Mit dem ALWI-Mobil rund um die iberische Halbinsel 24.8.-8.10.2019

Oski
von Wilhelm Berchtold

Mit dem ALWI-Mobil rund um die iberische Halbinsel 24.8.-8.10.2019

Von Stalden, Schweiz nach Stalden VS, Schweiz
5481 Kilometer 44 Tage 45 Wegpunkte
Tag 1

Stalden, Schweiz

Stahlen 15, 3922 Stalden, Schweiz

Alfreda und Willy  (ALWI) haben sich entschieden für 2019 wieder eine grössere Reise zu planen. Nach dem Nordkapp 2017 ist  „Rund um die iberische Halbinsel“ die nächste Herausforderung. 

Unsere Route steht im Grossen und Ganzen und jetzt geht es an die Details. Wir haben uns für den Herbst enschieden um dem Sommerstress und der Hitze zu entgehen. Unsere Reise wird ca. 6 1/2 Wochen dauern.........

Wir freuen uns riesig auf unser Projekt.

Camping Suchères, Buxières-sous-Montaigut, Frankreich

Les Suchères, 63700 Buxières-sous-Montaigut, Frankreich

24.08. 

Endlich gehts los.

Wir sind um 09.00 Uhr zuhause losgefahren. Bis auf einige kleine Staus verlief der erste Tag gut. Gegen 17.00 Uhr sind wir in der Region Clermond-Ferrand angekommen.

Der Camping ist schön und bietet vorallem Kindern viel Unterhaltung. Am Morgen um 10.00 Uhr dürfen alle Kinder gemeinsam die Tiere füttern: Kanninchen, Meerschweinchen, Hühner und diverse andere Tiere.

Morgen fahren wir wieder ca. 600 km bis nach Saint-Jean-de-Luz bei Biarritz. Dort bleiben wir auf dem Camping direkt am Meer 4-5 Tage.


Tag 2

Camping Le Bord de Mer, Chemin d'Erromardie, Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

71 Chemin d'Erromardie, 64500 Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

25.08.2019

Die heutige Fahrt bis Saint-Jean-de-Luz war angenehm mit wenig Verkehr. Einzig die Umfahrung von Bordeaux war anspruchsvoll.

Erst jetzt beginnen wir unsere Reise richtig zu geniessen. Nach 1200 km in 2 Tagen brauchen wir morgen einen Ruhetag……………d.h. wir werden mit dem Roller die Gegend um Saint-Jean-de-Luz erkunden.

Der CP ist wunderschön und liegt direkt am Atlantik.

Tag 3

Camping Le Bord de Mer, Chemin d'Erromardie, Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

71 Chemin d'Erromardie, 64500 Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

26.08.2019

Am Nachmittag sind wir mit unserem Roller ins Zentrum von Saint-Jean-de-Luz gefahren. Die Kleinstadt im Baskenland hat 14000 Einwohner und die Meisten leben vom Tourismus. 

Vorher trafen wir noch Polizisten die sich vom G7-Treffen und Präsident Trump erholen mussten. Sie kamen mit Ihren Motos angereist und badeten an unserem Strand am Meer. Sowas gibts bei uns nicht.....Vom CP aus haben wir die AIR FORCE ONE von Trump gesehen wie sie sich Richtung USA aus dem Staub machte. Der Erfolg des G7 hielt sich in Grenzen.

Das Wetter war sehr heiss aber gegen Abend zogen dunkle Wocken auf.......

Zur Zeit hat starker Regen eingesetzt. Falls das Wetter morgen besser wird, fahren wir in die Küstenstadt Biarritz.



Tag 4

Camping Le Bord de Mer, Chemin d'Erromardie, Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

71 Chemin d'Erromardie, 64500 Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

27.08.2019

Die Fahrt mit dem Bus nach Biarritz war mühsam und dauerte mit einmal Umsteigen mehr als eine Stunde. Mit dem Roller waren uns die 18 km zu gefährlich.

Aber es hat sich auf jedenfall gelohnt. Die Badebucht ist sensationell schön und die Felsen, die seit Jahrtausenden von Wind und Wasser geformt wurden, sind einmalig.

Für Ende August tummeln sich hier erstaunlich viele Leute und bestaunen die Vielfältigkeit der Natur.

Zum Znacht gabs das obligatorische Raclette. In der Fremde schmeckt unser Walliser Raclettekäse noch besser als zuhause.

Morgen machen wir wieder gemütlich entsprechend wie sich zwei AHV-Rentner verhalten sollen.

Am Donnerstag besuchen wir San Sebastian kurz nach der spanischen Grenze. Da mein Erstgeborener diesen Namen hat ist es ein Muss diese tolle Stadt zu erkunden.


Tag 5

Camping la Bord de Mer, Chemin d'Erromardie, Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

71 Chemin d'Erromardie, 64500 Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

28.08.2019

Heute war Ruhetag. Wir fuhren mit dem Roller nach Saint Jean de Luz und verweilten in den Gassen des Touristenortes.

Am Meer hat uns die Ebbe und Flut fasziniert, es sind wirklich einige Meter um den sich der Meeresspiegel verändert.

Tag 6

Camping la Bord de Mer, Chemin d'Erromardie, Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

71 Chemin d'Erromardie, 64500 Saint-Jean-de-Luz, Frankreich

29.08.2019

Mit Roller, Bus und Eisenbahn sind wir heute nach San Sebastian gefahren. Das Wetter war sehr schön und heiss.

San Sebastian ist im Baskenland und hat 185000 Einwohner. Die Stadt brannte in den vergangenen Jahrhunderten mehrmals ab und wurde 1813 neu aufgebaut. Dadurch ist die Altstadt nicht zu vergleichen mit Städten z.B. in Italien, aber dennoch ist es ganz speziell und schön. Auch die grosse Bucht mit langem Sandstrand ist sehenswert.

Auch kulinarisch sind wir überrascht worden: wie überall im Baskenland hat es in jeder Bar ein Buffet mit allerlei Köstlichkeiten. Man kommt rein, ergreift einen Teller und nimmt soviele Pintxos wie man Lust hat, und bezahlt diese. Man sollte aber nicht zuviele ausprobieren, denn die Bar nebenan hat bestimmt noch die besseren und so weiter. Wir haben das sehr genossen.



Tag 7

Camping Sopelana, Moreaga, Spanien

Avenida Atxabiribil Etorbidea, 30 CAMPING DE SOPELANA, 48600 Moreaga, Bizkaia, Spanien

30.08.2019

Die Weiterreise nach Sopelana bei Bilbao war kurz und trotz Wochentag hatte es wenig Lastwagen und wenig Verkehr auf der 3-spurigen Autobahn.  Vom CP sind wir in 5 Minuten am Strand.  Und der ist traumhaft, ein richtiges Surfermekka. 

Auch auf eine Beiz eines „INDIAN“-Sammlers sind wir gestossen. Man fühlte sich wie in den USA.

Morgen fahren wir mit der U-Bahn nach Bilbao und werden diese grosse Stadt erkunden

Tag 8

Camping Sopelana, Moreaga, Spanien

Avenida Atxabiribil Etorbidea, 30 CAMPING DE SOPELANA, 48600 Moreaga, Bizkaia, Spanien

31.08.2019

Vom CP Sopelana dauert die Fahrt mit der Metro ins Zentrum von Bilbao eine Stunde. Bilbao hat 345000 Einwohner und erlebte einen Riesenaufschwung nach der Eröffnung des Guggenheimmuseums 1997. Letztes Jahr besuchten 632000 Touristen das Wahrzeichen von Bilbao. Es wundert schon, dass ein so extremes Gebäude überhaupt geplant und gebaut werden konnte. Es soll anfangs auch sehr grossen Widerstand gegeben haben. Obwohl wir nicht unbedingt Museumsbesucher sind verweilten wir uns zwei Stunden  im Museum. Allein die auffallende Architektur zu sehen hat sich allemal gelohnt. 

Auf unserem obligaten Stadtrundgang kamen wir in die Altstadt von Bilbao. Wir verweilten wieder wie in San Sebastian in mehreren Pintxos-Bars und probierten diese Köstlichkeiten und staunten über das vielfältige Angebot.

Morgen reisen wir ca. 350 km weiter in die Region zwischen Gijon und La Coruna.

Übrigens hat gestern Abend Atletico Bilbao gegen Real Sociedad San Sebastian das baskische Duell 2 : 0 in der Primera Division (Spanische Fussballmeisterschaft) gewonnen und ziert stolz die Spitze der Tabelle. 

Tag 9

Camping Los Cantiles, Avenida Nené Losada Rico, Valdés, Asturias, Spanien

Av. Nené Losada Rico, s/n, 33700 Valdés, Asturias, Asturias, Spanien

01.09.2019

Der neue Monat hat auch bei uns mit Schlechtwetter begonnen. Wegen der schlechten Prognosen haben wir entschieden, heute eine grössere Etappe zu fahren als ursprüglich geplant. Wir sind ca. 16.30 Uhr nach 350 km auf dem Camping los Cantiles in Luarca in der Provinz Asturien angekommen. Es regnete während der ganzen Reise z.T. sehr stark.

Der CP ist sehr schön gelegen auf einem Plateau 70 Meter über dem Atlantik. Leider sind die sanitären Anlagen und Betriebsgebäude in die Jahre gekommen. 

Morgen hoffen wir mit besserem Wetter mit unserem Roller die Gegend zu erkunden.

Wir wünschen allen einen schönen Abend und einen guten Start in die neue Woche.

Lg Willy und Alfreda

Tag 10

Camping Los Cantiles, Avenida Nené Losada Rico, Valdés, Asturias, Spanien

Av. Nené Losada Rico, s/n, 33700 Valdés, Asturias, Asturias, Spanien

02.09.2019

Das Wetter zeigte sich heute wieder von der besten Seite. Am Vormittag war Kleiderwaschen angesagt. Bei dem starken Wind der hier am Atlantik herrscht war alles sofort trocken und wir konnten mit dem Roller nach Luarca fahren. Vom CP aus kann man das 5500-Seelen-Dorf nicht sehen und darum waren wir überrascht was wir vorfanden. In der windgeschützen Bucht trafen wir auf ein typisches Fischerdorf mit Sandstrand und vielen Geschäften und Beizen.

Draussen Kochen war wegen dem starken Wind nicht möglich, zum Essen stellten wir unseren Tisch hinter eine Hecke auf dem leeren Nachbarsplatz. Es gab Tomatenrisotto und Cervelatsalat und dazu ein Glas Ca del Bosco vom Gardasee. In der Zwischenzeit ist es fast windstill geworden. Vielleicht riskieren wir draussen eine Jokerpartie und hoffen, dass der Wind uns die Karten nicht in den Atlantik verfrachtet.

Morgen fahren wir weiter Richtung Westen 240 km immer näher an den westlichsten Zipfel von Europa.

Tag 11

Camping Sisargas, Filgueira, Malpica, Spanien

Filgueira, 12, 15113 Malpica, A Coruña, Spanien

03.09.2019

Von Luarca sind wir über die A8 weiter in den westlichsten Teil von Spanien gefahren. Bei wunderschönem Wetter und wenig Verkehr trafen wir früh am Nachmittag in Malpica ein. Die Autobahn A8 von Bilbao nach La Coruna ist gebührenfrei. Alle spanischen Autobahnen sollen ab 2021 mautfrei sein. Im Gegenteil Frankreich: von Genf bis an die spanische Grenze haben uns die „les bleus“ Fr. 150.— abgeknöpft......

Vom Städtchen Malpica war ich ein bischen enttäuscht, es war gar nichts los. Wahrscheinlich ist hier die Saison schon durch. Danach entdeckten wir aber eine grandoise Bucht und der Tag war gerettet. Auch auf dem schönen CP waren nicht mehr als 10 Touristenfahrzeuge, vielleicht weil die schon am 06.09.2019 schliessen.

Wir wollten eigentlich 2 Tage bleiben und mit dem Bus nach Stantiago de Compostela fahren. Das war uns aber zu kompliziert (2 mal Umsteigen) und dauerte zu lange. Also entschlossen wir uns nur eine Nacht zu bleiben und auf einen CP in Santiago zu fahren.


Tag 12

Camping As Cancelas, Santiago de Compostela, Spanien

15704, Rúa do Vintecinco de Xullo, 35, 15703 Santiago de Compostela, La Coruña, Spanien

04.09.2019

Die Fahrt nach Santiago war nur kurz (60 km) und ausnahmsweise keine Autobahn, es war eher eine Motostrecke. Mit unserer MT09 wäre das auch ein Genuss gewesen.

Nach der Ankunft machten wir uns sofort auf die Socken. Zur Kathedrale waren es ca. 30 Minuten.

Durch Renovationsarbeiten war der Besuch dieses eindrücklichen Bauwerkes stark eingeschränkt.

Auf dem riesigen Platz vor der Kathedrale sassen viele Pilgerer, einzeln oder in Gruppen, bestaunten das eindrückliche Werk und sinnierten über ihren Marsch nach Santiago de Compostela.

Morgen fahren wir weiter südlich immer näher an die Grenze zu Portugal. Baiona wird vorläufig unsere letzte Station in Spanien sein.

Tag 13

Camping Bayona Playa, Avenida José Pereira Troncoso, Baiona, Spanien

Playa Ladeira, Av. José Pereira Troncoso, 2, 36393 Baiona, Pontevedra, Spanien

05.09.2019

Heute haben wir uns in den Süden verschoben nach Baiona. Die Reise war kurz und bei schönem Wetter angenehm. Baiona soll in der Hochsaison 50000 Touristen beherbergen und liegt direkt am Meer. Die Lage der Stadt an der Bucht ist eindrücklich. Das Wetter könnte idealer nicht sein: Wolken gibt es hier keine, Höchsttemperatur 27, in der Nacht nicht tiefer als 16 Grad. Hier werden wir 2 Tage bleiben und dann nach Portugal weiterfahren. 

Tag 14

Camping Bayona Playa, Avenida José Pereira Troncoso, Baiona, Spanien

Playa Ladeira, Av. José Pereira Troncoso, 2, 36393 Baiona, Pontevedra, Spanien

06.09.2019

Heute war wieder Rentner-Ruhetag. Nach ergiebigem Schlaf und Siesta anfangs Nachmittag fuhren wir  mit dem Roller in die Stadt. Wir entdeckten eine schöne Altstadt mit vielen Bars und Restaurants. Wir hatten vor heute eine Paella zu verzehren und das zum ersten Mal nach 2 Wochen aus Alfredas Küche.

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. In der Stadt wollte uns um 18.00 niemand kochen. Alle Restaurants haben erst nach 20.00 Uhr warme Küche.  Also entschieden  wir uns, zurückzufahren und im Restaurant beim CP zu speisen. Punkt 20.30 Uhr wurde unsere Paella in Auftrag gegeben, 20.55 wurde sie an den Tisch gebracht.............

So sehr wir uns gefreut haben, so sehr wurden wir wieder entäuscht. Von jetzt an wird wieder zuhause gekocht. 

Morgen fahren wir weiter in den Süden bis ca. 20 km vor Porto. Am Sonntag werden wir von dort aus Porto besuche.

Tag 15

Vila Chã Camping, Rua do Sol, Vila Chã, Portugal

R. do Sol 150, 4485-722 Vila Chã, Portugal

07.09.2019

Die Anfahrt nach Vila Cha war kurz und durch die Zeitumstellung in Portugal haben wir noch eine Stunde gewonnen. Wir waren während der Fahrt überrascht wie grün hier alles ist, trotz der enorm heissen Sonne im Sommer. Der CP ist recht schön, die sanitären Anlagen sind z.T. neu. Das Fischerdorf ist sehr schön, vorallem die kleinen Häuser meistens mit Plättli an der Aussenwand haben uns gefallen.

Alfreda hat noch einen Waschtag eingefügt.......

Morgen fahren wir mit der Metro nach Porto. Das Wetter ist bombastisch: 27 Grad und keine Wolke am Himmel.......

Tag 16

Vila Chã Camping, Rua do Sol, Vila Chã, Portugal

R. do Sol 150, 4485-722 Vila Chã, Portugal

08.09.2018 / Porto

Die Metro nach Porto ist relativ neu (2004) und sieht eher aus wie eine S-Bahn in der Schweiz. Das Netz ist nur 60 km und davon nur 9 km unterirdisch. Um 11.00 waren wir schon mittendrin und es hat sich gelohnt. Wir waren erstaunt über die vielen Touristen, teilweise standen die Leute auf den Trottoirs Schlange um eine portugisische Spezialität zu erhaschen. Das Auf und Ab bis an den Duoro bei 27 Grad hat uns recht beansprucht und gegen Abend waren wir recht müde. Der Bahnhof sao Bento mit seinen Malereien auf Kacheln hat uns beeindruckt.

Porto ist die zweitgrösste Stadt Portugals und hat 238000 Einwohner. In der Region um Porto leben 1.75 Millionen Menschen. Das historische Zentrum ist seit 1996 UNESCO-Weltkulturerbe. Porto ist namensgebend für den Portwein, der hier in allen Varianten angeboten wird. Der Wein wird aus dem Anbaugebiet im Duorotal mit den Schiffen nach Porto transportiert und dort eingekellert. Porto hat uns sehr gut gefallen und ist immer eine Reise wert.

Morgen ist wieder ein gemütlicher Erholtag angesagt....... Am Dienstag werden wir weiter in den Süden reisen.

Tag 17

Vila Chã Camping, Rua do Sol, Vila Chã, Portugal

R. do Sol 150, 4485-722 Vila Chã, Portugal

09.09.2019

Heute war Ruhetag und Shopping im Outlet. Die Temperatur war am Morgen recht tief und der Himmel nur grau. Am Nachmittag wurde es wieder wärmer. Durch den starken Wind am Atlantik ist wärmere Kleidung angesagt und wir müssen manche Mahlzeit im ALWI-Mobil einnehmen.

Morgen verschieben wir uns südlich bis Nazare ca. 100 km vor Lissabon.

Tag 18

Vale Paraíso Natur Park, N242, Nazaré, Portugal

N242 Km 31 5, 2450-138 Nazaré, Portugal

10.09.2019

Heute haben wir uns weiter südlich nach Nazare verschoben. Wir sind jetzt nur noch 100 km nördlich von Lissabon. Auf der teilweise 3-spurigen und gut ausgebauten Autobahn war wenig Verkehr. Einzig vor Porto staute es im Mittagsverkehr. Vermutlich meiden die Einheimischen wegen den Gebühren die Autobahn, auch Lastwagen waren selten. Auch uns haben die Mautgebühren verwirrt, weil keine Zahlstellen kamen und es hiess eletronic toll only. Auch Google konnte uns keine eindeutige Antwort geben. Wir kauften eine Prepaidkarte auf der die Gebühren abgebucht werden sollen. Wir sind nicht sicher ob wir ohne Busse davon kommen.

Nazare hat 10000 Einwohner und ist als Mekka der Surfer bekannt. Hier gelang dem Amerikaner Garrett McNamara am 01.11.2011 auf einer 23 m hohen Welle zu surfen, was ihm den Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde brachte. Heute waren die Wellen enttäuschend klein und wir hoffen für morgen auf mehr Wind. Das Städtchen hat uns positiv überrascht und ist um die Bucht schön angelgt.


Tag 19

Vale Paraíso Natur Park, N242, Nazaré, Portugal

N242 Km 31 5, 2450-138 Nazaré, Portugal

11.09.2019

Wir fuhren mit dem Roller auf den Sitio, den traumhaften Aussichtspunkt über der Stadt Nazare. Es war einfach nur wunderschön bei 25 Grad und wolkenfrei. Um Monsterwellen zu sehen ist das Wetter im Moment „leider“ zu schön.......Irgendwann komme ich wieder nach Nazare, ich will diese Wellen auch einmal sehen. Heute waren sie vielleicht 1.5 Meter. Die Monsterwellen sollen sich gemäss Aussagen der Surfer vorallem in den Herbst- und Wintermonaten aufbauen. Dass es hier die weltweit grössten Wellen gibt, soll auch damit zu tun haben, dass der Atlantik vor Nazare 5000 Meter tief ist. 

Später unten an der Strandpromenade war wieder alles vollgestopft mit diesen Touristen. 

Morgen fahren wir ca. 100 km an den Stadtrand von Lissabon und am Freitag werden wir die portugisische Hauptstadt erkunden.

Bis Nazare haben wir mit dem ALWI ca. 2500 km zurückgelgt und sind somit bald bei der Hälfte angelangt. Bis jetzt ist alles so verlaufen wie wir es uns vorgestellt haben. Das Wetter könnte nicht besser sein und die Prognose für „unsere Ferien“ in der Algarve sind vielversprechend. Ich werde die Shorts sowieso erst am 09.10.2019 in Stalden gegen Jeans tauschen.

Tag 20

Orbitur Costa de Caparica, Avenida Afonso de Albuquerque, Costa da Caparica, Portugal

450, Av. Afonso de Albuquerque, 2825-450 Costa da Caparica, Portugal

12.09.2019

Von Nazare bis Costa de Caparica, am Rande der Stadt Lissabon, hatten wir ca. 1 1/2 Stunden zu fahren. Das Wetter ist schön aber heiss. Am Tag waren es ca. 32 Grad, jetzt um 23.00 Uhr (portugisische Zeit) haben wir immer noch 25 Grad. Eindrücklich war die Fahrt über die Ponte 25 de Abril in Lissabon. Die Brücke ist 2300 Meter lang und überquert in einer Höhe von 190 Metern den Tejo. Wegen der roten Farbe wird sie auch mit der Golden Gate in San Francisco verglichen. Über diese Brücke werden wir nächstens noch mehrmals fahren.

Vom CP sind wir zu Fuss in ca. 10 Minuten am Meer. Den Sonnenuntergang haben wir wegen der Zeitverschiebung knapp verpasst, dennoch konnten wir ein paar tolle Fotos machen.

Morgen fahren wir mit dem Bus in die Stadt. Wir freuen uns auf diesen Ausflug in die Hauptstadt Portugals.

Tag 21

Orbitur Costa de Caparica, Avenida Afonso de Albuquerque, Costa da Caparica, Portugal

450, Av. Afonso de Albuquerque, 2825-450 Costa da Caparica, Portugal

13.09.2019

Lissabon

Mit Bus, Fähre über den Tejo nach Belem und dann mit dem CitySightseeing-Bus haben wir heute Lissabon erlebt....und haben es wirklich genossen.  Diese riesige Stadt mit 550000 Einwohnern ist wirklich eine Reise wert. Eigentlich müsste man hier ein paar Tage verweilen. Wir entschlossen uns aber wegen der grossen Hitze morgen weiterzufahren und es uns ein paar Tage in Porto Covo gemütlich zu machen.

Tag 22

Parque Campismo Porto Covo, Estrada Municipal, Portugal

Estrada Municipal 554, 7520-437, Portugal

14.09 .2019

Vom CP Costa de Caparica neben Lissabon sind wir in ca. 2 Stunden nach Porto Covo gefahren. Inzwischen haben wir festgestellt, dass die Prepaid-Karte der Autobahn doch funktioniert und uns ein paar Euro belastet wurden. 

Der CP hat uns sehr entäuscht, 98 % der Plätze waren durch Fixcamper aus Portugal besetzt und wir wurden völlig wie „Ausserirdische“ missachtet. Der Platz in Porto Covo hat uns doch der Cosimo aus Neuchatel in Nazare bestens empfohlen..........jetzt habe ich es gecheckt: es gibt hier zwei Plätze und ich habe im Navi den falschen eingegeben. 

Morgen werden wir sofort auf den besseren CP wechseln........

Tag 23

Camping Costa do Vizir, Portugal

Monte Branco, 7520-437, Portugal

15.09.2019

Heute Morgen bin ich mit dem Roller zum CP do Vizir gefahren. Ich buchte dort für 2 Tage und bin zu Fuss zurück zu Alfreda. Es waren ja nur ca. 700 Meter. Wir waren sehr zufrieden, dass wir wechseln konnten und es hat sich gelohnt. Dieser CP ist ziemlich das beste was wir in den letzten 3 Wochen vorgefunden haben. Neue, saubere Sanitäranlagen in grosser Menge, ein schönes Schwimmbad, ein schickes Restaurant. Cosimo hatte doch recht.......er ist übrigens immer noch hier. 

Heute hatten wir mit dem Roller das Dörfchen besucht und sind nachher der Küste entlang gefahren.....und das war wieder wundervoll.

Morgen ist Badetag am Pool und versteckte Buchten am Atlantik suchen angesagt. Grosseinkauf ist ebenfalls vorgesehen. Langsam gehen unsere geliebten Walliser- und Schweizerprodukte aus: Täschalpkäse, Landjäger, Zubiwurst, Hamma, Trockenfleisch, Blonde 25, etc.

Tag 24

Camping Costa do Vizir, Portugal

Monte Branco, 7520-437, Portugal

16.09.2019

Der heutige Tag war ein angenehmer Ruhetag bei besserem Wetter als angekündigt. Gegen Mittag öffnete sich die Wolkendecke und es wurde wieder um die 25 Grad warm. Wir waren mit dem Roller unterwegs und  entdeckten neue traumhafte Buchten. 

Morgen fahren wir in die Algarve nach Luz. Dort erwartet uns der schönste CP Europas. Mal schauen, Papier ist ja geduldig..... Der Platz hier in Porto Covo ist wunderschön und kann jedem empfohlen werden.

Tag 25

Yelloh village Camping Turiscampo, Lagos, Portugal

E.N. 125 - Espiche, 8600-109 Lagos, Portugal

17.09.2019

Von Porto Covo nach Luz in der Algarve sind wir auf Nebenstrassen gefahren, die z.T. sehr schlechten Belag aufwiesen. Über die Autobahn wären es statt 107 sogar 207 km gewesen. Jetzt wissen wir auch warum Google Map auch die Autobahn vorgeschlagen hat. Zeitmässig wäre die Autobahn nur 30 Minuten länger.......

Der CP in Luz hält aber alles was versprochen wurde. In Bewertungen haben wir gelesen, dass es der schönste in Europa sei. Es ist wirklich Hotelstandart was die sanitären Anlagen, die beiden Swimmigpools, Bar, Restaurant, Spa etc. betrifft. Wir sind begeistert und werden wahrscheinlich 5-6 Tage bleiben und die westliche Algarve entdecken.

Tag 26

Camping Turiscampo Yelloh! Village Portugal, Lagos, Portugal

E.N. 125 - Espiche, 8600-109 Lagos, Portugal

18.09.2021

Gemütlicher Bummel durch Luz mit Zwischenhalt in einer Strandbar. Am Abend gemütlicher Zusammenhock mit Cosimo und seiner Frau im Campingrestaurant. Das  Animatinsteam gläntze mit einer World Danceaufführung.

Tag 27

Camping Turiscampo Yelloh! Village Portugal, Lagos, Portugal

E.N. 125 - Espiche, 8600-109 Lagos, Portugal

19.09.2019

Wir hatten für heute eine Grottenfahrt mit einem Boot gebucht. Voller Erwartungen und Vorfreude fuhren wir mit dem Roller nach Lagos. Die Anzahl der Teilnehmer für das kleine Boot war auf 11 beschränkt. Mit grosser Freunde stellten wir fest, dass nur ein spanisches Paar und wir beide angemeldet waren. Es war natürlich ideal zum Fotografieren und wir machten von Handy und Fotokamera regen Gebrauch. Die Bootsfahrt in die Buchten und Höhlen wurde vom Bootsführer bestens kommentiert. Die verschiedenen Höhlen hatten Namen wie Küche, Wohnzimmer, Garage etc. Es war wundervoll und es ist schade, dass wir nur 15 Bilder pro Tag übermitteln können.

Den Nachmittag verbrachten wir im herrlichen Swimmingpool auf dem CP.

Morgen fahren wir mit dem Roller ca. 30 km zum Cabo do san Vicente, dem westlichsten Teil Festland von Europa.

Tag 28

Camping Turiscampo Yelloh! Village Portugal, Lagos, Portugal

E.N. 125 - Espiche, 8600-109 Lagos, Portugal

20.09.2019

Entgegen dem Wetterbericht regnete es fast den ganzen Tag und unser Ausflug zum Cabo de Sao Vicente fiel ins Wasser.  Gemütlichkeit war angesagt und mit dem tristen grauen Hintergrund gibt es auch keine Fotos zum Übermitteln. Wir hoffen dass es Morgen wieder besser wird.......

Tag 29

Camping Turiscampo Yelloh! Village Portugal, Lagos, Portugal

E.N. 125 - Espiche, 8600-109 Lagos, Portugal

21.09.2019

Auch am Morgen war das Wetter immer noch schlecht doch gegen Mittag kam die Sonne wieder vermehrt zum Vorschein und wir entschlossen uns doch zum Cabo zu fahren. Retour waren es doch gegen 70 km und wir spürten nur einige Regentropfen.

Das Cabo de Sao Vincente hat auch den Namen Ende der Welt. Wir trafen tatsächlich auf einen Imbiss mit der Aufschrift: letzte Bratwurst vor Amerika.....

Nach dem nördlichsten Teil am Nordkap und dem für uns südlichsten Teil (Sizilien) sind wir nun am westlichsten Teil von Europa angekommen. Von hier ist nur noch Wasser bis zu unserem lieben Freund Donald.....Wie schon am Nordkap ist etwas mystisches in der Luft, wobei ich das am Nordkap stärker verspürte.

Aber eindrücklich und schön, abgesehen vom Wetter war es allemal.

Morgen werden wir nach Lagos fahren und diese schöne Hafenstadt erkunden.

Tag 30

Camping Turiscampo Yelloh! Village Portugal, Lagos, Portugal

E.N. 125 - Espiche, 8600-109 Lagos, Portugal

22.09.2019

Nachdem es am Vortag wie aus Kübeln schüttete besserte das Wetter am Vormittag und die Sonne kam vereinzelt durch. Gegen Mittag fuhren wir in die Altstadt von Lagos. Lagos hat wieder diese Altstadt mit engen Gassen, Beizen und Geschäften, zusätzlich ist die Altstadt von einer uralten teils noch gut erhaltenen Stadtmauer umgeben. Das fehlte uns in Sagres und Luz schon. Aber Lagos ist immer eine Reise wert. Uns ist aufgefallen, das es alle paar Meter einen Bancomaten gibt. So haben wir das noch nie erlebt, denn meistens wenn du Kohle brauchst findest du sowieso keinen. In der Region um Lagos hat es auch Golfplätze und Ferienhausanlagen nur vom Besten. Wir wollten noch einige Buchten erkunden aber die Zeit reichte nicht mehr aus denn Alfreda hatte im Campingrestaurant für 19.00 Uhr einen Tisch reserviert.

Das Buffet war wundervoll und wir haben einen wunderschönen Abend verbracht.

Beim traditionellen Jokern habe ich ausnahmsweise zweimal gewonnen.

Morgen verschieben wir uns 60 km nach Albufeira wo wir 3 Tage bleiben werden. Albufeira ist unser letzter Halt in Portugal.

Dort haben wir dann sicher auch noch Zeit uns mit der Heimreise durch Spanien zu befassen..........

Tag 31

Camping Albufeira, Estrada de Ferreiras, Albufeira, Portugal

Estr. de Ferreiras N395, 8200-555 Albufeira, Portugal

23.09.2019

Nach knapp 30 Minuten erreichten wir den CP Albufeira, der einen recht guten Eindruck macht. Wir waren eher skeptisch weil es z.T. sehr schlechte Bewertungen im Netz gibt. 

Nach der üblichen Istallation des Platzes fahren wir jetzt mit dem Roller in die Stadt. Albufeira hat 22000 Einwohner und die Stadt ist total auf Tourismus eingestellt. In den engen Gassen und rund um die verschiedenen schönen Plätze haben wir weit mehr als 100 teils recht grosse Restaurants gesehen. Auch die Souveniershops überborden, denn jeder bietet genau das gleiche an. Die Strände sind wunderschön, aber das ganze ist zu überlaufen. Wie sich das ganze im Juli und August abspielt kann man sich gut vorstellen, das kann kein Vergnügen sein. Wir werden uns am wunderschönen Swimmingpool auf dem CP vergnügen.

Tag 32

Camping Albufeira, Estrada de Ferreiras, Albufeira, Portugal

Estr. de Ferreiras N395, 8200-555 Albufeira, Portugal

24.09.3019

Heute war Shopping und Baden im Swimmingpool angesagt.

Tag 33

Camping Albufeira, Estrada de Ferreiras, Albufeira, Portugal

Estr. de Ferreiras N395, 8200-555 Albufeira, Portugal

25.09.2019

Kochen mit Strom ist für uns auf dieser Reise schon eine Herausforderung.......in Spanien und Portugal haben die meisten CP nur 5-6 Ampere, d.h. dass wir regelmässig die Sicherungen rausgeschmissen haben. Meistens waren die Elektrokasten abgeschlossen und es musste an der Reception Hilfe geholt werden. Und meistens hatten auch die Nachbarn um uns herum keinen Strom, was für uns peinlich war. Die bösen Blicke der Brexitler waren nicht immer angenehm.

Voller Freude kochte Alfreda gestern auf dem CP in Albufeira endlich wieder einmal mit 10 Ampere. Und als die Dorade (Wolfsbarsch) schön in der Pfanne bruzelte und meine Köchin die zweite Platte brauchen wollte........kam schon der Brexitler um die Ecke. Die Sicherung war wieder raus und bis der Monteur vorbeikam verging schon einige Zeit.....

Heute fuhren wir mit dem Roller 12 km in ein Campingfachgeschäft um einen 2-Platten-Gasofen zu kaufen. Da ich aber unser Gaskabel zur Überprüfung des Anschlusses im ALWI vergessen hatte, wollten wir aber nicht riskieren, einen Fehleinkauf zu machen. Vermutlich hätte der Anschluss gepasst.

Übrigens haben wir in 9 Saisons als Camper noch nie so viele Engländer getroffen wie hier in der Algarve. Vermutlich sind viele Golfer dabei, denn es gibt sehr viele Plätze in der Algarve. An zweiter Stelle hinter den Angelsachsen sind die Holländer und dann erst die Deutschen, was doch erstaunlich ist. Bis in der Algarve waren stets unsere nördlichen Nachbarn führend. 

Morgen verlassen wir Portugal und fahren bis Castillo de Banos an der Costa del sol was ca. 500 km ergibt. Sevilla zu besuchen liegt leider nicht mehr drin. Wir haben gemäss Google Maps noch 2200 km vor uns.

Tag 34

Camping Castillo de Baños - Grupo Campingred, Castillo de Baños, Spanie

CN 340, Km 360, 18750 Castillo de Baños, Granada, Spanien

26.09.2019

Von Albufeira in Portugal sind wir nach Castillo de Banos in Spanien gereist. Wir waren ca. 6 Stunden unterwegs, denn es mussten ja 550 Km abgespult werden. Wie immer sind die spanischen Autobahnen wenig befahren einzig um die Agglomeration Sevilla kam es zu Staus und zähflüssigem Verkehr. Konzentriert muss man schon fahren, denn diese Spanier kommen von beiden Seiten auf der Autobahn.

Landschaftlich war es aber ein Genuss: von flach bis Täler und Bergen (Sierra Nevada) hatten wir alles und waren anfänglich noch Reben und Orangenplantagen Trumpf wurden dann Olivenplantagen bis zum geht nicht mehr aktuell. Oliven über Oliven aber Spanien ist ja der weltweit grösste Produzent von Olivenöl und irgendwo muss das ja angepflanzt werden. Übrigens ist unser Traumland Italien nur zweiter hinter Spanien. Aber immer weiter östlicher in Andalusien kamen wir aus dem Staunen nicht mehr heraus: wir sahen nur noch Gewächshäuser, alles war nur noch weiss, dazwischen ein Dorf, eine Stadt und der letzte Meter ausgenützt für ein Gewächshaus. Also von schön kann keine Rede mehr sein, aber da wir beide noch nie in Andalusien waren mussten wir das erst verarbeiten. 

Unser CP in Castillo de Banos war auch mitten in einer solchen Plantage und war völlig verwahrlost. Gemäss Internet müsste das ein angenehmer Platz sein, die Bewertungen haben wir leider zu wenig beachtet. Darum entschlossen wir uns nach einer Nacht weiter zu reisen.

Die traurige Geschichte der Arbeiter in den Gewächshäusern werden wir Morgen erzählen. Eigentlich müsste man die Region meiden, aber wir wollen ja auch im Winter Tomaten auf dem Tisch.........und zu „Rund um die Iberische Halbinsel“ gehört Andalusien auch dazu.

Tag 35

Camping Roquetas, Camino de los Parrales, Roquetas de Mar, Spanien

Camino de los Parrales, 90, 04740 Roquetas de Mar, Almería, Spanien

27.09.2019

Die Fahrt nach Roquetas de mar dauerte nicht eine Stunde und nach den obligaten Einkäufen installierten wir uns auf dem schönen CP. Der CP wird anscheinend von vielen Mittel- und Nordeuropäern als Winterplatz gebucht. Wir könnten uns aber nicht vorstellen hier 3-4 Monate im Winter zu bleiben. Das wäre uns doch zu langweilig......

Seit bald 100 km begleiten uns diese Gewächshäuser und wir haben uns damit befasst. Wie gesagt, fürs Auge ist es eine Kathastrophe und für die ausgebeuteten Migranten noch die grössere.

Allein in der Region Almeria arbeiten 80000 Leute in den Gewächshäusern, 40000 davon sind Migranten die vorallem über das Mittelmeer nach Spanien gekommen sind und hier illegal arbeiten. Sie werden hier von den „Patrones“ ausgebeutet und müssen in den Gewächshäusern bei bis zu 50 Grad Hitze für einen Hungerlohn arbeiten. Sie leben in selbstgebauten Hütkten ohne Strom und Wasser direkt bei den Gewächshäusern. Allein um Almeria gibt es 62 solcher Slums. Die Politiker wissen über dieses Elend machen aber nichts zur Verbesserung der Situation, denn ohne die illegalen Arbeiter könnte die Ernte nicht eingefahren werden. Vermutlich sind auch viele Politiker gleichzeitig die Inhaber der Gewächshäuser. Wir glauben, dass Ihr das Ausmass der Bepflanzungen auf den Fotos nicht nachvollziehen könnt.

Morgen ist Schwimmen im Meer oder am Swimmigpool angesagt. Am Sonntag werden wir in die Region Alicante/Benidorm weiterreisen.

Gemäss Google Maps haben wir noch 1800 km bis nach Hause.

Tag 36

Camping Roquetas, Camino de los Parrales, Roquetas de Mar, Spanien

Camino de los Parrales, 90, 04740 Roquetas de Mar, Almería, Spanien

28.09.2019

Heute nahmen wir‘s gemütlich, wir waren im Swimmingpool und fuhren mit dem Roller nach Aguadulce, nur ein paar Km von unserem CP. Der Strand war wunderschön und im Yachthafen verweilten wir uns länger. Wir genossen einige Drinks und verfolgten das rege Treiben. 

Morgen fahren wir nach La Marina bei Alicante, die Strecke bis zum CP ist ca. 280 km.

Das Wetter in dieser Region ist schon speziell: wir haben jeden Tag 12 Stunden Sonne bei max. 27 Grad und in der Nacht geht das Thermometer nie unter 20 Grad. Im Winter ist es hier auch sehr mild, unter 10 Grad geht es selten. Darum überwintern hier jede Menge Nordeuropäer auf den Campingplätzen.


Tag 37

La Marina Resort & Camping, Avinguda de l'Alegría, La Marina, Spanien

Av. de l'Alegría, s / n, 03194 la Marina, Alicante, Spanien

29.09.2019

Heute fuhren wir von Roquetas de Mar bis nach La Marina, 30 km vor Alicante. Nach ca. der Hälfte der 280 km war die Autobahn wieder gebührenpflichtig. Schlagartig waren wir fast alleine auf der Autobahn und auch auf den Raststätten ist niemand zu sehen. 

 Der CP la Marina Resort ist wirklich ein sehr schöner, sauberer und grosser Platz mit ca. 500 Stellplätzen. Der Aquapark ist für Kinder ein Traum und es stimmt  auch sonst alles: div. Restaurants, Lebensmittelgeschäft, Spa, Fitness., darum ist der Platz für Wintercamper ideal. Und es hat auch sehr viele, die sich bereits für den Winter eingenistet haben. Natürlich Deutsche, Engländer, Niederländer aber auch Schweizer und sogar ein Walliser. Das es der schönste CP der Welt sein soll, wie jemand in der Bewertung schreibt, finden wir schon ein wenig übertrieben.

Morgen werden wir die Region erkunden  und Übermorgen werden wir in die Region Cambrills weiterreisen, unser zweitletzter Halt in Spanien.

Unser Spruch am Heck „Reise VOR dem Sterben, sonst reisen deine Erben“ wird immer noch fleissig fotografiert und jeder stimmt uns zu, dass darin viel Wahrheit steckt.

Wir wünschen allen einen guten Start in die neue Woche.

Tag 38

La Marina Resort & Camping, Avinguda de l'Alegría, La Marina, Spanien

Av. de l'Alegría, s / n, 03194 la Marina, Alicante, Spanien

30.09.2019

Heute sind wir mit dem Roller ins ca. 12 km entfernte San Polo gefahren. Die Stadt hat ca. 30000 Einwohner und lebt vom Tourismus. Auf der Fahrt entdeckten wir schöne Ferienhausanlagen, wo man sich durchaus wohl fühlen könnte. Es gibt aber mehrheitlich nicht schöne riesige Spekulationsobjekte die wahrscheinlich meistens leer stehen. In der Region wird auch Salz aus dem Meer gewonnen und verarbeitet. 

Den späteren Nachmittag verbrachten wir im wunderschönen Pool.

Morgen fahren wir in die Region Cambrills.



Tag 39

Camping & Resort Sangulí Salou, Passeig de Miramar, Salou, Spanien

Plaça de Venus, Passeig de Miramar, s/n, 43840 Salou, Tarragona, Spanien

01.10.2029

 Die Weiterreise über 450 km nach Salou bei Cambrills war heute wegen den vielen Lastwagen recht mühsam und wir waren erst gegen 17.00 Uhr am Ziel angekommen. Der CP Sanguli Resort ist wahrscheinlich der grösste Platz den wir je erlebt haben. Er ist aber auch wunderschön, vorallem der Teil Afrika mit den vielen Tieren in Originalgrösse muss für Kinder ein Erlebnis sein. Total hat es drei verschiedene Poolanlagen und 7 Restaurants oder Bars. Fitness und Spa gibt es auch und ohne Plan könnte es schon vorkommen, dass man den eigenen Stellplatz suchen muss. 

Morgen werden wir gemütlich den Ort Salou erkunden und uns mit der Rückreise durch Frankreich befassen. Zwei Tage werden wir aber vorher noch an der Costa Brava vermutlich in Tossa de Mar verbringen.

Tag 40

Camping & Resort Sangulí Salou, Passeig de Miramar, Salou, Spanien

Plaça de Venus, Passeig de Miramar, s/n, 43840 Salou, Tarragona, Spanien

02.10.2019

Heute haben wir das Städtchen Salou zu Fuss erkunden wollen. Ich wollte den Roller nicht auspacken und dachte wir seien mitten im „Gätsch“. Leider war dies nur die halbe Wahrheit, das Zentrum war 6 km entfernt. Es lohnte sich am späteren Nachmittag nicht mehr mit Taxi oder Bus ins Zentrum zu fahren........ Wir entschlossen uns eine der wunderbaren Poolanlagen zu geniessen und anschliessend zauberte Alfreda wie immer etwas Leckeres auf den Abendtisch. Nach einer Jockerpartie, planten wir die Weiterfahrt an unseren letzten Ort in Spanien. Wir enschieden uns für Rosas, wo ich Anfang der 80er Jahre 3 x im Ferienhaus von Toni Aufdenblatten aus Zermatt Ferien machte. Toni wollte für die 2 Wochen kein Entgeld, er sagte nur dass wir den Blumen Wasser geben sollen und zum Rechten schauen sollen. Alle die den legendären leider verstorbenen Toni vom Restaurant Testa Grigia kannten verstehen auch seinen Humor wenn er sagte: „sobald du über die Grenze nach Spanien kommst siehst du mein Haus......dabei waren es bis Rosas mindestens 35 km. Das man sein Haus in Rosas sieht stimmt schon, den es steht auf dem höchsten Hügel von Rosas.

Der CP Sanguli Resort in Salou ist wirklich etwas vom Besten. Er ist riesengross, hat nicht 3 Pools wie ich gestern geschrieben habe, sondern 5 Poolanlagen, nicht 6 Restaurants sondern minimum 12 Restaurants oder Bars. 

Wie gesagt verschieben wir uns Morgen nach Rosas, unserer letzten Station in Spanien.

Tag 41

Camping Rodas, Carrer de la Punta Falconera, Roses, Spanien

Carrer de la Punta Falconera, 62, 17480 Roses, Girona, Spanien

03.10.2019

Die Fahrt nach Rosas war nur 250 km und eigentlich gemütlich zum Fahren. Einzig um Barcelona war wie immer in Agglomerationen um Grossstädte ein rechtes Puff. Konzentration braucht es wie wenn ich mit dem Moto unterwegs bin, d.h. ständig voll dabei, eine Sekunde Unaufmerksamkeit könnte das totale Chaos bringen. Und nach 4500 km wollen wir die restlichen 900 km auch noch unfallfrei bewältigen. 

Der CP Rodas (kein Schreibfehler) in Rosas ist wieder von den Besten die wir auf unserer Reise „Rund um die Iberische Halbinsel“ angetroffen haben. Er reiht sich in die Gala der besten ein: Turiscampo Lagos (Portugal), La Marina Resort (Spanien), Camping Resort Sanguli in Salou (Spanien). Diese 4 CP sind immer ein Besuch wert und können allen unseren Lesern bedenkenlos empfohlen werden.

Nachdem wir den obligaten Elektro-Ofen-Test durchführten, hatte wieder der halbe CP keinen Strom und wir entschieden uns im schönen Restaurant auf dem CP zu speisen. Die Paella war im Vergleich zu Bayona ein wahrer Genuss. Da wir noch einige Euros cash haben und wir nicht wissen wie lange die noch gültig sind, werden wir die verbleibenden Tage nicht mehr selber kochen.........

Morgen werden wir mit dem Roller ins Zentrum von Rosas fahren, die schönen Badebuchten anschauen und dann werden wir auf den höchsten Hügel von Rosas fahren........vielleicht treffen wir zufällig jemand aus Zermatt......

Tag 42

Camping Rodas, Carrer de la Punta Falconera, Roses, Spanien

Carrer de la Punta Falconera, 62, 17480 Roses, Girona, Spanien

04.10.2019

Heute waren wir mit dem Roller ins Zentrum nach Rosas gefahren. Auch diese Stadt mit 20000 Einwohnern hat sich seit den 80er Jahren sehr stark entwickelt und vorallem auf die Hügel hinauf wurden Ferienanlagen gebaut. Auf dem Hügel wo 1980 nur die 3 Häüser der Zermatter standen ist alles zubetoniert. Das Haus von Toni konnte ich vom Strand aus nicht mehr ausmachen. 

Weil das Wetter in Annecy (Frankreich) am Sonntag und Montag sehr schlecht und die Temperaturen tief sein sollen haben wir unseren Plan geändert. Wir werden von Rosas in zwei Etappen direkt nach Hause reisen......

Wir bedauern dass, aber bei Regen und Kälte ist auch in Annecy nicht zu sein. In dieser, einer unserer Lieblingsstädte, haben wir schon soviel lustiges erlebt und sind immer wieder entweder mit dem Moto oder dem ALWI nach Annecy zurückgekehrt. Mit Annecy meine ich natürlich nicht die riesige Stadt selbst, sondern die schöne, kleine Altstadt mit den Kanälen, die auch Klein-Venedig genannt wird. 

Tag 43

Camping de Tournon HPA, Promenade Roche de France, Tournon-sur-Rhône, Frankreich

1 Prom. Roche de France, 07300 Tournon-sur-Rhône, Frankreich

05.10.2019

Die restlichen 850 km haben wir halbiert und sind bis in die Ardeche gefahren. Nach ca. 5 Stunden Fahrtzeit trafen wir in Tain-l‘Ermitage ein und zum ersten Mal in 6 Wochen war ein CP „complet“ wie les bleus sagen. Der freundliche Receptionist drückte uns eine Visitenkarte in die Hand und schickte uns auf die andere Seite der Rhone nach Tournon. Diese beiden Städte sind durch unsere Rhone getrennt, auf der einen Seite ist die Ardeche und auf der anderen Seite die Region Drome.

Der CP ist ein typischer Durchreisecamping, nichts besonderes und wir können uns nicht vorstellen, dass man hier Ferien verbringt. Als wir gegen Mittag am anderen Tag weiterfuhren, waren die meisten Plätze wieder leer.

Am letzten Abend unserer Reise wurden wir noch mit einem leckeren Abendessen in der Stadt belohnt. Wir waren überrascht über die vielen Touristen aber auch die vielen Beizen am Rande der Altstadt.

Morgen reisen wir nach Hause. Unsere letzte Etappe wird ungefähr 5 Stunden dauern und wir freuen uns, nach mehr als 6  Wochen wieder gesund und ohne Zwischenfall in Stalden einzutreffen.



Tag 44

Stalden VS, Schweiz

Stalden, Schweiz

06.10.2019

In der Ardeche, die wir übrigens vom Motorradfahren kennen, sind wir gegen Mittag gestartet und bei teilweise starkem Regen Richtung Schweiz gefahren. Nach unserem letzten Halt im Relais St. Bernard vor Martigny musste ich leider wieder auf die „langen“ Hosen zurückgreifen und das nach einem schönen Sommer und einem verlängerten Herbst im Süden. Nachdem in Visp noch die Waschanlage das ALWI wieder säuberte, sind wir gegen 17.00 Uhr in Stalden angekommen.


Es war eine fantastische Reise........als ich vor einem Jahr einen Bericht von zwei berner Paaren las, die eine ähnliche Reise machten, sagte ich zu Alfreda: das wäre doch etwas für uns. Ohne zu zögern erwiderte sie: das machen wir. Es ist nicht selbstverständlich, dass man sich für ein solches Abenteuer entscheidet, aber Alfreda hat mich von allem Anfang an voll unterstützt und dafür danke ich Dir von Herzen.

Das wir nach 5500 km unfallfrei und ohne Zwischenfälle und Krankheiten gesund zuhause angekommen sind, dafür danken wir einer höheren Gewalt.

Es gab wirklich nur Positives auf unserer Reise, am meisten Eindruck machten mir die landschaftlichen Gegensätze. Als negativ kann man nur die Mautgebühren in Frankreich erwähnen. Für die beiden Durchfahrten haben sie uns Fr. 250.— abgenommen, wenn man bedenkt, dass Spanien 2021 mautfrei wird und damit etwas für den Tourismus tut.


Das war unsere letzte Reise mit unserem ALWI-Mobil. Im Mai 2020 werden wir unser ALWI 2 mit grosser Freude am Bodensee abholen. Unser AlWI hat uns 9 Saisons und 57000 km nie im Stich gelassen, Reparaturen hatten wir keine. Wir waren im höchsten Norden, im Süden und im westlichsten Teil von Europa. Wir waren an Orten und in Landschaften, die wir wahrscheinlich sonst nicht gesehen hätten. Ein wenig Wehmut werden wir schon beim Ausräumen haben, denn anders als bei einem PW-Wechsel ist es doch unser Ferienstudio auf 4 Rädern.

Wir danken allen die unsere Kommentare gelesen haben und hoffen, dass es euch nicht langweilig vorkam.

Willy und Alfreda, die Globetrotter