Der Steilküstentrail von Bülk

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Der Steilküstentrail von Bülk

„Der perfekte Singletrail für Mountainbiker“

Es gibt wundervolle Länder, tolle Landstriche und grandiose Ortschaften, die man mit dem Bike erkunden kann. Aber manchmal ist es nur ein einziger Weg, der sich in dein Gehirn brennt. Es ist der Trail, den du in Gedanken nachfährst, wenn du zu Hause sitzt. Der einmalige Trail, der an kalten Wintertagen deine Lust am MTB stillt. Der unbeschreiblich schöne Trail, der dir Glücksgefühle beschert, wenn du ihn fährst. Es ist der Trail, der durch deine Träume geistert. Der Trail, auf dem du dich lebendig wie nie fühlst – dieser Trail ist der Grund, warum du Mountainbike fährst.

Von solchen Traumtrails handelt diese Serie:

  • Land: Deutschland
  • Ort: Bülk/Schleswig-Holstein
  • Länge: 25 Kilometer (hin und zurück)
  • Schwerpunkt: XC/Trail  
  • Schwierigkeitslevel: leicht

Stellvertretend für die tollen Biketrails im Norden widmen wir diese Folge einem ganz besonderen Leckerbissen: dem Steilküstentrail von Bülk. Er ist zwar technisch einfach, bietet dafür aber Natureindrücke, die nahezu einmalig sind.

Unser Startpunkt Bülk befindet sich circa 15 Kilometer nördlich von Kiel, direkt an der Ostsee. Wir treffen uns am kleinen Bülker Leuchtturm, der auf den Spitznamen „Bülki“ hört. Mit dabei unser Garmin Edge 705. Es soll uns heute mal nicht den Weg über unsere Hausstrecke lotsen, den wir natürlich aus dem Effeff kennen, sondern alle wichtigen Daten der Strecke aufzeichnen. Bevor es losgeht, aktivieren wir den Aufnahme-Modus in unserem Garmin, der Track wird nun automatisch mitgeschnitten. Das Gerät speichert alle paar Sekunden oder Meter die genauen Positionsdaten, die später wieder abgerufen werden können.

Nur wenige Meter rollen wir über Asphalt, bis wir in den ersten kleinen Wald kommen. Zu unserer Rechten aalen sich die Anhänger der Freien Körperkultur am Strand, nur böse Zungen würden behaupten, dass wir exakt aus diesem Grund so häufig diesen Trail fahren.

Schnell ist das Waldstück durchquert und wir biegen rechts auf einen schmalen Singletrail ab. Dieser Trail wird für die nächsten fünf Kilometer sein Gesicht nur wenig verändern: In sanften Schwüngen schlängelt er sich hoch oben auf der Steilküste entlang, nicht breiter als eine Zeitung, an guten Tagen bretthart und schnell für wahre Heizorgien.

Der Blick kann nahezu endlos über das Meer schweifen, bis zu 30 Meter über dem Wasserspiegel ist die Aussicht überwältigend. Die Anstiege sind sanft bis kernig, doch mehr als kurze Rampen muss man nicht hinauffahren. Die nächste Abfahrt lässt niemals lange auf sich warten, mit viel Flow wird um die Kurven geflitzt und Silbermöwen kreischen dazu. Manchmal sind es nur wenige Zentimeter, die einen von der Abbruchkante trennen, Vorsicht ist also ratsam, gefährlich ist es allerdings nie. Nur am Anfang der Saison oder nach einem starken Sturm sollte man mit Weitsicht fahren: Nicht selten kommt es vor, dass ein Wegstück, das man gestern noch gefahren ist, plötzlich 20 Meter tiefer am Strand liegt.

Besonders zu empfehlen ist dieser Abschnitt zur Zeit der Rapsblüte im Mai. Auf einem nur lenkerbreiten Weg fährt man durch ein endloses gelbes Meer, in der Luft hängt ein süßlicher Duft, man ist hin- und hergerissen zwischen Tunnelblick und grandioser Fernsicht.
Nach fünf Kilometern erreichen wir den Wald von Surendorf. Technisch wird es nun etwas interessanter, besonders wenn man die kleinen Sprünge und Anlieger mitnimmt, die hier gebaut wurden. Es geht im engen Slalom um die Bäume, vorbei am Restaurant Seeschlößchen, ein Stopp lohnt auch hier, um die Aussicht zu genießen. Oft gibt es verschiedene Strecken, die parallel nebeneinanderher laufen und die man ganz nach Geschmack wählen kann. Falls eine Klingel das Bike ziert, empfiehlt es sich, diese vor unübersichtlichen Kurven zu benutzen, der Wald ist auch bei Spaziergänger beliebt. Konflikte zwischen Bikern und Hikern sind uns allerdings nicht bekannt.

Wir verlassen den Wald wieder und genießen ein weiteres Stück Steilküste, bis wir nach einem kurzen Treppendownhill auf die Promenade von Surendorf gelangen. In der „Strandoase“ zischen wir eine eiskalte Apfelschorle und schauen den Katamaranen und Windsurfern zu. Wer genug Zeit mitgebracht hat, kann den Trail noch 15 Kilometer weiter bis nach Eckernförde folgen, wir haben für unsere Feierabendrunde die Strandoase als perfekten Wendepunkt ausgewählt. Von unserem Garmin lesen wir die aktuellen Daten ab: 12,5 Kilometer, 180 Höhenmeter, 40 Minuten Fahrzeit. Natürlich könnte man die Rückfahrt auch auf anderem Wege bestreiten, aber wir fahren diesen Weg erneut – dieses Mal natürlich in die entgegengesetzte Richtung, was dem Trail ein ganz anderes Gesicht verleiht.

Daheim am PC lassen wir die Tour noch einmal Revue passieren. Wir können nicht nur die genauen Tourdaten ablesen, die das Garmin Edge GPS aufgenommen hat, sondern auch noch Ungenauigkeiten im Tourverlauf (z.B. kleiner Abstecher ins Gebüsch) korrigieren. Streckenlänge, Höhenmeter und Höhenprofil, Puls, gefahrene Zeit – all das liegt in exakten Daten vor uns. Mittels Google Earth können wir den Track sogar noch einmal im 3-D-Flug erleben, im Sturzflug geht es haarscharf über der Ostsee noch einmal über den Bülker Traumtrail!

Weitere Informationen zu Thema MTB, Downhill, Marathon, CrossCountry finden Sie bei pedaliéro, dem Magazin für Geländeradsport.

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