Südnorwegen mit Dänemark

liebimobil
van Torsten

Südnorwegen mit Dänemark

09.06.2011 - 11.06.2011 - 2 Dagen 997 km

Auf los geht's los - LOS

Intro:

Wir haben den 21. Mai, zur Entspannung kreist die Maus mal wieder im Internet. Irgendwie landen wir bei Fährverbindungen nach Norwegen. Im nächsten Augenblick stockt mir doch etwas der Atem Tagesfähre (sehr selten) von Hirtshals, Dänemark nach Stavanger, Norwegen für sage und schreibe € 59,-.

Da Sylke, wie ich, der Meinung ist, dass es diese Fähre bestimmt nicht gibt, mache ich den entscheidenden Klick und buche! Zehn Minuten später erhalten wir Bestätigung der Reederei per mail. Am Telefon klärt mich der nette Mitarbeiter von Fjordline auf, dass es die letzten verfügbaren 6 Meter an Bord waren (wir mögen bitte wirklich nicht länger sein, na ja 6,20m wird ja wohl klappen, denke ich bei mir), daher dieser unschlagbare Preis, normal wären wohl mehr als € 400,- für die 8 stündige Fährpassage unter der Küstenlinie Südnorwegens. Für die Rückfahrt einigen wir uns dann noch auf € 120,- für die Schnellfähre von Kristiansand nach Hirtshals, sensationell aber wahr!

Jetzt hatten wir noch einiges vorzubereiten, denn am 11.06.11 soll es bereits losgehen.

Start:

Alles hat klappt, Vertretung organisiert und eingewiesen, Proviant verpackt (besonders bei Alkohol und Tabakwaren nicht sparen, denn diese sind Norwegen bekanntlich sehr teuer!), Tank voll und los gehts aus der belgischen Heimat auf die Autobahn grobe Richtung Hamburg. Der Elbtunnel ist frei und um 17 Uhr sind wir am Eiderstellplatz in Rendsburg zur Übernachtung.

Das Wetter ist durchgehend sonnig und um 20 grad sehr angenehm. Bis zur dänischen Grenze ist es nicht mehr weit. An Aarhus vorbei machen wir zur Pause einen schönen Bummel durch die Altstadt von Aalborg. Sehr zu empfehlen ist der Fischhändler unweit der Stadtkirche, hier bekommt für € 10,- leckeren Fisch in allen Variationen. 

Nächster Stop ist die riesige Wanderdüne bei Rubjerg unweit von Lokken. Ein Naturschauspiel mit dem Leuchtturm Knude Fyr. Im Lauf von 80 Jahren ist er bereits 200m Richtung Meer gewandert, auf keinen Fall entgehen lassen.

Wanderdüne bei Rubjerg

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Nach dem all der Sand aus Haaren und Klamotten entfernt ist, geht es noch 30 KIlometer nach Hirtshals. Hier werfen wir einen Blick in den Fährhafen, sehr übersichtlich und der Anleger ist gut zu errreichen. Für den Abend suchen wir uns einen schönen Platz am Campingplatz am Leuchtturm. Für DKK 150,- (ca. € 19,-) kommt man hier gut unter und kann den tollen Meerblick in der Abendsonne ganz besonders geniessen!

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Punkt 7:30 Uhr stehen wir am nächsten morgen zum Check Inn an der Fähre. Alles ist "well organized" und pünktlich starten wir bei traumhaften Wetter unsere 11 stündige Minikreuzfahrt. Die letzten 6 Stunden fahren wir komplett unter Land, bei so vielen Eindrücken vergeht die Zeit wie im Fluge. Um 20:30 Uhr legen wir an und sind bereits 30 Minuten später am City Camping in Stavanger.

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Hier ist viel Betrieb, wie es sich zum Beginn der Sommerzeit gehört. Am bewuchs der Bäume ist aber gut zu erkennen, das noch nicht wirklich viel von Sommer zu sehen ist. Wir grillen noch gemeinsam mit einer Gruppe jugendlicher Backpacker aus Italien, auch das gehört für uns zum Camping dazu, zumal es mit unserem Gasgrill ganz bequem für alle ist.

12.06.2011 - 14.06.2011 - 2 Dagen 1384 km

Schnee im Juni ?!

Vom Camping Mosvangen kommt man bequem zu Fuss in die Innenstadt von Stavanger.

Exkurs:

Vielleicht sollten wir noch kurz erklären, dass wir eingefleischte Frühaufsteher sind und besonders im Reisemobilurlaub (eigentlich machen wir kaum noch andere) diesen Tagesablauf sehr geniessen. Anders ausgedrückt, trinken wir gerne schon mal morgens um 7 Uhr unseren ersten Kaffee oder starten unsere nächste Etappe gerne auch mal um 6 Uhr (oder noch früher).

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Um 9 Uhr war es sehr ruhig in der City. Schließlich fanden wir eine Bäckerei die am Sonntagmorgen ihre Pforten gerade öffnete und die alte Sardinienfabrik, jetzt Museum, gewährte auch ab 10 Uhr Einlass, na bitte!

Stavanger City mit Yachthafen

Haben Sie sich auch schon immer gefragt wie die Sardinen eigentlich in Dose kommen? Bitte schön, hier ist die Lösung!

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Sonst ist Stavanger sehr beschaulich, am schönsten sind die Gässchen oberhalb mit den alten Fischerhäusern.

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Gegen Mittag entscheiden wir uns die E 39 bis zur RV 13 zu nehmen. Bei Oanes setzen wir mit einer der zahlreichen kleinen Fähren über, wir sind am Lysefjord. Leichter, stetiger Wind begleitet den durchweg sonningen Tag. Die Fährverbindungen an den Fjorden sind ein hilfreiches Verkehrsmittel und sparen auf Dauer etliche Kilometer für Umfahrungen. Sie kosten im Schnitt NOK 85,- (ca. € 10,-). Unterhalb des berühmten Felsüberhangs am Preikostolen finden wir eine schöne Stelle mit kleinem Camping direkt am Lysefjord. das ziehen wir der Rudelbildung am Parkplatz Preikostolen doch vor. Aus der Ferne sehen wir abseits zwei Landrover stehen, das soll unser Ziel sein!

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So sieht ein gemütlicher Abend in Norwegen aus, direkter am Lysefjord geht kaum noch! Unsere beiden Nachbarn aus Österreich haben für sich die spartanische Variante gewählt. Aber seien wir mal ehrlich, das ist es doch was das Camping zu dem macht was es ist und man kann die Freiheit ganz nach seinem Gusto genießen, fühlen, erleben!

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Ein wenig Sorge macht uns der Wetterumschwung bzw. die starken Regenfälle und der späte Wintereinbruch. Bereits in Stavanger trafen wir einige Caravaner aus der Schweiz die aus dem Norden geflüchtet sind und ein Päarchen welches drei Tage in einer Ortschaft fest steckte, da die Straße weggespült war. Wir wollen deshalb zunächst bis zum Hardangervidda, dem größten Hochplateau Europas, Richtung Nord zu fahren, um uns selber einen Eindruck zu machen.

Aber bereits diese Kilometer zeigen die ganze Schönheit und Vielfalt Norwegens. Beeindruckende Natur, abwechselungsreiche Landschaften, aber genauso auch skurilles und unterhaltsames. Kurzum, es wird viel geboten!

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Oberhalb vom Hardangerfjord ist bereits der erste Schne zu sehen und wieder berichten uns entgegenkommende von Temperaturen die im Norden bei 8-10 Grad liegen sollen!

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Trotz Juni will sich die Wetterlage im Norden einfach nicht stabilisieren, während sich im Süden die Sonne und Wärme weiterhin halten soll. So treffen wir schweren Herzens die Entscheidung auf die Fahrt Richtung Sognefjord zu verzichten. Aber dafür hat man ja sein Reisemobil. Wir planen ab Roldal über die E 134 in die Telemark einzufahren und den gesamten Süden incl. Oslo, was überhaupt nicht auf unserer Route war. Alles in allem mal wieder eine gute Wahl, wie die nächsten Bilder zeigen!

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Bei einem Fotostop an einem verlassen Gehöft bei Vinjeswingen haben wir unverhofft Kontakt mit einer jungen Elchkuh (wenige Tage später einen zweiten mit einem großen Elchbullen, der allerdings so schnell im Unterholz verschwindet, dass die Kamera nicht parat war). Am Abend finden eine schöne Stelle an einem kleinen See in Amot bei Vinje. Hier beschließen wir den Abend mit einer Runde um den See. Zum Essen servieren wir uns  später Tagliatelli mit Gorgonzola, es ist ja immerhin schon fast bis Mitternacht hell.

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Morgen könnt Ihr uns dann weiter durch den Süden folgen. Es gibt mehr zu entdecken als man meint, so viel sei schon mal verraten!

15.06.2011 - 18.06.2011 - 3 Dagen 240 km

durch den "Korkenzieher" zur Hauptstadt

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In der Nacht begleitete uns ein kleines Klopfkonzert auf dem Dach. Doch am Morgen war der Regen vorbei und das gegenüberliegende Haus spiegelt sich in der Stille des Sees. Etwas abseits stehen unsere englischen Nachbarn, die noch spät am Abend angereist waren und genießen diese unendliche Stille zum ausschlafen!

Sylke gönnt sich noch ein Dusche, während ich mich noch auf den Drahtesel schwinge und uns im Ort ein paar norwegische Brötchen organisiere. Frisch und gestärkt setzen wir unseren Weg entlang der E134 fort. Erster halt ist die größte Stabkirche Norwegens in Heddal.

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Es ist überall erfreulich leer, die Kirche ist ein echtes Meisterwerk der Handwerkskunst! 80 Kilometer haben wir von hier über Kongsberg bis nach Drammen und die Wohnidylle am Wegesrand möchten wir Euch auf keinen Fall vorenthalten.

In Drammen, am gleichnamigen Fjord der parallell zum Oslofjord liegt, entdecken wir etwas ganz besonderes. Einen in den Fels geschlagenen Tunnel der sich über sechs Etagen wie ein "Korkenzieher" nach oben schraubt. Bis 3,40m Höhe sollte das kein Problem sein. Es tropft aus dem Naturstein und es ist nahezu dunkel. Wie in einer Parkhausauffahrt geht es im Kreis nach oben, lediglich in der Ausfahrt ist eine Betonwand als Stützung. Von hier oben hat man einen tollen Blick und der Rundgang durch den Familienpark ist durchaus lohnenswert, besonders toll auch für Kinder mit Streichelzoo, Picknickplätzen und Trollen im Wald!

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Das Wetter ist Klasse und der Tag ist noch lang. Nur 10 Kilometer entfernt direkt am Fjord gibt es bei Svelvik einen Campingplatz. NOK 250,- sind für norwegische Verhältnisse ein fast normaler Preis, dafür bietet er auch alles. Vor allem Sonne, Blick aufs Wasser, also Stühle und Grill raus, fast wie im Urlaub! Die Eigentümerin spricht etwas deutsch und kann uns auch noch einiges zu den Unwettern im Frühling berichten. Besonders lustig fanden wir bei unserem Sparziergang die vietnamesischen Erntehelfer, die mit ihren tarditionellen Hüten in den Feldern sitzen!

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Sommer, Sonne, Strand !!!

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Heute halten wir uns an unserem eingefrorenen Grillvorrat gütlich, dazu gibt es ein kaltes Bier aus der belgischen Heimat. Aufgrund unserer Routenänderung haben wir ja für die nächsten zwei Tage Oslo geplant, back to the Zivilisation!

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Direkt über die kleine Brücke bei Svelvik und schon sind auf der Nebenstrasse die uns direkt am Kai in den Hafen von Oslo führt. 70 Kilometer ist der Oslofjord lang und die grossen Kreuzfahrtschiffe und Fähren fahren quasi direkt in der Innenstadt an. Auch wir brauchen nur den Schildern mit dem Wohnmobil folgen. Denn auf den Flächen wo im Winter tausende Schiffe der einheimischen (es scheint als wäre jeder zweite Osloer Freizeitkäpitän) gibt es einen abgeteilten Bereich für ca. 100 Reisemobile und € 10,- die Nacht. Von hier ist man in 10 Minuten zu Fuss in der Stadt, perfekt!

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Oslo ist eine pulsierende Metropole und man könnte auch 100 Fotos einspielen. Ob Altstadt, neue Hafencity, Festung, Königspalast oder Hard Rock Cafe, hier ist alles geboten. Am Abend ist im Stadion ein Bon Jovi Konzert und die Aussensitzplätze der Gastronomien bereits zur Mittagszeit gefüllt. Preise von € 8-10 für ein Bier halten den Norweger nicht wirklich ab!

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Am Nachmittag sitzen wir gemeinsam mit einem einheimischen Päarchen aus Bergen auf einem der schwimmenden Restaurantboote im Hafen und gönnen uns Fish & Chips + Getränk für € 50,- (immerhin für uns beide). Sie wollen auch zum Konzert und sind mit Flugzeug (!?) angereist, da die Anfahrt ohne wirkliche Autobahn viel zu lang ist. da viele Norweger sehr gut englisch sprechen entwickelt sich eine rege Unterhaltung. Die Rechnung der beiden summiert sich mit Hummer und diversen Getränken auf immerhin € 200,-, ja in Norwegen sollte man relativ schmerzfrei sein wenn es um kulinarische Genüsse geht.

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Ein paar Tropfen und ein Regenbogen verabschieden uns am frühen Morgen. Sind aber keine Tränen, denn noch haben wir einige Tage vor uns und Oslo hat uns mehr gegeben als wir dachten. Fazit: die Hauptstadt nicht verpassen und vor allem auch nicht unsere letzte Etappe!

19.06.2011 - 25.06.2011 - 6 Dagen 2.390 km

Vom "Südkap" zum "Grenen"

Sagt Euch nichts, dann folgt uns auf die letzte Etappe!! (na gut, der "Grenen" ist die nördlichste Landzunge Dänemarks, wo die Wellen von Skakerrak und Kattgat sprichwörtlich aufeinanderprallen)

Bereits um 8 Uhr verlassen Oslo zügig über die E 18 an Drammen vorbei, damit wir unterwegs viel Zeit für die Dinge rechts und links unseres Weges haben. Frühstücksstop machen wir hinter Larvik am kleinen Hafen von Kragero.

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Ein netter gemütlicher Küstenort in dem die Uhren ganz Norwegen like langsam gehen. Im Anschluss fahren von der E 18 ab (trotz der Europa Bezeichnung nicht größer als eine bei uns übliche Landstrasse) auf die kleine Nebenstrasse 410, diese entspricht in Deutschland einem ausgebauten Wirtschaftsweg, aber in sehr guter Qualität, wie überhaupt die Verhältnisse im "reichen" Norwegen durchweg als gut zu bezeichnen sind. Ein kleiner See im nichts lädt zum Picknick ein.

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Durch Zufall kommen wir am Campingplatz Sandnesfjord vorbei, liegt eigentlich sehr schön, scheint aber eher eine kleine Kolonie Dauercamper zu sein, alles soll extra kosten.

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 Also, deutsche Melkkuh möchten wir nicht spielen und entscheiden uns dann doch vom 1957 im "norwegischen Gesetz über das Leben im freien" manifestierte Jedermannsrecht (Allemannsretten) Gebrauch zu machen, kurzum, wir übernachten, wo wir niemand stören und das kostenlos"!

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...diese Stelle an einem Fluss ist doch nur schön oder schön ?!

Nach einer absolut ruhigen Nacht machen wir zunächst einen Einkaufsstop in Arendal. Auch hierbei sollte man nicht zimperlich sein, Lidl und Aldi schnell vergessen! Der Orangensaft kostet € 4,- und ein Kopfsalat schlägt mit € 3,- zu buche, 100gr Elchwurst € 4,-  Augen zu und rein in den Einkaufskorb. Von hier aus geht es 70 Km auf der RV 42 bis Evje. Vom gestrigen Regen sind die zwei Campingplätze am Byglandsfjord sehr feucht und durchweicht. Doch der Himmel klart jetzt immer mehr auf und bei Sveindal biegen wir in die kleine 460 Richtung Audnedal ein. 

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Dieses absolut sehenswerte Seitental mit seinen schicken norwegischen Höfen führt uns nahezu ohne Verkehr bis an die Küste zurück. Unser Ziel ist nämlich das Kap Lindesnes "das Südkap", 2.518 entfernt von seinem berühmten Bruder, dem Nordkap. Die Sonne strahlt und wir auch. Der kleine Campingplatz davor ist völlig überfüllt, ein Glück, denn so fahren wir die 6 Km weiter bis zum Parkplatz direkt am tollen Leuchtturm auf der kleinen vorgelagerten Insel. Der Wärter gestattet uns mit einigen anderen die Übernachtung und beschert uns damit einen traumhaften Abend. Bis zum Sonnenuntergang gegen 0 Uhr genießen wir die Lichtspiele des Nordens über dem Meer und den Felsen. Als besonderes "Schmankerl" durften wir noch als letzte und alleine den Leuchtturm besteigen.

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Um möglichst viel vom herrlichen Wetter zu haben, entscheiden wir uns dazu bis Vigeland zurück und dann 4 Kilometer weiter bis zum Campingplatz Solfjorden zu fahren. Stellplatz direkt am Wasser mit uns nur zwei Gespanne aus der Schweiz und ein Ehepaar aus Holland, Herz was willst du mehr.

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Den nächsten Tag aktivieren wir mal wieder unsere Fahrräder. Ein Stück am Fjord entlang mit seinen Fischerhütten bis Vigeland. Von da nehmen wir den Bus nach Mandal. 

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Da kann man ja mal einen Blick riskieren!

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Mandal ist ein kleineres Städtchen, wo wir mal die Gelegenheit für einen Einkauf nutzen. Mit dem Bus klappt es gut, Hin- und Rückfahrt schlagen mit € 8,- für uns beide zu buche. Die Sonne ist um 23:30 Uhr noch taghell, so dass wir nach dem grillen lange draußen sitzen, allerdings braucht man schon einen Pullover zum überziehen. Der Campingplatz hat für seine € 26,- viel geboten und man will ja auch mal gemütlich alles stehen lassen können oder sich ausbreiten, was man beim freistehen nicht immer machen kann. An den Bootshäusern treffen wir ganz spät einige deutsche Angler, die mit einem guten Fang zurück kamen. Schade, nun hatten wir schon gegessen!

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Bis Kristiansand zum Hafen haben wir nur 40 Kilometer, so dass wir am Morgen Zeit haben alles in Ruhe zu verstauen und ausgiebig die tollen Sanitäranlagen nutzen. Ausserdem wollen wir noch einen schönen Tag und Abend in Kristiansand verbringen. Es ist erstaunlich wenig Verkehr und wir benutzen ausschließlich die Nebenstrecken der E 39. Die Beschilderungen sind Norwegen manchmal etwas dürftig, also aufgepasst und mitgemacht! Vor der Stadt fahren wir auf eine kleine Halbinsel bei Movik, hier wollen uns die alte, vollständig erhaltene Kanonenstellung aus dem II. WK anschauen. Es handelt sich um eine 38cm Kanone, eine befand sich hier und eine in Hanstholm auf der dänischen Seite, so dass die deutschen den gesamten Skagerrak sichern konnten!

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Wie man sieht ist uns das gute Wetter weiterhin treu. Der Stellplatz Tangen am Hafen von Kristiansand ist leider einem Neubauprojekt zum Opfer gefallen, so dass wir auf den städtischen Campingplatz ausweichen müssen. Der ist etwas heruntergekommen, mit € 18,- aber erträglich und genial in einer Bucht der Schärenküste. In die City sind es mit dem Rad 15 Minuten. Diese gibt allerdings nicht sehr viel her, einzig der alte Fischereihafen ist nett saniert und wir finden einen Stand mit Fischbaguettes. Am Abend genießen wir Sommer, Sonne, Strand und bewundern die jugendlichen Norweger, die bei 16 grad Wassertemperatur vergnügt schwimmen. Wir belassen es bei Versuchen bis zu den Knien, sehr erfrischend!

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Rückwärts gehen wir am nächsten Mittag mit LiLi als letzte an Bord der riesigen Schnellfähre der Fjordline. In nur zwei Stunden Fahrtzeit soll sie uns zur dänischen Küste bringen! Als sich nach dem Verlassen des Hafens der Bug aus dem Wasser hebt und am Heck ein wahrer Orkan losbricht, wissen wir, wie das funktioniert!

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Da wir als erste von Bord können, sind in rekordverdächtiger Zeit auf der Landstrasse in das vierzig Kilometer entfernte Skagen. Wir haben uns vorgenommen den Sommersonnenwendabend (nicht vergessen heute ist der 21. Juni) am nördlichsten Zipfel zu verbringen, dem Grenen zu verbringen. Skagen hat einen sehr schönen alten Hafen, wo wir wirklich frische und leckere Fish & Chips genießen können! Die Preise in Dänemark kommen einem dabei schon angenehm günstig vor, € 20,- incl. Getränke für 2 Personen. Für € 15,- nutzen wir das dänische Angebot Camperstop vor einem Campingplatz. Allerdings hätten wir bedenkenlos am Parkplatz vor dem Leuchturm übernachten können, es ist nämlich erstaunlich leer, na ja was soll's. So kommen wir zu einem ausdehnten Gang durch die Dünen und am Strand entlang, vorbei an alten Bunkeranlagen und dem großen Leuchtturm. 

Leider haben Fotos keinen Ton, aber das aufeinanderprallen der Wellen aus den Strömungen von Skakerrak und Kattegat hört man schon aus einem Kilometer Entfernung! 

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Solltet ihr irgendwann die Gelegenheit mal selber dort zu stehen, werdet ihr dem Schild ohne zu zögern glauben schenken. Ab einer Entfernung von 8m kann sich nur noch rufend verständigen, ein einmaliges Naturschauspiel. Dieser Abend hat uns fast noch mehr gegeben als wir erhofft hatten. Die Aufnahme mit beginnenden Leuchtfeuer entstand um 22 Uhr, der Untergang nach 23 Uhr.

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Punkt 8 Uhr gibt es Kaffee. An Frederickshavn vorbei geht es auf die E45 bis Randers, wo wir einen ersten Stop am Sommersitz der Königin, Schloss Klausholmen machen. Leider ist Sie anwesend, da muss die Teestunde eben ausfallen!

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Von hier nehmen wir die Landstrasse 21 an die Küste zum kleinen Ort Ebeltoft der ein wirklich sehenswerte Altstadt hat, ein bisschen wie eine Puppenstube! Ausserhalb in der Nähe eines Kliffs finden wir durch Zufall im vorbeifahren auf einer Wiese einen privaten Stellplatz für € 7,-, so sind die Dänen!

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In der Nacht beginnt es furchtbar zu regnen und wir ziehen es vor aus der Wiese an den Wegesrand zu fahren, was unproblematisch geht. Von hier zieht es uns dann weiter Richtung Heimat. Und siehe da pünktlich hinter Grenze fängt bei Flensburg beginnt ein Dauerregen an der uns fast bis Walhorn begleitet.

Da wir eine so tolle Zeit verlebt haben, sind wir auch gar nicht traurig, ganz im Gegenteil, im nachhinein sind wir sehr froh auf Südnorwegen umgeplant zu haben. Es ist landschaftlich sehr abwechselungsreich und bietet mindestens so viel wie eine Tour an das vielgerühmte Nordkap. Auch Dänemark ist zur Vorsaison sehr angenehm und preislich viel günstiger als der "hohe" Norden.

Für uns hat die Tour mit folgenden Kosten zu Buche geschlagen (alles in €) :

395,- Treibstoff, 240,- Camping, 200,- Einkauf, 170,- Fähren, 400,- Restaurants und sonstiges. 

Natürlich müssen wir zugeben, wesentlich mehr an Essen und Getränken geladen zu haben als üblich. Besonders Reisemobilbesatzungen die viel und gerne Essen gehen empfehlen wir ein dickes Fell und eine gut gefüllte Brieftasche !