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Routen
Bayrischer Wald
1277 Kilometer 9 Tage 31 Wegpunkte
Aloysius
Aloysius & Irmgard

Bayrischer Wald

Tour mit dem Wohnmobil durch den Bayerischen Wald. Dieses mal wollten wir die bevorstehende Wohnmobiltour entlang der Deutsch-Tschechischen Grenze fahren. Die höchsten Gipfel des Nationalparks mit Wanderungen besteigen und die Natur pur erleben. Den kalten Böhmerwind bekamen wir auf dem Streifzug kräftig zu spüren. Bei der Anfahrt lernten wir die grandiosen Bauwerke, die Siegeshalle und Walhalla bei Regensburg kennen. Passau die Donaustadt und die riesige Burganlage "Burghausen" mussten wir uns ebenfalls anschauen. Den Wallfahrtsort Altötting konnten wir auch nicht auslassen.

Von 6 nach Neukirch
Tag 1
6
Lochenstraße 6, 78628 Rottweil, Deutschland

Route: B27 über Tübingen - Echterdingen auf die A8.
Ausfahrt Nürtingen - Göppingen -Heidenheim -Donauwörth- Ingolstadt-Neustadt (Badesee).
Bei Nürtingen verließen wir die A8, es wurde im Verkehrsfunk 10 km Stau am Eichelberg gemeldet, wir entschlossen uns über Land zu fahren. Bedingt durch weitläufige Umleitungsstrecken brauchten wir eineinhalb Stunden länger wie uns das Navi zu Beginn der Reise angab. Ab Donauwörth lief es
sehr gut, wenig Verkehr war auf der Straße.

Donauwörth, Deutschland
86609 Donauwörth, Deutschland
Neustadt an der Donau (Badesee)48.7766 ,11.7215
93333, Deutschland

Am Badesee angekommen fanden wir genügend freie Parkplätze vor. Das Übernachten auf dem Parkplatz ist gestattet und kostenfrei. Nach der Kaffeepause mussten wir gleich zum Baden gehen. Wir waren erstaunt über den Badesee, sogar mit Sandstrand. Das Wasser ist sehr sauber und die Wassertemperatur war angenehm warm.

Lufttemperatur lag bei 26° C.

Wir stellten uns an den Rand der Plätze und hatten eine sehr ruhige Nacht.


Tag 2
Abensberg, 48°48,727'N / 11°50,628'O
93326 Abensberg, Deutschland

Den ersten Besichtigungsstopp hielten wir in Abensberg. Die Stadt ist auch Ausgangspunkt der deutschen Hopfenstraße und ›Tor zur Hallertau‹, der größten Hopfenanbauregion der Welt. Auffällig waren die vielen Hopfenfelder bei der Anfahrt. Architektonische Zeugen der Vergangenheit sind die Burg des 12. Jh., die Karmelitenkirche "Unsere Liebe Frau", die Pfarrkirche St. Barbara mit Rokokoturm und der spätmittelalterliche Herzogskasten.

Brauereigasthof ›Zum Kuchlbauer

Schön ist der Stadtplatz mit den eng stehenden Giebelhäusern und dem Brauereigasthof ›Zum Kuchlbauer‹. Das Wahrzeichen der Brauerei, der Kuchlbauer Turm, wurde von Friedensreich
Hundertwasser (1928-2000) geplant, allerdings erst 2010 eröffnet. Friedensreich Hundertwasser hat sich mit einem bemerkenswerten Architekturprojekt in Abensberg verewigt: das Wahrzeichen der
Kuchlbauer Brauerei, der Kuchlbauer Turm, ist ein Werk des weltbekannten Künstlers. Eine Brauerei ist so Teil eines Kunstwerks und ein Kunstwerk zum Teil einer Brauerei geworden. Eine solche Kombination ist wohl einmalig und lässt sich in kein herkömmliches touristisches Schema einordnen. Runde Formen, tanzende Fenster, wellige Böden und organische Linien, Zwiebeltürme und Pflanzen, das sind die Elemente Hundertwassers für menschengerechtes Bauen im Einklang mit der Natur.

Kloster Weltenburg, 48°53,513'N / 11°49,463'O
Asamstraße 32, 93309 Kelheim, Deutschland

Nach der interessanten Stadt Abensberg fahren wir auf den Parkplatz zum Kloster Weltenburg. Der Parkplatz liegt am Donauufer und man muss noch 600 m zu Fuss an der Donau entlang zum Kloster gehen. Im riesigen Biergarten war viel los, die ersten Gäste waren schon beim Mittagessen. Kloster Weltenburg wurde zu Beginn des 7. Jh. gegründet und gilt als bayerisches Urkloster. In der Klosterschenke gibt es das Bier der ältesten Klosterbrauerei der Welt (seit 1050) zu trinken. Die Brüder Asam schmückten die Klosterkirche St. Georg und Martin 1716-39 mit prachtvollen
Stuckaturen und theatralischen Lichteffekten. Wir sparzierten noch den Berg empor zur
Frauenkapelle, weiter zu den Ausgrabungen eines früheren Römer Castells.
Den Weltenburger Donaudurchbruch soll ein einzigartiges Naturerlebnis sein, das wir uns von oben anschauen wollten, hierzu gingen wir den Wanderweg Richtung Kehlheim zu einem Aussichtspunkt von dem man den Donaudurchbruch sehen sollte. (Gehzeit ca 30 min.) Ist nicht zu empfehlen, stattdessen spazierten wir noch an der Donau entlang bis zum Schiffsanleger, auch dort sieht man vom Donaudurchbruch leider recht wenig. 

Kelheim Befreiungshalle 48°54,845'N / 11°52,517'O
93309, Deutschland

Großer kostenfreier Partkplatz an der Donau, der Stellplatz für Wohnmobile grenzt direkt daran an, den wir nicht benützten. Wir beabsichtigten nur die Befreihungshalle uns anzuschauen.
Wir laufen schnell hoch zur Befreiungshalle. Die von König Ludwig I. von Bayern gebaute Halle (1842) für die Siege über Napoleon ist eindrucksvoll. Die Dimension der 48 m hohen Kuppelhalle erschließt sich bei einem Rundgang durch die Säulengalerie im Obergeschoss.
Wir schauten uns die Befreiungshalle nur von außen an wir waren erstaunt über das mächtige Ausmaß der Halle. Das Ticket für die Besichtigung der Halle musste in der Touristik Info gekauft werden, dazu hatten wir keine Lust mehr, dorthin zu gehen.

Walhalla bei Regensburg 49°01,963'N / 12°13,689'O
93093 Donaustauf, Deutschland

Zunächst geht es weiter zur Deutschlands Ruhmeshalle - die Walhalla.

Bevor wir vom Großparkplatz aus die paar Stufen hoch gehen konnten, mussten wir ein Starkregen im WoMo abwarten. Nach einer halben Stunde ausharren standen wir vor dem wahrlich eindrucksvollem Gebäude. Der Eintritt in die Halle kostete 4 Euro, die sind es aber allemal wert und die Aussicht über das Donautal gibt es gratis dazu.

Hoch über der Donau wurde unweit von Regensburg im antiken griechischem Stil 1830 von König Ludwig I. von Bayern die Walhalla gebaut. 130 Büsten deutscher Persönlichkeiten stehen in dem eindrucksvollem Gebäude, der letzte Zugang deutschsprachiger
Persönlichkeiten waren Heinrich Heine und Sophie Scholl.

Cham 49°13,269'N / 12°39,698'O
93413, Deutschland

Cham liegt direkt am Fluss Regen, der dort eine Biegung macht, und folgerichtig nennt es sich schlicht ›Stadt am Regenbogen‹. Im 8. Jh. gründeten Mönche ganz in der Nähe das Kloster Chammünster, um von hier die östlichen Länder zu missionieren.

Wir legten einen kurzen Zwischenstopp hier ein.

Blickfang des Chamer Marktplatzes ist das Rathaus. Seinen Erker zieren ein städtisches und ein Oberpfälzer Wappen. 

Eine der drei wasserspeienden Figuren des Marktbrunnens stellt den in Cham geborenen Grafen Nikolaus von Luckner dar. Er machte in der französischen Armee unter Napoleon Karriere und muss bei seinen Soldaten recht beliebt gewesen sein, denn ihm widmete Claude Joseph Rouget de Lisle
eben jenes Marschlied, das später zur Nationalhymne Frankreichs avancierte.

Skicenter 49°14,636'N / 12°57,355'O
Neukirchen beim Heiligen Blut, Deutschland

Neukirchen beim heiligen Blut ist ein Erholungsort in herrlicher Natur am Fuße des Hohenbogen (1079 m) gelegen. Dort, wo der Bayerische Wald in den Böhmerwald übergeht. Unser Tagesziel ist der Parkplatz bei der Talstation der Hohen Bogen Sesselbahn. Einen riesengroßen Parkplatz und ganz leer trafen wir ihn an. Einziges Mango ist die schiefe Lage. Die Unterlegkeile reichen nicht ganz aus um eben zu stehen. Ausser uns stand noch ein weiteres WoMo auf dem Parkplatz. Der Abend war regnerisch wir hatten nicht mal die Lust den Ski Center mit den Freizeitaktivitäten (Sommerrdelbahn ..) uns
anzuschauen.

Tag 3
Wanderung auf den "Hohen Bogen"

Morgendämmerung mit den ersten Sonnenstrahlen auf dem Parkplatz am Skicenter bei Neukirchen-Heilig Blut, wo unsere Wanderung zum Hohen Bogen begann. Der Hohe Bogen ist die nördlichste Bergbastion des Bayerischen Waldes, im Bundesland Bayern in der Oberpfalz im Landkreis Cham, und ein Aussichtsphänomen mit fast fünf Tausendern:
Der höchste ist der Schwarzriegel mit 1.079m, gefolgt vom Eckstein mit 1.073 m Höhe, am Ahornriegel (1.050 m) befindet sich die Sesselbahn-Bergstation, über den Bärenriegel (1.017 m) führt ein stiller Waldpfad und der Burgstall (976 m).
Das Wetter hatte sich verschlechtert Nieselregen begleitete uns am Anfang der Tour. Wir wählten den Touristenweg zum Pürzerriegel (923m). Unterwegs verloren wir kurz die Route und mussten umkehren, dass wir wieder auf unsere geplante Tour kamen. Wir drehten eine Schleife um den Schmidtriegel (915m) und wandern zur Forstdiensthütte. Wir schlugen den Baierweg (Bergsteig) über den Farrenruck (979m) ein und kommen zum Bärenriegel. Der Bärenriegel misst 1.017m. Mit
Baumbegleitung geht es weiter hinauf zu einem weiteren Gesellen des Hohenbogens, dem Eckstein (1.073m) mit dem soweit stillgelegten Fernmeldesektor F, wobei wir hier auf rund 1.043m sind.
Dichter Nebel verhinderte die Aussicht und die Aussichtsplattform war auch
geschlossen. Auf dem sagenumwobenen Nordwestpfeiler des Hohen Bogens gründete Graf Albert III.
von Bogen um 1190 eine Burg, doch die Anlage blieb unvollendet.
Der Hohe Bogen ist ein 8 km langen Höhenzug im Bayerischen Wald. Am Ahornriegel (1.050m) mit Ski und Gastronomie, einer Bergkapelle und einer Aussicht namens Schönblick. Auf einem
Asphaltweg ging es kurz bergab zum Gasthaus "Schönblick" In der wir die Mittagsrast machten.
Nach und nach wandern wir abwärts zum Kagerstein (793m), nebst Aussichtspunkt
Kagerstein und auch auf schmalen Wurzelwegen zurück zum Parkplatz beim
Skicenter.
 

Parkplatz Kloster, Neukirchen beim Heiligen Blut
Vorderbuchberger Str. 2-4, 93453 Neukirchen beim Heiligen Blut, Deutschland

Bei der Weiterfahrt mussten wir noch einen Abstecher zur Wallfahrtskirche Mariä Geburt mit dem benachbarten Franziskanerkloster machen. Die barocke Wallfahrtskirche mit der Zwiebelhaube auf
dem Turm erhebt sich in einem breiten Tal, im Osten des Hohenbogens. In ihrem Doppelaltar ist das Gnadenbild mit dem gespaltenen Haupt unter einer Glaskuppel.
Die Kirche mit einem Langhaus aus dem Jahr 1610 und dem Turm aus dem ausgehenden 17. Jh. wurde 1720 in dieser Form gestaltet. Sie ist durch den Altar mit der Franziskanerkirche dahinter verbunden.
Die Franziskaner betreuen bereits seit  des 17. Jahrhunderts die Wallfahrt in Cham und erhielten 1658 die Erlaubnis ein Kloster und eine Klosterkirche zu errichten.

Der Ortsname ist etwas ungewöhnlich und hat seinen Ursprung in der Wallfahrtsgeschichte, die mit einer Legende (Bauersfrau vs. Hussiten) verbunden ist. Ein Hussit versuchte 1420 den Kopf der Marienfigur mit einem Schwert zu zerstören, woraufhin aus diesem Kopf „Blut“ floss. 

Blaibacher See, Blaibach 49°09,447'N / 12°50,006'O
Blaibacher See, Blaibach, Deutschland

Zuerst fuhren wir am Parkplatz vorbei und wendeten in Blaibach. Im Ort kauften wir noch schnell ein Brot ein. Außer zwei Autos, war der angefahrene Parkplatz leer, hatten genügend Platz zu
stehen. Eigentlich hatten wir den Parkplatz, zum im See zu baden eingeplant und angefahren.
Das Wetter war nicht einladend zum Baden, es regnete. Wir versuchten einen Abend Spaziergang
am See entlang zu machen, kehrten aber bald wieder um, der Weg war nass und dreckig. Ein lästiges dröhnendes Geräusch des Wasserkraftwerks und der Lärm der vorbeiführenden Straße veranlasste uns einen Parkplatzwechsel vor zunehmen. 

93474 Arrach, 49°09,750'N / 12°59,429'O
93474 Arrach, Deutschland

Gebührepflichtig 2.-€
Großparkplatz bei der Anfahrt fing es wieder an zu regnen. Heute Unternahmen wir nichts mehr, wir verbrachten den Abend im WoMo.

Tag 4
Der Tag fing nicht erfreulich an

Der heutige Blick aus dem WoMo war nicht erfreulich, außer Nebel sieht man nichts. Das angrenzende Gasthaus ist nur leicht zu erkennen. Die außen Teperatur lag bei 8°C. Wir mussten im WoMo heizen, es ist heute morgen richtig kalt und regnerisch. Der Parkplatz liegt auf 904 m. Heute wollten wir eine Wanderung auf den Großen Osser unternehmen mal sehen wie sich das Wetter
noch entwickelt. Ich glaube es gibt ein Ruhetag im WoMo.

Wir entschlossen uns zur Weiterfahrt, mit der Hoffnung, dass sich das Wetter bessert.

Sahneberg Wanderparkplatz 49°11,677'N / 13°04,305'O
Berghäusl 1, 93470 Lohberg, Deutschland

Zu unser anstehenden Wanderung auf den großen Osser fuhren wir den Wanderparkplatz am Sahneberg in an. Die Zufahrt verlief auf einen engen, steilen Zufahrtsträßchen.

Wanderung zum großen Osser
Wanderung zum großen Osser.
Heute geht es auf unsere zweite Wandertour, wir wollen hoch zum großen Osser. Nach unserer Planung sind auf den Osser, 680 Höhenmeter zu überwinden, dagegen war die Tour gestern zum Sector-f "Hoher Bogen" ein Spaziergang.
Wir parkten auf dem kleinen Wanderparkplatz in Lam-Thürnstein beim Cafee Sahneberg, keine Autos standen hier.
Das regnerische Wetter ist nicht gerade einladend für eine Wanderung. Der Weg war gut ausgeschildert, durch den Wald ging es zuerst auf Forstwegen, später auf Blockgestein immer steil bergauf. Der Regen hat den Weg stellenweise in kleine Bachrinnsale verwandelt. Im Sattel des kleinen und großen Osser machten wir das erste Mal Bekanntschaft mit dem kalten Böhmerwind, ein kräftiger Wind bläst kalte Luft und dichten Nebel aus dem Böhmerwald herüber. Wir sind froh über
unsere Regenjacken. Der letzte Abschnitt verläuft über Felsrippen und ist mit Seilen gesichert auf den großen Osser Gipfel.(1273m)
Der Gipfelgrat ist gleichzeitig die Grenze, Hinweisschilder weisen auf deutsch und tschechisch darauf hin. Eine Einkehr im Osser Haus machten wir nicht sondern setzten unsere Tour auf den kleinen Osser fort. Der Weg verlief wieder über Blockgestein zum Gipfel, die 25 Meter
Felsklettern zum Kreuz hatten wir wegen des Nebels keine Lust mehr, zumal aus Sicherheitsgründen und auch wegen keiner Sicht. Kleiner Osser (1238m)
Der Abstieg verläuft dann steil über nasses, rutschiges Blockgestein das dann
gemächlich in einen Wanderpfad ins Tal überging.
Unterwegs kamen wir am Stein des Teufelstritt vorbei, über den es eine
interessante Sage zu lesen gab.
Am Wanderparkplatz angekommen schien die Sonne kurzfristig.
Rund 15 Kilometer war der Rundweg, am Gipfel traf man ein paar Menschen, sonst
waren wir im Wald fast alleine unterwegs

Bayerisch Eisenstein
94252 Bayerisch Eisenstein, Deutschland

Bei der Ankunft regnete es erneut. Lufttemperatur 12°C
Parkplatz liegt am Fluß " Großer Regen" Bayerisch Eisenstein
In Zeiten des kalten Krieges war hier die harte Grenze die quer durch den Bahnhof verlief.
Eine Grenzmauer war durch Bahnhof und Gleise gebaut, auf deutscher Seite das Ende der Welt, auf tschechischer Sperrgebiet. Seit 1991 rollen hier wieder die Züge über die Grenze bis nach Prag. Im deutschen Teil des Bahnhofs ist ein historisches Eisenbahn Museum untergebracht.
Mit einem kleinen Spaziergang durch den Ort schauten wir uns den historischen Bahnhof uns Näher an.
Die Nacht verbrachten wir auf dem Parkplatz. 

Tag 5
Wanderung "Großer Arber"

Heute früh schien nach zwei Tagen zum ersten Mal am Morgen die Sonne wärmend durch die Fenster ins WoMo.

Das gibt Anlass zum Aufstehen und sich für die Wanderung auf den großen Arber fertig zumachen.
Es ging gemächlich am Fluss Regen und dem Mühlenkanal entlang. Nach einer gewissen Zeit verließen wir den Fluss und gingen zunächst mit leichter Steigung das Waldsträßchen Richtung Großer Arber weiter der dann in ein Wanderweg überging und steil durch den Wald aufwärts führte.
Am großen Abersee herrschte ein großer Besucherantrang. Ab hier wanderten wir zügig weiter auf den Arber Gipfel, das Wegschild gab 3,5 km an. Nach etwa 1,5 km ging es zuteil sehr steil auf Blockgestein Richtung Gipfel. Auf dem Arber Gipfel herrschte Massentourismus. Oben am Arber ist es im Vergleich zu unseren letzten zwei Tagen richtig voll, Mountainbiker, Wanderer, Tagestouristen eine bunte Mischung tummelte sich auf dem Gipfelplateau.
Wir laufen noch den Gipfelrundweg und genießen die tollen Aussichten über den Bayerischen Wald. Von hier oben sieht man den Osser, die Türme vom sector-f, Lusen und den kleinen Arber See tief unten im Tal.
Nach einer Stunde Gipfelaufenthalt machten wir uns auf den Abstieg über den Brenner zurück nach Bayrisch Eisenstein. Der Rückweg verlief ausschließlich auf
Fahrwegen und war gut zu gehen. Unterwegs pflügten wir noch Heidelbeeren.

Zwiesel
94227 Zwiesel, Deutschland

Unsere nächste Station auf unserer Wohnmobiltour durch den Bayerischen Wald ist für die nächste Nächt der Campingplatz Tröppelkeller in Zwiesel.  49°00,790'N / 13°12,515'O  

Der kleine Campingplatz am Ortsrand ist wirklich schön und wir wurden herzlich aufgenommen. Hier gibt es keine abgesteckten Parzellen. Der Camping war mit vier WoMos und Fahradtouristen mit  ihren Zelten belegt.

Tag 6
Waldhäuser (48.9279 , 13.4622)
94556 Neuschönau, Deutschland

Der Parkplatz liegt oberhalb des Ortes Waldhäuser. Es ist ein asphaltierter ebener Parkplatz. Bei unserer Ankunft hatte es leicht genieselt. Der Platz ist kostenfrei.
Trotz schlechtem Wetter machten wir uns nach der Kaffeepause auf zur Wanderung auf den Lusen. 



Wanderung " Lusen"

Bei Nieselregen starteten wir unsere Tour auf den Lusen. Der Nieselregen der fast auf der ganzen Tour anhielt, folgten wir dem Wegweiser „Lusen / Martinsklause“. Bald erreichten wir einen stimmungsvollen, dunklen See, die Martinsklause. Der See entstand im 19. Jahrhundert durch den Bau einer Staumauer zum Zweck der Holztrift. Auf einem schmalen Weg (Wegweiser: Lusen, Teufelsloch) ging es steil bergan. Leicht fallend erreicht man das Teufelsloch, einen mit großen Granitsteinen gefüllten Schluchtabschnitt der „Kleinen Ohe“. Der Bach fließt unterhalb der Blöcke dahin, so dass man trockenen Fußes queren kann. Von hier geht man auf einem langen Holzsteg durch ein malerisches Feuchtgebiet zur Böhmweg-Schutzhütte. Davor steht die „Glasarche“ Dem Sommerweg zum Lusen folgend, zieht man auf einem Kiesweg, der wie mit einem Lineal gezogen ist, dahin. Man erreicht eine freie Hochebene mit Baumgerippen, die der Landschaft einen seltsam bizarren Charakter verleihen ausgedehnte Blaubeerfelder, die sich im Herbst feuerrot verfärben, schmücken die Böden.

Die runde Gipfelkuppe des Lusen mit der imposanten Himmelsleiter rückt ins Blickfeld. Hinter dem Namen verbirgt sich eine lange Steintreppe aus naturbelassenen Granitblöcken, die in einer direkten Linie zum Gipfelkreuz hinaufleitet. Blick zurück auf die Himmelsleiter Mitten in einem Meer von Granitblöcken, die mit schimmernden gelbgrünen Flechten überzogen sind, steigt man Stufe um Stufe auf der langen steinernen „Himmelsleiter“ hinauf zum Gipfelkreuz des Lusen. Wir hatten großes Glück bei unserer Ankunft auf dem Gipfel lichtete sich der Nebel und wir hatten eine kurzen Augenblick eine tolle Weitsicht. Vom Gipfel aus folgten wir dem Wegweiser zum Lusenschutzhaus, welches nach wenigen Minuten über felsige Stufen erreichten. Eine kurze Einkehr für eine kurze Kaffeepause und zum Aufwärmen im Lusenschutzhaus. Von dort marschierten wir dann auf einer Forststraße gemütlich hinab zur Waldhausreibe (Lusenparkplatz) und weiter zum Ausgangspunkt in Waldhäuser.



Tag 7
Riedelsbach 27
94089 Neureichenau, Deutschland

In der Nacht hat es durchgeregnet. Der Morgen ist grau verhangen. Der Parkplatz war sehr ruhig in der Nacht.

Unser heutiges Etappenziel ist Riedelsbach.  Am Ortsausgang fanden wir einen Parkplatz beim Feuerwehrhaus. Es war kein Parkverbot ausgewiesen.

Die Wanderung zum Dreiländereck (14 km; 5,5h)
Wanderung zum Dreiländereck

Wir wandern zum Steinemeer, Dreiländereck, dann weiter auf den Gipfel des Dreisessel. Ausgangspunkt ist der Parkplatz bei der Feuerwehr in Lackenhäuser.
Bei der Anfahrt hierher regnete es stellenweise und beim Start der Wanderung waren die Gipfel mit Wolken verhangen. Die erste Sehenswürdigkeit der Tour war das Böhmer Denkmal. Der Weg war gut ausgeschildert und verläuft zuerst auf Forstwegen, weiter auf einem kleinem Pfad durch den Wald bergauf. Bei 1100m Höhe folgten wir dem Waldsträßchen 2,1 km eben zum Steinemeer. Ab der Wanderweggabelung ging es auf Blockgestein auf schmalem Pfad weiter zum Steinemeer. Wir standen kurz vor der deutsch - österreichischen Grenze. Dreiländereck (1340m) Hier ist die Grenze zwischen Tschechien, Österreich und Deutschland. 
Über den Grenzsteig geht es noch ein Stück höher zum Plöckenstein.(1364m) Unterwegs wurde es richtig ungemütlich, es fing stark an zu regnen und ein eiskalter Böhmerwind fegte über den Grat.
Endlich stehen wir am eigentlichem Dreisessel mit durchnässter Kleidung. Berggasthof Dreisessel (1323m) Trotz Regen bestiegen wir noch den Dreisesselfesen. Die drei steinernen Sessel
Ein kurzes Wolkenloch ermöglichte noch einen Ausblick zum Bayrischen Nationalpark.
Eine Einkehr im Dreisessel Haus tat richtig Gut.
Aufgewärmt und gestärkt ging es abwärts auf kürzestem Weg zum Ausgangspunkt in
Lackenhäuser. 
Am Ende der Wanderung, die Wolkendecke hat sich aufgetan  und die Landschaft zeigte seine
Schönheit. 

Nach unserer Rückkehr von der Wanderung machten wir uns gleich auf den Weg zum Rannastausee. Dort wollen wir die Nacht verbringen. 

Maierhof 20 (48.5707 , 13.7657)
94110 Wegscheid, Deutschland

Großer Parkplatz mit drei Ebenen, wir bevorzugten den unteren Parkplatz. Die Parkplätze sind leicht schräg, mussten das WoMo mit Unterlegkeile ausgleichen. Nach unserer Ankunft spazierten wir noch zum See, bei wärmeren Wetter währe es ein schöner, einladender Badesee. Nach näherem umschauen sahen wir das wir unmittelbar an der Österreicher Grenze standen. Die Staumauer ist nahe am Grenzverlauf. Kurz vor die Nacht hereinbrach fing es wieder an zu regnen.

Tag 8
Weiterfahrt nach Passau

Heute Nacht hatte es stark geregnet und morgens beim Aufstehen schien die Sonne. Irmgard hat sich überwunden vor dem Frühstück in den See zum eine Runde schwimmen zu gehen. Das Wasser hatte
ca.16°C, die Lufttemperatur lag bei11°C. Auf unserer Wohnmobiltour durch den Bayerischen Wald verlassen wir nun den Nationalpark und die Einsamkeit, es geht nach Passau. Die Entfernung ist
überschaubar, 31 km in das Donautal. 

Passau Racklau (48.5741 , 13.4267)
Passau, Deutschland

Wohnmobilstellplatz  bietet großzügigen Platz, hat aber keinerlei Einrichtungen. Dafür ist er kostenlos. Auf dem kostenlose Stellplatz an der Ilzbrücke gab es noch freie Plätze war aber gut belegt. Bei unserer Ankunft regnete es kurz in strömen, aber bald darauf schien die Sonne wieder. Wir machten uns fertig um die Altstadt uns anzuschauen. Ca.3km waren es zu Fuß ins Zentrum von Passau.

Die Stadtkulisse aus Dom, Rathaus und Burg. Um 80 n. Chr. errichteten die Römer am Zusammenfluss von Donau, Inn und Ilz ein Militärlager. Im Jahr 739 gründete der Missionar Bonifatius an dieser Stelle ein Bistum, dessen Einflussbereich bald bis nach Ungarn reichte. Durch den Salzhandel auf der Donau kamen Bistum und Stadt zu Reichtum, und ab dem 13. Jh. übten die Passauer Bischöfe als Fürstbischöfe auch die weltliche Macht aus.



Berghamer Straße 1 48.1544, 12.8086
84489 Burghausen, Deutschland

Wir hatten noch das WoMo ohne Regen erreicht, zwei Kilometer weiter auf unserer Fahrt fing es in strömen an zu regnen. Die Fahrt führte uns auf die Autobahn die nach Linz in Österreich führt. Ein Kilometer vor der Grenze kamen Hinweisschilder der Grenze Österreich die uns kurz in Panik
brachten. Eine Erleichterung trat ein als wir kurz vor dem Grenzübergang die
Autobahn auf deutscher Seite verlassen konnten. Der angefahrene Stellplatz gefiel uns so dass wir hier parkten. 

Auf der Fahrt hierher hatte es fast ununterbrochen geregnet.  Als wir in Burghausen ankamen schien die Sonne.

Der sonnige Abend spornte uns nochmals an die Burg zu besuchen. Vom Stellplatt aus sind es 1,5 km über die Altstadt zur Burg. Nicht weit vom Stellplatz aus hat man einen wunderschönen Blick auf die ganze Burganlage. Unterhalb der Burg liegt auf der Westseite, der blaugrüne Wöhrsee und einem Landschaftsschutz- und Erholungsgebiet, an dem wir vorbei kamen. Über einen Fußweg mit Treppen gelangt man zur Vordeburg. Majestätisch thront die gewaltige Burg hoch über Stadt, Salzach und Wöhrsee. Die mit 1043 m längste Burg der Welt besteht eigentlich aus sechs hintereinander liegenden Wehranlagen. Aus trutzigen Mauern, 26 Türmen, Brücken, Zinnen und Toren entstand so bis 1490 diese uneinnehmbare Festung. Das Staatliche Burgmuseum im Palas verschafft Zugang zu den herzoglichen Wohnräumen, zur Staatsgalerie Burghausen mit mittelalterlichen Gemälden.
Leider waren wir zu spät auf der Burg, der Zugang zu den Wohnräumen wird um 18 Uhr geschlossen. Wir konnten die Burg trotzdem in ihrer vollen Länge uns anschauen. Wieder über einen Fußweg mit 62 Treppen kommt man in die Altstadt Burghausen Wie schon vor rund 500 Jahren drängt sich
die gotische Altstadt unterhalb der hoch über der Stadt Burghausen thronenden gewaltigen Burg. Die verwinkelten, fast schon mediterran anmutenden Gassen sind gesäumt von schlanken Giebelhäusern im typischen Inn-Salzach-Baustil, aber auch von einigen Renaissance-, Barock und Rokoko Fassaden.
Die Altstadt konnten wir nicht genauer besichtigen, es fing dermaßen stark an zu regnen dass wir längere Zeit unter einem Torbogen unterstehen mussten. Als der Regen nachließ gingen wir schnellstens zum WoMo zurück. 

Altötting
Altötting, Deutschland
Auf unserer heutigen Weiterfahrt, besuchen wir den Wallfahrtsort Altötting.
Vom Stellplatz aus sind es nur wenige Minuten zur Gnadenkapelle.
Mehr als eine Million Pilger besuchen jährlich den ältesten Wallfahrtsort Bayerns, der seit über 500 Jahren als religiöses Herz Bayerns gilt. So diente der zentral angelegte Kapellplatz einzig als Ziel der Wallfahrt. In der Mitte steht die achteckige Gnadenkapelle mit der Schwarzen Madonna. 2000 Motivtafeln künden von ihrer Wundertätigkeit. 

Ein Großraum-Panorama in Deutschland zeigt eine Kreuzigung Christi vor dem Jerusalem Panorama und befindet sich nur ein kurzes Stück hinter der St. Magdalenakirche (Kapellplatz Ost). Die Leinwandfläche beträgt ca. 1200 qm. Das Panorama steht unter Denkmalschutz und gehört zum

Weltkulturerbe der Unesco. Stiftspfarrkirche St.Phillipp und Jakob. Die zweitürmige Stiftspfarrkirche St. Philipp und Jakob, eine spätgotische Hallenkirche mit Kreuzgang aus dem 13. Jh.

Tag 9
Landshut Preysingallee 5 (48.531028, 12.144817)
84028 Landshut, Deutschland

Zur Besichtigung der Altstadt, günstig gelegener Großparkplatz, direkt am Isarradweg, nachts war er relativ ruhig. Bei dem auch Wohnmobile stehen dürfen. Die Hauptstadt Niederbayerns war Landshut schon, als der heutige Regierungsbezirk noch ein unglaublich reiches Herzogtum war und sich bis Reichenhall und Kitzbühel erstreckte.
Als erstes machten wir uns auf den Weg zur
Burg Trausnitz. Die Burg erhebt sich direkt über der Altstadt. Im Hofgarten gibt es einen Aussichtspunkt auf die Stadt Landshut. Schon wegen der Aussicht lohnt es sich auf den Burgberg zu gehen. Die mittelalterliche Kulisse der Altstadt unter der Burg sorgt für eine sehr authentische Atmosphäre. 
Die St. Martin Kirche besichtigten wir im Anschluss. Der 133 m hohe Turm der spätgotischen Hallenkirche St. Martin ist der höchste Backsteinbau der Welt.  
Beim Anblick der langen, schlanken Säulen mit ihren 29 Metern Höhe, fühlt man sich winzig klein in diesem Kirchengebäude, das sonst zunächst eher schmucklos wirkt.
Über die Hauptstraße spazieren wir durch die Altstadt, blicken wir auf besonders auffällige Häuser Fassaden, das Landschaftshauses ist besonders sehenswert.
Bei unserem Rückweg zum Parkplatz passieren wir Reste der alten Stadtmauer und das Stadttor.

Die Nacht blieben wir auf dem Platz, fuhren aber morgens zeitig los.

Neukirch
Lochenstraße 6, 78628 Rottweil, Deutschland