Kulinarik Tipps für die Côte d´Azur

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von FREEONTOUR

Kulinarik Tipps für die Côte d´Azur

Wer seine Wohnmobil Tour in die Provence und an die Côte d´Azur so richtig genießen möchte, findet hier Tipps zum Schlemmen.

Natur, Kultur und Art de vivre kann man nirgendwo so authentisch erleben wie in der Provence und an der Côte d´Azur. In Bormes-les-Mimosas und Le Lavandou beispielsweise genießt man mit allen Sinnen, wobei die Kulinarik definitiv eine herausragende Rolle spielt. FREEONTOUR stellt eine Auswahl an empfehlenswerten Restaurants, Lokalen und Weingütern vor. 

Mittelalter-Ambiente in Bormes-les-Mimosas

Von Marseille oder Nizza aus sind es mit dem Wohnmobil rund zweieinhalb Stunden Fahrt nach Bormes-les-Mimosas. Der wunderbar auf einer Anhöhe gelegene Ort mit seinem mittelalterlichen Stadtkern und den verwinkelten Gassen entführt die Besucher in eine andere Welt. Man genießt ein leichtes Mittagessen in der Wein- und Tapasbar La Cueva im Schatten unter einem mächtigen Pfefferbaum am Place du Poulid Cantoun im Herzen von Bormes-les-Mimosas und bestaunt die Architektur aus dem 12. Jahrhundert. Selbst Einheimische nennen ihn den malerischsten Platz des Ortes. Bormes-les-Mimosas zählt zu den schönsten blühenden Dörfern, den Village Fleuri, in Frankreich. Eine schöne Art, den mittelalterlichen Kern des Ortes kennen zu lernen, ist auch der Rundgang Auf den Spuren der Künstler. Er wird von Bibiana angeboten, einer deutschen Künstlerin, die ihr Töpferatelier im Ort hat und Einblick in ihre Werkstatt und die ihrer Künstlerkollegen gewährt.

Der Ort Bormes-les-Mimosas ist aber auch für seine über 90 Mimosen-Arten berühmt, die von den Engländern aus Australien hierher gebracht wurden und die sich in dem mild-tropischen Klima besonders wohl fühlen. Jedes Jahr findet zur Blüte im Februar ein großes Mimosen-Fest mit Umzug statt, das Besucher aus der ganzen Welt anlockt. Die Mimosen haben für Bormes auch eine wichtige wirtschaftliche Bedeutung: Sie sind Grundstoff für die Parfum-Herstellung, werden zu Seifen, Cremes und kosmetischen Produkten verarbeitet und geben nicht zuletzt dem Ort sein typisches Erscheinungsbild.


Schlemmen mit Panoramablick beim Fort de Brégançon 

Nur einen Katzensprung entfernt von Bormes-les-Mimosas liegt auf einer Halbinsel im Meer das imposante Fort de Brégançon - die Sommerresidenz der französischen Präsidenten. Seit 2014 ist es für die Öffentlichkeit für Besichtigungen freigegeben. Hier kann man sich ansehen, wie stilvoll die Präsidenten der Republik ausspannen oder Staatsgäste empfangen. Zu besichtigen sind die Zimmer und die Gärten, außerdem kann man die grandiose Aussicht auf die Iles d’Or und die wilden Strände von Cabasson und Brégançon bewundern. Der Besuch muss allerdings im Vorfeld angemeldet werden und ist naturgemäß auch nur dann möglich, wenn der französische Präsident nicht zugegen ist oder Staatsgäste empfängt. Das Warten lohnt aber, denn allein der Ausblick vom Fort über die Strände, Buchten und Pinienwälder ist grandios. Wer dann Appetit auf ein Mittagessen bekommt, ist im Restaurant La Cabasse neben dem Fort de Brégançon genau richtig. Ganz in der Nähe liegt auch das Weingut Domaine Château Malherbe, auf dem man die preisgekrönten Weiß-, Rosé- und Rotweine probieren kann. Wer möchte, kann sich hier übrigens auch E-Bikes ausleihen und damit die Weinberge erkunden. 

Meeresfrüchte in Le Lavandou 

Ebenfalls einen Abstecher an die Côte d´Azur wert ist der Badeort Le Lavandou, der für seine zwölf feinen Sandstrände berühmt ist. Ein typisches Essen der Region im Restaurant L’Auberge Provençale direkt im Ortszentrum sollte man sich nicht entgehen lassen. Die Küche ist exzellent und der Service ausgesprochen freundlich. Auf einer Bootsfahrt der Vedettes îles d’Or zu den schönsten Stränden kann man sich dann im Anschluss aussuchen, wo man seinen Verdauungsschlaf halten möchte. Alternativ zu empfehlen ist ein Besuch des Weinguts Domaine de l’Anglade, das seit drei Generationen der Familie Van Doren gehört und 40 Hektar umfasst. Gut 18 Hektar davon sind von Pinienwäldern geschützte Weinberge. Wer sich am Abend noch etwas Besonderes gönnen möchte, kann sich einen Tisch im Restaurant La Pignato von Camille Cimbault reservieren, einer ausgezeichneten „Maître Restaurateur“.

Für alle, die über Nacht in Le Lavandou bleiben möchten, gibt es einerseits mehrere Campingplätze, die meist allerdings nur von Frühjahr bis Herbst geöfffnet haben, sowie einen ganzjährig nutzbaren großen Wohnmobilstellplatz. Am nächsten Tag empfiehlt sich dann ein etwa 30-minütiger Spaziergang auf dem Küstenpfad bis zum Viertel Saint Clair. Hier kann man dem Künstlerpfad Chemin des Peintres folgen und auf den Spuren von Edmond Cross und Théo Van Rysselberghe wandeln. Den Ausflug kann man auch mit einer Besichtigung des Kunstzentrums Villa Théo abschließen, dem ehemaligen Atelier des Künstlers Théo Van Rysselberghe. Für das Mittagessen bietet sich dann das Restaurant La Pinède am Strand von Saint Clair an, wo man den Mittagshunger mit Meeresfrüchten stillen kann. Mit dem Petit Train Touristique, der auf der alten Eisenbahnstrecke fährt, kann man dann alle Strände und Buchten erreichen, um sich noch ein wenig auszuruhen. Übrigens finden auch absolute Gourmets am Hafen von Le Lavandou einen lohnenswerten Zwischenstopp: das Restaurant L’Arbre au Soleil des Sternekochs Yorann Vandriessche. 

Vorweihnachtlicher Exkurs: Vin cuit in der Provence

Auch das gibt es nur in der Provence: Wer bei gekochtem Wein oder dem sogenanntem Vin cuit an Glühwein denkt, liegt definitiv falsch. Die provenzalische Weihnacht ist von Traditionen geprägt, bei denen auch der Vin cuit seinen Platz hat. Diesen genießt man zu den 13 weihnachtlichen Desserts, die der christlichen Symbolik entsprungen sind. Warum aber nun gekochter Wein? Es handelt sich dabei um einen Sauser, einen sich in Gärung befindlichen Traubenmost, der auf offener Flamme reduziert wird und anschließend im Fass lagert. Dieser Trunk ist mit einem Alkoholgehalt von 14 bis 15 Prozentpromille nicht zu unterschätzen. Das Reisemobil sollte man nach dem Genuss dieses Getränks auf jeden Fall stehen lassen.

Vergleichbar ist der Vin cuit mit dem italienischen Vino cotto. Er ist jedoch nicht zu verwechseln mit dem Vin cuit aus der Schweiz, der vor allem in den Kantonen Freiburg und Waadt verbreitet ist. Hierbei handelt es sich um Birnel, einen eingedickten Birnen- oder Apfelmost. In der Provence erfährt der Vin cuit gerade ein Revival seit sich 16 Produzenten zwischen Aix-en-Provence und Les Trets in einer Vereinigung zusammengeschlossen haben. Einfach mal probieren!

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