Südnorwegen mit Dänemark

Logboek van Torsten
Gemaakt 21.04.2015

Auf los geht's los - LOS

  • 09.06.2011 - 11.06.2011 (2 Dagen)
  • Sonnig 19 °C
  • 997 site/logbook/logbook.logbookentry.labels.kilometer

Intro:

Wir haben den 21. Mai, zur Entspannung kreist die Maus mal wieder im Internet. Irgendwie landen wir bei Fährverbindungen nach Norwegen. Im nächsten Augenblick stockt mir doch etwas der Atem Tagesfähre (sehr selten) von Hirtshals, Dänemark nach Stavanger, Norwegen für sage und schreibe € 59,-.

Da Sylke, wie ich, der Meinung ist, dass es diese Fähre bestimmt nicht gibt, mache ich den entscheidenden Klick und buche! Zehn Minuten später erhalten wir Bestätigung der Reederei per mail. Am Telefon klärt mich der nette Mitarbeiter von Fjordline auf, dass es die letzten verfügbaren 6 Meter an Bord waren (wir mögen bitte wirklich nicht länger sein, na ja 6,20m wird ja wohl klappen, denke ich bei mir), daher dieser unschlagbare Preis, normal wären wohl mehr als € 400,- für die 8 stündige Fährpassage unter der Küstenlinie Südnorwegens. Für die Rückfahrt einigen wir uns dann noch auf € 120,- für die Schnellfähre von Kristiansand nach Hirtshals, sensationell aber wahr!

Jetzt hatten wir noch einiges vorzubereiten, denn am 11.06.11 soll es bereits losgehen.

Start:

Alles hat klappt, Vertretung organisiert und eingewiesen, Proviant verpackt (besonders bei Alkohol und Tabakwaren nicht sparen, denn diese sind Norwegen bekanntlich sehr teuer!), Tank voll und los gehts aus der belgischen Heimat auf die Autobahn grobe Richtung Hamburg. Der Elbtunnel ist frei und um 17 Uhr sind wir am Eiderstellplatz in Rendsburg zur Übernachtung.

Das Wetter ist durchgehend sonnig und um 20 grad sehr angenehm. Bis zur dänischen Grenze ist es nicht mehr weit. An Aarhus vorbei machen wir zur Pause einen schönen Bummel durch die Altstadt von Aalborg. Sehr zu empfehlen ist der Fischhändler unweit der Stadtkirche, hier bekommt für € 10,- leckeren Fisch in allen Variationen. 

Nächster Stop ist die riesige Wanderdüne bei Rubjerg unweit von Lokken. Ein Naturschauspiel mit dem Leuchtturm Knude Fyr. Im Lauf von 80 Jahren ist er bereits 200m Richtung Meer gewandert, auf keinen Fall entgehen lassen.

Wanderdüne bei Rubjerg

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Nach dem all der Sand aus Haaren und Klamotten entfernt ist, geht es noch 30 KIlometer nach Hirtshals. Hier werfen wir einen Blick in den Fährhafen, sehr übersichtlich und der Anleger ist gut zu errreichen. Für den Abend suchen wir uns einen schönen Platz am Campingplatz am Leuchtturm. Für DKK 150,- (ca. € 19,-) kommt man hier gut unter und kann den tollen Meerblick in der Abendsonne ganz besonders geniessen!

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Punkt 7:30 Uhr stehen wir am nächsten morgen zum Check Inn an der Fähre. Alles ist "well organized" und pünktlich starten wir bei traumhaften Wetter unsere 11 stündige Minikreuzfahrt. Die letzten 6 Stunden fahren wir komplett unter Land, bei so vielen Eindrücken vergeht die Zeit wie im Fluge. Um 20:30 Uhr legen wir an und sind bereits 30 Minuten später am City Camping in Stavanger.

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Hier ist viel Betrieb, wie es sich zum Beginn der Sommerzeit gehört. Am bewuchs der Bäume ist aber gut zu erkennen, das noch nicht wirklich viel von Sommer zu sehen ist. Wir grillen noch gemeinsam mit einer Gruppe jugendlicher Backpacker aus Italien, auch das gehört für uns zum Camping dazu, zumal es mit unserem Gasgrill ganz bequem für alle ist.

Schnee im Juni ?!

  • 12.06.2011 - 14.06.2011 (2 Dagen)
  • Sonnig 20 °C
  • 1384 site/logbook/logbook.logbookentry.labels.kilometer
Südnorwegen mit Dänemark
1018 km
3 Plaatsen
Dag 0

Vom Camping Mosvangen kommt man bequem zu Fuss in die Innenstadt von Stavanger.

Exkurs:

Vielleicht sollten wir noch kurz erklären, dass wir eingefleischte Frühaufsteher sind und besonders im Reisemobilurlaub (eigentlich machen wir kaum noch andere) diesen Tagesablauf sehr geniessen. Anders ausgedrückt, trinken wir gerne schon mal morgens um 7 Uhr unseren ersten Kaffee oder starten unsere nächste Etappe gerne auch mal um 6 Uhr (oder noch früher).

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Um 9 Uhr war es sehr ruhig in der City. Schließlich fanden wir eine Bäckerei die am Sonntagmorgen ihre Pforten gerade öffnete und die alte Sardinienfabrik, jetzt Museum, gewährte auch ab 10 Uhr Einlass, na bitte!

Stavanger City mit Yachthafen

Haben Sie sich auch schon immer gefragt wie die Sardinen eigentlich in Dose kommen? Bitte schön, hier ist die Lösung!

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Sonst ist Stavanger sehr beschaulich, am schönsten sind die Gässchen oberhalb mit den alten Fischerhäusern.

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Gegen Mittag entscheiden wir uns die E 39 bis zur RV 13 zu nehmen. Bei Oanes setzen wir mit einer der zahlreichen kleinen Fähren über, wir sind am Lysefjord. Leichter, stetiger Wind begleitet den durchweg sonningen Tag. Die Fährverbindungen an den Fjorden sind ein hilfreiches Verkehrsmittel und sparen auf Dauer etliche Kilometer für Umfahrungen. Sie kosten im Schnitt NOK 85,- (ca. € 10,-). Unterhalb des berühmten Felsüberhangs am Preikostolen finden wir eine schöne Stelle mit kleinem Camping direkt am Lysefjord. das ziehen wir der Rudelbildung am Parkplatz Preikostolen doch vor. Aus der Ferne sehen wir abseits zwei Landrover stehen, das soll unser Ziel sein!

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So sieht ein gemütlicher Abend in Norwegen aus, direkter am Lysefjord geht kaum noch! Unsere beiden Nachbarn aus Österreich haben für sich die spartanische Variante gewählt. Aber seien wir mal ehrlich, das ist es doch was das Camping zu dem macht was es ist und man kann die Freiheit ganz nach seinem Gusto genießen, fühlen, erleben!

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Ein wenig Sorge macht uns der Wetterumschwung bzw. die starken Regenfälle und der späte Wintereinbruch. Bereits in Stavanger trafen wir einige Caravaner aus der Schweiz die aus dem Norden geflüchtet sind und ein Päarchen welches drei Tage in einer Ortschaft fest steckte, da die Straße weggespült war. Wir wollen deshalb zunächst bis zum Hardangervidda, dem größten Hochplateau Europas, Richtung Nord zu fahren, um uns selber einen Eindruck zu machen.

Aber bereits diese Kilometer zeigen die ganze Schönheit und Vielfalt Norwegens. Beeindruckende Natur, abwechselungsreiche Landschaften, aber genauso auch skurilles und unterhaltsames. Kurzum, es wird viel geboten!

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Oberhalb vom Hardangerfjord ist bereits der erste Schne zu sehen und wieder berichten uns entgegenkommende von Temperaturen die im Norden bei 8-10 Grad liegen sollen!

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Trotz Juni will sich die Wetterlage im Norden einfach nicht stabilisieren, während sich im Süden die Sonne und Wärme weiterhin halten soll. So treffen wir schweren Herzens die Entscheidung auf die Fahrt Richtung Sognefjord zu verzichten. Aber dafür hat man ja sein Reisemobil. Wir planen ab Roldal über die E 134 in die Telemark einzufahren und den gesamten Süden incl. Oslo, was überhaupt nicht auf unserer Route war. Alles in allem mal wieder eine gute Wahl, wie die nächsten Bilder zeigen!

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Bei einem Fotostop an einem verlassen Gehöft bei Vinjeswingen haben wir unverhofft Kontakt mit einer jungen Elchkuh (wenige Tage später einen zweiten mit einem großen Elchbullen, der allerdings so schnell im Unterholz verschwindet, dass die Kamera nicht parat war). Am Abend finden eine schöne Stelle an einem kleinen See in Amot bei Vinje. Hier beschließen wir den Abend mit einer Runde um den See. Zum Essen servieren wir uns  später Tagliatelli mit Gorgonzola, es ist ja immerhin schon fast bis Mitternacht hell.

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Morgen könnt Ihr uns dann weiter durch den Süden folgen. Es gibt mehr zu entdecken als man meint, so viel sei schon mal verraten!