Mit Laika auf der Entdeckung der Krippen Neapels … und der wahren Pizza!

geschrieben am 18.11.2016, von Laika Laika Destinationen Entdecken Familie Städte & Kultur

​Weihnachten rückt näher und mit ihm die typischen Traditionen dieses Fests: Wir schmücken Wohnung und Weihnachtsbaum, backen Kekse, kaufen und basteln Geschenke für Freunde und Familie. Eine der beliebtesten Weihnachtsbräuche von Groß und Klein ist die „Krippe“, das heißt die Darstellung der Geburt Christi in einer Modelllandschaft. Wussten Sie, dass die Krippe in Italien entstanden ist und genauer in Neapel? Was gibt was also für eine bessere Gelegenheit für einen Besuch dieser wunderschönen Stadt und ihrer Umgebung, auf der Entdeckung der Wurzeln der Krippe ... und der wahren neapolitanischen Pizza!

Die Tradition der Krippe reicht bis ins Mittelalter zurück. Ihre stärkste Entwicklung hat die geschnitzte Krippe jedoch im 18. Jahrhundert vor allem in Neapel erfahren, wo Adelsfamilien Wettbewerbe um die prunkvollste Krippe veranstalteten. Sie verwendeten edle Stoffen und echten Schmuck und widmeten ihren Kunstwerken ganze Räume.

Credits Bilder: ©pixabay.com

Goethe beschrieb sie in seiner Italienischen Reise aus dem Jahr 1787 wie folgt:

« Hier ist der Ort, noch einer anderen entscheidenden Liebhaberei der Neapolitaner zu gedenken. Es sind die Krippchen (presepe) [...]; dort wird ein leichtes hüttenartiges Gerüste erbaut, mit immergrünen Bäumen und Sträuchen aufgeschmückt. Die Mutter Gottes, das Kind und die sämtlichen Umstehenden und Umschwebenden, kostbar ausgeputzt, auf welche Garderobe das Haus große Summen verwendet. Was aber das Ganze unnachahmlich verherrlicht, ist der Hintergrund, welcher den Vesuv mit seinen Umgebungen einfaßt. »

Die Geschichte der neapolitanischen Krippenkunst umspannt Jahrhunderte und gehört heute zu den stärksten Bräuchen der Weihnachtszeit. Die berühmte „Krippenstraße“ Neapels, die Via San Gregorio Armeno, ist weltweit für ihre charakteristischen Kunsthandwerksläden bekannt, die auf die Herstellung von Krippenfiguren spezialisiert sind.

Bei einem Bummel entlang der Via San Gregorio Armeno taucht man ein in ein Meer aus farbenprächtigen Verkaufsständen und typischen Läden, die vor Krippenartikeln regelrecht überquellen: Hütten aus Kork, teils elektrisch betriebene Szenen (wie Mühlen oder Wasserfälle) und handbemalte Terracotta-Figuren verschiedener Größe mit maßgeschneiderter Kleidung. Hier können Sie die Handwerker bei der Arbeit beobachten und wahren Kunstwerken bei ihrer Entstehung zusehen; sie sind das Ergebnis eines Berufs, der seit Generationen von den Handwerkerfamilien weitergegeben wird.

Neben den traditionellen Krippenfiguren aus Terracotta dürfen auch lustige Figuren nicht fehlen, die von der Politik und dem aktuellen Zeitgeschehen inspiriert und ein fester Bestandteil des ironischen und humorvollen Charakters der Neapolitaner sind.

Die Läden in Via San Gregorio Armeno sind das ganze Jahr über geöffnet. Allerdings kommen die neapolitanischen Familien gemäß der Tradition in der Weihnachtszeit hier her, um eine neue Figur zu ihrer Krippe hinzuzufügen. Deshalb finden Sie in dieser Zeit die größte Auswahl an Produkten, deren Preise von wenigen Euro bis hin zu beachtlichen Summen für kostbare Stücke reichen.

Neben Via San Gregorio Armeno gibt es noch viele weitere charakteristische Straßen und Gassen, und viele Stadtviertel sind zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt worden: Avvocata, Montecalvario, San Giuseppe, Porte, Pendino, Mercato, Chiaia, San Ferdinando, Stella, San Carlo all’Arena, San Lorenzo und Vicarìa.

Neapel ist eine Stadt voll wunderschöner Kirchen. Der prächtige Dom von Neapel, der im 13. Jahrhundert erbaut wurde, vereint verschiedene Stile in sich: von der Gotik aus dem 14. Jahrhundert bis hin zur Neugotik aus dem 19. Jahrhundert. Hier können Sie dreimal im Jahr das Blutwunder erleben, bei dem sich das Blut des heiligen Januarius verflüssigt.

Unweit des Doms lohnt auch die Kapelle von Sansevero einen Besuch, die dem legendären Alchemisten und Prinz von Sansevero gehörte und das besondere Kunstwerk „Cristo Velato“ (der Verschleierte Christus) beherbergt, das von Giuseppe Sanmartino aus Marmor gehauen wurde und durch seinen unglaublich realistisch wirkenden Schleier charakterisiert ist. Wenige Schritte weiter befindet sich der Chiostro di Santa Chiara, der vollständig mit Majoliken von außergewöhnlichem ikonografischen und künstlerischen Wert bedeckt ist.

Aber was wäre eine Reise nach Neapel ohne eine Kostprobe der wahren neapolitanischen Pizza? Ganz gleich, ob Sie eine leckere Pizza im Restaurant genießen oder sich einen Vorrat für zuhause anlegen möchten: In Neapel finden Sie die beste Pizza der Welt! Wir empfehlen Ihnen die Pizzerias Starita (Via Materdei), l’Antica Pizzeria da Michele (Via Cesare Sersale), Sorbillo und die Pizzeria di Matteo (beide in Via dei Tribunali). 

Und vergessen Sie nicht, auch eines der typischen Süßspeisen Neapels zu probieren, wie sfogliatelle, babà, zeppole und die weihnachtlichen struffoli, gefolgt von einem unverzichtbaren neapolitanischen Espresso.

DIE UMGEBUNG: VESUV UND POMPEJI

Unweit von Neapel können Sie einen Ausflug zum Vesuv machen (Ausflugsdauer: etwa ein halber Tag). Der Vesuv ist der einzige aktive Vulkan auf dem europäischen Festland, und er ist durch den tragischen Ausbruch im Jahr 79 n. Chr. in die Geschichte eingegangen, bei dem die Städte Pompeji und Herculaneum zerstört wurden. Heute ist der Vesuv ein wunderschöner Nationalpark, in dem auch einige Weinberge angelegt wurden, die aufgrund der besonderen Bodenbeschaffenheit berühmte Weine wie den „Lacrima Christi“ entstehen lassen. Hier gelangen Sie mit dem Wohnmobil über eine herrliche Panoramastraße bis in 1000 m Höhe und erreichen anschließend den Krater in 30 Minuten zu Fuß.

An den Hängen des Vulkans befindet sich Torre Del Greco. Der Ort ist bekannt für die Herstellung von Kameen und Erzeugnissen aus Koralle; ein Zwischenstopp zum Bewundern oder Kaufen dieser wertvollen Stücke lohnt sich also in jedem Fall, bevor Sie Ihre Reise zu den Ausgrabungen von Pompeji fortsetzen.

Die Stadt Pompeji ist weltweit dafür bekannt, dass sie im Jahr 79 n. Chr. unter der Lava des Vesuv begraben wurde und dabei praktisch unversehrt geblieben ist – wie ein „Foto“ von vor fast zweitausend Jahren. 

Es handelt sich um eine regelrechte Metropole der Vergangenheit. Ziehen Sie also bequemes Schuhwerk an, denn hier gibt es viel zu laufen und zu sehen! Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören das Forum, das antike pulsierende Herz der Stadt, und der Apollontempel. Auch das berühmte Amphitheater aus dem Jahr 80 v. Chr. ist absolut sehenswert; der einstige Schauplatz blutiger Gladiatorenkämpfe diente 1971 als Drehort für den Musikfilm „Live at Pompei“ von Pink Floyd. Unweit des Forum können Sie schließlich das Haus des Fauns besichtigen, das einem reichen Vertreter des römischen Adels gehörte, und das Große Theater, wo die berühmten Komödien von Plautus und Terenz aufgeführt wurden.

Neapel und Umgebung gehören zu einer Region, die reich an Geschichte und Kunst ist und zahlreiche Anregungen sowohl für Kurztrips als auch für lange Urlaube bietet ... Die Wahl liegt bei Ihnen!

Übernachtung:

Wohnmobilstellplatz „ Parco dei Camaldoli“ Via Guantai ad Orsolona,121 - Neapel

Ausgestattet mit 36 Stellplätzen, nächtlicher Beleuchtung, Stromsäulen und Trinkwasserbrunnen. Camper-Service mit Kassettenentsorgung und System für Zerhacker-Toiletten, Empfang und Infopoint, Bäder mit warmen Duschen, Grillplatz, Weg im Grünen innerhalb der Anlage, Videoüberwachung und Bewachung durch Personal. Mitten im Grünen gelegen, in unmittelbarer Nähe einer Bushaltestelle und nur vier Bushaltestellen von der Metro 1 entfernt, mit der Sie die Altstadt erreichen. Auch die Inseln, Pompei und die Phlegräischen Felder sind gut erreichbar. Mobil: +39 368 3253136 - GPS: N40° 52 05 - E14° 12 19

Wohnmobilstellplatz Parcheggio Patry – Via Poggioreale, 120/a – Neapel - +39 081.5841437.

Der Stellplatz befindet sich im Stadtzentrum, nur 800-1000 m vom Hauptbahnhof entfernt und in unmittelbarer Nähe von Bus- und Straßenbahnhaltestellen. Der Bahnhof des Zugs Circumvesuviana ist ebenfalls nur 100 m entfernt. Der Parkplatz ist eingezäunt und wird Tag und Nacht bewacht. Es werden Bustouren in die Umgebung angeboten. So erreichen Sie den Parcheggio Patry: Fahren Sie an der Abfahrt Nord von der A1 ab; nehmen Sie die Autobahnumgehung (Tangenziale) Richtung „Napoli – Pozzuoli“ und verlassen Sie diese an der Ausfahrt „Corso Malta“. Biegen Sie an der Kreuzung mit der Via Poggioreale links ab; der Parkplatz befindet sich nach 100 m auf der rechten Seite. Mobil: +39 339 2458283 E-Mail: carmine.bruno.flora@hotmail.it - GPS: Lat: 40.867843 - Long: 14.294424

Parkplatz IPM, Viale Colli Aminei 27 - Telefon: +39 081 741 1111

Bewacht, ruhig, mit Stromzugang. Nehmen Sie auf der Autobahnumgehung (Tangenziale) die Ausfahrt „Capodimonte“ und fahren Sie in Richtung Krankenhaus CTO; die Einfahrt befindet sich etwa 200 m nach der Notaufnahme auf der linken Seite. In der Nähe der Haltestelle des Busses Richtung Zentrum. Tarif: 6,50 € von 8 bis 21 Uhr und 6,50 € von 21 bis 8 Uhr. Mobil: +39 335 5866094 Herr Gaetano Avenia - GPS: NA002 N40,8696330 E14,2459830

Credits Bilder: ©pixabay.com

Kommentare