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Routen
7161 Kilometer 32 Tage 90 Wegpunkte
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Vom Niederrhein auf die Lofoten und zu den Fjorden

Start am 14.08.22 in Goch. Über die A 1 zum ersten Zwischenstopp in Sittensen.

Von Goch, Deutschland nach Wohnmobilstellplatz Sittensen, Sittensen, Deutschland
Tag 1
Goch, Deutschland
47574 Goch, Deutschland
Stellplatz bei der Wassermühle
Mühlenstraße, 27419, Sittensen, Deutschland
Nach stressfreier Fahrt gelangten wir zum ersten Stopp in Sittensen. Wir ergatterten einen der 6 kostenfreien Stellplätze an der Wassermühle. Sehr schöner kleiner Ort mit Fachwerk und Grünanlagen. Eisdiele in der Nähe mit leckerem Eis. Später noch einen Döner. Sehr warmer, dennoch schöner Tag. Guter Einstieg in die Tour.
Wohnmobilstellplatz Sittensen, Sittensen, Deutschland
27419 Sittensen, Deutschland
Tag 2
Fyrkatvej
Hobro, Dänemark

Parkplatz am Winkingermuseum Fyrkatvej direkt an der ehemaligen Burg. Man fährt am Wikingerdorf vorbei und gelangt zur Burg. Die freundliche Dame an der Kasse erlaubte uns die Stehzeit. Wir zahlten Eintritt und besichtigten die ehemalige Wikingerburg und die Gräber. Am Abend spazierten wir zwischen zwei Seen zum Wikingerdorf und konnten es gut besichtigen, obwohl schon geschlossen war. Herrliche Gegend. Wir tranken am Abend mit einer Dame aus Braunschweig ein Glas Wein. Später kamen noch 5 weitere Wohnmobile. Nachts konnten wir das WC benutzen. Toll.

Vikingemuseet Fyrkat, Fyrkatvej, Hobro, Dänemark
Fyrkatvej 37B, 9500 Hobro, Dänemark
Tag 3
Hirtshals Havn, Norgeskajen, Hirtshals, Dänemark
Norgeskajen 11, 9850 Hirtshals, Dänemark
Kristiansand ferjeterminal, Vesterveien, Kristiansand, Norwegen
Vesterveien 21, 4613 Kristiansand, Norwegen
Songnabben Camping
2100, Skarnes, Norwegen
Nach dem schönen Stopp in Hobro brachen wir um 9 Uhr auf. Wir kamen zeitgerecht an der Fähre Hirtshals an. Der Check in verlief unproblematisch. Wir standen an dritter Stelle vorne im Schiff. Während der ruhigen dreistündigen Fahrt genossen wir das tolle Buffet der Color Line. Nach Ankunft in Kristiansand kamen wir zügig auf die Autobahn Richtung Oslo. In Oslo reger Verkehr. Daher wollten wir die Stadt hinter uns lassen und fuhren entgegen unserer vorherigen Planung bis zum Campingplatz Songnabben. Dort hatten wir an der Schranke Glück, weil eine junge Dame gerade vorfuhr und den Check in vornahm. Wir hatten eine ruhige Nacht am schönen See.
Tag 4
Engerdal
Engerdal, Norwegen
Nach der erfrischenden Dusche fuhren wir gegen 10 Uhr vom Campingplatz und Richtung Kongsvinger. Wir fuhren über die 205 u. 202 durch das Wald- u. Seengebiet Finnskogen. Recht einsame Straßen führten uns über Filsa u. Elverum bis Engerdal. Dort machten wir auf dem Rasteplaats Isterfossen Stopp. Nach tollem Wetter über Tag kippte es in Regen um. Wir spendierten 3 jungen NL-Kanufahrern einen heißen Kaffee. Sie nächtigten unter einer Plane. Mit dem Kanu sind sie eine Woche auf dem Isterfossen unterwegs. Der Platz liegt zwar an der Straße, es war in der Nacht aber ruhig. Neben uns parkte ein zweites Womo.
Isterfossen Rasteplass, Sømådalen, Norwegen
Engerdal, Norwegen
Tag 5
Strindmo Gård Camping
Strindmo, 7760, Snåsa, Norwegen

Zuerst fuhren wir über die 28 am Fermundensee vorbei. Wir streiften dabei den Fermundsmarka Nationalpark mit vielen schönen Seen und reich an Wald. In der UNESCO Weltkulturerbe - Stadt Røros machten wir Halt. Ein interessanter Ort mit seinen vom Kupfer-Abbau geschwärzten Holzhäusern. Der Ort wirkt rustikal, aber gepflegt. Und mit den Gras bewachsenen Dächern umweltbewusst. Wir genossen leckeren Kakao und erstmalig die für Norwegen bekannten Zimtschnecken in einem urigen kleinen Café. Wir zahlten Parkgebühren, stellten leider aber später fest, dass man am Museum der alten Kupferfabrik kostenlos hätte parken können. Von Røros aus fuhren wir über die 30 am Fluss Gaula entlang. Wir streiften dabei die Ausläufer des Forollhogna Nationalparks mit seinen Berg-Birken-Hängen. Die dortige Vegetation ist mit Flechten übersät. Alles schimmerte hellgrün. Unterwegs grüßten uns 4 Rentiere und 1 Elch. Er kam uns auf der Straße entgegen und querte dann. Ein Schnappschuss gelang. Im Gaudalental gibt es diverse Höfe und Hütten. Oft weiden Schafe direkt an der Straße. Bei Støren fuhren wir auf die E6 und passierten Trondheim und anschließend den gleichnamigen Fjord. Wir nächtigten am Campingplatz Strindmoen am Snåsvatnet. Der Campingplatz ist einfach, aber sauber ausgestattet. Durch eine Unterführung gelangt man zum See, wo wir einen schönen Sonnenuntergang fotografierten. Im hinteren Teil des Geländes rauscht ein kleiner Wasserfall Richtung See. Trotz der Bahn und Straße haben wir gut geschlafen. Die Dusche am Morgen war auch okay.

Tag 6
Artic Circle Center A6
Von Snåsa aus fuhren wir entlang dem See zur E6. Beim Larksforsen machten wir Pause und besichtigten den dortigen breiten Wasserfall. Natürlich machten wir Fotos am Tor zum Nordland. (Trøndelag bei Trofors ) Dort trafen wir auf eine Gruppe deutscher Busurlauber, mit denen wir uns kurz unterhielten. Wir übernachteten auf einem Parkplatz kurz vor dem Polarkreis Zentrum. Hier gab es eine kleine Hütte mit WC. Vom Parkplatz aus führte ein kleiner Zuweg an den Fluss Ranelva. Dort wuchsen viele Pilze, die wir aber nicht anrührten. Neben uns parkten noch ein weiteres Womo und ein LKW. Etwas weiter ist ein Stellplatz direkt am Artic Center. Dort am Polarkreis besichtigten wir die Monumente und die Steinmännchen. Es war morgens nicht sehr voll, allerdings der Örtlichkeit entsprechend schon recht kühl.

Nordlandsporten, E6, Trofors, Norwegen
E6 111, 8680 Trofors, Norwegen
Laksforsen, Trofors, Norwegen
Laksforsen, Grane, Norwegen
Arctic Circle Center, Saltfjellveien, Storforshei, Norwegen
Saltfjellveien 1850, 8630 Storforshei, Norwegen
Tag 7
Offersøy
Norwegen
Wir fuhren mit der Fähre Bognes - Lodingen und machten anschließend auf der den Lofoten vorgelagerten Insel Hinnøya einen Abstecher zum Feriencenter Offersøy. Wir suchten uns einen Stellplatz und meldeten uns an. Der Grasplatz war stark aufgeweicht und mit Stromanschluss versehen. Hätten wir auf Strom verzichtet, wäre ein toller Stellplatz etwas weiter unten direkt am Meer die bessere Wahl gewesen. Die Aussicht von dort ist einfach schön. Auch die zur Anlage gehörenden roten Fischerhütten fügen sich wunderbar in die Landschaft ein. Wir verbrachten hier eine Nacht und genossen den Sonnenuntergang.
Offersøy Feriesenter AS, Vestbygd, Norwegen
Offersøy, 8412 Vestbygd, Norwegen
Tag 8
Stø Camping
Myre, 8430, Norwegen
Morgens lag Nebel über den Rorbuern. Unterwegs immer wieder schöne Ansichten. Über die Insel Hinnøya ging es zur Brücke Sortlandsbrua Richtung Vesterålen. Diese Brücke verbindet Hinnøya mit Langøya auf den Vesterålen. Die Brücke bei Sortland beeindruckt und öffnet den Blick auf den Sortlandsund. Vorbei am Lifjorden fuhren wir bis Stø. Ziel Whale Watching. Wir besuchten zuerst das Artic Whale Tours Büro, konnten dort aber erst am Abend jemanden antreffen. Also fuhren wir ein Stück weiter zum Stellplatz. Wir hatten einen Stellplatz direkt am Wasser ausgesucht. Der Platz und die Sanitäranlagen sind sonst eher rustikal und profitieren wohl von der Nähe zu den Waltouren. Am Abend erfuhren wir, dass angesagter Sturm die nächsten beiden Tage keine Ausfahrt zulassen würde. Wir entschlossen uns, zu bleiben.

Sortlandsbrua, Sortland, Norwegen
Tag 9
Stø Camping, Fiskeværsveien, Stø, Norwegen
Fiskeværsveien, 8438 Stø, Norwegen

Über Tag war es stark windig. Deshalb stellten wir das Wohnmobil Nähe der Rezeption ab. Trotz des Windes und leichten Regens wanderten wir vom Stellplatz Sto aus in Richtung Nyksund bis zum Sandstrand Skipssand. Die Wanderung Dronningruta ist leicht beschwerlich und war wegen der feuchten Wege nicht ganz einfach, machte aber Spass. Am Abend nahm der Sturm zu. Es wurde so heftig, dass wir vom Platz herunter fuhren und das Womo auf dem unbefestigten Parkplatz davor abstellten. Dort war es durch vorgelagerte Felsen etwas geschützter. Wenig später folgten weitere Camper unserem Beispiel. Dennoch zerrte der Sturm die ganze Nacht an unseren Nerven. Es ging aber alles gut.

Tag 10
Oppmyre Camping und Wal-Safari
Oppmyreveien 53, 8430, Myre, Norway

Zwei Nächte reichten uns auf dem Platz in Stø. Deshalb nahmen wir einen etwas längeren Anfahrtsweg in Kauf und stellten uns für eine Nacht auf den gepflegten und idyllisch gelegenen Platz Oppmyre Camping bei Myre mit seinen vorbildlich ausgestatteten und sauberen Sanitäranlagen. Jedem Stellplatz für die Wohnmobile mit Blick zum Fjord ist eine Holzplattform als Terrasse zugeordnet.  Am Mittwoch schien die Sonne und wir konnten endlich an der Walsafari teilnehmen. Das Meer war noch rau. Uns halfen die angebotenen Tabletten des Veranstalters. Das Team bemühte sich sehr und so konnten wir Finn,- Pott- und Schwertwale in freier Natur erleben.  Von den Orcas sahen wir mehrere Gruppen. Die Tour wurde mit Sichtung einiger Seeadler abgerundet.  Insgesamt ein beeindruckendes Erlebnis. Leider wollte jeder das beste Foto schießen und den schönsten Film machen, wie wir natürlich auch. Deshalb herrschte an der Reling immer großes Gedränge. 


Tag 11
Parkbucht Mitnattsolveien Stronstad
Am 24.8.22 wollten wir wieder etwas Zeit aufholen und fuhren mehrere Stunden.  Unterwegs sahen wir Kraniche und Elche.  Wir nahmen die Fähre Melbu nach Fiskebøl und verließen so die Vesterålen in Richtung Lofoten. Gegen Abend fanden wir eine schöne Parkbucht und genossen den Sonnenuntergang mit direktem Blick auf den Morfjord.

Midnattsolveien, Laukvik, Norwegen
Midnattsolveien, 8315 Laukvik, Norwegen
Tag 12
Eggum, Stellplatz

Am Morgen schien die Sonne von einem tiefblauen Himmel. Wir fuhren weiter durch eine Bilderbuchlandschaft. Ziel war der Fischerort Henningsvær. Vorbei an einem Traumstrand und an hohen Felswänden gelangten wir zum Parkplatz vor der Brücke. 2 Stunden freie Parkzeit. Also zu Fuß über die Brücke und den Ort angeschaut. Im Hafen sehenswert. Wir gingen bis zu den Rorbuer, was sich aber nicht lohnte. Zurück zum Auto wurde es mit der Zeit knapp. Am Parkplatz stand bereits eine Kontrolle der Kommune. Es reichte gerade. Ziel sollte Gimsøysand sein, was wir aber irgendwie verpassten. Also landeten wir in Eggum. Die Zufahrt zum Naturreservat und dem Stellplatz ist durch eine Toreinfahrt zu erreichen. Fährt man hindurch weiter, so gelangt man zum Kiosk unterhalb des von den Deutschen im Krieg errichteten Turmes, jetzt eine Ruine. Im Kiosk zahlt man den Stellplatz und kann das WC mitbenutzen. Wir hatten eine tolle Sicht auf das Meer und wanderten in Richtung Unstad. Viele Schafe waren zu sehen, die teilweise hohe Steilwände bevölkerten. Wir nahmen das Kunstwerk Head in Augenschein. Und auch sonst gibt es viel zu sehen. Zu dieser Zeit war es nicht überfüllt. Abends sind die Lichtspiele überwältigend.


Henningsvær, Norwegen
Eggum rasteplass, Eggumsveien, Bøstad, Norwegen
Eggumsveien, 8360 Bøstad, Norwegen
Tag 13
Hauklandstrand, Stellplatz Voegeveien

Von Eggum aus fuhren wir zuerst das Winkingermuseum bei Borg an. Interessant aufgemacht und für manch nettes Bild sehr geeignet. Danach gelangten wir zum Haukland Beach, einem wirklichen Traumstrand. Wie vorher gelesen, fuhren wir auf eine Wiese vor dem Strand, nachdem wir das Seil der Zufahrt entfernt hatten. Wie angekündigt, dauerte es nicht lange bis ein älterer Herr kassieren kam. Zwar gab es keinen Service, die Lage animierte uns aber zu 2 Nächten. Ein erster Spaziergang am Strand ließ uns herrliche Ansichten erfahren. Und wie schon vorher, steigerten sich unsere Begeisterung für die Natur am Abend.


Haukland Beach, Uttakleivveien, Leknes, Norwegen
Hauklandstranda, Uttakleivveien 200, 8370 Leknes, Norwegen
Tag 14
Uttakleiv-Strand

Für den 27.8. nahmen wir uns die Wanderung zum Uttakleiv Beach vor. Wir wählten zuerst die Route über den Berg. Es ging steil hoch und teilweise über größere Stufen und Felsen. Trittsicher sollte man sein und rutschfeste Schuhe haben. Weil Regen angekündigt war, nahmen wir auch wetterfeste Kleidung mit, was sich dann auch lohnte. Oberhalb des Grates fing es an zu regnen und es stürmte auch ganz gut. Wir mieden die Steigung zum Mannen und wanderten bergab zum Uttakleiv-Strand. In einer Höhle mit Bank fanden wir Schutz und machten ein Päuschen. Der Blick auf den ebenfalls tollen Strand munterte uns auf. Zurück ging es bei Wetterbesserung über den Stellplatz Uttakleiv um den Berg herum. Überall tolle Motive. Am Abend suchten wir zwecks Ent- u. Versorgung den dortigen Stellplatz auf. Zu ihm gelangt man durch einen Tunnel. Die Straße endet hinter dem Strand. Wir mussten doppelt bezahlen, weil wir Wasser aufnahmen. Wir empfanden das als Nepp, zumal kein Schild darauf hinwies. Trotzdem erlebten wir bei schönem Wetter noch einen herrlichen Abend am Hauklandstrand.


Uttakleiv strand, Uttakleivveien, Leknes, Norwegen
Uttakleiv strand, Uttakleivveien 238, 8370 Leknes, Norwegen
Tag 15
Nusfjord/ Reine / Å
Norwegen
Eigentlich hatten wir die Wanderung zum Kvalvika Beach geplant. Wir hatten auch schon die beiden Brücken bei Fredvang passiert, als es sich dermaßen zuzog, dass nur Dauerregen zu erwarten war. Wir entschlossen uns dann zu einer Fahrt nach Nusfjord und anschließend nach Reine und Å. Die Fahrt nach Nusfjord ist für sich schon spektakulär, führt die Strecke doch an einer Steilwand entlang. Mehrere kleine Wasserfälle rieseln steil hinunter. Dazwischen der Fjord. Nusfjord selber nahmen wir wegen des Regens nur im Vorbeifahren mit. Dann fuhren wir über Reine zum Dörfchen Å. Dort probierten wir die berühmten Zimtschnecken und trafen am Parkplatz auf ein Pärchen aus Straelen, einem Nachbarort unseres Heimatstädtchens. Wir wurden nett begrüßt. Å ist nett anzuschauen. Auf dem Rückweg fanden wir an der Hauptstraße einen schönen Parkplatz mit Blick aufs Wasser. 

Nusfjord, Norwegen
Reine, Norwegen
Å, Norwegen
Å i Lofoten, Norwegen
Tag 16
Moskenes Fergen Bodø, Moskenes - Værøy, Sørvågen, Norwegen
Moskenes - Værøy, 8392 Sørvågen, Norwegen
Svartisengletscher

Die Lofoten verabschiedeten sich von uns mit einem herrlichen Regenbogen 🌈 über Reine. Wirklich vorbildlich die dortige kostenfreie Entsorgungsstation. Dank dafür. Wir nahmen die Fähre Moskenes nach Bodø. Von dort machten wir einen Abstecher zum Saltstraumen, dem stärksten Gezeitenstrom Europas, fanden es aber zumindest bei unserer Besichtigung wenig spektakulär. Anschließend machten wir Kilometer und fuhren über Fauske und auf der E36 Richtung Svartisengletscher. Unterwegs entdeckte meine Frau zwei Elche auf einer Wiese.  In Höhe Røssvoll führte eine Straße zum Gletscher. Wir parkten auf einem Waldparkplatz ziemlich in der Einsamkeit. Nur ein Bulli mit Bikern parkte in der Nähe. Die Zufahrtstraße zieht sich. Es empfiehlt sich die Zufahrt zur Anlegestelle zu nehmen. Dort gibt es schöne Stellplätze, was wir aber nicht wussten. Entgegen der Ankündigung fuhr das Boot in den letzten Augusttagen nicht mehr über den See. Wandern war also für den nächsten Tag angesagt...


Svartisdalveien, Skonseng, Norwegen
Svartisdalveien, 8615 Skonseng, Norwegen
Svartisen Rana, Svartisvatnet, Skonseng, Norwegen
Svartisvatnet, 8615 Skonseng, Norwegen
Tag 17
Wanderung zum Svartisengletscher

Am Morgen fuhr der benachbarte Bulli davon. Wir selber wollten zum Gletscher und liefen erst einmal 2 km die Zufahrtsstraße entlang. Wir kamen zum Bootssteg, stellten dort aber fest, dass der Betrieb eingestellt war. Zudem sahen wir, dass hier der eigentliche Stellplatz war. Wir hatten an der Zufahrtsstraße einen Automaten gesehen, wo man wahrscheinlich die Stellzeit hätte bezahlen können. So aber kostete es außer Kraft für uns nichts...Letztere sollte aber noch eine Rolle spielen. Ein Schild wies an dem menschenleeren Ort daraufhin, dass ein Pfad am See entlang zur Anlegestelle und von dort weiter zum Gletscher führt. Strecke 14 km hin u. zurück. Da meine Frau sich das nicht zutraute, wollte ich allein gehen. Im nächsten Moment fuhr jedoch ein Van mit einem Ehepaar aus Eschwege vor. Auch diese wollten eigentlich das Boot nutzen. Da es nicht mehr fuhr, entschlossen wir Männer, uns zusammen auf den Weg zu machen. Es ging dann ständig bergauf und bergab, vorbei an Tümpeln, durch Morast, über und unter Ästen hinweg und war sehr kraftraubend. Die Frauen wanderten auch ein Stück den See entlang. Bereits auf dem Hinweg fand ich es sehr anstrengend. Als der Weg nicht aufzuhören schien, gelangten wir endlich zu der Anlegestelle des Bootes. Nun waren es noch 3 Kilometer über Felsplatten und Anstiege. Dann endlich der Gletscher...Toll anzusehen in seinem Blau. Mein Begleiter war sehr fit und lief bis zum Gletscher. Ich selber machte Fotos aus der Distanz. Ich ruhte mich aus, denn der gleiche schwere Weg musste zurück gegangen werden. Ich muss ehrlich gestehen, dass ich bei der Wanderung an meine Grenzen stieß. Mehrere Atempausen waren notwendig. Ich war meinem Begleiter dankbar, dass er an meiner Seite war. Dennoch schaffte auch ich es zurück, war aber fix und fertig.  Allein hätte ich vermutlich den Gletscher nicht aufgesucht und wäre umgekehrt. Allerdings trafen wir auch junge Leute, die diese Strecke gut bewältigen konnten. In meinem Alter allerdings fand ich es schwierig. Und auch unsere Frauen war ziemlich geschafft. Dankbar nahmen wir das Angebot an, in dem Van bis zu unserem Womo mitzufahren. Vom Parkplatz aus fuhren wir dann nur noch bis Røssvoll, wo wir auf dem schönen Stellplatz ausruhten.


Tag 18
Røssvoll Camping, Saltfjellveien, Skonseng, Norwegen
Saltfjellveien, Skonseng, Norwegen
Tag 19
Sandnessjøen Camping AS, Søvikveien, Sandnessjøen, Norwegen
Søvikveien 359, 8804 Sandnessjøen, Norwegen

Bei Røssvoll Camping handelt es sich um einen netten Platz mit gutem Sanitärhaus. Über einen kleinen See hinweg konnten wir mehrere Kraniche auf einer Wiese beobachten. Am 31.08. fuhren wir dann zuerst nach Mo i Rana, wo wir Gas auffüllten. Wir wollten Trondheim mit einigen Baustellen meiden und wandten uns der Küste zu. Dort sollte das Wetter besser werden. Von Nesna aus setzten wir mit der Fähre nach Levang über. Von dort ging es weiter über die Helgelandsbrua. Sie führt über den Leirfjord und auf die Insel Alsta. Diese Insel wird von den 1000 m hohen Bergen, Sieben Schwestern genannt, dominiert. Wir wählten einen Stellplatz direkt gegenüber dem Gebirge, dem Camping Sandnessjøen. Am Abend zeigten sich die Berge noch wolkenverhüllt. Der Stellplatz direkt am Meer erlaubte jedoch noch wunderbare Ausblicke.


Tag 20
Tjøtta ferjekai, Sekundær Fylkesvei 17, Tjøtta, Norwegen
Fv17, 8860 Tjøtta, Norwegen
Forvik ferjekai, Sekundær Fylkesvei 17, Vevelstad, Norwegen
Fv17 1, 8976 Vevelstad, Norwegen
Andalsvågen ferjekai, Vevelstad, Akershus, Norwegen
8976 Vevelstad, Akershus, Norwegen
Horn ferjekai, Sekundær Fylkesvei 17, Brønnøysund, Norwegen
Fv17 170, 8900 Brønnøysund, Norwegen
Vennesund ferjekai, Sekundær Fylkesvei 17, Sømna, Norwegen
Fv17 450, 8920 Sømna, Norwegen
Holm ferjekai, Sekundær Fylkesvei 17, Bindalseidet, Norwegen
Fv17 150, 7982 Bindalseidet, Norwegen
Brønnøysund Bridge, Brønnøysund, Norwegen
Torghattens gate, Brønnøysund, Norwegen
Hjelmstigvatnet, Bindalseidet, Norwegen
Hjelmstigvatnet, Bindal, Norwegen
Am nächsten Tag zeigten sich die 7 Schwestern von ihrer Sonnenseite. Nach Erwerb von zwei Norwegerpullovern bei der Platzbetreiberin nutzen wir 3 Fährverbindungen: Tjøtta - Forvik / Andalsvåg - Horn / Vennesund - Holm. Unser Ziel: Das berühmte Felsenloch Torghatten. Wir fuhren über die Brücke bei Brønnøysund. Von dieser gab es einen wunderbaren Blick auf das grün schimmernde Wasser und den Hafen. In der Ferne sahen wir bereits den Berg. Wir parkten unterhalb und wanderten hoch bis zum riesigen Felsenloch. Der Anstieg ist machbar, auf den letzten Metern ist jedoch Vorsicht geboten. Dann der tolle Blick durchs Riesentor. Ich bin durchs Loch auf die andere Seite gestiegen. Dann ging es wieder zurück. Nach diversen Fotos fuhren wir noch in den Hafen, wo wir einen Blick auf das Hurtigrutenschiff warfen. Dannach fuhren wir eine Weile bis zum Wanderparkplatz vor dem Heilhornet, Nähe des Hjelmstigvatnet.  Dort nächtigten wir.

Tag 21
Rørvik ferjekai, Stadsbygd, Norwegen
Indre Fosen, Norwegen
Flakk ferjekai, Trondheim, Norwegen
Trondheim, Norwegen
Valsøyfjorden, Norwegen
Valsøyfjord, Norwegen
Über Namsos fuhren wir Richtung Trondheim. Mit der Fähre Rørvik - Flakk überquerten wir den Trondheimfjord um dann weiter Richtung Orkanger zu fahren. Wir mieden damit Sperrungen bei Trondheim.  Bei Valsøyfjorden parkten wir über Nacht wir auf einem Rastplatz. Am Abend klopfte eine Nachbarin und teilte mit, dass es 10 km weiter einen Erdrutsch gegeben habe. Der weitere Straßenverlauf sei gesperrt.  Hubschrauber über uns und Rettungsfahrzeuge zeigten, dass es ein Unglück gegeben hatte. Später hörten wir, dass Menschen geborgen werden mussten. Zum Glück konnten 6 Menschen lebend aus einem Haus gerettet werden, wie wir am nächsten Tag erfuhren. Für uns änderte sich die Planung, da wir die Fähre Hennset - Arasvika nicht wie geplant nehmen konnten.  

Tag 22
Tømmervåg Ferjekai, Primær Fylkesvei 680, Tustna, Norwegen
Fv680, 6590 Tustna, Norwegen
Seivika ferjekai, Kristiansund, Norwegen
Kristiansund, Norwegen
Sølsnes Ferjekai, Riksveg 64, Skåla, Norwegen
Riksveg 64, 6456 Skåla, Norwegen
Åfarnes Fergekai, Primær Fylkesvei 64, Åfarnes, Norwegen
Fv64 371, 6360 Åfarnes, Norwegen
Fahrt über die herrliche Insel Aure

Wir fuhren zurück und nahmen den Abzweig auf die 680.  Wir nutzten die Fähren Tommervag - Seivika und Solsnes - Arfarnes und fuhren vorbei am Tingvollfjord. Von dort weiter bis Andalsnes. Unterwegs gefiel uns die Insel Aure besonders gut. Herrliche Aussichten. Uns hatte es auch die Stemshaus Kyrkje in ihrem leuchtenden Rot besonders angetan. Übrigens mit gepflegtem, für Besucher nutzbarem WC im Nebengebäude. Der Abend auf dem Camping Mjelva in  Andalsnes wurde ein Traum in Rotorange. Die Berge leuchteten förmlich.  Der Campingplatz selber hat alles was man braucht. Wir hatten vom Berg aus einen schönen Blick ins Tal.


Mjelva Camping og Hytter, Gamle Romsdalsvegen, Åndalsnes, Norwegen
Gamle Romsdalsvegen 342, 6300 Åndalsnes, Norwegen
Tag 23
Romsdalsgondolen, Jernbanegata, Åndalsnes, Norwegen
Jernbanegata 1, 6300 Åndalsnes, Norwegen
Wanderung Nesaksla

Am Sonntagmorgen fuhren wir zur Romsdalengondel und buchten die einfache Fahrt auf den Berg Nesaksla. Zuvor suchten wir die kleine Kapelle in einem Waggon am Bahnsteig auf und hielten kurz inne. Von der Spitze des Nesaksla auf 1679 m Höhe hat man einen überragenden Blick  auf das Bergsteigerdorf, den Fluss Rauma und den Isfjord.  Zu Fuß wollten wir zur Aussichtsplattform Rampestekken absteigen.  Für meine Frau war der Abstieg wegen der steilen und hohen Stufen besonders zu Beginn beschwerlich. Bei nassem Wetter würde ich den Abstieg jedenfalls nicht empfehlen. Besonders im ersten Drittel unterhalb des Gipfels gestaltete sich der Abstieg aus unserer Sicht nicht ganz ungefährlich, zumal der Stieg direkt am Hang verläuft. Dennoch schafften auch wir es bis zur Plattform. Nach kurzer Wartezeit konnten wir nach vorne gehen, tolle Bilder machen und kurz die Aussicht genießen. Da als Plattform stark von Wanderern frequentiert, hielten wir uns dort nur kurz auf. Danach ging es etwas leichter über Treppenstufen und Baumwurzeln bergab. Zum Schluss zeigte uns eine Metallrampe, dass wir uns dem Ausgangspunkt näherten. Gerade vor Ablauf der Parkzeit erreichten wir unser Wohnmobil.  Wir setzten unsere Fahrt fort und hatten uns für den Tag noch die Fahrt über den Trollstigen vorgenommen. 

Trollstigen, Åndalsnes, Norwegen
Trollstigen, 6300 Åndalsnes, Norwegen
Fahrt Trollstigen

Wir fuhren von Andalsnes aus durchs Tal, vorbei an der Wand Trollveggen. Auf einem Parkplatz vor der Auffahrt Trollstigen hielten wir kurz an. Der Anblick auf die an der steilen Flanke verlaufenden 12 Kehren nötigte uns gehörigen Respekt ab. Dennoch wagten wir die Fahrt. Mit dem Wohnmobil ging es durch die 12 Kehren steil bergauf. Natürlich nicht ohne auf entgegen kommende Fahrzeuge zu treffen. Irgendwie fanden unser Gegenüber oder wir immer eine Ausweichmöglichkeit. Der Blick seitlich zum Abgrund ist schon spannend. Oben angekommen parkten wir am Parkplatz. Dort kommen auch Busse an, deren Nutzer ebenfalls zu den Aussichtsplattformen oberhalb des Trollstigen wollen. Wie sie auch, machten wir schöne Fotos und Videos. Dann hatten wir für den Tag genug Adrenalin ausgestoßen und suchten im Fjell des Reinheimen Nationalparks einen schönen Parkplatz. An einem kleinen See wurden wir fündig.  

Tag 24
Vinje Camping, Geirangervegen, Geiranger, Norwegen
Geirangervegen 146, 6216 Geiranger, Norwegen
Die Fahrt nach Geiranger

Nach der Übernachtung im Reinheimen Nationalpark fuhren wir weiter Richtung Geiranger.  Wir gelangten zum Gudbrands Juvet, einer engen Schlucht mit Wasserfall. Ebenso beeindruckend der von den Norwegern angelegte Metallpfad. In der Nähe ein Cafe, welches auch von Reisebussen angefahren wird. Wir sahen uns nur den Wasserfall an und fuhren weiter. Mit der Fähre Linge - Eidsdal überquerten wir den Storfjord.  Auf der 63  passierten wir den wunderschönen See Eidsvatnet.  Hier ist das Wasser spiegelglatt und die umliegenden Berge bilden sich darin ab. Fast genauso eindrucksvoll wie die Fahrt über den Trollstigen gestaltete sich die Tour hinunter nach Geiranger mit ebenso scharfen Kurven und Kehren. Einen Aussichtspunkt mussten wir meiden, da dieser mit Bussen und anderen Womos eingedeckt war. Allerdings konnten wir auch schon während der Fahrt tolle Ausblicke auf den Geirangerfjord genießen. Unten von weitem schon erkennbar "Mein Schiff" mit qualmendem Schornstein.  Das Tal wurde vernebelt.  Im Tal selber sahen wir dann die riesige Costa Diadema vor Anker liegen. Dagegen nahm sich "Mein Schiff" noch klein aus. Wir fuhren durchs Dorf weiter in Richtung des oberhalb gelegenen Vinje Camings. Dort quartierten wir uns ein.  Im Zuge der Besichtigung Geirangers trafen wir auf eine Vielzahl von Schiffstouristen. Der Ort war recht voll. Dennoch finden wir ihn sehenswert. Im Ort gibt es direkt am See einen Stellplatz. Schön gelegen, wir bevorzugen es aber etwas abseits.  Nach leckerem Softeis und Einkauf von Stofftrollen für die Enkel ging es über den Wanderweg vorbei an dem tosenden Wasserfall zurück zum Platz. Vinje Camping hat mehrere gerade Stellplätze mit Strom, Da wir diesen nicht benötigten, standen wir auf der Wiese. Trotz unserer Keile war es aber nicht leicht, dort gerade zu stehen.  Also sind eher die Stromplätze zu empfehlen...

Tag 25
Lom stavkyrkje, Bergomsvegen, Lom, Norwegen
Bergomsvegen 1, 2686 Lom, Norwegen
Sognefjellshytta, Sognefjellsvegen, Bøverdalen, Norwegen
Sognefjellsvegen 4974, 2687 Bøverdalen, Norwegen
Sognefjellsvegen (Rv 55), Fortun, Norwegen
Sognefjellsvegen - The National Tourist Route, Luster Municipality, Norwegen
Stabkirche Lom und Sognefjell

Von Geiranger aus fuhren wir zuerst zum Aussichtspunkt Dalsnibba. Die Fahrt hinauf ist wieder eng und kurvenreich. Zudem ist die Auffahrt gebührenpflichtig. Oben befindet sich ein größerer Parkplatz und die Aussicht auf den Geirangerfjord ist überragend. Es besteht die Möglichkeit über Steine und Felsen etwas weg vom Parkplatz zu klettern und tolle Fotos zu machen. Anschließend fuhren wir die 15 über Grotli und vorbei am See Otta zur Stabkirche nach Lom. Wir besichtigten die wunderschöne Holzkirche und fuhren dann weiter über die Sognefjell Road (55) durchs sehenswerte Hochgebirge des Sognefjells im Jotunheimen Nationalpark. Dabei passierten wir die Wanderhütte Sognefjellshytta, Nähe des Galdhopiggen.  Das Hochgebirge hinterließ bei uns Eindruck, ist die Landschaft dort doch von faszinierender Schönheit. Als es wieder talwärts ging, nächtigten wir auf einem einsamen kleinen Parkplatz an einem kleinen Fluss auf der 55. 


Tag 26
Tindevegen, Øvre Årdal, Norwegen
Tindevegen, 6884 Øvre Årdal, Norwegen
Stegastein- LOOKOUT, Aurland, Norwegen
Nærøyfjorden Camping, Bakkavegen, Gudvangen, Norwegen
Bakkavegen 35, 5747 Gudvangen, Norwegen
Stegastein, Aurlandsfjord, Nærøyfjord

Wir fuhren am 07.09. ein Stückchen die 55 zurück um dann auf den Tindevegen zu fahren, einer gebührenpflichtigen Passtrasse. Aus unserer Sicht ein Fehler, denn die Gegend ist  mit Stromleitungen und Masten durchsetzt. Insgesamt erschien uns, natürlich schon leicht verwöhnt, diese Straße nicht so attraktiv. Zudem sind die Haarnadelkurven am Ende und kurz vor Øvre Årdal äußerst eng und stressig. Etwas genervt fuhren wir dann über die 53, die 5 und die E16 Richtung Aurlandsfjord. Spektakulär auf jeden Fall die  Fahrt durch den fast 25 km langen Laerdalstunnel mit seinen 3 in bunten Farben erleuchteten "Kathedralen". Die Kurven zum Aussichtspunkt Stegastein sind ähnlich eng und fahrtechnisch nicht ohne,  müssen aber für eine bezaubernde Aussicht in Kauf genommen werden.  Oben angekommen ist viel los. Jetzt im September wahrscheinlich noch nicht so dramatisch wie im Sommer. Die Plattform bietet aber einen grandiosen Blick über den Aurlandsfjord.  Zudem kann man auf der Toilette sitzend den Blick durch eine Glasscheibe ins Tal genießen. Gibt es auch nicht überall. Zurück ging fast nichts mehr. Wir befanden uns in einer 5er Kolonne, als uns ein Pkw entgegen kam. Zu eng zum Passieren musste er zurücksetzen, geriet am Berg in eine Rinne, so dass sein Fahrzeug nach vorne abhob. Letztendlich gelang es ihm aber bis zu einer Ausweichmöglichkeit zurückzusetzen. Mit ähnlichen Engpässen muss immer gerechnet werden. So auch bei unserer Fahrt zum Nærøyfjorden Camping in Bakka.  Erst eine Baustelle, dann durch einen schmalen Tunnel und weiter über einen schmalen Weg, der gefühlt nicht enden will. Unterwegs ging fast nichts mehr, weil uns eine freilaufende Ziegenherde begegnete, der zudem zwei Pkw folgten. Nur mit Spiegel einklappen und rangieren bis an den Rand war ein Passieren möglich. Danach noch ein paarmal Bangen, dass kein Gegenverkehr mehr kommt, und man war da. Überwältigend die Lage des Platzes am Nærøyfjord. Man kann Boote mieten und Wanderungen unternehmen. Entsorgung bietet der Platz nicht, die Sanitäranlagen sind jedoch prima. Wir gönnten uns ein Sonnenbad direkt am Fjord und genossen den Ausblick. Fazit, die Anfahrt war anstrengend, hat sich aber gelohnt. Abends spazieren wir noch durchs Dorf und entlang des Fjords. Von hier aus kann man nur noch zurück, weshalb wir beschließen, am Morgen möglichst früh wieder zu fahren, um möglichst wenig Gegenverkehr zu haben. Entsorgen konnten wir ein kurzes Stück zurück an der Tankstelle in Gudvangen.  


Tag 27
Stalheim, Norwegen
Vossevangen, Norwegen
Bergen, Norwegen
Besichtigung Bergen
Unser Plan geht auf, wir fahren früh los und kommen ohne Probleme nach Gudvangen. Von dort aus geht es über Stalheim und Vossevangen Richtung Bergen. In Bergen parken wir etwas außerhalb, aber kostenfrei. Zuvor hatten wir das Bratland Camping passiert. In der Nähe ist eine Haltestelle der Straßenbahn und erst nach Herunterladen einer App gelingt es uns für die Fahrt zu bezahlen. Etwa 4 Euro. Aber wir gelangen problemlos in die Stadt und besichtigen die Altstadt Brygge mit künstlerisch angehauchtem Flair. Wir probieren eine Rentier-Bratwurst und natürlich das obligatorische Softeis. Im Hafen fällt uns ein tolles LKW - Tattoo der Serie Vikings auf. Nach einem Spaziergang durch die Festung Bergenhus nutzten wir die Fløybahn für eine schöne Aussicht auf die Stadt. Wir haben Glück, denn die sonst so regenreiche Stadt zeigt sich uns von ihrer schönsten Seite. Den Rest des Tages nutzten wir für die Fahrt nach Stavanger.  Wir nehmen die Fähre Halhjem - Sanvikvåg und folgen der E39. Gegen Abend wurde es Zeit einen Parkplatz zu suchen. Direkt an der E39 finden wir eine halbwegs ruhige Ecke und verbringen die Nacht.

Tag 28
Sandvigå Bobilparkering, Stavanger, Norwegen
Stavanger, Norwegen

Entgegen unserer Planung, die kleine Trollzunge  Himåkanå bei Hindaråvåg zu erwandern, entschlossen wir uns zur Besichtigung Starvangers. Grund war, dass ein nicht so gutes Wetter angekündigt war und wir uns zudem zeitnah dem Preikestolen zuwenden wollten. Eigentlich hatten wir Stavanger außen vor lassen wollen, was aber im Nachgang ein Fehler gewesen wäre. Denn die Stadt gefiel uns ausnehmend gut.  Besonders schön fanden wir das Gamle - Altstadtviertel mit den graugefärbten und blumengeschmückten kleinen Holzhäuschen. Sehr einladend auch die Gasse Øvre Holmegate mit ihren bunten Häuschen. Bis auf eine kleine Schauer hatten wir Glück und genossen den schönen Tag. Eindrucksvoll auch die im Hafen liegende Disney Magic mit ihren von außen erkennbaren Wasserrutschen. Der Stellplatz am Hafen kann als idealer Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung angegeben werden.  Auf der Fahrt zum Preikestolen Camping durchfuhren wir erstmals den 14 km langen Ryfylke - Unterwassertunnel. Der Abend auf dem Camping Preikestolen, einem riesigen Gelände mit allem was man braucht, hatte noch einen tollen Sonnenuntergang für uns parat. In der Nähe und gegenüber der Rezeption befindet sich ein kleiner Weg zu einem Hügel. Empfehlenswert um einen Sonnenuntergang zu fotografieren.


Tag 29
Preikestolen camping AS, Preikestolvegen, Jørpeland, Norwegen
Preikestolvegen 97, 4100 Jørpeland, Norwegen
Preikestolen - Upper parking, Jørpeland, Norwegen
Strand, Norwegen

Nach Ausschecken vom Campingplatz fuhren wir zum oberen Wanderparkplatz am Preikestolen. Wir zahlten die 250 NOK für die Stehzeit und wanderten los. Gleich zu Anfang ging es über einen Asphaltweg steil bergauf. Für meine Frau nicht ganz leicht. Dann weiter über Wurzeln und Steine hinweg bis zu einem ersten kleinen Zwischenstopp auf einer Hochfläche mit Aussichtspunkt. Es kam fast einer Völkerwanderung gleich, weil viele wie wir dieses Aussichtshighlight erklettern wollten. Und so ging es auch für uns weiter über Stege, die über Hochmoore führten, hin zu steileren Aufstiegen, die auf einem Felsplateau mündeten. Fast oben waren kleine Seen zu bestaunen. Dann der letzte Anstieg vorbei an steilen Abbruchkanten und man war da, am Sehnsuchtsort Preikestolen. Wagemutige hatten sich direkt an der Felskante platziert.  Wir selber schossen auch schnell ein paar "Eindruck machende" Aufnahmen, um dann erstmal eine kleine Snack- u. Trinkpause auf einem der sicheren Felsen in der Nähe zu machen.  Die "Kanzel" bot wirklich einen fantastischen Blick auf den tief unten liegenden blau leuchtenden Lysefjord.  Und es war schwer, sich der Magie dieses steilen Abgrundes zu entziehen.  Geübte Wanderer zog es noch auf den nicht so stark frequentierten Gipfel, welcher sicherlich noch weitere tolle Ausblicke bot. Für uns reichte es aber und wir wanderten die gleiche Route zurück. Unterwegs kamen wir immer wieder in Kontakt mit einem sehr netten älteren Paar aus der Schweiz.  Einfach sympathisch dieses Paar und für uns eine nette Begebenheit am Rande. Ziemlich erschöpft kamen wir unten an und schleckten noch ein Eis vom Kiosk. Danach ging die Fahrt zurück durch den über 14 km langen Ryfylktunnel.  Die Fahrt in den Abend führte uns  in Richtung Leuchtturm Lindesnes Fyr.


Tag 30
Amphidromic point restplace, Sokndalsveien, Egersund, Norwegen
Sokndalsveien 55, 4370 Egersund, Norwegen
Skadbergstronda, Egersund, Norwegen
Skadbergstronda, Eigersund, Norwegen
Sogndalstrand, Norwegen
Lindesnes fyr, Lindesnesveien, Lindesnes, Norwegen
Lindesnesveien 1139, 4521 Lindesnes, Norwegen

Von Stavanger aus wollten wir uns langsam wieder in Richtung Fährhafen Kristiansand orientieren, wobei der Stellplatz am Leuchtturm bei Lindesnes auf jeden Fall angefahren werden sollte. Wir wählten die Route entlang der 44 und konnten in der Nähe von Egersund aufgrund des dortigen Magma Geoparks eine völlig veränderte Landschaft erleben. Durch das Vulkangestein ist eine riesige Landschaft, geprägt von gewaltigen Felsformationen, entstanden.  Gegen Abend wählten wir den schönen Parkplatz am Aussichtspunkt Amphidromic Point Restplace mit sauberem WC. Mit uns standen 3 weitere Wohnmobile auf dem Rastplatz. Die Aussicht auf das Meer verwöhnte uns erneut. Ein Künstler hat auf einem Felsen eine Steinstatue positioniert. (Rock-Körper-Skulptur) Wie bei uns richtet sich der Blick der Figur auf das weite Meer.  Der Aussichtsparkplatz informiert an einer Tafel zur Entstehung des Geoparks.  Nach Übernachtung entschlossen wir uns zum Glück, die 44 nochmals ein Stück zurück nach Egersund zu fahren. Unser Ziel, der wundervolle Strand Skadbergsanden, welcher auf uns fast karibisch wirkte. Wir wanderten eine Weile an dem gespfegten Strand entlang. Im Sommer dürfte hier viel los sein, jetzt war es jedoch fast menschenleer. Auch wenn die Zeit kapp wurde, fuhren wir noch zu dem idyllischen Dorf Sokndalstranden und besichtigten diesen kleinen netten Ort, welcher jedoch zu dieser Zeit ein wenig verschlafen auf uns wirkte. Dann aber machten wir uns auf zum Leuchtturm Lindesnes Fyr. Zum Glück konnten wir den Turm noch während der untergehenden Sonne bewundern.  Die abendliche Atmosphäre hatte etwas sehr Romantisches. In der Ferne zog ein AIDA-Schiff vorbei.  Wir hatten schöne Fotos im Gepäck, als es nach Hereinbrechen der Dunkelheit stark regnete. Uns störte es nicht mehr. Am Platz hatten wir den Stellplatz am Automaten bezahlt und konnten das WC am Touristenpunkt zum Leuchtturm Lindesnes Fyr nutzen. Eine Entsorgung ist auf der Rückfahrt am Servicepoint Spangereid in 2630 Spangereidveien kostenlos möglich. 


Spangereidveien 2630, Spangereid, Norwegen
Spangereidveien 2630, 4521 Spangereid, Norwegen
Tag 31
Kristiansand ferjeterminal, Vesterveien, Kristiansand, Norwegen
Vesterveien 21, 4613 Kristiansand, Norwegen
Auf der Fahrt nach Kristiansand konnten wir nochmal bewundern, welche Erdbewegungen Norwegen veranstaltet, um den Verkehr über die E39 flüssiger zu gestalten. Über Umwege erreichten wir frühzeitig den Fährhafen. Erneut genossen wir den Service und das Essen der Color Line und kamen pünktlich wieder in Dänemark (Hirtshals) an. Für die Nacht hatten wir den Parkplatz Brønderslev, 2 Stenberggade auserkoren, der zudem eine kostenlose Chemieentsorgung bietet. Für eine Zwischenübernachtung sehr geeignet. Mehrere Wohnmobile standen hier über Nacht.  

Hirtshals Havn, Norgeskajen, Hirtshals, Dänemark
Norgeskajen 11, 9850 Hirtshals, Dänemark
Stenberggade, Brønderslev, Dänemark
Stenberggade, 9700 Brønderslev, Dänemark
Tag 32
Letzte Station Sittensen und unser Fazit
Wie auf dem Hinweg nutzten wir den schönen und kostenlosen Stellplatz in Sittensen. Wir aßen im Ort und machten einen abendlichen Spaziergang. Am Morgen ging es dann nach Hause. 


Zurück bleiben wunderschöne Erinnerungen an ein tolles Land. Uns hat Norwegen von Anfang an in seinen Bann gezogen und wir wissen genau, dass dieses Land noch so wahnsinnig viele weitere Schönheiten der Natur zu bieten hat.  Irgendwann also vielleicht wieder...! Empfehlenswert und bewährt haben sich auf jeden Fall der Fährenpass (Ferjekort) und der Transponder, in unserem Fall von BroBizz. An den Fähren wurde unser Kennzeichen gescannt und das war es. Auch die Mautabrechnung war unproblematisch. In kurzer Zeit konnten wir alle Kosten nachvollziehen. Insgesamt 14 Campingplätze in 32 Tagen wurden angefahren. Die Infrastruktur an den meisten Campingplätzen, Entsorgungsstationen und Rastplätzen empfanden wir sehr gut organisiert und angenehm. Auch das Tankstellennetz war gut ausgebaut. Hilfreich war für uns die Nutzung der einschlägigen Apps, u.a. von Statens Vegvesen, hier Ferry Search und Traffic Info,  sowie LPG Filling. Dazu die Stellplatzsuchen über die jeweiligen App-Betreiber. 



Wohnmobilstellplatz Sittensen, Sittensen, Deutschland
27419 Sittensen, Deutschland