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Routen
Alles Käse und mehr ...
851 Kilometer 15 Tage 39 Wegpunkte
axis
Gianni C.

Alles Käse und mehr ...

Einige der bekanntesten Käsesorten der Schweiz und ihre Herstellungsorte bewogen mich zu dieser Tour. Gespickt mit weiteren kulinarischen Highlights geht’s weiter. Sehenswürdigkeiten und interessante Museen ergänzen die Tour.

Von L'Auberge 154, Saicourt, Schweiz nach Lankstrasse 3, Appenzell, Schweiz
Tag 1
L'Auberge 154, Saicourt, Schweiz
L'Auberge 154, 2713 Saicourt, Schweiz
Zur Wiege des Tête-de-Moins, Bellelay (www.tetedemoine.ch/de/)

Tête de Moine (französisch für «Mönchskopf») ist ein Halbhartkäse, der im Berner Jura und im Kanton Jura aus unbehandelter Kuhmilch hergestellt wird.

Seine Ursprünge liegen im 12. Jahrhundert im Kloster Bellelay. Seit 2001 ist die Bezeichnung «Tête de Moine, Fromage de Bellelay» als geschützte Ursprungsbezeichnung (Appellation d’Origine Protégée (AOP)) eingetragen. Traditionell wird Tête de Moine nicht in Scheiben geschnitten, sondern hauchfein geschabt. Seit 1982 ist dazu ein spezielles Werkzeug, die Girolle, erhältlich. Diese besteht gewöhnlich aus einem runden Holzteller mit senkrecht stehendem Stift in der Mitte und einer Kurbel. Der zylindrische Käse wird mittig auf den Stift gesetzt; zuvor wird allerdings die Rinde von der Oberseite des Käses weggeschnitten, was dann entfernt an eine Tonsur erinnert, die dem Käse auch den Namen gab. Mit Hilfe der auf den Stift gesteckten Kurbel lassen sich nun Rosetten aus fein geschabtem Käse herstellen. Die so vergrösserte Oberfläche bringt den Geschmack besonders zur Geltung. Beim Schaben löst sich die Käserinde am Rand und bröselt ab. Vom Aussehen der Rosetten, die an Pfifferlinge (französisch girolle) erinnern, erhielt das Schabgerät seinen Namen.

Für Einsteiger und zum Verschenken wurde die Pirouette entwickelt, bei welcher der Käse zusammen mit einer Einmal-Girolle verkauft wird. Wird die Aufbewahrungsbox ausgepackt, klappt der Unterteller auf und es muss nur noch die Girolle aufgesteckt werden.

Camping Municipal, Goumois, Schweiz
Camping, 2354 Goumois, Schweiz
Goumois und die Doubs-Forelle

Seine erste Erwähnung findet Goumois 1177 unter dem Namen Gamoensis ecclesia, das wahrscheinlich vom germanischen Personennamen Godemod abgeleitet wurde. Das Dorf unterstand dem Priorat von Lanthenans und kam 1247 an die Grafen von Mömpelgard (Montbéliard). Seit dem 14. Jahrhundert gehörte Goumois zur Herrschaft Franquemont, die 1474 vom Fürstbischof von Basel erobert wurde, aber noch bis 1780 zwischen dem Hochstift Basel und Frankreich umstritten war. Von 1793 bis 1815 gehörte Goumois zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont-Terrible, ab 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ortsteil rechts des Doubs 1815 an den Kanton Bern. Im Ergebnis einer eidgenössischen Volksabstimmung vom 24. September 1978 kam Goumois am 1. Januar 1979 zum neu gegründeten Kanton Jura. Nachdem die Stimmberechtigten am 26. Juni 2007 die Fusionsvorlage gutgeheissen hatten, haben sich Goumois, Les Pommerats und Saignelégier mit Wirkung auf den 1. Januar 2009 zur neuen Gemeinde Saignelégier zusammengeschlossen.

Am 20. Juni 1940 übertraten bei Goumois rund 43'000 Soldaten des französischen 45. Festungsarmeekorps, darunter 12.500 Soldaten der polnischen 2. Schützendivision den Doubs und wurden von der Schweizer Armee entwaffnet und interniert.


Tag 2
Camping Bois du Couvent
Bois du Couvent 108, 2300, La-Chaux-de-Fonds, Switzerland
Internationales Uhrenmuseum, La Chaux-de-Fonds (www.j3l.ch/de/P33465/internationales-uhrenmuseum)

Das grösste auf Uhren spezialisierte Museum der Welt: 4000 Exponate sind zu besichtigen! Von der Sonnenuhr über prächtige Taschen- und Wanduhren, Goldschmiede-Schmuckstücke und wissenschaftliche Techniken bis hin zur Atomuhr veranschaulicht dieses einzigartige Museum anhand von 4‘000 aussergewöhnlichen Exponaten die Geschichte der Zeitmessung.

Tag 3
Vacherin Mont d’Or (www.vacherin-montdor.ch)

Der Vacherin Mont-d’Or AOP ist eine aromatische Weichkäsespezialität des Vallée de Joux. Mit Knoblauch und einem Schuss Weisswein im Ofen gebacken ist er unwiderstehlich. Jedes Jahr im September läutet das Fest des Vacherin Mont-d'Or in Les Charbonnières die Saison des an seiner typischen Fichtenholzschachtel erkennbaren Winterkäses ein.

Der Vacherin Mont-d’Or AOP ist ein Weichkäse aus dem Vallée de Joux. Er wird aus thermisierter Kuhmilch hergestellt und 21 Tage gereift. Jeder Käse wird einzeln in einer Fichtenholzschachtel verpackt. Der Vacherin wird von September bis Winterende hergestellt, in einer Zeit also, in der die Kühe nicht mehr genug Milch geben, um grosse Käselaibe produzieren zu können. Die Milch stammt von Fleckvieh- und Montbéliard-Kühen, die im AOP-Gebiet auf Alpwiesen in über 700 m Höhe weiden. Der Vacherin Mont-d’Or AOP wird seit 1865 von der Milchgenossenschaft in Les Charbonnières produziert und erhielt viele Preise. Ein Vacherin Mont-d’Or AOP wiegt unter 3 kg und hat einen maximalen Durchmesser von 32 cm. Seit 2003 ist er als geschützte Ursprungsbezeichnung AOP eingetragen, die seine Herkunft und das Herstellungsverfahren garantiert.


Patrick et Charles Hauser Hersteller und Affineure 1345 Le Lieu


Camping du Lac de Joux
Rocheray 37, 1347, Le Sentier, Switzerland
Tag 4
Le Château, Môtiers, Schweiz
Le Château, 2112 Val-de-Travers, Schweiz
Absinth - Museum (www.maison-absinthe.ch)

Absinth, auch Absinthe genannt, gehört zu den Wermutspirituosen und ist ein alkoholisches Getränk, das traditionell aus Wermutkraut, Anis, Fenchel, einer je nach Rezeptur unterschiedlichen Reihe weiterer Kräuter sowie Alkohol hergestellt wird.

Die meisten Absinthmarken sind grün, daher wird Absinth auch „Die grüne Fee“ (französisch La fée verte) genannt. Der Alkoholgehalt liegt üblicherweise zwischen 45 und 89 Volumenprozent und ist demnach dem oberen Bereich der Spirituosen zuzuordnen. Aufgrund der Verwendung bitter schmeckender Kräuter, insbesondere von Wermut, gilt Absinth als Bitterspirituose, obwohl er nicht unbedingt bitter schmeckt.

Absinth wurde ursprünglich im 18. Jahrhundert im Val de Travers im heutigen Schweizer Kanton Neuenburg (République et Canton de Neuchâtel) als Heilmittel hergestellt. Große Popularität fand diese Spirituose, die traditionell mit Wasser vermengt getrunken wird, in der zweiten Hälfte des 19. und dem frühen 20. Jahrhundert in Frankreich. Zu den berühmten Absinth-Trinkern zählen unter anderen Charles Baudelaire, Paul Gauguin, Vincent van Gogh, Ernest Hemingway, Edgar Allan Poe, Arthur Rimbaud, Aleister Crowley, Henri de Toulouse-Lautrec und Oscar Wilde.

Auf dem Höhepunkt seiner Popularität stand das Getränk in dem Ruf, aufgrund seines Thujon-Gehalts abhängig zu machen und schwerwiegende gesundheitliche Schäden hervorzurufen. Ab 1915 war das Getränk in einer Reihe europäischer Staaten und den USA verboten. Moderne Studien haben eine Schädigung durch Absinthkonsum über die Wirkung von Alkohol hinaus nicht nachweisen können; die damals festgestellten gesundheitlichen Schäden werden heute auf die schlechte Qualität des Alkohols und die hohen konsumierten Alkoholmengen zurückgeführt. Seit 1998 ist Absinth in den meisten europäischen Staaten wieder erhältlich. Auch in der Schweiz sind seit 2005 die Herstellung und der Verkauf von Absinth wieder erlaubt.

Tag 5
La Baronne, Travers, Schweiz
La Baronne, Val-de-Travers, Schweiz
Creux du Van (www.j3l.ch/de/Z10813/creux-du-van)

Der Creux du Van ist ein Kar (kesselförmige Eintiefungen an Berghängen unterhalb von Gipfel- und Kammlage) im Schweizer Jura an der Grenze zwischen den Kantonen Neuenburg und Waadt im Val de Travers.

Er ist etwa 1200 m breit und 500 Meter tief. Die Gesamtlänge der Felswände, die rund 160 Meter senkrecht abfallen, beträgt etwa vier Kilometer. Das Gebiet liegt beim Mont Soliat auf 1200 bis 1450 m ü. M. Seit 1972 ist es unter Schutz gestellt und gehört zum Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung.

Der Kessel ist wahrscheinlich nach der Würm-Kaltzeit durch Erosion entstanden. Der Boden ist mit Moränen- und Bergsturzmaterial bedeckt, auf dem Tannen und Buchen wachsen. In der Mitte unter dem oben unbewaldeten Teil des Kessels liegt die Quelle Fontaine Froide, deren Wasser das ganze Jahr über gleichmäßig 4 °C kalt ist.

An den Felswänden leben Steinböcke und Gämsen. 1770 wurde im Gebiet des Creux-du-Van der letzte Bär erlegt. In den Jahren 1974 und 1975 wurde je ein Paar Luchse ausgesetzt. Bei den Luchsen handelte es sich um Wildfänge aus den slowakischen Karpaten.

Das geologisch und botanisch wertvolle Gebiet ist auch ein beliebtes Ausflugsziel, das zu Fuss am besten von Noiraigue zu erreichen ist. Mit dem Auto gelangt man via Couvet oder Saint-Aubin-Sauges zum Restaurant Ferme du Soliat am oberen Rand des Felskessels.

Am unbewaldeten oberen Rand des Kessels wurde eine ca. zwei Kilometer lange Trockensteinmauer erbaut, die einen weniger ästhetischen Drahtgitterzaun ersetzte. Die Mauer wurde von einer internationalen Gruppe unentgeltlich erstellt und wird deshalb auch Mauer der Freundschaft genannt. Die Steinmauern sind ein wichtiger Lebensort für Kleintiere.

Die Region um den Creux du Van ist schwach besiedelt, da die Hochlagen vor allem aus Karsten bestehen. Daher wird vor allem Wald- und Weidewirtschaft betrieben. Bei einer Wanderung auf der Hochebene sind viele Dolinen zu sehen.

Tag 6
Route de la Cité 95, Greyerz, Schweiz
Rte de la Cité 95, 1663 Gruyères, Schweiz
Maison Caillers (www.cailler.ch/de/maison-cailler)

Die Familie Cailler stammt ursprünglich aus Daillens bei Vevey, wo sie 1683 erstmals im Bürgerbuch Erwähnung fand. Ab 1920 haben die Caillers in Broc Bürgerrecht. François-Louis Cailler begann ab 1819 in Corsier-sur-Vevey mit der industriellen Schokoladeherstellung, seine Söhne Auguste und François-Alexandre verlegten das väterliche Geschäft in die Rue des Bosquets in Vevey. Die Tochter Fanny-Louise heiratete 1863 Daniel Peter, der in der Folge ebenfalls in das Schokoladengeschäft einstieg. Der Enkel des Gründers, Alexandre-François-Louis Cailler übersiedelte 1898 die Fabrik nach Broc im Greyerzerland. Sein Sohn Noël übernahm sie von ihm. Nach der Fusion mit Nestlé blieben die Söhne Georges und Claude zwar im Verwaltungsrat, aber die Familie Cailler hatte keinen Einfluss mehr auf die Marke Cailler.

1819 erfolgte die Gründung durch François-Louis Cailler als Handelsunternehmen für Kakaopulver und Schokolade. Kurz darauf wurde die erste Schokoladenfabrik der Schweiz mit industrieller Fertigung gebaut. 1898 fand der Umzug in die neue Fabrik nach Broc statt. Es folgte ein starkes Wachstum unter der Leitung von Alexandre-François-Louis Cailler. Um die Jahrhundertwende war Cailler die umsatzstärkste Firma der Schweizer Schokoladenindustrie. Wegen des starken Wachstums und dringend nötiger Investitionen wurde das Unternehmen 1900 in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. 1911 fusionierte sie mit Peter und Kohler und begann ins Ausland zu exportieren. Während des Ersten Weltkriegs geriet das Unternehmen in die Krise, da die Exportmärkte zusammenbrachen. 1929 erfolgte die Fusion mit Nestlé. Unter dem Markennamen Cailler kamen nun viele neue Produkte auf den Markt, bekannt wurden Frigor und Fémina. Während der Weltwirtschaftskrise drohte eine Schliessung. 2013 zählte das Maison Cailler 368'000 Besucher aus der ganzen Welt

Tag 7
Käserei Gruyere (www.lamaisondugruyere.ch/homepage-de/)

Greyerzer, im Deutschschweizer Sprachgebrauch häufig Gruyère genannt, ist ein halbharter bis harter Schweizer Hartkäse mit geschützter Ursprungsbezeichnung (siehe dort den Abschnitt AOP) aus der Rohmilch von Kühen. Im Jahr 2016 wurden 29.136 Tonnen Gruyère verkauft, davon rund 14.900 Tonnen in der Schweiz. Der wichtigste Exportmarkt ist Deutschland (rund 3100 Tonnen). Le Gruyère AOP wird in der Schweiz in insgesamt 165 Käsereien und 54 Alpbetrieben hergestellt (Stand 2016). Die Käseherstellung lässt sich im Greyerzerland bis in das Jahr 1115 zurückverfolgen. In einer aus diesem Jahr stammenden Urkunde des ersten Grafen von Greyerz werden Zuwendungen von Käse an die Abtei von Rougemont erwähnt. Es bleibt allerdings offen, welcher Art dieser Käse war.

Der Gebrauch des Namens Gruyère als Bezeichnung für eine Käsesorte, die dem heutigen Gruyère ähnlich gewesen sein dürfte, ist im Jahr 1602 erstmals urkundlich belegt, als die Regierung von Freiburg den Delegierten der französischen Botschaft vierzehn Laibe davon als Geschenk anbot. Gemeint war damit der um das Freiburger Städtchen Greyerz herum hergestellte Käse.

Heute ist die Bezeichnung Le Gruyère als AOP in Europa geschützt. Weltweit ist die Marke Le Gruyère Switzerland geschützt. Das ebenfalls geschützte Signet des Alphornbläsers auf einem angeschnittenen Käselaib gehört der Schweizerischen Eidgenossenschaft und ist weltweit geschützt, obwohl es heute nicht mehr verwendet wird. Le Gruyère AOP darf nur in den Kantonen Freiburg, Waadt, Neuenburg und Jura, den Amtsbezirken von Courtelary, Moutier und La Neuveville sowie einigen bernischen Gemeinden, die an den Kanton Freiburg angrenzen, hergestellt werden. Zudem gibt es eine historisch begründete Ausnahme für 17 bestimmte Käsereien in der Deutschschweiz.

Die «AOP» des Le Gruyère ist in den USA sowie in anderen Staaten nicht anerkannt. Der Name wird daher auch von Produzenten in Ost-Frankreich, siehe Gruyère, hier also ohne den grammatischen Artikel, in Österreich und als «Groviera» von Produzenten in Italien verwendet. In den USA stellt die Firma Roth ebenfalls eine Kopie des Greyerzers her; die Schweizer Grossmolkerei Emmi AG ist an dieser Firma beteiligt. Die Laibe des Käses mit einem Durchmesser von 55 bis 65 cm und einer Dicke von 9,5 bis 12 cm wiegen zwischen 25 und 40 kg (Durchschnitt 35 kg). Die Rinde ist leicht schmierig-bräunlich, der Teig geschmeidig, mittelfest und wenig brüchig. Feine Löcher sind erwünscht, aber nicht unerlässlich. Bei einem länger gereiften Gruyère sind feine Reifekristallite auf der Zunge spürbar. Der Fettgehalt beträgt 49 bis 53 % in der Trockenmasse. Die Reifung (Affinage) des Gruyère AOP ist ein wichtiger Bestandteil des Produktionsprozesses. Gemäss Pflichtenheft wird für die Reifung ein höhlenähnliches Klima vorgeschrieben. Idealerweise liegt die Luftfeuchtigkeit bei 94–98 %. Bei geringerer Feuchtigkeit trocknet der Käse aus, und bei höherer wird die Rinde schmierig und klebrig. Die Temperatur liegt idealerweise zwischen 13 und 14 Grad. Diese relativ hohen Temperaturen sind aber nur möglich, wenn die Qualität des Käses sehr gut ist. Ansonsten werden eher niedrigere Temperaturen von 10 bis 12 Grad vorgezogen. Je niedriger die Kellertemperatur ist, desto härter und bröckliger wird der Käse.

Schloss Greyerz (www.fribourgregion.ch/de/freiburg/aktivitaeten/schloss-greyerz/)

Das Schloss der ehemaligen Grafen überragt die heutige Kleinstadt, die früher das Zentrum der Grafschaft Greyerz im oberen Saanetal war. Die Grafschaft genoss in ihrer abgeschiedenen Lage lange eine weitgehende Unabhängigkeit, kam aber im Jahr 1244 unter Graf Rudolf III. von Greyerz unter die Lehnshoheit Savoyens. Das Schloss wurde zwischen 1270 und 1282 im Stil savoyischer Befestigungsanlagen errichtet. Im 10. Jahrhundert gehörte das Gebiet der Grafschaft Greyerz zum Königreich Burgund. Der erste namentlich bekannte Graf von Greyerz war Wilhelm I., der um 1100 zusammen mit zahlreichen jungen Männern aus Gruyères an den Kreuzzügen teilnahm.

Der letzte gräfliche Besitzer des Schlosses, Graf Michael von Greyerz, ging 1554 bankrott. Die Städte Bern und Freiburg im Üechtland, die seinen aufwändigen Lebensstil finanziert hatten, konnten die Grafschaft unter sich aufteilen. Das Schloss kam an Freiburg und wurde von 1555 bis 1814 zum Sitz der Freiburger Landvögte.

Bis 1848 war das Schloss dann Amtssitz des Präfekten, bevor es 1849[1] an die Familie Bovy aus Genf verkauft wurde. Die Bovy luden zahlreiche Künstler auf ihr Schloss ein, darunter den Genfer Maler Barthélemy Menn, sowie 1854 Gustave Courbet, und in den Jahren 1855 bis 1861 Camille Corot, der mit Menn und weiteren Künstlern einen Saal ausmalte. Auguste Baud-Bovy, selbst ein Angehöriger der Eigentümerfamilie, schuf in der Umgebung des Schlosses zahlreiche seiner Werke. Später ging das Schloss durch Heirat in den Besitz der Familie Balland über, die es ebenfalls als Sommerresidenz nutzte. Im Jahre 1938 kaufte der Kanton Freiburg das Schloss zurück und nutzte es als Museum. Seit 1993 kümmert sich eine Stiftung um die Erhaltung der Burganlage und die Präsentation der Kunstsammlungen. Das Schloss beherbergt eine interessante Sammlung fantastischer Kunst internationaler Künstler.

Tag 8
TCS Camping Martigny
Rue du Levant 68, 1920, Martigny, Switzerland
Fondation Gianadda (www.gianadda.ch)

Léonard Gianadda, Ingenieur, Journalist, Künstler und international vielfach geehrter Förderer der Kunst, fand 1976 auf einem Gelände, auf welchem er ein Haus errichten sollte, die Überreste eines römischen Tempels. Da sein jüngerer Bruder Pierre mit nur 25 Jahren bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war, gründete Léonard eine Kultur-Stiftung und gab ihr zum Gedenken an seinen Bruder den Namen Pierre Gianadda.

Léonard Gianadda erwarb das Gelände und liess genau über dem Ausgrabungsort der Tempelreste ein Betongebäude in moderner Architektur nach seinem eigenen Entwurf errichten.

Die Fondation verfügt über einen Jahresetat von circa 8 Millionen Schweizer Franken, an dem sich die Gemeinde Martigny mit mehr als 545'000 SFr beteiligt. Rund 60 Angestellte werden beschäftigt. Seit der Eröffnung der Museen wurden mehr als 6,7 Millionen Besucher aus aller Welt empfangen (Stand 2006). Hauptsponsoren sind die Gemeinde Martigny, der Kanton Wallis, die Credit Suisse, die UBS und die Loterie Romand. Zu den Partnern der Stiftung gehören Fondation Barry, der St. Bernhard Tunnel, RailAway und der Palais Lumière in Evian. Der grosse Neubau dient als Eingangsgebäude und Ausstellungshalle. Er beherbergt drei Dauerausstellungen: das Gallo-Römische Museum zur Frühgeschichte des Ortes, die zehn schönsten Gemälde aus der Sammlung von Evelyn und Louis Franck sowie eine kleine Oldtimer-Automobilsammlung von 50 Autos aus den Baujahren 1897 bis 1939, darunter auch seltene Exponate von Schweizer Automobilherstellern.

Der grosse zentrale Raum des Hauptgebäudes wird für jährlich mehrfach wechselnde Kunstausstellungen vor allem privater Kollektionen und seltener Exponate und zu Konzerten genutzt.

Auf dem Gehweg vor dem Haupthaus wurde ein Ruhmesweg angelegt, auf dessen Platten Hand- oder Fussabdrücke beziehungsweise Signaturen berühmter Gäste verewigt sind.

Tag 9
Die Bernhardiner-Hunde im Barryland (www.barryland.ch/de)

Das Barryland – Musée et Chiens du Saint-Bernard ist ein Museum in Martigny, das sich der Geschichte und der Zucht der Bernhardiner widmet.

Im Jahr 2004 gab der Orden der Chorherren vom Grossen St. Bernhard bekannt, er sei mangels ausreichender Mitgliederzahlen nicht mehr in der Lage, die Bernhardinerzucht seines Hospizes weiter zu betreuen. Dies hätte das Ende der Zuchtlinie „vom Grossen Sankt Bernhard“ bedeutet. Daraufhin wurde die Stiftung „Barry du Grand-Saint-Bernard“ aktiv und übernahm die Zucht und den Erhalt der Zuchtstätte du Grand St. Bernard (vom Grossen St. Bernhard). Dank einer weiteren Stiftung des Ehepaars de Watteville konnte ausserdem im ehemaligen Zeughaus von Martigny ein Bernhardinermuseum eingerichtet werden.

Das Museum zeigt im ersten Stock Exponate zum alten Pilgerweg Canterbury–Rom, der durchs Aostatal führte und einen Übergang über den Pass erforderlich machte. Etwa seit dem 17. Jahrhundert wurden Bernhardiner beim Hospiz gehalten und halfen den Chorherren beim Aufspüren vermisster Pilger, die wegen Lawinen oder schlechten Wetters nicht an ihrem Ziel eingetroffen waren. Diese Arbeit der Chorherren und ihrer Hunde wird im Museum u. a. durch einen Film veranschaulicht.

Ab dem 19. Jahrhundert rankten sich zahlreiche Legenden um die Hunde vom Grossen St. Bernhard. Wie sie etwa in der Literatur, in der Kunst und in der Werbung dargestellt wurden, dokumentieren zahlreiche Ausstellungsstücke im Museum. Im zweiten Stock sind wechselnde Ausstellungen zu verschiedenen Themen zu sehen. Das Erdgeschoss samt Aussengehegen ist der Hundezucht und -haltung vorbehalten.

Kulinarium Wallis

Die besten Walliser Weine (www.vinum.eu)

Walliser Raclette (www.raclette-du-valais.ch)

Walliser Roggenbrot (www.paindeseiglevalaisan.ch)

Walliser Trockenfleisch (www.trockenfleischwallis.ch)

Tag 10
Rue des Rocailles 2, Saint-Léonard, Schweiz
Rue des Rocailles 2, 1958 Saint-Léonard, Schweiz
Längster Unterirdischer See Europas (www.lac-souterrain.com/de)

Der Lac Souterrain de Saint-Léonard (deutsch: unterirdischer See von Saint-Léonard) ist mit 6'000 m² Seefläche der grösste bekannte natürliche unterirdische See Europas. Der Eingang zur Höhle liegt am Fusse von Weinbergen in der Gemeinde Saint-Léonard, zwischen Sitten und Siders. Die Höhle wird durchschnittlich von 100'000 Besuchern pro Jahr besucht. Mit einer Fläche von 6'200 m² ist die in Längs- und Querstollen zergliederte Seegrotte im niederösterreichischen Hinterbrühl geringfügig grösser. Diese entstand jedoch durch einen plötzlichen Wassereinbruch im Zuge einer Sprengung für den Untertage-Abbau von Gips, ist also künstlich entstanden. Überdies wird dort durch laufendes Abpumpen der Wasserspiegel abgesenkt.

Die Grotte war den Einwohnern von Saint-Léonard schon seit langer Zeit bekannt. Erstmals wurde die Höhle 1943 durch den Schweizer Höhlenforscher Jean-Jacques Pittard, welcher von Jacques Della Santa begleitet wurde, erforscht. Bei der Entdeckung der Höhle lag der Wasserspiegel um einige Meter höher als heute und reichte bis fast an die Decke. Am 25. Januar 1946 ereignete sich um Sierre ein Erdbeben mit der Stärke von 5,5 bis 6 auf der Richterskala. Das Erdbeben veränderte die hydrologischen Verhältnisse der Höhle und deren Umgebung, was zum Absinken des Seespiegels führte. Bereits 1949 wurde die Höhle durch zwei Einheimische für Besucher zugänglich gemacht. Seitdem werden Bootsfahrten auf dem See angeboten. Im Winter des Jahres 2000 löste sich von der Decke ein zwei Tonnen schwerer Felsblock, die Höhle wurde daraufhin durch die Behörden geschlossen. In aufwendigen Sanierungsarbeiten für über 2,5 Millionen Schweizer Franken wurde die Höhlendecke durch das Einbringen von mehreren tausend grossen und kleinen Gebirgsankern gesichert. 2003 konnte die Höhle für die Besucher wieder geöffnet werden. Fledermäuse sind die einzigen grösseren Tiere, die in der Höhle natürlich vorkommen. Nur Forellen, welche durch die Betreiber der Schifffahrt angesiedelt wurden und regelmässig gefüttert werden, leben im See.

Kirchweg 10, Raron, Schweiz
Kirchweg 10, 3942 Raron, Schweiz
Felsenkirche Raron
Die Felsenkirche St. Michael ist eine 1974 eingeweihte unterirdische Kirche in Raron. Sie befindet sich direkt unter der Bergkirche aus dem frühen 16. Jahrhundert. Mit 500 Sitzplätzen ist sie das grösste Gotteshaus der Neuzeit, das sich vollumfänglich im Felseninnern befindet.
Altester Briefkasten der Schweiz

Der älteste Briefkasten der Schweiz findet sich an der Tür des Maxenhauses. Er stammt aus der napoleonischen Zeit, als das Wallis zum französischen Kaiserreich gehörte.

Rainer Maria Rilke

Rainer Maria Rilke (* 4. Dezember 1875 in Prag, Österreich-Ungarn; † 29. Dezember 1926 im Sanatorium Valmont bei Montreux, Schweiz; eigentlich: René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke) war ein österreichischer Lyriker deutscher und französischer Sprache. Mit seiner in den Neuen Gedichten vollendeten, von der bildenden Kunst beeinflussten Dinglyrik gilt er als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne.

Aus Rilkes Werk sind etliche Erzählungen, ein Roman und Aufsätze zu Kunst und Kultur sowie zahlreiche Übersetzungen von Literatur und Lyrik bekannt. Sein umfangreicher Briefwechsel gilt als wichtiger Bestandteil seines literarischen Schaffens. Der Dichter starb am 29. Dezember 1926 und wurde am 2. Januar 1927 – seinem Wunsch entsprechend – in der Nähe seines letzten Wohnorts auf dem Bergfriedhof von Raron beerdigt.

Passo della Novena, Bedretto, Schweiz
Nufenenpass, 6781 Bedretto, Schweiz
Nufenenpass

Der Nufenenpass (italienisch Passo della Novena) ist ein 2439 m ü. M. hoher Gebirgspass in der Schweiz, der die Kantone Wallis im Westen und Tessin im Osten verbindet sowie die Gotthard-Gruppe im Norden von der Leone-Gruppe im Süden trennt. Über den Sattelpunkt verläuft der Vier-Quellen-Weg, die Passstraße allerdings etwas weiter nördlich und höher. Die ab 1964 gebaute und am 5. September 1969 eröffnete Passstrasse führt von Ulrichen über die auf 2478 m ü. M. gelegene Passhöhe ins Bedrettotal und weiter nach Airolo. Diese Passstrasse ist die höchstgelegene Passstrasse, die komplett innerhalb der Schweiz liegt. Östlich der Passhöhe und der Kantonsgrenze vom Wallis in den Tessin steigt die Strasse nochmals leicht an und erreicht eine Scheitelhöhe von 2480 m ü. M.

Östlich der Passhöhe des Nufenenpasses entspringt der Fluss Tessin. Von der Passhöhe aus bietet sich nach Westen ein weiter Blick auf die Berner Alpen mit dem Finsteraarhorn, nach Südwesten blickt man auf den Griesgletscher und den Nufenenstock.


Am frühen Morgen kann man Murmeltier und Steinbock in unmittelbarer Nähe beobachten.

Tag 11
Kloster Disentis, Disentis, Schweiz
7180 Disentis, Schweiz
Kloster Disentis

Das Kloster Disentis ist eine Benediktinerabtei. Die Abtei wurde um das Jahr 700 gegründet, trägt den Namen des Heiligen Martin und präsentiert sich heute im baulichen Zustand des späten 17. Jahrhunderts. Die zweitürmige Kirche wurde zwischen 1696 und 1712 im Vorarlberger Barock erbaut und entspricht dem Vorarlberger Münsterschema. Kloster Disentis gehört der Schweizerischen Benediktinerkongregation an.

Das Museum im Nordflügel des Konventsgebäudes zeigt eine kunst- und kulturhistorische Sammlung aus dem Mittelalter. Dank seines Gymnasiums ist das Kloster noch heute eine wichtige Bildungsstätte der Region. Es lässt sich nicht mehr eindeutig datieren, wann sich der fränkische Mönch Sigisbert in der «Desertina» niederliess. Ihm schloss sich der Rätier Placidus an, ein mächtiger Besitzer der Region. Da aber der Landesherr, Präses Victor in Chur, die bisher bewahrte Sonderstellung Churrätiens gefährdet sah, liess er Placidus ermorden. Die Überlieferung stilisierte den Mord zu einer Enthauptung und nannte in der Folge Placidus einen Märtyrer und Sigisbert einen Bekenner (Kephalophoren-Legende). Spätestens im Jahre 700 entstand um ihr Grab ein Kloster, geleitet von Abt Ursicin. Die Mönche übernahmen die Regel des heiligen Benedikt.

765 wird das Kloster im Testament des Churer Bischofs Tello zum ersten Mal urkundlich erwähnt. 940 zerstörten Sarazenen das Kloster. Als Hüterin des Lukmanierpasses wurde Disentis für die kaiserlichen Interessen in Italien bedeutsam. Otto I. und Friedrich I. Barbarossa begingen den Pass auf ihrem Weg in den Süden. In dieser Zeit entstand der Klosterstaat, der eine Grösse von 720 km² erreichte.

1020 übertrug Kaiser Heinrich II. die Abtei der bischöflichen Kirche Brixen. Die Brixner Oberherrschaft blieb jedoch umstritten und endete mit der Wiederherstellung der klösterlichen Immunität durch denselben Herrscher im Jahr 1074.

1395 war der Fürstabt von Disentis Mitbegründer des Grauen Bundes. In der Reformationszeit geriet das Kloster an den Rand seiner Existenz. Allmählich gelang die religiöse und geistige Erneuerung, die ihren markanten Ausdruck im barocken Klostergebäude fand.

Während des Zweiten Koalitionskrieges im Frühjahr 1799 plünderten französische Truppen das Kloster. Am 1. Mai 1799 kam es zu einem Aufstand der Einheimischen gegen die französische Armee. Als Reaktion wurden am 6. Mai Abtei und Dorf in Brand gesteckt. Nachdem die Abtei bereits ihre Besitzungen im Veltlin verloren hatte, blieben ihr nur «Schutt und Schulden». Der Wiederaufbau ging nur langsam voran und wurde durch einen erneuten Brand 1846 behindert. Der Kanton Graubünden stellte das verarmte Kloster zudem unter Staatskontrolle: Das kantonale Klostergesetz von 1861 verhinderte weitgehend die Novizenaufnahme und das schon vorher stark verarmte Kloster Disentis drohte dadurch vollends unterzugehen.

Zu einem Umdenken kam es 1880 nach einem Stimmungsumschwung im Volk und in der Regierung. Treibende Kräfte dahinter waren der Disentiser Redaktor Placi Condrau, der junge Trunser Politiker Caspar Decurtins und der Maienfelder Theophil von Sprecher. Mit Hilfe der Schweizer Benediktinerkongregation, vor allem durch die Abtei Muri-Gries, wurde das Kloster vor dem Aussterben bewahrt und erfuhr im 20. Jahrhundert eine neue Blüte.

Camping Trun
Via Campadi 2, 7166, Trun, Switzerland
Trun

Trun war 1424 Gründungsort des Grauen Bundes, bis 1798 dessen Gerichts- und bis 1814 dessen Tagungsort. Neben der erwähnten Kapelle Caplutta Sontga Onna liegt seit 1701 ein Ehrenhof des Grauen Bundes. Im ehemaligen Klosterhof La Cuort, in dem von 1428 an der Bundestag des Grauen Bundes abgehalten wurde, ist heute das Museum Sursilvan untergebracht. Unter anderem ist im damaligen Sitzungssaal des Grauen Bundes ein Teil des alten Stammes des Ahorns ausgestellt, unter dem der Graue Bund 1424 gegründet wurde, sowie einige Kunstwerke des Kunstmalers Alois Carigiet.

Die Marke «TRUNS» der Fabrica da ponn (Tuchfabrik, Orig. Schweizer Militärdecken) war ab 1912 in der ganzen Schweiz präsent und die Trunser Hose war das Markenzeichen «jedes echten Bündners». Zu ihrer Blütezeit erstellte das Unternehmen 1960/61 einen Fabrikneubau und beschäftigte 800 Mitarbeiter. 1993 ging der Firma das Geld aus. 100 Arbeitsplätze konnten durch einen Neuanfang mit einer Bürgschaft der Gemeinde erhalten werden. Im Jahr 1999 befand sich das Unternehmen wieder in der Krise und führte Kurzarbeit ein - «das vierte oder fünfte Mal in 30 Jahren». Ein Jahr zuvor war die unrentable Produktion von Uniformen aufgegeben worden. Zwei Jahre darauf schloss die Fabrik endgültig ihre Tore.

Tag 12
Schellen-Ursli (www.museum-trun.ch)

Schellen-Ursli, im rätoromanischen Original Uorsin, ist eine Kindergeschichte der Autorin Selina Chönz und des Künstlers Alois Carigiet. Es gehört zu den bekanntesten Bilderbüchern der Schweiz.

Die Geschichte

«Hoch oben in den Bergen, weit von hier, da wohnt ein Büblein so wie ihr», beginnt die Geschichte. Sie spielt in Guarda, im Engadin. Sie handelt vom Brauch des Chalandamarz, der alljährlich am 1. März durchgeführt wird. Die Tradition will, dass im Frühling der Winter mit lautem Glockengeläut der Engadiner Kinder ausgetrieben wird.

Der Protagonist Ursli hat für den Chalandamarz nur ein kleines Glöckchen erhalten. Er wird von den anderen Dorfknaben deswegen gehänselt und will nicht akzeptieren, dass er am folgenden Tag beim Umzug am Ende mitgehen soll. Er erinnert sich an die grosse Kuhglocke, die in der Frühsommeralphütte im Maiensäss hängt. Er macht sich auf den gefährlichen Weg durch den tiefen Schnee hinauf zur Hütte. Währenddessen sorgen sich die Eltern, beim Eindunkeln sucht das ganze Dorf nach dem kleinen Ursli; doch der ist glücklich im tief verschneiten Maiensäss angekommen. Als Ursli am nächsten Tag zu Hause mit der grossen Glocke wieder aufkreuzt, ist die Erleichterung gross. Da der Ursli nun die grösste Glocke mitbringt, darf er den Umzug anführen.

Die Originalbilder von Alois Carigiet sind im Tal-Museum Trun.

Camping Werdenberg, Marktplatz, Buchs, Schweiz
Marktpl., 9470 Buchs, Schweiz
Tag 13
Werdenberg (http://werdenberg.ch/entdecken/ausflugsziele-im-tal/tagesausfluege/?L=0)

Geschichte erleben. Verborgenes entdecken. Genuss erfahen - Kleinod Werdenberg.

Das Städtchen- und Schloss Werdenberg blicken auf eine 800-jährige Geschichte zurück. Werdenberg ist eine der wenigen noch erhaltenen städtischen Holzbausiedlungen aus dem Mittelalter in Europa und im Inventar schützenswerter Ortsbilder von nationaler Bedeutung.

Zwei Museen geben Einblicke in die Entwicklungsgeschichte des Schlosses und zeigen, wie die Menschen im Städtchen lebten. Das Bistro im Schlosshof lädt zum Geniessen ein. Das pittoreske Städtchen Werdenberg bietet nebst der eindrücklichen Architektur viele Orte, an denen einheimische Handwerkskunst bestaunt und erworben werden kann.

Schwanzweid 621, Wildhaus, Schweiz
Schwanzweid 621, 9658 Wildhaus, Schweiz
Tag 14
Wildhaus

Ein dichtes Wanderwegnetz, darunter der mehrtägige Toggenburger Höhenweg über 87 Kilometer von Wildhaus nach Wil und kürzere Themenwege wie der Klangweg, der Thurweg, der Chnobelweg oder ein Sagenweg animieren dazu, das Toggenburg zu Fuss zu entdecken. Ein Barfuss-Rundgang auf dem Moorlehrpfad um das Hochmoor Rietbach bei Krummenau mit seltenen Pflanzen ist Balsam für Körper und Seele. Die hügelige Topographie lockt auch Mountainbiker auf den Plan. Für sie gibt es 20 ausgeschilderte Routen, zwischen 13 und 44 Kilometer lang. Zahlreiche Bergseen (Gräppelensee, Schönenbodensee, Schwendiseen) laden zum Baden ein.

Tag 15
Lankstrasse 3, Appenzell, Schweiz
Lankstrasse 3, 9050 Appenzell, Schweiz
Kulinarium Appenzell

Appenzeller Alpenbitter & Gin (www.appenzeller.com)

Locher Bierbrauerei (www.appenzellerbier.ch)

Säntis Malt Whisky (www.saentismalt.com)

Sutter Käse (www.sutterkaese.ch)

Milchprodukte vom Hof (www.hofkaese.ch)