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Routen
GRAUBÜNDEN - Die Ferien-Ecke der Schweiz
283 Kilometer 5 Tage 31 Wegpunkte
axis
Gianni C.

GRAUBÜNDEN - Die Ferien-Ecke der Schweiz

Kreuz und Quer durch den Kanton Graubünden. Kultur, Kunst, Kulinarik und mehr ...

Von Seestrasse 41, Bad Ragaz, Schweiz nach Camping Cavresc
Tag 1
Seestrasse 41, Bad Ragaz, Schweiz
Seestrasse 41, 7310 Bad Ragaz, Schweiz
Önologische HighLights aus der Bündner Herrschaft

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Rohan Schanze, Malans

Während der Zeit des Dreissigjährigen Krieges (1618 bis 1648) kämpften in Europa die Protestanten gegen die Katholiken sowie die Habsburger gegen die Franzosen und deren Verbündete.

Die Drei Bünde und ihr Untertanengebiet Veltlin waren während der Bündner Wirren ein wichtiges Transitgebiet für die von Mailand aus operierenden spanischen Habsburger und die von Osten kommenden Österreicher. 1631 rückte Herzog von Rohan mit seinem Korps nach Graubünden ein, um den Befehl über die dort von Frankreich angeworbenen Truppen zu übernehmen. Mit Hilfe des Bündner Protestantenführers Jörg Jenatsch vertrieb er 1634 die Spanier und Österreicher aus dem Veltlin. Als die Franzosen das Veltlin nicht freigeben wollen, wandte sich Jenatsch gegen Rohan. Dieser kontrollierte in der 1631 bis 1635 von Johannes Ardüser erbauten „Landquarter Schanze“ bei den zwei einzigen Brücken über den Rhein und die Landquart nahezu den gesamten Nord-Süd-Verkehr.

Im Kettenbund wurde im Februar 1637 der Widerstand gegen Rohan geplant. Am 21. März 1637 marschieren die Bündner mit 3000 Mann vor die Schanze. Der überrumpelte Rohan hatte nur 1000 Mann zur Verfügung und musste abziehen. Die Schanze wurde später geschleift.

Tanya Giovanoli, Schloss Reichenau

Die gute Nachricht: Solche seltenen magischen Bücher gibt es tatsächlich. Tanya Giovanoli besitzt eines davon. Ihr einzigartiges Exemplar ist abgegriffen, in verschossenes blaugraues Papier eingebunden und hat seinen Weg aus den wilden Höhen Malojas zu ihr ins Schloss Reichenau gefunden. Es handelt sich um die streng geheim gehaltenen, über Generationen immer nur dem direkten Geschäftsnachfolger überlieferten Rezepte ihrer Vorfahren – und was Tanya Giovanoli daraus und mit von Kindesbeinen an gelerntem Traditionshandwerk zaubert, scheint überaus einfach, und ist doch hoch komplex.


Telefonische Voranmeldung unbedingt erforderlich.

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Mathon, Schweiz
7433 Mathon, Schweiz
WoMo - Dinner in Mathon

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Tag 2
Viamala-Schlucht

www.viamala.ch/de/entdecken/at...

Zillis, Kirche St. Martin

www.zillis-st-martin.ch

Not Bott, Holzbildhauer, Zillis Kreismühle, Ausstellung

www.notbott.ch

Camping Andeer
Sut Baselgia 120 c, 7440, Andeer, Switzerland
Sennerei Andeer

www.sennerei-andeer.ch

Innerferrera, Bergbau-Museum

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Sufers, Festungsmuseum Crestawald

Die Artilleriefestung Crestawald bei Sufers ist heute ein militärhistorisches Museum. Gezeigt werden die originalen Bunkeranlagen und die Artilleriegeschütze aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs sowie Sonderausstellungen zu militärhistorischen Themen.

www.crestawald.ch


Camping Splügen
Campingstrasse 18, 7435, Splügen, Switzerland
Splügen

Der Ortsname taucht als Speluca in einem nur als Abschrift aus dem 16. Jahrhundert erhaltenen Verzeichnis der karolingischen Kaiser von 831 auf, im 13./14. Jahrhundert erscheint er als Speluga/Spluͥgen/Spluͥga. Er geht zurück auf lat. spelunca ‚Höhle, das in Dialekten Italienischbündens noch als splüg, überhängender Fels/Höhle erhalten ist.

Die ursprünglich in romanischem Sprachgebiet liegenden Orte im Rheinwald wurden im späten 13. Jahrhundert von deutschsprachigen Walsern von Süden her über den San-Bernardino-Pass besiedelt. Vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert bildete der Warentransport die Haupteinkommensquelle für die einheimische Bevölkerung; die meisten lebten direkt oder indirekt vom Säumerwesen.

1716 und 1751 wurde das Dorf Splügen durch Brände jeweils weitgehend zerstört und jeweils auf den verbliebenen Grundmauern wieder aufgebaut.

Von 1818 bis 1823 wurden die Saumpfade über den Splügen und den San-Bernardino-Pass fast gleichzeitig zu sogenannten Kommerzialstrassen ausgebaut, was zu einem Aufschwung des Waren- und Personentransits führte. Der Grund war die Rivalität des Piemont und der österreichischen Lombardei, sodass die Lombardei den Splügenpass auf eigene Rechnung ausbaute, während sich Piemont nur am Bündner Projekt beteiligen musste – ein nur kurzes Wahrzeichen war die dem König Vittorio Emanuele gewidmete Brücke südlich von San Bernardino. Das Projekt einer Bahnverbindung durch Graubünden hatte sich auf den Lukmanierpass verschoben und unterlag der Gotthardbahn. Mit der Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 wurde vielen Einheimischen die Arbeits- und Verdienstmöglichkeit zunichtegemacht; der Warentransport sank innert kurzer Zeit von 14'000 Tonnen auf 1000 Tonnen. Viele wanderten aus und suchten ihr Glück in den USA oder Neuseeland.

Zur Zeit des Zweiten Weltkrieges bestand die Absicht, Splügen, Medels und Nufenen in einem riesigen Stausee versinken zu lassen. Der 700 Meter lange und 150 Meter hohe Staudamm wäre bei der Burgruine Splügen gebaut worden; ein kleinerer Damm bei Sufers. Heftige Gegenwehr der Bevölkerung verhinderte das Projekt und am 29. November 1946 wurde das Stauseeprojekt Rheinwald nach jahrelangem Rechtsstreit vom Bundesrat abgelehnt.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde im Dorf und bei der Burg die Sperrstelle Splügen erstellt.

Ein neues Kapitel in der Geschichte des Passdorfes Splügen begann 1967 mit der Eröffnung des Strassentunnels durch den San Bernardino. Splügen profitierte vom erhöhten Verkehrsaufkommen und entwickelte sich zu einem Winter- und Sommerferienort. Fortan wurde es auf dem im Winter geschlossenen Splügenpass sehr ruhig, weshalb er sich für kulturhistorisch Interessierte aufgrund der erhalten gebliebenen Kunstbauten der ersten Strasse ausgezeichnet als Anschauungsbeispiel eignet.[3] Für den Erhalt des historischen Ortsbildes engagierten sich die Schweizer 1973 durch den Kauf von Schoggitalern.

Nachtessen in einer alten Sust

Zur Zeit des Säumerwesens mussten die transportierten Waren auf längeren Strecken mehrfach umgeladen werden. So waren die Säumer teilweise in Porten genannte Genossenschaften organisiert, die ein Transportmonopol auf bestimmten Strecken hatten. An den Enden dieser Strecken musste das Transportgut bei einer Sust umgeladen und an eine andere Genossenschaft übergeben werden. Susten dienten der Unterbringung der Waren in der Nacht. Einige Susten stehen am Seeufer und dienten dem Umladen der Waren vom Schiff auf Saumtiere und umgekehrt.

Das Weisse Kreuz, Splügen ist eine alte Sust.

www.weiss-kreuz.ch

Tag 3
Alvaschein, Albula/Alvra, Schweiz
Alvaschein, 7451 Albula/Alvra, Schweiz
Kirche St. Peter Mistail

Die Kirche St. Peter Mistail ist eine karolingische Dreiapsidenkirche in Alvaschein (Gemeinde Albula/Alvra) im schweizerischen Kanton Graubünden. Mistail wird auch unter der Flurbezeichnung Prada sowie den Namen der Gemeinden Alfosen (Alvaschein) und Wapitines (Tiefencastel) urkundlich erwähnt. Der Name Mistail leitet sich ab von monasterium, dem lateinischen Wort für Kloster. St. Peter von Mistail ist die einzige unverbaute Dreiapsidenkirche der Schweiz. Die zweite erhaltene Anlage, das Benediktinerkloster St. Johann in Müstair, wurde durch spätgotische Umbauten stark verändert.

Die Kirche und das ehemalige Nonnenkloster St. Peter in Mistail liegen abgeschieden auf einem kleinen Felsplateau am Eingang zur Schinschlucht. Sie ist von einem Parkplatz nahe der Hauptstrasse bei der Abzweigung nach Alvaschein über einen Waldweg oder vom Bahnhof Tiefencastel aus in gut zehn Minuten erreichbar.

Geschichte

Die genaue Entstehungszeit ist nicht bekannt, vermutet wird eine Zeit um das Jahr 800. Indirekt erwähnt wird Mistail im Jahr 823 in einem Klagebrief des Bischofs Victor von Chur an Ludwig den Frommen. Erstmals urkundlich erwähnt wird das Kloster 926 in einer Schenkungsurkunde Heinrichs I. an Bischof Walde. Eine gemeinsame Nennung und gleiches Patrozinium mit dem Frauenkloster in Cazis lässt die Vermutung zu, dass die Gründung von Mistail vom Kloster Cazis ausging.

Nach dem Zerfall des karolingischen Reiches scheint ein Niedergang eingetreten zu sein, der zur Vertreibung der Nonnen durch Bischof Wido kurz nach 1100 führte. Endgültig aufgehoben wurde Mistail im Jahr 1154 durch Bischof Adalgott, die Güter wurden dem Kloster St. Luzi in Chur geschenkt. 1282 gelangte Mistail tauschweise an Bischof Konrad von Belmont, im 14. Jahrhundert kam es in den Besitz der Gemeinde Alvaschein. Am Gallustag 1397 fand eine Neuweihe der Kirche statt, Pfarrkirche war jedoch immer noch die Kirche von Tiefencastel. 1739 wurde die Kirche von Alvaschein zur Pfarrkirche erhoben und damit Mistail von Tiefencastel abgelöst. Bis 1679 war Mistail Bestattungskirche von Alvaschein. Baugeschichte Da zur Baugeschichte keine schriftlichen Unterlagen vorliegen, können nur archäologische Untersuchungen Aufschluss geben. Solche wurden 1968/69 und 1983/84 durchgeführt. Aufgefundene Reste karolingischer Malerei zeigen, dass der bestehende Dreiapsidensaal um das Jahr 800 auf den Grundmauern eines Vorgängerbaus errichtet wurde; unter den heutigen Nordmauern wurden Fundamentreste gefunden. Im Süden der Kirche lag ein weiteres Sakralgebäude, dessen Grundmauern zwei Bauetappen zeigen. Aus Vergleichen mit ähnlichen Bauformen in Obervaz und Romanshorn kann man eine Entstehungszeit aus der Jahrhundertwende vom 7. zum 8. Jahrhundert annehmen. Der Zeitpunkt des Abbruchs dieser Vorgängerbauten ist nicht bekannt. An seiner Stelle wurde im 12. oder 13. Jahrhundert ein Profangebäude errichtet, von dem Fundamente aufgefunden wurden. Im Süden der Anlage lag ein kleines Mausoleum, bei dem es sich möglicherweise um das Grab einer Äbtissin oder eines Stifters handelt.

Die Konventsgebäude lagen im Norden und Nordwesten der Anlage. Aufgefunden wurde ein in vier Räume unterteiltes Gebäude mit mehreren Anbauten und Bruchstücken karolingischer Malerei sowie ein Hof, der der Viehhaltung gedient haben könnte.

Die Entstehungszeit von Glockenturm und Sakristei ist nicht bekannt, liegt jedoch vor 1397. Wann das Beinhaus angebaut wurde, ist unklar.

Bau

Äusseres

An ein hohes, mit einem Satteldach gedecktes Schiff fügen sich im Osten drei miteinander verbundene Apsiden mit Steindächern an. Die mittlere Apsis ist etwas breiter und höher. Ab Ostgiebel erkennt man den ehemals flacheren Verlauf des Daches und den ursprünglichen steinernen Glockenträger. Der mit einem Steinpyramidendach gedeckte Glockenturm mit rundbogigen Schallöffnungen steht an der Südwestecke.

Belichtet wird die Kirche durch je zwei hochliegende karolingische Rundbogenfenster im Westen und Süden. Zwei weitere Fenster im Norden wurden vermauert. Die ganze heutige Anlage wird von einer gut meterhohen Mauer umschlossen.

Inneres

Das Innere ist ein rechteckiger Saal von etwa 14 Metern Länge und 12 Metern Breite. Durch Reste einer Schrankenmauer wird der Raum unterteilt. Ostwärts schliessen sich etwas erhöht die drei hufeisenförmigen Apsiden an, von denen die mittlere etwas höher und breiter ist. Sie enthalten je einen karolingischen Blockaltar und werden je von einem Fenster im Scheitel der Rundung erhellt.

Die flache Holzdecke wird von einem Hängewerk getragen und zeigt die Jahreszahl 1642. Sie liegt anstelle einer früheren Decke, die jedoch etwa 80 Zentimeter höher lag.

Der Innenraum von St. Peter zu Mustail steht immer noch so da wie vor zwölf Jahrhunderten: Er erscheint uns in seinem gelassenen Zusammenspiel mit drei sphärischen Raumkörpern als ein in seiner Art vollkommenes, ausgeglichen in sich ruhendes Raumgebilde. (Zitat von Erwin Poeschel)

Via Dimlej 6, St. Moritz, Schweiz
Via Dimlej 6, 7500 St. Moritz, Schweiz
Segantini Museum, St. Moritz

www. segantini-museum.ch

Strada Principale 16, Vicosoprano, Schweiz
Str. Principale 16, 7603 Vicosoprano, Schweiz
Stampa, Giacometti-Center

www.centrogiacometti.ch/de/der...

Soglio - Kastanien und Palazzo Salis

Eine erste Erwähnung findet das Dorf im Jahre 1186 unter dem damaligen Namen de Solio. Soglio wird bereits 1219 im Frieden zwischen Chur und Como erwähnt, da es in der vorausgehenden Fehde verbrannt worden war. Das Dorf hat ein äusserst reiches Gemeindearchiv, die Geschichte des Dorfes geht vielfach in derjenigen des Tales und des Gerichtes Unter-Porta auf. In Soglio stiess man auf Schalensteine und ein Steinplattengrab sowie auf zwei etruskische Bronzegefässe bei Spino. Soglio ist die Heimat der Bündner Adelsfamilie von Salis, die jahrhundertelang die Geschicke der Region mitbestimmte.

Um 1875 erhielt Soglio eine befahrbare Strasse anstelle des Saumweges. Zu dieser Zeit zählte es 350 sich selbst versorgende Bauern auf kleinen Höfen. 1910 gab es noch 80 bis 90 bäuerliche Kleinbetriebe. Teilweise erreichte die Parzellierung zur Nutzung bis zu einem Achtundvierzigstel eine Stalles. 1906 wurde Soglio mit elektrischem Strom und einem Telefon im Hotel versorgt. 1925 wurden eine Postautoverbindung nach Promontogno, Wasserleitungen und Hydrantenanlagen eingerichtet.

1918 gründete Vito Andrea Giovanoli in Soglio eine religiöse Gruppierung, nachdem ihm seinen Angaben zufolge Jesus erschienen war. Er nannte sich «Signur» und predigte vom nahen Ende der Welt sowie der Wiederkehr Christi. Die Behörden von Soglio liessen im Dezember 1918 kurzum alle zwölf Sektenmitglieder samt ihren Kindern wegen «religiösem Wahnsinn» in die Klinik Waldhaus in Chur einweisen. Im Februar 1919 wurden sie als geheilt entlassen.

2015 wurde Soglio als erstes Dorf zum „schönsten Dorf der Schweiz“ gewählt.

Camping Morteratsch, Plauns, Pontresina, Schweiz
Plauns 13, 7504 Pontresina, Schweiz
Morteratsch Gletscher

Volksetymologisch wird der Name Morteratsch durch die Schweizer Sage Die Jungfrau vom Morteratsch erklärt. Die reiche Bauerntochter Annetta aus Pontresina verliebt sich in Viehhüter Aratsch, ihre Eltern jedoch sind gegen die Beziehung. Die Bedingung des Vaters: Der Senn kriegt die einzige Erbin aus wohlhabendem Haus nur, wenn er Reichtum erlangt. Der Vater setzt durch, dass der Hirt aus dem Bündner Oberland im nächsten Sommer nicht mehr als Hirt auf der Alp arbeiten darf. Aratsch ging als Soldat ins Ausland und Annetta litt vor Kummer und Sehnsucht. Die Eltern hätten mittlerweile in eine Heirat eingewilligt, doch der Jüngling ist nicht auffindbar. Kurz bevor er nach jahrelangem Fernbleiben als Offizier nach Pontresina zurückkehrt, stirbt Annetta. Daraufhin reitet er zur Alp hinauf und springt samt Pferd in den dahinterliegenden Gletscher. Niemand hat ihn je wiedergesehen. Der Geist des Mädchens treibt sich daraufhin Nacht für Nacht auf der Alp herum, man hört sie immer wieder klagen: „Mort Aratsch“ (deutsch: Aratsch ist gestorben, siehe: Morteratsch). Doch der zuständige Senn mag die Erscheinung und lässt sie gewähren, denn er merkt, dass die Kühe mehr Milch geben, kaum mehr ein Tier verunglückt und der Rahm fetter ist als vorher. Sein Nachfolger jedoch verweist den Geist der Annetta von der Alp, worauf ein Gewitter aufzieht und sie einen Fluch ausspricht: «Schmaladida saja quaist’ alp e sia pas-chüra!» (deutsch: Verflucht sei diese Alp samt ihren Weiden). Von da an ist der Segen der Alp dahin, sie muss schon bald verlassen werden. Die Weiden werden immer magerer und der Gletscher rückt aus der Schlucht dahinter zusehends vor und bedeckt die Alp, die

Sennerei Pontresina

www.gletscherfondue.ch/de

Tag 4
Wanderung Alp Grüm

www.botanikzirkel-graubuenden....

Tag 5
Camping Cavresc
Via dal Canton, 7746, Le Prese, Switzerland
Puschlav

1797 gliederte Napoleon das Veltlin der Cisalpinischen Republik an. Das Puschlav war davon jedoch ausgenommen. Diese neue Grenze und eine Handelsblockade schnitten eine Talgemeinschaft, die seit Jahrhunderten durch gemeinsamen Handel verbunden gewesen war, entzwei und schwächten sie. 1851 wurde die Gemeinde Brusio definitiv von Poschiavo unabhängig. Durch einen Bundesbeschluss von 1869 ging das Puschlav vom Bistum Como an das Bistum Chur.

Im Jahr 1547 gründete Dolfino Landolfi in Poschiavo die erste Druckerei Graubündens. 1549 brachte er erste bedeutende Druckwerke heraus, darunter die Statuten des Veltlins, der erste italienischsprachige evangelische Katechismus von Pietro Paolo Vergerio und die päpstliche Liste der verbotenen Bücher. 1620 wurden etliche Druckwerke Landolfis zerstört, aber die Druckerei Landolfi bestand mit Unterbrechungen weiter bis 1720.

Nach 1800 setzte eine verstärkte Auswanderung in die umliegenden Länder und nach Australien ein, weil die einheimische Landwirtschaft die wachsende Bevölkerung nicht mehr ernähren konnte. Zwischen 1842 und 1865 wurde eine erste Strasse über den Berninapass gebaut. 1857 wurde ein Bad- und Kurhotel in Le Prese eröffnet, 1906 wurden die ersten Wasserkraftwerke von Brusio in Betrieb genommen und 1908 bis 1910 wurde die über den Berninapass führende Berninabahn errichtet. In der Folge begann ein wirtschaftlicher und touristischer Aufschwung, was sich auch in steigenden Einwohnerzahlen zeigte. Im Jahr 2000 waren mehr als 50 Prozent der Arbeitsplätze dem Dienstleistungssektor zugeordnet. Die meisten Bauernbetriebe im Puschlav sind bio-zertifiziert und bewirtschaften über 90 Prozent der Agrarflächen nach ökologischen Richtlinien.

2015 wurde eine neue grenzüberschreitende Hochspannungsleitung (380 Kilovolt = Höchstspannung) in Betrieb genommen. Die 44 Kilometer lange Leitung führt vom Puschlav ins Valle Camonica und soll das Risiko eines Blackouts wie am 28. September 2003 vermindern.

Essen und Trinken

Das Puschlav ist reich an traditionellen kulinarischen Spezialitäten. Bekannt sind insbesondere die Pizzoccheri (Buchweizen-Nudeln mit Gemüse und viel Käse), die Brasciadella (Ringbrot, oft mit Anis, das entweder ganz frisch oder über Monate steinhart getrocknet gegessen wird) sowie die Mortadella, eine Wurstspezialität, die es entweder cotta (gekocht) oder secca (roh) gibt. Dazu gehört ein Rotwein aus dem nahen Veltlin (Italien), wo Puschlaver Weinhändler oft Weinberge besitzen. Bekannt ist auch der lokale Käse.


Tal-Museen, www.valposchiavo.ch/de/erleben...

Pizoccheri

Das Rezept:  www.valposchiavo.ch/de/erleben...

Vini Misani

... und zu den Pizoccheri passt ein Johann Theodosius, Sforzato dazu. Der Veltliner Sforzato wird wie ein Amarone hergestellt. Asvorzüglich!

www.vini-misani.ch