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Routen
Rurufer - Radweg
BE - DE - NL
174 Kilometer 4 Tage 12 Wegpunkte
tco61
Klaus

Rurufer - Radweg BE - DE - NL

Naturnahes Radwandern auf dem neu gestalteten RurUfer-Radweg zwischen der Rur-Quelle im Hohen Venn bei Botrange (Belgien) und der Mündung in die Maas bei Roermond (Niederlande). Wir lieben Flussradwege und unser Wohnmobil. Die Verbindung von Beidem ist nicht ganz trivial. Es gibt eigentlich nur zwei Möglichkeiten: 1 - Man fährt eine Strecke und diese dann auch wieder zurück, um wieder an das Womo zu kommen. 2 - Man fährt eine Etappe und nutzt ÖPNV um wieder zurück zur kommen und das Womo nachzuholen/umzusetzen. Vor- und Nachteile: 1 - Der Fluß ist dann doppelt so lange, da alle Strecken doppelt gefahren werden. Manchmal ist das nicht so schlimm, sieht die Route auf dem Rückweg plötzlich ganz anders aus oder es fallen andere Dinge ins Auge. Wählt man den Stellplatz in der Mitte der Etappe, kann man einen Tag nach "hinten", den nächsten Tag nach "vorne" fahren, steht somit immer zwei Tage und setzt dann auf die nächste Etappenmitte um. 2 - An den größeren Flüssen wie Rhein und Main sind oftmals auch gute und häufig befahrene Bahnstrecken mit denen man wieder zurück kommt, um das Womo nachzuholen. Bei kleineren Flüssen gestaltet sich das schwieriger und man muss immer noch den Fahrplan im Auge behalten, was während der Tour zu einem gewissen Druck führt. Auch die Entfernung von Bahnhof und Stellplatz, die man dann zu Fuß bewältigen muss eine Rolle oder man muss mit dem Rad in die Bahn. Bei der Rur haben wir eine Kombi ausprobiert.

Von ehemaliger Bahnhof Kalterherberg nach Roermond, Niederlande
Tag 1
ehemaliger Bahnhof Kalterherberg
Küchelscheid 36, 4750 Bütgenbach, Belgien

wird heute als Draisinenstation genutzt. Guter Ausgangspunkt für die Anfahrt zum Ausgangspunkt der ersten Etappe. 

Haben großen Parkplatz. KEIN ausgewiesener WOMO-Stellplatz. Wir haben dort übernachtet und es hat keinen gestört.

RurUfer-Radweg - Vorschlag Etappe 1
Von Signal de Botrange, dem im Hohen Venn gelegenen höchsten Punkt Belgiens geht es über das ehemalige Tuchmacherstädtchen Monschau durch das tiefe Kerbtal der Rur bis zur Rurseenplatte.

Wer sich zu Rurquelle im belgischen Venn begibt glaubt zunächst nicht, dass dieser verwunschene Ort nur wenige Kilometer von Aachen, Eupen oder Lüttich entfernt liegt. Hier, am höchsten Punkt Belgiens erwartet den Besucher ein ungewöhnlicher Lebensraum und ein in Mitteleuropa einzigartiges Ökosystem, ein Hochmoor ungewöhnlicher Größe. Das Städtchen Monschau lädt jeden Radfahrer ein, zu rasten, die Innenstadt zu erkunden und Flair der ehemaligen Hochburg der Tuchermacherei zu genießen. Durch das tiefe Kerbtal der Rur geht es Richtung Rurseenplatte. Hoch aufragende Schieferfelsen begleiten die kleine Straße und die sich anschließenden abseits gelegenen Wege, die durch das Tal bis Einruhr führen.

Der nächste Abschnitt des RurUfer-Radweges thematisiert neben den großen aufgestauten Wasserflächen den einzigen Nationalpark in NRW, den Nationalpark-Eifel. Sie erleben das Revier, in dem Wildkatze, Spechte und Mauereidechsen das Sagen haben und wo der Mensch „Natur Natur sein lässt“. Der RurUfer-Radweg läuft entlang der beiden Ufer des Rursees. Die Strecke rechts des Ufers durchquert den Nationalpark, links herum treffen Sie noch auf den Wassersportort Woffelsbach, bevor Sie den Zielort Heimbach erreichen.


Strecke 65,3 km

Dauer 4:30 h

Aufstieg 303 hm

Abstieg 793 hm

Höchster Punkt 693 hm

Tiefster Punkt 204 hm


Quelle: outdooractive.com

Unsere Etappe 1

Ausgehend vom Bahnhof Kalterherberg fahren wir zunächst an der alten Bahnlinie um dann den Startpunkt des RurUfer-Radweges Signal de Botrange zu erreichen.

Auf dem gleichen Weg wieder zurück und weiter nach Monschau. Der Plan war, dass nur ich zurückfahre um das Womo zu holen und den Stellplatz in Monschau für die nächste Übernachtung zu nutzen.

Nachdem wir den Stellplatz Monschau https://www.promobil.de/stellplatz/stellplatz-am-vennbad-5a143c59f28b876f71468351.html gesehen haben disponierten wir um und fuhren nach Ruhrberg. 

Womo Stellplatz Rurberg
In den Brüchen 52, 52152 Simmerath, Deutschland

https://www.promobil.de/stellplatz/wohnmobilstellplatz-rurberg-588f1ff7721d54a528161964.html


Schön gelegen am Badesee. Hat alles, was ein ordentlicher Stellplatz braucht, außer einem Bäcker. Leider recht hochpreisig.

Tag 2
Unsere Etappe Tag 2

Zurück nach Monschau geht es durch ein schmales Tal, das sich die Rur hier gegraben hat. 

Viel Fachwerk und schöne alte Häuser lassen erahnen, dass in Monschau mal viel Geld verdient wurde. Die Stadt ist gut erhalten und lebt heute vom Tourismus.

Wieder zurück am Rursee haben wir es hier mit einer ganz anderen Landschaft zu tun. Klar, der Mensch hat eingegriffen und diesen See aufgestaut. Mit vielen Seitenarmen, die wohl durch einige Zuflüsse gestaltet wurden geht es nach Heimbach. Als Weg zurück zum Stellplatz nutzen wir hier als kleine Abkürzung die andere Seeseite.

Anschließend setzen wir noch um nach Heimbach.

Wohnmobilhafen Heimbach
An der Laag 4, 52396, Heimbach, Germany

https://www.promobil.de/stellplatz/wohnmobilhafen-heimbach-588f207a721d54a528162585.html


Direkt am Bahnhof gelegen ist zum einen natürlich praktisch, aber auch laut, wenn die Züge kommen. Es kommen aber nicht viele und in der Nacht hören wir gar nichts. Auch die direkt anschließende Straße ist so stark befahren, dass uns das stört.

Tag 3
Etappe 2: Heimbach - Jülich

Zerklüftete Gesteinsformationen, Burgen und wild aufragende Felstürme sowie eine sanft gewellte Börde-Landschaft mit Ackerflächen und künstlich angelegten Flussarmen stecken diese Etappe ab. Düren mit seinem 50er Jahre-Charme, Jülich mit seinen Festungsbauwerken sowie das Indeland, das sich mitten im Strukturwandel vom Braunkohletagebau zu einer neuen Landschaft befindet prägen des Weiteren diese Etappe des RurUfer-Radwegs.


Von Heimbach geht es entlang des nördlichen Teiles im Nationalpark und unterhalb der hoch aufragenden Buntsandsteinfelsen Nideggens zum letzten Stausee der Rur. Unbedingt anschauen sollten Sie die Fischtreppe in Obermaubach, die es Wanderfischen ermöglichen wird, ihren normalen Lebenszyklus in die Laichgewässer der oberen Flussabschnitte wieder aufzunehmen. Danach verschwinden die Berge und große Auwälder umsäumen die Rur bis Düren. Ein Abstecher in die Kreisstadt lohnt, um dort am verkehrsberuhigten Marktplatz zu pausieren oder eines der Museen zu besuchen. Weiter geht es nach Jülich. Dort warten mindestens drei Besonderheiten. Bevor die Stadt erreicht wird, reizt der Besuch des Braunkohletagebaues Inden. Dieser kann mit einer 12 km langen Schleife umrundet werden. Der stählerne Indemann lädt zum Aufstieg und zu einem grandiosen Rundumblick.

In Jülich unbedingt auch die Zitadelle aus der Renaissance und den Brückenkopf-Park aus napoleonischer Zeit besuchen. Hier kann die dritte Etappe beendet werden.


Strecke 48,8 km

Dauer 3:30 h

Aufstieg 77 hm

Abstieg 208 hm

Höchster Punkt 221 hm

Tiefster Punkt77 hm


Quelle: outdooractive.com


Da der Wohnmobilhafen in Heimbach direkt am Bahnhof liegt und Jülich ebenfall einen Bahnhof hat, bietet es sich hier an, die Etappe komplett zu fahren und das Womo nachzuholen, indem einer mit dem ÖPNV zurück fährt. Dies hat auch sehr gut funktioniert, aber etwas mehr als 2,5 h gedauert.

Stellplatz am Brückenkopf-Park
Rurauenstraße 11, 52428, Jülich, Germany

https://www.promobil.de/stellplatz/stellplatz-am-brueckenkopf-park-588f200b721d54a528161b7b.html


Ausreichend Platz, auch für sehr große und Riesenmobile. In die Stadt zieht es sich schon ein bisschen. Fahrrad ist da von Vorteil

Tag 4
Etappe 3: Jülich - Roermond
Die dritte Etappe führt Sie entlang der Bördenlandschaft von Jülich nach Roermond. Neben einer idyllischen Flussauenlandschaft bietet die Tour auch einige historische und kulturelle Highlights. Von Burgen und Herrenhäusern über verschiedene Museen bis hin zu Relikten aus Zeiten des Steinkohlebergbaus, gibt es viel zu entdecken.

Das Land wird immer flacher, die Rur immer ruhiger und die Fahrt immer gemütlicher, je weiter man nach Norden kommt. Linnich hält das Glasmalerei-Museum vor und dann geht es auch schon weiter ins Heinsberger Land. Sie fahren zwischen Wiesen und Weiden durch die weite Flussauenlandschaft, vorbei an Herrenhäusern und Wasserschlösschen (Haus Großkünkel, Haus Kleinkünkel, Rittergut Grittern, Burg Wassenberg, Haus Effelt), idyllischen kleinen Orten und verschiedenen Seen (Adolfosee in Ratheim, Effelder Waldsee). Der Hückelhovener Ortsteil Hilfarth war in früheren Zeiten für die Herstellung von geflochtenen Körben und anderen Gegenständen aus Weidenzweigen bekannt. Wie eine Perlenkette reihten sich die Korbmacherdörfer in früheren Jahren aneinander. Das Museum in Hückelhoven-Hilfarth erzählt die Geschichte der Korbmacherei an der Rur und lädt die Besucher zum Mitmachen ein. Fördertürme und Bergehalden in Hückelhoven und Ratheim erinnern dagegen an die ehemaligen Zeche Sophia-Jacoba und die Bedeutung des Steinkohlebergbaus in der Region. Zum Ende der Tour geht es dan über die Grenze Richtung Roermond, das mit seinen zahlreichen Geschäften und Cafés zum Bummeln und flanieren einlädt.


Strecke 56,2 km

Dauer 2:30 h

Aufstieg 49 hm

Abstieg 92 hm 

Höchster Punkt79 hm

Tiefster Punkt 17 hm


Quelle: outdooractive.com

unser Tag 4: Jülich - Hückelhofen und zurück

ca. die Hälfte der Etappe drei haben wir uns vorgenommen. Das ist die Stadt Hückelhofen. Die Strecke hatte keine wesentlichen Highlights und Hückelhofen auch nicht. Deswegen hatten wir ausreichend Zeit nach Roermond umzusetzen, wo wir reserviert hatten - und das war auch gut so.

Roermond, Niederlande
De Ster 26, 6041 LP Roermond, Niederlande

https://www.promobil.de/stellplatz/camperplaats-helenawerf-588f1d5d721d54a52815d2b6.html


Ist schon ein großer Vorteil hier reservieren zu können. Wahrscheinlich hätten wir ansonsten sehr weit außerhalb der Stadt gestanden. Die Preise sind ordentlich. Wir haben hier aber auch schön und ruhig gestanden.

unsere letzte Etappe: Von Roermond nach Hückelhofen

wir haben jedoch kurz vorher schon wieder umgedreht, da der Vatertagstrubel in D doch viel heftiger war als im niederländischen Abschnitt unserer Tour. 

Wir haben dann noch dem Designeroutlet Roermond einen Besuch abgestattet und unsere Rur-Tour damit abgeschlossen.