Unfortunately, we don't support your browser (Internet Explorer) anymore, some functionalities could not work. Click here to get information on how to upgrade your browser.

Routen
Toskana und ein bisschen mehr im Oktober 21 - unsere erste Tour mit dem eigenen Wohnmobil
2616 Kilometer 24 Tage 53 Wegpunkte
elchio
claudi

Toskana und ein bisschen mehr im Oktober 21 - unsere erste Tour mit dem eigenen Wohnmobil

Hier ist die tatsächlich gefahrene Route zur Planung "Toskana im Oktober, die erste geplante Tour..."

Von Schwäbisch Gmünd, Deutschland nach Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd, Deutschland
Tag 1
6.10.21 bis nach Oy
.Mit unserem nagelneuen Wohnmobil  soll es heute losgehen, aber vorher geht's noch zum Wiegen zum TÜV. Ich scherze noch, dass es wohl keine Frage ist, OB wir Übergewicht haben, sondern WIEVIEL...., aber 170 kg! Wir werden blass, dann fahren wir halt wieder nach Hause. Wasser wird abgelassen, Vorräte reduziert (schließlich gibt's  im Urlaub auch Läden),Klamotten, Bücher, und, und, und, ausgepackt. Kilogramm für Kilogramm kommen wir dem zulässigen Höchstgewicht näher und können am späten Nachmittag endlich losfahren. 
Bei Oy suchen wir eine Bleibe für die Nacht und landen im tiefsten schönen Allgäu mitten in mehreren Kuhfladen, die ab jetzt unsere Einstiegstreppe zieren und hartnäckig haften. Aber hey! In einen Kuhfladen treten bringt Glück!  Schließlich finden wir den Parkplatz am Schwarzenberger See, wo man über Nacht stehen darf und eigentlich 10 € bezahlen muss. Der Parkautomat ist kaputt, auch recht.
Schwäbisch Gmünd, Deutschland
Schwarzenberger Weiher, Oy-Mittelberg, Deutschland
Schwarzenberger Weiher, 87466 Oy-Mittelberg, Deutschland
Tag 2
7.10.21 Von Oy über Sterzing nach Eppan
Unsere erste Nacht im Womo war knackig kalt, aber dank Heizung frühstücken wir gemütlich und fahren los zum ersten Ziel:  Sterzing. Auf dem Parkplatz beim Spar kann man prima für 2 Stunden kostenlos parken und ist in 10 Minuten zu Fuß in der schönen kleinen Altstadt Sterzings. Bei kuscheligen 5 Grad bummeln wir ein bisschen, steuern dann ein Café an und genießen einen leckeren Südtiroler Apfelstrudel. 
Nach dieser Pause gondeln wir durch Südtirol Richtung Bozen. Aus der ursprünglichen Idee, Bozen anzuschauen, wird nichts, sämtliche Parkplätze sind voll. Egal, es ist sowieso zu kalt!                                                                      Unser heutiger Übernachtungsplatz ist ein Wanderparkplatz bei Eppan, vor dem Sportzentrum, ganz in der Nähe des Campingplatzes Montiggl. Hier darf man übernachten, hat aber keinerlei Service. 
Sterzing Stadtmitte, Stadtplatz, Sterzing, Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Italien
Stadtpl., 39049 Sterzing, Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Italien
Unbekannt, Italien
Eppan, Sportzone Rungg, 39057 Eppan an der Weinstraße., Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Italien
Tag 3
8.10.21 Von Eppan nach Manova
Brrr! Kalt draußen! Also nichts wie los Richtung Süden! Wir wollen nach Mantua, einer mittelalterlichen Stadt in der Poebene, umgeben von Seen und dem Fluss Mincio.
Am frühen Nachmittag kommen wir auf dem schönen Stellplatz von Mantua in der Via Legnano 1 an. Er kostet 15€ für 24 Stunden incl. allem, nur das Sanitärgebäude hat coronabedingt geschlossen. Wir stehen auf einer Wiese unter Bäumen. Als wir den Strom anschließen wollen, merken wir, dass der Stromstecker fehlt... fiel der unserer Auspackorgie zum Opfer? Aber das ist kein Problem, mit den Fahrrädern geht's  zum Baumarkt von Mantua,  immer außen um die Altstadt herum, am Fluss Mincio entlang durch einen schönen Park. 
Ausgestattet mit neuem Stromstecker und Adapter bummeln wir durch die wunderschöne mittelalterliche Altstadt, freuen uns über der ersten Aperol dieses Urlaubs, hören begeistert einem Musikwettbewerb einiger Schulen zu, die vor herrlicher Kulisse und mit toller Akustik wirklich klasse Musik machen. 
 Abends laufen wir vom Stellplatz durch den kleinen Parco Mincio  nochmal in die Stadt, immer das schön beleuchtete Castello di San Giorgio vor Augen.
Vom Barbesitzer haben  wir für heute Abend einen super Restaurant-Tipp bekommen:   I Fendi L` Amalfitano in der Via Accademia -    unbedingt probieren! Beste Pizza ever, serviert unter Kronleuchtern...
Area di Sosta Sparafucile
Via Legnago, 46100, Mantova, Italy
Tag 4
9.10.21 von Mantua über Barberina Val d`Elsa nach San Gimignano
Nach einer ruhigen Nacht starten wir auf kleinen Straßen nach Barberino Val d`Elsa, wo wir eigentlich auf dem  Campingplatz Semifonte übernachten wollen. Der hat leider inzwischen geschlossen, der Landbesitzer hat wohl gewechselt und jetzt bekommt der Platzbesitzer keinen Pachtvertag mehr. Parken bei dem kleinen Örtchen hoch oben auf einem Hügel ist aber kein Problem und so spazieren wir durch die kleinen Gassen und sitzen dann auf einem wahren Panoramaplatz im Café auf der Terrasse vor der Kirche, halten die Nase in die Sonne, genießen die Aussicht und die oberleckere toskanische Vorspeisenplatte. Hach, Urlaub ist toll!
 Wir beschließen, bis San Gimignano zu fahren. Dort stellen wir uns auf den Stellplatz  "Area Sosta Camper" in St. Lucia. Der ist gleich hinter dem Campingplatz Boschetto und kostet 15€ / Tag oder 1€ / Stunde, V/E incl., wobei beim Entsorgen Aufsetzgefahr besteht, kein Strom. Ein schmuckloser geschotterter Parkplatz, der gottseidank nicht voll ist. Wir machen noch einen Spaziergang an der Straße Richtung St. Gimignano, hier hat man eine herrliche Aussicht auf die Stadt der Türme!
Barberino Val d'Elsa, Barberino Tavarnelle, Florenz, Italien
Barberino Val d'Elsa, 50021 Barberino Tavarnelle, Florenz, Italien
Stellplatz Area Sosta Camper in St. Lucia bei St. Gimignano
Strada Comunale Di Santa Lucia, 43, 53037 San Gimignano SI, Italien
Stellplatz in St. Lucia
Tag 5
10.10.21 Von San Gimignano nach Volterra und weiter ans Meer nach Punta Ala
Schon um 9 Uhr laufen wir los nach St. Gimignano, der mittelalterlichen Stadt mit ihren 13 Türmen, die seit 1990 zum Unesco Weltkulturerbe gehört.  Der Fußweg verläuft direkt an der nicht sehr befahrenen Straße und bietet einen schöneren Aussichtspunkt auf St. Gimignano nach dem anderen und dauert mit vielen Fotostopps  etwa 1 Stunde. 
Zuerst statten wir der Kathedrale einen Besuch ab, dann bummeln wir gemütlich durch die wunderschönen Gassen, decken uns in einer Bäckerei mit frischem Brot ein, genießen das Flair dieses schönen Städtchens. Es wird immer voller und voller, Zeit für uns, den Rückweg anzutreten!
Auf unserer Weiterfahrt Richtung Volterra stehen wir erst mal im Stau vor St. Gimignano... wir werden dieses Sonntagsgewühl noch mehrfach merken!

Volterra, Pisa, Italien
56048 Volterra, Pisa, Italien
Durch die pure Toskana führt uns der Weg auf der wunderschönen SS 68 nach Volterra, wo wir zuerst einmal den Stellplatz ansteuern, denn wir haben vor, hier zu übernachten. Er ist ok, ist uns aber zu dunkel und zu kalt. Deshalb fahren wir zum Stadion und parken dort kostenlos auf dem Parkplatz zwischen lauter abgestellten Schulbussen. Jetzt geht's zu Fuß immer steil bergauf zur Stadt. In der Altstadt Volterra ist es sehr kalt und windig, nirgends kann man draußen  windgeschützt einen Cappuccino trinken. Wir beschließen spontan, heute noch  bis ans Meer bei Castiglione della Pescaia zu fahren.
Viel Auswahl an Campingplätzen gibt's zu dieser Jahreszeit nicht mehr. Zuerst versuchen wir es auf dem Platz  "Sans Soussis". Wir finden es dort schrecklich: dunkel, voll, unfreundlich, laut.
Auf dem Campingplatz "Baia Verde" bei Punta Ala werden wir fündig, wenn er auch in ein paar Tagen leider schließt. Es ist alles sehr leer und wir können uns im lichten Pinienwald hinstellen, wo wir wollen, also dicht ans Meer! Die Pizzeria des Campingplatzes hat noch offen und wir lassen uns eine sehr gute Pizza und einen leckeren Rotwein schmecken.
Campeggio Baia Verde, 25€ / Nacht, mit ACSI 20€
Strada Provinciale Punta Ala, 58040 Punta Ala GR, Italien
Tag 6
11.10. 21 Ein Tag am Meer mit Strand und kleiner Radtour
Wie schön es hier ist! Wir sitzen am Strand, lesen, surfen, in der Sonne sind es 18 °C.  Nachmittags machen wir eine kleine Radtour zum Yachthafen von Punta Ala, und Abends geht's zum Sundowner ein paar Schritte an den Strand. 
Tag 7
12.10.21 Radtour nach Castiglione della Pescaia
Wir machen eine kleine Radtour nach Castiglione della Pescaia.  Der Weg führt zwar leider immer wieder auf der Straße entlang, die schönen Abschnitte überwiegen aber:
Zuerst 4 km auf der nicht sehr stark befahrenen Strada Provinciale 61, dann 1 km auf der Hauptstraße 158, dann kann man aber auf die alte Straße rechts abbiegen (Achtung Schranke und Durchfahrtsverbotsschild, wir haben aber gefragt, ob es möglich ist. Ja, es sei möglich, nur ziemlich rumpelig). Ein schöner, aber wirklich ziemlich holpriger Weg führt bis zur neuen Hauptstraße, dann leider wieder 2 km auf der Straße, aber ab dem Campingplatz Sans Soussis gibt's einen Radweg, zwar direkt an der Straße, aber abgesichert.
Wir stromern durch das Städtchenund  essen ein super leckeres Eis, bevor wir uns auf den Heimweg machen, um den schönen Tag wieder mit einem Prosecco und dem herrlichen Sonnenuntergang zu beschließen.
Castiglione Della Pescaia, Castiglione della Pescaia, Grosseto, Italien
58043 Castiglione della Pescaia, Grosseto, Italien
Tag 8
13.10.21 Strandtag , sogar mit baden!
Tag 9
14.10.21 von Castiglione della Pescaia zum Tarotgarten von Niki di Saint Phalle, Übernachtung in Ladispoli
Leider, leider schließt der Campingplatz heute! Aber wir haben ein supertolles Programm: den giardino dei tarocchi bei Capalbio! Es ist der zweitletzte Tag, an dem dieser noch geöffnet hat, man muss sich vorher im Internet Karten und eine Einlasszeit buchen. (Senioren 9€)
Wir fahren zuerst an einem Fotospot einer so typischen Allee vorbei, (N42°47`18`` E10°58`30``) dann geht's über Alberese (hier wäre ein großer Stellplatz am Naturpark Eingang ) und Talamone  Richtung Tarotgarten. 
Unterwegs halten wir an, um genauer bei der Olivenernte zuzuschauen, die hier überall in vollem Gange ist. So erfahren wir, dass 100!kg Oliven nur etwa 15 l Öl ergeben. So wenig?? Und wenn man dann noch sieht, wieviel Arbeit das Netze auslegen, schütteln der Bäume, Netze wieder aufrollen usw. macht,  wird klar, dass echtes Olivenöl seinen Preis haben muss! 
 
Der Tarotgarten ist der Hammer! Hier hat Niki de Saint Phalle, die auch den Brunnen am Centre Pompidou in Paris gestaltet hat, viele riesige Kunstwerke geschaffen, die  Tarotkarten zeigen. Da es nicht sehr voll ist, haben wir genügend Gelegenheit , zwischen und auf den Kunstwerken herumzulaufen und viel zu fotografieren.
Voll mit bunten Eindrücken steuern wir unser Übernachtungsziel an, den Stellplatz  "Agriturismo" in Ladispoli. Hier ist Platz für etwa 8 Womos auf einer Wiese, kostet 20€, Strom incl., sonst kein Service. Er wird von einem deutsch-italienischen Paar geführt, sie ist Fremdenführerin in Rom und hat uns sehr herzlich empfangen, er ist Koch im 200 m entfernten Ristorante. Hierhin verschlägt es uns natürlich dann auch zum Abendessen. Sehr lecker!

Giardino Dei Tarocchi, Capalbio, Grosseto, Italien
58011 Capalbio, Grosseto, Italien
Agriturismo Ladispoli, 8 Via dell`Acquedetto Statua
Via dell'Acquedotto Statua, 8, 00055 Ladispoli RM, Italien
kleiner Stellplatz auf einer Wiese, Strom incl., sonst keine V/E, 20€, neben einem Bauernhof, neben einer Trattoria. (lecker!)
Man kann anscheinend von hier mit dem Bus zum Bahnhof Ladispoli fahren, dann von dort mit dem Vorortzug nach Rom. Wir haben das aber nicht getestet.
Tag 10
15.10.21 von Laspoli nach Castelfusano.
Uns ziehts nochmal ans Meer, wir entscheiden uns unter den wenigen Plätzen, die noch offen haben, für "Camping internationale Castelfusano", wo wir zur Mittagszeit ankommen. Ein bisschen enttäuscht sind wir schon! Der Campingplatz liegt zwischen 2 Straßen, wovon eine recht laut ist. Es ist sehr sehr windig, und die Plätze recht schattig.  Der Strand ist leicht zu erreichen, nur über die eine Straße. Er wäre auch schön, wenn man nicht viele, viele "Badehaus-Reihenhäuser" ? draufgeklatscht hätte.... Da es für "strandeln" viel zu windig und kalt ist, machen wir einen Strandspaziergang nach Süden, dorthin, wo es schöner und natürlicher aussieht. Dort werden wir aber im wahrsten Sinne des Wortes "zurückgepfiffen", da darf man nicht laufen. Schade!
Camping Internazionale di Castelfusano, Via Litoranea, Lido di Ostia, Rom, Italien
Via Litoranea, 132, 00122 Lido di Ostia RM, Italien
Tag 11
16.10.21 Faultag mit kleiner Radtour nach Lido di Ostia
Wir lassen es heute ganz gemütlich angehen: wir waschen , fahren mit dem Rad immer an der Promenade entlang nach Lido di Ostia, bummeln dort auf dem Markt, spazieren am Strand und grillen heut Abend mal! Es ist sogar das erste Mal noch so warm, dass wir, mit Wolldecke und Rotwein ausgerüstet, noch länger draußen sitzen können.
Spontan entschließen wir uns, wenn wir schon mal in der Nähe sind, morgen nach Rom zu fahren. 
Tag 12
17.10.21 von Castelfusano nach Rom
Früh aufstehen ist angesagt! Nach einer guten Stunde erreichen wir Rom und mein Göttergatte lenkt die doch recht große Karre durch Rom, als hätte er nie was anderes gemacht! 
Von anderen Campern haben wir einen Stellplatztipp bekommen: "Camperstop Via Appia Antica 32/a". Das ist eine Autowerkstatt mit viel Platz teilweise im Grünen, mit Bäumen, teilweise Schatten, umgeben von Zäunen, Mauern und einem Tor mit Schranke. Dadurch fühlen wir uns sicher. 25€/ Nacht, V/E incl., ohne Strom, der kostet extra 5€. Leider bekommen wir nur einen Platz auf dem asphaltierten Teil, das seien die Plätze ohne Strom.
Direkt vor dem Platz sind 2 Bushaltestellen, das Busticket muss man in der kleinen Bar 100m weiter kaufen. Buslinie 118 Richtung Colosseum und Piazza Venezia, oder Buslinie 218, dann kann man in die Metro umsteigen Richtung Vatikan. Andere Leute auf dem Stellplatz fahren mit den Rädern in die Innenstadt, das sei problemlos möglich, aber wir entscheiden uns dagegen, wäre doch blöd, wenn wir am Abend 2 e-bikes weniger hätten...

Wir stürzen uns ins Großstadtgewühl:  Colosseum von außen, Circus Maximus, Forum Romanum, Capitol..... nach so viel "historischer Wolke" steht mir der Sinn nach realem Leben: Auf zur Via del Corso, DER Einkaufsstraße Roms. Entsetzt über das Gewühl setzen wir sofort unsere Masken auf. Da fällt uns ein: ach so! Es ist wieder mal Sonntag in Italien! Am Trevibrunnen ist es noch voller und auch die Spanische Treppe ist gut bevölkert. Langsam machen wir uns nach einem leckeren Cappuccino auf den Heimweg.
Camper Stop Area, Via Appia Antica, 32/a, Roma, Rom, Italien
Via Appia Antica, 32/a, 00179 Roma RM, Italien
Tag 13
18.10.21 Rom
Nach einer kalten, ruhigen Nacht geht's mit dem Bus 218 und der Metro zum Vatikan. Im Internet waren keine Tickets mehr für die Museen mit sixtinischer Kapelle  erhältlich, aber wir hatten von Campern den Tipp bekommen, zum AUSGANG zu gehen, dort gäbe es immer noch Karten. Als wir dort hin gehen wollen, werden wir sehr aufdringlich und streng zurückgepfiffen, da dürften wir nicht hin! Aber man verkaufe uns gerne noch Karten etwas teurer....wir werden in ein Büro gelotst, wo aufdringlich versucht wird, uns doppelt so teure Karten aufzudrängen. Wir lehnen dankend ab, begeben uns wieder Richtung Ausgang und antworten  auf die dauernden Fragen, ob wir ein Ticket hätten, einfach mit ja. Am Ausgang bekommt man tatsächlich völlig legal und von den echten!! Vatikanmitarbeitern eine Bescheinigung, mit der man ohne große Wartezeit zur Kasse kann. Ein großes Danke für diesen Tipp!! Die Museen sind ziemlich leer, wir können alles in Ruhe bestaunen, toll!
Auch im Petersdom und auf dem Petersplatz ist alles fast leer, sehr entspannt!
Nach so viel "heiliger Luft" laufen wir zur Engelsburg, schlendern am Ufer des Tiber entlang, hier herrscht eine Atmosphäre wie in Paris! Ohne Ziel lassen wir uns treiben, verirren uns, haben keine Ahnung mehr , wo wir sind und entdecken dabei herrliche Ecken und Gässchen.
Tag 14
19.10.21 von Rom nach Saturnia
Schön, wieder aus der Großstadt wegzukommen! Durch die herrliche Toskana gondeln wir bis Saturnia zum Stellplatz "Dai Pinzi", denn wir wollen zu den warmen Schwefelwasserfällen "Cascate del mulino". Das Wasser soll gut sein bei Kreislaufbeschwerden, Gelenkproblemen und außerdem noch für schöne Haut sorgen, also nichts wie hin!

Der Stellplatz ist schön, terrassiert, geschottert. Er kostet 14€ / 24 Stunden, Service incl., Dusche 50 ct / 3 Minuten, Strom 2€. 
1,5 km radeln wir zu den Cascate. Naja, Badeschuhe wären ganz gut gewesen, aber es geht auch so. Das Wasser ist herrlich warm, die Sonne scheint, zu viele Menschen sind auch nicht da...perfekt! So ganz kann ich das Wasser nicht genießen, weil ich immer diese kleinen, harmlosen roten Würmchen im Auge behalte...
"Zu Hause" auf dem Stellplatz grillen wir, sitzen mit unserem frisch gekauften Grappa in Daunenjacke und Decke draußen im aller tollsten Abendrot! Die ursprüngliche Idee, nochmal mit Vollmond baden zu gehen verwerfen wir, es wird saukalt. Weicheier!!
Saturnia, Grosseto, Italien
58014 Saturnia, Grosseto, Italien
Tag 15
20.10.21 Etruskerwege und Tuffstädtchen - von Saturnia nach Pitigliano, Sovana, Sorano
Der heutige Tag steht ganz im Zeichen des Tuffsteins und der Etrusker. Über Manciano geht es auf kleinen,  herrlichen Sträßchen nach Pitigliano. Doch kurz vorher liegt in einer Haarnadelkurve die Kapelle Madonna di Grazie mit einem kleinen Parkplatz. Hier parken wir und fotografieren Pitigliano. Super, dass von hier aus auch gleich ein paar Wanderwege auf den  Etruskerwegen losgehen, die tief in den Tuffstein gehauen sind. Wir steigen hinunter, es ist  beeindruckend, zwischen den feuchten hohen Wänden zu laufen, die mit Moos und Farnen bedeckt sind.
Wieder oben angekommen, fahren wir bis Pitigliano, parken auf dem Stellplatz des Ortes, der aber recht weit draußen liegt. ( 2,50€ erte Stunde, danach 2€, 20 Uhr bis 8Uhr kostenlos). Macht nichts, zu was haben wir Räder dabei?  So fahren wir einmal rund um das Städtchen,  sitzen in der Altstadt in der warmen Sonne, lassen uns einen Salat schmecken und bummeln herum.
Als nächstes Tuffdörfchen steht Sorano an, ein kleines verschlafenes Dörfchen, in dem nichts, gar nichts los ist. Auf zum letzten Tuffdorf , wo wir auch übernachten: Sovana. 
Wir finden den netten kleinen Stellplatz ( 11 Via dell`Oratorio, Sovana, 3,50€ / Tag, kein Srvice) oberhalb einer Olivenölmühle, wo noch eifrig Oliven angeliefert werden. Wir spazieren hinunter, kommen mit den Männern dort ins "Gespräch" (wobei, Gespräch... mit italienischen Brocken, Händen und Füßen halt!) und erfahren einiges über die Ölherstellung, bekommen sogar spontan eine Führung !
Zum Abendessen schlendern wir ins kleine Sovana. So ein süßes Örtchen! Auch sehr verschlafen, eine Oma sitzt vor der Bäckerei, ein paar Katzen sind unterwegs... bestimmt kommt gleich Don Camillo und Peppone um die Ecke! Gottseidank hat noch eine Trattoria offen, wo es leckeres Wildschwein gibt.
Pitigliano, Grosseto, Italien
58017 Pitigliano, Grosseto, Italien
Sorano, Grosseto, Italien
58010 Sorano, Grosseto, Italien
Sovana, Grosseto, Italien
58010 Sovana, Grosseto, Italien
Tag 16
21.10.21 Von Sovana über Monticello nach Montepulciano
Frische Brötchen vom Bäcker in Sovana zum Frühstück, lecker! Unser Weg führt uns heute durch wunderschöne Landschaft über Monticello nach Montepulciano. Bei Monticello machen wir einen ausgiebigen Fotostopp. Schade, dass die Felder alle schon abgeerntet sind, es muss noch schöner sein, wenn alles grün ist! 
In Montepulciano müssen wir auf dem Parkplatz unterhalb des Marktplatzes / Stellplatzes  parken, weil heute Markttag ist, erst am Nachmittag können wir dann nach oben auf den Stellplatz. 
In  Montepulciano  suchen wir den Palazzo Ricci, in dem die europäische Akademie für Musik und darstellende Kunst untergebracht ist, und der außerdem über einen Weinkeller verfügen soll, der wie eine Kathedrale aussieht. So haben wir es jedenfalls im Fernsehen mal gesehen und genau diesen wollen wir besichtigen. Man kann den Weinkeller aber nur mit Führung und Weinprobe besichtigen, erfahren wir. OK, dann buchen wir halt die Weinprobe, das ist bestimmt Nepp, denken wir, aber wir wollen ja in den Weinkeller. 
Der Weinkeller ist wirklich etwas besonderes, es sieht wirklich wie eine Kathedrale aus, nur halt ohne Kirchenbänke, dafür mit Fässern! Wir erfahren bei der Führung einiges über den Weinbau, bevor dann in einem großen herrschaftlichen Zimmer die Weinprobe mit 6 verschiedenen sehr leckeren (und  teuren) Weinen und richtig guten toskanischen Leckereien stattfindet. Wow!! Klasse!! Die frische Luft draußen haut mich dann allerdings um, gottseidank steht das Wohnmobil gleich unterhalb der Stadt und wartet mit einem gemütlichen Bett fürs Spät-Mittagsschläfchen auf uns....

Parkplatz Lo Sterro P 5
Via delle Lettere, 53045, Montepulciano, Italy
Tag 17
22.10.21 von Montepulciano nach Siena, dann nach Greve
Der Wetterbericht verheißt von Süden her nichts Gutes, Zeit also, langsam nach Norden zu fahren. Ich hätte noch viel mehr kleine etruskische Orte geplant, aber irgendwie ist es genug der Tuffsteinmauern... Wie schön, dass man so flexibel umplanen kann! 
Wir wollen heute nach Siena und dort auch übernachten. Der offizielle Stellplatz muss wohl sehr laut sein, deshalb steuern wir  einem Parkplatz in der Via Ugolino di Vieri 2 an. Von dort führt ein Fußweg 15 Min bergauf in die Stadt, es fährt auch ein Bus vom Parkplatz weg. Wir statten dem geringelten Dom auf dem halbkreisförmige Platz einen Besuch ab, schlendern herum und lassen uns dann im altehrwürdigen "Nannini", einer Konditorei der Großeltern? von Gianna Nannini süße Leckereien schmecken. Boah! Meterweise Maccarones und Süße Teilchen in den Vitrinen! Mein Süßigkeiten-Herz hüpft! Eigentlich wollten wir auch noch in die altehrwürdige Eisdiele der Nanninis, aber dann hätte mein Körper einen Zuckerschock bekommen...
Als wir wieder am Wohnmobil sind und es immer noch regnerisch ist, entschließen wir uns, weiter zu fahren, einfach mal nach Norden. Auf der Fahrt wird es schöner und schöner, Weinberge leuchten bunt, wir wollen uns doch noch nicht gleich von der Toskana verabschieden! Also lenken wir das Womo nach Greve auf den netten kostenlosen  Stellplatz in der Via Montebeni 75, neben dem Freibad.
In  10 Minuten ist man zu Fuß in Greve. Schön, der beleuchtete Marktplatz mit all seinen Lädchen, Kneipen und Restaurants! Wir essen im "La Taverna", ein bisschen außerhalb der Innenstadt, von außen sieht es auch gar nicht so einladend aus, aber dafür von innen! Gute Wahl! Ein Bianco frizzante zur Begrüßung, danach bestellen wir Pizza, die allerdings so riesig ist, dass es am nächsten Tag noch eine komplette Mahlzeit aus der Pfanne reicht. Als wir beim Espresso feststellen, dass wir eigentlich schon zu viel gegessen haben, kommt aufs Haus noch Kuchen mit Süßwein! Wer kann da ablehnen? Wie gut, dass jetzt noch ein Abendspaziergang zum Womo ansteht! Im "La Taverna" kann man übrigens auch Kochkurse buchen.
Siena, Italien
53100 Siena, Italien
Greve in Chianti, Florenz, Italien
50022 Greve in Chianti, Florenz, Italien
Punto Sosta per Camper
Via Montebeni, 50026, Greve in Chianti, Italy
Tag 18
23.10.21 von Greve an den Gardasee
Bevor heute der lange Fahrtag beginnt, besuchen wir erst noch den Markt in Greve, wo ich endlich Stoff für eine Tischdecke finde. 
Nach einer langen Fahrt landen wir auf dem Campingplatz Tiglio bei Sirmione, Laden und Pizzeria haben  zwar zu dieser Jahreszeit  schon zu, aber wir  stehen direkt am Wasser.  Wir erkunden noch ein wenig die Umgebung, bevor es die Greve-Pizza aus der Pfanne gibt.
Peschiera del Garda, Italien
Unnamed Road, 37019, 37019 Peschiera del Garda VR, Italien
Tag 19
24.10.21 Radtour nach Pesciera del Garda und nach Borghetto
Von der Campingplatzbetreiberin bekommen wir den Tipp, ins "molto romantico" Borghetto zu radeln, immer am Fluss Mincio entlang. 
Die Tour ist etwa 45 km lang und wunderschön! Vom Campingplatz aus radeln wir zuerst immer an der Straße, dann am Ufer entlang. In Pesciera ist der Teufel los, wir müssen schieben, bis es dann auf den schönen Radweg entlang des Mincio geht. Die Bäume haben sich schon verfärbt, der Fluss ist fast unnatürlich türkis, die Sonne scheint, am Ufer sitzen Angler.... Schön! Schön! Schön! 
In Borghetto gibt ein "molto romantico" Kastell und im Örtchen steppt der Bär... Ach so! Es ist ja Sonntag! Wir stöbern ein bisschen in den Läden, spazieren herum, aber ein Platz in einem Café gibt's nicht. Dafür finden wir auf dem Rückweg in einem "Bayrischen Biergarten", in dem es allen Ernstes Schweinshaxen gibt, ein Plätzchen für einen Cappuccino. Der Rückweg auf der Uferpromenade zieht sich, denn wir müssen schieben, weil zu viele Ausflügler unterwegs sind. 
Auf dem Campingplatz grillen wir ein letztes mal, aber zum draußen essen ist es schon zu kalt.
Borghetto, Italien
Via Michelangelo Buonarroti, 12, 37067 Valeggio sul Mincio VR, Italien
Tag 20
25.10.21 Radtour nach Lazise und Bardolino
Obwohl die Wetterapp heute 90% Regen vorhersagt und es recht kalt ist, starten wir doch unsere heutige Radtour nach Lazise  und Bardolino. Von dort wird uns ein Schiff nach Sirmione bringen, (wir haben extra drauf geachtet, dass dies der Oktoberfahrplan ist) und von dort zum Campingplatz.
Heute können wir die ganze Strecke auf der Promenade fahren, es ist fast nichts los. Ein schöner Weg führt immer am Ufer entlang nach Lazise. Manchmal muss man durch den tiefen Sand schieben, manchmal wegen Treppen absteigen, das macht aber nichts!
In Lazise, das von einer Stadtmauer umgeben ist, gönnen wir uns einen Aperol, zu dem es ja, wie überall in Italien, was zum Knabbern dazu gibt. (Dieser Brauch wäre doch auch was für Deutschland!) Und hier gibt's zu den Knabbereien sogar noch getrockneten Schinken auf der "Wäscheleine" dazu! ( siehe Foto)
In Bardolino wollen wir uns vor der nächsten Pause schon mal die Schiffstickets holen. Tja! Am Schalter erfahren wir, dass es  diese Verbindung  ab heute nicht mehr gibt, wie wir ja anhand der rosaroten Farbe, mit der die Verbindung auf dem Fahrplan unterlegt ist, entnehmen könnten!  Hmmm... OK, in Zukunft achten wir auf rosa! dann fahren wir halt alles wieder mit dem Rad zurück!
Ziemlich durchgefroren kommen wir auf dem Campingplatz an und freuen uns an der heißen Dusche.
Bardolino, Verona, Italien
37011 Bardolino, VR, Italien
Tag 21
26.10.21 Sirmione, dann nach Limone
Da wir ja gestern Sirmione nicht besuchen konnten, wird das heute vormittag gemacht. Mit den Rädern geht's immer am Ufer entlang nach Sirmione, dort bestaunen wir das Slaliger Kastell undkaufen wir ein paar Mitbringsel in den vielen kleinen Geschäftchen.
Da wir erst um 16 Uhr vom Campingplatz runter müssen, genießen wir noch die Sonne vor dem Wohnmobil mit Antipasti, bevor wir dann nach Limone fahren und dort den Campingplatz  "Camping Park Garda" ansteuern. Es ist ein in steilen Terrassen angelegter Platz, ACSI Preis 20€, aber nur die hinteren Plätze.
Wir stellen uns für stolze 9 € Aufpreis in die erste Reihe, lohnt sich aber nicht, denn es  wird bald dunkel. Zu Fuß kann man aber am Kiesstrand entlang nach Limone laufen, das ist ja ganz praktisch! 
Campeggio Garda
Via Iv Novembre 10, 25010, Limone sul Garda, Italy
Tag 22
27.10.21 Radweg Richtung Riva, dann nach Seis
Heute steht der kurze, aber spektakuläre Panorama-Radweg von Limone Richtung Riva auf dem Programm. An der Straße radeln wir bis Limone und suchen erst mal, wo der Radweg losgeht:  vor dem Ticketschalter führt links ein Weg hoch " Ciclopista". Zuerst fährt man zwischen Mauern entlang, hat aber immer wieder herrliche Aussicht auf den See. Dann kommt das "waghalsige" Stück: auf Gittern fährt man wie auf einem Balkon ÜBER dem Gardasee. Es ist natürlich gut gesichert, trotzdem wird mir ein bisschen mulmig, aber es ist klasse!!
Morgen soll es laut Wetterbericht super Wetter in Südtirol geben, deshalb fahren wir heute noch weiter nach Seis. Die Fahrt ist herrlich! Um 17 Uhr kommen wir an der Talstation der Gondelbahn Seiser Alm an, wo man im hinteren Teil des Parkplatzes, direkt unter der Seilbahn kostenlos übernachten kann. Wir stehen allerdings sehr schräg, trotz Auffahrkeilen. Wir gehen noch ein bisschen spazieren und kaufen an der Talstation Handschuhe für morgen, es ist ziemlich kalt.
Seiser Alm, Italien
Tag 23
29.10.21 Traumtag auf der Seiser Alm
Um halb acht werden wir vom Rumpeln der Gondeln über uns wach und machen uns nach dem Frühstück zu unserer Wanderung auf der Seiser Alm auf. Mit herrlichem Ausblick schweben wir nach oben. Dort sind verschiedene  Wanderungen ausgeschildert, wir haben aber schon vorher eine geplant. 
Es ist der Hammer! Dunkelblauer Himmel, gelbe Lärchen, die Dolomiten als Kulisse... so schön! Als wir an einer Hütte Rast machen, mit Kaminwurz, Schüttelbrot und Rosmarinsaft in der warmen Sonne sitzen und das Panorama genießen, denken wir: Mehr Herrlichkeit geht nicht!
Am Schluss der Wanderung sitzen wir an der Bergstation bei einem Aperol in der Sonne und beschließen, heute Abend noch bis Sterzing zu fahren, dort auf dem kostenlosen Stellplatz an der Sportarena neben dem Spar zu übernachten und reservieren gleich telefonisch einen Tisch im "Kolpinghaus" in Sterzing.
Was für ein schöner Urlaubs-Abschluss!
Sterzing Stadtmitte, Stadtplatz, Sterzing, Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Italien
Stadtpl., 39049 Sterzing, Autonome Provinz Bozen - Südtirol, Italien
Tag 24
30.10.21 von Sterzing nach Hause und ein Fazit
Als wir heute morgen gefrorene Scheiben haben, denken wir, ja, jetzt wirds Zeit für den Heimweg!
Fazit:                                                                                                                         Der Wohnmobilurlaub ist für uns die richtige Wahl! Die Reisezeit Oktober für die Toskana hat Vorteile und Nachteile: Wir mussten selten bangen, noch einen Stellplatz zu bekommen und  es war, außer Sonntags, nirgends überfüllt. Das Wetter war meistens beständig und das Licht wunderschön. Leider sind im Herbst die Felder abgeerntet und braun, aber überall, wo Wein angebaut wird, ist es bunt.
 Schade, dass viele Campingplätze , besonders am Meer, geschlossen  hatten und es  abends meistens zu kalt war, um gemütlich draußen zu sitzen.  
                                                                                                                      Als Radfahrer, die nicht ständig dem Tod ins Auge blicken wollen, fanden wir die Toskana eher ungeeignet, weil es wenig Radwege gibt, die nicht auf der Straße verlaufen. 
Planung ist wichtig, damit man nicht an schönen Dingen vorbeifährt, aber Spontaneität und die Möglichkeit, diese Planung über den Haufen zu werfen, ist noch wichtiger.
Schwäbisch Gmünd, Schwäbisch Gmünd, Deutschland
73525 Schwäbisch Gmünd, Deutschland