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Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in England
Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in England

Auf einen Blick: Mit Wohnwagen und Wohnmobil in England

Wissenswertes, Verkehrsregeln und Besonderheiten in England für Camper
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Autor: Freeontour, Titelbild: Pixabay

Einreise nach England 

Einreisebestimmungen für EU-Bürgerinnen und -Bürger: Für einen touristischen Aufenthalt benötigt man einen (vorläufigen) Reisepass beziehungsweise Kinderreisepass, der mindestens für die Dauer des Aufenthalts gültig sein muss. Die Einreise mit dem Personalausweis ist seit Oktober 2021 nicht mehr möglich. Ein Visum ist für Aufenthalte ab sechs Monate notwendig. Auch für Transitreisende ist ein gültiger Reisepass erforderlich. 

Ein weiterer Tipp: Sicherheitshalber sollte man es vermeiden, Ausweisdokumente zu nutzen, die schon einmal als verloren oder gestohlen gemeldet waren. Die britische Grenzpolizei konfisziert solche Dokumente des Öfteren, weil sie trotz der Löschung des Verlusteintrags häufig noch in der Interpol-Datenbank gelistet sind.

Kurzfristig können auch COVID-19-bedingte Einreisebeschränkungen verhängt werden. Dazu sollte man sich vor einer Reise auf der Webseite der englischen Regierung informieren. 

Einreise von Kindern nach England: Bei der Einreise von Kindern unter 18 Jahren kann es passieren, dass die Grenzbeamten der UK Border Force überprüfen, in welcher Beziehung die erwachsenen Personen, von denen ein Kind begleitet oder abgeholt wird, zu dem Kind stehen. Das ist meist aber nur dann der Fall, wenn Kind und Begleitperson unterschiedliche Nachnamen tragen sowie wenn die oder der Minderjährige alleine reist. Für solche Fälle kann es hilfreich sein, zusätzliche Dokumente mit sich zu führen, welche die Beziehung zum Kind belegen beziehungsweise die Reisegenehmigung der Erziehungsberechtigten beinhalten (beispielsweise Kopie der Geburts- oder Adoptionsurkunde des Kindes oder ggf. eine Kopie der Scheidungs- oder Heiratsurkunde). Zwingend erforderlich sind diese Dokumente jedoch nicht. Alleinreisende Minderjährige benötigen eine Einverständniserklärung der Sorgeberechtigten.

Einreise von Haustieren nach England: Wer mit Vierbeinern nach England reist, muss folgendes beachten: Das Tier muss mindestens 15 Wochen alt sein. Tierhalter müssen einen EU-Heimtierausweis mitführen und das Tier muss eine Identifikation (gut lesbare Tätowierung vor dem 3. Juli 2011) oder einen Mikrochip haben. Außerdem muss es über eine gültige Tollwutimpfung verfügen, die mindestens 21 Tage zurückliegt. Hunde müssen zudem einen bis maximal fünf Tage vor der Einreise gegen Bandwurmbefall behandelt worden sein. Sowohl die Impfung als auch die Bandwurmbehandlung müssen vom Tierarzt im EU-Heimtierpass eingetragen sein. Bis zu fünf Tiere kann man privat problemlos nach England einführen. 

Folgende Rassen sind in England verboten: Pit Bull Terrier, Japanese Tosa, Dogo Argentino und Fila Brasileiro. Achtung: Das Verbot bezieht sich nicht nur auf die genannten Züchtungen, sondern auch auf jene Hunde, die eine äußere Ähnlichkeit mit den verbotenen Rassen haben. Sollte ein Hund nicht alle Einreisebestimmungen erfüllen, kann es passieren, dass er unter Quarantäne gestellt wird – und die Besitzer müssen für die anfallenden Kosten aufkommen.

Weitere hilfreiche Informationen zum Urlaub mit Hund in England hat Visit Britain zusammengestellt. 

Die wichtigsten Verkehrsregeln für Wohnmobil und Wohnwagen in England

Vorsicht, Linksverkehr!
Die meisten Europäer benötigen meist ein paar Tage Fahrpraxis in England, bis sie sich richtig auf den Linksverkehr eingestellt haben. Daher ist umsichtiges Fahren angesichts des Gewichts und der Ausmaße von Wohnmobil oder Caravan ein absolutes Muss. Freeontour-Tipp: Zumindest in den ersten Tagen sollte man stark frequentierte Reiseziele und Städte meiden und stattdessen auf weniger befahrene Landstraßen ausweichen. Das reduziert nicht nur das Unfallrisiko, sondern führt außerdem über landschaftliche reizvolle Strecken und zwischendrin kann man sich auch noch die ein oder andere Sehenswürdigkeit ansehen. Was gerne vergessen wird: Auch die Scheinwerfer des Fahrzeugs müssen auf den Linksverkehr eingestellt werden! Dies kann man entweder am Fahrzeug einstellen oder entsprechend abkleben. 

Tempolimits auf englischen Straßen in mph 


innerorts
außerortsSchnellstraßeAutobahn
Pkw30 (48 km/h)
60 (96 km/h)
70 (112 km/h)
70 (112 km/h)
Wohnwagen-Gespann
30 (48 km/h)
50 (80 km/h)
60 (96 km/h)
60 (96 km/h)
Wohnmobil bis 3,5 t zGG
30 (48 km/h)
60 (96 km/h)
70 (112 km/h)
70 (112 km/h)
Wohnmobil über 3,5 t zGG
30 (48 km/h)
50 (80 km/h*)
60 (96 km/h)
70 (112 km/h)
Achtung: Die Geschwindigkeit wird in England in Miles per hour (mph) gemessen. Eine Meile entspricht ca. 1,6 Kilometern. In der Tabelle steht die Umrechnung in km/h.

*gilt ab 3,5 t Leergewicht

Bußgelder für Geschwindigkeitsüberschreitungen: Verstöße werden schnell teuer – für 20 km/h über dem Tempolimit sind bereits 200 Euro fällig, ab 50 km/h Überschreitung drohen Bußgelder von mindestens 2.850 Euro.

Maut und Straßengebühren in England

Die Straßennutzung ist in England weitgehend kostenlos. Ausnahmen bilden einige Tunnel und Brücken, der Autobahnabschnitt der M6 zwischen Birmingham und Wolverhampton, dem Ortszentrum von Durham und Birmingham und dem Großstadtbereich London. Caravan-Gespanne werden je nach Höhe an der Vorderachse des Zugfahrzeuges (bis/ab 1,3 m) und der Achszahl unterschiedlich bemautet. Bei Wohnmobilen richtet sich die Höhe der Maut nach der Fahrzeughöhe an der Vorderachse (bis/ab 1,3 m) und der Achsanzahl.  

In London gelten strenge Restriktionen für Fahrzeuge – dahinter steckt der Wunsch, den Stadtverkehr und die Schadstoffemissionen zu senken. Bei einem Innenstadtbesuch wird eine Citymaut von 15 GBP fällig. Seit April 2019 müssen ausländische Fahrzeuge der Kategorie Van und Wohnmobile ab 2,5 t zGG vor der Einreise in die Stadt zudem für die Umweltzone Ultra Low Emission Zone registriert werden und gegebenenfalls weitere 12,50 GBP entrichten, wenn sie nicht den aktuellen Emissionsstandards entsprechen. 

Fahrzeuge mit folgenden Abgasnormen müssen zahlen:
Benzinfahrzeuge bis 3,5 t Euro 0 bis 3 (Erstzulassung bis einschließlich 2005)
Dieselfahrzeuge bis 3,5 t Euro 0 bis 5 (Erstzulassung bis September 2015)
Motorräder Euro 0 bis 2
Fahrzeuge über 3,5 t zGG Euro I bis V

Alle anderen Fahrzeuge müssen sich vor der Einreise ins Stadtzentrum bei Transport for London (TfL) kostenlos registrieren, um entsprechende Gebührenfreiheit nachzuweisen. Achtung: Die Bearbeitungszeit der Registrierung beträgt etwa zehn Werktage – Sie sollten sich deshalb frühzeitig kümmern. London ist kameraüberwacht – wer ohne Registrierung erwischt wird, muss mit hohen Bußgeldern rechnen. 

Je nach Wohnmobil-Typ können im Großraumgebiet London (Low Emission Zone) zusätzliche Tagesgebühren von 100 GBP erhoben werden – weitere wichtige detaillierte Infos zu den Mautzahlungen in England und insbesondere London stellt der ADAC zur Verfügung.

Weitere Informationen zur Maut in England gibt es hier. 

Tankstellen - Öffnungszeiten und Zahlungsmittel in England

Die meisten englischen Tankstellen haben etwa von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Autobahn-Tankstellen bieten teils auch einen 24-Stunden-Service und es gibt vielerorts Tankautomaten. Insbesondere an den Tankautomaten größerer Supermärkte tankt man in der Regel etwas preisgünstiger. Zuerst tippt man den Betrag ein, für den man tanken möchte. Daher sollte man in etwa das Tankvolumen beziehungsweise den Verbrauch des Fahrzeugs kennen. Bezahlt wird an den Automaten in der Regel mit Kreditkarte, manchmal wird auch die Maestro-Karte akzeptiert. An bemannten Tankstellen kann man oft auch mit Bargeld zahlen. 

Übrigens: Das Tanken ist in England meist teurer als in Deutschland. Diesel ist häufig teurer als Benzin.  

Allgemeine Verkehrsregeln in England

Promillegrenze in England:
Die Promillegrenze liegt bei 0,8 ‰. Verstöße fallen sehr teuer aus und werden mit hohen Strafen verbüßt – über 6.000 Euro sind keine Seltenheit.

Führerschein und Versicherungskarte: In England kann man problemlos mit seinem EU-Führerschein am Straßenverkehr teilnehmen. Man sollte aber immer die Zulassungsbescheinigung Teil I und auch eine Internationale Versicherungskarte (IVK) dabei haben. Wer ohne Versicherungsnachweis mit seinem Fahrzeug nach England einreist, kann an der Grenze gezwungen werden, eine britische Kfz-Versicherung abzuschließen. 

Straßenkennzeichnung: In England sind Autobahnen mit einem M und einer Nummer auf blauen Schildern gekennzeichnet, während ein A auf grünen Schildern für Schnellstraßen beziehungsweise Hauptverbindungsstraßen steht, die bisweilen auch zweispurig für jede Richtung ausfallen. Das B auf weißen Schildern markiert Nebenrouten durch ländliche Gegenden.

Kennzeichnung Park- und Halteverbote: Das Parken auf einer doppelten roten oder gelben Linie sollte man tunlichst vermeiden. Denn diese bedeuten immer ein Park- und/oder Halteverbot. Eine einfache gelbe Linie bedeutet ein eingeschränktes Parkverbot, welches zu bestimmten Uhrzeiten entsprechend der Beschilderung vor Ort ausgesetzt ist. Offizielle Parkflächen sind mit einem blauen P gekennzeichnet.

Telefonieren im Fahrzeug: Das Telefonieren im Fahrzeug ist während des Fahrens nur über eine Freisprechanlage erlaubt. Die Strafzahlungen beginnen ab circa 230 Euro. 

Wildcampen / Freistehen in England: Das Wildcampen auf öffentlichen Straßen und Parkplätzen ist nur dann erlaubt, wenn es behördlich offiziell genehmigt ist. Entlang von Straßen und Brücken ist es generell nicht erlaubt. Auf Privatgrund ist das Einverständnis des Besitzers notwendig, entlang Straßen und Brücken gilt dies jedoch nicht.   

Mitführen von Warnwesten: In England zählen Warnwesten zum Pflichtinventar.

Kindersitze im Fahrzeug: Alle Kinder bis 135 cm Körpergröße oder unter 12 Jahren müssen auf einem Sitzkissen oder Kindersitz Platz nehmen.

Winterreifen: In England gibt es keine Winterreifenpflicht, wobei sie bei entsprechenden Straßenverhältnissen natürlich empfohlen sind. Schneeketten dürfen aufgezogen werden, wenn die Fahrbahn komplett schneebedeckt ist. 

Taglicht: In England gibt es keine generelle Pflicht, bei Helligkeit mit Abblendlicht oder Taglicht zu fahren.

Kreisverkehr: Anders als in Deutschland muss man in England den Blinker setzen, bevor man in einen Kreisverkehr hineinfährt. 

Wichtige Adressen und Telefonnummern für England-Urlauber

Europäische Notrufnummer: 112
Über diese zentrale Notrufnummer, die sowohl übers Festnetz als auch mit dem Mobiltelefon ohne Vorwahl kostenlos zu erreichen ist, erhalten Sie Hilfe durch die ortsansässige Polizei, Feuerwehr, einen Notarzt oder Krankenwagen.

ADAC Notrufnummer: 0049/89/22 22 22
Im Falle einer Panne, eines Unfalls, bei Verlust von Papieren, Diebstahl des Fahrzeugs etc. erhalten Mitglieder 24 Stunden am Tag Unterstützung durch den ADAC Auslandsnotruf.

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