Unfortunately, we don't support your browser (Internet Explorer) anymore, some functionalities could not work. Click here to get information on how to upgrade your browser.

Routen
Die reizvolle Mimosenstraße
aloysius
aloysius
Entwurf Öffentlich

Die reizvolle Mimosenstraße

Ende Februar machten wir uns auf den Weg über die Schweiz und Italien nach Südfrankreich, auf die “Route du Mimosa”, die Mimosenstraße entlang der Côte d’Azur.


Routeninfo
1925 Kilometer
8 Tage
23 Wegpunkte

Reisebericht

Tag 1
Mein Standort
Lochenstraße 6, Rottweil, Landkreis Rottweil, Baden-Württemberg, Germany

In Deutschland ist der Frühling, um diese Jahreszeit, noch weit entfernt, auch bei uns im Südwesten, obwohl das Frühlingswetter dieses Jahr schon weit vorangeschritten ist.

Die Wetteraussichten sahen für Südfrankreich nicht so hervorragend aus. Bewölkt zum Teil mit Regen, tagsüber bis zu 14 Grad. Unser erstes Hauptziel war das Zitronenfest in Menton.

Die Rückroute nach Deutschland verlief vorwiegend auf der historischen Nationalstraße N7 bis Lyon. Weiter der Rhone entlang bis Genf.



Fahrt durch die Schweiz
Wir bevorzugten die schnellere Route durch die Schweiz.
Die Verkehrslage bei Zürich verlief ohne Staus, kurz vor der Einfahrt in den Gotthardtunnel hatten wir leichten Schneefall, mit der Hoffnung das am Ende des Tunnels die Sonne scheint. Dies war leider nicht so, es regnete weiterhin bis über die Grenze nach Italien.
Rastplatz 46.4320,08.3506

Novara
Italien

Der Turm der Basilika war schon von weitem zu sehen. Ein Großparkplatz nahe des Zentrums war unser Zwischenstopp. Wir besichtigten den Dom, den Broletto und die Basilika. Die Seitenschiffe und der Altar- und Chorraum sind eine Pracht der Kunstwerke. Die heutige Ausprägung des Doms im Neo-Klassizistischen Stil ist erst in den 1860-gern entstanden. Die Basilica of San Gaudenzio imponiert durch den 121 Meter hohen Turm. Der Broletto ist der frühere Verwaltungs- und Gerichtsplatz der freien Stadt Novara.

Dann geht’s auf mautfreien Straßen weiter. Die Reisfelder gewinnen an Dominanz. Die Gegend bleibt aber flach und dünn besiedelt.

Vercelli Stellplatz 45.3158,08.4094
Vercelli, Piemont, Italien
In Vercelli fahren wir direkt zum Stellplatz, der auf unsere Route auf Platz eins zum Übernachten stand. Der Stellplatz war nicht aufzufinden, es endete in einer Sackgasse, so fuhren wir zurück zu einer Entsorgungsstation mit 3 Stellplätzen, auf dem wir die Nacht auch standen. Zentrumsnah an der Fußgängerzone von Vercelli.

Bei der Stadtbesichtigung waren wir von der Innenausstattung des Duomo S. Eusebio beeindruckt wie auch von der Basilica di Sant’Andrea. Der Bau ist außen romanisch, innen frühgotisch. Das Gesamtbauwerk wie auch die Ausstattung lässt uns staunen.

Die Gassen der Altstadt waren sehr angenehm und belebt. Auf der Piazza Gavour fand ein Schokoladenmarkt statt, auf dem wir kleine Leckereien kauften.


Tag 2
Alba 44.7033,8.0285
44.7033,8.0285
Parkplatz am Stadtrand zu einem Zwischenstopp in der Nähe der
Parrocchia Divin Maestro.

Geplant war die Besichtigung der Altstadt, machten aber nur eine kurze Pause.

Cuneo
12100, Italien
In Cunio war die Fahrt zuerst einmal zu Ende. Erstaunt waren wir über die Ansage des Navi: Steigen sie in den Zug ein.
Zuvor navigierte es uns um einen Häuserblock herum, dann die Ansage. Weit und breit war kein Bahngleis oder Zug zu sehen. Nach genauer Routenansicht auf dem Navi stellten wir fest, dass die Route über das Gebirge nach Menton nur mit einer Zugverladung möglich war, das wir nicht wollten.
Mit der neuen Eingabe der Strecke ergab dass wir einen Umweg von ca.50 km gefahren sind.

Porto Maurizio Stellplatz 43.8651,07.9901
Ligurien, Italien
Porto Maurizio finden wir sofort einen Stellplatz. Eigentlich wollten wir näher zu Frankreich, oder direckt nach Menton fahren. Aber durch einen unnötigen Umweg den wir gefahren sind, kamen wir in die Dunkelheit und außerdem kamen wir in einen Starkregen. Das Einchecken auf den Stellplatz ging auch nicht reibungslos, die Bedienung des Parkautomaten war sehr kompliziert. Ein Camper war sehr engagiert uns beim Lösen des Parktickets zu helfen. Wir lösten erst einmal ein 24h Parkschein. An dem heutigen Tag unternahmen wir nichts mehr, es wehte zu dem auch ein ziemlich starker Wind.



Tag 3
Via Maurizio Caprile, 5
18100 Imperia, Italien

Früh am Morgen hörte man Vogelgezwitscher und es schien, dass es ein schöner Tag werden wird. Wir entschlossen uns nochmals eine Nacht auf dem Platz zu bleiben und den schönen Tag hier am Meer zu verbringen. Geplant war eigentlich nach Menton zum Zitronenfest weiter zufahren. Der Spatziergang am Meer und eine Besichtigung der Altstadt bot interessante Einblicke in die Struktur der unterschiedlichen Epochen der Stadt. Verwinkelte Straßen, enge Gassen zwischen den Häusern, tolle Ausblicke auf das Meer und das Umland. Und als bedeutendes architektonisches Gebäude der Dom.

Es war ein warmer, sonniger Tag, den wir so richtig am Strand genossen.

Tag 4
Menton Koaland P4 43.768,7.4882
43.768,7.4882

Es war sehr schwierig einen Parkplatz zu finden, geschweige eine Übernachtungsmöglichkeit. Für die Parade am Sonntag hat es uns zeitlich nicht gereicht und sind dann am Montag nach Menton gefahren.  Auf einem der Busparkplätzen konnten wir problemlos für die Zeit des Besuchs parken. Wir hatten Glück, während des Besuchs hörte es auf zu regnen, so konnten wir die Skulpturen mit Zitrusfrüchten in alle Ruhe anschauen. 


DAS ZITRONENFEST in Menton
Einen beeindruckenden Spaziergang durch die riesigen Skulpturen, die aus Zitronen hergestellt wurden.
Die Werke sind über 11 Meter hoch und wir konnten sie in den Biovès-Gärten besichtigen. 2024 stand das Zitronenfest unter dem Motto "Die Olympischen Spiele von der Antike bis heute".


Nizza 43.7071,7.2815
43.7071,7.2815
Die Wetterlage schien nicht besser zu werden, es gab immer wieder kurze Regenschauer. Einen Parkplatz in Nizza zu finden ist glücksache und wir fanden einen gebührenplichtigen Parkplatz entlang der Straße.
Bis zur Prommenade waren es 20 Minuten zu Fuß zu gehen, auf der wir anschließend bis zum Place Masséna weiter gingen. Es war zur Zeit Karneval in Nizza, so konnte man die riesigen Puppen auf dem Place Masséna. besichtigen.

Camping la Paoute 43.6346 , 6.9496
Route de Cannes 160, Grasse, Seealpen, Provence-Alpes-Côte d'Azur, Frankreich
Einfacher angelegter Terassen CP mit einfachen Sanitäranlagen, aber sauber. Der Platz, den man uns zugewiesen hat, war leicht schräg und der Rasenboden war durch den Regen sehr aufgeweicht. Die Räder sind tief eingesunken. Das Einparken ging mit unserem 7 m Wohnmobil an die Grenzen, erschwert durch die Stützmauern.

Bei der Abreise am nächsten Tag mussten wir bei der Entsorgung erst einmal unsere Räder von dem Dreck mit Wasser abspritzen und reinigen.


Tag 5
Route der Mimosen
Die Straße der Mimosen, auch Mimosenstraße genannt (frz.: La Route du Mimosa; engl.: Golden Route), ist eine 130 Kilometer lange touristische Strecke in Südfrankreich, die streckenweise entlang der Côte d’Azur verläuft.

Sie führt von Bormes-les-Mimosas (Namensgeber der Straße) über Rayol-Canadel-sur-Mer, Sainte-Maxime, Saint-Raphaël, Mandelieu-la-Napoule, Tanneron und Pégomas bis nach Grasse.
Die Mimose ist ein Baum mit goldgelben Kugeln. Ursprünglich stammt die Mimose aus Australien und wurde erst im 19. Jahrhundert in der Umgebung der französischen Stadt Grasse - auch bekannt als Hauptstadt der Parfümindustrie - eingeführt. Seitdem hat sich die Mimose in der Landschaft der Côte d'Azur ausgebreitet, und heute kann man diesen Baum auf einer Mimosen-Route bewundern.
Wir begannen die Tour von der weltbekannten Parfümstadt Grasse aus,also in umgegekehrter Richtung. Die Stadt liegt in den hügeligen Ausläufern der südlichen Seealpen und gilt als Welthauptstadt der Parfümherstellung. Im Mittelalter hatte das Gerberhandwerk große Tradition, und die Stadt roch alles anderes als angenehm. Der Alchimist und Apotheker Francesco Tombarelli eröffnete 1580 das erste Labor zur Duftherstellung und legte damit in Grasse den Grundstein der europäischen Parfümindustrie.
Von Grasse aus ging es über das Örtchen Tanneron, das im Zentrum der in Frankreich größten Region mit wilden und kultivierten Mimosen liegt, hinunter nach Mandelieu-La-Napoule. Weiter führt der Weg über die traumhafte Panorama-Küstenstraße entlang des Estérel-Gebirges nach Saint-Raphael und weiter nach Sainte-Maxime am Golf von Tropetz.

Da die tropische Pflanze im milden Klima am Mittelmeer gut gedieh, begann die kommerzielle Zucht. Das Mimosenblütenöl wird in der Parfüm- und Kosmetikherstellung verwendet. Mimosensirup, in dem das Aroma der Pflanze genutzt wird, verfeinert Getränke und Süßspeisen. Die Blütezeit der Mimose ist ab Anfang Januar bis Ende März, kann sich bei hartnäckigen Wintern nach hinten verschieben.


43.4753,6.9269 Wanderparkplatz
43.4753,6.9269
Parkplatz zur Wanderung


Wanderung im Esterel Gebirge
Wanderung bei Saint - Raphaël → 9.1 km O 3h 5min.
Eine unumgängliche Wanderung im Massif de l'Estérel, bei der auf den Wegen entlang der Felsvorsprünge zum Pic et la Dent de l'Ours wandern und herrliche Panoramen vom Mercantour bis zum Golf von Saint - Tropez , zwischen Bergen und Mittelmeer genießen .

83120 Sainte-Maxime 43.3171 , 6.6301
43.3171 , 6.6301
Sainte-Maxime war die letzte Station auf der Mimosen-Route und fuhren den Stellplatz an. Bei unserer Ankunft hatte es wieder einmal geregnet und somit hatten wir keine Lust mehr, die Mimosenstraße weiter zufahren.
Die ganze Nacht hindurch regnete es und das Tosen des Meeres war deutlich zu hören. Nach dem Frühstück schauten wir noch den Strand von Sainte-Maxime an und es tobten immer noch hohe Wellen gegen die Küstenfelsen.

Route N7
Die „Route Nationale 7“, die „Straße der Sehnsucht“ in den Süden, war einst für Millionen Franzosen Synonym für Ferien und Urlaub. Der Name ist seit 2006 zwar offiziell verschwunden, der Mythos der legendären Straße aber lebt.
Was liegt also näher, selbst einmal ein Teilstück dieser Route zu fahren und ihre Besonderheiten und Historie zu erleben.



Tag 6
Frais Puits 44.14675,4.82630
44.14675,4.82630
Privatparkplatz  auf der grünen Wiese bei einem Weinbauern.

Normalerweise leicht zu finden und nicht weit von Orange entfernt, wenn man nicht dem Navi folgt, das schmale Zufahrtswege bevorzugt.

Sehr herzlicher und freundlicher Empfang von Michel dem Inhaber des Stellplatzes, der uns zu einem flachen, ruhigen Stellplatz und ein einladender Blick auf den Mont Ventoux führte. Er bot uns die Möglichkeit an bei ihm lokalen Wein zu kaufen, wir nahmen das Angebot an und kauften einen Rose Wein.




Stadtrundgang Orange
Nach der Kaffepause machten wir uns auf den Weg, um die Altstadt von Orange anzuschauen.

Die ehemalige römische Stadt Orange ist eine Stadt mit reicher Geschichte. Sie besitzt herausragende antike Gebäude, die auf das erste Jahrhundert zurück gehen.

Das römische Theater

mit der gigantischen Bühnenwand des antiken Amphitheaters hat die  Ausmaße, von 103 Meter länge und 37 Meter höhe. Das aus dem 1. Jahrhundert stammende Theater gilt als eines der besterhaltenen antiken Theater Europas. Bei einem Bummel durch die Gassen, über die kleinen Plätze kamen wir an der Kathedrale Notre-Dame-de-Nazareth vorbei. Dieses Bauwerk aus dem 13. Jahrhundert wurde mehrfach umgebaut. Sehenswert ist der Glockenturm des Rathauses, das Forum Romanum und am Rand der Altstadt der römische Triumphbogen.


Tag 7