Andalusien – Temperamentvolles Spanien trifft mystisches Morgenland

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von Freeontour

Andalusien – Temperamentvolles Spanien trifft mystisches Morgenland

Andalusien zählt zu den schönsten Regionen Spaniens.

Sie ist die Heimat von leidenschaftlichem Flamenco, wilden Stieren und stolzen Andalusier-Pferden, von atemberaubenden Landschaften, pulsierenden Städten und unwiderstehlichen Tapas. Die Einflüsse der Mauren sind bis heute im orientalischen Flair Andalusiens spürbar.

Dank seines milden Klimas, zahlreicher Surf-Spots und dem gut ausgebauten Straßennetz zieht der Süden Spaniens ganzjährig Caravaner an. Auch wir begeben uns auf eine facettenreiche Rundreise entlang der „Costa del Sol“ und der „Costa de la Luz“ und lernen Land und Leute kennen:

Granada – ein spanisches Märchen aus 1001 Nacht

Unsere erste Station ist die Stadt Granada, am Fuße der Sierra Nevada. Berühmt ist sie nicht nur für die weltweit einzigartige Stadtburg „Alhambra“, eines der bedeutendsten Beispiele der arabischen Baukunst, sondern auch für das Skigebiet in den angrenzenden Bergen. Packen Sie also ruhig Ihre Skier ein.

Im T-Shirt in der warmen Mittagssonne mit Bergpanorama sitzen, während „Schneehasen“ mit Snowboards vorbeilaufen? In Granada ist das im Winter Alltag. „Sierra Nevada“ heißt übersetzt „Schneebedecktes Gebirge“. Doch trotz der Nähe zum Berg ist das Klima im Stadtzentrum ganzjährig überraschend mild.

Was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte:

  • Natürlich die weltberühmte Alhambra! Zwischen den prächtigen Palästen, Türmen, Gärten, Wasserspielen, Säulen und Innenhöfen fühlt man sich wie in einem Märchen aus 1001 Nacht. Nicht umsonst gilt die „Rote Burg“ als Paradebeispiel maurischer Kunst. Ihr Bau begann bereits im 9. Jahrhundert. Einst ein Wach- und Aussichtspunkt, wurde sie im 14. Jahrhundert unter den Nasridenkönigen Yusuf I. und Muhammad V. zu einer mächtigen Palastanlage ausgebaut. Nach der Rückeroberung durch die Christen hinterließen auch die spanischen Könige ihre Spuren, was die einzigartige Fusion arabischer und spanischer Elemente erklärt. 
  • Treiben Sie sich in den Bars der Altstadt herum. Wenn Sie ein Getränk bestellen, überrascht man Sie fast überall mit kleinen, kostenlosen Tapas und Appetithäppchen 
  • Besuchen Sie „El Albaicín“, das maurische und älteste Viertels Granadas. Von hier aus genießt man eine schöne Aussicht auf die Alhambra und taucht in einen bunten Kulturmix aus der spanischen und arabischen Welt ein. Der Orient ist nicht nur auf den Märkten voller bunter Stoffe und arabischer Kunst zu spüren, sondern auch in der Gastronomie. Es gibt zahlreiche „Teterías“, also arabische Teestuben, und orientalische Restaurants, in denen man die vielleicht besten Falafel der Welt essen kann 

Naturpark „Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama“

Wir fahren gen Süden in Richtung der „Costa del Sol“, dem südöstlichen Küstenabschnitt Andalusiens. Im Sommer ist er eine Hochburg des Bade-Tourismus, der eine Reihe riesiger Hotels an die Strände gespült hat. Ein völliges Kontrastprogramm zur touristischen Seite der Costa del Solbietet der Naturpark „Sierras de Tejeda, Almijara y Alhama“.

Die Landschaft ist geprägt von gezackten Bergkämmen, tiefen Schluchten, grünen Tälern und zerfallenen Burgen vergangener Zeiten. Die Umgebung eignet sich hervorragend, um bei Wanderungen die andalusische Natur zu erleben. Eingebettet in die bergige Landschaft liegen urige weiße Dörfer, in denen die Uhren deutlich langsamer ticken als in den Städten der Region.

Das weiße Bergdorf „Comares“ ist so ein kleiner, weißer Ort. In den authentischen Restaurants lernt man die traditionelle Bauernküche Andalusiens kennen. Hier stammt das Lamm noch vom Nachbarhof und der heimische Landwein rundet das kulinarische Erlebnis ab.

Im Süden des Parks befindet sich die eindrucksvolle „Höhle von Nerja“. In den 1950-er Jahren entdeckten Kinder aus dem Nachbardorf die uralte Tropfsteinhöhle zufällig beim Spielen. Umso überraschter waren Archäologen, als sie auf Wandmalereien, Knochen und Keramiken aus der Vorzeit stießen. Wissenschaftler vermuten, dass die riesige Höhle zwischen 30.000 und 1.800 v. Chr. von Menschen als Behausung genutzt wurde. Die Besuchszeiten der Höhle sind im Winter vormittags und nachmittags (circa 10–13 Uhr und 16–18.30 Uhr. Nur von Januar bis Mitte Mai ist sie geschlossen).

Bergdorf Casares – Blütenweiße Schönheit

Auf unserem Weg in den Süden Andalusiens fahren wir die wunderschöne Küstenstraße entlang. Ein kleiner Abstecher lohnt sich nach „Casares“, einem kleinen Dorf mit strahlend weißen Häusern, dessen Burg aus dem 15. Jahrhundert wenige Kilometer vom Meer entfernt majestätisch auf einem Berg thront. In den labyrinthartigen Gassen kann man sich stundenlang verlieren.

Der Legende nach verdankt Casares seinen Namen Julius Cäsar. Er soll einst die Heilquellen „Baños de la Hedionda“ in der Nähe des Ortes entdeckt haben. Der wahre Held von Casares ist jedoch Gil Blas Infante. Er wurde 1885 im „weißen Dorf“ geboren und galt als Vater der andalusischen Bewegung. Bis heute wird er gefeiert. Überhaupt lassen die Bewohner von Casares keine Gelegenheit aus, zu feiern. Auf den fröhlichen Volksfesten und in den Restaurants gibt es für die Gegend typische Eintöpfe, Ziegenkäse und Tapas, die man zu jedem Getränk gereicht bekommt.

Tarifa – Surfer-Hochburg und südlichste Stadt Europas

Wir fahren weiter nach Tarifa, am südlichsten Punkt der „Costa de la Luz“ und somit auch Spaniens und Europas. Die „Costa de la Luz“ und ihre Umgebung gelten als rauer, aber auch als unberührter und somit schöner als die vergleichsweise touristische „Costa del Sol“.

Steht man hier am dünenreichen, weiten Sandstrand an der Straße von Gibraltar, sieht man die Umrisse Afrikas, das nur 14 Kilometer Luftlinie entfernt liegt. Mit etwas Glück entdeckt man in der Meerenge Delfine und Wale – Sichtungen sind hier, zwischen dem Atlantik und dem Mittelmeer, häufig. In nur 35 Minuten ist man mit der Fähre im marokkanischen Tanger und taucht in eine völlig andere Welt ein.

Die Windverhältnisse und die raue See machen Tarifa zu einem beliebten Hot-Spot für Kite- und Windsurfer. Abends herrscht lebendiges Getummel in den Bars und der Duft von gegrilltem Fisch weht durch die Gassen der verwinkelten Altstadt.

Cádiz – bunter Karneval in der ältesten Stadt Europas

Weiter geht’s nach Cádiz, einem echten Highlight auf unserer Andalusien-Reise. Nicht umsonst wird es auch „La Habanita“, „das kleine Havanna“, genannt – sein Charme steht dem Original in nichts nach. Daher wurden die Havanna-Szenen des James Bond Films „Stirb an einem anderen Tag“ im Jahr 2002 auch nicht in der kubanischen Hauptstadt, sondern in Cádiz gedreht.

Die Stadt blickt auf eine reiche Geschichte zurück. Die Phönizier, einst ein einflussreiches Seefahrtsvolk, gründeten Cádiz bereits um 1.100 v. Chr. Somit gilt Cádiz als älteste Stadt Europas. Die Stadt, die damals „Gadir“ genannt wurde, war ein wichtiger Handelsstützpunkt mit strategisch günstiger Lage. Später prägten die Karthager, Römer, Westgoten und Mauren die Stadt. Laut Überlieferungen soll niemand geringeres als Christoph Kolumbus seine Reise nach Amerika von Cádiz aus gestartet haben. Außerdem wurde hier im Jahr 1812 die erste schriftliche Verfassung Spaniens veröffentlicht. Heute erinnert ein Denkmal an dieses geschichtsträchtige Ereignis.

Bekannt ist Cádiz auch wegen seines berühmten Karnevals. Er macht jenem in Kölln allemal Konkurrenz. Während der Faschingszeit im Februar verwandelt sich ganz Cádiz in ein einziges, riesiges Straßenfest. Menschen reisen aus ganz Spanien und Europa an, um das schrille Spektakel zu erleben.

Was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte:

  • Durch die Altstadt schlendern! Sie liegt, umrandet von einer Festungsmauer, auf einer kleinen Halbinsel, die man zu Fuß über eine schmale Landzunge erreicht. Man kann einmal ringsherum am Meer die Altstadt umrunden
  • Hoch zur Kathedrale in der Altstadt laufen. Das Barock-Wunder mit neoklassizistischen Elementen ist das größte Bauwerk der Stadt. Von hier oben hat man eine tolle Aussicht und kann die goldene Kuppel des Kirchturms aus der Nähe bewundern
  • Wer mal raus möchte, kann im nahe gelegenen Naturpark „Bahía de Cádiz“ bei einer Wanderung die Landschaft genießen
  • frischen Fisch im Viertel „La Viña“ essen
  • den Flamenco-Tänzern in der „Taberna Flamenca La Cava“ zusehen

Sevilla – Wiege des Flamencos, verlockende Tapas & einzigartige Architektur

Sevilla, die größte Stadt Andalusiens, zählt zweifelsohne zu den schönsten Orten Spaniens. In den zahlreichen Bars bekommt man authentische Tapas satt und Flamenco-Spektakel stehen hier auf der Tagesordnung. Überall schmücken bunte Mosaike und Fliesen das Stadtbild.

Sevilla verfügt über interessante Museen, prächtige Königspaläste, malerische Plätze und Gärten. Zudem ist die andalusische Hauptstadt sehr fahrrad-freundlich. Bei einer ausgedehnten Tour mit den Stadtfahrrädern, die man sich ausleihen kann, lernt man Sevilla am besten kennen.

Was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte:

  • das „Flamenco-Museum“, in dem man neben der spannenden Geschichte des Tanzes auch Flamenco-Spektakel bewundern kann
  • den pompösen Königspalast „Alcázar“, der die goldene Vergangenheit Sevillas beleuchtet
  • die königliche Tabakfabrik „Real Fábrica de Tabacos“, in der heute Vorlesungen der Universität Sevilla stattfinden und die im 18. Jahrhundert Schauplatz der berühmten Geschichte der Oper „Carmen“ war
  • Probieren Sie sich durch das riesige Tapas-Angebot! Zahlreiche traditionelle Tapas-Bars befinden sich rund um den Platz „Alameda de Hercules“, in der „Calle Betis“ im Viertel Triana und in der „Calle Pérez Galdós“ im Viertel Alfalfa
  • Kosten Sie außerdem die lokalen Spezialitäten „Secreto Ibérico“ (Filet vom Iberico ­Schwein), „Carrillada de cerdo“ (Schweinebäckchen) oder, vegetarisch: „Espinacas con Garbanzos“ (Spinat mit Kichererbsen). Ein süßer Klassiker ist natürlich das schmackhafte, frittierte Gebäck „Churros con Chocolate“
  • Flanieren Sie durch das ehemalige jüdische Viertel „Barrio Santa Cruz“ mit seinen traditionellen Handwerks-Läden, das zu den schönsten der Altstadt gehört

Córdoba – Blumenmeere und die berühmte „Mezquita“

Kommen wir zur letzten Station unserer Rundreise durch das faszinierende Andalusien: Córdoba. Die Stadt im Norden Andalusiens steht vor allem für die wohl schönsten Innenhöfe ganz Spaniens und die „Mezquita“ - eine einzigartige Mischung aus einer Kathedrale und einer Moschee.

Córdobas traditionelle Altstadt kann man wunderbar zu Fuß erobern. Lassen Sie es sich nicht entgehen, hier und da in einen Innenhof zu gucken: Die sogenannten „Patios“ werden von den Einwohnern mit bunten Blumen geschmückt, denn jeder möchte den nächsten Wettbewerb des schönsten Innenhofes gewinnen, der jährlich im Mai stattfindet.

Was man sich auf keinen Fall entgehen lassen sollte:

  • Einen Besuch in der gigantischen „Mezquita“, mit ihren eindrucksvollen Säulen, bunten Fliesen und schönen Gartenanlagen
  • Essen im Food-Court „Los Patios de la Marquesa“, im ehemaligen jüdischen Viertel „Judería“. Von typischen Gerichten aus der Region Córdoba bis zur arabischen Küche gibt es hier eine riesige kulinarische Auswahl
  • Zu den lokalen Spezialitäten zählen beispielsweise „Salmorejo“ (kalte, dickflüssige Suppe aus Tomaten, Knoblauch, Brotkrümeln, Olivenöl, Essig und Salz), „Flamenquín“ (paniertes Schweinefleisch mit Serrano-Schinken umwickelt), „Rabo de toro“ (Ochsenschwanz) und „Berenjenas con miel“ (frittierte Auberginen mit Honig)
  • Man sagt, die besten spanischen Olivenöle stammen aus der Region Córdoba. Kosten Sie verschiedene Öle in den Geschäften der Altstadt

Camping in Andalusien:

Der Süden Spaniens verfügt über zahlreiche Campingplätze. Zwar haben nicht alle während den Wintermonaten geöffnet – dafür wird Freistehen aber an vielen Orten geduldet. 


Mehr Infos zu Camping-Urlauben in Spanien finden Sie hier.

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