Unfortunately, we don't support your browser (Internet Explorer) anymore, some functionalities could not work. Click here to get information on how to upgrade your browser.

Routen
Roadtrip Niederlande
nanuqwomoblog
nanuqwomoblog
Öffentlich

Roadtrip Niederlande

Wir haben einen Roadtrip durch die Niederlande gemacht. 25 Tage waren wir unterwegs und haben viel erlebt und gesehen. Geholfen haben uns die Tipps, die wir hier aus der Community erhalten haben. Dafür schon einmal pauschal ein herzliches Danke. Unseren Reisen könnt ihr hier auf freeontour.com folgen, auf youtube.com/nanuqwomoblog, auf Facebook oder Instagram


Routeninfo
1245 Kilometer
24 Tage
37 Wegpunkte

Reisebericht

Allgemeine Reiseinformationen
In den Städten erhält man in der Touristeninformation (VVV) Informationen, Karten und evtl. auch kostenlose Führer. Evtl. kann man da auch Tickets für den ÖPNV bekommen.
Der ÖPNV wird mittels einer Chipkarte bezahlt. Diese kauft man am Automaten und lädt sie mit Guthaben auf, dass je nach Strecke abgebucht wird. Mann muss bei jedem Ein- und Aussteigen Ein- bzw. Auschecken. Das gilt auch für das Umsteigen. www.ov-chipkaart.nl
Amsterdam City Card
Fahrradtouren sind in den Niederlanden einfach zu planen. Es stehen an mehr als 1.000 Punkten in den Niederlande Tafeln mit dem Bild der Provinz. Darauf sind die Knotenpunkte sowie die jeweilige Entfernung vermerkt. Wenn man weiß, wie viele Km man fahren möchte, einfach passende Strecke zusammenstellen und die Knotenpunkte in der Reihenfolge merken. Die Routen zwischen den Knotenpunkten sind dann beschildert. Die ANWB (www.) bietet die Knotenpunktkarten auch zum Kauf an (ca. 7,95€ je Karte). Außerdem hat die ANWB an vielen Gaststätten und Campingplätze Pannensets (Fietsserviceboxen) mit Flickzeug, Luftpumpen und Erste Hilfe Sets zur kostenlosen Nutzung eingerichtet.

Tag 1
Campingplatz Mainkur
Frankfurter Landstraße 107, 63477, Maintal/Frankfurt am Main, Germany
Nachdem unsere Planungen abgeschlossen sind starten wir heute Abend zu unserem Roadtrip durch die Niederlande. Wir haben aus dem Internet noch einige gute Vorschläge bekommen und wir werden sehen, welche wir davon umsetzen können.

Parkplatz Aggerstadion, Taubengasse, Troisdorf, Deutschland
Taubengasse 199, 53840 Troisdorf, Deutschland
Die erste kurze Etappe zu unserem Zwischenziel ist geschafft. Der Stellplatz am Aggerstadion für 2 Mobile ist kostenlos. Das Aggerstadion war sogar FIFA WM Quartier 2006. Wie immer wenn wir nach der Arbeit losfahren gab‘s Sushi zum Abendessen.

Tag 2
Fort Sint Pieter, Luikerweg, Maastricht, Niederlande
Luikerweg 71a, 6211 ED Maastricht, Niederlande
Erste Station in Maastricht war das Fort Sint Pieter, eine Festung, um 1700 erbaut. Neben den Kanonenbestückten Galerien hat man noch einen schönen Blick auf Maastricht. Das Highlight aber sind die Grotten, oder besser Minen, die im Sint Pietersberg sind. Denn der Berg besteht im Wesentlichen aus Kalkmergel, einem Gestein, das überwiegend aus den Skeletten prähistorischer Tiere besteht. Und dieser Stein war sehr begehrt. Schon die Römer haben ihn abgebaut und auch im Kölner Dom wurde er vielfach verbaut. Und über die vielen Jahrhunderte wurden so insgesamt 22.000 Gänge mit einer Gesamtlänge von 230 km in den Fels gesägt (die Blöcke wurden von Hand aus dem Berg gesägt). Die Gänge reichen von Maastricht bis nach Belgien und wurden als Schmugglerroute, zur Champignonzucht, für den Anbau von Chicorée oder als Zufluchtsort der Bevölkerung in Kriegszeiten genutzt.

Maastricht Marina, Hoge Weerd, Maastricht, Niederlande
Hoge Weerd 20, 6229 AM Maastricht, Niederlande
Wir stehen während unseres Aufenthalts auf diesem Platz an einem Sportboothafen. Den mussten wir allerdings reservieren, denn dieser Platz ist sehr beliebt.

Tag 3
Maastricht, Niederlande
Heute haben wir uns die Stadt angesehen. Wie viele alte Städte, ist auch hier der Altstadtkern sehr überschaubar und gut zu Fuß zu erkunden. Mit den Rädern ging es vom Stellplatz in 10 Minuten zur Hooge Brugg über die Maas. Die St. Servatiusbrücke aus dem 13. Jh., die Festungsanlage „Fünf Köpfe“ und das „Höllentor“ waren die ersten Sehenswürdigkeiten. Nächstes Ziel war die "Onze-Lieve-Vrowenbasilik", einer ehemaligen Stiftskirche aus dem 11. und 12. Jh. Teile des Westwerks stammen von einem ehemaligen römischen Kastell. Nicht weit entfernt befindet sich die "Bischopsmolen", die älteste noch im Betrieb befindliche Wassermühle Hollands. Das Mahlwerk kann man besichtigen, im angeschlossenen Café die Produkte der Bäckerei probieren.

Vrijthof

Weiter geht's zum "Vrijthof", dem zentralen Platz Maastrichts. Da hier das ganze Jahr über Veranstaltungen stattfinden, z.B. im Juli die Konzerte von André Rieu, ist es schon etwas besonderes, ihn leer zu sehen. Der Name ist übrigens Programm, denn seit der Römerzeit wurde er als Friedhof und Hinrichtungsstätte genutzt; 1485 wurde William I. de la Mack, das "Wildschwein der Ardennen", hier hingerichtet und 1535 wurden hier 15 Wiedertäufer verbrannt. Direkt am Platz liegen die zentrale Wache, die Sint Jans Kerk und die Sint Servaesbasilik. Die St. Servatiusbasilika wurde im 10. und 11. Jh. direkt über der Krypta mit dem Grab des Hl. Servatius, des ersten Bischofs Maastrichts, erbaut. Sie beherbergt auch eine Schatzkammer mit dem Schrein des Hl. Servatius, im Volksmund als "Noodkist" bezeichnet, da der Heilige bei vielen Notlagen angerufen wird. Die Sint Janskerk war leider wegen der Abschlussfeier der Studenten geschlossen, so dass wir den Blick über Maastricht vom 79m Turm nicht genießen konnten.


Bücherei Domenicanen
Das Dominikanerkloster ist im Laufe der Geschichte aufgelöst worden und die Klosterkirche wurde umgewidmet. Sie ist heute eine Buchhandlung und viele sagen, die schönste Buchhandlung der Welt. Auf jeden Fall eine absolut gelungene Umwidmung bei der der Charakter der Kirche erhalten geblieben ist, so wie es auch in der Church in Dublin, heute eine Bar und Restaurant, der Fall ist. Das Café ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Stadhuis

Der andere große Platz in Maastricht ist der Marktplatz. Für das Rathaus aus dem 17. Jh., das eigentlich in der Mitte des Platzes stehen sollte, mussten zahlreiche Wohnhäuser weichen. Bemerkenswert sind die beiden Treppenaufgänge. Sie wurden gebaut, damit der weltliche Herrscher und der Fürstbischof zeitgleich das Gebäude betreten konnten, ohne dass der eine dem anderen den Vortritt lassen musste. Der Ratssaal ist ebenenfals absolut symmetrisch gebaut, damit für beide Herrscher alles genau gleich aussah. Im Turm des Rathauses befindet sich ein Glockenspiel mit 49 Glocken und wir haben den Glockenspieler Maastrichts, der auch erster Violinist im Johann-Strauss-Orchester von André Rieu ist, getroffen. Er hat uns das Glockenspiel erklärte und ein kleines Konzert gegeben. Bei einem Lied durfte ich ihn sogar auf dem Glockenspiel begleiten.

Auf dem Marktplatz findet Mittwochs und Freitags ein Markt statt, Samstags ist Flohmarkt. Ebenfalls auf dem Marktplatz befindet sich eine Statue von Johannes Minckeleers, der das Leuchtgas erfunden hat, das nicht nur für Straßen- und Wohnungsbeleuchtung genutzt werden konnte, sondern auch für Ballone.


Tag 4
Thorn, Niederlande
Waterstraat 7, 6017 AJ Thorn, Niederlande
Thorn, die "Stadt der weißen Häuser" ist einen Besuch wert. Unser Ziel war der Stellplatz für 3 Mobile (3 € Tagespreis), von dem aus man die Stadt gut zu Fuß erkunden kann. Im Touristenbüro (VVV) im Museum an der Kirche (ebenfalls ein Museum) bekommt man einen Plan mit den verschiedenen Stationen. Die Abtei, zu der auch die Kirche gehört, war einmal eine Benediktinerabtei und wurde später in einen Stift für reiche adlige Damen umgewandelt. Bis die Franzosen 1794 in die Stadt einmarschierten. Der Stift wurde aufgelöst, die Abtei abgerissen, nur die Kirche blieb erhalten. Dafür führten die Franzosen eine Fenstersteuer ein, die die Thorner reduzierten, indem sie mit den Abbruchsteinen aus der Abtei ihre Fenster verkleinerten und die Häuser zur Tarnung neu tünchten. Daher auch "Weiße Stadt". Thorn ist umgeben von ca. 15 kleinen Kapellen. Die größte und schönste ist die Kapel onder de Linden aus dem 17. Jh. Wer Pfannkuchen mag, der ist im entsprechenden Restaurant bei der Kirche sehr gut aufgehoben.

Tag 5
Roermond
De Ster 26, 6041 LP Roermond, Niederlande
Für unseren Besuch in Roermond haben wir uns auf den Stellplatz "Helenawerf" gestellt. Von hier aus ist man schnell in der kleinen Altstadt und im angrenzenden Designeroutlet mit ca. 185 Geschäften und einer Reihe Restaurants. In der Stadt sind das Rathaus mit Glockenspiel, die Kathedrale und das Münster sehenswert.

Tag 6
Camping Waterhout
Trekvogelweg 10, 1316 AM, Almere, Netherlands
Da wir unser Kajak dabei haben, wollen wir natürlich auch ein wenig damit fahren. Wegen der vielen Binnenseen und -meere sowie der vielen Kanäle ist die Provinz Flavoland ideal. Wir haben uns für Almere entschieden und machen 3 Tage auf dem Camping Waterhout Station. Almere selber ist die jüngste, modernste und grünste Stadt der Niederlande und bietet eigentlich keine wirklichen Sehenswürdigkeiten. Dafür aber Natur pur - ideal zum Radfahren, Wandern und für Wassersport. Auf dem Campingplatz kann man sich Kanus mieten. Während unseres Aufenthalts war Sommersonnenwende mit einem traumhaften Sonnenuntergang.

Tag 7
Tag 8
Tag 9
Lelystad, Niederlande
Trintelhaven 1, 8242 PZ Lelystad, Niederlande
Auf Grund eines Tipps haben wir den Weg über Markerwaarddijk, der das Ijsselmeeer und das Markermeer trennt genommen und wir wurden nicht enttäuscht. Eine schöne Fahrt. Aber wer über diesen Deich fährt, muss einfach einen Stopp im "Road House Checkpoint Charlie" einlegen. Das Essen ist lecker, ganz besonders gut soll der Apfelkuchen mit Sahne sein. Seinen Namen "Checkpoint Charlie" , hat mir der Inhaber erzählt, spielt darauf an, dass man den Deich von Osten nach Westen (oder umgekehrt) überquert und das Road House 1989 kurz nach dem Mauerfall eröffnet wurde. Eine Hommage an das Ende des Kalten Krieges also.

Camping Alkmaar
Bergerweg 201, 1817 ML, Alkmaar, Netherlands
Lange haben wir unsere Reiseplanung immer wieder angepasst, alles um den 24. Juni herum geplant. Denn an diesem Tag wollten, nein, mussten wir in Alkmaar sein. Denn jeden Freitag findet in Alkmaar der berühmte Käsemarkt statt. Das Touristenevent - mit Käsewaage, Käseträgern, Marktständen und was sonst noch so dazu gehört. Und es hat nicht nur geklappt, das Wetter hat auch noch mitgespielt. Der Stellplatz ist im Stadtteil Bergen, aber der Weg mit dem Fahrrad ins Zentrum von Alkmaar ist einfach und dauert nur gut 10 Minuten. Der Weg ist einfach und wurde uns gut erklärt.

Tag 10
Käsemarkt Alkmaar
Der Käsemarkt selber läuft folgendermaßen ab: die Käse werden in langen Reihen auf dem Marktplatz gestapelt. Die Käseträger holen mit ihren Tragen (25kg) jeweils 8 Käselaibe (je 12-15kg) ab und bringen sie zum Wiegen. Danach bringen Sie die Tragen zu den Karren, die den Käse dann (früher) zu den Händlern gefahren haben. Heute werden Sie zu LKWs zum Abtransport gebracht. Direkt im Gebäude der alten Käsewaage ist auch das Käsemuseum untergebracht, in dem sich alles um den Käse dreht. Heute wird in Nordholland nur noch Gouda produziert, früher war es aber meist Edamer. Und die Altstadt rund um den Käsemarkt ist wirklich sehenswert; kleine Gässchen mit verschiedenen Läden, historische Häuser, Restaurants... ideal zum bummeln.

Beatles Museum
All you need is Love... Auch wenn sich der Weg vom Käsemarkt entlang des Kanals zum Beatles Museum im Gewerbegebiet etwas zieht (gut 15 Min.), für einen echten Beatles Fan ein absolutes Muss. 15 € pro Person sind schon ein stolzer Preis, aber dafür gibt es die größte Beatles-Sammlung in Europa. Dort ist alles zusammengetragen - von Fakten, Bildern, Platten, Souvenirs; interessantes, seltenes aber auch skurriles. Und man hat die Möglichkeit, wie die vier einmal über den berühmten Zebrastreifen auf der Abbeyroad zu laufen (Kamera und Stativ vorausgesetzt). Die ebenfalls enthaltene Elvisausstellung war uns dann doch zu viel des Guten, ebenso wie die kleine Sammlung zu den verschiedenen (illegalen) Piratensendern, die in den 60er und 70er Jahren auf See ihr musikalisches "Unwesen" trieben. Und wer nicht genug bekommen kann - zum Museum gehört nicht nur der übliche Museumsshop sondern auch noch ein gut bestückter Plattenladen mit Singels, LPs und CDs aus den 60er, 70er und 80er Jahren. Wir sind länger geblieben als gedacht. Müde und etwas geschafft ging's zurück zu unseren Rädern, die wir bei der Grote Kerk abgestellt hatten und zurück zum Womo, denn "It's been a hard day's night..."

Tag 11
Jachthaven de Grashaven
Visserseiland 221, 1621 NH, Hoorn, Netherlands

Als Stellplatz haben wir uns den Park-/Stellplatz im Jachthafen ausgewählt. Er liegt am Ende des Hafens hinter einem Werftbetrieb. Die Anmeldung erfolgt in der Hafenmeisterei. Von hier aus ist man schnell in der Innenstadt.