Toskana – mit Leib und Seele

van Michael Kniese

Toskana – mit Leib und Seele

Unsere große Reise 2019 ging in die Toskana, der deutschen liebstes Italien. Wir reisten unter dem Motto "Toskana – mit Leib und Seele". Wir wollten einerseits die Landschaft, den Flair und die Entschleunigung auf uns wirken lassen und andererseits die kulinarischen Schätze der Toskana entdecken; Chianti, Brunello, Nobile, Salami, Schinken... Was immer die Toskana für Seele und Gaumen zu bieten haben. Aber anders als in den vergangenen Jahren wollten wir nicht Sehenswürdigkeiten "abhaken", sondern reisen nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel". Unsere Reiseplanung hatten wir mit Hilfe einer Karte Toskana, den ADAC Tourguide Toskana und FREEONTOUR erstellt; das Programm hat auch unsere vorläufige Stellplatzauswahl bestimmt (auch wenn wir uns im Einzelfall anders entschieden haben). Schneller und bequemer habe ich eine Tour noch nie geplant. Über euer Feedback in den Kommentaren oder unter info@nanuq-womoblog.de würden wir uns sehr freuen. Folgt uns auch auf Youtube: youtube.com/nanuqwomoblog. Dort findet ihr (demnächst) die Videos zu unserer Reise.

Van Campingplatz Mainkur naar Campingplatz Mainkur, Frankfurter Landstraße, Maintal, Deutschland
3304 Kilometer 25 Dagen 47 Waypoints
Dag 1

Campingplatz Mainkur

Frankfurter Landstraße 107, 63477, Maintal/Frankfurt am Main, Deutschland
Von hier starten wir unsere Touren, so auch unsere Reise in die Toskana. Fertig gepackt, alles gefüllt und vorsichtshalber gewogen starteten wir am Abend Richtung Süden.

Stellplatz am Mainufer

Fährgasse, 97892, Kreuzwertheim, Deutschland
Unsere erste Etappe führte uns am frühen Abend nach Kreuzwertheim. Wir hatten uns für diese ziemlich kurze Etappe gleich nach dem Arbeitstag entschieden, damit wir nicht im morgendlichen Berufsverkehr durch Frankfurt und über die A3 müssen. So können wir ganz entspannt losfahren. Abgesehen davon haben wir wieder einen Abend vor großartiger Kulisse, dem beleuchteten Wertheim mit seiner Burg. Besser kann ein Urlaub doch gar nicht anfangen, oder?
Dag 2

Stellplatz Füssen/Camper‘s Stop

Abt-Hafner-Straße 9, 87629, Füssen, Deutschland
Die zweite Etappe auf dem Weg in die Toskana. Der Camper's Stop Füssen liegt recht praktisch dicht am Weg in den Süden. Wir haben den Tipp von Hartmut Conrad, einem anderen Blogger. Auch wenn er nicht idyllisch gelegen ist, praktisch ist er allemal. Mitten im Gewerbegebiet mit Aldi, Lidl etc. in unmittelbarer Nähe bieten die Möglichkeit, die Vorräte nochmal aufzufüllen. Wer mehr Zeit hat - er ist ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung.
Dag 3

Stellplatz Schneeburghof

Segenbühelweg 26, 39019, Dorf Tirol, Italien
Da wir uns entschieden hatte, nicht, wie üblich über den Brenner zu fahren, sondern über den Fernpass und den Reschenpass, haben sich unsere Pläne etwas geändert. Auch wenn die Fahrt über die beiden Passstraßen dank der geringen Steigung bzw. des Gefälles für ein Wohnmobil recht problemlos zu bewältigen ist, so haben wir es in einer Etappe nicht bis zum Gardasee geschafft. Das hätte sich auch nicht geändert, wenn wir die ausgedehnte Pause am Reschensee (der Parkplatz kostet 1 €/60 Min.) nicht eingelegt hätten. Dann hätten wir allerdings etwas verpasst.
Wir haben uns für einen Stellplatz bei Meran entschieden, den Stellplatz Schneeburghof in Dorf Tirol. Ein großer Platz für ca. 50 Mobile, mit einer Gaststätte, WC, Duschen, WLAN, V/E und Strom. Und, man ist bequem in 30 Minuten bergab nach Meran gelaufen.
Am letzten Abend haben wir die Probe im Restaurant gemacht und waren begeistert. Echte Wiener Schnitzel - heiß, zart, saftig und die Panade bis zum Schluss knusprig. Und als Nachtisch einen Apfelstrudel mit Vanilleeis und Sahne - den haben wir uns aber geteilt.
Ach ja: der Schneeburghof baut auch selber Wein an. Und auch den können wir wirklich empfehlen.
Dag 4

Meran, Südtirol, Italien

Meran - Kurstadt in Südtirol. Elisabeth (Sissi), Kaiserin von Österreich, hat hier öfters logiert. Klein, recht überschaubar (zumindest die Altstadt) aber wirklich schön und sehenswert. Für einen Besuch ist der Stellplatz Schneeburghof ideal. Man kann in ca. 30 Minuten vom Stellplatz aus bergab und dabei zum Teil über die Tappeiner Promenade gehen. Wer sich noch den Kräutergarten und den Pulverturm, eine der Sehenswürdigkeiten, die auf dem Weg liegen, anschaut, braucht natürlich etwas länger bis zur Kirche St. Nikolaus und zur Barbara Kapelle, direkt in der Altstadt. Wir haben die Tappeiner Promenade am Tiroler Steig verlassen und sind direkt in die Altstadt gelangt. Von St. Nikolaus aus gelangt man auch direkt zur Laubengasse, eine mittelalterliche Straße, rechts und links gesäumt von Häusern mit Laubengängen. In den Laubengängen findet man heute Restaurant, Bekleidungsketten, Schuhläden, fast alle mit modernen Schaufenstern, die nicht so recht zu den alten Häusern passen wollen. Aber auch Gänge, Treppenhäuser, Hinterhöfe... Heute meistens die Gärten von Restaurants oder Weinstuben. 
Von St. Nikolaus aus gesehen gelangt man am hinteren Teil nach rechts zur Seilbahn, die einen bequem wieder den Berg hinauf bringt und nach links zur Touristeninformation, zum Kurhaus und am Fluss zur Kurpromenade. Flaniert man nach links am Kurhaus vorbei gelangt man zum Stadttor und, auf dem anderen Flussufer, zur Heilig Geist Kirche, einem ehemaligen Spital.
Es gibt sicherlich noch einiges anderes zu Sehen in Meran - für uns sollte es reichen. Aber, da wir einmal Südtirol als eigenes Reiseziel besuchen wollen, bietet sich dann noch die Gelegenheit.
Dag 5

Arbeitstag

Heute haben wir einen Arbeitstag eingelegt; Videos schneiden, Bilder (aus)sortieren und bearbeiten, Social Media aktualisieren. Und ansonsten mal faulenzen und den Urlaub genießen.
Dag 6

Area Sosta Camper Lugana Marina

Via Cantarane 18, 25019, Sirmione, Italien
Nach unserer ungeplanten Pause auf dem Schneeburghof in Tirol geht es nun weiter in Richtung Süden und zwar an den Gardasee. Der Stellplatz liegt direkt am See, nur getrennt durch eine Liegewiese und durch den Uferweg (Fahrräder und Fußgänger). Vom Stellplatz aus ist man mit dem Fahrrad in ca. 20 Minuten direkt an der Scaligerburg in Sirmione. Besonders für Kinder ist der Gardasee am Stellplatz geeignet, denn es bleibt lange flach.
Gerade im Sommer sollder Platz recht voll sein, so dass man hier besser reserviert.
Dag 7

Sirmione, Italien

Via Giacomo Leopardi, 9, 25019 Sirmione BS, Italien
Unseren Kurzaufenthalt haben wir dazu genutzt, uns Sirmione anzuschauen. 
Sirmione ist eine durch und durch vom Tourismus geprägte Stadt. Dennoch hat sie ihren eigenen Charme. Wir haben uns für den Stadtrundgang auf die Altstadt beschränkt. Die Fahrräder haben wir unterhalb der Burg am Hafen angeschlossen; sie mit in die Altstadt zu nehmen ist verboten und es wird streng kontrolliert.
Hinter der Burg eröffnen sich die alten Gassen, geprägt von Souvenirgeschäften, Restaurants und Eisdielen. Das Eis, das wir hatten, war hervorragend; 2 "Kugeln" für 4 Euro. Bei uns zu Hause hätte man da 4 Kugeln draus gemacht. Damit war der Preis ok.
Nach unserem Rundgang haben wir uns noch eine kleine Erfrischung in der Bar des Hotels Meridiana in der Via Caio Valerio Catullo gegönnt. Dort gibt es ein super Craft Weizenbier, Knabbereien sind im Preis inbegriffen.


Rocca Scaligera

Piazza Castello, 34, 25019 Sirmione BS, Italien
 Im Burghof befindet sich ein 47 Meter hoher Turm und drei Ecktürmen. Die Zinnen und die Schießscharten vermitteln einen guten Eindruck davon, wie man eine Burg verteidigte. Der Turm wurde im Mittelalter als Waffenkammer genutzt und war die Hauptanlage des Militärs. Heute kann man auf den Turm steigen und von oben einen wundervollen Ausblick auf den Gardasee und die Stadt Sirmione genießen. Vor allem jedoch diente die Burg dazu, die Stadt Sirmione gegen Feinde zu schützen. Die Ringmauer spielt dabei eine wichtige Rolle, denn sie trennt Sirmione komplett vom Festland ab. Der Zutritt zur Stadt ist nur über eine Zugbrücke möglich. So beherrscht die Burg noch heute das Bild des Städtchens Sirmione.
Die Scaliger-Burg, Rocca Scaligera, wurde im 13. Jahrhundert begonnen und schirmte die Landzunge mit der Altstadt von Sirmione hermetisch ab. Über mehrere schwere Zugbrücken konnte der Zugang effektiv verhindert werden und die Burg besaß auch einen eigenen mit dicken Mauern geschützten Hafen. 1405 fiel Sirmione allerdings an Venedig, woran auch der venezianische Löwe über dem Eingangsportal erinnert. In venezianischem Besitz blieb die Burg bis zum Ende der österreichischen Monarchie und ging dann in den Gemeindebesitz von Sirmione über. Im Burghof befindet sich ein 47 Meter hoher Turm, der im Mittelalter als Waffenkammer genutzt wurde. Heute kann man auf den Turm steigen und von oben einen wundervollen Ausblick auf den Gardasee und die Stadt Sirmione genießen.
Die Grotten des Catull (man kann ein Kombi-Ticket kaufen) waren am Tag unseres Besuchs leider geschlossen, so dass wir uns mit einem Luftbild zufrieden geben mussten.
Infos: gardasee-info.com/informationen/kultur/rocca-scaligera/


Grotten des Catull

Piazza Orti Manara, 4, 25019 Sirmione BS, Italien
An der Inselspitze von Sirmione liegen die Ruinen eines großen römischen Landhauses aus dem 2. Jahrhundert, die so genannten Grotten des Catull.
Kunstvolle Freskenreste und wunderschöne Mosaike deuten auf die prachtvolle Ausstattung des einstigen Anwesens hin.
Infos: gardasee.de/ausflugsziele/grotten-catull

Dag 8

Firenze, Italien

Via del Gelsomino, 7-9, 50125 Firenze FI, Italien
Chiao Lago di Garda, buona sera Firenze. Heute sind wir am Nachmittag in Florenz angekommen und wieder auf dem Stellplatz gelandet, auf dem wir bereits vor 2 Jahren gestanden haben. Nicht der beste Platz, aber zentral gelegen, nachts trotz Innenstadt nicht allzu laut. Außerdem mangelt es etwas an brauchbaren Alternativen. Wer außerhalb stehen möchte und auf sein Glück vertraut, der kann hier mit dem Womo auch stundenweise stehen. Die Tagesgebühr für 24 Stunden beträgt 15 Euro. Die Buslinie 11 fährt direkt vor dem Platz ab. Außerdem gibt es V/E,  im Preis enthalten. Bei der Anfahrt an den Stellplatz vorsichtig sein, sonst ist man ganz schnell an der Einfahrt vorbei!
In die Altstadt von Florenz könnt ihr entweder laufen: am Stellplatz die Via Gelsomino hoch. An der Kreuzung links in die Viale del Poggio Imperiale. Der folgt ihr bis zur Porta Romana, wo ihr im Kreisverkehr halb links in die Via Romana abbiegt, die euch direkt zum Ponte Vecchio führt. Dauer ca. 30 Minuten). Oder ihr nehmt den Bus Linie 11, der direkt vor dem Stellplatz abfährt (gleiche Straßenseite). Tickets gibt's in Tabakgeschäften (1,50 einfache Fahrt) oder beim Fahrer (2,50). Ausstieg ist an der Station Frescobaldo, das ist die 5. Station. Achtung: zurück geht der Bus an der Ecke Lungarno Soderini/Ponte alla Carraia, das ist die 2. Brücke nach dem Ponte Vecchio und eine Brücke nach der, an der man ankommt. Die Station am Stellplatz heißt dann Gelsomino 1 und es sind mehr als 5 Stationen.
Florenz ist nicht nur eine große Stadt, wobei man die Altstadt bequem zu Fuß "erlaufen" kann, sie hat auch extrem viel zu bieten. Plazzi, Museen, Piazzas - so viel, dass man bestimmt mindestens Woche braucht, um alles zu sehen. Wir müssen uns leider auf das Wesentliche beschränken.
Dag 9

Palazzo Strozzi, Piazza degli Strozzi, Florenz, Italien

Piazza degli Strozzi, 50123 Firenze FI, Italien
Nach der Ankunft an der Busstation sind wir zunächst über die dortige Brücke. Nach ersten Orientierungsproblemen haben wir den Palazzo Strozzi gefunden. Ein Kunstmuseum mit freiem Eintritt in den imposanten Innenhof. Dieser ist wirklich sehr schön, leider hat eine Installation moderner Kunst (Hängematten mit Rasseln) eine Beeinträchtigung des architektonischen Gesamteindrucks zur Folge.
Das Besondeream Palazzo Strozzi ist die Entstehungsgeschichte. Strozzi wollte einen prunkvolle Palast bauen, fürchtete aber den Zorn der Medici. Also streute er, dass seine Familie plane, eine kleine, bescheidene Depandance in Florenz zu errichten. Daraufhin wurde ihm von den Medici deutlich beschieden, gefälligst eine Residenz zu bauen, die dem Ansehen von Florenz und dem seiner Familie würdig wäre. Das ließ sich Strozzi nicht zwei mal sagen...
Infos und Tickets: https://www.palazzostrozzi.org


Museo di Palazzo Davanzati, Via Porta Rossa, Florenz, Italien

Via Porta Rossa, 13, 50123 Firenze FI, Italien
Der Palazzo Davanzati, der ganz in der Nähe des Palazzo Strozzi liegt, hat im Laufe seiner Geschichte mehrfach den Besitzer gewechselt, wurde knapp Opfer eines Abrisses im Rahmen der Städteplanung Anfang des 20. Jahrhunderts, mehrfach umgebaut aber präsentiert sich heute in alter Pracht.

Der Palazzo aus dem 14. Jahrhundert zeigt das gehobene Leben der oberen florentiner Bevölkerung im 14. bis 16. Jahrhundert. Aufwändige Fresken, die die einzelnen Zimmer ausschmücken, Wasser in jedem Stockwerk, Toiletten und Bäder ebenfalls in jedem Stock zeugen vom gehobenen Lebensstandard der Besitzer.
Der Palazzo Davanzati ist für uns das schönste Gebäude nach dem Palazzo Vecchio und unbedingt einen Besuch wert.

Piazza del Mercato Nuovo, Florenz, Italien

Piazza del Mercato Nuovo, Firenze FI, Italien
Der "Neue Markt" wurde ursprünglich gebaut für die Händler von Gold, Seide und anderen Luxusgütern. War es ursprünglich nur ein Marktplatz, bekam er im 16. Jahrhundert seine Säulenhalle. Heute ist es ein Markt für Lederartikel aller Art, auf jeden Fall interessant anzuschauen.
Das bronzene Wildschwein aus dem 17. Jahrhundert soll Glück bringen, wenn man ihm über den Rüssel reibt. Man kann dem Ganzen auch noch mit einer Münze, die man dem Wildschwein ins Maul legt, nachhelfen, sofern sie denn nach dem Loslassen im Ablauf verschwindet.

Dom Von Florenz, Piazza del Duomo, Florenz, Italien

Piazza del Duomo, 50122 Firenze FI, Italien
Der florentinische Dom ist eins der beeindruckensten Gebäude, die wir gesehen haben. Größe und Fassade sind absolut prachtvoll, Mamorverkleidet strahlt der Dom förmlich in der Mittagssonne. Und er ist von einer Größe, die es schier unmöglich macht, ihn in voller Pracht und mit allen Teilen (Dom mit Kuppel, Taufkapelle und Glockenturm) auf's Bild zu bekommen.
Wie bei den wesentlichen Museen von Florenz, den Uffizien und der Akademie, muss man auch hier Tickets im Voraus bestellen. Lange im Voraus. Sonst passiert das, was uns passiert ist: die Domkuppel  (zwei sich gegenseitig stützende Kuppelschalen überspannen 41 m Raumdurchmesser)war die nächsten Tage bereits völlig ausgebucht, die Taufkapelle war auch erst wesentlich später am Tag verfügbar und den Glockenturm (85 Meter, 414 Stufen) kann man nicht separat buchen.
Und was man für den Dom, in den man ohne Ticket kommt, braucht, ist Geduld. Ewiges Anstehen in sengender Sonne ist an der Tagesordnung. Der Dom selber ist unserer Meinung nach eher etwas schlicht geraten.
Der älteste Teil der gesamten Anlage ist übrigens das achteckige Battisterio San Giovanni, die Taufkirche aus dem 11./12. Jahrhundert. Das Highlight sind die vergoldeten Bronzetüren. Dabei handelt es sich, wie bei vielen Kunstwerken im Freien, um Kopien. Die Originale befinden sich im Dommuseum.

Das Museo dell'Opera del Duome, das Museum der Dombauhütte zeigt Kunstwerke des Doms und der Taufkapelle.

Also: gute Planung und mindestens eine Woche im Voraus ordern!

Orsanmichele, Florenz, Italien

50123 Florenz, Italien
Orsanmichele - Die Kirche erinnert so gar nicht an eine Kirche. Das ist aber auch kein Wunder, denn sie wurde 1337 als Getreidemarkt erbaut. Ein hier aufgestelltes Marienbild erwies sich als wundertätig, so dass die Halle kurzerhand 1380 zur Kirche wurde. Die Arkaden wurden zugemauert und im oberen Teil baute man gotische Fenster ein. In den Nischen an der Außenwand stellten die Zünfte ihre Schutzheiligen auf; die Originale sind Montags im Museum im Obergeschoss zu sehen.
Der Eintritt zur Kirche ist frei.

Piazza della Signoria, Piazza della Signoria, Florenz, Italien

Piazza della Signoria, 50122 Firenze FI, Italien
Die Piazza della Signoria, benannt nach der Signoria, der republikanischen Regierung der Stadt Florenz, ist der wichtigste Platz der Stadt. Auf ihm steht nicht nur der Palazzo Vecchio, sondern auch eine Reihe berühmter Skulpturen, wie Michelangelos David (das Original steht in der Accademia), Hercules und Cacus von Bandinelli oder das Reiterstandbild Cosimo I. de Medici. Auf dem Platz ist auch die Loggia di Lanzi, eine Arkadenhalle in der früher die Empfänge der Stadt Florenz abgehalten wurden und die ebenfalls mit Statuen bevölkert ist.

Palazzo Vecchio, Piazza della Signoria, Florenz, Italien

Piazza della Signoria, 50122 Firenze FI, Italien
Eigentlich sollte der Palast, dessen Bau zusammen mit dem Dom 1299 begonnen wurde, Sitz des Stadtrates werden und so war sein ursprünglicher Name auch Palazzo della Signoria. Nachdem die Medici an die Macht gekommen waren, ließen sie den Palast ab Mitte des 16. Jahrhunderts üppig ausstatten. Zum Palazzo Vecchio, zum "Alten Palast" wurde das Gebäude, nachdem die Medici ihren Palazzo Pitti auf der anderen Seite des Arno gebaut hatten.
Der Palazzo Vecchio ist ein Muss, wenn man in Florenz ist. Wand- und Deckengemälde, Skulpturen, die Privatgemächer - das alles ist einfach sehenswert.

Ponte Vecchio, Florenz, Italien

Ponte Vecchio, 50125 Firenze FI, Italien
Der Ponte Vecchio, die "Alte Brücke" wurde 1345 errichtet und bereits damals beidseitig mit Ladenzeilen bebaut. Metzger, Gerber und Fischhändler hatten hier ihren Sitz. Für die Medici wurde darüber ein Korridor angelegt, damit diese von ihrem neuen Palast, den Palazzo Pitti, auf die andere Seite zu den Verwaltungsgebäuden gelangen konnten.
Allerdings "stank" es den Medici im wahrsten Sinne des Wortes, wenn sie über den Ponte Vecchio mussten. Also verfügten sie kurzerhand, dass nur noch Goldschmiede auf der Brücke ihr Gewerbe betreiben durften. Und das ist bis heute so geblieben.
Der Ponte Vecchio hat es übrigens auch ins Kino geschafft: In dem Film Parfum von Süskind ist der Ponte Vecchio Vorbild für die Seine-Brücke, auf der der Parfümeur Baldini wohnt.

Uffizien, Piazzale degli Uffizi, Florenz, Italien

Piazzale degli Uffizi, 6, 50122 Firenze FI, Italien
Die Uffizien, ehemals der "Bürokomplex" der Stadtverwaltung, von Cosimo I. de Medici 1559 in Auftrag gegeben, beherbergt heute eine der bedeutendsten Kunstsammlungen der Welt. 
Wer sich die Werke von Tizian, Raffael, Leonardo da Vinci, Michelangelo, Dürer... anschauen möchte, sollte frühzeitig buchen. Mindestens 3-4 Tage im Voraus per Internet und auf der offiziellen Seite der florentinischen Museen. Oder man hat ein paar Stunden Zeit, sich für eine Eintrittskarte anzustellen. 
Aber ein Besuch lohnt sich, die Werke und die schiere Menge an Kunstwerken ist absolut überwältigend, auch wenn wir irgendwann das Gefühl hatten, etwas überfordert zu sein.
Aber ehrlich: was ist ein Florenzbesuch ohne die Uffizien?

Piazzale Michelangelo, Florenz, Italien

Piazzale Michelangelo, 50125 Firenze FI, Italien
Auch wenn es eine ordentliche Strecke ist - die Wanderung oder Fahrt zur Piazzale Michelangelo lohnt sich. Von dort aus hat man die schönste Aussicht auf Florenz und seine Innenstadt.
Dag 10

Punto Sosta per Camper

Via Montebeni, 50026, Greve in Chianti, Italien
Den Tipp, nach Greve zu fahren, haben wir von Ilona, auch Nutzerin von FREEONTOUR, bekommen. Da wir ohnehin ins Chianti wollten, sind wir dem Tipp gefolgt und es hat sich definitiv gelohnt. Greve verfügt sogar über einen eigenen Stellplatz in der Nähe der Innenstadt, so dass man bequem in 13 Minuten rein laufen kann. Der Stellplatz ist kostenlos mit V/E aber ohne Strom. Er liegt direkt neben dem Schwimmbad, so dass es tagsüber nicht ganz leise ist, was uns aber nicht gestört hat.
Greve selber hat zwar eine kleine Altstadt, aber diese ist schön verträumt mit ihren Ladengalerien, Geschäftchen, Restaurants. Die Piazza Matteotti ist von Arkaden und mehreren Palazzi gesäumt und hier finden viele Märkte statt. Der Platz war während des Mittelalters der Marktplatz des Castello Montefioralle, einer Burg, die heute noch den Ort überragt.  Auf der Piazza Matteotti befindet sich die Statue des Giovanni da Verrazzano. Dieser berühmte Forschungsreisende entdeckte einst die Bucht von New York.
Etwas ganz besonderes ist auch ein Besuch in der "Macelleria Falorni". Ein Geschäft, in dem der Himmel voller Schinken hängt. Und Salami in allen Variationen. Verschiedene Käsesorten und Weine. Auch zum probieren in der eigenen Weinbank. Und einen Bereich, wo man gemütlich schlemmen kann... Der Himmel auf Erden.
Dag 11

Greve in Chianti, Italien

Piazza delle Cantine, 2, 50022 Greve in Chianti FI, Italien
Wir hatten Glück und waren auch am Samstag noch in Greve, denn Samstag ist Markttag. Wir lieben Markttage. Es ist für uns, die wir aus einer Großstadt kommen, immer wieder erstaunlich zu sehen, dass in anderen Ländern wie Italien und Frankreich Märkte noch immer eine wichtige Einkaufsmöglichkeit darstellt. Kleidung, Haushaltsgegenstände aber auch natürlich Gemüse, Obst, Fisch und Fleisch. Das alles zu sehen, das bunte Treiben, die Gerüche und Farben, das geschäftige Gewusel der Menschen - das macht für uns die Faszination von Märkten aus. Und natürlich finden wir auch immer etwas zum Probieren und mitnehmen. Richtig lecker waren die Brötchen mit gegrilltem Wildschwein


Montefioralle, Florenz, Italien

50022 Montefioralle, Florenz, Italien
Wenn ihr in Greve seid, besucht die Touristeninformation. Dort gibt es interessante Informationen, so zum Beispiel eine Wandertour nach Montefioralle und, wenn man Zeit und Lust hat und einen die Hitze nicht ausbremst, im weiten Bogen wieder zurück nach Greve. Das Besondere an der Tour ist, dass man an verschiedenen Punkten vorbeikommt, an denen Künstler ihre Werke präsentieren.
Gerade wegen der starken Hitze haben wir es allerdings nur bis Montefioralle geschafft und sind dann, fast auf dem gleichen Weg, wieder zurück gegangen.
Montefioralle selber kann man zu Fuß in etwa 20 Minuten erreichen. Es ist eines der ältesten Dörfer der Chianti-Region und war im Mittelalter eine der größten militärischen Festungen der Region. Auch heute noch ist Montefioralle von den originalen Mauern umgeben, zwei achteckigen Festungsmauern mit vier Stadttoren. Auf einem Spaziergang kann man die hübschen auf Bögen gebauten Häuser und die vielen Durchgänge bewundern.
Dag 12

Castellina in Chianti, Siena, Italien

53011 Castellina in Chianti SI, Italien

Südlich von Greve fängt das Chianti erst an, richtig schön zu werden (so die Dame aus der Touristeninformation). Und in diesem besonders schönen Teil liegt Castellina in Chianti, eine der typischen Orte des Chianti und der Toskana. Und der Ort ist wirklich schön, hat Charme, abseits der "normalen" touristischen Ziele. Hier, wie auch in den anderen Dörfern und Städtchen der Toskana kann man Italien noch erleben, förmlich spüren.

Unser Stadtrundgang führte uns zunächst zur Kirche San Salvatore aus dem 16. Jahrhundert. Sie beherbergt wertvolle Kunstschätze, wie das Madonnenfresko von di Lorenzo aus dem 14. Jahrhundert. Weiter ging es durch die Gassen zur Fortezza aus dem 15. Jahrhundert, in der sich auch das Archäologische Museum befindet. Die kleine Sammlung zeigt Kunst der Etrusker und ist einen Besuch wert, insbesondere auch, da man nur durch das Museum auf den Turm kommt, von dem aus man einen phantastischen Ausblick auf die Stadt und die umgebende Landschaft hat.
Wieder zurück erst mal eine kleine Pause im Feinkostgeschäft "la bottega del borgo food and wine". Das nicht so ganz zeitgemäße Plastikgeschirr mag ökologische Gewissensbisse verursachen, die das  Essen und der Wein aber schnell wieder vergessen machen. Die eingelegten Kirschpaprika mit Thunfischpaste sind der Hammer. Davon haben wir dann noch einige mitgenommen. 

Nach der Stärkung geht es dann weiter zu unserem vorletzten Highlight, dem zugänglichen Teil des die Stadt ehemals umgebenden Tunnelgangs. Hier findet man Kunstgewerbeläden und Restaurants.
Ach ja, da ist noch der allgegenwärtige schwarze Hahn, auf dem man überall im Chianti stößt. Er ist nicht nur das Logo des 1924 gegründeten Schutzkonsortiums des Chianti Classico sondern es gibt dazu auch noch eine Geschichte. Um den endlosen Konflikt zwischen Florenz und Siena zu beenden entschieden beide Städte im 13. Jahrhundert, dass zwei Ritter beim ersten Hahnenschrei aufbrechen und auf die gegnerische Stadt zureiten. Der Treffpunkt sollte die neue Grenze sein. Die Sieneser verwöhnten ihren weissen Hahn, damit dieser laut krähen sollte. Im Gegensatz dazu wählten die Florentiner einen schwarzen Hahn, den sie kaum fütterten, so dass er am entscheidenden Morgen lange vor Sonnenaufgang hungrig krähte. So konnte sich der Reiter aus Florenz sehr früh auf den Weg machen und es gelang ihm, bis kurz vor die Tore Sienas zu kommen…

Der Stellplatz von Castellina liegt auf einem Parkplatz, der tagsüber durch den Autoverkehr, vor allem aber Motorräder etwas laut ist und auch für PKW und Busse ausgelegt ist. Er kostet 12 Euro inkl. Strom. V/E, Wasser kostet extra und man ist in ca. 10 Minuten mitten in der Stadt.

Gelateria di Castellina, Viale IV Novembre, Castellina in Chianti, Siena, Italien

Viale IV Novembre, 47, 53011 Castellina in Chianti SI, Italien
Ein Erlebnis, das man sich nicht entgehen lassen darf, wenn man Eiscreme mag. Die Gelateria di Castellina ist die Hochburg des Gelati. Auch wenn sie etwas außerhalb der Altstadt liegt (der Fußweg dauert ca. 10-15 Minuten) ist sie auf jeden Fall einen Besuch wert. Nicht nur Eiscremesorten in Hülle und Fülle, die alle dort hergestellt werden. Es ist der Geschmack der einzelnen Sorten. Unser Kriterium ist immer Pistazieneis. Wirklich richtig gutes ist schwer zu finden - aber sie haben das Beste. Und wenn man etwas Glück hat, kann man sogar bei der Herstellung zuschauen. Während man dieses köstliche Eis genießt.
Dag 13

Fattoria La Vialla, Italien

Via di Meliciano, 52029 Castiglion Fibocchi AR, Italien
Die Fattoria La Vialla ist ein nicht mehr so ganz geheimer Geheimtipp. Manch einer kennt sie und kauft auch dort ein, sei es online über das Internet oder in einem der mittlerweile drei "Speisekammern" in Deutschland. Doch wenige waren auf dem Hofgut in der Toskana. Dabei freut man sich dort über Besuch und ist auch hervorragend darauf eingestellt. La Vialla bietet nicht nur Wohnmobilstellplätze (Anmeldung über das Büro erbeten) die zwar kostenlos, dafür aber ohne Service sind. Es gibt einen Hol-/Bring-Service mit Golfcarts, ein Museum (ein Erlebnis), ein kleines Restaurant, genießen in der Beschaulichkeit des Hofs, Führungen, Weinproben... Ein Besuch dort ist schon Entschleunigung an sich. Ach ja, nahezu jeder Mitarbeiter spricht Deutsch.
Die Besonderheit von La Vialla aber ist die Tatsache, dass zwei Brüder 1978 ein völlig heruntergekommenes Hofgut übernommen und wieder hergerichtet haben und damals bereits vollständig auf biologische Landwirtschaft (heute biologisch dynamisch nach Demeter) gesetzt haben. Mit einem kleinen Lieferwagen ging's dann nach München auf die Märkte. Man sieht, auch als Biohof kann man extrem erfolgreich sein, Mut, Durchhaltevermögen und ein gutes Konzept vorausgesetzt. Allerdings gehört eine gute Portion Glück auch dazu.
Dag 14

Parkplatz Lo Sterro P 5

Via delle Lettere, 53045, Montepulciano, Italien
Der Stellplatz liegt auf einem großen Parkplatz und bietet keinen Service. Allerdings ist er tagsüber gebührenpflichtig (z. Zt. 5 €/6 Std.); zu beachten ist aber, dass die Zeiträume fest von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr und von 14:00 Uhr bis 20:00 Uhr gehen. Von 20:00 Uhr bis 8:00 Uhr ist der Platz kostenlos. Dumm halt, wenn man um 11:00 Uhr ankommt...
Auch wenn es sich um einen Großparkplatz handelt, so haben wir doch recht ruhig dort gestanden. Und das er von den Teilnehmern der verschiedenen Feste zum trainieren genutzt wird finden wir eher interessant als störend. Egal ob Fassroller, Fahnenschwinger oder Trommler.
Vom Parkplatz aus ist man mit zwei kostenlosen Aufzügen auch schnell und bequem am Fuß der Stadt. Von da allerdings geht's (bis zum Rückweg) nur noch bergauf.

Montepulciano, Siena, Italien

53045 Montepulciano, Siena, Italien
Montepulciano ist eine der typischen Städte der Toskana. Befestigt, auf einem Berg gelegen und voll Geschichte: Alte Kirchen, Palazzi und natürlich eine Burg. Aber Montepulciano hat noch etwas - den Nobile di Montepulciano. Bereits vom Kellermeister von Papst Paul III. im 16. Jh. als ausgezeichneter Wein gelobt, wird er an allen europäischen Höfen berühmt. Die Reifung muss mindestens 2 Jahre betragen, eins davon auf Holzfässern. Wer also 2019 einen 2017er Nobile kauft, wurde hereingelegt, denn der 2017 gelesene Wein darf erst ab Januar 2020 offiziell verkauft werden. Allerdings kann man ihn durchaus noch einige Jahre lagern.
Wer sich neben den Kirchen und den verschiedenen Weingütern (ein besonderes soll die Cantine del Palazzo Contucci sein), lädt die Fortezza noch zu einem Besuch ein. Dort gibt es nicht nur eine sehr interessante Ausstellung über Leonardo da Vinci sondern auch noch die Weinbank der Winzergenossenschaft. Probiert man in den Verkaufsräumen einzelner Winzer nur deren Weine, so kann man hier in der Weinbank in einer interessanten Umgebung (Glasboden über den Ausgrabungen von Zisternen) in aller Seelenruhe die verschiedenen Weine verschiedener Winzer verkosten.
Dag 15

Monticchiello, Siena, Italien

53026 Monticchiello, Siena, Italien
Monticchiello ist ein kleines verträumtes Städtchen, ebenso typisch für die Toskana wie Montepulciano. Auch wenn es klein ist, so waren die Ortschaften meist befestigt, mit starken Mauern und Wehrtürmen. So auch dieser kleine Ort. Wir sind früh angekommen an diesem Morgen, und so war eine der wenigen Sehenswürdigkeiten, die Kirche, noch geschlossen. Mein Versuch, die Türe zu öffnen wurde von einer Katze mit großem Interesse beobachtet, die offensichtlich ebenfalls in die kühle Kirche wollte. Im Touristenbüro erfährt man ein wenig über den Ort. So z. B., dass die Bürger im 13. Jh., müde waren von der anhaltenden Misswirtschaft der Kreuzritter, die die Burg als Lehen für ihre Verdienste bekamen und sich der Republik Siena anschlossen. Von da ab erlebte die Burg, oder besser der Ort, eine Blütezeit, die bis Mitte des 16. Jh. andauerte. In dieser Zeit fiel sie nach einer schweren Belagerung an Florenz.

Pienza, Siena, Italien

53026 Pienza SI, Italien
Pienza ist auf jeden Fall einen Stop wert und selbst der Weg von Süden her zeigt die Toskana wie aus dem Bilderbuch. Wenn man in Pienza der Beschilderung der Parkplätze folgt, gelangt man zu einem Wohnmobilstellplatz für 4 Mobile, der aber leider auch von PKW genutzt werden darf. Ein bisschen Glück braucht man daher schon. Aber es lohnt sich. In 5 Minuten ist man in die Altstadt gelaufen. Und die hat - natürlich - viel Geschichte zu bieten. Da ist der Palazzo Piccolomini, in dem Papst Pius II seinen Sitz hatte. Der Dom mit der Taufkapelle und dem Gängelabyrinth über mehrere Stockwerke. Der Panoramaweg...

Cappella Madonna di Vitaleta, San Quirico d'Orcia, Siena, Italien

53027 San Quirico d'Orcia, Siena, Italien
Wenn man in Pienza ist, darf man an der Cappella Madonna di Vitaleta nicht vorbeifahren. Der Weg geht zwar eine gute Strecke über eine Schotterpiste und den Rest, etwas 1 km, muss man laufen. Aber es lohnt sich. Diese Kapelle (leider geschlossen) ist das Fotomotiv schlechthin.  

Parcheggio Albergheria

Via Osticcio, 53024, Montalcino, Italien
Der Stellplatz, in einem "Vorort" von Montalcino, hat eine etwas steile Anfahrt und bei der Zufahrt von der Straße zum Stellplatz muss man aufpassen, nicht aufzusetzen. Die Stellplätze sind gepflastert und ausreichend groß, dass man Tisch und Stühle rausstellen kann. Es gibt V/E aber keinen Strom. Die Parkgebühr ist auch hier für Zeitintervalle zu entrichten, bezahlt man aber den Maximalbetrag (2 Intervalle), so erhält man einen Parkschein für 24 Stunden, anders als in Montepulciano.
Leider wird der Stellplatz auch zunehmend von Anwohnern als Parkplatz oder Abstellplatz für's eigene Womo benutzt. Aber da nicht wirklich viel los war ist das nicht weiter schlimm.
Dag 16

Montalcino, Siena, Italien

53024 Montalcino, Siena, Italien
Die Stadt Montalcino, die auf eine etruskische Gründung zurückgeht, ist bekannt vor allem für seinen Brunello di Montalcine, eines der besten Rotweine der Welt. Einer der wenigen italienischen Rotweine, die aus reinem Sangiovese gekeltert werden kann, je nach Jahrgang 10 bis 30 Jahre gelagert werden (wenn man die Geduld aufbringt und einen geeigneten Lagerraum hat). Der Wein muss mindestens 4 Jahre lagern, mindestens 2 davon auf Holzfässern. 
Aber Montalcino hat noch mehr zu bieten. Da ist zum einen das Diözesanmuseum im ehemaligen Augistinerkloster. Oder der Dom. Oder der Piazza Garibaldi und der Piazza del Popolo, wo sich auch die Touristeninformation befindet. Und natürlich gibt es auch hier wieder jede Menge Weinhandlungen. Wir allerdings bevorzugen die Enoteca in der Burg, der Fortezza.

Enoteca la Fortezza di Montalcino Srl, Piazzale Fortezza, Montalcino, Siena, Italien

Piazzale Fortezza, 9, 53024 Montalcino SI, Italien
Hier kann man es sich gut gehen lassen. Gut, billig ist die Enoteca la Fortezza nicht. Aber richtig gut. Und die Weine, die man zur Weinprobe bekommt, allesamt richtig gut. Im Schatten sitzen, über den Burghof dem Treiben zuschauen und das Gute der Toskana genießen – so lässt es sich aushalten.
Und wenn man sich noch dazu entschließt die ein oder andere Kiste Wein mitzunehmen (wie gesagt – es handelt sich hier um ganz große Weine, entsprechend sind sie nicht ganz billig), der kann sie sich innerhalb von Europa kostenlos liefern lassen. Immerhin, schlägt der Versand anderenorts schon mal mit knapp 40 € zu Buche.
Gestärkt geht es dann durch die Enoteca auf die Wehrmauer der Burg und den Turm. Die Anstrengung wird mit einem herrlichen Ausblick auf Montalcino und das Umland belohnt.

Area Sosta Camper Lugana Marina

Italia, Via Cantarane, 16, 25019 Sirmione BS, Italy

Abbazia San Galgano, Strada Comunale di San Galgano, Chiusdino, Siena, Italien

Strada Comunale di S. Galgano, 53012 Chiusdino SI, Italien
Die Geschichte dieser Abtei, die im 13. Jh. gegründet, aber im 16. Jh. bereits wieder verlassen wurde, geht auf eine Legende um den Heiligen Galgano zurück. Dieser, ein junger Ritter, führte ein zielmich ruchloses und verdorbenes Leben bis er eine Erscheinung des Erzengels Michael hatte, der ihn aufforderte, sein Leben zu ändern. Er entgegnete, dass das leichter sei, mit seinem Schwert einen Stein zu teilen als sein Leben zu ändern. Als Beweis hieb er auf den Felsen worauf sein Schwert durchglitt wie durch Butter und dort stecken blieb. Aus diesem Ort wurde ein Wallfahrtsort und Zisterziensermönche siedelten sich hier an. Nach 2 Pestepedemien und andauernder Übergriffe von Freischärlern übersiedelten die Mönche aber im 16. Jh. nach Siena.
Die Artussage ist vermutlich von dieser Legende inspiriert und beeinflusst.

Aera Sosta Camping, Montiriggioni, Italien

Via Cassia Nord, 136, 53035 Monteriggioni SI, Italien
Da Wohnmobile nicht mehr auf dem Parkplatz vor der Burg stehen dürfen, haben wir den sehr nahegelegenen Wohnmobilstellplatz angefahren. Eine moderne Anlage, die offensichtlich viel Geld gekostet hat, aber leider nur unregelmäßig gepflegt wird. An vielen Plätzen wächst das Unkraut zwischen den Rasengittersteinen hoch, nicht alle Stromsäulen sind angeschaltet, die Nachtbeleuchtung ist abgeschaltet. Dennoch – für 16€/Nacht bekommt man einen ordentlichen Stellplatz, Strom, V/E, saubere Toiletten und kostenlose heiße Duschen. Wir finden das akzeptabel. Dennoch schade um den Platz.
Dag 17

Monteriggioni, Siena, Italien

53035 Monteriggioni, Siena, Italien
Monteriggioni ist eine Burg, die als Außenposten von Siena gegen Florenz anders als üblich, nicht erobert, sondern von Grund auf neu gebaut wurde. Zeitweise lebten 100 Menschen hier. Monteriggioni liegt außerdem an der Via Francigena, einem alten Pilgerweg, der von England nach Rom an das Grab von Petrus und weiter bis nach Jerusalem führte. Die Reise von Canterbury nach Rom dauerte damals, wenn man gesund ankam, ca. 80-90 Tage.
Montiriggioni verfiel im Laufe der Jahrhunderte, wurde aber wieder aufwändig restauriert und ist heute nicht nur ein beliebter Touristenmagnet, sondern auch alljährlich im Juli Kulisse für aufwändige Mittelalterspektakel. Wir haben uns in der Touristeninformation (im Mittelaltermuseum) sagen lassen, dass die Mittelalterfeste zwar gut besucht, aber nicht total überlaufen seinen. Parkplätze und Tickets seien immer zu bekommen.
Ach ja noch etwas: Monteriggioni wurde niemals erobert und hat allen Angriffen stand gehalten. Aber nach nur 3 tägiger Belagerung fiel es durch einen Verrat des Statthalters, der für freies Geleit die Schlüssel an die florentinischen Truppen übergab.

Stellplatz Schneeburghof

Segenbühelweg 26, 39019, Dorf Tirol, Italien

Das schwül-heiße Wetter hat unsere Planung umgeworfen; wir weichen in den Norden aus und machen uns etwas früher als geplant auf den Heimweg. Siena, dass wir bereits vor 2 Jahren besucht hatten, ebenso wie Lucca, sowie Pisa, dessen Besuch schon lange zurück liegt, müssen wir uns für ein anderes mal aufsparen. Schade, aber es war einfach viel zu heiß.

Da uns auf der Hinfahrt der Schneeburghof sooo gut gefallen hat, stand für uns schnell fest, auf der Rückfahrt wieder ein paar Tage Station zu machen. Tatsächlich ging dort durch die Berge immer ein klein wenig Wind, so dass das Wetter ganz erträglich war.

Dag 18

Meran, Südtirol, Italien

Meran - ein kleiner Bummel am Samstag muss schon sein. Allerdings haben wir vom Stellplatz aus diesmal nicht komplett den gleichen Weg gewählt, wie beim ersten Besuch. Wir sind etwas früher abgebogen und haben die Passer auf dem Steinernen Steg ein wenig flussaufwärts überquert. Auf der nächsten Brücke flussabwärts ging es wieder zurück und auf die Kurpromenade, wo gerade Flohmarkt war. Es ist immer wieder erstaunlich, was die Leute so aufheben, verkaufen, aber auch kaufen. Für uns war allerdings nichts dabei ;-)

Durch die Stadt ging es dann ganz gemütlich wieder zurück in Richtung Sessellift und zum Stellplatz.

Dag 19

Unser letzter Tag in Meran

Wenn wir schon mal da sind... Wir wollten mal schauen, ob man zur Zenoburg kommt. Man kann sie, da in Privatbesitz und bewohnt, nur an ausgewählten Wochenenden und nach vorheriger Anmeldung besichtigen. Aber einen schönen Blick auf die Burg wollten wir schon haben. Also sind wir diesmal dem Wegweiser Richtung Zenoburg gefolgt und dann einem Wegweiser zu einem Hotel/Restaurant. Das war Zufall, hat sich aber gelohnt. Wir haben zwar fast nichts von der Zenoburg sehen können (das geht wohl nur von der Luft aus), aber haben einen wunderschönen Park gefunden. Fast ein wenig ein Urwald mit vielen "natürlichen" Kunstwerken. Und eine wilde Passer und eine Klamm. Und das in Meran. Klar, dass wir dann auch irgendwann auf den Sissi-Weg stoßen mussten. Der Spaziergang hat sich aber für uns auf jeden Fall gelohnt. Traumhaft.

Der Reest war wie gewohnt - nach einem Bummel durch die Stadt (einige Geschäfte haben auch Sonntags geöffnet) zurück zum Sessellift.

Am Abend, diesmal hatten wir Knödel zum Abendessen - suuuper, gab es dann nach Einbruch der Dunkelheit ein wirklich außergewöhnliches Spektakel, die Herz-Jesu-Feuer. Diese gehen auf eine lange vorchristliche Tradition und die Sommersonnenwende zurück und haben sich in Tirol zu den Herz-Jesu-Feuern, die am 3. Sonntag nach Pfingsten entzündet werden entwickelt. Auf allen Bergen leuchten diese Herz-Jesu-Feuer, Kreuze und die Buchstaben "IHS". Ein faszinierender Anblick und ein schöner Abschied von Meran, Tirol und Italien. 

Dag 20

Kloster Andechs, Bergstraße, Andechs, Deutschland

Bergstraße 2, 82346 Andechs, Deutschland

Wir sind wieder zurück in Deutschland. Österreich hatten wir am Montag nur durchquert, da ja am Wochenende der Fernpass und andere Bundes- und Landstraßen für Touristen gesperrt werden. So kamen wir problemlos über Reschen- und Fernpass wieder zurück.

Als Station haben wir uns den Stellplatz des Klosters Andechs ausgesucht. Die Anlage, das Klosterbier und das Braustüberl waren zu verlocken, der Umweg minimal.

Der Platz kostet mit Strom 17 €, ohne 14 € die Nacht; enthalten ist ein Gutschein für das Braustüberl über 3,40 €, der sogar ein Jahr gültig ist. WICHTIG: bevor ihr euren Aufenthalt am Parkautomaten (Münzen und Karten) bucht und bezahlt, überlegt euch gut, ob ihr Strom braucht. Der kann nämlich nur in Verbindung mit dem Stellplatz gebucht werden, nicht einzeln! Ansonsten ist der geschotterte Stellplatz schön, die abgegrenzten Parzellen ausreichend groß und der Weg auf den "Heiligen Berg" nicht weit.

Dag 21

Besuch im Kloster Andechs

Gestern waren wir schon etwas zu spät, um noch das Kloster und in Ruhe das Braustüberl zu genißen, also haben wir um eine Nacht verlängert und uns heute alles angeschaut. Die Klosteranlage, die Kirche, das Braustüberl - alles das kann man sich bequem an einem Tag anschauen. Das Braustüberl schließt übrigens, da im Klosterbereich gelegen, um 20:00 Uhr, die warme Küche aber bereits um 18:00. Wer Wammerl, Haxen & Co. genießen möchte, sollte das dann so gegen Mittag oder eben so um 17:00 ordern. Wir waren zu spät und müssen daher noch einmal wiederkommen!

Auf Grund vorhergesagter Gewitter, die erkennbar nicht bei Petrus auf der Wetterliste standen, hatte der Bruder Messner allerdings den Kirchturm nicht geöffnet - für den schönen Blick auf Kloster und Umgebung musst ich also unseren kleinen fliegenden Begleiter bemühen.

Dag 22

Stellplatz am Fähranleger

Albertshöfer Straße, 97320, Mainstockheim, Deutschland

Unser Urlaub geht leider unwiderruflich zu Ende. Die letzten Tage lassen wir noch am Main ausklingen, packen zusammen, machen unseren Nanuq fertig für die kommende, hoffentlich nur kurze, Ruhephase und arbeiten noch ein wenig an unserem Reisebericht.

Drei Nächte bleiben wir hier, dann geht es zurück nach Hause. 

Dag 23
Dag 24
Dag 25

Stellplatz am Fähranleger

Albertshöfer Str. 13, 97320 Mainstockheim, Germany

Campingplatz Mainkur, Frankfurter Landstraße, Maintal, Deutschland

Frankfurter Landstraße 107, 63477 Maintal, Deutschland

Ausladen und gleich wieder einsteigen und für eine Nacht ins Exil - bei uns zu Hause wurde in der Nähe eine alte Fliegerbombe gefunden und 16.500 Frankfurter, darunter wir, müssen für 10 Stunden die Wohnungen verlassen. Wie schön, dass wir eben mit unserem Womo ins Exil fliehen können ;-)

Unsere Reise und unser Bericht endet hier. Wir würden uns freuen, wenn euch der Bericht gefallen hat. Schreibt uns doch mal unten in die Kommentare, wir würden uns freuen. Oder besucht uns auf Facebook (facebook.com/nanuqwomoblog) oder auf Youtube (youtube.com/nanuqwomoblog)

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