Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

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Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

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Camping in Corona-Zeiten: Was gilt in den deutschen Bundesländern?

Wann darf wer wo wieder campen? Ein Überblick und Corona-Regeln zu Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen in den einzelnen Bundesländern in Deutschland

Letztes Update: 20.07.2020 

Wenn es um das Thema Campingurlaub in Deutschland geht, sieht man sich aufgrund von Covid-19 in den einzelnen Bundesländern mit einer sehr dynamischen und bisweilen unterschiedlichen Situation konfrontiert. In den meisten Bundesländern durften in einem ersten Schritt autarke Dauercamper ihr Domizil auf dem Campingplatz wieder aufsuchen. Für touristische Camper und den Campingurlaub gelten aber oft ganz unterschiedliche Regeln und Öffnungsdaten. Da ist es gar nicht so einfach, den Überblick zu behalten. Freeontour hat den derzeitigen Stand in den einzelnen Bundesländern - so weit bekannt - in alphabetischer Reihenfolge zusammengestellt.  

Hinweis: Aktuell wurden die Einschränkungen in den meisten Bundesländern weitgehend aufgehoben. Die Details zu den geltenden Regeln auf den Campingplätzen können sich je nach Bundesland aber kurzfristig wieder ändern. Freeontour wird sich bemühen, diesen Beitrag regelmäßig zu aktualisieren und Sie entsprechend zu informieren. 

Baden-Württemberg

In Baden-Württemberg wird der Tourismus seit dem 18. Mai wieder schrittweise zugelassen. Zunächst durften autarke Camper wieder auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen einchecken beziehungsweise autarke Mietunterkünfte auf Campingplätzen beziehen. In diesem Zeitraum blieben die Sanitäranlagen auf den Campingplätzen geschlossen. Seit dem 29. Mai können nun auch weitere Camper, die nicht autark sind, ihren Campingurlaub in Baden-Württemberg wieder planen. Die Sanitäranlagen dürfen unter strengen Hygieneauflagen wieder öffnen und auch die Campingparzellen dürfen unter Beachtung der Abstandsregelungen voll belegt werden. Eine Beschränkung der Kapazität gibt es derzeit nicht. Personen ab dem vollendeten sechsten Lebensjahr müssen aber an der Rezeption sowie im Bereich anderer Gemeinschaftseinrichtungen einen Mund-Nasen-Schutz tragen, sofern dies nicht aus medizinischen Gründen unzumutbar ist oder wenn nicht ein anderweitiger mindestens gleichwertiger baulicher Schutz besteht. 

Gastronomische Betriebe dürfen in Baden-Württemberg im Innen- und Außenbereich ebenfalls seit dem 18. Mai wieder öffnen. Davon ausgenommen sind Kneipen, Bars und Diskotheken. Museen, Freilichtmuseen, Ausstellungshäuser und Gedenkstätten sowie Tierparks, Zoos und Spielplätze sind unter Auflagen bereits wieder zugänglich. Ebenfalls seit dem 29. Mai dürfen Freizeitparks unter Auflagen wieder öffnen und Freizeitaktivitäten dürfen auch in geschlossenen Räumen wieder angeboten werden. Sportanlagen und Sportstätten wie beispielsweise Fitnessräume dürfen seit dem 2. Juni wieder genutzt werden. Seit dem 10. Juni dürfen sowohl Bäder und auch Saunen wieder einen eingeschränkten Betrieb aufnehmen, sofern sie die spezifischen Auflagen der Hygieneverordnung erfüllen. Seit dem 1. Juli darf der Badebetrieb unter Kapazitätsauflagen in Bezug auf Wasser- und Liegeflächen wieder regulär aufgenommen werden.   

Bayern

Als letztes Bundesland in Deutschland hat auch Bayern seit dem 22. Juni die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze auch für nicht-autarke Camper ohne eigene Sanitäreinrichtungen wieder geöffnet. Generell ist aber auf dem gesamten Gelände der Anlagen der Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten und außerdem ist das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes in den Gemeinschaftsräumen verpflichtend. Dies gilt auch auf dem Außengelände, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. 

Gastronomische Betriebe dürfen in Bayern seit dem 25. Mai auch im Innenbereich wieder öffnen, im im Außenbereich war dies schon eine Woche zuvor erlaubt. Ebenfalls bereits wieder zugänglich sind Spielplätze (keine Bolzplätze), Tierparks und botanische Gärten mit Auflagen (Einlass, 20 m²-Regel, Abstand, nur Außenanlagen, keine Gastronomie, kein Streichelzoo), Bibliotheken, Museen, Galerien, Ausstellungen und Gedenkstätten. Seit dem 22. Juni wird hier die 20 m²-Regel auf eine 10 m²-Regel herabgesetzt. Auch Hallenschwimmbäder, Indoor-Wellnessanlagen und Saunabereiche dürfen seit dem 22. Juni wieder öffnen, Freibäder und Außenanlagen dürfen bereits seit dem 8. Juni wieder betrieben werden. Theater, Konzerte und Kinovorführungen sind seit dem 15. Juni wieder möglich - allerdings nur mit Mund-Nasen-Schutz und unter strengen Auflagen. So dürfen im Freien zunächst maximal 100 Besucher an einer Veranstaltung teilnehmen, im Innenbereich liegt die Obergrenze bei 50 Teilnehmern.      

Berlin

In Berlin durften zunächst autarke Camper seit dem 25. Mai wieder Campingplätze und Wohnmobilstellplätze ansteuern. Nicht-autarke Camper dürfen seit dem 8. Juni wieder nach Berlin reisen, sofern der jeweilige Campingplatz die Hygieneauflagen erfüllt, um die Sanitäranlagen wieder öffnen zu können. Spa- und Wellnessbereiche bleiben vorerst weiterhin geschlossen, während Shops und die Gastronomie (seit 15. Mai) unter Auflagen wieder betrieben werden dürfen. Museen, Gedenkstätten und ähnliche Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie die Außenbereiche der Zoos und Tiergärten sind in Berlin wieder geöffnet. Ausflugs- und Stadtrundfahrten sowie Rundgänge und Führungen im Freien dürfen seit dem 25. Mai unter Auflagen ebenfalls wieder angeboten werden. Seit dem 2. Juni sind auch Open-Air-Veranstaltungen mit eingeschränkter Teilnehmerzahl wieder erlaubt, Kinos dürfen seit Anfang Juli wieder öffnen. 

Brandenburg

Auch in Brandenburg durften sich zunächst Dauercamper und autarke Camper auf einen Aufenthalt mit Wohnmobil oder Caravan freuen. Seit dem 15. Mai stehen ihnen Campingplätze und Wohnmobilstellplätze wieder zur Verfügung - allerdings ohne Sanitäranlagen. Zum gleichen Zeitpunkt durften in Brandenburg auch Restaurants, Cafés und Kneipen unter Auflagen wieder öffnen. Zu den Auflagen gehören Abstandsregeln, Zugangsbeschränkungen und eingeschränkte Öffnungszeiten. Seit dem 25. Mai sind die Campingplätze auch wieder für nicht-autarke Camper zugänglich. 

Ebenfalls wieder zugänglich sind zurzeit in Brandenburg Spielplätze, Galerien, Museen, Ausstellungen und öffentliche Bibliotheken, sofern der Mindestabstand eingehalten und Warteschlangen vermieden werden können. Stadtrundfahrten, Schiffsausflüge und vergleichbare touristische Angebote sind seit dem 25. Mai wieder erlaubt. Seit dem 28. Mai wurden auch die Kontaktbeschränkungen etwas gelockert: Im Freien dürfen sich nun in Brandenburg bis zu zehn Personen treffen. Ebenfalls seit dem 28. Mai dürfen auch öffentliche und private Indoor-Sportanlagen wie Gymnastik-, Turn- und Sporthallen oder Fitnessstudios wieder öffnen. Auch Freibäder und andere Outdoor-Badeanlagen können jetzt mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder öffnen. Seit dem 6. Juni dürfen Theater, Kinos und Konzerthäuser den Betrieb wieder aufnehmen. Indoor-Bäder einschließlich Spaß- und Freizeitbäder, Trockensaunen über 80 °C ohne Aufgüsse, Thermen, Thermalbäder und sonstige Badeanlagen in geschlossenen Räumen dürfen seit dem 13. Juni wieder an den Start gehen.   

Bremen

In Bremen ist das Dauercamping schon länger gestattet, seit dem 18. Mai dürfen Campingplätze und Wohnmobilstellplätze auch wieder von touristischen Campern genutzt werden, sofern die Betreiber sicherstellen, dass die Regeln des Kontaktverbotes eingehalten werden und ein Schutzkonzept vorliegt. Außerdem sollen der Zugang zu Gebäuden und die Anzahl der Gäste begrenzt werden, damit Abstandsregeln und Kontaktbeschränkungen eingehalten werden können.

Auch Restaurants und Kneipen dürfen in Bremen seit dem 18. Mai unter Einhaltung der gesetzlichen Auflagen wieder öffnen. Unter Auflagen wieder zugänglich sind Spielplätze, Gedenkstätten, Tiergärten, Museen und Geschäfte. Stadtführungen, Ausflugsschifffahrt und weitere touristische Dienstleistungen dürfen seit dem 18. Mai ebenfalls wieder angeboten werden. Freibäder, Badeseen und Hallenbäder dürfen mittlerweile unter bestimmten Auflagen wieder genutzt werden, Saunen, Diskotheken und Clubs bleiben weiterhin bis mindestens Mitte Juli geschlossen. 

Hamburg 

Seit dem 13. Mai dürfen auch in Hamburg autarke Dauercamper und autarke touristische Camper die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze wieder aufsuchen, sofern diese die gesetzlichen Auflagen erfüllen. Die Kapazitätsbeschränkung für die Belegung wurde mittlerweile aufgehoben. Gemeinschaftlich genutzte Saunen und Wellnessbereiche bleiben aber weiterhin geschlossen. Schwimmbäder dürfen seit Anfang Juli wieder genutzt werden. Freibäder dürfen seit dem 2. Juni wieder öffnen und auch Naturbäder und Hallenbäder sind mittlerweile wieder zugänglich. Die Betreiber sind aber verpflichtet, zum Zweck der Nachverfolgung von Infektionswegen die Kontaktdaten der Gäste zu erfassen und vorzuhalten.  

Auch Gaststätten dürfen seit dem 13. Mai unter Auflagen wieder öffnen, ebenso dürfen nun wieder Stadtrundfahrten mit Bussen und Ausflugsschiffen angeboten werden. Allerdings ist hier nur eine Belegung von bis zu 50 % der Gesamtkapazitäten erlaubt. An Bord von Reisebussen und Schiffen gilt neben dem Mindestabstand von 1,50 Meter außerdem die Pflicht, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bereits zugänglich sind in Hamburg die Spielplätze und die Tierparks, seit dem 2. Juni dürfen auch Fitnessstudios und Indoor-Sportanlagen unter Auflagen wieder öffnen. Zum 1. Juli darf man sich in der Öffentlichkeit auch wieder mit maximal zehn Personen treffen - egal, aus wie viele verschiedenen Haushalten diese stammen. Gleiches gilt für private Feiern, die nun wieder mit maximal 25 Personen stattfinden dürfen.

Eine Verschärfung der Auflagen gibt es zum 1. Juli aber für Touristen, deren Wohnsitz sich an einem Corona-Hotspot in Deutschland befindet: Diese dürfen in Hamburg vorerst nicht mehr beherbergt werden - weder in Hotels noch auf Campingplätzen oder Wohnmobilstellplätzen.     

Hessen

Offiziell dürfen Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Hessen seit dem 15. Mai wieder angefahren werden. Dies galt zunächst nur für autarke Camper, da laut Verordnung gemeinschaftliche Dusch- und Waschräume ebenso wie Sauna-, Schwimm-, und Wellnessbereiche geschlossen bleiben mussten. Dauercamper dürfen ihre Parzellen bereits länger nutzen. Mittlerweile dürfen die Sanitäranlagen unter bestimmten Hygiene- und Abstandsauflagen wieder genutzt werden, so dass auch nicht-autarke Camper die Campingplätze wieder nutzen können. Auch zum Campingplatz gehörende Sauna-, Schwimm- und Wellnessbereiche dürfen wieder geöffnet werden, sofern diese ausschließlich von Übernachtungsgästen genutzt werden.   

Seit dem 15. Mai dürfen in Hessen auch Restaurants, Gaststätten, Eisdielen, Bars und Kneipen unter bestimmten Auflagen wieder Gäste empfangen. Auch verschiedene Freizeitaktivitäten wie Kanu fahren oder Schifffahrten zu Ausflugszwecken sind dann unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich. Ebenfalls wieder geöffnet sind unter Auflagen z. B. Botanische und zoologische Gärten, Freilichttheater, Gedenkstätten, Museen, Kulturzentren, Schlösser sowie Konzert- und Opernhäuser. Auch Spielplätze dürfen genutzt werden. 

Mecklenburg-Vorpommern 

In Mecklenburg-Vorpommern dürfen einheimische Dauercamper seit Anfang Mai, Dauercamper aus anderen Bundesländern seit dem 11. Mai wieder ihre Parzellen nutzen. Touristische Camper mit Wohnsitz in Mecklenburg-Vorpommern dürfen ihr Wohnmobil oder ihren Caravan seit dem 18. Mai wieder beziehen, auch Camper aus anderen Bundesländern dürfen seit dem 25. Mai wieder nach Mecklenburg-Vorpommern reisen. Allerdings war die Nutzung der Wohnmobilstellplätze und der Campingplätze hier zunächst auf 60 % der normalen Kapazität beschränkt, dafür waren aber die Sanitärgebäude nutzbar. Seit dem 15. Juni dürfen die Campingplätze in Mecklenburg-Vorpommern wieder mit 100 % Kapazität belegt werden. Zu beachten ist aber, dass laut der Corona-Verordnung in Mecklenburg-Vorpommern Übernachtungen auf Campingplätzen vorab reserviert und registriert werden müssen.     

Gaststätten dürfen in Mecklenburg-Vorpommern seit dem 9. Mai unter Auflagen wieder öffnen, auch Museen, Gedenkstätten, Galerien, Schlösser, Ausstellungen sind zurzeit wieder zugänglich. Seit dem 15. Juni dürfen auch Bars und Kneipen ihre Gäste wieder bewirten, Diskotheken und Clubs bleiben aber weiterhin geschlossen. Die Strände dürfen unter Einhaltung des Abstandsgebots genutzt werden - Strandkörbe können wieder gemietet werden -, und auch die Freibäder dürfen seit dem 25. Mai unter strengen Auflagen wieder öffnen. Outdoor-Spielplätze, Indoor-Spielplätze und Spielhäuser  können ebenfalls wieder genutzt werden. Freizeitparks, Hallenbäder und Spaßbäder dürfen seit dem 15. Juni unter Auflagen wieder Besucher empfangen - ebenso wie Wellnesseinrichtungen und Saunen. Bootsverleihe und die Fahrgastschifffahrt dürfen seit dem 18. Mai ihre Dienste wieder anbieten. Theater, Konzerthäuser und andere Kulturbetriebe dürfen schon seit dem 13. Juni im kleinen Umfang wieder Veranstaltungen anbieten. Zu beachten ist jedoch: Tagestourismus ist in Mecklenburg-Vorpommern nach wie vor nicht erlaubt. Touristen müssen mindestens eine Übernachtung buchen und nachweisen können. Dies gilt nach aktuellem Stand bis mindestens 4. August.   

Niedersachsen 

Dauercamper dürfen in Niedersachsen bereits seit dem 6. Mai wieder auf ihre Parzelle, seit dem 11. Mai sind die Campingplätze auch für touristische Camper wieder zugänglich. Zunächst galten dafür Kapazitätsgrenzen in Sachen Maximalbelegung des Campingplatzes, seit dem 22. Juni wieder eine Belegung mit 100 Prozent möglich. Weiterhin gelten aber spezifische Hygieneregeln für den Sanitärbereich, der aber immerhin wieder geöffnet werden darf. Ebenfalls seit dem 22. Juni dürfen nun bis zu zehn Personen gemeinsam ihren Urlaub auf einer Parzelle auf einem Campingplatz verbringen – unabhängig davon, ob sie aus einem Hausstand kommen oder nicht. Auch Wohnmobilstellplätze dürfen seit dem 11. Mai in Niedersachsen wieder angefahren werden – mittlerweile auch wieder von nicht-autarken Fahrzeugen, sofern der Wohnmobilstellplatz über die entsprechende Infrastruktur verfügt.  

Seit dem 11. Mai sind auch die ostfriesischen Inseln wieder für Camper zugänglich und auch Gaststätten, Restaurants, Biergärten im Freien, Imbisse und Cafés dürfen unter Auflagen wieder öffnen. Diese Auflagen wurden zum 22. Juni erheblich gelockert, so dass jetzt auch bis zu zehn Personen aus mehreren Haushalten gemeinsam ein Restaurant besuchen dürfen. Allerdings bleibt ein Mindestabstand zwischen Personen unterschiedlicher Gruppen Pflicht. Darüber hinaus dürfen Outdoorsportanlagen und Spielplätze wieder genutzt werden, sofern sich die Aktivitäten kontaktarm gestalten lassen und Mindestabstände eingehalten werden können. Freibäder und Outdoorfreizeiteinrichtungen dürfen mit Einschränkungen seit dem 25. Mai wieder betrieben werden. Seit dem 8. Juni dürfen unter Auflagen auch Hallenbäder, Sauna- und Wellnessanlagen sowie Indoorsportanlagen und ähnliche Freizeiteinrichtungen wieder öffnen. 

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen durften Dauercamper über die gesamte Zeit der Corona-Pandemie ihre Parzellen nutzen. Seit dem 11. Mai sind die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze auch wieder für touristische Camper zugänglich. Dabei gibt es weder Einschränkungen im Bereich der Belegung, noch in Sachen Sanitärbereiche, sofern hier strenge Hygieneschutzmaßnahmen umgesetzt werden können. Damit können hier nicht nur Caravaner und Wohnmobilisten ihren Campingurlaub verbringen, sondern auch nicht-autarke Camper mit Campingbus oder Zelt. Generell müssen aber natürlich die geltenden Kontaktbeschränkungen sowie die Mindestabstände dennoch eingehalten werden. Das bedeutet, dass der gemeinsame Besuch von Campingplätzen und die gemeinsame Nutzung eines Caravans, Wohnmobils oder Zelts nur den Personen gestattet ist, die nach § 1 Absatz 2 der CoronaSchVO von den Kontaktverboten im öffentlichen Raum ausgenommen sind. Sofern das Einhalten der Mindestabstände einmal nicht möglich sein sollte, gilt auch auf den Campingplätzen innerhalb geschlossener Gemeinschaftsräume die Maskenpflicht. Autarke Camper sollen außerdem möglichst die eigenen Sanitäreinrichtungen nutzen, um die Sanitärgebäude nicht zu überlasten.   

Ebenfalls wieder geöffnet sind unter Hygieneschutzauflagen Restaurants und Cafés im Innen- und Außenbereich, Museen, Ausstellungen, Galerien, Schlösser, Burgen, Gedenkstätten und ähnlichen Einrichtungen sowie Ausflugsschifffahrt, Touristeninformationen sowie Fahrrad- und Bootsverleihe, Tierparks, zoologische und botanische Gärten, Garten- und Landschaftsparks und auch Freizeitparks. Auch Spielplätze und kontaktarme Outdoor-Sportangebote sowie Fitnessstudios können genutzt werden. Thermen, Schwimmbäder, Spaßbäder und Wellness-Orte dürfen seit Mitte Juni unter strengen Auflagen wieder öffnen, Freibäder dürfen schon seit dem 20. Mai unter bestimmten Voraussetzungen besucht werden.  

Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz hat in einem ersten Schritt seit dem 13. Mai auf autarke Camper gesetzt, so dass zunächst Dauercamper die Campingplätze aufsuchen und autarke Wohnmobilisten die Wohnmobilstellplätze nutzen konnten. Seit dem 18. Mai werden auf den Campingplätzen auch autarke touristische Camper zugelassen. Die Sanitäranlagen blieben aber entsprechend zunächst geschlossen. Nicht-autarke Camper dürfen seit dem 10. Juni wieder in den Campingurlaub in Rheinland-Pfalz starten.  

Außerdem dürfen in Rheinland-Pfalz unter spezifischen Auflagen Restaurants- und Cafés sowohl im Innen- als auch Außenbereich, Museen, Ausstellungen und Galerien sowie Bau- und Kulturdenkmäler den Betrieb wieder aufnehmen. Auch Ausflugsschifffahrten dürfen wieder angeboten und Spielplätze genutzt werden. Kontaktarme Outdoor-Aktivitäten sind ebenfalls zulässig. Seit dem 27. Mai dürfen Freibäder, Fitnessstudios und Indoor-Sportanlagen wieder öffnen, ebenso wie Flohmärkte, Zirkusse, Spielhallen und Spielbanken, Theater, Konzerthäuser und Kleinkunstbühnen. Außerdem sind jetzt wieder Veranstaltungen im Freien mit bis zu hundert Menschen erlaubt. Seit dem 10. Juni dürfen in einer weiteren Stufe Freizeitparks, Innenbereiche von Tierparks und Hallenbäder und Thermen unter Auflagen wieder öffnen.   

Saarland

Im Saarland kann das Camperleben seit dem 18. Mai wieder starten - sowohl für Dauercamper als auch touristische Camper auf Campingplätzen. Auch die Wohnmobilstellplätze dürfen jetzt wieder genutzt werden. Generell ist auf den Campingplätzen im Saarland zunächst eine Vorreservierung Pflicht, gleiches gilt für Wohnmobilstellplätze sofern dies möglich ist. Hintergrund ist u.a. eine stufenweise Begrenzung der Kapazitäten: Seit dem 18. Mai dürfen maximal 50 % der Parzellen und Stellplätze belegt werden, seit dem 25. Mai darf die Belegung auf maximal 75 % erhöht werden und seit dem 2. Juni ist abhängig von den aktuellen Infektionszahlen eine Vollauslastung möglich. Die Sanitäranlagen dürfen unter Auflagen bereits seit dem 18. Mai geöffnet werden, so dass auch nicht-autarke Camper von Beginn an in den Genuss eines Campingaufenthalts kommen konnten. 

Ebenfalls seit dem 18. Mai dürfen im Saarland auch Gastronomiebetriebe wie Gaststätten, Kneipen, Restaurants, Systemgastronomie, Cafés und Bistros öffnen. Die Öffnungszeiten werden aber zunächst auf den Zeitraum zwischen 6:00 und 24:00 Uhr begrenzt und die Bewirtung darf ausschließlich an Tischen stattfinden. Discos, Clubs und Shisha-Bars bleiben vorerst geschlossen. Freibäder, Strandbäder und Hallenbäder dürfen seit dem 8. Juni wieder öffnen. Auch Spielplätze und andere kontaktarme Outdoor-Angebote können genutzt werden. 

Sachsen

Dauercamper dürfen ihre Unterkünfte auf den Campingplätzen bereits seit dem 4. Mai nutzen, seit dem 15. Mai dürfen nun auch touristische Camper die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze nutzen. Auf eine Einschränkung der Kapazität oder der Nutzergruppen wird dabei verzichtet: Da die Sanitäranlagen unter strengen hygienischen Vorschriften öffnen dürfen, können auch nicht-autarke Camper auf dem Campingplatz einchecken. Lediglich die Nutzung von Gemeinschaftsduschen soll untersagt werden.

Seit dem 15. Mai gelten in Sachsen auch in vielen weiteren Bereichen zahlreiche Lockerungen. Unter der Voraussetzung eines jeweils spezifischen und genehmigten Hygieneschutzkonzeptes dürfen beispielsweise Betriebe aus den folgenden Bereichen wieder öffnen: Theater, Musiktheater, Kinos, Konzerthäuser, Konzertveranstaltungsorte und Opernhäuser, Kleinkunst-Spielstätten, Fitness- und Sportstudios, Sportstätten ohne Publikum, Freibäder, Spielbanken sowie Freizeit- und Vergnügungsparks. Hallenbäder sowie Saunen und Wellnesseinrichtungen dürfen unter strengen Auflagen seit dem 6. Juni den Betrieb wieder aufnehmen (Ausnahme Dampfsauna). Bereits seit Anfang Mai dürfen Gedenkstätten, Archive, Museen, Ausstellungen, Galerien, Ausstellungshäuser und Außenanlagen von Tierparks, Botanischen sowie Zoologischen Gärten öffnen. Seit dem 15. Mai dürfen unter bestimmten Voraussetzungen auch wieder Führungen angeboten werden.   

Sachsen-Anhalt 

Sachsen-Anhalt ist in Sachen Campingurlaub etwas langsamer vorgegangen als andere Bundesländer. Ein reiner Campingurlaub war seit dem 15. Mai zunächst nur für in Sachsen-Anhalt ansässige Camper möglich. Nicht-autarke Camper und Camper aus anderen Bundesländern dürfen die Campingplätze und Wohnmobilstellplätze in Sachsen-Anhalt seit dem 28. Mai wieder nutzen. Seither sind auch die Sanitäranlagen und Wellnessbereiche der Campingplätze wieder zugänglich.  

Restaurants und Gaststätten dürfen in Sachsen-Anhalt im Innen- und Außenbereich schrittweise seit dem 18. bzw. 22. Mai unter strengen Auflagen wieder öffnen. Das gilt aber noch nicht für Kneipen, Bars, Diskotheken und ähnliche Betriebe. Schwimmbäder und Sportanlagen dürfen seit dem 28. Mai wieder betrieben werden. Ebenfalls wieder geöffnet sind beispielsweise Spielplätze, Museen und Gedenkstätten. Seit dem 28. Mai dürfen auch weitere Tourismusunternehmen, z. B. Ausflugsschifffahrt und Freizeitparks, den Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen.  

Schleswig-Holstein

Dauercamper durften ihre Parzellen in Schleswig-Holstein seit Anfang Mai wieder beziehen, in einem zweiten Schritt durften seit dem 18. Mai auch autarke Caravaner und Wohnmobilisten ihren Campingurlaub auf Campingplätzen und Wohnmobilstellplätzen in Norddeutschland verbringen. Das galt auch für die Inseln. Voraussetzung war, dass sich die Gäste völlig autark versorgen konnten - Toiletten waren geöffnet, Duschen und andere Gemeinschaftsräume blieben geschlossen. Das galt auch für Schwimmbäder und Saunabereiche. Dafür durften die Plätze aber mit voller Stellplatz-Kapazität an den Start gehen. Seit dem 8. Juni dürfen die Sanitärbereiche der Campingplätze wieder öffnen, so dass nun auch nicht-autarke Camper ihren Urlaub in Schleswig-Holstein verbringen können. Schwimmbäder und Freizeitparks dürfen unter Auflagen ebenfalls wieder besucht werden, die Nutzung von Saunen oder Wellnesseinrichtungen ist ausschließlich einzeln oder für Personen desselben Haushalts erlaubt.      

Auch Gastronomiebetriebe sowie alle Freizeit-Angebote – etwa Ausflugsschifffahrt oder Strandkorbvermietungen – dürfen seit dem 18. Mai wieder geöffnet werden, sofern Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden können. In Schleswig-Holstein haben die Kreise aber die Möglichkeit, für bestimmte Orte Beschränkungen des Tagestourismus anzuordnen, um zu große Touristenströme zu vermeiden. Das kann beispielsweise Parkplatz-Sperrungen, digitale Ticketsysteme für Orte und Strandabschnitte oder auch örtliche Betretungsverbote für Tagestouristen bedeuten. Aktuell sind die Nordseeinseln wie Föhr, Amrum und Sylt sowie die meisten Halligen in Schleswig-Holstein für Tagestouristen wieder freigegeben. 

Thüringen

In Thüringen dürfen die Campingplätze seit dem 15. Mai für alle Camper öffnen. Eine Einschränkung im Bereich der Sanitäranlagen oder in Sachen Aufnahmekapazität gibt es weder für Campingplätze noch für Wohnmobilstellplätze. Die geltenden Abstandsregeln und Hygieneschutzregeln müssen aber natürlich auch hier eingehalten werden. 

Zeitgleich mit den Campingplätzen durften auch die Gaststätten in Thüringen unter Auflagen wieder öffnen. Museen und andere Freizeitangebote unter freiem Himmel stehen wieder zur Verfügung und seit dem 1. Juni dürfen auch Fitnessstudios, Freibäder und Badeseen sowie Vereins-, Sport- und Freizeiteinrichtungen und -angebote in geschlossenen Räumen wieder öffnen, sofern sie die jeweiligen Auflagen erfüllen. Seit dem 13. Juni dürfen auch Hallenbäder, Saunen, Thermen, Kinos und Diskotheken wieder öffnen, sofern entsprechende Hygienekonzepte vorliegen. Thüringen ist außerdem das erste Bundesland, das zum 13. Juni die Kontaktbeschränkungen als Pflicht aufgehoben hat. Seit diesem Zeitpunkt gilt die Einschränkung der Kontakte auf einen weiteren Haushalt oder maximal zehn Personen nur noch als eine Empfehlung.

Ab dem 16. Juli müssen Kontaktdaten in Restaurants, Schwimmbädern und den weiteren oben genannten Einrichtungen nur noch in Innenbereichen erfast werden. Diskotheken, Clubs und andere Einrichtungen sollen bis mindestens Ende August weiterhin geschlossen bleiben. Auch alle weiteren Corona-Maßnahmen sollen bis zu diesem Zeitpunkt weiterhin gelten.  

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