufgehoben. 

Seit dem 31. März sind in geschlossenen Räumen, in denen Maskenpflicht herrscht, nur noch medizinische Masken des Standards FFP2 oder KN95 erlaubt. Die weit verbreiteten Alltagsmasken aus Stoff oder andere Bedeckungen des Mundes und der Nase sind in diesen Bereichen nicht mehr zugelassen. In weiten Teilen entfällt seit dem 18. Juni die Maskenpflicht im Freien. 

In Berlin gilt außerdem: Von der Testpflicht befreit sind Personen, die vollständig geimpft sind – deren (zweite) Impfung gegen Covid-19 also mindestens 14 Tage zurückliegt –, Personen, die von einer Covid-19-Erkrankung genesen sind und die eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben, sowie Personen, die in den vorangegangenen sechs Monaten an Covid-19 erkrankt waren und genesen sind. Diese Personengruppen sind zusätzlich von der Quarantänepflicht befreit, sofern es sich nicht um Reiserückkehrer aus Virusvariantengebieten handelt. Für alle übrigen Reiserückkehrer aus Risikogebieten gilt eine Testpflicht, bei der Rückkehr aus Hochinzidenzgebieten eine Test- und Quarantänepflicht.  

Seit dem 18. September wurde auch in Berlin eine 2G-Option eingeführt. Diese steht privaten Betreibern in den Bereichen Veranstaltungen, für Dienstleistungen, in der Gastronomie sowie im Kultur- und Sportbereich zur Verfügung. Zugang wird dann nur noch geimpften und genesenen Personen gewährt sowie Kindern unter zwölf Jahre. Voraussetzung ist jedoch, dass sie negativ getestet sind. Die Testpflicht gilt aber nicht für Kinder unter sechs Jahren sowie für Schülerinnen und Schüler, die im Rahmen des Schulbesuchs regelmäßig getestet werden. 

Seit dem 10. Oktober kann die 2G-Option auch im Bereich der Beherbergungsbetriebe und Campingplätze, Ferienwohnungen, Museen, Galerien und Gedenkstätten sowie Bibliotheken und Archiven angewendet werden. 

Brandenburg

In Brandenburg sind Campingplätze und Wohnmobilstellplätze geöffnet, allerdings ist in Städten und Landkreisen mit einer 7-Tage-Inzidenz über 20 ein 3G-Nachweis für den Check-in erforderlich. Kinder bis sechs Jahre sowie Schülerinnen und Schüler sind von der Testpflicht ausgenommen. Weitere Tests vor Ort sind zurzeit nicht erforderlich.   

Ein 3G-Nachweis muss bei einer 7-Tage-Inzidenz über 20 außerdem in den folgenden Bereichen  vorgelegt werden: Innengastronomie, Veranstaltungen in Innenräumen, bei Stadtrundfahrten, Schiffsausflügen und vergleichbaren touristischen Angeboten, bei Sportangeboten in Innenräumen, bei Indoorspielplätzen, im Theater, Konzert- und Opernhaus, Kino, Messe, sowie bei Ausstellungen, Spezialmärkten, Jahrmärkten und Volksfesten ab einer gewissen Teilnehmerzahl auch im Freien. Auch in Schwimmbädern, Spaß- und Freizeitbädern, Freibädern, Saunen, Thermen und Wellnesszentren ist ein 3G-Nachweis erforderlich - ebenso wie in Diskotheken, Clubs und bei anderen Tanzveranstaltungen. Bei Großveranstaltungen ist innen wie außen unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen immer ein 3G-Nachweis notwendig.

Seit dem 16. September haben Veranstalter und Unternehmen außerdem die Option, den Zutritt auf ausschließlich geimpfte und genesene Personen zu beschränken. Bei Anwendung dieser 2G-Option kann auf Maskenpflicht, Abstandsregeln und eventuelle Kapazitätsbeschränkungen verzichtet werden. Kinder unter zwölf Jahre werden dabei geimpften Menschen gleichgestellt. 

Das Land Brandenburg hat zum 16. September außerdem ein Stufensystem eingeführt, das die Faktoren 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz sowie die Auslastung auf den Intensivstationen berücksichtigt. Dabei wurden über die zurzeit geltende Basisstufe hinaus Grenzwerte für zwei weitere Stufen festgelegt. Der Warnwert ist für die Hospitalisierungsrate ab 7 erreicht, bei der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen liegt diese Stufe zwischen 100 und 200. Bei der Auslastung der Intensivstationen ist der Warnwert erreicht, wenn mehr als 10 % der landesweiten ITS-Betten mit COVID-19-Patienten belegt sind. Die zweite Stufe bildet der sogenannte Alarmwert. Er wird erreicht, wenn die Hospitalisierungsinzidenz über 12 steigt, die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen größer als 200 ist oder mehr als 20 % der Intensivbetten mit COVID-19-Patienten belegt sind.

Welche Maßnahmen bei Warnwert oder Alarmwert greifen, wurde in der aktuellen Corona-Verordnung aber noch nicht definiert.
    
Seit dem 28. April gibt es Ausnahmen für vollständig geimpfte Personen in Sachen Quarantäne: Ein- und Rückreisende aus Risiko- und Hochinzidenzgebieten müssen sich nicht mehr in häusliche Isolation begeben, wenn sie seit mindestens 14 Tagen den vollständigen Impfschutz mit einem der in der EU zugelassenen Corona-Impfstoffe erhalten haben. Diese Lockerung gilt nicht für Ein- und Rückreisende aus Virusvariantengebieten. 

Bremen

Campingplätze und Wohnmobilstellplätze dürfen von touristischen Campern genutzt werden. Dies gilt auch für Dauercamper. Ab einer 7-Tage-Inzidenz über 35 sind aber ein Negativ-Test, der nicht älter als 24 Stunden sein darf, eine vollständige Impfung oder ein Genesenennachweis erforderlich. Bei mehrtägigem Aufenthalt muss zweimal pro Woche erneut ein Negativ-Test vorgelegt werden, sofern man nicht als geimpft oder genesen gilt. Die Testpflicht gilt nicht für Kinder bis 14 Jahre.    

Bei einer 7-Tage-Inzidenz über 35 ist ein 3G-Nachweis außerdem in den folgenden Bereichen erforderlich: Innengastronomie, Theater, Konzerthaus, Oper, Kino, Kultur- und Sportveranstaltungen, Sportangebote in Innenräumen, Kongresse, Messen, Jahrmarkt, Flohmarkt, Indoor-Spielplatz, Freizeitpark, körpernahe Dienstleistungen, Diskotheken und Clubs.  

In Bremen gelten weiterhin Kontaktbeschränkungen: Erlaubt sind beliebig viele Personen aus zwei Haushalten oder zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten. Kinder unter 14 Jahren sowie geimpfte und genesene Personen werden dabei nicht mitgezählt.
 
An allen Orten, an denen die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt, muss eine medizinische Gesichtsmaske (OP-Masken oder Masken der Standards KN95/N95 oder FFP2) getragen werden. Dies betrifft unter anderem den Öffentlichen Personenverkehr und Supermärkte. 

Vollständig Geimpfte sowie von einer Corona-Infektion in den vorausgegangenen sechs Monaten genesene Personen sind in Bremen von der Testpflicht befreit. 

Hamburg 

Campingplätze und Wohnmobilstellplätze können mit voller Kapazität öffnen. Camper müssen bei der Anreise sowie alle drei Tage einen Negativ-Test vorlegen, sofern sie nicht geimpft sind oder über einen Genesenennachweis verfügen. Darüber hinaus gilt die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske überall abseits des persönlichen Gästebereiches. 

Geschäfte dürfen wieder ohne Test besucht werden - ebenso wie die Außengastronomie. Hier dürfen allerdings jeweils höchstens zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten an einem Tisch sitzen. In beiden Bereichen ist lediglich die Kontaktnachverfolgung erforderlich. In der Innengastronomie ist ein 3G-Nachweis erforderlich. Generell wurde die Kontaktbeschränkung auf zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten erweitert, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht mitgerechnet werden. 

Auch für die Nutzung der folgenden Bereiche ist ein 3G-Nachweis nötig: Veranstaltungen in Innenräumen, Tanzveranstaltungen im Außenbereich, Freizeiteinrichtungen, Gästeführungen in geschlossenen Räumen, Theater, Musiktheater, Oper, Konzerthaus, Literaturhaus, Planetarium, Kino, Innenräume von Zoos, botanischen Gärten und zoologischen Gärten, Sportveranstaltungen in Innenräumen, Volksfeste, Sportangebote in Innenräumen, Indoorschwimmbäder und Thermen. Auch für Volksfeste im Freien ist ein 3G-Nachweis nötig. Saunen und Dampfbadeinrichtungen dürfen nur mit 3G-Nachweis und im Rahmen der Kontaktbeschränkungen genutzt werden.

Körpernahe Dienstleistungen sowie Messen und Ausstellungen sind nur mit 3G-Nachweis und Terminvereinbarung zugänglich.

In bestimmten Bereichen können sich private Betreiber seit dem 28. August entscheiden, ob sie ihre Dienstleistungen mit 3G-Regel oder 2G-Regel anbieten möchten. Bei der 2G-Regel ist der Zutritt nur für geimpfte und nachweislich genesene Personen erlaubt - dafür entfallen dann aber Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen und ab dem 25. September auch die Maskenpflicht. 

Kinder unter sechs Jahre sowie Schülerinnen und Schüler sind von der Testpflicht ausgenommen. 

Seit dem 25. Januar müssen medizinische Masken in Bussen und Bahnen, beim Einkaufen, bei Gottesdiensten, bei Amtsgängen zu Behörden und bei Gesundheitsbehandlungen getragen werden. Darunter fallen insbesondere OP-Masken und Masken mit dem Standard KN95 oder FFP2. Seit dem 12. Februar gilt dies auch in kulturellen Einrichtungen. In den übrigen Bereichen, in denen Maskenpflicht besteht, ist es nicht mehr erlaubt, Tücher oder über Mund und Nase gezogene Kleidungsstücke zu nutzen. Eigens zu diesem Zweck hergestellte Bedeckungen sind aber erlaubt.

Reiserückkehrer aus Risikogebieten können die Quarantänepflicht mittels eines aktuellen Negativ-Tests umgehen. Reiserückkehrer aus Hochinzidenzgebieten können sich frühestens nach fünf Tagen freitesten, bei der Heimkehr aus Virusmutationsgebieten gibt es keine Möglichkeit, die 14-tägige Quarantäne zu verkürzen.

Vollständig geimpfte oder genesene Personen sind gleichgesetzt mit Personen, die über einen tagesaktuellen, negativen Corona-Test verfügen. Eine Quarantäne ist für diese Personengruppen nur noch bei Rückkehr aus einem Virusvariantengebiet oder nach Kontakt zu einer positiv auf eine Virusmutation getesteten Person verpflichtend. 

Hessen

Diese Corona-Regeln gelten in ganz Hessen seit dem 16. September

Seit dem 16. September sind die Corona-Maßnahmen in Hessen nicht mehr von der Anzahl der lokalen oder regionalen COVID-19-Neuinfektionen abhängig. Stattdessen gelten alle Einschränkungen oder Lockerungen landesweit, sobald die Hospitalisierungsrate oder die Auslastung der Intensivstationen landesweit bestimmte Werte überschreiten. Dafür wurde ein 3-Stufen-System eingeführt. 

Stufe 0
Unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen gilt nun landesweit die 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) für die Innengastronomie, Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, in den Innenräumen aller Kultur- und Freizeiteinrichtungen und Sportstätten sowie für körpernahe Dienstleistungen. In Übernachtungsbetrieben - also auch auf Campingplätzen - sind Negativnachweise bei der Anreise und bei Aufenthalten von mehr als sieben Tagen im Anschluss zweimal wöchentlich erforderlich. In Außenbereichen entfällt 3G-Regelung außer bei Veranstaltungen mit mehr als 1.000 Teilnehmenden. Für den Besuch in Diskotheken und Clubs ist für Nicht-Geimpfte ein PCR-Test erforderlich. Generell entfällt die Pflicht zur Kontaktnachverfolgung in vielen Bereichen. 

Zusätzlich können Veranstalter und private Betreiber von Einrichtungen ab dem 16. September wählen, ob sie den Zutritt nur geimpften und genesenen Personen gewähren möchten. Bei Anwendung dieser 2G-Option entfallen Abstandsregeln, Maskenpflicht und eventuelle Kapazitätsbeschränkungen. Kinder unter zwölf Jahre werden dabei als geimpft betrachtet. 

Stufe 1
Steigt der landesweite Hospitalisierungswert für Hessen über 8 oder die Anzahl der COVID-19-Intensivpatienten über 200, treten verschärfte Maßnahmen in Kraft, die aktuell aber noch nicht genau definiert sind. Als Möglichkeiten werden eine Ausweitung der 3G-Regel auf weitere Bereiche sowie die Verschärfung der Testpflicht auf PCR-Tests genannt.

Stufe 2
Steigt der landesweite Hospitalisierungswert für Hessen über 15 oder die Anzahl der COVID-19-Intensivpatienten über 400, gibt es zusätzliche Verschärfungen. Auch diese sind bislang noch nicht klar definiert. Als Beispiel wird die Beschränkung auf eine generelle 2G-Regelung genannt.

Mecklenburg-Vorpommern 

Seit dem 4. Juni dürfen Camper aus allen Bundesländern die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Mecklenburg-Vorpommern wieder nutzen. Voraussetzung für touristische Aufenthalte ist ein Negativ-Test bei Anreise bzw. Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Auch der Tagestourismus aus anderen Bundesländern ist wieder erlaubt. Bei längeren Aufenthalten ist ab der Risikostufe 2 allerdings ein erneuter Test alle drei Tage erforderlich. Seit dem 8. Oktober dürfen die Campingplätze zudem unabhängig von der Risikostufe individuell entscheiden, ob sie die 2G-Option anwenden und somit den Zugang nur für Geimpfte und Genesene erlauben.    

Das gilt aktuell in Mecklenburg-Vorpommern - neuer Stufenplan nach Risikogewichtung

Mecklenburg-Vorpommern hat einen neuen Stufenplan eingeführt, der das Infektionsgeschehen vor Ort nach vier Stufen kategorisiert. Dabei dient die lokale 7-Tage-Inzidenz der Krankenhausneuaufnahmen (Hospitalisierung) für COVID-19-Patienten nun als Hauptfaktor, die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen und die landesweite Auslastung der Intensivstationen werden als Nebenfaktoren mitberücksichtigt. Auf diese Weise ist nicht nur die Hospitalisierungsrate für die Einordnung in eine bestimmte Stufe relevant, sondern auch die Tendenz der beiden übrigen Faktoren. Diese Corona-Maßnahmen gelten in den einzelnen Stufen: 

Maßnahmen in der Risikostufe 1 (Grün) = Hospitalisierungsinzidenz unter 8  
Bei sehr niedrigem Infektionsgeschehen, bei denen auch die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen unter 35 und die Auslastung der Intensivstationen unter 5 % liegt, gibt es nur wenige Einschränkungen. Ein 3G-Nachweis ist in den folgenden Bereichen erforderlich: Einreise aus Risikogebieten, bei der Anreise zu einer Unterkunft, bei Veranstaltungen mit mehr als 1.500 Personen im Innenbereich und mehr als 2.500 Personen im Außenbereich, in Clubs und Diskotheken sowie auf Volksfesten, Spezialmärkten, Jahrmärkten und Messen. Die Betreiber dürfen seit dem 8. Oktober individuell festlegen, ob ihre Einrichtungen mit §G-Nachweis zugänglich sind, oder ob sie die 2G-Option nutzen und somit nur Geimpften und Genesenen den Zutritt erlauben.

Maßnahmen in der Risikostufe 2 (Gelb) = Hospitalisierungsinzidenz zwischen 8 und 15 
Ab Stufe 2 wird der 3G-Nachweis in sehr vielen Bereichen im Innenraum zur Pflicht. Dazu gehören: körpernahe Dienstleistungen, Sport in Innenräumen, Schwimmbäder, Kinos, Theater, Opernhäuser, Konzerthäuser, Galerien, kulturelle Ausstellungen, Museen, Lesesäle der Bibliotheken und Archive, Zirkus, Zoo, Tier- und Vogelparks, Indoor-Spielplätze, der Indoor-Freizeitbereich, die Fahrgastschifffahrt, soziokulturelle Zentren, die Innengastronomie und Veranstaltungen. Für touristische Übernachtungen ist ein 3G-Nachweis bei Anreise sowie - für Nicht-Geimpfte oder Nicht-Genesene - alle drei Tage ein neuer Negativ-Test notwendig. Die übrigen Schwellenwerte für Stufe 2 betragen bei der 7-Tage-Inzidenz den Wert 50 und bei der Auslastung der Intensivstationen 9 %. Die 2G-Option kann individuell angewendet werden.

Maßnahmen in der Risikostufe 3 (Orange) = Hospitalisierungsinzidenz zwischen 15 und 25 
Es gelten weiterhin alle Maßnahmen der niedrigeren Stufen. Zusätzlich treten verschärfte Maßnahmen für den Bereich der Großveranstaltungen in Kraft. Darüber hinaus gelten insbesondere für nicht-immunisierte Menschen Empfehlungen zu Kontaktbegrenzungen und dem Tragen von Masken in Innenräumen. Die übrigen Schwellenwerte für Stufe 3 betragen bei der 7-Tage-Inzidenz den Wert 200 und bei der Auslastung der Intensivstationen 15 %.

Maßnahmen in der Risikostufe 4 (Rot) = Hospitalisierungsinzidenz über 25
Es gelten weiterhin alle Maßnahmen der niedrigeren Stufen. Zusätzlich wird die Maskenpflicht in Innenräumen und im Freien weiter ausgeweitet. Private Kontakte werden in Inneräumen wieder auf fünf Personen aus zwei Haushalten beschränkt, draußen sind Treffen mit maximal zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten erlaubt. Großveranstaltungen dürfen nur noch mit 2G-Regel stattfinden. Die übrigen Schwellenwerte für Stufe 4 betragen bei der 7-Tage-Inzidenz den Wert über 200 und bei der Auslastung der Intensivstationen mehr als 15 %.

Seit dem 1. Mai entfällt für vollständig geimpfte Personen, deren Zweitimpfung mindestens 14 Tage zurückliegt, die Testpflicht in Mecklenburg-Vorpommern. Gleiches gilt für von einer COVID-19-Erkrankung nachweislich genesene Personen, die bereits eine Erstimpfung erhalten haben. 

Niedersachsen 

In Niedersachsen sind die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze für touristische Camper mit voller Kapazität zugänglich. In Stadt- und Landkreisen ohne Warnstufe oder alternativ mit einer 7-Tage-Inzidenz unter 50 ist bei der Anreise kein 3G-Nachweis erforderlich. Gilt eine Warnstufe oder liegt die 7-Tage-Inzidenz über 50, tritt die 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet) in Kraft. Bei Anreise muss dann ein 3G-Nachweis vorgelegt werden. Nicht-immunisierte Personen müssen zusätzlich alle drei Tage erneut einen Negativ-Test vorlegen.  

Niedersachsen hat zum 22. September sein Warnstufensystem umgestellt: Hauptfaktor beziehungsweise Leitindikator ist nun die 7-Tage-Inzidenz der Krankenhausneuaufnahmen in Bezug auf COVID-19-Patienten. Die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen sowie die Auslastung der Intensivstationen mit COVID-19-Patienten dienen als zusätzliche Berechnungsindikatoren. Insgesamt gibt es vier Warnstufen von 0 bis 3. Eine höhere oder niedrigere Warnstufe tritt dann in Kraft, wenn  der Leitindikator der Hospitalisierungsinzidenz sowie mindestens ein weiterer Indikator den Grenzwert der jeweiligen Warnstufe überschreiten beziehungsweise unterschreiten. 

Einschränkungen ohne Warnstufe (Grün) = Hospitalisierungsinzidenz unter 6 oder 7-Tage-Inzidenz Neuinfektionen unter 50 
Generell sind die Kontaktbeschränkungen aufgehoben. Inzidenzunabhängig ist aber bei Veranstaltungen ab 1.000 Teilnehmenden sowie für den Zutritt zu Diskotheken, Clubs und Shisha-Lokalen ein 3G-Nachweis erforderlich. In der Innen- und Außengastronomie müssen Kontaktdaten erhoben werden. Zusätzlich gelten weiterhin die allgemeinen Hygieneregeln sowie die Hygienekonzepte und eventuelle Kapazitätsbeschränkungen in verschiedenen Bereichen.

Einschränkungen der Warnstufe 1 (Gelb) = Hospitalisierungsinzidenz ab 6 + weiterer Indikator  oder 7-Tage-Inzidenz Neuinfektionen über 50 
Die Warnstufe 1 tritt lokal in Kraft, wenn die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis den Wert 50 überschreitet oder aber die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen lokal über dem Wert 35 liegt und gleichzeitig die landesweite Hospitalisierungsrate über 6 liegt. Erreicht die 7-Tage-Inzidenz der landesweiten Krankenhausneuaufnahmen den Wert 6 und liegt zusätzlich die landesweite Intensivbettenbelegung über 5 %, gilt die Warnstufe 1 in ganz Niedersachsen. In der Warnstufe 1 findet die 3G-Regelung Anwendung - viele öffentliche Innenbereiche sind dann nur noch für vollständig geimpfte und genesene Personen zugänglich oder mit aktuellem Negativ-Test. Das gilt neben Camping- und Wohnmobilstellplätzen außerdem für die Innengastronomie, für Zusammenkünfte von mehr als 25 Personen in Innenräumen (auch privat), für körpernahe Dienstleistungen, Sportangebote in Innenräumen, Schwimmbäder und Spaßbäder, Saunen, Thermen, Theater, Kinos und ähnliche Kultureinrichtungen sowie für die Innenbereiche von Freizeitparks, Zoos, botanische Gärten und Tiergärten. Akzeptiert werden dabei sowohl Antigen-Tests als auch PCR-Tests. 

Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahren sowie Schülerinnen und Schüler. Generell entfällt auch die Testpflicht für symptomfreie Personen, die vollständig geimpft oder nachweislich von einer COVID-19-Erkrankung genesen sind.   

Seit dem 22. September dürfen private Veranstalter und Betreiber von Einrichtungen optional auch das 2G-Modell (nur geimpfte und genesene Gäste) anwenden. Auch Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie Menschen, die sich aus medizinischen Gründen nachweislich nicht impfen lassen können, sind beim 2G-Modell für den Zutritt zugelassen. Kommt die 2G-Option zur Anwendung, entfallen alle übrigen Beschränkungen wie Maskenpflicht, Abstand und Kapazitätsbeschränkungen. 

Einschränkungen der Warnstufe 2 (Orange) = Hospitalisierungsinzidenz ab 8 + weiterer Indikator 
Die Warnstufe 2 tritt lokal in Kraft, wenn in einem Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen den Wert 100 überschreitet und gleichzeitig die landesweite 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz über 8 liegt. Die Warnstufe 2 tritt in ganz Niedersachsen in Kraft, wenn die landesweite 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz den Wert 8 erreicht und gleichzeitig der Anteil COVID-19-Erkrankter im Bereich der landesweiten Intensivbettenkapazität mehr als 10 % beträgt. In der Warnstufe 2 wird die 3G-Regelung auf den Außenbereich ausgeweitet - und zwar überall dort, wo in der Warnstufe 1 der 3G-Nachweis für den Innenbereich notwendig war, also beispielsweise in der Außengastronomie oder Tiergärten. Gleichzeitig wird für die Innengastronomie das zuvor optionale 2G-Model verpflichtend - Zutritt haben dann nur noch geimpfte und genesene Gäste sowie die Personen, für die generell Ausnahmen beim 2G-Modell gelten. Für die Nutzung von Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen ist nach wie vor ein 3G-Nachweis nach den Regeln der Warnstufe 1 notwendig.   

Einschränkungen der Warnstufe 3 (Rot) = Hospitalisierungsinzidenz ab 11 + weiterer Indikato
Die Warnstufe 3 tritt lokal in Kraft, wenn in einem Stadt- oder Landkreis die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen den Wert 200 überschreitet und gleichzeitig die landesweite 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz über 11 liegt. Die Warnstufe 3 tritt in ganz Niedersachsen in Kraft, wenn die landesweite 7-Tages-Hospitalisierungsinzidenz den Wert 11 erreicht und gleichzeitig der Anteil COVID-19-Erkrankter im Bereich der landesweiten Intensivbettenkapazität mehr als 20 % beträgt. In der Warnstufe 3 wird das 2G-Modell in den meisten Innenbereichen verpflichtend. Für die Außenbereiche bleibt das 3G-Modell bestehen - allerdings werden dabei nur noch PCR-Tests akzeptiert. Das gilt auch für den Check-in auf Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen. Zusätzlich ist auch in Warnstufe 3 bei längeren Aufenthalten alle drei Tage ein neuer Test erforderlich. Im 3G-Bereich wird außerdem das Tragen einer FFP2-Maske verpflichtend. 

Betreiber haben generell unabhängig von geltenden Warnstufen das Recht, die 2G-Regelung auch dort anzuwenden, wo sie nicht verpflichtend ist. 

Seit dem 13. Februar gilt in Niedersachsen eine verschärfte Quarantäneverordnung für Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Gebieten mit hohem Mutationsaufkommen: Die Quarantänezeit beträgt nun wieder 14 Tage. Zur Verkürzung der Quarantäne werden nun keine Antigentests mehr akzeptiert, sondern nur noch negative PCR-Tests. Dies gilt weiterhin trotz der neuen Bundeseinreiseverordnung.   

Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen hat sich weitgehend von Corona-Maßnahmen verabschiedet, die sich an verschiedenen Inzidenzstufen orientieren. Im gesamten Bundesland gelten aktuell inzidenzunabhängig Einschränkungen gemäß der 3G-Regelung (geimpft, genesen, getestet), die sich überwiegend auf nicht-geimpfte Personen auswirken. Wer vollständig geimpft oder von einer COVID-19-Infektion genesen ist, hat mit Vorlage des Nachweises Zugang zu allen generell geöffneten Bereichen. Nicht-immunisierte Menschen müssen hingegen einen Negativ-Test vorlegen, um an Veranstaltungen teilnehmen zu können oder Zugang zu bestimmten Einrichtungen zu erhalten. Der Test darf generell nicht älter als 48 Stunden sein (Antigen und PCR). 

Regeln für Urlauber
Beim Check-in auf Campingplätzen und auf kostenpflichtigen Wohnmobilstellplätzen muss der 3G-Nachweis erbracht werden. Wer mit Negativ-Test eincheckt, muss bei längeren Aufenthalten alle vier Tage erneut einen aktuellen Test vorweisen. Dieselben Regeln gelten für Übernachtungen in anderen Arten von Beherbergungsbetrieben.    

Auch für diese Bereiche ist mindestens ein Antigen-Test erforderlich: Innengastronomie, bei jeglichen Veranstaltungen in Innenräumen sowie im Freien bei Veranstaltungen mit mehr als 2.500 Teilnehmern, bei körpernahen Dienstleistungen wie Friseur, Kosmetik und Körperpflege, bei Sport- und Wellnessangeboten in Innenräumen sowie in Innenräumen von Bildungs-, Kultur-, Sport- und Freizeiteinrichtungen.  

In diesen Bereichen ist ein PCR-Test erforderlich: in Clubs, Diskotheken und ähnlichen Einrichtungen sowie Tanzveranstaltungen einschließlich privater Feiern mit Tanz, in Bordellen, Prostitutionsstätten, Swingerclubs und ähnlichen Einrichtungen sowie bei der Erbringung und Inanspruchnahme sexueller Dienstleistungen außerhalb von Einrichtungen. Alternativ kann in all diesen Bereichen seit Anfang Oktober auch ein maximal sechs Stunden alter Schnelltest einer offiziellen Teststelle vorgelegt werden.  

Kinder unter sechs Jahre sind von der Testpflicht befreit. Dies gilt auch für Schülerinnen und Schüler, die regelmäßig in den Schulen getestet werden und dies mittels ihres Schülerausweises nachweisen.  

Maskenpflicht
Im ÖPNV ist das Tragen einer Atemschutzmaske des Standards FFP2 oder eines vergleichbaren Standards (KN95/N95) verpflichtend. Beim Besuch von Arztpraxen, Behörden, beim Friseur, in Museen, Geschäften und vielen anderen öffentlichen Einrichtungen muss mindestens eine OP-Maske getragen werden. Bei Maskenpflicht im Freien werden auch Alltagsmasken akzeptiert.

Testpflicht & Quarantänepflicht
Seit dem 3. Mai entfällt auch in NRW die Testpflicht für vollständig geimpfte Personen sowie für in den vorangegangenen sechs Monaten von einer COVID-19-Erkrankung nachweislich genesene Personen, sofern ein Test für die Inanspruchnahme bestimmter Dienstleistungen vorgeschrieben ist und keine Symptome einer COVID-19-Erkrankung vorliegen. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten entfällt bei dieser Personengruppe auch die Test- bzw. Quarantänepflicht, sofern sich diese zuvor nicht in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben.

Rheinland-Pfalz


Das gilt seit dem 12. September in Rheinland-Pfalz:

Seit dem 12. September 2021 gelten in Rheinland-Pfalz Corona-Maßnahmen, die auf einem neuen Warnstufensystem basieren. Maßgeblich ist jetzt die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen in einem Stadt- oder Landkreis in Kombination mit der 7-Tage-Hospitalisierungs-Inzidenz bezogen auf ein regionales Krankenhaus-Versorgungsgebiet sowie der landesweiten Belegung an Intensivbetten. Eine jeweils höhere Warnstufe gilt dann, wenn in einem Stadt- oder Landkreis mindestens zwei der drei Indikatoren den jeweiligen Grenzbereich an drei aufeinanderfolgenden Werktagen überschreiten. Gleiches gilt analog für die Einordnung in eine niedrigere Warnstufe. Eine neue Warnstufe tritt jeweils am übernächsten Tag nach dem 3-Tageszeitraum in Kraft. Unabhängig von der Warnstufe gilt dabei nach wie vor für viele Bereiche die 3G-Regelung. Mit Höhe der Warnstufe reduziert sich aber jeweils die erlaubte Anzahl nicht-immunisierter Personen, die mit COVID-19-Test Zugang zu bestimmten Bereichen erhalten können. Dieses Prinzip wird etwas verwirrend als 2G+ bezeichnet. 

Die Warnstufen-unabhägige 3G-Regelung gilt für die folgenden Bereiche:
Für Gäste von Beherbergungsbetrieben ist bei Anreise ein 3G-Nachweis erforderlich. Nicht-immunisierte Personen müssen weiterhin alle 72 Stunden einen neuen Test nachweisen. Dies gilt allerdings nicht bei autarken Reiseformen wie der Nutzung von Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen - die Pflicht zum 3G-Nachweis entfällt hier seit dem 12. September. Ein 3G-Nachweis ist aber erforderlich im Innenbereich von Freizeitparks, Kletterparks und ähnlichen Freizeiteinrichtungen, von Zoos und botanischen Gärten und ähnlichen Einrichtungen, Spielhallen, Spielbanken, Wettvermittlungsstellen, im Innen- und Außenbereich von Schwimm- und Spaßbädern, Thermen, Saunen, Badeseen, Innengastronomie, für körpernahe Dienstleistungen sowie für den Besuch von Veranstaltungen, Museen, Ausstellungen und Gedenkstätten. Kinder unter zwölf Jahre werden dabei geimpften Personen gleichgestellt und auch für Schülerinnen und Schüler entfällt die Testpflicht. 

Kontaktbeschränkungen & Zugangsbeschränkungen für Nicht-Immunisierte je nach Warnstufe
Das Warnstufensystem sieht zurzeit für vollständig geimpfte und nachweislich genesene Personen - abgesehen von den allgemeinen Abstands- und Hygienevorschriften sowie der Maskenpflicht - keine weiteren Einschränkungen vor. Für nicht-immunisierte Menschen ab zwölf Jahre gelten aber je nach Warnstufe Kapazitätsbeschränkungen beispielsweise für die Teilnahme an Veranstaltungen oder den Besuch bestimmter Einrichtungen. Das heißt: Mit steigender Warnstufe sinkt die Anzahl der erlaubten Teilnehmer oder Besucher, die nicht geimpft oder genesen sind. Das gilt nicht nur bei Veranstaltungen, sondern beispielsweise auch in der Innengastronomie, beim Sport, in Schwimmbädern, Saunen und Thermen, in übrigen Freizeiteinrichtungen sowie in Museen und anderen Kultureinrichtungen.

In Warnstufe 1 ist der Aufenthalt im öffentlichen Raum für nicht-immunisierte Personen außerdem nur mit maximal 25 Personen erlaubt. Bei Warnstufe 2 reduziert sich die zulässige Personenanzahl auf zehn Personen, bei Warnstufe 3 auf fünf Personen. Geimpfte und genesene Personen sowie Kinder bis einschließlich elf Jahre werden dabei nicht mitgezählt. 

Saarland

Im Saarland dürfen die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze von Urlaubern genutzt werden, die bei Anreise einen 3G-Nachweis erbringen (geimpft, genesen, getestet). Eine weitere Testung während des Aufenthalts ist aktuell nicht verpflichtend. 

Pflicht sind hingegen Tests bzw. ein 3G-Nachweis in den folgenden Bereichen: Innengastronomie, körpernahe Dienstleistungen, Freizeitparks und andere Freizeitaktivitäten im Innenbereich, kulturelle Einrichtungen im Innenbereich, Theater, Konzerthaus, Oper, Kino, Schwimm- und Spaßbäder ausgenommen Strand- und Freibäder, Sportangebote im Innenbereich, Saunen und Thermen sowie Clubs und Diskotheken. Seit dem 1. Oktober entfällt aber überall dort, wo ein 3G-Nachweis erforderlich ist, die Maskenpflicht.

Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahre sowie Schülerinnen und Schüler. 

Die privaten Kontaktbeschränkungen wurden zum 1. Oktober aufgehoben. Bei Treffen in Innenräumen wird häufiges Lüften und abstandhalten empfohlen.  

Das Tragen von medizinischen Masken ist verpflichtend für Personen ab sechs Jahren in öffentlich zugänglichen Innenbereichen, für die kein 3G-Nachweis erforderlich ist. 

Seit dem 3. Mai entfällt die Testpflicht für vollständig geimpfte Personen sowie für in den vorangegangenen sechs Monaten von einer COVID-19-Erkrankung nachweislich genesene Personen, sofern ein Test für die Inanspruchnahme bestimmter Dienstleistungen vorgeschrieben ist. Für Reiserückkehrer aus Risikogebieten entfällt auch die Quarantänepflicht, sofern sich diese zuvor nicht in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben. 

Sachsen

In Sachsen dürfen seit dem 26. August Campingplätze und Wohnmobilstellplätze unabhängig vom Infektionsgeschehen oder der 7-Tage-Inzidenz auch ohne 3G-Nachweis genutzt werden. Auf den Plätzen sowie in gemeinschaftlich genutzten Bereichen gelten aber die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln sowie die Regeln zur Maskenpflicht. 

3G-Regel ab 7-Tage-Inzidenz 35 - 2G-Modell als Option 
Der Freistaat Sachsen hat sich teilweise von der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen als Hauptfaktor verabschiedet, wenn es um die Verschärfung oder Lockerung von Corona-Maßnahmen geht. In einer ersten Stufe, in der sich alles um die Einführung der 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) dreht, gilt in Stadt- und Landkreisen aber noch die 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen ab 35 als Grenzwert. Wird die Inzidenz von 35 in einem Kreis überschritten, ist der 3G-Nachweis dort unter anderen in den folgenden Bereichen erforderlich: für den Zugang zur Innengastronomie, die Teilnahme an Veranstaltungen und Festen in Innenräumen, Großveranstaltungen, die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen (Ausnahme: medizinische Bereiche), Sport im Innenbereich, Hallenbäder und Saunen aller Art, Kultur- und Freizeiteinrichtungen im Innenbereich, die Teilnahme an touristischen Bahn- und Busfahrten, den Zugang zu Diskotheken, Clubs und Bars im Innenbereich, die Nutzung von Beherbergungsbetrieben bei Anreise (Ausnahmen: Campingplätze, Wohnmobilstellplätze und Ferienwohnungen). 

Die Testpflicht entfällt für Kinder unter sechs Jahrs, für Schülerinnen und Schüler sowie für nachweislich vollständig geimpfte oder genesene Personen. 

Seit dem 23. September haben die oben genannten Betriebe optional die Möglichkeit, das 2G-Modell zu nutzen. Der Zugang ist dann nur geimpften und nachweislich genesenen Personen erlaubt sowie Kindern und Menschen, die sich nachweislich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können.  

Landesweit verschärfte Maßnahmen bei Vorwarnstufe und Überlastungsstufe      
Unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz der Neuinfektionen hat Sachsen zusätzlich eine landesweite Vorwarnstufe sowie eine Überlastungsstufe eingeführt, die sich an den Krankenhausaufnahmen der vorangegangenen 7-Tagen sowie an der Auslastung der Intensivstationen orientiert. Sind die dort festgelegten Grenzwerte überschritten, treten in ganz Sachsen verschärfte Maßnahmen in Kraft. 

Die Vorwarnstufe tritt in ganz Sachsen unabhängig von der Zahl der Neuinfektionen in Kraft, wenn landesweit die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen den Wert von 7,00 überschreitet und außerdem mindestens 650 Krankenhausbetten auf Normalstationen oder 180 Krankenhausbetten auf Intensivstationen mit COVID-19-Patienten belegt sind. Im gesamten Bundesland gelten dann die oben genannten 3G-Regeln oder optional das 2G-Modell. Zusätzlich gilt dann wieder eine Kontaktbeschränkung im öffentlichen und privaten Raum auf zehn Personen. Nicht mitgezählt werden dabei Kinder bis 14 Jahre sowie geimpfte und genesene Personen.  

Die Überlastungsstufe tritt in ganz Sachsen unabhängig von der 7-Tage-Inzidenz in Kraft, wenn landesweit die 7-Tage-Inzidenz der Hospitalisierungen den Wert von 12,00 überschreitet und zusätzlich mindestens 1.300 Krankenhausbetten auf Normalstationen oder 420 Krankenhausbetten auf Intensivstationen mit COVID-19-Patienten belegt sind. Die bis dahin geltende 3G-Regel wird dann landesweit zur verpflichtenden 2G-Regel. Das bedeutet, dass alle Einrichtungen, die zuvor mit Test zugänglich waren, nur noch für geimpfte und genesene Personen nutzbar sind. Campingplätze und Wohnmobilstellplätze sind aber weiter davon ausgenommen und können weiterhin angefahren werden. In der Überlastungsstufe wird außerdem die Kontaktbeschränkung verschärft: Nicht-immunisierte Personen dürfen sich dann nur noch mit einer Person treffen, die nicht zum eigenen Hausstand zählt. Nicht mitgezählt werden dabei Kinder bis 14 Jahre sowie geimpfte und genesene Personen. 

Sachsen-Anhalt 

In Sachsen-Anhalt dürfen die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze genutzt werden, sofern bei der Anreise ein 3G-Nachweis (geimpft, genesen, getestet) vorgelegt wird. Eine weitere Testung vor Ort ist allgemein zurzeit nicht vorgesehen, kann aber von einzelnen Stadt- oder Landkreisen individuell angeordnet werden.  

Ein 3G-Nachweis ist außerdem für die Nutzung beziehungsweise den Besuch der folgenden Einrichtungen notwendig: Kultureinrichtungen wie Literaturhäuser, Theater, Kino, Konzerthäuser sowie Planetarien und Sternwarten, Tierhäuser und andere Innenräume in Tierparks, zoologischen und botanischen Gärten sowie ähnlichen Freizeitangeboten, Indoor-Spielplätze, Freizeitparks, Saunen und Dampfbäder, Clubs, Diskotheken, Musikclubs und vergleichbare Einrichtungen, Volksfeste im Freien, Stadt- und Naturführungen, Stadtrundfahrten und Schiffsrundfahrten, Innengastronomie, Sportangebote in Innenräumen sowie Schwimmbäder mit Ausnahme von Freibädern. Seit dem 14. September können sich diese Einrichtungen auch für die 2G-Option entscheiden - Zutritt erhalten dann nur noch geimpfte und genesene Personen sowie Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre. Betriebe, die das 2G-Zugangsmodell nutzen, können im Gegenzug auf die Maskenpflicht, Abstandsregeln und Kapazitätsbeschränkungen verzichten.     

In Sachsen-Anhalt gelten diese Regeln für das gesamte Bundesland, sofern die 7-Tage-Inzidenz in einzelnen Landkreisen oder Städten den Wert 35 nicht überschreitet. In diesen Kreisen kann dann individuell über zusätzliche Maßnahmen entschieden werden.  

Seit dem 17. Juni gelten die Kontaktbeschränkungen nur noch als Empfehlung: Diese lautet, sich nur mit maximal zehn Personen und vor allem im Freien zu treffen sowie größere Ansammlungen zu vermeiden. Private Feiern sind mit höchstens 50 Personen erlaubt. 

Von der Testpflicht befreit sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren. Vollständig Geimpfte werden behandelt wie negativ Getestete. 

Schleswig-Holstein

Die touristische Beherbergung ist zurzeit in ganz Schleswig-Holstein erlaubt. Das gilt sowohl für vollständig geimpfte Personen und Genesene als auch für alle anderen, die bei Anreise einen negativen Corona-Test vorlegen können. Von der Testpflicht ausgenommen sind Kinder unter sechs Jahre sowie Schülerinnen und Schüler. Für die Zeit der Herbstferien sind zumindest Selbsttests erforderlich, die von den Eltern bestätigt werden. Dauercamper, die über einen Pachtvertrag mit einer Laufzeit länger als fünf Monate verfügen, sind von der 3G-Regel nicht betroffen. 

Auch in Schleswig-Holstein muss für den Besuch verschiedener Einrichtungen ein 3G-Nachweis vorgelegt werden. Das betrifft die Innengastronomie ebenso wie Veranstaltungen in geschlossenen Räumen, Messen, Festivals, Volksfeste, Clubs und Diskotheken, körpernahe Dienstleistungen, Innenräume von Freizeit- und Kultureinrichtungen mit Ausnahme von Bibliotheken, Sportangebote in Innenräumen sowie Schwimm- und Spaßbäder. Seit dem 20. September entfallen in den meisten Bereichen, für die ein 3G-Nachweis erforderlich ist, die Maskenpflicht und eventuelle Kapazitätsbeschränkungen. 

Private Treffen sind mit maximal 25 Personen erlaubt, wobei Kinder bis 14 Jahre nicht mitgezählt werden. Gleiches gilt für geimpfte und nachweislich genesene Menschen. 

Thüringen

Aufgrund eines geringen Infektionsgeschehens dürfen Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Thüringen zurzeit noch weitgehend ohne Einschränkungen angefahren werden. Steigt die 7-Tage-Inzidenz über 35 ist ein 3G-Nachweis bei Anreise erforderlich. Nicht-immunisierte Personen müssen dann außerdem alle drei Tage einen neuen Negativ-Test vorlegen.  

Thüringen hat ein Stufensystem eingeführt, deren Hauptfaktor die 7-Tage-Inzidenz ist. Zusätzlich werden aber auch hospitalisierte COVID-19-Patienten sowie die Auslastung der Intensivstationen in Thüringen eingerechnet, wenn es um die Verschärfung oder die Lockerung von Maßnahmen geht. Neben der aktuell in allen Kreisen geltenden Basisstufe (Inzidenz unter 35) gibt es nun die Warnstufen 1 bis drei.

Einschränkungen in der Basisstufe (Grün)
Die meisten Bereiche und Einrichtungen sind weitgehend ohne 3G-Nachweis zugänglich. Erforderlich ist dieser lediglich für körpernahe Dienstleistungen, bei denen das Tragen einer Maske nicht möglich ist, in Diskotheken, Tanzklubs und bei sonstigen Tanzveranstaltungen.

Einschränkungen in der Warnstufe 1 (Gelb) - 7-Tage-Inzidenz 35 bis 99,9
Übersteigt die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis den Wert 35, während gleichzeitig einer der beiden anderen Werte den für ihn festgelegten Grenzwert übersteigt (Hospitalisierungsinzidenz: 4 oder Auslastung Intensivstationen: 3 %), gelten die Regeln der Warnstufe 1. Das bedeutet vor allem, dass die 3G-Regel zum Tragen kommt. Ein 3G-Nachweis ist dann in Innenbereichen von beispielsweise Gaststätten, Fitnessstudios, Saunen, Schwimmbädern und bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen erforderlich. Auf Campingplätzen und Womo-Stellplätzen muss ein 3G-Nachweis bei Anreise vorgelegt werden - nichtimmunisierte Personen müssen zusätzlich zwei Mal pro Woche einen neuen Negativ-Test nachweisen. Bei stark ansteigendem Infektionsgeschehen innerhalb der Warnstufe kann es auch zu neuen Kontaktbeschränkungen für Nicht-Immunisierte kommen. 

Einschränkungen in der Warnstufe 2 (Orange) - 7-Tage-Inzidenz 100 bis 200
Übersteigt die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis den Wert 100, während gleichzeitig einer der beiden anderen Werte den für ihn festgelegten Grenzwert übersteigt (Hospitalisierungsinzidenz: 7 oder Auslastung Intensivstationen: 6 %), treten die Regelungen für die Warnstufe 2 in Kraft. Zusätzlich zu den Beschränkungen der Warnstufe 1 gelten dann verschärfte Kontaktbeschränkungen in geschlossenen Räumen sowie stärkere Begrenzungen der Teilnehmerzahlen von öffentlichen und privaten Veranstaltungen. Außerdem wird an allen Orten, an denen Mindestabstände nicht eingehalten werden können, wieder eine Maskenpflicht eingeführt. 

Einschränkungen in der Warnstufe 3 (Rot) - 7-Tage-Inzidenz über 200
Übersteigt die 7-Tage-Inzidenz in einem Stadt- oder Landkreis den Wert 200, während gleichzeitig einer der beiden anderen Werte den für ihn festgelegten Grenzwert übersteigt (Hospitalisierungsinzidenz: 12,1 oder Auslastung Intensivstationen: 12,1 %), treten die Regelungen für die Warnstufe 3 in Kraft. Zusätzlich zu den Beschränkungen der Warnstufen 1 und 2 können und sollen dann lokal weitere Eindämmungsmaßnahmen erlassen werden, die das Infektionsgeschehen und auch örtliche Verhältnisse berücksichtigen sollen. 

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