Roadtrip Schweiz-Frankreich-Italien entlang der Napoleonroute (abgesagt wegen Corona)

smashthecrash
von Marcel Nufer

Roadtrip Schweiz-Frankreich-Italien entlang der Napoleonroute (abgesagt wegen Corona)

Als Route Napoléon wird die Straße in Frankreich bezeichnet, die der Marschroute folgt, die Napoleon I. (1769–1821) von Golfe-Juan (bei Antibes) über Grasse, Digne, Sisteron und Gap bis nach Grenoble zurücklegte, nachdem er, um die Macht zurückzuerobern, von Elba kommend in Südfrankreich gelandet war. Diese französische Nationalstraße Route nationale 85, auch RN 85, entstand 1927 und erhielt 1932 ihren Namen. Die Strecke mit einer Gesamtlänge von 335 km bewältigte Napoléons Truppe in einem siebentägigen Gewaltmarsch, zwischen dem 1. März 1815 und dem 7. März 1815. Die Straße ist durch Schilder mit kaiserlichen Adlern markiert, da der Marsch auch als „Adlerflug“ (Vol d’Aigle) bezeichnet wird, bezugnehmend auf Napoleons Ausspruch: „Der Nationaladler wird von Kirchturm zu Kirchturm fliegen bis zu den Türmen von Notre-Dame.

Von Rütiweg 3, Rheineck, Schweiz nach Rütiweg 3, Rheineck, Schweiz
1807 Kilometer 7 Tage 21 Wegpunkte
Tag 1

Sonntag 12.04.2020

Aufbruch von der schönen Ostschweiz nach Frankreich

Rütiweg 3, Rheineck, Schweiz

Rütiweg 3, 9424 Rheineck, Schweiz

Unser Zuhause

Domaine de Chalain - Camping Jura, Domaine de Chalain, Doucier, Frankreich

Domaine de Chalain, 39130 Doucier, Frankreich

1. Übernachtung

Doucier

Doucier liegt auf 528 m, etwa 17 Kilometer östlich der Stadt Lons-le-Saunier (Luftlinie). Das Straßenzeilendorf erstreckt sich im Jura, in der Senke der Combe d’Ain, am östlichen Rand des breiten Ain-Tals am Fuß der Hochplateaus von Champagnole, südlich des Lac de Chalain.

Die Fläche des 12,52 km² großen Gemeindegebiets umfasst einen Abschnitt des französischen Juras. Der westliche Teil des Gebietes wird von der breiten Ebene östlich des Ain eingenommen, die durchschnittlich auf 500 m liegt. Die nördliche Grenze verläuft dabei entlang dem Ufer des Lac de Chalain, das von einem Sumpfgürtel gesäumt wird. Entwässert wird das Plateau durch den Hérisson nach Westen zum Ain. Im äußersten Westen reicht der Gemeindeboden bis an den Ain, der hier zur Stromerzeugung aufgestaut ist.

Östlich an Doucier schließt eine rund 80 m hohe Geländestufe an, die zum Hochplateau des Bois de la Frate (613 m) überleitet. Mit einem langen schmalen Zipfel erstreckt sich das Gemeindeareal nach Südosten und umfasst dabei das in das Hochplateau von Champagnole eingeschnittene Tal des Hérisson mit den beiden Seen Lac de Chambly und Lac du Val. Der Fluss besitzt einen rund 700 m breiten, flachen Talboden. Auf beiden Seiten steigen steile, bis zu 150 m hohe Hänge an, die bewaldet sind und im Bereich der Oberkante teilweise von Felswänden überragt werden. Die heutige Talform entstand während der Eiszeit durch Gletschererosion entlang einer bereits bestehenden Talkerbe. Die Grenze verläuft jeweils oberhalb des Steilabfalls zum Hérisson-Tal. Mit 635 m wird am Rand des Hochplateaus die höchste Erhebung von Doucier erreicht.

Tag 2

Montag 13.04.2020

Aufbruch in Richtung Grenoble

Camping Du Buisson, Chemin des Buissons, Saint-Martin-d'Uriage, Frankreich

252 Chemin des Buissons, 38410 Saint-Martin-d'Uriage, Frankreich

2. Übernachtung

Saint-Martin-d’Uriage

Während der Hugenottenkriege spielten sich in der Region Kämpfe ab, von denen die Schlacht von Jarrie (auch Schlacht von Uriage genannt) am 19. August 1587 in unmittelbarer Nähe des Ortes stattfand. Dabei siegten die katholischen Truppen trotz erheblicher Unterzahl infolge größerer Erfahrung, stärkerer Kavallerie und besserer Ausgangsposition und Taktik über die vereinigten protestantischen Truppen und Schweizer Söldner.[1]

Bereits zu Zeiten des Römischen Reiches wurden die Thermalquellen auf dem Gebiet der Gemeinde genutzt. Im 19. Jahrhundert wurde in Uriage-les-Bains ein Thermalbad eingerichtet, das infolge der Wirtschaftskrise der 1930er Jahre und des Zweiten Weltkrieges wieder einging und in den 1980er Jahren erneuert und wieder in Betrieb genommen wurde.[2]

Im Château d’Uriage richtete während des Zweiten Weltkriegs der État français im Jahre 1940 eine Eliteschule ein, die aber am Ende 1942 wegen zunehmender Kritik der Lehrer und Studenten an der Kollaborationspolitik der damaligen Regierung wieder geschlossen wurde. Stattdessen übernahm Anfang 1943 die kollaborationistische Milice française die Schule zur Aubildung ihrer Kader.[3]

Eine Überlandstraßenbahnlinie der Voies ferrées du Dauphiné zwischen Grenoble und Vizille bediente den Ortsteil Uriage-les-Bains von 1894 bis 1951.[4]

Tag 3

Dienstag 14.04.2020

Aufbruch zum kleinen Camping in den Bergen. Hier kann man Holzofen-Pizzas geniessen und Cocktails schlürfen...

Camping Lou Pibou, Route du Lac, Ubaye-Serre-Ponçon, Frankreich

Route du Lac, 04340 Ubaye-Serre-Ponçon, Frankreich

3. Übernachtung

Ubaye-Serre-Ponçon

Ubaye-Serre-Ponçon ist eine französische Gemeinde mit 741 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2017) im Département Alpes-de-Haute-Provence in der Region Provence-Alpes-Côte d’Azur. Sie gehört zum Kanton Barcelonnette im Arrondissement Barcelonnette.

Sie entstand als Commune nouvelle mit Wirkung vom 1. Januar 2017 aus dem Zusammenschluss der ehemaligen Gemeinden La Bréole und Saint-Vincent-les-Forts, die in der neuen Gemeinde den Status einer Commune déléguée haben. Der Sitz der Gemeinde befindet sich im Ort La Bréole.[1]

Nachbargemeinden sind Espinasses (Berührungspunkt) im Nordwesten, Rousset und Le Sauze-du-Lac im Norden, Le Lauzet-Ubaye im Nordosten, Montclar und Selonnet im Süden, Saint-Martin-lès-Seyne (Berührungspunkt) im Südwesten sowie Bréziers und Rochebrune im Westen.

Tag 4

Mittwoch 15.04.2020

Camping Le Ranch  

06110, Le Cannet, Frankreich

4. Übernachtung & 5. Übernachtung

Tag 5

Donnerstag 16.04.2020

Stadtbesichtigung in Cannes. Wenn noch Zeit, evtl. Überfahrt mit Schnellboot von St. Raffael nach Saint Tropez

Cannes

Vom Mittelalter bis ins frühe 19. Jahrhundert war Cannes ein Fischerdorf. In den 1830er Jahren kamen französische und ausländische Adelige in die Gegend und bauten Ferienhäuser. Bis heute gilt die Stadt als „Treffpunkt der Reichen und Schönen“ und hat sich einen mondänen Charakter erhalten.

  • 1815: Napoléon Bonaparte lagert auf seiner Rückkehr von Elba bei Cannes.
  • 1834: Der ehemalige britische Lordkanzler, Henry Brougham, 1. Baron Brougham and Vaux, entdeckt Cannes und lässt sich dort nieder. Ihm folgen rasch weitere Aristokraten.
  • 1838: Bau des Alten Hafens
  • 1868: Bau der Croisette (La Croisette).
  • 1871: Auf der Croisette werden Palmen gepflanzt.
  • 1912: An der Croisette entstehen nacheinander mehrere Luxushotels.
  • 1946: Das erste Filmfestival findet statt.
  • 1982: Der neue Palais des Festivals et des Congrès wird eröffnet.
Tag 6

Freitag 17.04.2020

Wir verlassen Cannes

Abfahrt von Cannes nach Italien

Camping Umberto Cagni, Strada Valmanera, Asti, Italien

Str. Valmanera, 152, 14100 Asti AT, Italien

6. Übernachtung

Asti

Asti wurde 89 v. Chr. als römische Kolonie mit dem Namen Hasta gegründet. Bereits im 5. Jahrhundert wurde Asti Bischofssitz und damit zur wichtigsten Stadt des Piemont. Im 16. Jahrhundert fiel Asti an das Haus Savoyen. Im Jahr 1797 wurde die Republik ausgerufen und Asti später unter französischer Vorherrschaft zur Hauptstadt des Départements Tanaro.


Asti und die Gegend im weiten Umkreis um die Stadt ist für die Rebsorten Barbera, Dolcetto, Freisa, Grignolino, Malvasia und Moscato zugelassen. Es entstehen viele verschiedene, sehr bekannte Rotweine, wie z. B. Barbera d’Asti, Dolcetto d’Asti, Freisa d’Asti und Grignolino d’Asti sowie die Schaumweine Asti Spumante oder der Moscato d’Asti. Die genannten Weine besitzen alle eine kontrollierte Herkunftsbezeichnung (DOC oder DOCG). 2014 wurden im Weinbaugebiet Asti auf einer Rebfläche von 9.045 Hektar 712.306 Hektoliter Wein erzeugt.[2]

Der italienische Önologe Federico Martinotti, Direktor des l’Istituto Sperimentale per l’Enologia di Asti, erfand gegen Ende des 19. Jahrhunderts eine neue Technologie zur Herstellung von schäumenden Weinen, die später als Méthode Charmat bekannt wurde.


Mmmmmmhhh...Moscato D'Asti :-)

Tag 7

Sonntag 19.04.2020

Heimreise

Leider gehts von hier wieder zurück nach hause in die Ostschweiz

Rütiweg 3, Rheineck, Schweiz

Rütiweg 3, 9424 Rheineck, Schweiz