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Routen
Frankreichs Atlantikküste 2018
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Öffentlich

Frankreichs Atlantikküste 2018

Unseren großen Urlaub verbrachten wir 2018 in Frankreich, genauer an Frankreichs Westküste. Dazu sollte es ursprünglich zunächst von Frankfurt aus in die Gegend von La Rochelle gehen und dann, immer der Küste entlang, Richtung Süden. Allerdings haben wir uns unterwegs aus verschiedenen Gründen entschlossen, die Route ab Chambord umzudrehen, also zunächst durch das Hinterland Richtung Süden und dann an der Küste Nordwärts. Weitere Informationen und Tipps rund ums mobile Reisen findet ihr auch auf unserer Homepage nanuq-womoblog.de, auf Youtube unter youtube.com/NanuqWomoBlog oder auf Facebook unter facebook.com/nanuqwomoblog


Routeninfo
3428 Kilometer
24 Tage
39 Wegpunkte

Reisebericht

Tag 1
Campingplatz Mainkur, Frankfurter Landstraße, Maintal, Deutschland

Wie immer starteten wir von unserer "Basisstation" am Abend, um dem Berufsverkehr des Rhein-Main-Gebiets zu entgehen und um schon ein Stück weit in Richtung Ziel zu gelangen.


Reisemobilhafen
Im Blumengarten,, 66450 Bexbach, Deutschland

Der Stellplatz für 35 Mobile befindet sich am Wald, die Wiesenplätze sind nicht parzelliert. V/E steht außerhalb des Platzes zur Verfügung, war aber bei unserem Besuch wegen Sturmschadens außer Betrieb. Es gibt Strom, eine schöne Grillecke, einen Kräutergarten und in der Nähe im Blumengarten auch WC. Die Platzgebühr wird 2x am Tag kassiert.

Ein Tipp zur Anfahrt: Gebt als Wegpunkt/Zwischenziel das Saarländische Bergbaumuseum ein. Sonst landet ihr evtl. wie wir am falschen Ende des Platzes und dann ist die Einfahrt etwas schwierig zu finden.


Tag 2
Semécourt, Frankreich
1 Voie Romaine, 57280 Semécourt, Frankreich

Wann immer wir nach Frankreich fahren, stoppen wir zunächst einmal hier um uns mit Vorräten einzudecken. Wir ihr auf den Fotos seht, nur das Allernötigste...


Vitry-aux-Loges, Frankreich
56 Rue Gambetta, 45530 Vitry-aux-Loges, Frankreich

Nach unserem Einkauf sind wir weiter gefahren, bis wir keine Lust mehr hatten, weiter aber, als geplant. Bei dem Übernachtungsplatz, den wir uns als Ersatz ausgesucht hatten, handelt es sich um einen kleinen Parkplatz für 6 Mobile (mit etwas gutem Willen der anderen Wohnmobilisten und der Anwohner passen auch mal 9 Mobile hin) direkt am Canal d'Orleans. Der Platz verfügt über V/E, aber keinen Strom. In der Nähe gibt es einen Bäcker, so dass für frische Croissants und Baguette gesorgt ist.


Tag 3
Chambord, Frankreich
3-67 Rue de la Grange aux Dîmes, 41250 Chambord, Frankreich

Chambord - Traumschloss an der Loire und ein absolutes Muss wenn man in der Gegend ist. Als Jagdschloss erbaut ging es durch einige Hände, auch Moritz von Sachsen war einige Jahre der Besitzer. Als Anerkennung für seine Erfolge als Französischer Marschall.

Auf dem weitläufigen Schlossgelände befindet sich un unmittelbarer Nähe zum Schloss der Stellplatz. Nur von wenigen Plätzen aus ist das Schloss allerdings zu sehen. Die Plätze sind parzelliert und geschottert, bieten aber am Platz selber keinen Service. Es gibt eine zentrale V/E Station. Es kann, wie in unserem Fall, schon mal passieren, dass eine Veranstaltung auf der großen Wiese neben dem Stellplatz stattfindet; in unserem Fall ein 75 jähriges Firmenjubiläum. Dann kann es die Nacht über schon mal ziemlich laut werden. Unsere Entschädigung war ein großes Feuerwerk im Rahmen der Feier...


Tag 4
Bellac, Frankreich
7 Rue des Tanneries, 87300 Bellac, Frankreich

Wir hatten uns entschlossen, unsere Tour einfach umzudrehen, also zunächst durch das Landesinnere bis Bordeaux zu fahren, um dann der Küste entlang Richtung Norden zu reisen. Zwischenstation auf dem Weg nach Rocamadour, einem Tipp aus Facebook von Sylvia war Bellac, ein kleiner Ort, der im Jahre 12. Jahrhundert Stadtrechte erhielt. Seehenswert sind vor allem die Kirche Notre Dame und die alte Brücke.

Der Stellplatz für 5 Mobile liegt direkt an einem Park und dem Flüsschen, ruhig und schön. Die Plätze sind asphaltiert und markiert. Der Platz ist kostenlos, es gibt ein paar hundert Meter weiter eine Station für V/E. Die Toiletten dort wollten wir abder dann doch lieber nicht nutzen.

Fazit: ein schöner Ort und eine sehr ruhige Nacht.


Tag 5
Martel, Frankreich
5167F Place des Consuls, 46600 Martel, Frankreich

Ein schöner kleiner Ort mit einer mittelalterlichen Altstadt. Schöne kleine Gässchen, eine offene Markthalle aus dem 18. Jahrhundert mit original erhaltenem Dachstuhl (Markt Mittwochs und Samstags) sowie der Kirche "St. Maur de Martel". Der Platz, kostenlos aber ohne Service, liegt fußläufig zur Altstadt und ab Abends ruhig.

Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbracht haben, die Stadt ist einen Abstecher wert.


Tag 6
Lacave, Frankreich
D23, 46200 Lacave, Frankreich

Im Tal der Dordogne gibt es mehrere Tropfsteinhöhlen, von denen die Gouffre de Padirac, die Grottes de Cougnac sowie die von uns besuchten Höhlen von Lacave. Die Gouffre de Padirac, in der man nicht fotografieren darf, bietet die Besonderheit, dass man erst einmal mit einem Aufzug 75m durch ein großes Loch in der Höhlendecke nach unten fährt und Teile in der Höhle mit dem Boot zurück legt. Die Grottes de Cougnac bietet prähstorische Höhlenmalereeien und Lacave faszinierende Tropfsteinformationen und eine Führung, die man via App auch auf Deutsch verfolgen kann. Mit einer Grubenbahn geht's 400m in die Tiefe und von dort zu Fuß mit Guide durch mehrere Höhlen.


Rocamadour, Frankreich
5213F Rue de la Couronnerie, 46500 Rocamadour, Frankreich

Rocamadour - dieses Städtchen hatten wir so gar nicht auf unserem Reiseplan. Aber ein Tipp aus der Facebook-Gruppe "Wohnmobile und Reisemobile, das schönste Hobby der Welt" führte uns dahin. Dafür ein ganz herzlicher Dank an Sylvia.

Rocamadour ist eine mittelalterliche Pilgerstadt mit einem Bischofspalast und einer Vielzahl von Kirchen und Kapellen, auf engstem Raum auf und an den Fels gebaut. Neben dem Mont Saint Michel ist Rocamadour tatsächlich die zweitbekanneste und -besuchte Sehenswürdigkeit in Frankreich. Und dank der Empfehlung von Park4Night standen wir auf einem Parkplatz am Fuße der Stadt mit einem unbezahlbaren Blick auf Rocamadour. Für uns eins der Highlights dieses Urlaubs und auf jeden Fall auch einen Umweg wert. 


Tag 7
Camping La Pelouse
jean - jacques Rousseau 8 bis, 24100, Bergerac, Frankreich

Der Camping La Pelouse ist ein "Camping Municipal", der anscheinend in private Hände gegeben wurde. Das junge Betreiberpaar ist bemüht, den Platz wieder auf Vordermann zu bringen. Allerdings mit der Folge, dass wegen Arbeiten an den Wasserleitungen nur das ältere der beiden Waschhäuser zur Verfügung stand.

Der Platz selber ist ein Wiesenplatz und parzelliert mit Stromanschlüssen am Platz, V/E und Brötchenservice. Die Ausfahrt ist ein wenig knifflig, da sie etwas steil ist und der Einblick in die Querstraße durch Mauern behindert wird.

Was diesen Platz unschlagbar macht ist die Tatsache, dass die Stadt von dort aus in gut 10 Minuten zu Fuß zu erreichen ist.


Tag 8
Bergerac, Frankreich
2 Rue des Faures, 24100 Bergerac, Frankreich

Cyrano de Bergerac - diese tragische Figur in dem Theaterstück von Edmond Rostand, unvergleichlich verfilmt mit Gérard Depardieu war für uns der Grund, dieser Stadt einen Besuch abzustatten. Natürlich ist es eine fiktive Gestalt, dennoch... 

Bergerac ist eine kleine und im Stadtkern alte und charmante Stadt. Nicht reich an Sehenswürdigkeiten aber dennoch sehenswert. Besonders lohnt sich das Tabakmuseum, dass sich der Historie des Tabakgenusses in Europa widmet und eine bedeutende Pfeifensammlung aufweist. Hier erfährt man, wie der Tabak seinen Weg von Amerika nach Europa nahm, wie er in den verschiedenen Epochen konsumiert wurde und dass es sich beim Tabak durchaus auch um eine Heilpflanze handelt, zum Beispiel gegen Migräne.

Weiterhin zu empfehlen sind die Kirche St. Jacques mit Glockengiebel und Holzbalkon, die Gässchen und kleinen Plätze und nicht zuletzt die Statue des Cyrano de Bergerac auf dem Place de la Mirpe.


Tag 9
Pauillac, Frankreich
5 Rue Lucien Teyssier, 33250 Pauillac, Frankreich

Das ADAC Tour Set® schreibt über Pauillac: Der schöne Ort Pauillac am Ufer der Gironde ist die Weinhauptstadt des Médoc. Er verdankt sein Renommee vor allem den berühmten Schlössern, die sich im Norden zwischen üppigen Rebhängen aufreihen..."

Und das ist leider genau der Punkt: die Stadt selber hat nicht wirklich viel zu bieten. Abseits von der bescheidenen Strandpromenade gibt es nicht mehr viel, das einen Besucher interessieren könnte. Das Touristenbüro oder -zentrum bietet Weinseminare und Verkostungen (kostenpflichtig), das Personal ist gelinde gesagt etwas abweisend. Da nützt auch die große Auswahl an Weinen der verschiedenen Genossenschaftswinzer nichts, denn ein Etikett ist geduldig. Da sind wir von der Toskana anderes gewöhnt. Einziges Highlight: auf die Deutsche Städtepartnerschaft scheint man offensichtlich sehr stolz zu sein.

Wir haben uns hier daher nicht lange aufgehalten und sind entlang der Rebflächen und Chateaus weiter Richtung Soulac-sur-Mer.


Aire de Camping-cars
Boulevard de l'Amélie 31, 33780, Soulac-sur-Mer , Frankreich

Soulac-sur-Mer - ein kleines Städtchen an der Atlantikküste. Ein Badeort mit einigen schönen Häusern der Belle Epoque, dessen Küstenlinie allerdings massiv durch das Meer bedroht ist. Im Wesentlichen haben wir dort zum Übernachten gehalten, denn der Stellplatz liegt direkt in den Dünen mit schönem Blick auf das Meer und die Dünen. Einschlafen bei Meeresrauschen - das hat schon was.

Wir haben noch eine Fahrradtour in den Ort selber unternommen, aber bis auf die üblichen Strandläden war alles geschlossen. Vorsaison eben.


Tag 10
Royan, Frankreich
73 Rue Font de Cherves, 17200 Royan, Frankreich

Royan, am nördlichen Ufer der Gironde-Mündung gelegen haben wir mit der Fähre in gut 30 Minuten erreicht. Von der Fähre aus erschließt sich die Weite der Gironde-Mündung, eine Fahrt, die sich nicht nur aus Zeitgründen lohnt. Abgesehen davon lieben wir Fähren.

In Royan hat uns eigentlich nur die Markthalle in der Rue Henri Mériot interessiert. Neben der Architektur gibt es dort täglich alles, was Meer und Region an kulinarischem zu bieten haben. Wir haben in einem Wohngebiet in der Nähe (15 Min. zu Fuß) geparkt, hätten aber auch einen Parkplatz ganz in der Nähe bekommen können. Da müsst ihr eben mal ein bisschen suchen und probieren. Die offiziellen Wohnmobilplätze sind auf jeden Fall viel zu weit entfernt.


Aire De Camping Car
Boulevard Philippe Daste, 17480 Le Château-d'Oléron, Frankreich

Der Stellplatz liegt etwas außerhalb von Le Chateau-d'Oléron. Vom Strand ist der Platz durch die Straße getrennt. Die Stadt erreicht man mit dem Fahrrad in ca. 5 Minuten.

Der Platz ist groß, die Stellplätze nicht direkt parzelliert, manche verfügen über eine Betonplatte, so dass man seine Campingmöbel sauber aufstellen kann. Das Waschhaus ist einfach aber sauber, die Duschen bieten heißes Wasser (das ist nicht überall wirklich heiß).

Wir finden, ein guter Ausgangspunkt, sich den Ort anzusehen und mit 10,50 auch nicht wirklich teuer.