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Routen
5853 Kilometer 58 Tage 48 Wegpunkte
dieascherls
dieascherls

Von der Mosel auf die Peloponnes - mit Kids

8 Wochen Elternzeit mit 2 kleinen Jungs - wir erkunden die Adria von Slowenien bis nach Griechenland! Dabei meiden wir grossteils die touristischen Städte und suchen die Natur und echte Erlebnisse. Auch Massencamping und täglich Pizza und Schnitzel ist nicht so unsers😉. Wir sind seit Ende Juni unterwegs und ich schreibe alle paar Tage, wenn sich WLAN anbietet. Falls sich hier also nicht immer direkt etwas tut, einfach wieder vorbeischauen 😉

Von Saarburg, Deutschland nach Wellen, Deutschland
Tag 1
Saarburg, Deutschland
Wellen, Deutschland
Wellen, 54441 Wellen, Deutschland

Es ist daaaaaaaaaa!! Alles muss erkundet werden. Die Kids wollen sofort im Mobil essen und schlafen 😂

Tag 2
Heute wird gepackt!

Alles muss rein - oder doch wieder raus?? 


Unsere Angst zu viel zu haben schwindet - am Ende haben wir noch einige leere Fächer und Schubladen. Dafür werden wir auf der Fahrt bestimmt noch die passenden Inhalte finden.. 😜

Tag 3
Grevenmacher, Luxemburg

Der Weg nach Griechenland geht über Luxemburg - erstes "Ausland" nach 50m erreicht 😉! 

Stellplatz am Waldbad
Heidenheimer Straße 6, 89312, Günzburg, Deutschland

Wir hatten einen super Stellplatz, für kleines Geld und direkt um die Ecke zum Legoland. Leider spielte das Wetter nicht wirklich mit, es regnet abends... Für eine kleine Runde Minigolf nach fast 6 Stunden Fahrt mit Tempo 100 langts aber noch! 

Tag 4
Legoland-Allee
Günzburg, Deutschland

Die 1. Nacht ist geschafft! Trotz ruhigem Stellplatz war es eine kurze Nacht - alle waren irgendwie unruhig und aufgeregt, sei es wegen des Programms des nächsten Tages oder wegen der ungewohngen Schlafkojen... Die Kids schlafen oben im Alkoven, wo der Regen (herrlich) prasselt... Dazu ist das Elternbett eine sauharte Pritsche direkt auf dem Holz der Garage! 


Nach dem Aufstehen - und einem weiteren Gewitter - müssen wir erstmal zusammenpacken. Obwohl wir gar nichts draussen stehen haben, dauert das noch ewig - das wird in den nächsten Tagen immer besser werden 😉 auch Spülen im Womo mit 2 quengelnden Kindern ist nicht so der Hit. Dafür haben wir ein tolles neues Klo und Dusche auf dem Stellplatz. 


Um 11 gehts endlich los ins Legoland. Für die Jungs ein langersehnter Traum und dank Rabattcode auch erschwinglich. Auch wenn ich zuerst skeptisch war - es ist definitiv einen Besuch wert, am besten 2 Tage! Wir haben nicht mal die Hälfte geschafft... 


Nach einer Pommes für 5,70€ 😉 und einem neuen Topper aus dem Dänischen Bettenlager gings dann noch ein par Kilometer weiter Richtung München zum nächsten Stellplatz. 

Caravaningzentrum Der Freistaat
Ohmstraße 8–22, 85254, Sulzemoos, Deutschland

Der Freistaat schenkt uns eine kostenlose Übernachtung - vielen Dank! 


Wir übernachten kurz vor München auf einem grossen Parkplatz mit ca 40 anderen WoMos, der von einem Caravanzentrum zur Verfügung gestellt wurde. Alle dicht an dicht in 2 Reihen. Schön ist definitiv anders! Aber wir kommen rel spät an, sind feddisch vom Legoland und quetschen uns schließlich zwischen 2 Rentnter-Mobile, die mehr oder weniger misstrauisch die (quengelnden) Kids beäugen. 

Nach leckerem Gulasch von zu Haus fallen wir ins Bett. 


Fotos hab ich leider keine gemacht, es war so hässlich dass ich es vergessen habe 😂

Tag 5
Fresach, Österreich
Dorfstraße 23, 9712 Fresach, Österreich

Heute morgen gings schon schneller - nachdem um 6 Uhr morgens der Abreiseverkehr begonnen hat wollen wir nix wie weg hier! 


Heute ist ein wenig Fahren angesagt - wir wollen bis nach Kärnten. Nach super günstigem Tankstop gehts am Chiemsee lang und über die österreichische Grenze problemlos. Danach geht das Gewitter los! Leider schüttets und blitzts die gesamte beeindruckende Tauernautobahn... Dann bricht Nils vor Langeweile noch die Befestigung des Tisches vor ihm ab, der jetzt nur noch an 2 Schrauben hängt. Also Baumarkt gesucht und in einem kleinen Dorf was gefunden. Zum Glück kann Sepp fast alles reparieren! 


Durch die ganzen Zwischenstopps kommen wir erst um 16 Uhr am Millstädter See an. Hier scheint endlich wieder die Sonne! Wir fahren ein Stück die Alpe hoch zu unserem nächsten Gastgeber, der Familie Glanzer. Sie haben einen Milchkuhbetrieb und jede Menge andere Tiere wie Enten, Kaninchen, Hunde und Spielplatz für die Kids. Dann dürfen wir noch ein grad geborenes Kälbchen anschauen. Die Kinder findens toll!! 


Mit einem mega Blick ins Tal werden Grill und Stühle ausgepackt. Es sind 3 Mobile auf dem Hof und wir haben massig Platz und eine tolle Nacht.

Tag 6
Höhlen von Postojna, Slowenien
6230 Adelsberg, Slowenien

Heute war die Fahrtstrecke mal etwas kürzer mit 2 Stunden. Ziel war Postojna/Adelsberg mit seinen Höhlen. Eine riesen Touri-Attraktion, wo man allein fürs Parken 12€ für 2 Stunden zahlt 😂, um dann mit 500 anderen in einem offenen kleinen Zug durch Stollen 4km in den Berg gekarrt zu werden. Im Anschluss gings 1,5 St zu Fuss auf und ab durch die 10 Grad kalte Höhle (bei draussen 30 Grad). Leider liessen sich auch die angekündigten Grottenolme nicht blicken - kein Wunder bei so einer Massenveranstaltung! 


Aber trotzdem wars ganz nett, vor allem Benno fand es spannend und toll. 


Camping Pivka Jama
Veliki Otok 50, 6230, Postojna, Slovenia

80€ ärmer und einen Magneten reicher (wir versuchen an jeder Station einen zu bekommen) machen wir uns auf zum nächsten Schlafplatz, dem ersten Campingplatz. So langsam sind wir auch schon im mediterranen Klima angekommen, es wird wärmer und die Landschaft trockener. Daher wird die Sehnsucht nach einer "richtigen" Dusche immer größer - der Platz hat sie und dazu noch einen Swimming Pool 😁 


Der Platz gefällt uns ziemlich gut. Keine engen Parzellen, sondern jeder kann sich seinen Platz selbst aussuchen und das mitten im Wald. Abends gönnen wir uns eine gute slowenische Grillplatte im angrenzenden Biergarten und wollen noch die zum Platz gehörige Schlucht besichtigen. War leider geschlossen. 

Tag 7
Ankunft Kroatien - Skrila Sunny Camping
Stara Baška 300, 51521, Punat, Croatia

Inzwischen klappt das Einpacken schon super und die Jungs üben sich im Spülen und Abtrocknen des Frühstücks-Geschirrs. Also alles top! 


Um 9.30 sind wir bequem on the road. Ein riesen Glück, so schwimmen wir genau VOR der anrollenden Urlaubswelle aus Ö und & D. Es geht aus Postojna direkt auf die Landstraße bis zur kroatischen Grenze. Hier müssen wir 20 Minuten warten und es wird schon voller. Später hören wir, dass man heute am Karawankentunnel, wo wir gestern problemlos durchfuhren, 2 Stunden warten musste und der Grenzübergang nach Kroatien nachmittags total dicht war. 


Dann gehts auf die Insel Krk. Alles total touristisch, wir rollen mit im Steom der Womos. Je weiter wir kommen, desto besser wird es aber. 


Die Anfahrt zum Camping ist cool, s. Video. Der Camping ist komplett ausgebucht. Der Platz, den man uns zuweist, ist im hintersten Eck neben der Treppe zum Hundestrand. Vor uns paekt ein mind 9m langeslr Doppelachser Wohnwagen inkl riesen Porsche haob auf dem Durchgang. Echt nicht!!! Auf keinen Fall schaue ich mir jetzt für teuer Geld 5 Tage diese Kühlerhaube an! 


Nach Rücksprache kriegen wir einen etwas besseren Platz zugewiesen, von dem man das Meer wenigstens etwas sehen kann. Trotzdem merke ich schon, dass mir hier zu viele Leute sind und alles zu eng. Der Camping ist laut App DER tollste/beste Platz weit und breit - mir graust es schon, wenn ich denke wie die anderen wohl sind! Alles auch sehr deutsch hier, überall Aldi/Lidl, Badelatschen und Sonnenbrand. Es gibt 4 Strände, die schön/ok sind. Da verbringen qir den Nachmittag. 


Für 1 Waschladung zahlen wir 10€! und für 2 kl Gurken, 3 Tomaten, 3 Aprikosen und 1 Knoblauchzehe nochmal 10€😂 da wird die nächsten 4 Tage, die wir hier verbringen werden, wohl selbst gekocht! 

Tag 8
Der erste faule Tag...

MISTRAAL! 


Heute Morgen wachten wir auf in einem - heissen - Dauerfön, auf höchster Stufe! Der Mistral/Maestral wehte uns bei blauem Himmel die Marmelade vom Brot und dann das Brot vom Teller und dann den Teller weg 🙈


Die wunderschönen kleinen Buchten verwandelten sich in ziemlich starke Weisswasser-Wellen, sehr zum Vergnügen unserer Kids! Eine erste kleine Tour mit dem SUP und eine kleine Klettertour über den Karstfelsen über dem Meer waren sicher die Highlights für die Männer. Und ich geniesse es doch, mal nicht direkt wieder alles für den nächsten Tag abreisebereit zu packen. Habe

am ersten Tag ohne "Weiterziehen" endlich mal mein erstes Buch aufgeschlagen! 


Tag 9
Tag 2 am Skrila Sunny Camping

... Und so langsam kehrt gefühlt bei allen etwas Ruhe ein. Die ersten Tage mit den täglichen Fahrtstrecken waren doch schon ziemlich aufregend und anstrengend. 


Daher gibts heute zum ersten Mal gemütlich Frühstück mit Ei und so, danach macht jeder eine Runde das, worauf er Bock hat - die Kinder spielen Duplo, ich lese und Sepp repariert wieder irgendwas. "Glücklicherweise" ist heute auch schon wieder einiges kaputt! Zuerst der Kühlschrank, der aber nach einigem wilden Drücken und Restart wieder anspringt, und dann noch die Klappe des rechten oberen Küchenschranks. Da ist leider nix mehr zu retten. So hat der Mann aber wenigstens immer Beschäftigung 😉


Es sei angemerkt, das Mobil ist genau 1 Jahr alt!! 


Abends gönnen wir uns mal was und fahren mit dem Rad ins 2.5km entfernte Dorf Stara Basca und dabei bestimmt auch 200 Höhenmeter! Benno ist mega tapfer und zieht durch. Als Belohnung gibts dann Burger, gegrillten Oktopus und Thunfisch, ein Eis und einen Spaziergang duech den Hafen. Den Rückweg Vollgas den Berg hinunter! 

Tag 10
Letzter Tag am Skrila Sunny Camping Krk

Heute wars wieder etwas windiger, aber das macht nix, wir haben family time und geniessen dass! Da wird gemalt, mit Schnur gebastelt, geschnorchelt und über die Seegurken gestaunt und zum Mittag gibts Fischstäbchen vom Grill 😜


Nachmittags macht Benno seinen ersten Klippensprung. Klettern ist ja eh seins und so fahren wir mit dem SUP bis an den Felsen, schnell hoch und dann aus mind. 3m ins Wasser gestürzt! Angst kennt er irgendwie nicht 🙈


Abends heisst es dann zusammenpacken. Nachts verabschiedet Krk uns dann mit Gewitter und Regen bei schwülen 28 Grad, die Nächte sind hier immer schweisstreibend. 


Nach 4 Tagen können wir den Camping mit kleinen Abzügen wärmstens empfehlen (vorher einkaufen!) , die Sanitäranlagen werden auch um 22 Uhr noch geputzt. Allerdings ist der Camping wohl immer schnell ausgebucht. Die Kosten für einen der besseren Stellplätze rentieren sich absolut, teilweise mit Privatstrand! 


Tag 11
Reisetag - Adria Magistrale bis Camping Paklenica
Dr. F. Tuđmana 14, 23244, Starigrad-Paklenica, Croatia

Heute ist Reisetag! Nach dem ersten Runterkommen freuen wir uns alle schon aufs Entdecken und so gehts morgens zügig auf die Strasse, sogar die kids wollen kein Frühstück sondern loooooos!! 


Zuerst einmal fahren wir wieder nach Norden, denn wir müssen von der Insel, die ganz oben mit einer Brücke mit dem Festland verbunden ist, ja erstmal wieder runter! 


Danach liegen 150km Adria Magistrale vor uns, die wir genüsslich auf der sich windenden Landstrasse abaolvieren... Wir Elteen freuen hns über den tollen Ausblivk auf die Inseln Rab, Pag und Cres, während Benno immer stiller und Nils immer ungeduldiger wird. Irgendwann kommt dann von hinten das Unvermeidliche "Mama mir ist schleeeeeecht". Kann man ihm auch nicht verdenken! 


Die Route ist aber echt ein Traum: virbei an dutzenden türkisfarbener Buchten, alter Häuser und Oleander, durch kleine wunderhübsch zurechtgemachte Fischerdörfchen wie Senji und dann durch steinigen Nationalpark... Nur leider nicht unbedingt dafür gemacht, irgendwo mit dem Womo zu halten. Dann fahren wir halt langsam dran vorbei!! 


Kurz vor unserem heutigen Reiseziel kommen wir an einigen schönen "Autokamps" vorbei, einfachen kleinen Campingplätzen zwischen strasse und Meer eingeklemmt, auf denen die Camper gefühlt schon fast mit den Füßen im Wasser stehen... Mega! 😍


Umso enttäuschter sind wir, als wir am Camping Paklenica ankommen - hatte früher sicher mal Charme zwischen den Pinien, heute trifft sich hier "harz aber herzlich", der es nicht nach Malle geschafft hat. Die Waschhäuser stehen vor Dreck und der Strand, grösstenteils Beton, ist schlimmer als jeder Baggersee. Und das Ganze zum überteuertsten, absolut wahnwitzigen Preis von. 60€/Nacht. Wo ist das türkise Wasser hin, wo die kleinen Buchten mit 2 Luftmatratzen drauf, an denen wir eben noch vorbeikamen?? 


Immerhin geniessen die Jungs den vor Chlor triefenden Pool und Benno geht abends um halb 10 noch eine Runde ganz allein im Meer schwimmen. Unter dem Mond, um krebse zu fangen, mein kleiner Draufgänger 😍


Wir haben hier eigentlich zwar reserviert, aber keine Chance - morgen früh hauen wir hier ab! 

Tag 12
Autocamp Navis
23245, Triban, Croatia

Also, wenn man ein schlechtes Bauchgefühl hat, soll man drauf hören... Nachdem uns heute morgen um 6 auf dem Camping in Paklenica immer noch derselbe Müll begrüßte wie am Abend zuvor, haben wir alles zusammengerafft und sind 10km wieder zurück... Und was soll ich sagen, from hell to heaven! 


Wunderbar gechillter Autocamp, stehen unter Pinien und bis direkt ans Meer! Freundliche Leute und die Sanitäranlagen neu und blitze blitze blank!! Und das zum halben Preis wie das Rimini davor... 

Tag 13
From hell to heaven - Autocamp Navis
23245, Triban, Croatia

WOW - aufgewacht und mit beiden Füssen auf dem Strand - was will man mehr. Es wird der erste von drei sehr relaxten Tagen... 


Was wir lernen, ist der Unterschied zwischen einem Campingplatz und einem autokamp. Das autokamp ist viel kleiner und entspannter, dafür ist hier auch etwas mehr Durchreiseverkehr. Das muss uns ganz vorne aber nicht jucken...


Wenn man wirklich ein Haar in der Suppe sucht, dann sind es die Seeigel, die schon wenige Meter nach dem Strand im steinigen Ufer liegen. Wir probieren es aber, mit Strandschuhen ist es kein Problem! Hier ist ein naturparadies für die Kinder, die mit allem spielen, was sie finden, bis hin zu einem angeschwemmten 🐙.... Auch Freunde machen die Kinder hier leicht, nicht nur aus Deutschland, sondern auch aus Polen. Sepp ebenso, der in kuezer Zeit immer den ganzen Platz kennt. Das nette Rentnerpärchen neben hns qird zum Dauerbeaucher und Sepp geht mit ihm sogar gemeinsam auf Radtour! Und ich mache endlich meine erste große Wäsche, nach 10 Minuten ist alles trocken 🥰 zur Belohnung gehen wir abends essen, ein seltenes Ereignis in Kroatien aufgrund der völlig überteuerten Preise. 

Tag 14
Schlaflose Nächte

Diese und letzte Nacht hat wieder der Maestral zugeschlagen. Mit heftigsten Böen bis Windstärke 9 pustet er nachts um unser kleines Mobil und ich habe wirklich Angst, dass wir umkippen oder abheben! Oder alternativ eine der Pinien auf uns drauffällt! Das Mobil hüpft und wackelt und Sepp und ich haben schon zum 2. Mal eine nächtliche Notrettung der 5m Markise unternommen. Das heisst er kurbelt wie wild, während ich dranhänge 😂 Fakt ist, ich kann so echt nicht gut schlafen und bin morgens wie gerädert... 


Der Tag ist auch eher trüb und das Wasser nicht mehr ganz so türkis, und aufgrund des Windes von Norden vor allem eiskalt! Irgendwie komme ich mir vor wie am Lago Maggiore heute... 


Abends klart es dann zwar noch auf, bleibt aber super windig. Zeit weiter zu fahren. 

Tag 15
Reisetag - über Trogir zum Autokamp Sirena hinter Omisa

Heute war mal wieder Reisetag. Das ist doch gut so, denn nach dem erholsamen nichts tun zieht es alle langsam weiter. 


Vor uns liegen zwar nur 180 km, das Navi sagt dafür aber drei Stunden voraus und wir wollen noch einen Zwischenstopp im Örtchen Trogir machen. Daher beschließen wir, die ersten 100 km auf der Autobahn statt auf der Landstraße direkt am Meer zurückzulegen und brechen schon um 8 Uhr auf. Ziel ist: Frühstück in Trogir!







Zwischenstop Trogir, Kroatien
Trogir, Kroatien

Die Autobahn kostet uns für die 100 km stolze 11 €, aber egal wir sind gut gelaunt. Auch noch, als wir in dem angeblich super sehenswertchen städtchen ankommen und unser Mobil auf einem Parkplatz einen Kilometer außerhalb zurück lassen. Die Altstadt von Trogir ist ein Gemisch aus kroatischen, venezianischen und byzantinischen Gebäuden und liegt auf einer Insel, die man nur über eine Brücke erreicht. Mich erinnert sie ein wenig an Klein-Venedig. Aber nicht nur von den Gebäuden, sondern vor allem an den Massen, die sich bereits morgens Richtung Altstadt schieben 🙈...


Als erstes steuern wir eins der dutzende Cafés am Rande der Altstadt an. Frühstück: Check! Die Kids wollen unbedingt Pfannkuchen mit Eis und so wird das auch bestellt, optimistischerweise gleich zweimal. Dass es keinem der beiden ansatzweise schmeckt (iiiih, Pistazieneis!) nervt mich schon 😉. Und dann geht es in das Getümmel der engen Gassen. Hier muss ich Nils förmlich an mich tackern, damit er nicht verloren geht. Wir kommen vorbei an dutzenden souvenirshops mit dem üblichen Ramsch und kriegen die Kinder kaum vorwärts.


Am anderen Ende der Altstadt kommt man auf einen großen Platz, von dem dutzende touristenschiffe ablegen. Der Platz ist gerammelt voll mit verschwitzten, Sonnenbrand-gemusterten Touris. Naja schön ist anders. Wir steuern die alte Festung an. 30 Kuna Eintritt, macht zu viert knapp 20 €. Die Kids wollen unbedingt hochkommen obwohl es da eigentlich nicht viel zu sehen gibt. ABER: Bezahlung geht, und das erleben wir zum ersten Mal in 10 Tagen Kroatien, NUR in Kuna. Begründung: ist ja ein kulturelles Angebot der Stadt. So viel Kuna haben wir nicht. Kinder traurig, aber OK.


Als nächstes steuern wir die Kathedrale der Altstadt an. Eintrittsgeld pro Person wieder 30 Kuna. Haben wir immer noch nicht. Ich beauftrage Sepp, durch die halbe Altstadt zu rennen und nach einem Geldautomaten zu suchen. Er kommt zurück und sagt, dass eine Abhebung 17%!!! Gebühr kostet (also 117€ bei 100€). Dann lassen wir das wohl auch mit der Kathedrale. Es ist heiß, wir stehen vor dem Eingang und die Kinder werden langsam ungeduldig und müde.


Da sehe ich, dass einige Touristen vor uns auf Nachfrage mit Euro zahlen. Ich also auch hingegangen und nachgefragt. Nein ich dürfte eh nicht hinein, da ich meine Schulter nicht bedeckt habe. Komisch, die Touristinnen vor mir sind sogar mit Spaghetti top durchgegangen wie ich? Auf Nachfrage nur Achselzucken. Die haben anscheinend mehr bezahlt als ich. Auf jeden Fall schmeiße ich ihnen nicht unser Geld in den Rachen, wenn sie es anscheinend gar nicht möchten.


Etwas genervt und demotiviert machen wir uns noch zwei Stunden wieder auf dem Rückweg zum Mobil. Anstatt für jede Sehenswürdigkeit extra Eintritt zu nehmen, wäre es sicherlich besser, direkt an der Brücke abzukassieren wie in Disneyland, dann hat man es wenigstens einmal hinter sich. Für uns ist diese absolute Touriabzocke auf jeden Fall überhaupt nichts! Aber das Highlight sollte noch folgen...


Nach einem Kilometer über eine geschotterte Baustelle kommen wir wieder auf unserem Parkplatz an. Die Kinder sind total am Ende. Ich gehe zum Parkscheinautomaten, der von mir umgerechnet 18 € für die zwei Stunden verlangt.??? Echt jetzt? Zahlung bitte NUR in Kuna, keine Karte kein Euro. Und dann bitte noch nur 10er und 20er Scheine! 


Das kann ja nur eine erneute bewusste tourifalle sein, damit man noch ein bisschen länger auf dem wunderhübschen Parkplatz verbringt. Ich gehe also in die nächste beach Bar und schnappe mir direkt zwei Eis für die Kids, um meinen 200Kuna Schein. Den hatte ich auch nur, dass er auf dem Rückweg noch für "günstige" 10% Gebühr am Automaten Bargeld gezogen hat. Die Bedienung teilt mir arrogant mit, dass sie keine Lust hat mir das Geld zu wechseln oder die Eisen zu verkaufen. Als ich nach dem Chef Frage, kommt der an und nimmt mit den 200 Kuna Schein aus der Hand. Der gehöre jetzt ihm. Fast fangen wir Streit an und ich bin mir nicht sicher, ob an meiner Stelle nicht in eine Prügelei verwickelt geworden wäre. Mit einem arroganten Grinsen drückt er mir dann einen 100 Kuna Schein und einen 50er sowie Kleingeld in die Hand. Automaten stelle ich fest, dass ich auch damit nicht bezahlen kann, sondern nur mit noch kleinerem Geld...


To Cut a long story short, einen Nervenzusammenbruch meinerseits und 2 von mir nach Kleingeld angeschnorrten Belgiern später verlassen wir endlich den sch... Parkplatz. Trogir sieht uns nie mehr und ich kann es auch echt nicht empfehlen, es ist es wirklich nicht wert! 


Autocamp Sirena, Lokva Rogoznica, Kroatien
Lokva Rogoznica, 21317, Lokva Rogoznica, Kroatien

Die Weiterfahrt an der dalmatischen Küste ist wunderschön und gefällt mir viel besser als weiter nördlich. Riesige Zypressen und Pinien durchmischt mit knorrigen Olivenbaeumen und Oleander stehen dicht an dicht an den steilen Haengen. Das Meer schimmert dazu tuerkisblau. Jede einzelne Bucht waere einen Besuch weet, aber nix fuer uns mit dem Mobil - Alle Abfahrten sind steil, eng und kurvig und die Doerfer am Wasser sind verwinkelt und alt. 


Wir fahren auch durch Split. Sicher auch eine tolle Altstadt, aber nach dem Trogir Erlebnis und mit dem dicken Mobil haben wir keine Lust auf noch mehr Menschenmassen und Abzocke. Authentisch ist hier eh überhaupt nichts mehr!


Nach dem vergeblichen Versuch, eine Wassermelone am Strassenrand zu erwerben (Kosten:18€), kommen wir an einem ebenso steilen Abzweig an. Hier ist unser Autokamp für die Nacht. Mega Blick! Nachdem wir alle Optionen angeschaut haben, entscheidet sich Sepp für den tollsten, aber abenteuerlichsten Stellplatz: Mehrere Spitzkehren den steilen Hang hinunter und dann einen geschotterten Feldweg direkt am Abhang entlang

 Die letzten 200m geht es nur noch rückwärts!! 


Sepp packt es aber. Zur Belohnung stehen wir auf einer Steilklippe 5m über dem Wasser mit unendlichem Blick aufs Meer und privater, kleiner Bucht. Fliegende Fische segeln vorbei und das ein oder andere Segelboot. Ein tolles Abendessen in der urigen Taverne des Kamps mit singenden Ukulelenmännern rundet den ereignisreichen, spannenden Tag ab und wir fallen todmüde ins Bett. 

Tag 16
Weiter gehts zur Insel Peljesac

10.7.22 - Eigentlich wollten wir heute nach Dubrovnic. Von einem Nachbarn haben wir aber gehört, dass dort seit heute ein Strassenmusikfestival stattfindet, also haben wir spontan umgeplant und meiden die Stadt. Da wird es sicher noch voller als sonst! 


Stattdessen fahren wir mit der Fähre auf die Halbinsel Peljesac - eine coole Alternative, weil wir uns so den Grenzübergang nach und aus Bosnien heraus ersparen. 


Die Überfahrt klappt problemlos. Die Kids bekommen in der Schlange noch Nudeln gekocht, Mittagessen muss sein 😂 eine Stunde später kommen wir auf der anderen Seite an. Die Dörfer hier sind noch uriger und die Strassen noch gewundener. Überall wird Wein angebaut, der aber nicht qie bei uns geschnitten und hochgebunden wird, sondern wild in alle Richtungen wächst. Für 28km brauchen wir 45 Minuten. Dafür ist die Abfahrt ins Dorf Zuljana mal wieder spektakulär! 



Žuljana, Kroatien /Camping Vulcine
VCQX+3H Žuljana, Kroatien

Das Fischerdörfchen besteht aus einer schmalen Einbahnstrasse direkt am Meer und jeder Menge Ferienwohnungen in den alten schön renovierten Steinhäusern. Angeblich gibt es hier 3 Campingplätze, aber das ist so ne Sache: 

-Nr 1 ist ein steiler Hinterhof, auf den max 2 Zelte nebeneinander passen. Aber auf keinen Fall ein Wohnmobil und wieder raus käme man nur rückwärts den Berg hoch. Keine Chance! 


Leicht genervt auf zu Nr 2: wieder ein Hinterhof, diesmal zwar eben und im Dorfkern. Durch die Strasse passen genau wir mit unserem Womo plus 10cm links u rechts 🙈 ums Eck in den Hof reinkommen: auch keine Chance! Sepp ist klatschnass geschwitzt. Also wieder rangiert und den letzten CP angefahren: oben am Berg und ohne Aussicht auf eine Möglichkeit zu wenden. 


Der Platz ist abenteuerlich, eigentlich nur ein steiler Hügel 😲 aber irgendwie quetschen sich ein paar Mobile drauf. Das Einparken wird erneut zu einem Nervenspiel, vorne gehts runter und daneben Baeume... 


Betrieben wird Camp Vulcine von einer netten kroatischen Familie, die auch eigenes Gemüse, Obst und Olivenöl verkauft. Es gibt für Männlein und Weiblein je 1 Dusche und 2 Toiletten, aber alles blitzsauber. Auf beiden Seiten des Hügels sind wunderbare Strände, zu denen man aber über steinige Pfade runterklettern muss. Nix für Senioren, aber ein Abenteuerspielplatz für die kids, irgendwie urig aber gemütlich! 


Auf den Stress hin gehen wir abends in einer gemütlichen Taverne im Hafen essen. Die e-bikes sind Gold wert, so sind wir in wenigen Minuten im Ort. Nils sitzt im Kindersitz und Benno auf meinem Gepäckträger!

Tag 17
Lazy day

Heute ist Faulenzer Tag. Am Vormittag fahren und klettern wir zum Strand vulcine, einem wunderschönen Naturstrand direkt neben dem Platz im Naturschutzgebiet. Die Kinder klettern über die Felsen, sammeln Muscheln und Krebse und probieren sich im Robinson cruso da sein. Wir kriegen sie zum Mittagessen kommen zurück zum Mobil.


Den Nachmittag darf Benno gestalten. Seitdem wir in Kroatien sind, möchte er schon auf einn dieser aufblasbaren Ninja-Wasserparcours und heute darf er das Punkt Sepp und er toben sich richtig aus!


Am Abend kochen wir lecker mit dem Gemüse und Kartoffeln unseres platzbetreibers. Fazit: wer naturnahes und uriges Camping sucht und nicht dringend auf ver- und Entsorgung angewiesen ist, der findet hier Ruhe abseits der Massen und trotzdem genug Action, um abends mal die Strandpromenade entlang zu flankieren oder ein Eis zu essen. Der ganze Ort und der Platz sind nicht für 9m-mobile geeignet!


Tag 18
Auf gehts nach Montenegro! Die Bucht von Kotor

Heute gehts in ein neues Land. Kroatien war an vielen Stellen wunderschön, aber ich bin dennoch nicht böse, dass wir jetzt weiterziehen - ich fand es viel zu touristisch und insgesamt alles total überteuert, wenn man es mit Griechenland vergleicht. Ich muss hier nicht unbedingt noch mal hin!


Am Ende der Halbinsel sehen wir die neue Autobahnbrücke, die in 2 Wochen eröffnet wird. Auch eine tolle alte Stadt mit einer 5,5km langen Stadtmauer bewundern wir. Später geht's vorbei an Dubrovnik, das wirklich wunderschön aussieht. Leider absolut keine Chance, irgendwo anzuhalten. Die Grenzüberquerung klappt in einer halben Stunde, obwohl wir erst mittags da sind. Die Steilküste in Montenegro schließt sich nahtlos an Kroatien an. Nur ist es hier vielleicht noch alles ein wenig enger und voller Bebauung. Sepp kommt ganz schön ins Schwitzen beim Fahren super viel Verkehr, Fussgänger etc. 


Tagesziel ist die Bucht von Kotor. Als wir ankommen, wieder mal wow: in echt ist die Szenerie noch viel krasser als auf der Landkarte. Fast senkrecht erheben sich die grünen Berge aus dem Meer und geben dem Ganzen fast eine Kulisse wie in Kanada! 



Auto kamp "Lara", Kostanjica, Kotor, Montenegro
FMP6+W45, Kostanjica, Kotor, Montenegro

Dementsprechend wenig gerade Fläche und wenig campingplätze gibt es hier, alles ist total zugebaut, es dominieren Hotels und Apartments. Wir fahren am großen Camping vorbei und weiter zum kleinen Autocamp Lara. Der Stellplatz ist zwar direkt am Wasser, aber ultra schräg und der Betreiber gefällt uns auch nicht. Die Klos sind ein Verschlag neben dem Haus des Besitzers. Sepp will unbedingt weiter und ist ultra genervt. Wir kriegen richtig Krach 🙈. 


Ich klettere über die Felsen an der Küste entlang 200 m bis zum nächsten Autocamp. Und der hat einen Top Platz für uns frei. Ich rufe Sepp an, um ihm Bescheid zu geben - später sehen wir, dass das 30 sekündige Gespräch 7 € gekostet hat😂😂. Sepp ist so gestresst, dass er beim Wegfahren fast vergisst, die Stützen wieder hoch zu fahren und diese fast abreißt. Endlich ist alles recht und wir sind aufgebaut.


In der Zwischenzeit hat Benno Miesmuscheln im Wasser gesammelt - die werden in der Bucht g züchtet. Sepp kocht sie mit Weisswein und Gemüse -eine tolle Vorspeise, die sich außer mir aber niemand zu essen traut 😉.


Endlich machen wir uns auf den Weg zum Restaurant, das angeblich wenige Meter weiter sein wird. Stattdessen laufen wir 500 m an einer viel befahrenen Straße durch Müll und Dreck, bis wir zu einem Restaurant kommen. Das nehmen wir, auch wenn es nur teure Pizza gibt, heute ist alles scheißegal.🤣🍕


Kleines Highlight, wir haben wieder nette Nachbarn, und wieder ein deutsches Rentnerpärchen. Mit denen sitzen wir abends noch zusammen und sie erzählen viele lustige Geschichten aus ihrem Camperleben. Zum zweiten Mal sehen wir auch ein altes Feuerwehrauto, das zum 4x4Camper umgebaut wurde. Camper sind definitiv kommunikativ!


Fazit: NICHt Autokamp Lara, sondern 100m weiter unbedingt Autocamp Ulce anfahren!! 

Tag 19
On the road to Albania

13.7. Heute fahren wir nach Albanjen. Zunächst umrunden wir die Bucht von Kotor, durch die Stadt, die als Klein Venedig gilt. Leider legen auch hier direkt die riesen Kreuzfahrtschiffe an, so dass Kotor bei der Durchfahrt total überfüllt und touristisch wirkt. Die Bucht ist hier nur 500m breit und öffnet sich nach hinten auf über 5km,. So dasa wir insgesamt 1 Stunde für die Umrundung brauchen. Aber die ist es wert! Hier scheinen vor allem wohlhabende Menschen Urlaub zu machen, bevorzugt auf ihrer Privatjacht, von denen zahlreiche vor Anker liegen. 


Nach Kotor gehts die Küste entlang bis zur bekannten Urlaubsstadt Budva. Sie liegt spektakulär an der Steilküste mit einer vorgelagerten Insel. Aber leider so gar nicht unsers, erstens wegen dem Mobil, mit dem wir uns nicht in die Stadt wagen und 2. wegen dem leicht heruntergekommenen Massentourismus, der besonders Ostblock-Touris anzuziehen scheint. Autofahren ist hier auch mega stressig. Schnell weiter! 


Nach Budva geht die Straße in Serpentinen steil ins Hinterland hinauf. Dann öffnet sich eine riesige Hocheben, zuerst ganz grün und dann nur noch gelb und verbrannt. In deren Mitte die Stadt Podgorica, eine gruselige Geisterstadt wie ich finde. Da heute Feiertag ist, ist niemand auf der Straße, als wir ca 20 km durch Industriegebiete fahren. Dafür ist jede 2. Laterne der breiten Allee rot beflaggt, irgendwie erinnert mich das an die Sowjetunion 🙈


Kurz vor der albanischen Grenze tanken wir nochmal für 1,83€ und heben € Bargeld ab, die offizielle Landeswährung. Achtung bei den Automaten! Die Grenzüberquerung im Norden des Shkodra-Sees ist problemlos und dauert keine 15 Minuten. 

Camping Lake Shkodra Resort, Albania
Rruga E Liqenit, 4001, Grile, Vrake, Albania

1 Stunde später sind wir an unserem heutigen Ziel,, dem Luxuscamping "Lake Skhodra Resort". Hier werden europäischen Touristen alle Wünsche erfüllt und das für 23€ pro Nacht und 4€ für ein riesiges Frühstück. Bier kostet 1,30€ und Rinderfilet 12€. Man vergleiche mit Kroatien! 


Unser Stellplatz ist malerisch unter Weinreben und mit direktem Blick auf den See. Einziges Manko: man ist nicht am Meer und es gibt nur einen wackeligen Badesteg über den sumpfigen Rand ins Wasser. Ich wasche erstmal 3 Ladungen Wäsche und Sepp lernt direkt wieder den ganzen Platz kennen 🤣 links von uns im Pössl steht ein junges Pärchen, das seit Mai unterwegs ist, und rechts Thommy und Marie mit ihrem Sohn Jan aus Brandenburg, sehr coole Leute, mit denen wir abends noch zusammensitzen. 

Tag 20
Langweiliges Paradies

14.7. Da wir hier in einer "gated community" sind und nichts von ausserhalb mitbekommen, hier ein paar erste Eindrücke zum Land:


Albanien ist voller Kontraste. Vor allem faellt auf: die Leute scheinen entweder sehr wohlhabend oder bettelarm zu sein. Die teuersten Autos, vor allem Mercedes, fahren dlvorbei an hinkenden Eselskarren und uralten dreirädrigen Lastenrädern. Esel stehen mittem auf 3spurigen Verkehrskreiseln und Kühe überqueren die Autobahn. 


Die Vorliebe für Kitsch ist überall: Es gibt Häuser, die wie eine komplette Burg gebaut sind inkl Türmchen und Fahne! Direkt daneben einfache, halb fertige Hütten und Müll ist ein echtes Problem. Er liegt überall oder wird in der staubtrockenen Landschaft verbrannt. 


Speaking of MONEY: Die Wassermelone kostet hier weniger als 30 Cent! Wenn man das mit den 18 € vergleicht, die sie in Kroatien kosten sollte...! 


Die Albaner auf unserem campingplatz sprechen alle perfektes englisch. Ich erfahre, dass sie teilweise im Winter in Frankreich oder Belgien arbeiten und nur im Sommer nach hause kommen. Die Rezeptionistin erzählt mir, dass der Stundenlohn hier bei 1,50€ liegt. Dafür kostet der diesel hier aber über 2 € der liter und das Sonnenblumenöl so viel wie bei uns! Unerschwinglich für die Locals, wie sie sagt. 

Tag 21
Kamping Pa emer
Syney - Karpen 3, 2501, Kavaje, Albania

15.7. Heute Ortswechsel Richtung Süden. Für 138km brauchen wir gut 3 Stunden. Zuerst ewig durch Industriezonen, dann über die erstaunlich gute Autobahn. Spätestens alle 5 km steht die Polizei und kontrolliert, vor allem aber die Locals. Es wird aber auch gerast und überholt wie Sau 🙈 Sepp muss sich konzentrieren, vor allem als die Straße sich zur Schlagloch-Falle entwickelt - einmal.müssen wir auf der Autobahn sogar auf Schrittgeschwindigkeit bremsen, weil ein Gitter im Boden komplett fehlt. 


Der letzte km zum Camping ist nur noch Schotter und man muss extrem langsam fahren. auch hier für grosse Mobile keine Chance!! 


Belohnt werden wir mit einem Platz quasi auf dem Strand und einem fantastischen Sonnenuntergang. Das Wasser in der gesamten Bucht ist nur knietief und es hat schwarzen Sand. Toll für Kinder, zum Baden eher schlecht. Der Besitzer hat eine künstliche Insel mit Steg aufgeschüttet mit schicken Liegen und Restaurant. Leider ist das Essen eine Katastrophe und 40€ für albanische Verhältnisse sind auch Mondpreise. 

Tag 22
Happy family

16.7.


Heute machen wir mal einen richtigen strandtag. Außerdem putze ich das wohnmobil 🤪Benno hat sich mit dem slowenischen nachbarssohn Thomas angefreundet und ist mit ihm unterwegs. Die Eltern sind auch sehr nett und laden ständig zu Eis, Chips, Bier und sonst was noch ein - man macht echt schnell Freunde auf dem Camping! So erfahren wir auch noch jede Menge über das Leben und Arbeiten in Slowenien.


Abends freue ich mich: Tommy und Marie vom Skhodra Campingplatz sind spontan nachgrkommen und ziehen gerade auf ihren Platz neben uns. Abends sitzen wir noch länger zusammen, die beiden campen schon seit ewig in Ungarn, Bulgarien, Serbien und können viel erzählen 😉 eigentlich wollten wir morgen abfahren, abet so verlängern wir auch noch einen Tag. 

Tag 23
Immer noch Pa Emer

Auch heute genießen wir noch einmal den Strand und die Ruhe. 


Abends nehmen uns tommy und marie mit in die nächste größere albanische Stadt mit ihrem Bulli. Endlich mal albanisches Leben außerhalb des Platzes! das ist echt ein manko mit Wohnmobil, man ist nicht so mobil wie ich gehofft habe. Abends mal schnell essen fahren ist nicht und viele Strassen sind abends gefährlich mit dem Rad. 


Wir haben ein tolles Abendessen mit ganzem Hähnchen, Lammfleisch. Unmengen Salat und selbstgemachten Pommes für acht personen unter 50 €. Ein richtig schöner Abend! 

Tag 24
Quer durch Albanien - von West nach Ost zum Ohridsee

18.7. Heute machen wir uns auf dem Weg quer durchs Land. Vom äußersten Westen bei Dürres ganz in den Osten, an die albanisch/ nordmazedonisch/ griechische Grenze. Hier liegt der Ohridsee, unser heutiges Ziel vor der morgigen Grenzüberquerung nach Greece. 


Die Fahrt dauert mit 136 km wieder mal knapp vier Stunden. Das macht aber nichts, man fährt gerne langsam. Es gibt draußen so viel zu sehen! 


Je weiter man sich von Tirana entfernt, desto besser werden die Straßen. Immer noch begegnet uns überall Polizei, die ihre Landsleute kontrolliert. Dazu sind überall die Überreste von Bunkern zu sehen! Zwischen 1972 und 1984, unter kommunistischer Herrschaft, ließ ein schizophrener Diktator über 400 000 Bunker für seine Landleute errichten. Das stürzte das Land in den Ruin und sorgte dafür Komma dass Albanien das Land mit der höchsten bunkerdichte Europas ist, noch vor der Schweiz. Heute sind viele der runden Dinger mit Marienkäfern angemalt, benno ist total fasziniert.



Da es mir heute leider gar nicht geht geht (der albanische Rotwein), gibt es heute leider keine Fotos... 


Camping Arbi
Drilon Street, 7301, Pogradec, Albania

Unser heutiger Campingplatz ist sehr klein, brandneu angelegt und top gepflegt. Sehr zu empfehlen! Für 20 € pro Nacht und 4€ pro Maschine lasse ich mal schnell wieder die komplette Wäsche durchlaufen. 


Der See sieht zwar schön aus und hat einen breiten Strand, ist aber voller Algen. Mich zieht es da definitiv nicht rein! Benno findet die vielen Bunker direkt am Strand auch viel interessanter.


Er hat direkt wieder eine Freundin gefunden, ein älteres Mädchen namens Enie, die ihm gummitwist und Seilspringen beibringt. Die Eltern sind ziemlich alternativ unterwegs, er ist Einkäufer für bio kräutertees und geschäftlich auf dem Weg nach Tirana. Auf unsere anderen Seite steht eine holländische Familie mit zwei kleineren Jungs.


Da wir alle Langzeitreisende sind, beschließen wir, zusammen zu Abend zu essen. So ist es definitiv nicht langweilig, auch nicht für die Kids!


Wir bestellen die lokale Spezialität, die Ohridsee Forelle. Aber nur mit schlechtem Gewissen, denn eigentlich ist diese eine geschützte Tierart und darf nicht gefischt werden! Unser Öko überzeugt uns aber damit, dass die Forelle eh schon gefangen wurde 😂 sie wird uns präsentiert und anschließend über Holzkohle gegrillt. Sie sieht fast aus wie Lachs und schmeckt himmlisch! Nach einem wieder mal lustigen Abend fallen wir erschöpft ins Bett.



Tag 25
Wieder über die Grenze - Griechenland is calling!

19.7. 

Heute morgen ging es recht schnell, denn wir wollten los. Wir haben heute einen weiten Weg vor uns, vier Stunden und 250 km bis zu den griechischen Meteoraklöstern.


Hi ter Pogradec folgen wir eine abenteuerlichen Passstraße wieder hinauf ins Gebirge. Sie windet sich immer höher, wir sehen Schilder mit Schneekettenpflicht! Wir haben dazu nur 24 Grad, und das am heißesten Tag des Jahres zu Hause bei uns in Wellen😝


Kurz nachdem wir den pass überquert haben kommen wir an die albanisch-griechische Grenze. Man hat uns vor langen Wartezeiten gewarnt, dennoch kommen wir super schnell und ohne größere Kontrolle rüber. Man will nur die Ausweise sehen und schaut unter das Mobil. Vir uns waren die Drogenspürhunde im Einsatz. Erleichterung! 


Dann geht es über eine unglaublich perfekt ausgebaute autobahn, auf der wir die einzigen sind!!! Wieder hinab ins tal auf griechischer Seite. Wiederholt fahren wir an schildern vorbei komma die vor die Autobahn überquerenden Bären 🐻 warnen - ob das wirklich so ist oder nur ein Touristengag? Wir sehen jedenfalls keinen.



Campsite Vrachos Kastraki
42200, Kastraki/kalambaka, Greece

Die Anfahrt zu den Meteora Klöstern ist mal wieder spektakulär Punkt und mal wieder zahlt es sich aus, dass wir nicht über die Autobahn fahren, sondern die Landstraße nehmen! 


Es geht durch steile Täler, Hügel hinauf und hinunter, ständig verändern sich die Perspektiven auf die grüne aber doch graue Landschaft. Und auf einmal stehen sie vor einem, die senkrecht aufragenden Felsen!


Unser camping ist dafür umso weniger spektakulär, aber es gibt hier nicht viel. Nach einer langen Fahrt suchen wir auch noch lange einen Platz, auf den unser Mobil überhaupt drauf passt. 


Die Kinder sind wirklich zu super Mitreisenden geworden, nur ganz selten wird gejammert, heute mal wieder weil es so kurvig war. Aber auch sie haben jetzt keine Lust mehr. Nach einem kurzen Bad im Pool besuchen wir zum ersten Mal eine original griechische Taverne mit Blick auf die erleuchteten Felsen. Ich bin glücklich!

Tag 26
Mit dem Fahrrad hoch zu den Meteora-Klöstern

Da man uns vor den Menschenmassen gewarnt hat und es oben auf den bergen kaum Parkmöglichkeiten für wohnmobile gibt, wollen wir heute versuchen komma mit den e-bikes zu den klöstern hoch zu fahren. Ich bin gespannt, ob wir das schaffen! 


Nils sitzt bei Sepp im kindersitz und Benno ohne sitz auf meinem gepäckträger - um 9.30 geht es los. Wir sind total erstaunt, als wir feststellen, dass wir quasi alleine auf der Straße sind!


Das erste Kloster erreichen wir 2 Kilometer nach dem Camping in Kalambaka. Es stehen nur wenige Autos davor. Wir fahren erst noch mal weiter hoch, solange es nicht zu heiß ist.


Das nächste Kloster hat mittwochs geschlossen. Mist! Die nächsten Klöster throhnen weit über uns. Ob wir das schaffen? Wir probieren es.


Leichte und schneller als gedacht kommen wir ganz oben an auf dem Plateau an. Wir entscheidwn uns, das Vraame Kloster zu besichtigen. Es ist nicht viel los zum Glück, als qir die zahllosen Stufen an der Aussenseite hochsteigen. 


Die Kids haben großen Spaß und sind sichtlich beeindruckt. Wir besichtigen die Kirche, schauen uns die vielen bunten Gemälde zum Leben Jesu dort sehen die Lasten-Seilwinde an. Sogar ein museum gibt es! 


Als wir 1,5 stunden später, gegen 11:30 uhr, das kloster verlassen, sehen wir was jetzt draußen los ist: Busse, Massen an (rslespektlose) Touris, Chaos auf dem Parkplatz... froh schwingen wir uns auf unsere Räder und rasen Richtung Tal. 


Benno und Sepp klettern noch auf einen Felsen, den restlichen Tag entspannen wir am Pool. 


Abends fahren wir noch mal mit dem Rad nach Kastraki, den Nachbarort. Hier essen wir mitten auf dem Marktplatz unter lauter Griechen. Herrlich! 

Tag 27
Camping Hellas, Kato Gatzea, Griechenland
EO Volou Neochoriou 30, Kato Gatzea 373 00, Griechenland

20.6.


Nach den letzten Reisetagen sind wir nun im wunderschönen Camping Hellas angekommen. Hier wollen wir ein paar ruhige Tage am Strand einlegen. 


Daher bin ich auch beim Blog ein wenig faul geworden. Aus den eigentlich 4 geplanten Tagen werden 7 - es ist schön hier, wir sind gechillt, die Kinder froh. Und ich bin leider in einen Seeigel getreten 🙈 nur ein einziger Stachel, aber der ist so tief, dass wir ihn trotz lokaler Betäubung nicht rausbekommne. Die Campingplatzbesitzerin ist Expertin auf dem Gebiet znd versucht es selbst, ohne Erfolg. Netter Nebeneffekt, durch meine täglichen Besuche zum Veradzten bei ihr in den kommenden Tagen erzählt sie mir einiges vom Campingplatz. Sie organisiert mir sogar eine Massage am Pool Platz durch eine professionelle Physiotherapeutin. Was ein Service!! 


Abends gehen wir inzwischen eigentlich immer essen. Das griechische Essen ist zu lecker😂 von Risotto mit Meeresfrüchten bis einfacher gyrosbitter ist da alles dabei und für jeden Geldbeutel etwas zu haben.


Wir essen aber selten auf dem Camping, sondern fahren mit den Rädern in den nur ein Kilometer entfernten Ort Cala Nera. Der ist genau die richtige Mischung aus Stranddpromenade, kleinen Fischertavernen und Shops, ohne wirklich touristisch zu sein. Die meisten Gäste hier sind immer noch Griechen, das gefällt mir, und deutsche  Tourismusangebote sucht man hier vergeblich. Zum Glück! Auch auf dem Campingplatz (mit den besten Bädern und Toiletten in Griechenland) kommen die meisten Gäste aus Griechenland, aber auch Rumänien und Italien. Das aorgt für eine viel entspanntere Stimmung ala auf den "deutschen" Plätzen mit ihren Parzellen und Gartenzwergen 😉. 

Tag 28
Tag 29
Tag 30
Tag 31
Tag 32
Tag 33
Delphi camping, Delfi, Griechenland
4th km Delphi - Chrisso road, Delfi 330 54, Griechenland
Tag 34
Antikes Delphi
4th km Delphi - Chrisso road, Delfi 330 54, Greece
Tag 35
Reisetag - von Delphi über Korinth auf den Peloponnes
Camping Nicolas 1, Epidavros, Griechenland
Unnamed Road, Epidavros 210 59, Griechenland
Tag 36
Camping Tholo Beach, Beach, Tholo, Griechenland
Beach, Θολό 270 54, Griechenland
Tag 37
Sand(Traum)Strand und Surfen
Tag 38
Tag 39
Tag 40
Tag 41
Tag 42
Campsite Aginara Beach
27050, Glifa/ilias, Greece
Tag 43
Tag 44
Tag 45
Tag 46
Tag 47
Tag 48
Tag 49
Tag 50
Tag 51
Tag 52
Tag 53
Patras, Griechenland
Tag 54
Ancona, Italien
Tag 55
Tag 56
Tag 57
Wellen, Deutschland
54441 Wellen, Deutschland
Tag 58