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Routen
Nordland Roadtrip 2025 - Reisetagebuch
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Gefahren Öffentlich
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Nordland Roadtrip 2025 - Reisetagebuch

Sehnsucht nach Freiheit Es gibt Reisen, die beginnen nicht mit dem Drehen des Zündschlüssels. Sie beginnen viel früher. In stillen Krankenhauszimmern. In Momenten, in denen der Körper schwach ist, der Kopf laut und die Zukunft plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr. Im Mai 2023 wurde mein Leben jäh angehalten. Die Diagnose Zungenkrebs riss mir den Boden unter den Füßen, und die Operation nahm mir nicht nur ein Stück meines Körpers, sondern auch die Illusion von Unverletzlichkeit. Sprache – etwas so Selbstverständliches – musste neu gelernt werden. Essen, Sprechen, Vertrauen in den eigenen Körper: alles wurde fragil. Und mit dieser Fragilität kam eine neue Art des Sehens. Für Zeit. Für Stille. Für das, was wirklich zählt. In dieser Phase entstand eine Sehnsucht, die sich nicht in Worte fassen ließ. Eine Sehnsucht nach Weite. Nach Luft, die nicht nach Desinfektionsmittel riecht. Nach Tagen ohne Termine, ohne Erklärungen, ohne Rücksichtnahme. Nach Freiheit – nicht als Flucht, sondern als Rückkehr zu mir selbst. Dieser Nordland-Roadtrip ist die Antwort auf diese Sehnsucht. Eine Reise allein. Bewusst allein. Nicht aus Einsamkeit, sondern aus Mut. Aus dem Wunsch heraus, mich selbst wieder zu spüren, Entscheidungen alleine zu treffen, Stille auszuhalten und mich ihr hinzugeben. Kilometer für Kilometer Verantwortung nur für mich selbst zu tragen – und darin eine neue Stärke zu finden. Der Norden mit seiner rauen Ehrlichkeit ist dafür kein Zufall. Hier ist nichts geschönt. Wind bleibt Wind, Regen bleibt Regen, und Landschaften entschuldigen sich nicht für ihre Leere. Genau darin liegt ihre Schönheit. Sie verlangt nichts – außer Präsenz. Und vielleicht ist es genau das, was ich suche: Orte, die mir erlauben, einfach zu sein. Dieses Tagebuch erzählt nicht nur von Straßen, Fjorden und endlosen Horizonten. Es erzählt von einem Menschen, der nach einer tiefen Zäsur gelernt hat, dem Leben wieder zu vertrauen. Von der Erfahrung, Freiheit nicht geschenkt zu bekommen, sondern sie sich selbst zu erarbeiten – allein, Schritt für Schritt, Tag für Tag. Diese Reise ist kein Beweis von Stärke. Sie ist ein leises Ja zum Leben. Und vielleicht ist das die größte Freiheit von allen.


Routeninfo
7175 Kilometer
27 Tage
04.05.2025 - 30.05.2025
98 Wegpunkte

Reisebericht

Tag 1
04.05.2025 Aufbruch - Start in den Roadtrip zur Freiheit
01. May. 2025 - 01. May. 2025
Start Nordland-Roadtrip 2025

Sieht man sich die Europakarte an, so sieht man Norwegen als die Krone an. Meine Suche beginnt mit der Fahrt zum Eismeer - zum Nordkapp - Die Sehnsucht nach Freiheit. Von dort fahre ich entspannt Norwegen Richtung Süden auf meiner Suche meine Sehnsucht nach Freiheit. Ich stehe frei  und genieße die Natur.




Meine YouTube-Videos und Playlist

https://www.youtube.com/playlist?list=PLD3KxOtxoJUEj_EBmm82rUY0Wx4TDqrB1


02. May. 2025 - 02. May. 2025
RÖMÖ
55.149616632653505, 8.528866016967335

Die Reise begann in der Dunkelheit.

Eine Nachtfahrt, still und konzentriert. Von Zuhause über Hamburg, Kilometer für Kilometer hinein in dieses vertraute Gefühl des Aufbruchs. Die Straßen leerer, die Gedanken weiter. Es ist immer derselbe Moment: Wenn der Alltag im Rückspiegel verschwindet und nur noch Richtung zählt.


Richtung Norden. Richtung Freiheit.


Auf Rømø angekommen, tastete ich mich zunächst vorsichtig an meinen Freistehplatz für die Nacht heran. Kein großes Spektakel, nur dieses leise Zufriedenheitsgefühl, wenn man weiß: Hier bleibe ich. Hier darf die Reise kurz zur Ruhe kommen. Doch die Neugier zog mich weiter. Über den Damm nach Lakolk.


Und wie man sehen konnte – konnte man nichts sehen. Der Damm, die Insel, die Welt – alles lag verborgen unter einer dichten Decke aus Seenebel. Eine surreale Stimmung. Als hätte die Landschaft beschlossen, sich mir nicht sofort preiszugeben. Keine Horizonte, keine Farben, nur Grau, das sich weich und endlos anfühlte. Stille.

Gedämpfte Wirklichkeit. Und dann, fast unmerklich, der Wandel. Der Nebel zog sich zurück, als hätte jemand langsam einen Vorhang geöffnet. Die Sonne brach durch. Plötzlich Klarheit, Licht, Weite. 


Der Strand von Lakolk zeigte sich von seiner schönsten Seite – freundlich, offen, einladend. Und dieses Gefühl…

Als hätte ich mir das gute Wetter verdient.


Den restlichen Tag blieb der Himmel klar, die Luft leicht, die Stimmung mühelos. Ich lief über den Strand, ließ den Wind durch meine Gedanken ziehen und spürte wieder dieses vertraute Kribbeln:


Sehnsucht nach Freiheit – nicht mehr als Gedanke, sondern als Zustand.


Am Strand probierte ich die Neo aus.

Ein kleines Ding. Unscheinbar fast. Doch genau darin liegt ihre Stärke. Handlich, unkompliziert, sofort einsatzbereit. Keine Technik, die sich wichtig macht. Kein Aufwand. Einfach nutzen, erleben, begeistert sein. Und ja – begeistert war ich.


Manchmal sind es nicht die großen Erlebnisse, die bleiben. Sondern diese simplen, perfekten Momente: Sonne nach Nebel. Ruhe nach Fahrt. Zufriedenheit über etwas, das einfach funktioniert.


Ein Tag, der leise begann –
und sich großartig entfaltete. 


Richtung Lejre (Dänemark)

Mit dem ersten Kilometer beginnt das große Loslassen. Ich fahre Richtung Norden auf endlosen Straßen, das Herz schlägt schneller, die Freiheit zum Greifen nah. Die flache dänische Landschaft, der Himmel weit und offen, lässt deine Seele gleich beim Start atmen.

Gefühl: Vorfreude, erstes Durchatmen.


Storebæltsforbindelsen
Dänemark
Morgens mit Echo-Wecker pünktlich um 7 Uhr aufgestanden. Gefrühstückt und alles abfahrbereit gemacht. V&E, Leergut, Müll und Strom bezahlen. Der Campingplatz in Westerland ist super. 5*+
Dann die Fähre wie geplant genommen. Die Vorherige war schon voll sonst hätte ich eher mit gekonnt.
Dann Quer durch Dänemark zur Störebeltbrücke. Aussichtpunkt gefunden. Super Wetter, Tolle Aussicht.
Und dann kommt ein Windstoß und haut meine 360°X3 um. Mist hintere Kamera hat Macken. Sehr ärgerlich. So ist halt. Ich mache meine Aufnahmen und will dann die Brücke überqueren. Dann will die Insta ACE nicht richtig. Anscheinend leer. Ich dreh am Rad. Fernbedienung geht auch nicht. Dann alles auf Dauer-EIN geschaltet und los geht es. 360° kann ich erst mal vergessen. Über die Brücke war es sehr windig aber machbar. Danach kam die Mautstation. Dank meines Transponders von Tolltickets konnte ich ohne Probleme durchfahren. PEEP bei Exspress. Alles Gut.

04. May. 2025 - 04. May. 2025
Land der Legenden
55.61494856703864, 11.942569427270572

Das Land der Legenden ist ein 43 Hektar großes „Freilandlabor“ für experimentelle Archäologie westlich von Gammel Lejre bei Roskilde auf der Insel Seeland westlich von Kopenhagen, das im Jahr 1964 als Lejre Forsøgscenter von Hans-Ole Hansen gegründet wurde.

Auf dem Parkplatz konnte ich ruhig über Nacht stehen.
Koordinaten : 55.61494856703864, 11.942569427270572


Tag 2
05.05.2025
05. May. 2025 - 05. May. 2025
Wikingerschiffsmuseum Roskilde
Strandengen, Roskilde, Region Seeland, Dänemark

Geschichten alter Seefahrer und die Weite Skandinaviens berühren mich tief. Dänemarks ruhige Strände, die alten Schiffe – sie erzählen von Bewegung, von Wind, von Abenteuern. Hier spüre ich, wie meine Sehnsucht nach Freiheit beginnt, real und greifbar zu werden.


Gefühl: Staunen, Verbundenheit mit alten Wegen.


Das Wikingerschiffsmuseum ist die Heimat von 5 weltbekannten Wikingerschiffen.

Verfolgen Sie die Arbeit auf der Bootswerft, auf dem wir ein neues Wikingerschiff bauen, und probieren Sie im Sommerhalbjahr auch selbst das Handwerk der Wikinger aus.

Erleben Sie die große Sammlung von Wikingerschiffen und traditionellen nordischen booten im Museumshafen.

Das Wikingerschiffsmuseum in Roskilde ist Dänemarks Museum für Schiffe, Seefahrt, Bootsbaukultur und maritime Handwerke in Altertum und Mittelalter. Der älteste Teil des Museums, die Wikingerschiffshalle, wurde 1969 eröffnet. Die Halle entstand als übergroße Vitrine für die dauerhafte Ausstellung der fünf Wikingerschiffe von Skuldelev. Hier werden auch aktuelle Sonderausstellungen sowie ein Film über die Ausgrabung der Schiffe gezeigt


hier kann man auch übernachten :

https://www.park4night.com/de/place/146363


Elchpark Elinge
Riksettan, Hamneda, Provinz Kronoberg, Schweden

Im Schutz der Wälder stoße ich auf den Elchpark – groß, still, eindrucksvoll. Die Tiere scheinen den Atem der Natur zu atmen, so wie du es tust. Die Freiheit fließt durch deine Adern. Ich besuche den Park und füttere die Elche. Groß, stattlich und von innerer Ruhe. Auf Nachfrage darf ich über Nacht hier parken.


Gefühl: Ruhe, naturverbunden.


05. May. 2025 - 05. May. 2025
Stellplatz
56.71839192239643, 13.878082175797942

Koordinaten : 56.71839192239643, 13.878082175797942


YouTube

https://youtu.be/Gthv4wAlg5Y



Tag 3
06.05.2025
Anundshögsstenen - Begegnung mit der Vergangenheit
Anundshög, Västerås, Provinz Västmanland, Schweden

Der Himmel liegt weit über der Ebene von Västmanland, als ich mich den Anundshög nähere. Kein dramatischer Moment, kein lautes Staunen – sondern ein stilles Ankommen. Die Landschaft öffnet sich sanft, fast ehrfürchtig, als wüsste sie um die Bedeutung dieses Ortes.


Vor mir erheben sich die Stelen. Rau, unbewegt, zeitlos. Steine, die mehr gesehen haben, als ein Mensch begreifen kann. Der größte Grabhügel Schwedens ruht daneben wie ein schlafender Riese. Hier liegen sie – Könige, Mächtige, Menschen, deren Namen längst verweht sind und deren Spuren dennoch geblieben sind.

Ich gehe langsam. Nicht aus Müdigkeit, sondern aus Respekt.

Jeder Schritt fühlt sich an wie ein leiser Eintritt in eine andere Zeit. Der Wind streicht über die Wiesen, fährt durch das trockene Gras, flüstert Geschichten von Ritualen, von Abschied, von Macht und Vergänglichkeit. Und plötzlich bin ich nicht mehr nur Besucher, sondern Zeuge. Ehrfurcht.


Nicht vor der Größe der Steine – sondern vor der Tiefe der Zeit. Vor der Erkenntnis, dass Freiheit schon immer existierte. Dass Menschen auch hier standen, blickten, hofften, glaubten. Vielleicht mit derselben Sehnsucht, die mich auf diesen Roadtrip geführt hat.

Sehnsucht nach Freiheit.


Wie klein wirken meine Sorgen zwischen diesen Monumenten. Wie still wird der innere Lärm. Die Gräber erinnern mich daran, dass Besitz, Status, Eile – nichts davon bleibt. Was bleibt, ist das Erleben. Das Unterwegssein. Das bewusste Atmen in einem Moment wie diesem. Allein stehe ich zwischen den Relikten der Wikingerzeit.


Und fühle mich seltsam verbunden.

Die Stille hier ist keine Leere – sie ist erfüllt. Von Geschichte. Von Energie. Von einer Ruhe, die sich wie ein Mantel um meine Gedanken legt. Meine Reise bekommt an diesem Ort eine neue Schicht: Sie ist nicht nur Flucht in die Natur, sondern auch Annäherung an das Wesentliche. Ich setze mich ins Gras. Der Blick wandert über Hügel, Steine, Himmel. Und ich weiß: Genau deswegen bin ich unterwegs. Nicht, um Orte abzuhaken – sondern um diese seltenen Augenblicke zu finden, in denen sich Vergangenheit, Landschaft und Seele berühren.


Hier, bei den Königsgräbern von Anundshög, fühlt sich Freiheit nicht nach Bewegung an. Sondern nach Tiefe.


06. May. 2025 - 06. May. 2025
Stellplatz
59.897739659952194, 17.636566153762278

Koordinaten : 59.897739659952194, 17.636566153762278


Nun, der Reisetag war super, nur die Vorfreude auf ein Wikinger-Uppsala wurde tief enttäuscht. Zuvor bin ich noch an einem großen sehr schönen Binnensee vorbei gefahren. Ich habe das größte Wikingergrabmal in Schweden angesehen und wurde getrieben einen geeigneten Stellplatz in Schweden zu finden.

 

Morgens : Elchpark (SE)

Abends : Gammla Uppsala Parkplatz


Tag 4
07.05.2025
06. May. 2025 - 06. May. 2025
Gamla Uppsala Museum
Sivs väg, Uppsala, Provinz Uppsala, Schweden

Alte Steine, Geschichte und stille Parks. Du wanderst in eine Landschaft, die von Jahrhunderten geformt wurde und spürst, wie wichtig deine eigene Reise ist: kein Rennen, sondern ein Sein. Aber ich sehe auch hier wird nicht der alten Ahnen gedacht.


Gefühl: Besinnung.


Das Gamla Uppsala Museum ist ein historisches Museum in Gamla Uppsala, im nördlichen Teil von Uppsala, Schweden. Das Museum ist auf die Vendel-Ära und die wikingerzeitliche Geschichte von Gamla Uppsala ausgerichtet.


Schöner Ort. Angenehm ruhig und beleuchtet. Ende August noch ein paar Wohnmobile, vor dem Gamla Uppsala-Museum, Toiletten im Museum oder 300 m neben der Kirche mit Spültoilette und Waschbecken mit heißem Wasser. Relativ sauber für öffentliche Toiletten!

Stellplatz : Skuleberget Havscamping
63.066580070572705, 18.36658663483939

Koordinaten : 63.066580070572705, 18.36658663483939


Schöne Landschaften

Auf meinem Weg Richtung Nordkap hieß es jetzt Strecke machen.

Am Ende vom 07. Mai 25 wollte ich eigentlich an einem Wanderparkplatz nächtigen, doch das Internet war zu schlecht. Ich wich zu einem Bezahlplatz aus (38€) am bottnischen Meerbusen in einer kleinen Bucht. Alles da was ich nicht brauchte, aber schön gestanden.

Morgens : Gammla Uppsala Parkplatz
Abends : Skuleberget Havscamping 


Tag 5
08.05.2025
Stellplatz : Bondö Marina
65.23245591986361, 21.654357279151682

Koordinaten : 65.23245591986361, 21.654357279151682


Dann hieß es wieder Strecke machen. Vorbei an schönen Landschaften am Meerbusen entlang landete ich am 08. Mai 25 in dieser Marina. Der gegenüberliegende Parkplatz war kostenfrei.
Habe super geschlafen.

Morgens : Skuleberget Havscamping 
Abends : Marina Bodö


YouTube

https://youtu.be/SEWitr3hZEI


Tag 6
09.05.2025
08. May. 2025 - 08. May. 2025
Santa Claus Village
Joulumaantie, Rovaniemi, Lapin aluehallintovirasto, Manner-Suomi, Finnland

Es gibt Orte, die fühlen sich an wie ein leiser Schritt aus der Realität.

Das Santa Claus Village in Rovaniemi ist so ein Ort. Hier verliert Weihnachten seinen festen Platz im Kalender und wird zu einem Zustand. Kein Datum, kein Dezember – sondern ein Gefühl, das einfach da ist.

Mitten in Lappland.

Zwischen klarer Luft, weiter Stille und diesem besonderen Licht des Nordens liegt die offizielle Heimatstadt des Weihnachtsmanns. Ein Gedanke, der zunächst fast märchenhaft klingt – und sich doch überraschend stimmig anfühlt, sobald man hier steht.

Seit Jahrhunderten, so erzählt man sich, ist der Weihnachtsmann in Lappland zuhause.

Und plötzlich wirkt diese Geschichte nicht mehr wie Fantasie, sondern wie eine natürliche Wahrheit dieses Landes. Die Landschaft selbst scheint Teil des Mythos zu sein: Wälder, Schnee, Weite – alles trägt diese sanfte, ruhige Magie in sich.

Der Polarkreis verläuft direkt durch das Dorf.

Eine unsichtbare Linie, die hier sichtbar wird. Ich überquere sie langsam, beinahe bewusst feierlich. Nicht wegen eines Fotos. Sondern wegen dieses seltsamen, schönen Gedankens:

Eine Grenze zwischen Welten.
Zwischen Alltag und Wunder.

Hier wurzeln, so heißt es, viele Weihnachtsgeheimnisse.

Und während ich durch das Dorf gehe, zwischen Lichtern, Holzgebäuden und still lächelnden Besuchern, spüre ich, dass es nicht um Weihnachten allein geht. Es geht um das Staunen. Um das kindliche Gefühl, das wir irgendwo auf dem Weg ins Erwachsensein leise zurückgelassen haben.

Dieser Ort erinnert daran.

Nicht laut, nicht kitschig – sondern sanft. Fast zärtlich.

Und wieder begleitet mich dieses vertraute Echo meiner Reise:

Sehnsucht nach Freiheit.

Freiheit, an Wunder zu glauben.
Freiheit, sich berühren zu lassen.
Freiheit, die Welt nicht nur zu sehen, sondern zu fühlen.


Auf dem Parkplatz kann man übernachten


kostenloser Stellplatz am Weihnachtsmanndorf

https://www.park4night.com/de/place/130011



09. May. 2025 - 09. May. 2025
Stellplatz : Santa Claus Village
66.54322474189009, 25.838759408632153

Koordinaten : 66.54322474189009, 25.838759408632153


Zu Haus bei Claus

Am 09. Mai 2025 machte ich Stop in Rovaniemi - das Santa Claus Village.
Ich hatte Post von meinen Enkeln ab zu geben.

Morgens : Marina Bodö
Abends : Santa Claus Village


YouTube

https://youtu.be/3do58JsWwr8


Tag 7
10.05.2025
09. May. 2025 - 09. May. 2025
Goldgräber Dorf Tankavaara - Zwischen Aufbruch und Gold – Weiter Richtung Nordkap
Lappland, Manner-Suomi, Finnland

Nach der Begegnung mit dem Weihnachtsmann blieb keine Zeit für Stillstand. Die Reise rief weiter. Kilometer sammeln. Norden spüren. Der Kurs zeigte unbeirrt Richtung Nordkap – und mit jedem Abschnitt veränderte sich die Welt um mich herum.


Ich passierte ein Skigebiet. Schnee, Lifte, vereinzelte Spuren von Zivilisation. Kurz darauf öffnete sich die Landschaft, wurde weiter, rauer, fast karg. Tundraähnliche Flächen, gedämpfte Farben, diese stille, nordische Weite, die nicht beeindrucken will und es gerade deshalb tut. Für Rentiere stoppte ich.

Natürlich. Obwohl ich wusste, dass noch viele folgen würden. Doch beim ersten Anblick hält man an. Immer. Diese Tiere gehören hierher wie Wind und Stille. Sie sind kein Highlight – sie sind Teil der Landschaft, Teil dieses nordischen Rhythmus. Gefrorene Flüsse. Vereiste Seen. Die Natur wirkte eingefroren und gleichzeitig lebendig. Bewegungslos – und doch voller Ausdruck. Ich stand oft einfach nur da, blickte, atmete. Genau diese Momente sind es, die meine Sehnsucht nach Freiheit nähren. Nicht das Ankommen.

Das Unterwegssein. 


Viele Drohnenflüge begleiteten den Tag. Jeder Start ein kleines Kribbeln. Jeder Flug ein Lernmoment. Erfahrung wächst nicht im Lesen, sondern im Tun. In der Nähe eines Militärgeländes allerdings wurde es kurz ernst – die Spark geriet beinahe außer Kontrolle.

Ein Moment zwischen Faszination und Puls. Alles ging gut. Aber die Erinnerung blieb.


Tankavaara Gold Village liegt direkt an der Europastraße E75, rund 230 Kilometer nördlich von Rovaniemi.

Ein Dorf? Nicht wirklich – zumindest nicht im mitteleuropäischen Sinne. Eher eine lose Ansammlung von Gebäuden, verstreut, fast zufällig wirkend. Holzhäuser, einfache Strukturen, gruppiert um ein uriges Restaurant.


Ein Hauch „Wilder Westen“. Lappland-Version. Seit rund 150 Jahren wird hier nach Gold geschürft. Ein Gedanke, der sofort Bilder entstehen lässt: Abenteuer, Hoffnung, harte Arbeit, die Suche nach dem großen Fund. Und während ich durch Tankavaara fuhr, wurde mir klar: Gold war hier nie nur Metall. Sondern immer auch Sehnsucht.


Die gleiche Kraft, die Menschen einst hierher zog, treibt auch mich durch den Norden. Nicht auf der Suche nach Reichtum – sondern nach Momenten, nach Weite, nach diesem schwer beschreibbaren Gefühl: Frei zu sein


Stellplatz : Inari
68.7678326184939, 27.450797063366974

Koordinaten : 68.7678326184939, 27.450797063366974


YouTube

https://youtu.be/_2Pz-52AI7g


Tag 8
11.05.2025
10. May. 2025 - 10. May. 2025
Seen, Fjorde, Berge, Flüsse, Finmark
Weitere 500 km Richtung Nordkap. Von Inari aus ging es weiter nach Norden. An der Seenlandschaft vorbei fuhr ich in das landschaftlich schöne Nordfinnland. Ich muss sagen sehr schön. Viele Waldcampingplätze. Die Vegetation wird geringer. Viele Birkenbäume und Heidekraut. Moore und Seen. Dann fuhr ich durch ein Ski-Gebiet. Auf 120 km kamen mir am Sonntag morgen 3 PKW und 15 Rentiere entgegen. Über die Grenze nach Norwegen-Finnmark wurde die Straße richtig schlecht. Schlechter als in Schottland. Bis zur E6 war es eine Schlaglochpiste. Die E105 in Finnland ist Top, die in Norwegen ist FLOP. Kurz danach kam ich in Kirkenes an. Dort besuchte ich das Grenzlandmuseum. Sehr interessant mit wem die Bewohner es immer zu tun hatte. Deutsche, Russen, Engländer, etc. 

Auch hab ich zum ersten mal einen Stucka gesehe. Was die "Sterne" darauf sollten wusste ich aber nicht. Nach dem Museum war es halb Zwölf. Also beschloss ich noch weiter zur Insel Vardø zu fahren.
Eine richtige Entscheidung und eine Wahnsinnsfahrt. Berge & Fjorde. Einige umfahren. Öfters mal angehalten und die Drohne rausgeholt. Einfach nur geil. Über die Varänger-Halbinsel bin ich durch den Vardö-Tunnel zur Insel herüber. Ein toller Tag.


Kirkenes
Dr. Wessels gate, Kirkenes, Finnmark, Norwegen

Vardø – Am Rand Europas
Hasselnesgata 1, Vardø, Finnmark, Norwegen

Die erste Etappe meines Norwegen-Trips führte mich an einen Ort, der sich anfühlt wie das Ende – und gleichzeitig wie ein Anfang.


Von Finnland aus folgte ich der Küste entlang der Varangerhalvøya. Straße und Landschaft verschmolzen zu einem einzigen Fluss aus Weite, Wind und rauer Schönheit. Hier oben wirkt alles reduziert. Keine Ablenkung. Keine Eile. Nur Norden. Nur Raum.


Und dann: Vardø. Eine Insel im arktischen Eismeer, nur wenige Kilometer vor Russland. Der östlichste Punkt Norwegens – und damit auch Europas. Ein Gedanke, der still nachwirkt. Als würde man geografisch und innerlich an eine Grenze treten.


Die Landschaft ist hier keine Kulisse.

Sie ist eine Macht. Endlose Weiten an Land. Unbegrenzte Flächen aus Wasser. Der Wind trägt diese klare, fast schneidende Arktisluft. Das Licht wirkt anders. Härter. Ehrlicher. Durch das besondere Klima existieren hier Pflanzen und Tierarten, die man kaum irgendwo sonst findet. Alles fühlt sich ungewöhnlich an. Fremd – und gleichzeitig tief vertraut.


Ich stehe da, blicke über das Meer, und spüre dieses bekannte Ziehen in mir: Sehnsucht nach Freiheit.


Hier oben bekommt sie eine neue Dimension. Freiheit bedeutet nicht nur Bewegung, sondern auch Loslösung. Abstand. Klarheit.Das kleine Städtchen Vardø berührt auf eine ganz eigene Weise. Verlassene Häuser. Verwitterte Fassaden. Streetart zwischen Stille und Zerfall. Eine Lost-Place-Stimmung liegt über den Straßen. Nichts wirkt geschniegelt oder inszeniert. Stattdessen Echtheit. Geschichte. Spuren von Leben, das gegangen ist – und doch geblieben scheint.


Ich besuche eine Wikinger-Skulptur, die trotzig dem Wind standhält. Ein altes Fort, das von Verteidigung und Vergänglichkeit erzählt. Und schließlich das Hexenmahnmal Steilneset Memorial. Ein Ort, der unter die Haut geht. Still. Eindringlich. Schwer.


Die Geschichte der Hexenprozesse liegt hier nicht in Büchern, sondern in der Luft. In der Architektur. Im Schweigen.


Vardø ist kein Ort, der gefallen will.

Er fordert. Er konfrontiert mit Weite, Einsamkeit, Geschichte und dieser rohen, arktischen Wirklichkeit. Und genau deshalb zieht er mich in seinen Bann. Ich liebe es. Diese Kargheit. Diese Ehrlichkeit. Dieses Gefühl, wirklich weit weg zu sein.


Am Rand Europas. Und ein Stück näher bei mir selbst.


Stellplatz
70.37993920952503, 31.118527326702672

Koordinaten : 70.37993920952503, 31.118527326702672


YouTube

https://youtu.be/I9edDwnCSs4


Tag 9
12.05.2025
Vestertana naturreservat
Norwegen

Tanafjordveien
Finnmark, Norwegen

Nach Lebesby – Zwischen Tal und Schneeweite

Von Vardø aus führte mich der Weg weiter Richtung Nordkap – zurück über die Varangerhalbinsel, hinein in diese stille, raue Weite der Finnmark.


Die Straße schlängelte sich entlang des Varangerfjords, dann vorbei an Tana Bru. Unten im Tal zeigte sich die Landschaft fast sanft. Der Tanaelva zog ruhig seine Bahn, begleitet von gedämpften Farben, offenen Flächen und dieser nordischen Gelassenheit. Ein vertrautes Bild. Fast weich. Doch je höher ich kam, desto mehr veränderte sich die Welt.


Die Fahrt hinauf auf das Tanafjordfjellet fühlte sich an wie ein Übergang in eine andere Realität. Die Vegetation verschwand. Die Farben wurden weniger. Und plötzlich: Schnee. Nicht ein wenig. Nicht dekorativ. Sondern meterhoch.


Die Hochebene lag unter einer massiven weißen Decke, als hätte der Winter hier oben endgültig Besitz ergriffen. Straßenränder wie Wände aus Schnee. Die Landschaft reduziert auf Formen, Licht und unendliche Flächen. Ich war überwältigt.


Dieses Gefühl, wenn Worte zu klein werden. Wenn der Blick nicht weiß, wo er zuerst ruhen soll. Alles wirkte größer, stiller, elementarer. Und gleichzeitig so vollkommen ruhig.


Zwei Welten – nur Kilometer voneinander entfernt


Was mich besonders traf, war der Kontrast. Unten bei Tana Bru: Tal, Fluss, offene Erde. Oben auf dem Fjell:

Arktische Winterwelt.


Ein völlig anderes Landschaftsbild – getrennt nur durch Höhenmeter und ein paar Kurven. Als würde man innerhalb kurzer Zeit zwischen Jahreszeiten wechseln. Ich hielt an. Natürlich. Nicht für ein Foto allein, sondern um diesen Moment wirklich aufzunehmen. Die Luft war klar, die Stille fast greifbar. Kein Geräusch außer dem Wind, der über die Schneeflächen strich. Hier oben fühlte sich meine Sehnsucht nach Freiheit grenzenlos an. Keine Enge. Keine Grenzen. Nur Weite.


Die Straße führte mich weiter Richtung Lebesby. Kilometer um Kilometer durch diese karge, beeindruckende Landschaft. Jeder Abschnitt ein Wechselspiel aus Schnee, Licht und nordischer Einsamkeit. Keine Ablenkung. Keine Hektik. Nur Fahren. Nur Sein.


Und dieses tiefe, stille Glück, genau hier unterwegs zu sein. 


Stellplatz Lebesby
70.41567243944193, 26.731406675949465
TANAfjordveien, Lebesby

Richtung Nordkap habe ich von Vargö aus den Weg zurück über die Varängerhalbinsel am Varangafjord in die Finmark genommen. An Tana Bru vorbei, entlang dem Tanaelva und um den Smalfjord herum. Dann den Tanafjordvelen folgend zu Vestertana und über den Ifjord zum Holmfjellet.
Schliessliche in Lebesby am Laksfjord angekommen. Schöner Freisteh-Schotterplatz ohne alles, aber mit Fjordblick.

Morgens : Vardö
Abends : Lebesby


Tag 10 bis 12
13.05.2025
13. May. 2025 - 13. May. 2025
Porsangerfjord
Finnmark, Norwegen
Finmark Richtung Nordkap

Weiter fahre ich durch die Finmark und der Gemeinde Nordkap bis zu dem Gleichen.
Die Fahrt war geprägt von immer schlechter werdenden Wetters.
Schlussendlich auf der Nordkap-Insel Mageroya angekommen (Tunnel) wurde es richtig diesig und kalt. 350 NOK für Eintritt in die Nordkaphalle und freies Parken. Recht leer hier. Das Warten auf besseres Wetter war die richtige Entscheidung. Kurze Zeit später hatte ich meine Aufnahmen im Kasten.


13. May. 2025 - 14. May. 2025
Nordkapp
Finnmark, Norwegen

Ankommen am Nordkap fühlt sich groß an.


Und doch beginnt alles ganz unspektakulär – auf dem Parkplatz. Parken ist unkompliziert. Die kostenlosen Toiletten sind rund um die Uhr geöffnet. Ein Detail, das man nach vielen Kilometern wirklich zu schätzen weiß. Frischwasser gibt es ebenfalls: Links vom Mitarbeiterquartier, etwas östlich des Parkplatzes. Kein langes Suchen. Kein Rätselraten.


Wer das Besucherzentrum betreten möchte, löst ein Ticket – 24 Stunden gültig. Angenehm entspannt, ohne Zeitdruck.


Drinnen eröffnet sich eine andere Welt:

Eine dreistöckige Ausstellung, überraschend umfangreich und modern. Ein Shop, der mehr bietet als die üblichen Souvenirs. Saubere Toiletten. Ein Restaurant mit Aussicht und der Möglichkeit, kurz innezuhalten.


Was besonders auffällt: Das Personal. Freundlich, hilfsbereit, mehrsprachig. Kein touristischer Automatismus, sondern echte nordische Gelassenheit.


Ein Ort am Ende Europas –
der sich erstaunlich warm anfühlt.


https://www.park4night.com/de/place/4855



Nordkapp-Hallen

Mitten im Fels verborgen, fast unsichtbar von außen, liegen die Nordkapp-Hallen.


Ein Rückzugsort in dieser rauen, windgepeitschten Landschaft. Drinnen: warme Luft, gedämpftes Licht, eine stille Atmosphäre. Die Ausstellung erzählt von Natur, Geschichte und der Bedeutung dieses besonderen Ortes.

Zwischen Kino, Kapelle, Shop und Restaurant entsteht ein eigenartiger Kontrast: Draußen die endlose Weite.

Drinnen ein geschützter Raum.

Und genau das macht den Reiz aus – ein kurzer Moment des Ankommens, bevor der Blick wieder hinaus in die Freiheit wandert.


13. May. 2025 - 14. May. 2025
Stellplatz am Nordkapp
71.16851168102313, 25.780701526633052

Koordinaten : 71.16851168102313, 25.780701526633052


YouTube

https://youtu.be/6fYUPC958zE


Tag 12
15.05.2025 : Alta - TirpitzMuseum & Nordlichtkathedrale
Olderfjord
70°29'06.6"N 25°04'26.4"E

Nordlyskatedralen
Altaveien, Alta, Finnmark, Norwegen

In Nordlyskatedralen einzutreten fühlt sich anders an. Nicht wie der Besuch einer klassischen Kirche. Eher wie das Betreten eines Raumes aus Licht und Ruhe. Die Architektur – kühn, modern, fast schwebend – zieht den Blick nach oben. Linien, die sich drehen. Flächen, die das Licht einfangen. Alles wirkt klar, reduziert, nordisch. Still. Die Geräusche der Welt bleiben draußen. Drinnen nur gedämpfte Schritte, leises Atmen, diese besondere Atmosphäre, die Kirchen unabhängig von Zeit und Stil umgibt. Und doch schwingt hier mehr mit.


Alta, Finnmark, Lappland – Regionen, die lange vor dem Christentum von anderen Glaubenswelten geprägt waren. Von Mythen, Naturgeistern, den alten nordischen Göttern. Odin. Thor. Freya. Kräfte, geboren aus Landschaft, Wetter, Dunkelheit und Licht. Hier oben, wo Natur stets stärker war als der Mensch. Das Christentum hat auch hier seinen Platz gefunden.

Langsam. Unaufhaltsam. Wie überall im Norden verdrängte der neue Glaube die alten Vorstellungen. Heidnische Rituale wichen christlichen Symbolen. Mythische Welterklärungen wurden durch andere ersetzt. Ein Wandel der Zeiten. Ich sitze in einer Bankreihe und lasse den Raum auf mich wirken. Das Licht, das durch die Fenster fällt, erinnert fast ironisch an das Nordlicht selbst – dieses uralte, naturgeborene Schauspiel, das Menschen lange vor jeder Kirche ehrfürchtig machte.

Glaube verändert sich. Die Sehnsucht bleibt. Und während ich dort sitze, zwischen moderner Sakralarchitektur und jahrtausendealter Landschaft, spüre ich wieder dieses vertraute Gefühl meiner Reise:


Sehnsucht nach Freiheit.

Freiheit der Gedanken.
Freiheit der Perspektiven.
Freiheit, Geschichte nicht nur zu sehen – sondern zu fühlen. 


Alta Museum
Alta Museum, Alta, Finnmark, Norwegen

Das Alta Museum ist kein gewöhnliches Museum. Es ist eine Reise weit zurück – zu den ersten Bildern, die Menschen hier in Stein hinterlassen haben. Die berühmten Felsritzungen erzählen von Jagd, Tieren, Ritualen und einem Leben im Einklang mit der Natur.


Draußen, im Freigelände, begegnet man der Geschichte direkt am Fels.

Kein Glas. Keine Distanz. Nur Stein, Zeichen und Zeit.


Ein Ort, der still macht – und beeindruckt durch die Tiefe der Vergangenheit. 


Tirpitz Museum
Access to Tirpitz Museum, Alta, Finnmark, Norwegen

Wer interessiert ist an der Geschichte und das Schicksal der Tirpitz und deren kennt , der muss hier einmal durchgehen. Der Film im Kino, die Fundstücke und selbst nach Jahrzehnten von Tauchern geborgenen, persönlichen Dinge sind sehenswert. Leider war bei meiner Ankunft das Museum noch im Winterschlaf.


Stellplatz : Olderdalen
69.5776404270525, 20.585975645328883

Koordinaten : 69.5776404270525, 20.585975645328883


Tag 13
16.05.2025
16. May. 2025 - 16. May. 2025
Florida des Nordens
Am nächsten Tag (16.05.25) wollte ich die Gorsabrua (Brücke) fotografieren, doch der Weg dorthin war ohne Alpine Ausrüstung und Erfahrung recht risikovoll, sodaß ich bei 250 Höhenmetern abgebrochen hab und bin umgekehrt. War für mich schon respektabel. Hab dann von unten noch die Drohne aufsteigen lassen. Danach wollte ich zum SAMI Shop Reisa. Geschlossen. Dann nach Tromsö, Seilbahn - Geschlossen. Bin dann zu den Tripitz-Platen gefahren. Die Eisenplatte läuft nicht weg und hat auch nicht geschlossen.  Geschichtlich sehr interessant das Schicksal der Tirpitz. Da hab ich auch noch meine Kamera liegen lassen. Schnell wieder die 10 km zurück. Glück gehabt.
Dann bin ich zum besten Geheimstrand des Nordens gefahren. Die Strecke dort hin sehr abenteuerlich aber machbar. Ich kenn ja schon so manche Strecken in Schottland und Norwegen. Grötfjord Beach ist einfach super, super günstig (10€), super Ort, super Strand und super Strandparken.

16. May. 2025 - 16. May. 2025
Tirpitz-Steelen
Håkøyvegen, Tromsö, Troms, Norwegen
Wer die Geschichte mag und im Kåfjord das Museum besucht hat, schließt an dieser Tafel und dem daniederliegendem Krater eines Tallboy das Schicksal der Tirpitz und deren Besatzung ab

Stellplatz : Grøtfjord beach
69.77543915169016, 18.538060439656718

Koordinaten : 69.7788220028328, 18.53811941387341


YouTube

https://youtu.be/e2PJh0pCeOs


Tag 14
17.05.2025
Stellplatz : Sommeroy
Sørvegen 67, Tromsö, Troms, Norwegen

Schönster Ort den man sich vorstellen kann. Karibik des Nordens.


Tag 15
18.05.2025
Brensholmen
Troms, Norwegen

Gebiss des Teufels
Ersfjordveien, Troms, Norwegen

Am äußersten Ende der schmalen Landzunge zwischen Steinfjord und Ersfjord liegt Tungeneset.


Ein Ort, der wirkt, als hätte man ihn bewusst für den perfekten Blick geschaffen. Ein Steg aus sibirischer Lärche führt hinaus über die Klippen. Warmes Holz, klare Linien, nordische Schlichtheit. Darunter: Fels, Meer, Wind. Vor mir erhebt sich das Gebirgsmassiv Oksen – schroff, kantig, mit spitz zulaufenden Gipfeln.


Das „Gebiss des Teufels“. Ein Name, der passt.


Doch Senja zeigte sich an diesem Tag nicht von seiner freundlichen Seite. Grauer Himmel, schwere Wolken, wechselhaftes Licht. Und als wäre das nicht genug, kam noch eine Baustelle hinzu. Absperrungen. Eingeschränkter Zugang. Der Weg zum eigentlichen Fotopunkt blieb mir verwehrt. Kurz dieser Moment von Frust. Dieses leise „Nicht schon wieder“, das wohl jeder Reisende kennt. Wenn Natur und Umstände sich verbünden und Pläne einfach zerfallen.


Und doch…

Selbst im schlechten Wetter, selbst mit Baustelle, verlor dieser Ort nichts von seiner Wirkung. Die Landschaft blieb gewaltig. Das Meer unruhig. Die Berge eindrucksvoll. Freiheit zeigt sich nicht nur im perfekten Moment. Manchmal liegt sie genau darin, die Unvollkommenheit anzunehmen, stehen zu bleiben und trotzdem zu staunen. 


Senja – Zwischen Plan und Wirklichkeit - Anderdalen Nationalpark
Tranøyveien, Senja, Troms, Norwegen

Auf Senja hatte ich mir eine klare Vorstellung gemacht.

Eine Tageswanderung im Ånderdalen Nationalpark. Rund 15 Kilometer. Der Weg sollte mich durch Hochmoore führen, vorbei an knorrigen Birken, hinein in stille Nadelwälder. Ziel: das Åndervatnet – der größte See des Nationalparks. So war der Plan. Ein schöner Plan. Doch Senja entschied anders. Schlechtes Wetter. Nasse Kälte. Ungeräumte Wege.


Die Natur zeigte mir ihre raue Seite. Pfade verschwanden unter Wasser, Schnee und Matsch. Der Regen nahm jede Leichtigkeit, jeder Schritt wurde schwerer, langsamer, zäher.

Irgendwann kam dieser ehrliche Moment: Nicht kämpfen. Akzeptieren.

Manchmal bedeutet Reisen nicht, den Plan durchzuziehen, sondern ihn loszulassen. Die Landschaft bleibt, aber die Bedingungen ändern sich. Und mit ihnen die Entscheidung.

Ich habe Senja verlassen.

Die Lofoten gestrichen.

Kein Scheitern – sondern ein Kurswechsel. Ein Teil dieser Reise, die von Anfang an unter einem einzigen Leitgedanken stand:

Sehnsucht nach Freiheit.

Freiheit heißt auch, umzudenken.
Freiheit heißt, weiterzufahren.

Neues Ziel: PolarPark.

Neue Eindrücke.
Neue Wege.
Neue Geschichten.


Stellplatz : Polar Park
Bonesveien, Bardu, Troms, Norwegen

Koordinaten : 68.69212703525574, 18.11154678505513


YouTube

https://youtu.be/mJSjgZmU3jc


Tag 16
19.05.2025
Polar Park

Der PolarPark fühlt sich nicht an wie ein klassischer Tierpark. Keine Enge. Keine Hektik. Stattdessen Weite, Ruhe und eine Umgebung, die der nordischen Wildnis erstaunlich nahekommt. Die Gehege groß, die Tiere präsent – und doch mit einer natürlichen Distanz, die Respekt schafft. Wölfe. Bären. Luchse. Keine Show, kein Spektakel. Eher ein stilles Beobachten. Ein Innehalten. Der Blick auf Tiere, die hier oben nicht exotisch wirken, sondern heimisch, selbstverständlich, Teil dieser Landschaft.


Ein Besuch, der entschleunigt. Und mich einmal mehr daran erinnert, warum ich unterwegs bin: Sehnsucht nach Freiheit.


Sommarsetvika
67.92104489634951, 15.41823731118941

Manche Stellplätze sind praktisch. Andere sind Erinnerungen.

Sommarsetvika war so ein Ort. Ein Platz, der nicht einfach nur eine Übernachtung bedeutete, sondern ein Ankommen. Die Straße endete, die Welt wurde leiser, und vor mir öffnete sich diese ruhige, nordische Küstenlandschaft. Wasser. Berge. Stille. Das Wohnmobil stand, als hätte es genau hier hingehört. Kein Lärm, keine Ablenkung – nur Wind, der sanft über das Ufer strich, und dieses besondere Licht, das den Norden selbst am Abend nicht wirklich dunkel werden lässt. Ich blieb draußen stehen. Lange.


Atmete diese Ruhe, diese Weite, diesen Moment, der sich nicht festhalten lässt und doch tief bleibt. Die Gedanken wurden langsamer, der innere Lärm verstummte. Sehnsucht nach Freiheit.


Hier war sie nicht nur spürbar – sie war selbstverständlich. Kein Ziel, kein Plan, kein Müssen. Nur Sein. Ein Stellplatz für eine Nacht. Ein Gefühl für viel länger.

 

Koordinaten : 67.92104489634951, 15.41823731118941


Tag 17
20.05.2025
Zum Kystriksveien

Die Kystriksveien ist keine gewöhnliche Straße.

Sie ist eine Reise entlang der Elemente.

Zwischen Trondheim und Bodø folgt sie der norwegischen Küste, windet sich vorbei an Fjorden, Inseln, Bergen und kleinen, stillen Orten. Asphalt, der immer wieder vom Wasser unterbrochen wird – Fähren gehören hier nicht zur Ausnahme, sondern zum Rhythmus. Fahren. Warten. Übersetzen. Weiterfahren. Die Landschaft wechselt ständig und bleibt doch unverkennbar nordisch. Schroffe Gipfel treffen auf offene Meeresflächen. Sanfte Buchten auf dramatische Küstenlinien. Licht, das sich im Minutentakt verändert. Keine Monotonie. Keine Eile.


Die Kystriksveien zwingt nicht – sie verführt. Zum Anhalten. Zum Schauen. Zum Verlieren in dieser endlosen Abfolge aus Natur und Weite.

Und genau darin liegt ihr Zauber:

Der Weg wird zum Ziel.

Kilometer verlieren ihre Bedeutung. Zeit wird nebensächlich. Was bleibt, ist dieses tiefe, ruhige Gefühl, unterwegs zu sein. Sehnsucht nach Freiheit. Auf kaum einer anderen Route fühlt sie sich so selbstverständlich an.


Saltstraumen
Saltstraumbrua, Saltstraumen - Stuorstrávve - Stuorrastrávve, Nordland, Norwegen

Der Saltstraumen ist kein Ort, den man einfach nur anschaut. Man spürt ihn. Hier presst sich das Wasser mit ungeheurer Kraft durch eine schmale Meerenge. Alle sechs Stunden kehrt sich die Strömung, und das Meer beginnt zu rotieren, zu ziehen, zu wirbeln. Strudel entstehen, kraftvoll, hypnotisch, beinahe unwirklich. Natur in Bewegung. Ungebändigt. Unaufhaltsam. Ich stehe an der Brücke, blicke hinab auf das tosende Wasser. Kein gleichmäßiges Fließen, sondern ein ständiges Ringen der Kräfte. Das Meer wirkt lebendig, fast wild entschlossen.

Und doch liegt eine seltsame Ruhe darin.

Dieses ewige Kommen und Gehen der Gezeiten, dieser Rhythmus, der sich um keine menschliche Uhr kümmert. Der Saltstraumen erinnert daran, wie klein Kontrolle ist – und wie groß die Natur.

Ein Ort voller Energie.

Und wieder dieses vertraute Gefühl meiner Reise:

Sehnsucht nach Freiheit.


19. May. 2025 - 19. May. 2025
Saltdal – Ein Hauch von Alaska im Norden
Storfjord i Saltdal, 8255, Røkland, Norway

Meine Entdeckung von Saltdal im Saltfjellet fühlte sich an wie ein Sprung in eine andere Welt.


Ein wilder Fluss schneidet sich durch das Tal. Klar. Kraftvoll. Ungezähmt. Er stürzt über Granitfelsen, windet sich zwischen steinigen Ufern, verschwindet kurz im Wald, nur um wenig später wieder aufzubrausen. Das Wasser trägt diese rohe Energie, die man nicht nur sieht, sondern hört und fühlt.


Die Szenerie erinnert mich an Alaska. Diese Mischung aus Ursprünglichkeit, Wildheit und stiller Größe. Dichte Wälder, massive Felsen, ein Fluss, der seinen eigenen Willen zu haben scheint. Ich bleibe stehen. Lange. Kein Ziel, kein Zeitdruck. Nur das Rauschen des Wassers, der Duft von feuchtem Holz, die klare, kühle Luft. Die Natur wirkt hier nicht dekorativ, sondern elementar. Echt. Unverstellt. Überwältigend. Und mitten in dieser Landschaft spüre ich wieder, warum ich unterwegs bin: Sehnsucht nach Freiheit. Hier fließt sie mit dem Wasser.


Saltfjellveien - Arctic Circle
Saltfjellveien 1850, Storforsheia, Nordland, Norwegen

Saltfjellet.

Schon die Anfahrt fühlt sich besonders an. Die Landschaft wird weiter, karger, stiller. Bäume verschwinden, Farben reduzieren sich. Zurück bleibt diese raue, nordische Offenheit. Dann das Monument.


Der Arctic Circle Norway – eine Linie, unsichtbar auf der Karte, hier greifbar in Stein und Raum. Ich trete näher, fast automatisch langsamer. Ein Schritt über den Polarkreis. Kein lauter Moment. Eher ein innerer. Wind zieht über die Hochebene, Wolken jagen tief, das Licht wechselt ständig. Alles wirkt groß, frei, grenzenlos. Ein Ort, der weniger Sehenswürdigkeit ist als Gefühl. Ich bleibe stehen. Atme. Und spüre dieses vertraute Ziehen meiner Reise: Sehnsucht nach Freiheit. Hier oben scheint sie Teil der Landschaft zu sein


Knutlia Rasteplass
66.04625493154148, 13.617403644023364

Koordinaten : 66.04976905582171, 13.625589416594131


Tag 18
21.05.2025
Andalsvågen
Norwegen

Mal wieder Fährfahrt

Torghatten

Heute, 21. Mai 2025 hab ich mir vorgenommen von hier aus meine alte Route wieder auf zu nehmen. Und das hat prima geklappt. Gestartet bin ich die Kystriksveien bei  Tjøtta und folgte dann der Fv17. Heute hatte ich 2 Fährfahrten von der die von Tjötta nach Forvik am schönsten war. Super Wetter für super Fotos. Dann versuchte ich noch ein letztes mal eine EFOY-M5-Patrone zu erhalten. Den Laden gibt´s nicht mehr. Egal. Gute Laune behalten und nach Torghatten - Loch im Berg - gefahren. Bei bestem Wetter bin ich die Sherpa-Treppen hoch. Immerhin 200 m Höhe auf wenig Länge. Also sehr steil. Hab mich da hochgequält aber hat sich gelohnt. Abends habe ich dann einen Parkplatz an einem Fjordarm ergattert. Natürlich freistehend.


Torghatten Wanderung
Norwegen

Auf dieser Etappe geht es weiter zum Wahrzeichen der Helgelandskysten: dem Torghatten. Einem Berg mit einem riesigen Loch, durch das man sogar hindurchwandern kann. 35 Meter hoch und 160 Meter lang ist dieses Loch und es wirkt sehr imposant. Doch bis dorthin ist es noch ein ganzes Stück! Erst einmal die Scherpa-Treppen hinauf.


Sørstraumen Rest Stop
65.3672145619538, 12.198301626474379

Koordinaten : 65.3672145619538, 12.198301626474379


YouTube

https://youtu.be/Aji45jYd8yQ


Tag 19 bis 21
22.+23.05.2025
Amerika ist nicht weit
Auf meiner Kystriksveien-Route machte ich einen Abstecher auf die Insel LEKA. Die Insel ist bei der Kontinentalplattenverschiebung nicht mit der Amerikanischen mitgewandert und in Norwegen geblieben. Daher kann man sagen dass die Insel LEKA eigentlich ein Teil Amerikas ist. Die Gesteinsformen und -farben erinnern auch an Canyon und Nevada.

Auch auf der Insel habe ich mir ein großes Wikingergrab angesehen. Eine Schutzhütte stand auch dort und war bewundernswert sehr gut ausgestattet.


Leka - Skei fergekai
65.0882246992581, 11.738221503863743

Manche Orte beginnen, bevor man sie erreicht.


Leka war für mich genau so ein Ort. Ich hatte gelesen, Bilder gesehen, die Sage gehört – und trotzdem blieb dieses leise, aber bestimmte Gefühl: Das hier wird anders. Ruhiger. Eigenwilliger. Und genau richtig.


Leka liegt vor der Küste Nordnorwegens, Teil der Helgelandregion. Klein, überschaubar, fast unscheinbar auf der Karte. Kein Ort, der laut Aufmerksamkeit fordert.

Und gerade deshalb so stark. Hier geht es nicht um klassische Sehenswürdigkeiten. Es geht um Landschaft. Um Erdgeschichte. Um diese seltene Mischung aus Geologie und Mythos, die einen Ort nicht spektakulär, sondern tief wirken lässt.

Entdeckt habe ich Leka auf meiner Fahrt entlang des Kystriksveien. Die Fv 17. Eine Straße, die sich nicht einfach durch die Landschaft zieht, sondern mit ihr fließt. Inseln, Fjorde, kleine Orte – alles verbunden durch Asphalt, Brücken und Fähren. Der Weg selbst wird zur Erfahrung. Schon die Überfahrt nach Leka verändert das Tempo. Kein Trubel. Keine Hektik. Nur Wasser, Wind und dieses langsame Gleiten über den Fjord. Als ich ankomme, legt sich sofort Ruhe über alles. Die Insel empfängt nicht – sie existiert einfach. Offen. Weit. Archaisch. Felsen, Wasser, Himmel. Mehr braucht es nicht. Nichts drängt sich auf, nichts will gefallen. Und genau darin liegt diese besondere Qualität: Leka fühlt sich nicht besucht an. Sondern erlebt. 


Geologisches Nationaldenkmal
65.10601126856176, 11.620372512612116

Ganz im Süden des Trollfjell Geoparks liegt eine Insel, deren Berge und Landschaft fast die gesamte Geschichte Norwegens widerspiegeln. Und diese Geschichte beginnt lange bevor Dinosaurier die Erde bevölkerten.

Leka ist die Insel, die für die Adlerjagd berühmt ist, bei der die dreijährige Svanhild von einem Adler gefangen genommen wurde. Die Insel blickt zudem auf eine reiche Wikingergeschichte mit großen Grabhügeln und bedeutenden Kulturdenkmälern zurück. Darüber hinaus ist sie das nationale geologische Denkmal Norwegens und von großer Bedeutung für unser Verständnis der Entstehung der Erde und völlig unzugänglicher Teile unseres Planeten.


Skeisnesset - Ivarshalleren
65.10177689319417, 11.765812257249461

Skeisnesset ist eine malerische, flache Landzunge im Norden der norwegischen Insel Leka (Trøndelag), die für ihre einzigartige Kombination aus Küstenheide, Geologie und Kulturgeschichte bekannt ist. Als Teil des UNESCO Global Geoparks Trollfjell bietet das Gebiet ein Netz aus fünf befestigten Wanderwegen, die zu Wikingergräbern, Steinzeitsiedlungen und Aussichtspunkten führen. 


YouTube

https://youtu.be/i9Npa10-V4s


Steinkjer & Trondheim
Heute habe ich die Kystriksveien bis Steinkjer zu Ende gefahren. Dort habe ich dann eine Wanderung auf die Oftenasen zum größten Liegestuhl Norwegens. Auf gut 300 Meter aufgestiegen war das für mich noch machbar. Respekt vor den Leute hier. Die machen das mal eben in der Mittagspause. Der Weg war schön mit Trollfiguren und Bären (Björn) bestückt. Schliesslich bin auch den Bärentatzen-Wanderweg gegangen. Die Norweger halten sich alle wohl mit Jogging und Radfahren fit.


Danach bin ich nach Trondheim gefahren. Um zur Festung Christian zu kommen war auch wieder eine kleine Bergwanderung angesagt. Dort hat man eine Schön Aussicht.  Zurück über die Gammle Brua habe ich dann von Außen den Nidarosdom. Nidaros war der Name von Trondheim zur Wikingerzeit. Davon ist hier aber gar nix mehr zu sehen. Dann bin ich noch durch die Hauptgeschäftsstrassen gebummelt. Nix für mich. Eben Großstadt mit all den negativen Einflüssen. Ich hatte einen kostenfreien Parkplatz am Straßenrand in einem ÖKO-Viertel. Sehr bunt hier. Auch Grün-Öko. Überall eBikes, eScooter & eAutos. Und Multikulti.


Steinkjer _ Wanderung auf zum Gartenstuhl auf dem Oftenåsen
Inger Margrethe Grams veg 57, Steinkjer, Tröndelag, Norwegen

Der Aufstieg auf den Oftenåsen beginnt über Tranaleie – den sogenannten Trollstien. Ein Stück steiler. Ein Stück fordernder. Doch genau das macht den Reiz aus. Schritt für Schritt gewinnt man an Höhe, während sich die Landschaft langsam öffnet. Und immer wieder tauchen sie auf: Hölzerne Märchen- und Fabelwesen. Still zwischen Bäumen platziert, fast so, als würden sie den Weg bewachen. Kleine Überraschungen am Wegesrand, die der Wanderung eine spielerische Leichtigkeit verleihen.

Kein Wunder, dass norwegische Familien diese Route lieben.

Für Kinder wird der Anstieg zur Entdeckungsreise. Die Strecke verliert ihren „steilen Charakter“ und wird zu einem Pfad voller Fantasie. Der Weg zum Gipfel vergeht beinahe unbemerkt. Oben wartet die Belohnung: Weite. Wind. Ausblick. Und ein Klappstuhl

Für den Rückweg bietet sich der Abstieg über Ainner Vein an. So wird aus der Tour eine stimmige Rundwanderung – abwechslungsreich, ruhig und typisch nordisch. Anstrengung und Leichtigkeit in perfekter Balance. 


30. Nov. -0001 - 30. Nov. -0001
Stellplatz : Verkstedhallen, Svartlamon
63.4386945602921, 10.422394041716812

Koordinaten : 63.4386945602921, 10.422394041716812


Kristiansten festning
Hovedport, Trondheim, Tröndelag, Norwegen

Trondheim
Tröndelag, Norwegen
Trondheim ist eine Stadt am Trondheimer Fjord in Mittelnorwegen. Die aus dem 11. Jahrhundert stammende gotische Kathedrale von Nidaros verfügt über eine kunstvolle Fensterrose und eine detaillierte Westfassade


Trondheim ist zudem eine der ältesten und historisch bedeutendsten Städte Norwegens. Das historische Stadtzentrum ist kompakt und in ein oder zwei Tagen leicht zu Fuß zu erkunden. Für viele Jahre als Wikingerhauptstadt Norwegens bekannt, hieß Trondheim früher Nidaros.


YouTube

https://youtu.be/MTRXvfM_ro0


Tag 21
24.05.2025
Parking Lot
63.097167334790164, 7.627346204302501

Koordinaten : 63.097167334790164, 7.627346204302501


Atlanterhavsveien Geiranger Fjord Camping
Morgens früh aus Trondheim gefahren. Bei Regenwetter.

Bis nach Averoy für die Atlantikküstenroute.
Dort hab ich erstmal Pause gemacht und das Video von gestern hochgeladen
Wetter wurde nicht besser, daher auf den Folgetag verschoben.

Morgens : Trondheim
Abends : Parking Lot, Hendholmen, 6530 Averøy, Norwegen
GPS : 63.09693080896308, 7.626811168371958

Am Folgetag bin ich früh aufgestanden um die einzigsten Sonnstrahlen an diesem Ort ein zu fangen. Dieses gelang mir auch perfekt. Kurz nach den Aufnahmen kamen graue Wolken. Danach bin ich zur Küstenfestung Erdan gefahren. Entgegen Google hatten die geschlossen. Machen erst 27.06. wieder auf. Dann habe ich vom NORDLAND.BLOG erfahren dass der Trollstigen von Norden aus gesperrt ist. Kurz umgeplant. Ich fahre zum Geiranger Fjord. Suche mir dort einen Stell- oder Campingplatz.


Tag 22
25.05.2025
Storseisundbrua
Storseisundbrua, Möre und Romsdal, Norwegen

Bud
Vikavegen, Bud, Möre und Romsdal, Norwegen
Entdecke den bezaubernden Charme des idyllischen Fischerdorfs Bud und erlebe die atemberaubende Atlantikstraße. Entdecke den malerischen Küstenabschnitt Norwegens.

25. May. 2025 - 25. May. 2025
Ørnesvingen
Ørnevegen, Stranda, Möre und Romsdal, Norwegen

25. May. 2025 - 25. May. 2025
Geirangerfjorden Feriesenter Campingplatz
Ørnevegen 180, 6216, Geiranger, Norway
Das Geirangerfjorden Feriesenter befindet sich am Fuß der Adlerstraße, etwa 2 km vom Fährhafen in Geiranger entfernt.


YouTube

https://youtu.be/l5ZPT6BzPdU


Tag 23
26.05.2025
Flydalsjuvet - Geiranger Skywalk
Geirangervegen, Geiranger, Möre und Romsdal, Norwegen
Aussichtspunkt Flydalsjuvet

Flydalsjuvet eröffnet einen imposanten Anblick und ist ein guter Standort für Fotos von Geiranger und dem Geirangerfjord.


Grotli - Anfang der Landschaftsroute 258
61.9893, 7.6202

Schöner ruhiger Ort neben der Panoramastraße. Blick auf den See und die Berge, Schnee und Möglichkeit zum Wandern und Radfahren. Leider wurde das Wetter sehr schlecht. Hinzu kam das die Landschaftsroute noch geschlossen war. Also drehte ich um. Schade.


Bøyabreen Glacier Viewpoint
61.48626975694094, 6.752034936347851

Der Weg zum Bøyabreen Glacier Viewpoint führt durch ein Tal, das sich langsam verengt.


Die Berge rücken näher.
Das Grün wird satter.
Das Wasser wilder.


Und dann liegt er plötzlich vor mir: der Bøyabreen, ein Ausläufer des gewaltigen Jostedalsbreen.


Blaues Eis, das sich wie gefrorene Bewegung ins Tal schiebt. Zerklüftet. Mächtig. Still – und doch voller Spannung. Man sieht die Kraft, mit der er einst alles geformt hat. Und man spürt gleichzeitig seine Zerbrechlichkeit. Ich stehe am Aussichtspunkt und lasse den Blick über die Gletscherzunge gleiten. Kein Geräusch außer dem Wasser, das vom Eis ins Tal stürzt. Tropfen für Tropfen. Schmelze als ständiger Prozess. Der Gletscher wirkt, als würde er atmen – langsam, schwer, uralt. Hier wird Zeit greifbar. Nicht in Stunden oder Tagen. Sondern in Jahrhunderten. Jahrtausenden. Eis, das kommt und geht. Landschaft, die sich verändert. Und ich – nur ein kurzer Moment darin.

Sehnsucht nach Freiheit. Vielleicht liegt sie genau hier: Im Erkennen, wie klein man ist – und wie groß die Welt. 


Gletschermuseum
Fjærlandsfjorden, Sogndal, Vestland, Norwegen

hier kann man ruhig übernachten.


https://de.bremuseum.no/



YouTube

https://youtu.be/gdHSvfUegkY


Tag 24
27.05.2025
Museumsbesuch : Gletschermuseum

Durch den Lærdalstunnel – 24,5 Kilometer unter der Erde
E 16, Vestland, Norwegen

Westnorwegen zeigt sich dramatisch.

Und dann verschwindet die Straße plötzlich im Berg. Ich fahre in den Lærdalstunnel – mit rund 24,5 Kilometern der längste Straßentunnel der Welt. Schon die Einfahrt wirkt monumental. Das Portal eingerahmt von steilen Bergen, darüber Himmel, dahinter Fels. Ein letzter Blick auf die Landschaft. Dann Dunkelheit. Drinnen verändert sich alles. Geräusche werden dumpfer. Der Fokus enger. Kilometer um Kilometer zieht sich die Röhre durch das Gestein. Eine monotone Linie, die Geduld fordert.


Und doch gibt es diese besonderen Momente: Alle sechs Kilometer öffnet sich der Tunnel in blau beleuchtete Hallen. Künstliches Licht, das fast wie ein nordisches Polarlicht wirkt. Ein visueller Bruch, gedacht, um wachsam zu bleiben. Für die Augen ist es ungewohnt. Fast surreal. Aber genau das macht dieses Fahrerlebnis so eigen. Der Tunnel ist nicht einfach nur funktional – er ist durchdacht. Ein langer Übergang zwischen zwei Landschaften. Und wenn schließlich das Licht am Ende erscheint, wirkt es intensiver als sonst. Die Ausfahrt öffnet sich. Berge. Weite. Luft.


Nach 24,5 Kilometern unter der Erde fühlt sich das Tageslicht an wie eine kleine Befreiung. Ein Tunnel – und doch eine eigene Reise


Flåm stasjon
A-feltvegen, Flåm, Vestland, Norwegen
Stegastein & Aurlandsvangen waren gesperrt, so fuhr ich als Ersatzprogramm zur Flam-Bahn-Station.


Hier lag gerade die AIDA am Pier und entließ eine Horde an Touristen. Das war ja nicht mein Ding.


Borgund – Holz, Glaube und Zeit
Vindhella, Borgund, Vestland, Norwegen

Mitten im stillen Lærdal-Tal steht sie wie aus einer anderen Zeit gefallen: Die Borgund Stabkirche.


Schon von außen wirkt sie nicht wie eine Kirche im klassischen Sinn. Eher wie ein dunkles, fast mystisches Bauwerk aus Holz. Steil aufragende Dächer, geschnitzte Drachenköpfe, verwitterte Balken – alles erzählt von Handwerk, von Glauben, von Jahrhunderten. Kein Stein. Kein Prunk. Nur Holz. Und genau darin liegt ihre Kraft.


Im 12. Jahrhundert errichtet, ist sie ein lebendiges Zeugnis jener Zeit, in der Religion, Natur und Baukunst eng miteinander verwoben waren. Hier wurde nicht einfach gebaut – hier wurde geglaubt. Mit Hingabe. Mit Geduld. Mit Können.


Ich hatte Glück. Als letzter Gast durfte ich noch hinein. Die Tür schloss sich hinter mir, und plötzlich war da diese besondere Stille. Gedämpftes Licht, dunkle Holzwände, der Geruch alter Balken. Jeder Schritt hallt leise. Man spürt, wie viele Generationen hier vor einem standen. Die Kirche wirkt nicht museal. Sie wirkt lebendig. Als würde sie all die Jahre in sich tragen, ohne sie laut erzählen zu müssen. Und ich stehe mittendrin, als Besucher auf Zeit, dankbar für diesen späten Moment des Einlasses. Das Personal freundlich, ruhig, nordisch zurückhaltend – fast so, als würde man hier automatisch leiser werden. Draußen wartet wieder die Landschaft des Tals. Drinnen blieb ein Gefühl: Geschichte berührt am stärksten, wenn sie nicht inszeniert wird – sondern einfach da ist. 



Stellplatz : Nesbyen Suspension Bridge
60.62162138586545, 9.056746293966818

Tag 25
28.05.2025
Midgard – Erinnerung an die alten Götter
Birkelyveien, Borre, Vestfold, Norwegen

Nur wenige Schritte vom Borre Park entfernt liegt das Midgard Vikingsenter.


Doch eigentlich beginnt der Besuch draußen. Im Park. Zwischen den gewaltigen Grabhügeln der Wikingerzeit. Sanfte, grasbewachsene Erhebungen – und doch Monumente. Keine Türme, keine Kathedralen. Nur Erde. Hügel. Himmel. Hier ruhen einst Mächtige. Und hier spürt man sie noch. Midgard selbst versteht sich als historisches Zentrum. Eine Dauerausstellung erzählt von der Region Vestfold, von Machtstrukturen, Handel, Seefahrt und Ritualen. Ton- und Lichtinstallationen holen die Vergangenheit in die Gegenwart. Sonderausstellungen vertiefen das Bild einer Zeit, die rau und zugleich tief verwurzelt war. Es ist informativ. Modern. Gut inszeniert. Und doch liegt über allem ein leiser Schatten.


Nach all den Kirchen, nach der sichtbaren christlichen Prägung des Nordens, wirkt dieser Ort wie ein Gegenpol. Hier begegnet man nicht Kreuzen, sondern Runen. Nicht Heiligen, sondern Göttern aus Wind und Sturm. Odin. Thor. Freya. Gottheiten, geboren aus Naturgewalten. Aus Dunkelheit, Kälte, Licht und Meer. Der alte Glaube war kein abstraktes System – er war mit der Landschaft verwoben. Mit Erde und Himmel. Und dann kam das Christentum. Still. Beständig. Unaufhaltsam.


Die alten Götter verschwanden nicht abrupt – sie wurden überlagert. Verdrängt. Ersetzt. Und doch stehen die Hügel von Borre noch immer da. Unverrückbar. Ein melancholischer Blick zurück. Nicht aus Ablehnung des Neuen, sondern aus Respekt vor dem Alten. Vor dieser tiefen Erd- und Naturverbundenheit, die einst das Denken und Fühlen bestimmte. Ich gehe noch einmal hinaus zu den Hügeln. Wind streicht über das Gras. Die Landschaft wirkt friedlich. Und doch trägt sie Geschichten von Macht, Glauben und Wandel.


Sehnsucht nach Freiheit.


Vielleicht liegt sie auch darin, sich zu erinnern – an Zeiten, in denen Glaube und Natur eins waren.


Gamla Varberg, Schweden
57.16009205418336, 12.240989462947919

Koordinaten : 57.16009205418336, 12.240989462947919


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https://youtu.be/D8cJfGXiA_o


Tag 26
29.05.2025
Schlusswort – Zwischen Aufbruch und Erkenntnis

Diese Reise begann mit einer klaren Sehnsucht. 


Nicht nach Sehenswürdigkeiten. Nicht nach „abgehakten“ Highlights.


Sondern nach Freiheit. Der Norden hat geliefert. Weite Fjorde. Schneebedeckte Hochebenen. Wilde Flüsse. Gletscher, die atmen. Inseln, die archaisch wirken. Orte, an denen Geschichte nicht erklärt, sondern gespürt wird. Ich war unterwegs zwischen Wikingergräbern und Stabkirchen, zwischen alten Göttern und neuen Glaubenswelten, zwischen Meer und Gebirge. Und doch war da etwas, das diese Reise leise begleitete:


Der Mai war früh.

Zu früh für manche Fjelle.
Zu früh für einige Straßen.
Zu früh für Sehenswürdigkeiten, die noch im Winterschlaf lagen.


Geschlossene Zufahrten. Nicht geräumte Wanderwege. Baustellen. Schnee, wo eigentlich Frühling sein sollte. Manchmal fühlte es sich an wie ein ständiges Anpassen. Ein Umplanen. Ein Loslassen von Vorstellungen. Aber vielleicht war genau das die eigentliche Lektion dieser Reise.


Freiheit bedeutet nicht, dass alles offen ist. Freiheit bedeutet, mit dem zu arbeiten, was da ist. Ich habe Fjelle im Winterkleid gesehen, während unten im Tal schon das Wasser floss. Ich habe erlebt, wie der Norden sich nicht nach Kalendern richtet, sondern nach eigenen Rhythmen. Und ich habe gelernt, dass Reisen im Mai hier oben keine Garantie auf Zugänglichkeit bietet – dafür aber auf Ursprünglichkeit. Weniger Betrieb. Mehr Stille. Mehr Echtheit. Vielleicht hätte ein späterer Zeitpunkt mehr geöffnete Attraktionen bedeutet. Mehr Komfort. Mehr „Erreichbarkeit“. Aber hätte ich dann diese rohe, fast einsame Weite gespürt? Diese Landschaft im Übergang? Dieses Gefühl, manchmal an der Grenze des Machbaren unterwegs zu sein? Am Ende bleibt kein Ärger über geschlossene Wege.

Es bleibt Dankbarkeit. Für Umwege. Für spontane Entscheidungen. Für Momente, die nicht geplant waren. Und für die Erkenntnis, dass meine Sehnsucht nach Freiheit nicht vom perfekten Timing abhängt. Sondern vom Mut, trotzdem zu fahren.


Zeitenwandel und leise Spuren

Auf dieser Reise habe ich nicht nur Landschaften durchquert.

Ich bin auch durch Glaubenswelten gefahren.


Zwischen Grabhügeln, Runensteinen und Stabkirchen wurde mir bewusst, wie tief der Norden einst in einer anderen geistigen Welt verwurzelt war. Eine Welt, in der Natur nicht Kulisse war, sondern Ursprung. In der Odin, Thor und Freya keine Mythen für Bücher waren, sondern Erklärungen für Sturm, Dunkelheit, Licht und Leben. Dann kam das Christentum.

Wie überall in Europa geschah dieser Wandel selten nur sanft. Vielerorts wurde nicht nur überzeugt, sondern verdrängt. Überlagert. Mitunter mit roher Gewalt. Heiligtümer wurden zerstört oder überbaut. Alte Rituale verboten. Neue Symbole gesetzt. Auch hier im Norden.


Und doch – Norwegen und Schottland wirken bis heute wie Randzonen dieser großen Umformung. Wie letzte Landschaften, in denen die alten Schichten noch sichtbar sind. In grasbewachsenen Hügeln. In Sagen. In Ortsnamen. In der stillen Ehrfurcht vor Naturgewalten. Hier stehen Kirchen oft dort, wo einst heilige Plätze waren. Hier spürt man noch, dass der Glaube nicht nur Theologie war, sondern Landschaft.


Mich erfüllt dabei keine Wut. Kein Widerstand gegen Geschichte. Aber eine gewisse Melancholie. Ein Nachdenken darüber, wie schnell Weltbilder wechseln – und wie tief sie dennoch im Boden bleiben. Vielleicht ist es gerade diese Überlagerung, die den Norden so besonders macht:


Unter dem Kreuz liegt noch der Runenstein.
Unter dem Kirchendach noch der alte Mythos.

Unter dem heutigen Glauben noch die Sehnsucht nach Naturverbundenheit.


Und genau diese Schichtung hat meine Reise begleitet. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zwischen alten Göttern und neuen Wegen. Zwischen Geschichte – und meiner eigenen Sehnsucht nach Freiheit.

Wegpunkte
Tag 1
04.05.2025 Aufbruch - Start in den Roadtrip zur Freiheit
Do., 01. Mai. 2025
Start Nordland-Roadtrip 2025

Sieht man sich die Europakarte an, so sieht man Norwegen als die Krone an. Meine Suche beginnt mit der Fahrt zum Eismeer - zum Nordkapp - Die Sehnsucht nach Freiheit. Von dort fahre ich entspannt Norwegen Richtung Süden auf meiner Suche meine Sehnsucht nach Freiheit. Ich stehe frei  und genieße die Natur.



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Meine YouTube-Videos und Playlist

https://www.youtube.com/playlist?list=PLD3KxOtxoJUEj_EBmm82rUY0Wx4TDqrB1

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Fr., 02. Mai. 2025
RÖMÖ
55.149616632653505, 8.528866016967335
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Richtung Lejre (Dänemark)

Mit dem ersten Kilometer beginnt das große Loslassen. Ich fahre Richtung Norden auf endlosen Straßen, das Herz schlägt schneller, die Freiheit zum Greifen nah. Die flache dänische Landschaft, der Himmel weit und offen, lässt deine Seele gleich beim Start atmen.

Gefühl: Vorfreude, erstes Durchatmen.

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214,1 km 2 Std. 16 Min.
Storebæltsforbindelsen
Dänemark
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104,4 km 1 Std. 12 Min.
So., 04. Mai. 2025
Land der Legenden
55.61494856703864, 11.942569427270572
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Tag 2
05.05.2025
16,5 km 23 Min.
Mo., 05. Mai. 2025
Wikingerschiffsmuseum Roskilde
Strandengen, Roskilde, Region Seeland, Dänemark
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243,9 km 2 Std. 24 Min.
Elchpark Elinge
Riksettan, Hamneda, Provinz Kronoberg, Schweden
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0,0 km
Mo., 05. Mai. 2025
Stellplatz
56.71839192239643, 13.878082175797942
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https://youtu.be/Gthv4wAlg5Y


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Tag 3
06.05.2025
445,1 km 4 Std. 22 Min.
Anundshögsstenen - Begegnung mit der Vergangenheit
Anundshög, Västerås, Provinz Västmanland, Schweden
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76,9 km 53 Min.
Di., 06. Mai. 2025
Stellplatz
59.897739659952194, 17.636566153762278
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Tag 4
07.05.2025
0,2 km
Di., 06. Mai. 2025
Gamla Uppsala Museum
Sivs väg, Uppsala, Provinz Uppsala, Schweden
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421,5 km 4 Std. 8 Min.
Stellplatz : Skuleberget Havscamping
63.066580070572705, 18.36658663483939
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Tag 5
08.05.2025
360,8 km 4 Std.
Stellplatz : Bondö Marina
65.23245591986361, 21.654357279151682
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https://youtu.be/SEWitr3hZEI

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Tag 6
09.05.2025
319,9 km 3 Std. 37 Min.
Do., 08. Mai. 2025
Santa Claus Village
Joulumaantie, Rovaniemi, Lapin aluehallintovirasto, Manner-Suomi, Finnland
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0,6 km 1 Min.
Fr., 09. Mai. 2025
Stellplatz : Santa Claus Village
66.54322474189009, 25.838759408632153
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https://youtu.be/3do58JsWwr8

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Tag 7
10.05.2025
218,7 km 2 Std. 13 Min.
Fr., 09. Mai. 2025
Goldgräber Dorf Tankavaara - Zwischen Aufbruch und Gold – Weiter Richtung Nordkap
Lappland, Manner-Suomi, Finnland
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76,4 km 50 Min.
Stellplatz : Inari
68.7678326184939, 27.450797063366974
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https://youtu.be/_2Pz-52AI7g

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Tag 8
11.05.2025
Sa., 10. Mai. 2025
Seen, Fjorde, Berge, Flüsse, Finmark
Weitere 500 km Richtung Nordkap. Von Inari aus ging es weiter nach Norden. An der Seenlandschaft vorbei fuhr ich in das landschaftlich schöne Nordfinnland. Ich muss sagen sehr schön. Viele Waldcampingplätze. Die Vegetation wird geringer. Viele Birkenbäume und Heidekraut. Moore und Seen. Dann fuhr ich durch ein Ski-Gebiet. Auf 120 km kamen mir am Sonntag morgen 3 PKW und 15 Rentiere entgegen. Über die Grenze nach Norwegen-Finnmark wurde die Straße richtig schlecht. Schlechter als in Schottland. Bis zur E6 war es eine Schlaglochpiste. Die E105 in Finnland ist Top, die in Norwegen ist FLOP. Kurz danach kam ich in Kirkenes an. Dort besuchte ich das Grenzlandmuseum. Sehr interessant mit wem die Bewohner es immer zu tun hatte. Deutsche, Russen, Engländer, etc. 

Auch hab ich zum ersten mal einen Stucka gesehe. Was die "Sterne" darauf sollten wusste ich aber nicht. Nach dem Museum war es halb Zwölf. Also beschloss ich noch weiter zur Insel Vardø zu fahren.
Eine richtige Entscheidung und eine Wahnsinnsfahrt. Berge & Fjorde. Einige umfahren. Öfters mal angehalten und die Drohne rausgeholt. Einfach nur geil. Über die Varänger-Halbinsel bin ich durch den Vardö-Tunnel zur Insel herüber. Ein toller Tag.

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224,2 km 2 Std. 44 Min.
Kirkenes
Dr. Wessels gate, Kirkenes, Finnmark, Norwegen
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250,7 km 3 Std. 13 Min.
Vardø – Am Rand Europas
Hasselnesgata 1, Vardø, Finnmark, Norwegen
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Stellplatz
70.37993920952503, 31.118527326702672
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https://youtu.be/I9edDwnCSs4

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Tag 9
12.05.2025
196,4 km 2 Std. 36 Min.
Vestertana naturreservat
Norwegen
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11,5 km 10 Min.
Tanafjordveien
Finnmark, Norwegen
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Nach Lebesby – Zwischen Tal und Schneeweite

Von Vardø aus führte mich der Weg weiter Richtung Nordkap – zurück über die Varangerhalbinsel, hinein in diese stille, raue Weite der Finnmark.


Die Straße schlängelte sich entlang des Varangerfjords, dann vorbei an Tana Bru. Unten im Tal zeigte sich die Landschaft fast sanft. Der Tanaelva zog ruhig seine Bahn, begleitet von gedämpften Farben, offenen Flächen und dieser nordischen Gelassenheit. Ein vertrautes Bild. Fast weich. Doch je höher ich kam, desto mehr veränderte sich die Welt.


Die Fahrt hinauf auf das Tanafjordfjellet fühlte sich an wie ein Übergang in eine andere Realität. Die Vegetation verschwand. Die Farben wurden weniger. Und plötzlich: Schnee. Nicht ein wenig. Nicht dekorativ. Sondern meterhoch.


Die Hochebene lag unter einer massiven weißen Decke, als hätte der Winter hier oben endgültig Besitz ergriffen. Straßenränder wie Wände aus Schnee. Die Landschaft reduziert auf Formen, Licht und unendliche Flächen. Ich war überwältigt.


Dieses Gefühl, wenn Worte zu klein werden. Wenn der Blick nicht weiß, wo er zuerst ruhen soll. Alles wirkte größer, stiller, elementarer. Und gleichzeitig so vollkommen ruhig.


Zwei Welten – nur Kilometer voneinander entfernt


Was mich besonders traf, war der Kontrast. Unten bei Tana Bru: Tal, Fluss, offene Erde. Oben auf dem Fjell:

Arktische Winterwelt.


Ein völlig anderes Landschaftsbild – getrennt nur durch Höhenmeter und ein paar Kurven. Als würde man innerhalb kurzer Zeit zwischen Jahreszeiten wechseln. Ich hielt an. Natürlich. Nicht für ein Foto allein, sondern um diesen Moment wirklich aufzunehmen. Die Luft war klar, die Stille fast greifbar. Kein Geräusch außer dem Wind, der über die Schneeflächen strich. Hier oben fühlte sich meine Sehnsucht nach Freiheit grenzenlos an. Keine Enge. Keine Grenzen. Nur Weite.


Die Straße führte mich weiter Richtung Lebesby. Kilometer um Kilometer durch diese karge, beeindruckende Landschaft. Jeder Abschnitt ein Wechselspiel aus Schnee, Licht und nordischer Einsamkeit. Keine Ablenkung. Keine Hektik. Nur Fahren. Nur Sein.


Und dieses tiefe, stille Glück, genau hier unterwegs zu sein. 

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43,1 km 32 Min.
Stellplatz Lebesby
70.41567243944193, 26.731406675949465
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Tag 10 bis 12
13.05.2025
135,3 km 1 Std. 40 Min.
Di., 13. Mai. 2025
Porsangerfjord
Finnmark, Norwegen
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163,3 km 2 Std. 28 Min.
Di., 13. Mai. 2025 - Mi., 14. Mai. 2025
Nordkapp
Finnmark, Norwegen
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Nordkapp-Hallen

Mitten im Fels verborgen, fast unsichtbar von außen, liegen die Nordkapp-Hallen.


Ein Rückzugsort in dieser rauen, windgepeitschten Landschaft. Drinnen: warme Luft, gedämpftes Licht, eine stille Atmosphäre. Die Ausstellung erzählt von Natur, Geschichte und der Bedeutung dieses besonderen Ortes.

Zwischen Kino, Kapelle, Shop und Restaurant entsteht ein eigenartiger Kontrast: Draußen die endlose Weite.

Drinnen ein geschützter Raum.

Und genau das macht den Reiz aus – ein kurzer Moment des Ankommens, bevor der Blick wieder hinaus in die Freiheit wandert.

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0,3 km
Di., 13. Mai. 2025 - Mi., 14. Mai. 2025
Stellplatz am Nordkapp
71.16851168102313, 25.780701526633052
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https://youtu.be/6fYUPC958zE

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Tag 12
15.05.2025 : Alta - TirpitzMuseum & Nordlichtkathedrale
126,1 km 1 Std. 57 Min.
Olderfjord
70°29'06.6"N 25°04'26.4"E
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110,7 km 1 Std. 26 Min.
Nordlyskatedralen
Altaveien, Alta, Finnmark, Norwegen
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3,7 km 4 Min.
Alta Museum
Alta Museum, Alta, Finnmark, Norwegen
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10,7 km 10 Min.
Tirpitz Museum
Access to Tirpitz Museum, Alta, Finnmark, Norwegen
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198,4 km 2 Std. 36 Min.
Stellplatz : Olderdalen
69.5776404270525, 20.585975645328883
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Tag 13
16.05.2025
Fr., 16. Mai. 2025
Florida des Nordens
Am nächsten Tag (16.05.25) wollte ich die Gorsabrua (Brücke) fotografieren, doch der Weg dorthin war ohne Alpine Ausrüstung und Erfahrung recht risikovoll, sodaß ich bei 250 Höhenmetern abgebrochen hab und bin umgekehrt. War für mich schon respektabel. Hab dann von unten noch die Drohne aufsteigen lassen. Danach wollte ich zum SAMI Shop Reisa. Geschlossen. Dann nach Tromsö, Seilbahn - Geschlossen. Bin dann zu den Tripitz-Platen gefahren. Die Eisenplatte läuft nicht weg und hat auch nicht geschlossen.  Geschichtlich sehr interessant das Schicksal der Tirpitz. Da hab ich auch noch meine Kamera liegen lassen. Schnell wieder die 10 km zurück. Glück gehabt.
Dann bin ich zum besten Geheimstrand des Nordens gefahren. Die Strecke dort hin sehr abenteuerlich aber machbar. Ich kenn ja schon so manche Strecken in Schottland und Norwegen. Grötfjord Beach ist einfach super, super günstig (10€), super Ort, super Strand und super Strandparken.
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188,9 km 2 Std. 37 Min.
Fr., 16. Mai. 2025
Tirpitz-Steelen
Håkøyvegen, Tromsö, Troms, Norwegen
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25,5 km 34 Min.
Stellplatz : Grøtfjord beach
69.77543915169016, 18.538060439656718
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https://youtu.be/e2PJh0pCeOs

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Tag 14
17.05.2025
57,4 km 1 Std. 5 Min.
Stellplatz : Sommeroy
Sørvegen 67, Tromsö, Troms, Norwegen
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Tag 15
18.05.2025
8,3 km 14 Min.
Fährverbindung
Brensholmen
Troms, Norwegen
Botnhamn
Troms, Norwegen
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34,4 km 54 Min.
Gebiss des Teufels
Ersfjordveien, Troms, Norwegen
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55,0 km 1 Std. 19 Min.
Senja – Zwischen Plan und Wirklichkeit - Anderdalen Nationalpark
Tranøyveien, Senja, Troms, Norwegen
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126,8 km 1 Std. 54 Min.
Stellplatz : Polar Park
Bonesveien, Bardu, Troms, Norwegen
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https://youtu.be/mJSjgZmU3jc

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Tag 16
19.05.2025
Polar Park

Der PolarPark fühlt sich nicht an wie ein klassischer Tierpark. Keine Enge. Keine Hektik. Stattdessen Weite, Ruhe und eine Umgebung, die der nordischen Wildnis erstaunlich nahekommt. Die Gehege groß, die Tiere präsent – und doch mit einer natürlichen Distanz, die Respekt schafft. Wölfe. Bären. Luchse. Keine Show, kein Spektakel. Eher ein stilles Beobachten. Ein Innehalten. Der Blick auf Tiere, die hier oben nicht exotisch wirken, sondern heimisch, selbstverständlich, Teil dieser Landschaft.


Ein Besuch, der entschleunigt. Und mich einmal mehr daran erinnert, warum ich unterwegs bin: Sehnsucht nach Freiheit.

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214,1 km 3 Std. 36 Min.
Sommarsetvika
67.92104489634951, 15.41823731118941
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Tag 17
20.05.2025
Zum Kystriksveien

Die Kystriksveien ist keine gewöhnliche Straße.

Sie ist eine Reise entlang der Elemente.

Zwischen Trondheim und Bodø folgt sie der norwegischen Küste, windet sich vorbei an Fjorden, Inseln, Bergen und kleinen, stillen Orten. Asphalt, der immer wieder vom Wasser unterbrochen wird – Fähren gehören hier nicht zur Ausnahme, sondern zum Rhythmus. Fahren. Warten. Übersetzen. Weiterfahren. Die Landschaft wechselt ständig und bleibt doch unverkennbar nordisch. Schroffe Gipfel treffen auf offene Meeresflächen. Sanfte Buchten auf dramatische Küstenlinien. Licht, das sich im Minutentakt verändert. Keine Monotonie. Keine Eile.


Die Kystriksveien zwingt nicht – sie verführt. Zum Anhalten. Zum Schauen. Zum Verlieren in dieser endlosen Abfolge aus Natur und Weite.

Und genau darin liegt ihr Zauber:

Der Weg wird zum Ziel.

Kilometer verlieren ihre Bedeutung. Zeit wird nebensächlich. Was bleibt, ist dieses tiefe, ruhige Gefühl, unterwegs zu sein. Sehnsucht nach Freiheit. Auf kaum einer anderen Route fühlt sie sich so selbstverständlich an.

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181,0 km 2 Std. 17 Min.
Saltstraumen
Saltstraumbrua, Saltstraumen - Stuorstrávve - Stuorrastrávve, Nordland, Norwegen
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102,8 km 1 Std. 22 Min.
Mo., 19. Mai. 2025
Saltdal – Ein Hauch von Alaska im Norden
Storfjord i Saltdal, 8255, Røkland, Norway
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33,1 km 25 Min.
Saltfjellveien - Arctic Circle
Saltfjellveien 1850, Storforsheia, Nordland, Norwegen
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130,4 km 1 Std. 37 Min.
Knutlia Rasteplass
66.04625493154148, 13.617403644023364
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Tag 18
21.05.2025
130,1 km 2 Std. 23 Min.
Fährverbindung
Andalsvågen
Norwegen
Horn ferjekai
Nordland, Norwegen
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Mal wieder Fährfahrt
Torghatten

Heute, 21. Mai 2025 hab ich mir vorgenommen von hier aus meine alte Route wieder auf zu nehmen. Und das hat prima geklappt. Gestartet bin ich die Kystriksveien bei  Tjøtta und folgte dann der Fv17. Heute hatte ich 2 Fährfahrten von der die von Tjötta nach Forvik am schönsten war. Super Wetter für super Fotos. Dann versuchte ich noch ein letztes mal eine EFOY-M5-Patrone zu erhalten. Den Laden gibt´s nicht mehr. Egal. Gute Laune behalten und nach Torghatten - Loch im Berg - gefahren. Bei bestem Wetter bin ich die Sherpa-Treppen hoch. Immerhin 200 m Höhe auf wenig Länge. Also sehr steil. Hab mich da hochgequält aber hat sich gelohnt. Abends habe ich dann einen Parkplatz an einem Fjordarm ergattert. Natürlich freistehend.

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27,9 km 41 Min.
Torghatten Wanderung
Norwegen
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42,1 km 52 Min.
Sørstraumen Rest Stop
65.3672145619538, 12.198301626474379
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https://youtu.be/Aji45jYd8yQ

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Tag 19 bis 21
22.+23.05.2025
Amerika ist nicht weit
Auf meiner Kystriksveien-Route machte ich einen Abstecher auf die Insel LEKA. Die Insel ist bei der Kontinentalplattenverschiebung nicht mit der Amerikanischen mitgewandert und in Norwegen geblieben. Daher kann man sagen dass die Insel LEKA eigentlich ein Teil Amerikas ist. Die Gesteinsformen und -farben erinnern auch an Canyon und Nevada.

Auch auf der Insel habe ich mir ein großes Wikingergrab angesehen. Eine Schutzhütte stand auch dort und war bewundernswert sehr gut ausgestattet.

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72,5 km 2 Std. 7 Min.
Leka - Skei fergekai
65.0882246992581, 11.738221503863743
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7,5 km 8 Min.
Geologisches Nationaldenkmal
65.10601126856176, 11.620372512612116
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9,1 km 11 Min.
Skeisnesset - Ivarshalleren
65.10177689319417, 11.765812257249461
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https://youtu.be/i9Npa10-V4s

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Steinkjer & Trondheim
Heute habe ich die Kystriksveien bis Steinkjer zu Ende gefahren. Dort habe ich dann eine Wanderung auf die Oftenasen zum größten Liegestuhl Norwegens. Auf gut 300 Meter aufgestiegen war das für mich noch machbar. Respekt vor den Leute hier. Die machen das mal eben in der Mittagspause. Der Weg war schön mit Trollfiguren und Bären (Björn) bestückt. Schliesslich bin auch den Bärentatzen-Wanderweg gegangen. Die Norweger halten sich alle wohl mit Jogging und Radfahren fit.


Danach bin ich nach Trondheim gefahren. Um zur Festung Christian zu kommen war auch wieder eine kleine Bergwanderung angesagt. Dort hat man eine Schön Aussicht.  Zurück über die Gammle Brua habe ich dann von Außen den Nidarosdom. Nidaros war der Name von Trondheim zur Wikingerzeit. Davon ist hier aber gar nix mehr zu sehen. Dann bin ich noch durch die Hauptgeschäftsstrassen gebummelt. Nix für mich. Eben Großstadt mit all den negativen Einflüssen. Ich hatte einen kostenfreien Parkplatz am Straßenrand in einem ÖKO-Viertel. Sehr bunt hier. Auch Grün-Öko. Überall eBikes, eScooter & eAutos. Und Multikulti.

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208,2 km 3 Std. 26 Min.
Steinkjer _ Wanderung auf zum Gartenstuhl auf dem Oftenåsen
Inger Margrethe Grams veg 57, Steinkjer, Tröndelag, Norwegen
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121,5 km 1 Std. 45 Min.
Di., 30. Nov. -0001
Stellplatz : Verkstedhallen, Svartlamon
63.4386945602921, 10.422394041716812
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4,3 km 9 Min.
Kristiansten festning
Hovedport, Trondheim, Tröndelag, Norwegen
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3,2 km 7 Min.
Trondheim
Tröndelag, Norwegen
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https://youtu.be/MTRXvfM_ro0

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Tag 21
24.05.2025
200,4 km 3 Std. 17 Min.
Parking Lot
63.097167334790164, 7.627346204302501
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Atlanterhavsveien Geiranger Fjord Camping
Morgens früh aus Trondheim gefahren. Bei Regenwetter.

Bis nach Averoy für die Atlantikküstenroute.
Dort hab ich erstmal Pause gemacht und das Video von gestern hochgeladen
Wetter wurde nicht besser, daher auf den Folgetag verschoben.

Morgens : Trondheim
Abends : Parking Lot, Hendholmen, 6530 Averøy, Norwegen
GPS : 63.09693080896308, 7.626811168371958

Am Folgetag bin ich früh aufgestanden um die einzigsten Sonnstrahlen an diesem Ort ein zu fangen. Dieses gelang mir auch perfekt. Kurz nach den Aufnahmen kamen graue Wolken. Danach bin ich zur Küstenfestung Erdan gefahren. Entgegen Google hatten die geschlossen. Machen erst 27.06. wieder auf. Dann habe ich vom NORDLAND.BLOG erfahren dass der Trollstigen von Norden aus gesperrt ist. Kurz umgeplant. Ich fahre zum Geiranger Fjord. Suche mir dort einen Stell- oder Campingplatz.

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Tag 22
25.05.2025
26,1 km 23 Min.
Storseisundbrua
Storseisundbrua, Möre und Romsdal, Norwegen
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30,1 km 26 Min.
Bud
Vikavegen, Bud, Möre und Romsdal, Norwegen
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139,7 km 3 Std. 14 Min.
So., 25. Mai. 2025
Ørnesvingen
Ørnevegen, Stranda, Möre und Romsdal, Norwegen
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5,3 km 8 Min.
So., 25. Mai. 2025
Geirangerfjorden Feriesenter Campingplatz
Ørnevegen 180, 6216, Geiranger, Norway
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Geiranger
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https://youtu.be/l5ZPT6BzPdU

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Tag 23
26.05.2025
6,1 km 10 Min.
Flydalsjuvet - Geiranger Skywalk
Geirangervegen, Geiranger, Möre und Romsdal, Norwegen
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36,0 km 39 Min.
Grotli - Anfang der Landschaftsroute 258
61.9893, 7.6202
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165,4 km 2 Std. 22 Min.
Bøyabreen Glacier Viewpoint
61.48626975694094, 6.752034936347851
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7,8 km 7 Min.
Gletschermuseum
Fjærlandsfjorden, Sogndal, Vestland, Norwegen
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https://youtu.be/gdHSvfUegkY

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Tag 24
27.05.2025
Museumsbesuch : Gletschermuseum
71,1 km 1 Std. 30 Min.
Durch den Lærdalstunnel – 24,5 Kilometer unter der Erde
E 16, Vestland, Norwegen
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35,2 km 29 Min.
Flåm stasjon
A-feltvegen, Flåm, Vestland, Norwegen
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56,2 km 47 Min.
Borgund – Holz, Glaube und Zeit
Vindhella, Borgund, Vestland, Norwegen
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104,7 km 1 Std. 28 Min.
Stellplatz : Nesbyen Suspension Bridge
60.62162138586545, 9.056746293966818
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Tag 25
28.05.2025
209,6 km 2 Std. 38 Min.
Midgard – Erinnerung an die alten Götter
Birkelyveien, Borre, Vestfold, Norwegen
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323,7 km 3 Std. 58 Min.
Gamla Varberg, Schweden
57.16009205418336, 12.240989462947919
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https://youtu.be/D8cJfGXiA_o

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Tag 26
29.05.2025
Schlusswort – Zwischen Aufbruch und Erkenntnis

Diese Reise begann mit einer klaren Sehnsucht. 


Nicht nach Sehenswürdigkeiten. Nicht nach „abgehakten“ Highlights.


Sondern nach Freiheit. Der Norden hat geliefert. Weite Fjorde. Schneebedeckte Hochebenen. Wilde Flüsse. Gletscher, die atmen. Inseln, die archaisch wirken. Orte, an denen Geschichte nicht erklärt, sondern gespürt wird. Ich war unterwegs zwischen Wikingergräbern und Stabkirchen, zwischen alten Göttern und neuen Glaubenswelten, zwischen Meer und Gebirge. Und doch war da etwas, das diese Reise leise begleitete:


Der Mai war früh.

Zu früh für manche Fjelle.
Zu früh für einige Straßen.
Zu früh für Sehenswürdigkeiten, die noch im Winterschlaf lagen.


Geschlossene Zufahrten. Nicht geräumte Wanderwege. Baustellen. Schnee, wo eigentlich Frühling sein sollte. Manchmal fühlte es sich an wie ein ständiges Anpassen. Ein Umplanen. Ein Loslassen von Vorstellungen. Aber vielleicht war genau das die eigentliche Lektion dieser Reise.


Freiheit bedeutet nicht, dass alles offen ist. Freiheit bedeutet, mit dem zu arbeiten, was da ist. Ich habe Fjelle im Winterkleid gesehen, während unten im Tal schon das Wasser floss. Ich habe erlebt, wie der Norden sich nicht nach Kalendern richtet, sondern nach eigenen Rhythmen. Und ich habe gelernt, dass Reisen im Mai hier oben keine Garantie auf Zugänglichkeit bietet – dafür aber auf Ursprünglichkeit. Weniger Betrieb. Mehr Stille. Mehr Echtheit. Vielleicht hätte ein späterer Zeitpunkt mehr geöffnete Attraktionen bedeutet. Mehr Komfort. Mehr „Erreichbarkeit“. Aber hätte ich dann diese rohe, fast einsame Weite gespürt? Diese Landschaft im Übergang? Dieses Gefühl, manchmal an der Grenze des Machbaren unterwegs zu sein? Am Ende bleibt kein Ärger über geschlossene Wege.

Es bleibt Dankbarkeit. Für Umwege. Für spontane Entscheidungen. Für Momente, die nicht geplant waren. Und für die Erkenntnis, dass meine Sehnsucht nach Freiheit nicht vom perfekten Timing abhängt. Sondern vom Mut, trotzdem zu fahren.

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Zeitenwandel und leise Spuren

Auf dieser Reise habe ich nicht nur Landschaften durchquert.

Ich bin auch durch Glaubenswelten gefahren.


Zwischen Grabhügeln, Runensteinen und Stabkirchen wurde mir bewusst, wie tief der Norden einst in einer anderen geistigen Welt verwurzelt war. Eine Welt, in der Natur nicht Kulisse war, sondern Ursprung. In der Odin, Thor und Freya keine Mythen für Bücher waren, sondern Erklärungen für Sturm, Dunkelheit, Licht und Leben. Dann kam das Christentum.

Wie überall in Europa geschah dieser Wandel selten nur sanft. Vielerorts wurde nicht nur überzeugt, sondern verdrängt. Überlagert. Mitunter mit roher Gewalt. Heiligtümer wurden zerstört oder überbaut. Alte Rituale verboten. Neue Symbole gesetzt. Auch hier im Norden.


Und doch – Norwegen und Schottland wirken bis heute wie Randzonen dieser großen Umformung. Wie letzte Landschaften, in denen die alten Schichten noch sichtbar sind. In grasbewachsenen Hügeln. In Sagen. In Ortsnamen. In der stillen Ehrfurcht vor Naturgewalten. Hier stehen Kirchen oft dort, wo einst heilige Plätze waren. Hier spürt man noch, dass der Glaube nicht nur Theologie war, sondern Landschaft.


Mich erfüllt dabei keine Wut. Kein Widerstand gegen Geschichte. Aber eine gewisse Melancholie. Ein Nachdenken darüber, wie schnell Weltbilder wechseln – und wie tief sie dennoch im Boden bleiben. Vielleicht ist es gerade diese Überlagerung, die den Norden so besonders macht:


Unter dem Kreuz liegt noch der Runenstein.
Unter dem Kirchendach noch der alte Mythos.

Unter dem heutigen Glauben noch die Sehnsucht nach Naturverbundenheit.


Und genau diese Schichtung hat meine Reise begleitet. Zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Zwischen alten Göttern und neuen Wegen. Zwischen Geschichte – und meiner eigenen Sehnsucht nach Freiheit.

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