Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in der Schweiz

freeontour
von FREEONTOUR

Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in der Schweiz

Wissenswertes, Verkehrsregeln und Besonderheiten in der Schweiz

Einreise in die Schweiz

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige: Für einen touristischen Aufenthalt benötigen deutsche Staatsangehörige bei der Einreise einen (vorläufigen) Reisepass oder (vorläufigen) Personalausweis, bzw. einen Kinderreisepass.

Einreise von Kindern in die Schweiz: Mitreisende Minderjährige unter 18 Jahren, zum Beispiel Freunde der Kinder, sollten eine amtlich beglaubigte Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten mitführen. 

Einreise von Haustieren in die Schweiz aus einem EU-Land: Hunde, Katzen und Frettchen müssen folgende Voraussetzungen erfüllen, um in die Schweiz einzureisen: Sie benötigen einen EU-Heimtierausweis sowie eine Mikrochip-Kennzeichnung und eine gültige Tollwut-Impfung, die mindestens 21 Tage alt ist. Tiere, die jünger sind als 15 Wochen, dürfen nicht in die Schweiz einreisen. Achtung: In der Schweiz sind Hunde mit kupierten Ohren oder Ruten verboten. Als Urlauber dürfen Sie jedoch mit einem kupierten Hund einreisen, wenn Sie diesen beim Zoll anmelden und eine Kaution zahlen. Diese bekommen Sie bei der Ausreise zurückerstattet.

Achten Sie auch darauf, dass es in der Schweiz keine einheitliche Hundegesetzgebung gibt gibt. Die einzelnen Kantone stellen ihre eigenen Bestimmungen auf - sowohl in Sachen Leinenpflicht als auch in Bezug auf so genannte Listenhunde. Informieren Sie sich daher vorab über die Gesetze an Ihrem Reiseziel. 

Die wichtigsten Verkehrsregeln für Wohnmobil und Wohnwagen in der Schweiz

Tempolimits auf schweizerischen Straßen für Pkw, Camper Vans und Wohnmobile

innerortsaußerorts
SchnellstraßeAutobahn
Pkw50 km/h
80 km/h
100 km/h
120 km/h
Wohnwagen-Gespann
50 km/h
80 km/h
80 km/h
80 km/h
Wohnmobil bis 3,5 t zGG
50 km/h
80 km/h
100 km/h
120 km/h
Wohnmobil über 3,5 t zGG
50 km/h
80 km/h
100 km/h
100 km/h
Bei Geschwindigkeitsverstößen drohen hohe Geldstrafen von 40 CHF/ca. 37 Euro (1 bis 5 km/h zu schnell) über 240 CHF/ca. 220 Euro (16 bis 20 km/h zu schnell) bis hin zu 600 CHF/ca. 550 Euro für noch höhere Verstöße. „Raserei“ wird in der Schweiz sogar mit Freiheitsentzug von bis zu einem Jahr bestraft.

Infos zur Maut in der Schweiz

Bei der Einreise in die Schweiz wird eine Maut fällig. Das System ist einfach: Sie kaufen eine Jahresvignette (2019: 40 CHF, ca. 36,50 Euro) und können 14 Monate lang alle Schweizer Autobahnen und Nationalstraßen benutzen. Nur an zwei weiteren Streckenabschnitten werden zusätzliche Zahlungen fällig: beim Tunnel am Großen Sankt Bernhard und am Munt la Schera. Die Jahresvignette ist für alle Fahrzeuge und Anhänger mit einem Gesamtgewicht bis zu 3,5 Tonnen gültig - und zwar jeweils ab dem 1. Dezember des Vorjahres bis zum 31. Januar des Folgejahres. Die Vignette erhalten Sie direkt an der Grenze und an den Tankstellen in der Nähe der Grenze. Sie können die Vignette aber auch online bestellen. 

Wichtig: Für Anhänger und Caravan ist eine eigene Vignette erforderlich, auch wenn für das Zugfahrzeug bereits eine Vignette vorhanden ist. Diese ist "an einem zugänglichen und nicht leicht auswechselbaren Teil" des Anhängers zu befestigen. Sollte dies aus irgendwelchen Gründen nicht möglich sein, wird toleriert, dass die Vignette auf eine Kopie des Fahrzeugausweises geklebt und mitgeführt wird, damit sie nicht entwendet werden kann.   

Für Fahrzeuge ab 3,5 Tonnen muss die sogenannte „pauschale Schwerverkehrsabgabe (PSVA)“ entrichtet werden. Hier finden Sie Informationen dazu, wie sich diese berechnet

Tankstellen – Öffnungszeiten und Zahlungsmittel in der Schweiz

Die meisten Tankstellen in der Schweiz haben circa von 6 bis 23 Uhr geöffnet, in großen Städten und an den Autobahnen gibt es jedoch auch Tankstellen mit 24-Stunden-Service oder mit Parkautomaten. Bezahlen können Sie in bar oder per Geldkarte.

Allgemeine Verkehrsregeln in der Schweiz

Lichtpflicht:
In der Schweiz herrscht ganzjährig auch tagsüber Lichtpflicht. Denken Sie also stets daran, Ihr Abblendlicht oder die Tagfahrleuchten einzuschalten.

Promillegrenze:
Die Promillegrenze liegt in der Schweiz bei 

0,5 ‰. Verstöße werden mit Geldbußen, Führerscheinentzug und – bei schweren Verstößen – auch mit Freiheitsstrafe geahndet.

Kindersitz im Auto:
In der Schweiz müssen Kinder unter zwölf Jahren im Auto in einem speziellen Kindersitz sitzen, sofern sie kleiner als 1,50 m sind.

Warnwestenpflicht:
In der Schweiz herrscht keine gesetzliche Warnwestenpflicht. Dennoch wird die Mitnahme von Warnwesten im Falle einer Panne oder eines Unfalls empfohlen.

Kennzeichnung von überstehender Ladung:
Grundsätzlich darf die Ladung in der Schweiz nicht über die Fahrzeugbreite hinausragen. Ausnahmen gelten bei unteilbaren Sportgeräten von höchstens 2,55 m Breite auf Sportgeräteanhängern und bei Fahrrädern, die hinten am Fahrzeug befestigt sind, wenn der Überstand nicht mehr als 20 cm pro Seite und die Gesamtbreite nicht mehr als 2 m beträgt. Ebenso dürfen die Scheinwerfer und das Nummernschild nicht durch die Ladung verdeckt werden. Ein Warnschild ist hingegen nicht verpflichtend. Mehr zum Schweizer Gesetz für Ladung finden Sie hier.

Winterreifen und Schneeketten:
Winterreifen sind in der Schweiz nicht generell vorgeschrieben, werden jedoch empfohlen. Denn der Fahrzeuglenker ist verpflichtet, mit einem betriebssicheren Fahrzeug zu fahren. Und da es nicht als betriebssicher gilt, bei Winterverhältnissen mit Sommerreifen zu fahren, ist dies in der Schweiz sogar strafbar. Auf manchen regionalen Strecken sind außerdem Winterreifen und bisweilen auch Schneeketten vorgeschrieben. Außerdem ist für Fahrzeuge bis 3,5 t zGG die Verwendung von Spikereifen zwischen dem 1. November und dem 30. April erlaubt. Einzelne Kantone können diese Periode auch verlängern oder die Nutzung auf bestimmten Strecken zulassen. Machen Sie Ihr Reisemobil also entsprechend fit für den Winter. Mehr Tipps dazu finden Sie hier.

Telefonieren im Fahrzeug:
Das Handy darf im Fahrzeug ausschließlich mit Freisprecheinrichtung für Telefongespräche und zum Navigieren genutzt werden.


Wichtige Adressen und Telefonnummern für Schweiz-Urlauber

Europäische Notrufnummer: 112
Über diese zentrale Notrufnummer, die sowohl übers Festnetz als auch mit dem Mobiltelefon ohne Vorwahl kostenlos zu erreichen ist, erhalten Sie Hilfe durch die ortsansässige Polizei, Feuerwehr, einen Notarzt oder Krankenwagen.

ADAC Notrufnummer: 0049/89/22 22 22
Im Falle einer Panne, eines Unfalls, bei Verlust von Papieren, Diebstahl des Fahrzeugs etc. erhalten Mitglieder 24 Stunden am Tag Unterstützung durch den ADAC Auslandsnotruf.

Deutsche Botschaft in Bern:
Botschaft der Bundesrepublik Deutschland in Bern
Willadingweg 83, 3006 Bern 
Telefon: +41 31 359 41 11
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag nach Terminvereinbarung
Webseite: https://bern.diplo.de/ch-de

Das könnte Sie auch interessieren

FREEONTOUR empfiehlt diese Routen

Diese Seite verwendet Cookies um das Nutzererlebnis zu steigern. Mehr Informationen