Unfortunately, we don't support your browser (Internet Explorer) anymore, some functionalities could not work. Click here to get information on how to upgrade your browser.

Routen
Spanien und Algarve 22
4166 Kilometer 1 Tag 62 Wegpunkte
biggie
Werner Ziörjen

Spanien und Algarve 22

Wir beabsichtigen, nach Ostern eine längere Reise via Frankreich nach Spanien und an die Algarve zu unternehmen. Wir hoffen auf gutes Wetter, nur halb gefüllte Campingplätze und tolle Erlebnisse auf unserer Tour.

Von Hinterkappelen, Wohlen bei Bern, Schweiz nach Saint-Jean-de-Luz, Frankreich
Tag 1
Hinterkappelen, Wohlen bei Bern, Schweiz
Hinterkappelen, 3032 Wohlen bei Bern, Schweiz
Avignon, Frankreich
Camping du Pont d'Avignon - Aquadis Loisirs, 10 Chem. de la Barthelasse, 84000 Avignon, Frankreich
1. ETAPPE nach Avignon

Am Dienstag ging die Reise los in Richtung Avignon. Es herrschte in Richtung Süden eher wenig Verkehr, so dass wir nach gut 6 Stunden bereits auf dem Camping eintrafen. Auch ohne Reservation konnten wir uns eine Parzelle aussuchen.

Der Platz kostet mit ACSI-Karte knapp 40 Euro für 2 Nächte. Die Parzellen sind meist in den Bäumen. Die Sanitäreinrichtungen sind sauber und zweckmässig. In der Nähe des Campings hat es eine Fähre, mit der man gratis ans andere Ufer der Rhone, zur Altstadt transportiert wird.

Nachdem wir uns auf dem CP eingerichtet hatten, begaben wir uns auf dem beschriebenen Weg in die Altstadt, wo wir in einem Restsurant auch assen. 

AVIGNON

Am Mittwoch nochmals mit der Fähre in die Altstadt. Dort in den Gassen herumflaniert. Das Wetter war, im Gegensatz zu gestern, bewölkt und es regnete zwischendurch leicht. Temperatur ca. 16 Grad.

Der Campingplatz liegt gegenüber dem Pont Saint-Bénézet.

Avignon ist eine Stadt in der Provence, am östlichen Ufer der Rhone, mit ca. 91000 Einwohnern. Es ist Sitz der Präfektur und die grösste Stadt des Departements Vaucluse.

Avignon war ab 1309 während vieler Jahre Papstsitz und trägt deshalb auch den Beinamen "Stadt der Päpste".

Die Altstadt ist von einer imposanten Befestigungsmauer umgeben. Die Altstadt mit dem gotischen Papstpalast, der Bischofsanlage, dem Rocher des Domes und der berühmten Brücke "Pont Saint-Bénézet zählt zum UNESCO- Weltkulturerbe. In den Gassen duftet es nach Lavendel oder Savon de Marseille.

Ein Besuch von Avignon lohnt sich immer!

2. Etappe

Nach einer regnerischen Nacht machten wir uns und das Fahrzeug fertig für die Weiterreise in Richtung Spanien. Auf der ganzen Strecke herrschte flüssiger Verkehr. Nach der Grenze bis zur Ausfahrt nach Blanes sind die Mautstellen weggeräumt, so dass man die AB ohne Gebühr befahren kann. Zwischendurch regnete es und es herrschten böige Winde, so dass wir mit gemässigtem Tempo dem neuen Etappenziel entgegen fuhren. Bei unserer Ankunft auf dem Camping in Blanes regnete es und die Temperatur betrug nur etwa 13 Grad.

Auf dem Camping konnten wir uns einen Platz aussuchen. Der Platz ist nur mässig belegt. Die Plätze direkt am Meer sind noch nicht verfügbar, da das Meer sich ins Ufer gefressen hatte und der Sand erst wieder aufgefüllt und befestigt werden muss. Für 2 Nächte mussten wir mit der ACSI-Karte 47.00 bezahlen. Restaurant und Laden bleiben heute geschlossen. So geniessen wir halt im Womo ein Raclette.

Die Infrastruktur des Campings ist nicht neu, aber es scheint alles sauber zu sein und das Wasser in den Duschen und beim Abwasch ist warm.

Morgen geht es dann, bei hoffentlich besserem Wetter, in die Stadt.

BLANES

Blanes ist eine Stadt an der Mündung der Tordera, im südlichsten Teil der Costa Brava, ca. 60 km nordöstlich von Barcelona. Es ist ein gut besuchter Ferienort, mit langen Stränden, vielen Restaurants, aber auch Sehenswürdigkeiten. Blanes gilt als Tor zur Costa Brava.

Die Altstadt mit ihren engen Gassen zeigt sich noch fast wie früher, vor der Touristeninvasion. Südlich des alten Stadtkerns entstanden riesige Feriensiedlungen, Campingplätze und Hotels. Während der Saison dürften sich über 100000 Menschen in der Stadt aufhalten.

Bei unserem Stadtbummel heute, übrigens bei Sonnenschein, hatte es eher wenige Touristen in der Stadt. Wir gingen zu Fuss die langen Promenade entlang, kraxelten auf den vorgelagerten Felsen und besuchten, mit dem Touristenzug, den sehr schönen botanischen Garten.

An der Promenade genossen wir Speis und Trank und liessen es uns gut gehen.

Blanes ist ein Ort, wo sich ein Besuch lohnt.

Morgen geht dann unsere Reise weiter südwärts.


Càmping El Pinar, Avinguda Vila de Madrid, Blanes, Spanien
Av. Vila de Madrid, 39, 17300 Blanes, Girona, Spanien
3. ETAPPE

Nach einer ruhigen Nacht war es am Morgen stark bewölkt und es fing, während wir uns für die Weiterreise bereit machten, leicht zu regnen an. Gegen 10:00 starteten wir dann in Richtung Valencia. In Blanes machten wir dann noch Zusatzschlaufen (nicht der Fehler des Navis), bevor es dann Richtung Barcelona, Tarragona und Valencia ging. Während der Fahrt herrschte extrem böiger Wind, zudem regnete es zwischendurch wie aus Kübeln. Gegen 15:00 kamen wir dann zum etwa 13 km südlich von Valencia gelegenen Devesa Garden Resort. Wir waren nicht die Einzigen dort! Der Receptionist teilte uns mit, dass der CP ausgebucht sei (letze Tage Ferien der Spanier), wir aber auf dem Parkplatz bleiben könnten. Wir nahmen dann das Angebot wahr, obwohl für den Platz 36 Euro!! bezahlt werden musste. Die ACSI werde nicht akzeptiert, da der Platz ausgebucht sei.

Wir schlenderten dann über die Anlage, welche über viele Attraktionen für Kinder verfügt und daher auch vor allem von Familien gebucht war. 

Nach Pizza etc begaben wir uns dann zum Womo, wo wir den Tag ausklingen liessen. Morgen geht es dann mit dem Bus nach Valencia.

VALENCIA

Heute, Sonntag, standen wir relativ früh auf, um Valencia zu besichtigen. Nach Morgendusche und Frühstück nahmen wir den öffentlichen Bus, Linie 25, der uns in ca. 40 Minuten in die Innenstadt von Valencia führte. Die Bushaltestelle befindet sich direkt vor dem Camping. Pro Weg und Person kostet es nur €1.50.

Wir stiegen dann bei der Ciutat de les Arts aus.

Valencia, eine Grossstadt mit ca. 800000 Einwohnern, gleichzeitig Hauptstadt der gleichnamigen Provinz, ist eine Hafenstadt am Mittelmeer. Die Stadt vereint alte und moderne Aspekte. Das frühere  Stadttor, "Torres de Serranos" ist das bekannteste Wahrzeichen von Valencia. Nebst der Kathedrale hat es weitere Kirchen, alte Gebäude und Parks zu besichtigen. Modern ist die "Ciutat de les Arts i les Cienties", die Stadt der Künste und Wissenschaften, in den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts im alten Flussbett der Turia gebaut. Sie umfasst Museen, ein Aquarium, eine Schrägseilbrücke usw.

Wir besichtigten die modernen Anlagen und Gebäude, zusätzlich mit Broncebüsten geschmückt und staunten über die ganze Anlage. Durch das ehemalige Flussbett wurde eine Gartenpromenade gebaut, über welche wir in einer guten halben Stunde in die Altstadt gelangten. Auch die Altstadt ist sehr sehenswert, mit sehr schönen alten Gebäuden und natürlich Läden, Restaurants etc. etc.

Wir verweilten uns bis zum späteren Nachmittag in der Stadt und fuhren dann mit dem Bus zurück zum Camping.

Jetzt heisst es nur noch Beine hochlagern und den Abend geniessen.

Das Wetter war heute sehr schön und in der Stadt ca 28 Grad warm.

Devesa Gardens Camping & Resort, Carretera de El Saler, València, Spanien
Carretera de El Saler, Km. 13, 46012 València, Valencia, Spanien
4. ETAPPE

Heute wollten wir zuerst noch an den Strand von La Devesa, entschieden uns dann aber, gemütlich Richtung Alicante zu fahren. Bei strahlendem Sonnenschein und ohne Wind bewältigten wir die 200 km ohne Probleme und kamen gegen 13:30 im La Marina an.

Der Campingplatz ist sehr gross und schön. Er ist gut zur Hälfte besetzt und wir konnten uns einen Platz aussuchen. Wir haben vorerst für 3 Nächte gebucht, je nach Wetter können wir dann noch verlängern. Für 3 Nächte mussten wir €108.00 bezahlen. Das ist nicht zu teuer, wenn man bedenkt, was hier alles geboten wird.

Die Sanitäranlagen sind sehr sauber, bei den Abwaschbecken war es dann aber dreckig, was aber auf gewisse Benutzer zurückgeführt werden muss. Auf dem Camping hat es mehrere Schwimmbäder, diverse Restaurants, Spielplätze und einen, für Campingverhältnisse, sehr guten Supermarkt.

Wir machten dann noch einen Bummel zum Strand, einen knappen Kilometer durch einen Wald.

Nach einem Apéro wurde dann der Grill angeworfen und das Nachtessen zubereitet. 

Die Platznachbarn aus Polen boten dann mit ihrem Ghetto-Lärmgerät noch Unterhaltung für die ganze Umgebung (nicht mein Musikstil😫). Aber irgendwann wird es dann auch ruhiger...

ALICANTE

Nach einer ruhigen Nacht - die Polen waren still geworden, weil sie heute abreisten - nahmen wir den öffentlichen Bus, der die Strecke von Torreveja nach Alicante befährt. Wir waren nicht ganz alleine im Bus. Zwei junge Damen boten uns dann ihren Platz an, so dass wir die 50 minütige Busfahrt gut überstanden.

In Alicante angekommen schlenderten wir zur "Passeig Esplanada d'Espanya". Die berühmte, palmengesäumte Explanade ist das Herz und die Seele von Alicante. Sie befindet sich gegenüber der Marina, ist mehrere hundert Meter lang und mit 6 - 7 Millionen kleinen roten, schwarzen und cremefarbigen Fliesen belegt. Es hat viele Marktstände und Restaurants hier und im Sommer finden auch Konzerte statt.

Die Altstadt "Barrio de la Santa Cruz" hat enge Gassen, in denen sich auch Restaurants und Läden befinden.

Von der Altstadt her gelangt man mit einem Aufzug (für Rentner kostenlos!) zum "Castillo de Santa Barbara".

Die Burg Santa Barbara wurde im 10. Jahrhundert von den Mauren erbaut. Am 4. Dezember 1248, dem Tag der heiligen Barbara, wurde die Burg von König Alfonse zurückerobert. Die Festung erstreckt sich praktisch über den ganzen. ca. 150 Meter hohen Berg und thront so über der Stadt und dem Hafen. Ein Besuch lohnt sich, schon wegen der Aussicht über die Stadt und Umgebung von Alicante.

Alicante hat über 330000 Einwohner und ist Hauptstadt der gleichnamigen Provinz. Es ist eine grosse Hafenstadt an der Costa Blanca. La Marina, der Ferienort mit dem gleichnamigen Resort, liegt etwa 30 Kilometer unterhalb Alicante.

Insgesamt hat uns Valencia besser gefallen als Alicante. Die Stadt hat noch mehr zu bieten, als hier beschrieben, wie z. B. das "Ocean-Race-Museum". Aber alles kann man ja in einem Tag nicht besichtigen.

RUHETAG

Die vergangene Nacht war sehr ruhig. Ringsum haben sich die Parzellen geleert und der CP ist mittlerweile halb leer. Da Regen angesagt war, unternahmen wir heute keinen grösseren Ausflug. Wir gingen zu Fuss zu den knapp zwei Kilometer entfernten Einkaufszentren, ohne eigentliche Kaufabsichten. Die Tasche füllte sich dann trotzdem....

Ansonsten war Parkdienst am und im Fahrzeug angesagt und am Nachmittag konnten wir dann ohne Regen Spareribs grillieren. Ansonsten lesen, Bericht schreiben und nächste Etappe planen.

Jetzt regnet es wieder..

Camping La Marina, Avinguda de l'Alegría, La Marina, Alicante, Spanien
Av. de l'Alegría, s / n, 03194 la Marina, Alicante, Spanien
5. ETAPPE

Am Morgen wurde das durch Saharastaub leicht verunreinigte Fahrzeug nochmals geputzt und dann ging es nach dem Frühstück los in Richtung Granada. Auf der ganzen Strecke herrschte mässiger Verkehr. Es regnete jedoch immer wieder. Landschaftlich ist jedoch die Strecke via Murcia sehr abwechslungsreich. Wir hatten uns den Camping Granada als Standort für die Besichtigung von Granada ausgesucht. Der CP liegt etwas ausserhalb von Granada in Peligros und ist über eine schmale, teils geschotterte Strasse zu erreichen. Der freundliche junge Mann an der Reception wies uns einen Platz zu und half beim manövrieren, da unser Womo doch eher gross für diese Platzverhältnisse ist. Der Campingplatz ist terrassenförmig angelegt. Es hat einfache, aber saubere Sanitäreinrichtungen, eine kleine Bar (nur morgens und abends geöffnet), einen Swimmingpool und einen Laden. Pool und Laden sind jedoch momentan zu. Der Platz liegt erhöht oberhalb von Peligros und so liegt die Stadt Granada zu Füssen. Vom Campingplatz kommt man zu Fuss in ca. 15 Minuten zur Bushaltestelle in Peligros, von wo der Bus ins Zentrum von Granada fährt. Der Stadtbummel steht dann morgen an. Wir sind gespannt, ob wir Tickets für die Alhambra kriegen.

GRANADA

Granada ist ein Musikstück, mit dem der Komiker Alfredo Smaldini bekannt wurde.

Granada ist  aber vor allem die Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in Andalusien. Die Stadt hat etwa 240000 Einwohner. Die Universität ist mit etwa 60000 Studenten eine der wichtigsten Bildungsstätten in Spanien.

Granada hat eine tausendjährige Geschichte mit wechselnden Herrschern, von den Römern über die Vandalen, Westgoten und Mauren, bis dann die Stadt 1492 an die Königin Isabella I von Kastillien und König Ferdinand II von Aragon übergeben wurde. Seither ist die Stadt unter christlicher Herrschaft.

Bauten und Denkmäler zeugen von der langen Geschichte der Stadt. Es gibt viel zu sehen in Granada. Am bekanntesten ist sicher die Alhambra, dann die Kathedrale, die Capilla Real usw.

Für Besichtigungen der Alhambra, insbesondere der Nasriden-Paläste, wird eine Ticket-Vorbestellung dringend empfohlen, da teilweise auf Tage ausgebucht.

Wir machten uns am Freitag schon früh auf den Weg Richtung Granada. Die Busfahrt dauert 30 Minuten bis in die Stadt. Die Sehenswürdigkeiten sind zu Fuss erreichbar. Zuerst besichtigten wir die Kathedrale, bevor wir dann den Anstieg zur Alhambra unter die Füsse nahmen. Beim Eingang warteten schon viele Leute, darunter auch etliche Schulklassen. Und - oh Wunder - wir konnten uns 2 Tickets inkl. Nasridenpaläste (Eintritt 19:00) ergattern! Der Preis beträgt pro Person €14.00.

 Wir verbrachten dann die ganze Zeit in der Alhambra und stellten uns dann ab 18:30 in die sehr lange Schlange, um dann rechtzeitig in die Nasridenpaläste zu gelangen. Es lohnte sich aber!! Die Paläste der Nasriden-Dynastie sind wirklich eindrücklich mit den Ornamenten und Verzierungen.

Am späteren Abend fuhren wir dann mit dem Bus zurück nach Peligros und fielen erschöpft in unsere Betten.

CAMPING GRANADA

Nach dem langen Tag gestern haben wir heute einen "Ruhetag" eingeschaltet. Beatrix hat Wäsche gewaschen und sonst ist "Dolce far Niente" angesagt. Da der Camping, den wir in Cordoba anfahren wollten, offenbar nicht mehr existiert, suchen wir Alternativen. Von unserem Platz aus geniessen wir die Aussicht auf Granada und die noch immer schneebedeckte Sierra Nevada. Und dann wird natürlich grilliert.

Camping Granada, Spanien
Paraje, Cerro de la Cruz, 18210, 18210, Granada, Spanien
6. ETAPPE

Am gestrigen Abend traf gegen 23:30 noch ein Fahrzeug auf dem CP ein, so dass der Camping nun gut gefüllt war. Am Morgen verliessen dann einige Gäste den Platz schon früh.

Gegen 10:00 manövrierten wir dann unser Gefährt auch aus der Parzelle und durch die engen Wege des Platzes und fuhren dann Richtung Cordoba los. Es herrschte sehr wenig Verkehr auf der ganzen Strecke. Auf der Fahrt traf dann ein Stein von einem vor uns einbiegenden Fahrzeug unsere Frontscheibe, die dadurch leicht beschädigt wurde (ein Fall für Carglass). Entlang der Route hat es abertausende von Olivenbäumen. Sonst ist die Gegend eher karg. Dieses Jahr ist es aber grüner, weil es in den vergangenen Wochen hier überdurchschnittlich geregnet hat. 

Ich hatte mir für die nächste Übernachtung wieder einen Camping ausgesucht, weil ich kein Freund von Stellplätzen oder Wildcamping bin.

Der Camping "LA CAMPIÑA" befindet sich ca. 30 Kilometer ausserhalb von Cordoba. Es ist ein kleiner, aber feiner Platz mit nur etwa 30 Parzellen. Als wir am Mittag ankamen, nahm uns die Betreiberin, die auch deutsch spricht, in Empfang. Es waren gerade 2 Plätze frei geworden, so dass wir eine schöne Parzelle ergattern konnten. Wenig später waren alle Plätze besetzt.

Der Platz ist klein, aber sehr gemütlich. Es hat Sanitäranlagen  ein kleines Restaurant und die Brötchen für den Morgen kann man vorbestellen. Zudem ist ein schmucker Swimmingpool vorhanden und es gibt auch Gratis-Wlan. Wegen Hochsaison wird die ACSI-Karte nicht akzeptiert, es gab aber trotzdem einen Sonderpreis von €54.00 für 2 Nächte.

Leider fährt der Bus morgen nicht nach Cordoba. Wir wurden aber von Schweizern angesprochen, ob wir mit dem Taxi mit ihnen mitfahren wollen. Falls die Frau vom CP dies organisieren kann, sind  wir dabei. Es ist am Montag noch ein Feiertag, ein Blumenfest, in Cordoba.

Wir sind gespannt und erfreuen uns jetzt an der gemütlichen Campinganlage.

CORDOBA

Cordoba ist ebenfalls eine andalusische Stadt mit etwa 325000 Einwohnern. Die Stadt entstand aus einer iberischen Siedlung, die 169 v. Chr. Von den Römern besetzt und als Corduba zum Hauptort Südspaniens entwickelt wurde. Sie war eine wichtige römische Stadt und dann im Mittelalter bedeutendes Zentrum des Islam.

Das bekannteste Bauwerk von Cordoba ist die Mezquita, eine riesige Moschee mit einer Säulenhalle und Mosaiken aus byzzantinischer Zeit. Im 13. Jahrhundert wurde dann die Moschee in eine katholische Kirche umgewandelt und im 17. Jahrhundert ein Kirchenschiff im Renaissancestil hinzugefügt. Nachträglich sollen nicht alle, die die Umbauten bewilligten, über ihre Entscheidungen glücklich gewesen sein. 

Weitere Sehenswürdigkeiten sind u.a. die römische Brücke, das Brückentor, das Judenviertel und die vielen, mit Blumen geschmückten Gassen.

Auf dem Camping hatten wir Miri und Orhan aus Zürich kennen gelernt. Mit ihnen und einem deutschen Paar gings dann per Privatbus in die Stadt, die wir dann bei bestem Wetter besichtigen konnten. Wegen dem Beginn eines Blumenfestes (Innenhöfe werden mit Blumen geschmückt und dann prämiert) war heute Montag ein Feiertag in Cordoba. Daher waren nebst den Touristenströmen auch viele Einheimische in der Stadt. Es war ein wunderbarer Tag, den wir in vollen Zügen genossen.

Am Abend assen wir dann im Campingrestaurant noch eine sehr schmackhafte Paella. Gleichzeitig zog ein Gewitter auf und es goss wie aus Kübeln.

Nochmals kurz zum Camping. Das Personal ist sehr freundlich und es herrscht eine gute, familiäre Stimmung. Auch das kleine, aber feine Restaurant kann empfohlen werden. Wir fühlten uns auf dem Platz sehr wohl!

Córdoba, Spanien
Córdoba, Provinz Córdoba, Spanien
7. ETAPPE

Nach einer regnerischen Nacht bereiteten wir uns heute Morgen auf die Weiterreise Richtung Ronda vor. Zusammen mit Miri und Orhan, die uns auf der Reise nach Ronda begleiteten, fuhren wir die gut 140 km auf breiten, aber auch schmalen Strassen, im Konvoi in Richtung Ronda. Bei einem Bahnübergang - dieser war in miserablem Zustand - ging es nur um Zentimeter, dass das Fahrzeugheck nicht von den Bahnschienen abgerissen wurde. Die Fahrt führte aber auch über schmale Bergstrassen durch eine eindrückliche Landschaft. Nach gut 2 Stunden gelangten wir an unser neues Ziel, den Camping "El Sur" in Ronda.

Wir konnten auf dem Platz unsere Parzellen beziehen und den Strom anschliessen, als heftiger Regen einsetzte, mit leichtem Hagel. Aber wir waren ja mittlerweile im Trockenen.

Der Camping ist sehr schön, terrassenförmig angelegt, mit guter Infrastruktur. Er verfügt über schöne, gepflegte Sanitäranlagen, Camperver- und Entsorgung, einen kleinen Laden und ein Restaurant von gehobenem Standard. Das Entrecote schmeckte jedenfalls gut. Pro Nacht müssen wir €25.00 bezahlen, ein sehr moderater Preis für die schöne Anlage.

Hoffe, dass morgen besseres Wetter herrscht für die Besichtigung von Ronda.

RUHETAG

Da es nach einer ruhigen Nacht am Morgen wieder zu regnen begann, trüb und verhangen war, liessen wir den Tag gemütlich angehen. Wir entschlossen uns, die Besichtigung von Ronda auf Donnerstag zu verschieben, da besseres Wetter angesagt ist. 

So blieben wir auf dem schönen Campingplatz, genehmigten uns dann zusammen mit Miri und Orhan ein gemütliches Apéro und machten später  als das Wetter sich besserte, noch einen Spaziergang in der Umgebung des Campings. Da heute kein Grillwetter herrscht, gehen wir nochmals ins Restaurant essen.

Und morgen gehts dann nach Ronda. Wir freuen uns schon jetzt auf diese interessante Stadt!

RONDA

Die Stadt Ronda liegt auf einem Berggipfel, auf über 700 m, in atemberaubender Lage, oberhalb einer tiefen Schlucht. Die Schlucht "El Tajo" teilt die Neustadt (aus dem 15. Jahrhundert) von der Altstadt, die aus der Zeit der maurischen Herrschaft stammt. Die "Puente Nuevo", eine Steinbrücke über die Schlucht, bietet eine wunderbare Aussicht.

Ein weiteres Wahrzeichen der Stadt ist die Stierkampfarena. Weitere Sehenswürdigkeiten wie die arabischen Bäder, eine Höhle, die Schlucht usw. bieten interessante Eindrücke  von Ronda. Zudem kann von der Stadt auch die wunderbare Landschaft rund um Ronda bewundert werden.

Die Stadt hat 34000 Einwohner und liegt in der Provinz Malaga, oberhalb der Costa del Sol.

Für uns hatte sich das Abwarten gelohnt. Bei traumhaftem Wetter begaben wir uns zusammen mit Miri und Orhan zu Fuss in die 1,5 km entfernte Stadt. Wir wurden von den Eindrücken überwältigt und konnten uns an den Bauwerken und der wunderschönen Landschaft kaum satt sehen. Die Schlucht, die Brücken, die schönen Gassen, die imposante Stierkampfarena.... einfach nur schön.

Wir genossen den Tag in Ronda und gingen dann zu Fuss wieder zum Camping zurück. 

Am Abend grillierten wir noch zusammen und liessen den schönen Tag ausklingen. Morgen trennen sich dann unsere Wege. Miri und Orhan reisen Richtung Granada, während wir an die Costa del Sol weiterreisen. Danke an die Zwei für die schöne gemeinsame Zeit.

Ronda ist unseres Erachtens für jeden Andalusien-Reisenden ein Muss!

Ronda, Spanien
29400 Ronda, Provinz Málaga, Spanien
Camping El Sur
Ctra Algeciras km. 2.00, 29400, Ronda, Spain
8. ETAPPE

Heute wieder ein wunderschöner Morgen. Nach dem Morgenessen noch das Womo reisefertig gemacht (Ent- und Versorgung von Wasser und Abwasser etc) dann bei der Reception vorbei, um zu bezahlen. Die 3 Nächte kosteten uns in dieser sehr schönen Anlage schlussendlich nur €70.00. Das ist wirklich ein sehr fairer Preis. 

Über die Berge (bis über 1000 m) ging es dann Richtung Costa del Sol. Es war eine abenteuerliche Fahrt durch eine wunderschöne Gegend. Wir brauchten dann gut 2 Stunden für die knapp 100 km zum neuen Ziel, dem Camping "Sureuropa" in La Linea de Conception, kurz vor Gibraltar. Der Platz gehört zu einer Institution, wo Behinderte betreut und teils auch in die Arbeiten auf dem CP integriert werden.  Der Platz befindet sich ausserhalb des Dorfes, jedoch nur etwa 100m vom Meer entfernt. Die Einrichtungen sind eher einfach, aber es hat Duschen, WC usw. Pro Nacht kostet der Platz nur €20.50.

Wir erhielten eine schöne und grosse Parzelle zugeteilt. Zu Fuss ging es dann der Strandpromenade entlang ca. 2 km ins Dorf, um einzukaufen. Der Ort selber ist teilweise nicht sehr einladend, aber wir sind ja wegen Gibraltar hier 😜.

GIBRALTAR

Gibraltar ist eine britische Überseekolonie im Süden der iberischen Halbinsel. Wieso Überseekolonie? Ein Überseegebiet ist ein Territorium, dessen Mutterland sich meist weit entfernt, in der Regel auf einem anderen Kontinent, befindet. Überseegebiete haben meist einen Sonderstatus, im Vergleich zu den anderen Territorien des Staates, eigene Briefmarken und teils sogar eigene Währungen (Gibraltar = Pfund).

Gibraltar wurde ursprünglich von den Mauren besiedelt und stand dann unter spanischer Herrschaft. 1713 wurde das Gebiet an Grossbritannien abgetreten. Die Queen soll 1954 Gibraltar besucht haben und später dann noch Charles und Diana. 

Wegen dem Brexit gilt die Grenze zwischen Spanien und Gibraltar eigentlich als Aussengrenze und es müssten daher Zoll- unf Einreisekontrollen durchgeführt werden. Für die Einreise wäre ein Reisepass erforderlich. Wir mussten nur die ID zeigen und konnten dann problemlos einreisen.

Gibraltar hat 34000 Einwohner und etwa 15000 Grenzgänger. Wahrzeichen von Gibraltar ist der rund 420m hohe Felsen "The Rock". Der Felsen überragt die Stadt und ist von Weitem sichtbar.

Um von La Linea de Conception nach Gibraltar zu gelangen, muss man zuerst die Grenzkontrolle  passieren, dann quer über die Start- und Landebahn des Flughafens. Wenn ein Flugzeug im An- oder Abflug ist, senken sich die Schranken und der Verkehr muss warten.

Auf den Felsen gelangt man zu Fuss (anstrengend), mit der Luftseilbahn - erbaut unter Schweizer Beteiligung - oder mit einem der zahlreichen Privatbusse, die Touren auf den Gipfel anbieten. Das ist aber ziemlich teuer. Man bezahlt etwa €40.00 für eine 90 minütige Tour. Man kriegt dann auch Interessantes zu sehen. Auf dem Berg lebt eine stattliche Kolonie von Berberaffen, die sich auch von den vielen Touristen nicht stören lassen. Man sagt, wenn es keine Affen mehr auf dem Berg gibt, dann gehöre Gibraltar auch nicht mehr zum Königreich. Vom Berg hat man eine tolle Aussicht über die Bucht von Algeciras und über das Mittelmeer. Da die Meerenge an der schmalsten Stelle nur etwa 14 km breit ist, kann man bei klarer Sicht bis Marokko sehen. Es hat auch Höhlen (St Michaels Cave) im Berg, welche speziell beleuchtet werden und in denen auch Konzerte usw stattfinden. Auch Festungsanlagen mit kilometerlangen Stollen befinden sich im Berg und sind teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich.

Gibraltar ist Zollfreigebiet, so dass div Produkte sehr billig gekauft werden können..

Vor Gibraltar liegen auffällig viele Schiffe, in jeder Grösse. Diese wollen in Gibraltar auftanken, da der Treibstoff hier viel billiger ist als in den umliegenden Ländern. Das kann dann für ein grosses Schiff  riesige Beträge ausmachen. 

Gibraltar ist eine Reise wert, auch wenn es sehr touristisch und nicht überall schön ist. 

Wir fuhren vom Camping mit den Fahrrädern in ca 15 Min nach Gibraltar. Dort fanden wir jedoch praktisch keine Veloabstellplätze vor, dafür jede Menge Roller und auch Luxuskarrossen.

SIESTA

Heute liessen wir es ruhig angehen. Wir verbrachten fast den ganzen Tag auf dem Campingplatz. Nach dem Mittagsapéro gingen wir dann zum schönen Sandstrand beim Camping. Wir schauten dort den (meist einheimischen) Leuten, den Schiffen und den Möwen zu und liessen die Seele baumeln. Danach gings zurück zum Camping, wo der Grill in Betrieb genommen wurde. Nach Abwasch und aufräumen genossen wir noch die letzten Sonnenstrahlen. Morgen geht dann unsere Reise weiter zu einem neuen Ziel.

Camping Sureuropa
Camino de Sobrevela, 11300, La Línea de la Concepción, Spain
9. ETAPPE

Neue Woche, neues Glück. Heute Montag führte uns die Reise weiter nach Tarifa. Wir wollten eigentlich auf einen Camping ausserhalb Tarifa. Beim Morgenessen entschlossen wir uns dann, auf einen Stellplatz direkt in Tarifa zu fahren. Wir bezahlten €8.00, so dass wir 24h dort hätten bleiben können. Das Wetter war strahlend schön, aber sehr windig. Nicht umsonst ist Tarifa ein Mekka für Kitesurfer.

TARIFA

Tarifa ist die südlichste Stadt in Spanien und der iberischen Halbinsel. Sie gehört zur Provinz Cadiz und hat ca. 18000 Einwohner. Sie liegt am unteren Ende der Costa de la Luz, der Küste des Lichts. Bei Tarifa treffen das Mittelmeer und der Atlantik aufeinander. Marokko ist nur etwa 14 km entfernt und man kann von Tarifa aus die marokkanischen Gebirgszüge übers Meer gut erkennen.

Wie erwähnt ist es in Tarifa meist windig. Der Ort ist neben Hawaii und Fuertaventura ein Mekka für Wind- und Kitesurfer. In der Bucht zwischen Strand und Isla de las Palomas sieht man die Surfer mit ihren bunten Schirmen und Segeln ihren Sport ausüben.

Tarifa ist auch Ausgangspunkt für Wal-Beobachtungstouren in der Meerenge.

Tarifa hat auch noch Bauten aus alten Zeiten, da Tarifa durch die exponierte Lage ein strategisch wichtiger Ort war. Die Altstadt ist klein und schmuck.

Tarifa, Spanien
11380 Tarifa, Provinz Cádiz, Spanien
El Puerto de Santa María, Spanien
El Puerto de Santa María, Cádiz, Spanien
9. ETAPPE Teil 2

Da, wie erwähnt, der Camping in Tarifa einige Kilometer von der Stadt entfernt ist, der öffentliche Verkehr von dort eher mühsam und auch der Wind ziemlich heftig blies, fuhren wir dann direkt weiter zu unserem nächsten Ziel, in der Agglomeration von Cadiz. Die rund 100 km waren vorwiegend auf Hauptstrassen, jedoch gut ausgebaut und es hatte wenig Verkehr.

So trafen wir dann gegen 15:00 auf dem Camping Playa de las Dunas ein, wo wir einen Platz zugewiesen bekamen. Mehr dann beim nächsten Bericht.

CADIZ

Cadiz ist eine Stadt in Andalusien, im Südwesten des Landes. Die Stadt liegt auf einer Landzunge und ist fast komplett vom Meer umschlossen. Cadiz gilt als älteste Stadt Europas mit sehr langer Geschichte. Die Stadt war öfters umkämpft mit wechselnden Herrschaften. Ihre Blütezeit war im 16. Jahrhundert als bedeutendes Handelszentrum, Ausgangspunkt für Forschungsexpeditionen und Sitz der spanischen Marine (Silberflotte). 

Die Stadt hat heute etwa 120000 Einwohner. Die befestigte Stadt mit der Kathedrale zum heiligen Kreuze über dem Meer, das Castillo de Santa Catalina oder der Parque Genovés sind nur einige der Sehenswürdigkeiten der weltoffenen Stadt Cadiz.

Übrigens startete Kolumbus aus El Puerto de Santa Maria, wo sich unser Campingplatz befindet, zu seiner zweiten Entdeckungsreise in die neue Welt.....und wir zu weiteren Entdeckungsreisen im schönen Andalusien.

Gestern besuchten wir Cadiz. Vom Camping marschierten wir ca 30 Minuten dem Strand und anschliessend dem Fluss entlang bis zur Schiffsstation von El Puerto. Von dort nahmen wir das regelmässig verkehrende Schiff nach Cadiz (30 Min/€2.80). Der Hafen, wo das Schiff anlegt, hält direkt vor der Altstadt. Wir kauften uns dann Tickets für den "hop on hop off" Bus, um die Stadt zu erkunden. Das Ticket kostet €25.00 und ist 24 Stunden gültig. Man kann damit beliebig oft ein- und aussteigen. Es gab einiges zu sehen in der schönen Stadt. Gegen Abend nahmen wir dann wieder das Schiff nach El Puerto und genossen dann noch den warmen Abend auf dem Camping.

CAMPING PLAYA LAS DUNAS

Der Campingplatz befindet sich in El Puerto de Santa Maria. Es ist ein ziemlich grosser Platz mit Parzellen für Wohnmobile, Wohnwagen, Zelte, aber auch mit Bungalows und Mietzelten. Es hat mehrere Sanitärgebäude (sauber und werden regelmässig gereinigt), eine grosszügige Ver- und Entsorgung, ein Restaurant und einen Supermarkt mit moderaten Preisen.

Es hat auch eine Poolanlage, diese war zu unserem Erstaunen aber noch nicht in Betrieb. Während unserem Aufenthalt gab es auf dem Platz grössere Stromprobleme, so dass zwischendurch gar kein Strom vorhanden war. Da es sich bei den meisten Plätzen um Sand-/Steinböden handelt, war es wegen den starken Windböen staubig, was auch aussen und innen im Womo sichtbar war.

Die ACSI-Karte wird akzeptiert.

Der lange Sandstrand ist direkt auf der anderen Seite der Strasse. Es hat auch gute Restaurants in der Umgebung. Der CP ist für einen Besuch von Cadiz zu empfehlen.

Wir blieben jetzt nach dem Cadiz-Besuch mehrheitlich auf dem Camping oder am Strand. Es wurde auch nochmals Wäsche gewaschen und sonst ruhten wir uns vor dem Sevillatrip nochmals aus.

Auch auf diesem Platz lernten wir wieder nette Leute kennen, Margrit und Heinz aus Hünibach. Zudem trafen wir auch Berner wieder, welche wir schon auf dem Camping El Sur getroffen hatten....

Die Wege kreuzen sich immer wieder!!

Camping Playa Las Dunas
Paseo Maritimo Playa la Plantilla s/n, 11500, El Puerto de Santa María, Spain
10. ETAPPE

Heute, am Freitag den 13., ging unsere Reise weiter in Richtung Sevilla. Vor der Abfahrt mussten wir noch den Platz bezahlen - €88.00 für 4 Nächte, alles dabei, also sehr preiswert. Mit Tankstop (umgerechnet ca. CHF 1.70). fuhren wir in etwa anderthalb Stunden zum CP Willsom in der Agglomerstion von Sevilla. Wir konnten einen Platz auswählen. Innert kurzer Zeit kamen dann noch etliche neue Camper auf den Platz. Die Parzellen sind nicht sehr gross und es grauste einem zu sehen, wie viele der Piloten keine Ahnung vom Fahren haben. Auch in diesem Camping ist der Pool noch nicht gefüllt. Aber die Sanitäreinrichtungen sind ok.

Die Bushaltestelle befindet sich in der Nähe des Campingplatzes und in 30 Minuten ist man so bei der Plaza Espana.

Wir nahmen dann den Bus in die Stadt. Es war eher warm (37 - 39 Grad), für mich eher an der oberen Grenze. Mehr zur Grossstadt Sevilla dann im nächsten Bericht.

SEVILLA

Sevilla ist die Hauptstadt von Andalusien und hat knapp 700000 Einwohner. Sie ist die viertgrösste Stadt in Spanien.

Auf die lange Geschichte will ich hier nicht eingehen. Der Bericht würde zu lang. Die Stadt erstreckt sich an beiden Ufern des Guadalquivir, der bis zum Hafen von Sevilla für Seeschiffe befahrbar ist. Die Flussmündung bei Sanlucar ist etwa 80 km entfernt.

Sevilla gilt als "Wiege des Flamencos". Dieser wird vorwiegend im Viertel Triana praktiziert. Bedeutende Wahrzeichen der Stadt sind die Stierkampfarena, die gotische Kathedrale (diese beherbergt das Grabmal von Christoph Kolumbus) und natürlich der prachtvolle Alcazar-Palast. Nicht zu vergessen die Plaza de Espana. Der Torre del Oro kann bestiegen werden und beherbergt ein Marinemuseum.

In Sevilla fanden mehrere Weltausstellungen statt. 1929 auf der Plaza Espana, dann 1992 auf der Insel "La Cartuja". Thema dieser Ausstellung war das Zeitalter der Entdeckungen, anl des Jubiläums 500 Jahre Entdeckung Amerikas. Heute befinden sich auf dem Gelände div. Hightechunternehmen und, von weitem sichtbar, ein 180 m hoher Wolkenkratzer.

Als wir gestern erstmals Sevilla besuchten, fanden wir alles etwas zu gross und unübersichtlich (Sevilla hat eine der grössten Altstädte Europas). Wir lösten wieder Tickets für den Sightseeing-Bus und drehten damit erstmals eine Runde. Danach schauten wir uns einige Dinge an. Es war sehr heiss in der Stadt (37 - 39 Grad), so dass wir uns mit dem öffentlichen Bus auf den Weg Richtung Camping machten (30 Min). 

Am Abend hatten wir beide das Gefühl, dass Sevilla für uns zu gross und unübersichtlich sei. Ich studierte dann nochmals den Stadtplan und heute Morgen gings dann zeitlich nochmals in die Stadt. Es war heute nur noch knapp 30 Grad warm und wir hatten das Ganze gut im Griff. Nach der Rückkehr zum Camping konnten wir dann sagen "ja, Sevilla ist auf jeden Fall eine Reise wert". Die Stadt hat so viel zu bieten, zudem hat sie ein gewisses Flair durch die Mischung von einheimischer Bevölkerung und Touristen. Sevilla kann nur empfohlen werden - schon wegen der momentan blühenden blauen Bäume!!

CAMPING VILLSOM, N-IV, Dos Hermanas, Sevilla, Spanien
Cádiz, N-IV, Km 555, 41703 Dos Hermanas, Sevilla, Spanien
11. ETAPPE

Nach einer ruhigen Nacht auf dem Camping machten wir uns bereit für die Weiterreise an die Algarve.

Zum Camping in Sevilla ist noch zu ergänzen, dass wir für 2 Nächte €46.00 bezahlen mussten, also wieder ein sehr fairer Preis. 

Wir starteten dann gegen 10:00 bei bewölktem Himmel und angenehmer Temperatur. Richtung portugiesischer Grenze wurde die Strasse dann schlechter und hatte div. Schlaglöcher. Zudem regnete es plötzlich ziemlich stark.

In Portugal angekommen war es etwas verwirrlich in Bezug auf die Autobahngebühren. Da wir im Besitz des Telepass-Gerätes sind, wurden die Gebühren dann laufend direkt abgebucht. Wieviel, das sehen wir dann bei der Kartenabrechnung. Nachdem uns das Navy in Albufeira erst in ein Neubauquartier führte, fanden wir den daneben befindlichen Camping Albufeira schnell. Dss Einchecken ging zügig voran und wir konnten uns dann einen Platz auf dem weitläufigen Areal aussuchen. Für 2 Nächte müssen wir inkl. Strom €33.00 bezahlen, also sehr wenig. Zum Platz gehören Restaurant, Bar, Markt, 3 Schwimmbäder usw. Die Sanitäranlagen sind in Ordnung, jedoch die Abwaschbecken eher dürftig.

Ich genoss dann noch das Schwimmbad und dann liessen wir den Tag mit Spaghetti, Ghacketem und Salat gemütlich ausklingen. Auch Smalltalk mit Campern aus Bremen und dem alten Land durfte nicht fehlen.

Albufeira, Portugal
8200 Albufeira, Portugal
ALBUFEIRA

Albufeira ist heute der wohl grösste und lebhafteste Ferienort an der Algarve. Das ehemalige Fischerdorf hat sich zu einem riesigen Ferienresort verwandelt. In gewissen Strassen und Gassen geht es manchmal zu wie am Ballermann in Mallorca. Die Altstadt ist überschaubar. Es hat unzählige Bars, Restaurants und Geschäfte, insbesondere Souveniershops. Die weissen Häuser liegen über den schönen Stränden, wie z. B. der Praia des Pescadores. Hinter der Marina liegen etliche bonbonfarbene Häuser. Vom Hafen aus werden diverse Bootstouren und Sportaktivitäten angeboten. Wenn man von einem Strand zum anderen gelangen will, ist das eher mühsam, da es immer stark bergauf und bergab geht. Da waren wir um unsere Ebikes froh. Beim Hafen ist ein Lift gebaut worden, um von den höher befindlichen Häusern nach unten ans Meer zu gelangen. Beim grossen Sandstrand führen sogar zwei Rolltreppen nach oben bzw. nach unten.

In der Stadt haben neben den etwas über 20000 Einheimischen die Engländer die Oberhand. Es läuft in den Bars viel englischer Fussball und die Engländer sind nicht zu überhören.

Es war sicher interessant, Albufeira einmal gesehen zu haben. Uns wird es aber eher an andere Orte ziehen.

Camping Albufeira
Estrada das Ferreiras, 8200 - 555, Albufeira, Portugal
Lagos, Portugal
8600 Lagos, Portugal
12. ETAPPE

Wir hatten gestern Abend noch alles für die heutige Weiterreise vorbereitet. Am Morgen beim Frühstück schaute ich mir dann nochmals die Webseite des Camping Turiscampo an. Bei den Verfügbarkeiten stand dort, dass aktuell keine Plätze verfügbar seien. Um nicht plötzlich dort anzurennen, rief ich dort kurz an. Die Dame der Reception sagte mir, dass sie für uns noch einen Platz haben. Also fuhren wir dann zügig los. Die Strecke nach Lagos bewältigten wir in einer knappen Stunde. Es waren tatsächlich nur wenige Plätze verfügbar. Den Platz, den wir priorisiert hatten, schnappte uns ein Spanier weg. Aber wir konnten dann auf einer relativ grossen Parzelle unser Fahrzeug abstellen.

Wir verbrachten dann den Tag auf dem Camping. Der Turiscampo gehört zur Gruppe der Yelloh-Village-Dörfer, die in mehreren Ländern anzutreffen sind.

Die Anlage hier in Lagos ist gross, wobei immer mehr Mobilheime aufgestellt werden. Es hat hier Restaurant, Bar, Markt, eine Poollandschaft, Hallenbad, Spa und Fitness etc. Es hat mehrere Sanitärgebäude, die laufend gereinigt werden und sehr gepflegt wirken. Wir mussten für 5 Nächte €130.50 bezahlen, also pro Tag 26.00. Dieser Preis ist eher zu günstig, für das, was hier geboten wird.

Wir trafen hier auch schon wieder Schweizer, die wir in Cadiz kennen lernten.

Auf dem CP Albufeira hatten wir übrigens Gespräche mit einem älteren Paar aus dem "alten Land", also dem Hinterland von Hamburg. Wir tauschten auch die Hamburg-Kenntnisse aus - ein Berner konnte ihnen Neues aus Hamburg vermitteln.

Das ist das Schöne an solchen Reisen. Man lernt immer wieder neue Menschen kennen.

BURGAU und LUZ

Burgau ist mit seinen etwa 450 Einwohnern ein kleiner und ruhiger Ferienort, zwischen Lagos und Sagres gelegen. Das ehemalige Fischerdorf wird von vielen Touristen frequentiert, die alternativen und naturverbundenen Tourismus lieben. Der Ort grenzt an einen Naturpark. Der Ort selber hat den feinsandigen Strand Praia do Burgau, an dem sich viele Bodyboarder tummeln. Durch die Klippen ist die Bucht relativ windgeschützt.

Luz gehört zu Lagos und liegt zwischen Lagos und Burgau. Der Ort hat nur etwa 3500 Einwohner. Es ist ebenfalls ein kleiner Ferienort (der Camping liegt in Luz) mit einem wunderschönen Sandstrand, der Praia da Luz. An der Strandpromenade hat es schöne Restaurants und natürlich auch Souvenierläden. Heute hat der Tourismus längst die Fischerei als Haupteinnahmequelle ersetzt. Aber der Ort strahlt eine freundliche Atmosphäre und ein gewisses Flair aus. 

Wir waren mit den E-Bikes unterwegs. Luz ist in ca 10 Minuten und Burgau in etwa 20 Minuten zu erreichen.

Nach dem Essen ( Lammfilet resp. Käseschnitte) war im Camping noch eine Flamencoshow angesagt. Diese wurde dann kurzfristig abgesagt, weil die Tanztruppe angeblich nicht erschienen war. Schade. Aufs alternativ angebotene BINGO verzichteten wir dann.

SAGRES

Gestern blieben wir auf dem wunderschönen Campingplatz. Wie schon beim letzten Bericht vermerkt, war am Vorabend war eine Flamencoshow angekündigt, die dann in letzter Minute abgesagt wurde, weil die Truppe angeblich nicht erschien... Ja nu, dann schauen wir dann daheim wieder einmal der Trachtengruppe zu☺️.

Am Mittag kamen dann Monika und Giovanni mit ihrem Wohngespann auf dem CP an. Giovanni kenne ich schon über 40 Jahre und wir haben manche gemeinsame Schlacht geschlagen. Auch Monika und ich kennen uns schon viele Jahre.

Wir nahmen dann, als sie auf ihrem Platz eingerichtet waren, zusammen ein ausgiebiges Apéro und schwelgten in Erinnerungen. Es war ein sehr gemütlicher Nachmittag.

Am Abend war dann durch das Animationsteam noch Latinomusik organisiert worden. Die Typen spielten sehr gut heisse Rhytmen.

Sagres

Sagres ist ein Dorf im Westen der Algarve, nahe beim Cabo de Săo Vicente, dem südwestlichten Punkt des europäischen Festlandes. Der Ort selber hat nur knapp 2000 Einwohner.

Zu bieten hat die Gegend eine phänomentale Landschaft, z. B. die Praia do Beliche, eine schöne Bucht mit felsigen Klippen, Höhlen und einer steilen Treppe, die hinunter zum Strand führt. Sehenswert ist der Leuchtturm am Cabo de Săo Vicente oder das Sagres Fortress. Bleibend ist aber bestimmt die sehr schöne Landschaft.

Heute nahmen uns Monika und Giovanni mit ihrem Auto mit nach Sagres. Wir besuchten den Farol do Cabo de Săo Vicente und genossen, wenn auch bei bewölktem Himmel, die wunderbare Landschaft und weitere Sehenswürdigkeiten. Monika und mir wurde es komisch, als wir die auf den Klippen stehenden Fischer entdeckten. Ein falscher Tritt... und weg.  Dann  genossen die Frauen noch das Lädele in den Töpfergeschäften. Dort werden Teller, Tassen, etc. etc. zu sehr tiefen Preisen angeboten, obwohl einheimisches Handwerk und sehr schön.

In Sagres assen wir dann in einem sehr guten Restaurant und kehrten dann, nach einem Abstecher in den Lidl, mit schönen Eindrücken zum Camping zurück.

LAGOS

Lagos ist eine Hafenstadt an der Algarve mit gut 3500 Einwohnern. Die Stadt liegt etwa 30 Kilometer östlich von Cabo Săo Vicente. Bekannt ist Lagos für seine gut erhaltene Altstadt, die schönen Strände und die imposanten Klippen mit Grotten und Höhlen, die man auch auf Bootstouren besichtigen kann. Sehr bekannt ist die Ponta da Piedade, eine bizarre Felsformation. Die Altstadt  mit der alten Stadtmauer bietet den Besuchern nebst den historischen Bauten  und Denkmälern viele kleine Bars und Restaurants, Einkaufsläden und Souveniershops in den engen Gassen. Lagos hat auch eine palmengeschmückte Promenade mit div. Sehenswürdigkeiten.

Die Verbindung zum Meer hatte in Lagos im 15. Jahrhundert ihren Höhepunkt, als Infante D. Henrique (Heinrich der Seefshrer) die Karavellen, die die Küsten Afrikas erreichten, ausrüstete, wo auch die portugiesischen Entdeckungs- und Eroberungsreisen begannen.

Seine neuen Karavellen liess Heinrich in Lagos bauen, von wo sie auch in See stachen.

Der von ihm entwickelte Schiffstyp - die Karavelle - war bis zum 16. Jahrhundert das seetüchtigste Schiff überhaupt. Die Tragfähigkeit betrug 60 - 150 Tonnen, die Besatzung bis zu 200 Mann (Matrosen und Soldaten). Ohne die Entwicklung dieses Schiffstyps durch Heinrich den Seefahrer wäre der Aufstieg Portugals zur führenden Seemacht undenkbar gewesen.

Gestern früh trommelte es plötzlich auf dem Fahrzeugdach.. Regen. 🌦. Das war gar nicht angekündigt gewesen. Es waren jedoch nur wenige Tropfen, die vom Himmel kamen. Als es dann etwas aufklarte, machten wir uns mit den Rädern auf  zum Farol da Ponta da Piedade. Das Wetter wurde zunehmend besser, so dass wir die eindrückliche Landschaft mit der Ponta da Piedade etc. voll geniessen konnten und es auch schöne Bilder gab. Wir assen dort beim Leuchtturm etwas, bevor wir dann weiter in die Altstadt und zur Hafenpromenade gingen. Die Stadt mit den engen Gassen bietet eine gute Atmosphäre. An der Promenade kauften wir dann noch Korksachen ein, bevor es mit den Velos, meist auf einer wenig befahrenen Nebenstrasse, die 6 km zurück zum Camping ging. Den Abend verbrachten wir dann zusammen mit Monika und Giovanni bei Sangria, Essen und Gesprächen. Es wurde ein langer Abschied, denn heute trennen sich unsere Wege wieder. Danke Monika und Giovi für die schönen gemeinsamen Stunden. Es war sehr gemütlich mit euch!!

Wir haben den Aufenthalt auf dem Camping noch um eine Nacht verlängert, da wir nochmals nach Lagos wollen. Da es aber heute Morgen eher kalt ist, gehen wir erst am Nachmittag.

Morgen solls dann weiter nach Lissabon gehen.

Yelloh ! Village Algarve Turiscampo
Estrada Nacional - 125, Km17, Espiche, 8600, Lagos, Portugal
Lissabon, Portugal
13. ETAPPE

Heute starteten wir kurz nach 08:00, um zum nächsten Etappenziel, dem LISBOA CAMPING & BUNGALOWS, zu gelangen. Vorerst ging es aber noch einmal zur Promenade in Lagos, wo im Mercado Municipal noch Knoblauchreiben aus Keramik gepostet werden mussten. Danach fuhren wir gemütlich über die A2 Richtung Lissabon. Es herrschte sehr wenig Verkehr. Entlang der Strecke ist sehr viel Natur und wenig bebautes Land. In Hochspannungsmasten waren etliche Storchennester mit Störchen sichtbar. Die Fahrt war entspannend, bis in Lissabon das Navi und ich ein Missverständnis hatten, so dass wir anstatt 1 Mal dann halt 3 Mal über die imposante Brücke über den Rio Tejo fuhren, bevor wir den Camping fanden.

Die Lehrtochter checkte uns ein und wies uns einen Platz zu, vor dem uns ein Schweizer Paar, das die daneben liegende Parzelle zugeteilt erhielt, warnte, dass die Parzelle uneben und dreckig sei. Wir schauten uns den Platz an, der war aber besetzt. Also erneut zur Reception, mit Ersatzvorschlägen. Diese Plätze waren aber bereits reserviert. So erhielten wir eine neue Platznummer. Aber auch auf diesem Platz stand ein Gespann. Somit nochmals zur Reception und, oh Wunder, der nun zugeteilte Platz war frei. Auf dem Platz hat es Strom, Frischwasser und Ablauf für Grauwasser. Es hat ein Restaurant, einen Minimarkt, einen Swimmingpool (nicht in Betrieb) und mehrere Sanitärgebäude. Diese scheinen, wie auch der Camping, in die Jahre gekommen zu sein. Im Vergleich zum Camping in Lagos sind das Welten. Der Platz kostet uns für 3 Nächte €100.00.

Wenige hundert Meter vom CP entfernt befindet sich die Haltestelle der Buslinie 714, die direkt ins Stadtzentrum, zur Praça da Figueira führt (Fahrzeit ca 40 Min.).

Über die Stadt dann mehr im nächsten Beitrag.

Am Abend genossen wir zum Kaffee noch "Pasteis de Nata" eine portugiesische Süssspeise. Herrlich!!

LISSABON

Lissabon ist die Hauptstadt von Portugal und zählt rund eine halbe Million Einwohner. Die Stadt befindet sich an der Tejo-Mündung, auf hügeligem Gelände. Die riesige Cristo Rei Statue und die Hängebrücke Ponte 25 de Abril  über den Tejo fallen bei einem Stadtbesuch sofort auf. Das Castelo de Săo Jorge thront über der Stadt. Von dort bietet sich ein schöner Blick über die Altstadt mit den pastellfarbenen Häusern und den Tejo mit der imposanten Hängebrücke. 

Lissabon hat eine sehr lange Geschiichte, immer auch verbunden mit der Seefahrt, den Entdeckungsreisen und dem Handel.

Es gibt in Lissabon sehr viel zu bestaunen, von den impossnten Bauwerken, über die Denkmäler und nicht zu vergessen die Verkehrsmittel, von alt bis modern. Wie z. B. die alten Strassenbahnen auf der Linie 28, die Funiculares, aber auch den alten Aufzug Elevador de Santa Justa, der die Unterstadt mit der Obetstadt verbindet. Der Aufzug wurde 1902 von einem ehemaligen Schüler von Gustave Eiffel gebaut. Mit seinen schönen Verzierungen und den speziellen Kabinen mit Platz für jeweils 24 Personen ist der Aufzug eine Fahrt wert (anstehen inbegriffen!).

Es hat noch so viele andere Sehenswürdigkeiten in der Stadt. Diese können zu Fuss, mit einem Sightseeingbus, oder aber einem Tuktuk besichtigt werden. Auch eine Bootsfahrt auf dem Tejo ist ein Erlebnis.

Und kulinarisch darf natürlich auch die  portugiesische Spezialität PASTEIS DE NATA, eine sehr feine Süssspeise, nicht fehlen. 

Lissabon hat ein spezielles Flair und den Besuchern sehr viel zu bieten. Ein Tag ist zu kurz, um Lissabon richtig zu erleben. Ein Apéro in der Abendsonne, mit Blick auf den Tejo.... ach so schön und romantisch 😜.

Wir fuhren mit dem öffentlichen Bus in die Stadt und kauften uns Tickets für die gelben Busse, gültig 48 Stunden. Sie kosten pro Person €25.00. Es herrschte ein grosses Gedränge, so dass wir vorerst zu Fuss auf die Pirsch gingen. Später fuhren wir dann die "Belem-Runde" mit. Infolge plötzlich aufkommenden Hungergefühlen unterbrachen wir dann die Besichtigung und steuerten ein Restaurant in der Fussgängerzone an. Frisch gestärkt gings dann wieder zu den Sehenswürdigkeiten. Obwohl wir sehr romantisch veranlagt sind ☺️, zogen wir es dann vor, noch bei Tageslicht zum Camping zurück zu fahren.

LISSABON ZUM 2.

Heute fuhren wir gegen 09:00 nochmals in die Stadt, um noch weitere Eindrücke zu sammeln.

Noch Ergänzungen zum letzten Bericht. Die Hängebrücke über den Tejo wurde in den 60er Jahren gebaut und dann nach dem Diktator Salazar benannt. Nach der Nelkenrevolution am 25. April 1974, als ein Militärputsch gegen die damalige Regierung verübt und von vielen Teilen der Bevölkerung unterstützt wurde, bekam dann die Brücke den neuen Namen "Ponte 25 de Abril", von der Bevölkerung einfach Ponte genannt.

Der Tejo ist der längste Fluss der iberischen Halbinsel, mit einer Länge von über 1000 km und der Quelle noch oberhalb Madrid.

Am Ufer des Tejo steht das meist besuchte Denkmal der Stadt, "Padrăo dos Descrobimentos" (das Denkmal der Entdeckungen). Es wurde zum 500. Todestag von Heinrich dem Seefahrer - den hatten wir doch schon - errichtet. 

Nebst den vielen Sehenswürdigkeiten im alten Teil von Lissabon gibt es auch das moderne Lissabon, wo auf dem Expo-Gelände von 1998 moderne Bauten, Parks usw erstellt wurden.

Es gäbe noch viel zu sehen in Lissabon. Aber die Eindrücke von dieser Stadt, der westlichsten Hauptstadt von Europa, sind überwältigend. Da muss man selber hin, um die schöne Stadt selber kennen zu lernen.

Tordesillas, Spanien
47100 Tordesillas, Provinz Valladolid, Spanien
Camping el Astral
Camino de Pollos 8, 47100, Tordesillas, Spain
14.ETAPPE

Heute verliessen wir Lissabon und fuhren über die A1 und A28 Richtung spanische Grenze. Als Tagesziel hatten wir uns einen CP in der Region Valladolid gesetzt, da wir langsam zurück in Richtung Schweiz wollen. Die Tagesstrecke betrug knapp 560 kmund war landschaftlich wieder sehr abwechslungsreich. Zudem herrschte auf der ganzen Strecke sehr wenig Verkehr. Ich hatte mir vorgenommen, erst in Spanien wieder zu tanken, da der derzeit sehr teure Kraftstoff von der spanischen Regierung verbilligt wird. Wir schafften es dann über die Grenze, wo wir das Fahrzeug voll tankten. Ersparnis gegenüber Portugal ca 21.00!!

Der Campingplatz liegt nur etwa 3 Kilometer von der Autobahn enfernt am Duero, in Tordesillas. Wir konnten uns einen Platz aussuchen und zahlten für 1 Nacht €35.20.

Die Sanitäreinrichtungen sind sauber und gepflegt. Es hat ein Restaurant, einen kleinen Markt und nebst anderen Sportanlagen auch einen Swimmingpool. Leider war dieser aber auch noch nicht in Betrieb. Aber alles in allem für eine Nacht schon fast Luxus.

Morgen geht es dann weiter Richtung Biskaya.

Saint-Jean-de-Luz, Frankreich
88 Chem. d'Erromardie, 64500 Saint-Jean-de-Luz, Frankreich
Saint-Jean-de-Luz, Frankreich
235 All. de la Source, 64500 Saint-Jean-de-Luz, Frankreich
15. ETAPPE

Heute war erst nach 09:00 Frühstück, da der Markt erst um diese Zeit öffnete, um frische Brötchen zu kaufen. Danach fuhren wir in gemütlichem Tempo von Valladolid Richtung Biskaya. Wir wollten eigentlich nach San Sebastian. Weil wir aber in den letzten Wochen so viele Städte besucht hatten, gab es einen neuen Entschluss, nämlich in die Region Biarritz zu fahren. Wir setzten dann ein anderes Ziel: Saint-Jean-de-Luz. Die Tagesstrecke betrug gut 400 km. Vor der Grenze zu Frankreich tankten wir nochmals voll auf. Etwa um 15:00 erreichten wir den Campingplatz. Zum Glück hatte es noch einen Platz für uns. Da der Camping sehr gepflegt erscheint und alles vorhanden ist (Einkauf, Restaurant, Swimmingpools - in Betrieb!!! - buchten wir 3 Nächte. Den Preis weiss ich noch nicht, aber ACSI wird akzeptiert. Die Betreiber sind sehr nett und haben auch schon in der Schweiz gesrbeitet.

Der Platz liegt direkt am Meer, mit direktem Zugang vom Camping. Morgen werden wir die Umgebung erkunden.

Neuer Bericht