Wohnmobiltour in die Höhlenstadt Matera

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Wohnmobiltour in die Höhlenstadt Matera

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Wohnmobiltour in die Höhlenstadt Matera

Mit Wohnmobil oder Wohnwagen in die europäische Kulturhauptstadt 2019

Was wissen Sie eigentlich über Matera? Nicht viel? So ging es uns auch – bis wir die kleine Höhlenstadt im Süden Italiens näher kennen- und lieben lernten. FREEONTOUR erklärt Ihnen, warum es sich lohnt, mit Wohnmobil oder Wohnwagen einen Abstecher in Matera einzuplanen - und warum die historische Stadt im Jahr 2019 völlig zu Recht die europäische Kulturhauptstadt war. 

Wie kommt man mit dem Wohnmobil nach Matera? 

Das beschauliche Matera hat rund 60.000 Einwohner und liegt im Süden Italiens, genauer gesagt in der Region Basilicata, nicht weit von Apulien entfernt. Die nächste größere Stadt ist Bari, die knapp 70 km nordöstlich von Matera liegt. Ein Trip mit dem Wohnmobil lohnt sich allein schon wegen der schönen Strecke, die von Norden nach Süden durch große Teile Italiens führt. wie wäre es beispielsweise mit einem Halt in einem der italienischen Bergdörfer, in Verona oder am Gardasee. Für Genießer empfiehlt sich die Wohnmobil Tour entlang der adriatischen Küste. Sie ist ab Verona ca. 840 km lang und führt vorbei an Städten wie Bologna, Rimini, Ancona und Bari, während man das Meer stets im Blick hat. Für Kulturinteressierte besonders attraktiv ist die ca. 900 km lange Reiseroute durchs Inland über Florenz, Rom und Neapel.   

Wann ist der beste Zeitraum für eine Wohnmobil Tour nach Matera?

Generell ist der Frühling eine sehr gute Reisezeit für Matera - insbesondere die Monate April und Mai. Denn zum einen sind im Frühling noch nicht allzu viele Touristen in Matera unterwegs und zum anderen lädt das noch milde Klima zum Entdecken ein, ohne dass man auf seinen Touren allzu sehr ins Schwitzen gerät. Auch Campingplätze und Stellplätze rund um Matera bieten im Frühling meist noch ausreichend Kapazität für Wohnmobile und Wohnwagen. Dabei klettern die Temperaturen im April und Mai im Süden von Italien tagsüber bereits auf angenehme 20 Grad. Aber auch im Herbst ist Matera einen Abstecher wert, denn die Stadt bietet eine Jahrtausende alte Geschichte, eine lebendige Gastronomieszene und ein einzigartiges Erscheinungsbild, ohne dabei überlaufen zu sein.

Matera Highlight 1: die Höhlensiedlungen Sassi 

Steht man auf dem Plateau der Kathedrale von Matera, blickt man auf eine mehr als 9.000 Jahre alte Geschichte hinab. Die charakteristischen, in Felsen eingebetteten Höhlensiedlungen - genannt Sassi - verleihen Matera nicht nur ein einzigartiges Flair, sondern sind auch der Grund für die Beinamen der Stadt: „Italiens Bethlehem“ oder „die größte Weihnachtskrippe Italiens“. Da ist es kein Zufall, dass Mel Gibsons „Die Passion Christi“ in Matera gedreht wurde. Bereits in der Steinzeit nutzten die Menschen die Steinhöhlen als Behausungen. Im Laufe der Antike und des Mittelalters wurde das Höhlensystem immer weiter ausgebaut. Rund 3.000 Höhlenwohnungen befinden sich heute in Matera. Hinzu kommen 162 „Höhlenkirchen“ mit teils uralten Fresken und Malereien.

Seit 1993 zählen die Sassi zum Weltkulturerbe. Doch die Höhlenwohnungen waren nicht immer der größte Stolz der Stadt – im Gegenteil. Einst galten sie als „vergogna nazionale“, als „nationale Schande“. Verarmte Bauernfamilien lebten hier ohne Strom und fließendes Wasser mit ihren Tieren auf engstem Raum. Eine Malariaepidemie und Typhus suchten die Bewohner der Höhlen Ende der 1940er Jahre heim. In den 1950ern wurde die Umsiedlung der rund 15.000 Menschen angeordnet und die Höhlen drohten langsam zu zerfallen. 1986 wurde schließlich die Erhaltung und Sanierung der Sassi beschlossen, sodass sie sich bis heute in einem guten Zustand befinden und besichtigt werden können. In einigen Höhlen befinden sich Museen, wie etwa das Bauernmuseum im Viertel „Sasso Barisano“, in dem die Besucher das einfache Leben der früheren Höhlenbewohner kennenlernen können.

Matera Highlight 2: Höhlenkirchen

Die größte und beeindruckendste Sehenswürdigkeit in Matera ist die Altstadt selbst. Im Grunde ist sie ein einziges, riesiges Museum. Gute Laufschuhe gehören auf jeden Fall mit in Wohnmobil oder Wohnwagen, denn am besten erkundet man die Felsenstadt zu Fuß. Es gilt: Einfach durch das Labyrinth der verwinkelten Steingassen treiben lassen und die reiche Stadtgeschichte hautnah in Materas Höhlen erleben. Besonders offenbart sich der Zauber der uralten Stadt in der Abenddämmerung, wenn sie in warmes Licht getaucht ist.

Neben der römisch-katholischen Kathedrale, die majestätisch über der Stadt thront, sind auch die Höhlenkirchen ein Highlight. Zu den sehenswertesten zählen San Pietro Barisano, Santa Lucia delle Malve, die Felsenanlagen Convicinio si Sant'Antonio und Madonna delle Virtù, Santa Maria Idris, San Giovanni, Santa Barbara mit ihren beeindruckenden Fresken und schließlich San Nicola di Greci. Letztere beherbergt eine international renommierte Skulpturenausstellung.

Matera Highlight 3: Grotta dei Pipistrelli 

Eine Höhle, die nicht von Menschenhand geschaffen wurde, aber nicht weniger spektakulär ist, ist die „Grotta dei Pipistrelli“. Die große Naturgrotte mit strahlenden Lichteinfällen und unwirklichen Formationen kann bei einem Ausflug besichtigt werden. Sie ist das Zuhause zahlreicher Fledermäuse. Ein guter Weg, die Stadt zu entdecken, sind die zahlreichen Stadtführungen durch Matera, bei denen es Spannendes über die Vergangenheit und Gegenwart der Höhlenstadt zu erfahren gibt. Infos zu einzelnen Stadtführungen gibt es in der Touristeninformation in Matera. Wer es lieber etwas exklusiver mag: Auch der FREEONTOUR-Partner „Get your Guide“ bietet verschiedene Führungen und Programme in Matera an.

Matera Highlight 4: Kulinarisches Matera 

Wie fast überall in „Bella Italia“ findet man in Matera natürlich hervorragende Eisdielen, Pizzerien und Kaffeebars. Darüber hinaus kann man sich aber auch auf deftige lokale Hausmannskost freuen. Das wohl berühmteste Gericht aus Matera ist die „Lucanica“, die typische Schweinewurst der Region Basilicata. Man sagt, sie sei die älteste „Salsiccia“ Italiens, die bereits die Römer zu schätzen wussten. Die pikante „Lucanica“ ist mit Fenchelsamen, Peperoncino-Pulver, Salz und Pfeffer gewürzt und schmeckt großartig zu frischem Brot oder in Eintöpfen. Das Würzen mit pikanten „Peperoncini“, also kleinen, scharfen Chilischoten, ist ein Markenzeichen der Küche aus Basilicata. Seit Jahrhunderten wetteifern die beiden Regionen Basilicata und Kalabrien darum, wer die schärfste Küche Italiens hat – bis heute steht es unentschieden. Eines der bekanntesten Gerichte ist „Penne all´arrabbiata“, das übersetzt übrigens „wütende Nudeln“ heißt. Wer nicht gerne scharf isst, der sollte einmal das milde Paprika-Gericht „Ferretti con peperoni cruschi e mollica croccante“ probieren. Generell gibt es in Matera viele Gemüsemärkte mit den unterschiedlichsten Chili- und Paprikasorten und einem breiten Angebot an Obst und Gemüse.

Parken in Matera 

Wer mit dem Wohnmobil nach Matera hineinfahren möchte, findet in der Via Giuseppe Saragat ein Parkhaus mit teils überdachten Parkplätzen für Wohnmobile. Allerdings ist die Höhe auf 3,50 m begrenzt. Die Parkgebühren betragen 50 Cent pro Stunde und wer möchte, kann hier auch eine Nacht stehen bleiben. Der Platz hat zwar keine Anschlüsse, dafür aber Toiletten, die genutzt werden können.

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Azienda Agrituristica Masseria del Pantaleone
Contrada Chiancalata 27, 75100, Matera, Italien

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