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Kroatien-Highlight Krka Nationalpark
Kroatien-Highlight Krka Nationalpark

Kroatien-Highlight Krka Nationalpark

Ob Campingurlaub in Kroatien oder Wohnmobiltour: Ein Abstecher in den Krka Nationalpark mit den Krka Wasserfällen bietet herrliche Naturerlebnisse.
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Autor: Freeontour, Titelbild: Krka Nationalpark

Abseits der Strände bietet der Krka Nationalpark mit seinen Wasserfällen, der umliegenden Natur und verschiedenen Kulturdenkmälern ein vielfältiges Ausflugsziel für den Campingurlaub in Kroatien. Freeontour stellt die schönsten Erlebnisse im Krka Nationalpark sowie Campingmöglichkeiten in der Nähe vor.  

Wo liegt der Krka Nationalpark?

Der Krka Nationalpark befindet sich im zentralen Teil der Region Dalmatien in Kroatien nicht weit von der Adriaküste entfernt. Die nächstgelegene Stadt ist die Küstenstadt Šibenik, die rund 15 km westlich des Parks liegt. Etwa 80 km nördlich liegt die Stadt Zadar, ungefähr 85 km südlich des Krka Nationalparks befindet sich Kroatiens zweitgrößte Stadt Split mit dem berühmten Diokletianpalast. Die beliebte Urlaubsregionen Makarska Riviera ist nur etwa 130 km entfernt und bietet sich ebenfalls als Ausgangspunkt für einen Tagesausflug in den Nationalpark an. Der Park ist nach dem Fluss Krka benannt, der das Zentrum des 109 km² großen Nationalparks bildet und bei Skradin in eine Meeresbucht mündet. 

Wann kann man den Krka Nationalpark besuchen?

Der Krka Nationalpark ist in der Regel ganzjährig geöffnet und bietet zu jeder Jahreszeit unterschiedliche Naturerlebnisse. Der Frühling und der Herbst sind wegen der angenehmen Temperaturen, der lebendigen Pflanzen- und Tierwelt und der vielen Wander- und Radwege besonders schön. Im Winter ruht zwar die Vegetation, aber dafür gibt es umso mehr Wasser an den Krka Wasserfällen und auch die geomorphologischen Formen der Felsen und Tuffsteine sind am besten zu sehen. Im Sommer ist die Vegetation am üppigsten, aber auch der Besucherandrang ist am höchsten, so dass man auf jeden Fall vorab Online-Tickets reservieren sollte. 

Zugangspunkte sind die fünf Besucherzentren bei Lozovac, Skradin, Roški slap Wasserfall / Laškovica, Burnum/Puljane und Kistanje / Krka Kloster. Öffnungszeiten und Preise variieren je nach Saison. Als Haupteingang gilt das Besucherzentrum Lozovac, wo es einen großen, kostenfreien Besucherparkplatz gibt. Auch die übrigen Zugänge bieten kostenfreie Parkplätze. Ausnahme ist der kostenpflichtige Parkplatz im Ort Skradin, wo die Ausflugsschiffe zum Travertin-Wasserfall Skradinski buk ablegen. 

Campingmöglichkeiten in der Nähe des Krka Nationalparks

Wer den Krka Nationalpark im Rahmen seiner Wohnmobiltour durch Kroatien besuchen möchte, findet in der Nähe von Lozovac die Campingplätze Camp Marina, Camp Slapovi Krke und Camping Krka. Bei Skradin gibt es außerdem den Campingplatz Camp Skradinske. Die Plätze eignen sich allesamt gut als Basisstation für einen Aufenthalt im Krka Nationalpark, teilweise sind sie sogar ganzjährig geöffnet. Wer hier nächtigt, sollte die wenigen Kilometer bis zum Nationalparkeingang einfach mit dem Fahrrad fahren und dann im Park die schönen Fahrradwege nutzen.

Wer seinen Caravan-Urlaub auf einem der vielen Campingplätze an der kroatischen Küste verbringt und einen Tagesausflug zum Nationalpark plant, findet im Bereich der Nationalparkeingänge Parkmöglichkeiten für den Pkw. 

Krka Wasserfälle: 7 Highlights auf einmal

Der größte Besuchermagnet im Krka Nationalpark sind sicherlich die Krka Wasserfälle, von denen es gleich sieben Stück im Nationalpark gibt. Dabei handelt es sich jeweils um so genannte Travertinwasserfälle, da das Wasser des Flusses Krka hier über porösen Kalkstein rauscht. Der berühmteste und längste Wasserfall unter ihnen ist der Skradinski buk, der auch die meisten BesucherInnen anzieht. Er verläuft über 17 Travertin-Stufen und über eine Länge von circa 800 m und kann über ein Netzwerk aus Pfaden und Brücken ganzjährig zu Fuß oder mit dem Fahrrad gut erkundet werden. Rund um den Wasserfall verläuft ein 1,9 km langer Lehrpfad, auf dem man einiges über Flora und Fauna der Gegend lernen kann. Und auch das historische Wasserkraftwerk lohnt einen Besuch.  

Skradinski buk erreicht man über den Eingang Lozovac, wo von April bis Oktober auch ein Busshuttle bis zum Wasserfall angeboten wird. Zu Fuß erreicht man den Wasserfall ab dem Eingang in etwa zehn Minuten über einen 875 m langen Wanderweg. Zusätzlich kann man den Wasserfall Skradinski buk ab Skradin erreichen – entweder über einen ungefähr 4 km langen Wander- und Fahrradweg oder zwischen April und Oktober mit dem Boot. Skradinski buk ist flussabwärts der letzte Wasserfall im Nationalpark und somit für Gäste, die von der Küste anreisen, am einfachsten zu erreichen. Dennoch sollte man sich zumindest auch einen Teil der übrigen Krka Wasserfälle ansehen.  

Krka Wasserfall Roški slap

Dazu zählt beispielsweise der Roški slap, der etwa 14 km flussaufwärts vom Skradinski buk liegt. Der Roški slap erstreckt sich mit zahlreichen kleineren Kaskaden, die von den einheimischen als Perlenkette bezeichnet werden, über eine Länge von 650 m und fällt dann 15 m tief in den See Visovac.

Diesen Wasserfall kann man mit dem eigenen Fahrzeug von Drniš, Knin und Skradin aus erreichen. Während der Sommermonate sollte man jedoch die Parkplätze in Laškovica oder Bogatići Miljevački nutzen und von dort aus mit dem Shuttlebus zum Roški slap fahren. 

Oder aber man gönnt sich eine Tour mit den Ausflugsbooten, die vom Wasserfall Skradinski buk bis zum Roški slap fahren. Außerdem werden von April bis Oktober ab Roški slap Bootsausflüge zum Kloster Krka und zur Insel Visovac angeboten. Wer möchte, kann natürlich auch mit dem Fahrrad bis zum Wasserfall fahren.

Für Wanderer bietet sich vom Wasserfall aus der 8,5 km lange Wanderlehrpfad zur Oziđana pećina Höhle an, die etwas unterhalb des Weilers Miljevački Bogatići liegt. Die Höhle ist ein bedeutender urzeitlicher Fundort und ist die einzige Höhle im Krka Nationalpark, die für BesucherInnen geöffnet ist. 

Krka Wasserfälle im Nordosten des Nationalparks

Während der Roški slap im mittleren Teil und der Skradinski buk im südwestlichen Teil des Krka Nationalparks weit auseinander liegen, befinden sich die übrigen fünf Krka Wasserfälle im Nordosten des Parks relativ nah beieinander. Hier kann man im Rahmen einer Wanderung also gleich mehrere Wasserfälle entdecken. Der direkte Zugang zum Miljacka slap ist allerdings nicht möglich, da er auf dem Gelände des Wasserkraftwerks liegt.

Nur 1 km stromaufwärts findet man in einer kleinen Schlucht aber schon den Rosnjak, der mit einer Breite von 40 m und einer Fallhöhe von 8,40 m der kleinste der Krka Wasserfälle ist. Seine idyllische Lage in der Schlucht bietet aber dennoch herrliche Fotomotive. 

Nur 1 km weiter flussaufwärts wartet dann schon der Manojlovac Wasserfall. Mit einer Höhe von 59,60 m ist er nicht nur der höchste der Krka Wasserfälle, sondern gilt für viele auch als der schönste und beeindruckendste Wasserfall im Krka Nationalpark. Aufgrund seiner Höhlen und Überhänge bietet der Wasserfall vielen Moos- und Pflanzenarten einen wichtigen Lebensraum. Im Sommer fließt zwar aufgrund des Staudamms nur wenig Wasser über den Manojlovac Wasserfall, dafür kann man dann aber die Höhlen und Vorsprünge gut betrachten. Wer den Wasserfall in seiner vollen Pracht erleben möchte, sollte ihn im Frühling oder Herbst besuchen. Die Krka Wasserfälle Manojlovac, Rosnjak und Miljacka slap erreicht man mit dem eigenen Fahrzeug am besten über den Parkeingang Burnum/Puljane. 

Gleiches gilt für den knapp 1,5 km flussaufwärts liegenden Wasserfall Brljan, der heute aber eigentlich nur noch bei Hochwasser überhaupt Wasser führt und als Wasserfall bezeichnet werden kann. Der Brljan ist von den sieben Krka Wasserfällen am stärksten durch den Damm des Wasserkraftwerks beeinträchtigt. Das Gegenteil gilt für den Wasserfall Bilušića buk, der ein paar Kilometer weiter flussaufwärts liegt und das ganze Jahr über Wasser führt.  Er ist über die Hauptstraße Richtung Knin und dann durch eine kurze Wanderung erreichbar. 

Kulturelle Highlights im Krka Nationalpark

Neben der Natur und den Krka Wasserfällen hat der Nationalpark auch einige kulturelle Sehenswürdigkeiten zu bieten. Ihr Besuch lässt sich jeweils mit Naturerlebnissen rund um die Schluchten und Wasserfälle des Flusses Krka verbinden. Dazu zählen: 

Archäologische Spuren der Römer in Burnum 

Oberhalb der Schlucht und der nordöstlichen Krka Wasserfälle findet man entlang der Hauptstraße beim Parkeingang Burnum die archäologische Stätte Burnum. Hier befand sich ungefähr ab dem 1. Jahrhundert n. Chr. ein römisches Militärlager, von dem einzelne Funde erhalten geblieben sind. In Burnum zu sehen sind beispielsweise die Überreste eines Amphitheaters, verschiedene Mauerreste und ein Bogen des ehemaligen Tempels. Die Funde der Ausgrabungen, die erst im Jahr 2003 begannen und weiterhin andauern, kann man im nahe gelegenen Krka Eco Campus in Puljane bestaunen. Dazu gehören z. B. Waffen, Werkzeuge, Tonkrüge und Münzen. 

Mittelalterliche Burgen im Krka Nationalpark

Ähnlich wie in Zentraleuropa sind auch die Flüsse Kroatiens eingerahmt von den Ruinen mittelalterlicher Burgen und Festungsanlagen. Aber an keinem der vier Flüsse in Dalmatien wurden so viele Burgen und Festungen gebaut wie am Fluss Krka. Ihre Überreste findet man rechts und links des Flusses oberhalb der Schlucht – mit herrlichem Blick auf Felder und Flussübergänge. Die größte und besterhaltene Ruine im Nationalparkgebiet ist aber die Burgruine Ključica, die östlich von Skradinski buk am Fluss Čikola liegt. Einige Kilometer weiter flussaufwärts der Krka sind zwischen der Insel Visovac und dem Wasserfall Roški slap die Überreste der Burg Kamičak zu finden. Die kleinste ehemalige Festung im Krka Nationalpark ist vor allem für ihre unzugängliche Lage auf einer steilen Klippe oberhalb der Schlucht bekannt. 

Ihre ungewöhnliche Lage kennzeichnet auch die Festungsruine Bogočin. Sie liegt auf einem isolierten Felsen oberhalb der Schlucht mit Blick auf das Krka Kloster am anderen Ufer. Bemerkenswert ist die kreisförmige, unregelmäßige Form der Burg, die durch die Topografie des Felsens vorgegeben wird. Einen besonderen Charme haben die beiden Burgruinen Nečven und Trošenj, die sich südlich von Puljane auf gleicher Höhe an den beiden Flussufern gegenüberliegen. Sie verdeutlichen die strategische Lage der Burgen, deren Aufgabe es war, die Brücke über den Fluss zu kontrollieren – und entsprechend Wegezoll einzutreiben. Auch diese beiden Burgruinen weisen ungewöhnliche Formen auf. 

Insel Visovac im Krka Nationalpark

Ein beliebtes Ausflugsziel im Krka Nationalpark ist die kleine Insel Visovac im gleichnamigen See. Sie liegt ungefähr auf halbem Weg zwischen Skradinski buk und Roški slap. Die Insel zählt zu den wichtigsten Natur- und Kulturschätzen der Republik Kroatien. Denn das Franziskanerkloster und die Kirche der Insel bilden seit 1445 nicht nur eine herrliche architektonische Anlage und einen Ort des Glaubens.

Vielmehr steht die Insel Visovac für die Kroaten als Grundstein für die Bewahrung ihrer nationalen Identität. Sehenswert im Kloster sind die Sammlungen archäologischer Fundstücke und historischer Kirchenkleidung sowie eine alte Bibliothek. Die Insel Visovac kann man im Rahmen einer jeweils 2-stündigen Ausflugsfahrt mit dem Schiff wahlweise ab Skradinski buk oder ab Roški slap anfahren.

Alternativ gibt es die Möglichkeit, von Stinice oder Remetić innerhalb von fünf Minuten direkt mit dem Boot auf die Insel überzusetzen. Stinice kann mit dem eigenen Fahrzeug über Miljevci anfahren, Remetić kann man über die Straße von Dubravice nach Rupe erreichen. Kostenlose Parkplätze gibt es sowohl im Stinice als auch in Remetić. Beide Orte bieten übrigens auch Bademöglichkeiten. Hunde sind auf der Insel Visovac nicht erlaubt.

Ausflugsziel Krka Kloster 

Am rechten Ufer des Flusses Krka befindet sich etwa 3,5 km östlich von Kistanje in einer Bucht bei Carigradska draga das spirituelle Zentrum der orthodoxen Gläubigen in Dalmatien, das Krka Kloster. Es wurde vermutlich im 15. Jahrhundert auf den Fundamenten eines früheren Einsiedlerklosters errichtet. Neben dem Kloster liegen eine im byzantinischen Stil erbaute Kirche und ein modernes Priesterseminar. Unterhalb von Kloster und Kirche verstecken sich antike Katakomben aus der Römerzeit, die teilweise für BesucherInnen zugänglich sind. Darüber hinaus verfügt das Kloster über eine große Bibliothek mit vielen historischen Handschriften, Inkunabeln und seltenen Büchern.

Das Krka Kloster kann man nur zwischen April und Oktober zu bestimmten Zeiten besuchen. Es ist über eine Straße ab Kistanje mit dem eigenen Fahrzeug erreichbar und bietet einen kostenfreien Parkplatz vor Ort. Alternativ gibt es auch die Möglichkeit, ab Roški slap mit dem Ausflugsschiff zum Krka Kloster zu fahren. 

Krka Nationalpark aktiv entdecken

Besonders im Frühling und Herbst bietet es sich an, den Krka Nationalpark zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu entdecken. Wer gerne wandert, findet über den Nationalpark verteilt verschiedene Lehrpfade mit insgesamt 47 km Wanderwegen. Auf Fahrradfahrer warten insgesamt 470 km ausgeschilderte Fahrradrundrouten – teils für Mountainbiker, teils für Tourenräder und Gravelbikes und manche auch für Rennradtouren. Das Baden im Krka Nationalpark ist seit 2021 allerdings nur noch an speziell dafür ausgewiesenen Stellen erlaubt und an den Wasserfällen explizit verboten. Natürlich dürfen auch Hunde den Nationalpark an der Leine besuchen, auf der Insel Visovac und im Krka Kloster sind Hunde aber nicht erlaubt.

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