Frankreichs Atlantikküste 2018

von Michael Kniese

Frankreichs Atlantikküste 2018

Unseren großen Urlaub verbrachten wir 2018 in Frankreich, genauer an Frankreichs Westküste. Dazu sollte es ursprünglich zunächst von Frankfurt aus in die Gegend von La Rochelle gehen und dann, immer der Küste entlang, Richtung Süden. Allerdings haben wir uns unterwegs aus verschiedenen Gründen entschlossen, die Route ab Chambord umzudrehen, also zunächst durch das Hinterland Richtung Süden und dann an der Küste Nordwärts. Weitere Informationen und Tipps rund ums mobile Reisen findet ihr auch auf unserer Homepage nanuq-womoblog.de, auf Youtube unter youtube.com/NanuqWomoBlog oder auf Facebook unter facebook.com/nanuqwomoblog

Von Campingplatz Mainkur, Frankfurter Landstraße, Maintal, Deutschland nach Campingplatz Mainkur
3512 Kilometer 24 Tage 39 Wegpunkte
Tag 1

Campingplatz Mainkur, Frankfurter Landstraße, Maintal, Deutschland

Wie immer starteten wir von unserer "Basisstation" am Abend, um dem Berufsverkehr des Rhein-Main-Gebiets zu entgehen und um schon ein Stück weit in Richtung Ziel zu gelangen.

Reisemobilhafen

Im Blumengarten,, 66450 Bexbach, Deutschland

Der Stellplatz für 35 Mobile befindet sich am Wald, die Wiesenplätze sind nicht parzelliert. V/E steht außerhalb des Platzes zur Verfügung, war aber bei unserem Besuch wegen Sturmschadens außer Betrieb. Es gibt Strom, eine schöne Grillecke, einen Kräutergarten und in der Nähe im Blumengarten auch WC. Die Platzgebühr wird 2x am Tag kassiert.

Ein Tipp zur Anfahrt: Gebt als Wegpunkt/Zwischenziel das Saarländische Bergbaumuseum ein. Sonst landet ihr evtl. wie wir am falschen Ende des Platzes und dann ist die Einfahrt etwas schwierig zu finden.

Tag 2

Semécourt, Frankreich

1 Voie Romaine, 57280 Semécourt, Frankreich

Wann immer wir nach Frankreich fahren, stoppen wir zunächst einmal hier um uns mit Vorräten einzudecken. Wir ihr auf den Fotos seht, nur das Allernötigste...

Vitry-aux-Loges, Frankreich

56 Rue Gambetta, 45530 Vitry-aux-Loges, Frankreich

Nach unserem Einkauf sind wir weiter gefahren, bis wir keine Lust mehr hatten, weiter aber, als geplant. Bei dem Übernachtungsplatz, den wir uns als Ersatz ausgesucht hatten, handelt es sich um einen kleinen Parkplatz für 6 Mobile (mit etwas gutem Willen der anderen Wohnmobilisten und der Anwohner passen auch mal 9 Mobile hin) direkt am Canal d'Orleans. Der Platz verfügt über V/E, aber keinen Strom. In der Nähe gibt es einen Bäcker, so dass für frische Croissants und Baguette gesorgt ist.

Tag 3

Chambord, Frankreich

3-67 Rue de la Grange aux Dîmes, 41250 Chambord, Frankreich

Chambord - Traumschloss an der Loire und ein absolutes Muss wenn man in der Gegend ist. Als Jagdschloss erbaut ging es durch einige Hände, auch Moritz von Sachsen war einige Jahre der Besitzer. Als Anerkennung für seine Erfolge als Französischer Marschall.

Auf dem weitläufigen Schlossgelände befindet sich un unmittelbarer Nähe zum Schloss der Stellplatz. Nur von wenigen Plätzen aus ist das Schloss allerdings zu sehen. Die Plätze sind parzelliert und geschottert, bieten aber am Platz selber keinen Service. Es gibt eine zentrale V/E Station. Es kann, wie in unserem Fall, schon mal passieren, dass eine Veranstaltung auf der großen Wiese neben dem Stellplatz stattfindet; in unserem Fall ein 75 jähriges Firmenjubiläum. Dann kann es die Nacht über schon mal ziemlich laut werden. Unsere Entschädigung war ein großes Feuerwerk im Rahmen der Feier...

Tag 4

Bellac, Frankreich

7 Rue des Tanneries, 87300 Bellac, Frankreich

Wir hatten uns entschlossen, unsere Tour einfach umzudrehen, also zunächst durch das Landesinnere bis Bordeaux zu fahren, um dann der Küste entlang Richtung Norden zu reisen. Zwischenstation auf dem Weg nach Rocamadour, einem Tipp aus Facebook von Sylvia war Bellac, ein kleiner Ort, der im Jahre 12. Jahrhundert Stadtrechte erhielt. Seehenswert sind vor allem die Kirche Notre Dame und die alte Brücke.

Der Stellplatz für 5 Mobile liegt direkt an einem Park und dem Flüsschen, ruhig und schön. Die Plätze sind asphaltiert und markiert. Der Platz ist kostenlos, es gibt ein paar hundert Meter weiter eine Station für V/E. Die Toiletten dort wollten wir abder dann doch lieber nicht nutzen.

Fazit: ein schöner Ort und eine sehr ruhige Nacht.

Tag 5

Martel, Frankreich

5167F Place des Consuls, 46600 Martel, Frankreich

Ein schöner kleiner Ort mit einer mittelalterlichen Altstadt. Schöne kleine Gässchen, eine offene Markthalle aus dem 18. Jahrhundert mit original erhaltenem Dachstuhl (Markt Mittwochs und Samstags) sowie der Kirche "St. Maur de Martel". Der Platz, kostenlos aber ohne Service, liegt fußläufig zur Altstadt und ab Abends ruhig.

Auch wenn wir nur eine Nacht dort verbracht haben, die Stadt ist einen Abstecher wert.

Tag 6

Lacave, Frankreich

D23, 46200 Lacave, Frankreich

Im Tal der Dordogne gibt es mehrere Tropfsteinhöhlen, von denen die Gouffre de Padirac, die Grottes de Cougnac sowie die von uns besuchten Höhlen von Lacave. Die Gouffre de Padirac, in der man nicht fotografieren darf, bietet die Besonderheit, dass man erst einmal mit einem Aufzug 75m durch ein großes Loch in der Höhlendecke nach unten fährt und Teile in der Höhle mit dem Boot zurück legt. Die Grottes de Cougnac bietet prähstorische Höhlenmalereeien und Lacave faszinierende Tropfsteinformationen und eine Führung, die man via App auch auf Deutsch verfolgen kann. Mit einer Grubenbahn geht's 400m in die Tiefe und von dort zu Fuß mit Guide durch mehrere Höhlen.

Rocamadour, Frankreich

5213F Rue de la Couronnerie, 46500 Rocamadour, Frankreich

Rocamadour - dieses Städtchen hatten wir so gar nicht auf unserem Reiseplan. Aber ein Tipp aus der Facebook-Gruppe "Wohnmobile und Reisemobile, das schönste Hobby der Welt" führte uns dahin. Dafür ein ganz herzlicher Dank an Sylvia.

Rocamadour ist eine mittelalterliche Pilgerstadt mit einem Bischofspalast und einer Vielzahl von Kirchen und Kapellen, auf engstem Raum auf und an den Fels gebaut. Neben dem Mont Saint Michel ist Rocamadour tatsächlich die zweitbekanneste und -besuchte Sehenswürdigkeit in Frankreich. Und dank der Empfehlung von Park4Night standen wir auf einem Parkplatz am Fuße der Stadt mit einem unbezahlbaren Blick auf Rocamadour. Für uns eins der Highlights dieses Urlaubs und auf jeden Fall auch einen Umweg wert. 

Tag 7

Camping La Pelouse

jean - jacques Rousseau 8 bis, 24100, Bergerac, Frankreich

Der Camping La Pelouse ist ein "Camping Municipal", der anscheinend in private Hände gegeben wurde. Das junge Betreiberpaar ist bemüht, den Platz wieder auf Vordermann zu bringen. Allerdings mit der Folge, dass wegen Arbeiten an den Wasserleitungen nur das ältere der beiden Waschhäuser zur Verfügung stand.

Der Platz selber ist ein Wiesenplatz und parzelliert mit Stromanschlüssen am Platz, V/E und Brötchenservice. Die Ausfahrt ist ein wenig knifflig, da sie etwas steil ist und der Einblick in die Querstraße durch Mauern behindert wird.

Was diesen Platz unschlagbar macht ist die Tatsache, dass die Stadt von dort aus in gut 10 Minuten zu Fuß zu erreichen ist.

Tag 8

Bergerac, Frankreich

2 Rue des Faures, 24100 Bergerac, Frankreich

Cyrano de Bergerac - diese tragische Figur in dem Theaterstück von Edmond Rostand, unvergleichlich verfilmt mit Gérard Depardieu war für uns der Grund, dieser Stadt einen Besuch abzustatten. Natürlich ist es eine fiktive Gestalt, dennoch... 

Bergerac ist eine kleine und im Stadtkern alte und charmante Stadt. Nicht reich an Sehenswürdigkeiten aber dennoch sehenswert. Besonders lohnt sich das Tabakmuseum, dass sich der Historie des Tabakgenusses in Europa widmet und eine bedeutende Pfeifensammlung aufweist. Hier erfährt man, wie der Tabak seinen Weg von Amerika nach Europa nahm, wie er in den verschiedenen Epochen konsumiert wurde und dass es sich beim Tabak durchaus auch um eine Heilpflanze handelt, zum Beispiel gegen Migräne.

Weiterhin zu empfehlen sind die Kirche St. Jacques mit Glockengiebel und Holzbalkon, die Gässchen und kleinen Plätze und nicht zuletzt die Statue des Cyrano de Bergerac auf dem Place de la Mirpe.

Tag 9

Pauillac, Frankreich

5 Rue Lucien Teyssier, 33250 Pauillac, Frankreich

Das ADAC Tour Set® schreibt über Pauillac: Der schöne Ort Pauillac am Ufer der Gironde ist die Weinhauptstadt des Médoc. Er verdankt sein Renommee vor allem den berühmten Schlössern, die sich im Norden zwischen üppigen Rebhängen aufreihen..."

Und das ist leider genau der Punkt: die Stadt selber hat nicht wirklich viel zu bieten. Abseits von der bescheidenen Strandpromenade gibt es nicht mehr viel, das einen Besucher interessieren könnte. Das Touristenbüro oder -zentrum bietet Weinseminare und Verkostungen (kostenpflichtig), das Personal ist gelinde gesagt etwas abweisend. Da nützt auch die große Auswahl an Weinen der verschiedenen Genossenschaftswinzer nichts, denn ein Etikett ist geduldig. Da sind wir von der Toskana anderes gewöhnt. Einziges Highlight: auf die Deutsche Städtepartnerschaft scheint man offensichtlich sehr stolz zu sein.

Wir haben uns hier daher nicht lange aufgehalten und sind entlang der Rebflächen und Chateaus weiter Richtung Soulac-sur-Mer.

Aire de Camping-cars

Boulevard de l'Amélie 31, 33780, Soulac-sur-Mer , Frankreich

Soulac-sur-Mer - ein kleines Städtchen an der Atlantikküste. Ein Badeort mit einigen schönen Häusern der Belle Epoque, dessen Küstenlinie allerdings massiv durch das Meer bedroht ist. Im Wesentlichen haben wir dort zum Übernachten gehalten, denn der Stellplatz liegt direkt in den Dünen mit schönem Blick auf das Meer und die Dünen. Einschlafen bei Meeresrauschen - das hat schon was.

Wir haben noch eine Fahrradtour in den Ort selber unternommen, aber bis auf die üblichen Strandläden war alles geschlossen. Vorsaison eben.

Tag 10

Royan, Frankreich

73 Rue Font de Cherves, 17200 Royan, Frankreich

Royan, am nördlichen Ufer der Gironde-Mündung gelegen haben wir mit der Fähre in gut 30 Minuten erreicht. Von der Fähre aus erschließt sich die Weite der Gironde-Mündung, eine Fahrt, die sich nicht nur aus Zeitgründen lohnt. Abgesehen davon lieben wir Fähren.

In Royan hat uns eigentlich nur die Markthalle in der Rue Henri Mériot interessiert. Neben der Architektur gibt es dort täglich alles, was Meer und Region an kulinarischem zu bieten haben. Wir haben in einem Wohngebiet in der Nähe (15 Min. zu Fuß) geparkt, hätten aber auch einen Parkplatz ganz in der Nähe bekommen können. Da müsst ihr eben mal ein bisschen suchen und probieren. Die offiziellen Wohnmobilplätze sind auf jeden Fall viel zu weit entfernt.

Aire De Camping Car

Boulevard Philippe Daste, 17480 Le Château-d'Oléron, Frankreich

Der Stellplatz liegt etwas außerhalb von Le Chateau-d'Oléron. Vom Strand ist der Platz durch die Straße getrennt. Die Stadt erreicht man mit dem Fahrrad in ca. 5 Minuten.

Der Platz ist groß, die Stellplätze nicht direkt parzelliert, manche verfügen über eine Betonplatte, so dass man seine Campingmöbel sauber aufstellen kann. Das Waschhaus ist einfach aber sauber, die Duschen bieten heißes Wasser (das ist nicht überall wirklich heiß).

Wir finden, ein guter Ausgangspunkt, sich den Ort anzusehen und mit 10,50 auch nicht wirklich teuer.

Chateau-d'Oleron

Der Ort selber befindet sich mit seinem älteren Teil innerhalb der Festung, die leider auf Befehl eines Französischen Generals ca. 3 Wochen vor Kriegsende von der Royal Airforce bombardiert und nach über 300 Jahren fast völlig zerstört wurde. Der Ort selber ist überschaubar, aber gerade im zentralen Bereich recht hübsch und gepflegt. In der Nähe der Touristeninformation befindet sich auch die Markthalle, die täglich geöffnet ist und ein reiches Angebot bietet. Auf dem Platz davor findet regelmäßig der typische Französische Markt statt. Termine gibt es in der Touristeninformation. 

Weiter unten am Hafen findet man die alten Hütten der Austernfischer. Mittlerweile sind sie renoviert, bunt bemalt und bevölkert von Künstlern und Restaurants, in denen man auch preiswert ganz frische Austern und andere Meeresfrüchte bekommt.

Von der eigentlichen Festung ist dagegen nicht mehr allzuviel übrig geblieben...

Tag 11

Camping Le Moulin

17650, St Denis D Oleron, Frankreich

Der von der Gemeinde betriebene Stellplatz ist ein schöner Ausgangspunkt für eine Fahrradtour zum Leuchtturm an der Nordspitze der Insel, dem Phare de Chassiron. Wenn das Wetter mitspielt gibt es ausreichend Möglichkeiten für einen Stop am Strand.

Der Platz ist ebenfalls nicht parzelliert. Er verfügt über ausreichend Stromanschlüsse, V/E und befindet sich in der Nähe des Ortes, den man auch zu Fuß problemlos erreichen kann. Ein Bäckerwagen fährt, landestypisch, unter lautem gehupe über den Platz.

Wir hatten während unseres Aufenthalts leider ein kurzes aber heftiges Unwetter, bei dem ein Blitzeinschlag nicht nur die gesamte Elektrik des Platzes, sondern auch noch unseren Kühlschrank außer Gefecht gesetzt hat. Zum Glück läuft er noch auf Batterie und Gas...

Tag 12

Parking P+R Vieux Port

Avenue Jean Moulin, 17025, La Rochelle, Frankreich

Der Großparkplatz liegt in La Rochelle, aber außerhalb der Altstadt, die aber gut mit Bus, Fahrrad (es gibt Fahrradwege) oder zu Fuß (15 Minuten) zu erreichen ist.

Der Bereich für die Wohnmobile befindet sich in dem hinteren Bereich. Die Wiesenplätze sind nicht parzelliert und bieten neben der zentralen V/E Station keinen Service. Auch ist der Parkplatz mit 15 Euro zwar recht teuer, aber, wegen der Nähe zur Altstadt, sein Geld wert.

Tag 13

Tourist Information Center

2 Quai Georges Simenon, 17000 La Rochelle, Frankreich

Wie immer führt unser erster Weg zur Touristeninformation, die sich in La Rochelle am Hafen befindet. Dort bekommt ihr den "Plan de Ville" mit den wesentlichen Sehenswürdigkeiten.

La Rochelle selber hat einiges zu bieten. Angefangen mit dem Aquarium, einem absoluten Highlight und besonders für Familien geeignet. Für uns ein absolutes Muss.

Tag 14

Stellplatz am Phare des Baleines

46° 14' 31,6" N / 1° 33' 20,3" W

Der Stellplatz für 6 Mobile bis 7m max. ist dem bereits vorhandenen Parkplatz, dessen Zufahrten mit Höhenbarrieren versehen sind, hinzugefügt wurden und war bei unserem Besuch noch nicht fertig gestellt und war kostenlos. Das wird sich u.E. aber noch ändern, denn die Montagesockel für vermutlich Zufahrtsschranken und einen Parkautomaten sind vorhanden. Service bietet der Platz nicht, ist dennoch direkt am Leuchtturm und ruhig gelegen. Der Blick aus dem Womo ist einfach schön...

Natürlich ist der Platz Ausgangspunkt für einen Besuch des Leuchtturms und des dazugehörenden Museums, das klein aber informativ ist. Und natürlich bieten die beiden Türme (es gibt den alten und den neuen Leuchtturm) eine wundervolle Aussicht.

Tag 15

Cooperative Ile de Ré Sauniers, Route de la Prée, Ars-en-Ré, Frankreich

7 Route de la Prée, 17590 Ars-en-Ré, Frankreich

Die Ile de Ré ist, wie auch die Ile d'Oleron, ein Zentrum der Meersalzgewinnung. Die Salzbauern haben sich hier in einer Kooperative zusammen geschlossen, in der die Produkte auch direkt vermarket werden. Um es gleich vorweg zu nehmen: die gleichen Produkte gibt es in den Supermärkten zum gleichen Preis.

Coopérative Vignerons de L'Ile de Ré, Route de Sainte-Marie, Le Bois-Plage-en-Ré, Frankreich

Route de Sainte-Marie, 17580 Le Bois-Plage-en-Ré, Frankreich

Auf der Ile de Ré wird nicht nur Salz abgebaut sondern auch Wein angebaut. Über das vielfältige Angebot an Weinen, Pineau (ein Apperitivwein) oder Cognac kann man sich - auch im Rahmen einer Verkostung - in der Winzerkooperative informieren. Und natürlich auch kaufen.

Ecomusée du Marais Salant, route de La Passe, Loix en Ré, Frankreich

route de La Passe, 17111 Loix en Ré, Frankreich

Wer sich über die Salzgewinnung informieren möchte, ist hier genau richtig. Das Besondere an diesem an sich kleinen Ecomusée ist die Führung (Französisch) - es gibt ein Informationsblatt auf Deutsch), bei der das System der Salzgewinnung sowie die einzelnen Arbeitsschritte ausführlich erklärt werden. Man erfährt hier auch den Unterschied zwischen dem Fleur de Sel und dem Sel Gris, dem "grauen Salz".

Natürlich gibt es auch hier einen kleinen Laden, in dem das eigene Salz verkauft wird.

Camping Campéole Les Amis de la Plage, Avenue du Passage des Boeufs, Le Bois-Plage-en-Ré, Frankreich

68 Av. du Passage des Boeufs, 17580 Le Bois-Plage-en-Ré, Frankreich

Der Stellplatz liegt direkt neben dem gleichnamigen Campingplatz. Die Stellplätze sind zwar nicht alle eben aber parzelliert und verfügen über Strom. Die zentrale V/E Station befindet sich neben der Einfahrt.

Anders als in gelegentlich beschrieben verfügt der Platz nicht über Sanitäreinrichtungen; die des Campingplatzes dürfen nicht mitbenutzt werden. Es gibt lediglich eine einfache Außendusche um sich nach einem Strandtag den Sand abzuwaschen.

Dennoch, der Platz liegt ruhig und in der Nähe zum Strand, der direkt zu ausgedehnten Spaziergängen einlädt.

Tag 16

Saint-Martin-de-Ré, Frankreich

Auch wenn La Flotte als schönster Ort auf der Ile de Ré bezeichnet wird, für uns ist es Saint-Martin-de-Ré. Auch ein alter Fischerort mit einem schönen kleinen Hafen, umgeben von der Festungsmauer der Zitadelle - urig, charmant und lecker. Neben den Geschäftchen und Boutiquen gibt es jede Menge Restaurants und Bistros. Highlight ist allerdings der Eissalon am Hafen, La Martinière, bei dem es Salzkaramelleis gibt. Sagenhaft.

Ach ja, mit dem Womo kann man in Saint-Martin-de-Ré auch prima stehen (und sicherlich auch übernachten) - der P2 am Friedhof bietet jede Menge Platz und ist für Wohnmobile vorgesehen. Kostenlos aber ohne Service. Und in nicht einmal 5 Minuten ist man in der Stadt.

Les Châteliers, La Flotte, Frankreich

17630 La Flotte, Frankreich

Wenn man auf die Insel kommt (oder wieder fährt) kommt man unweigerlich daran vorbei - Les Chateliers. Die ehemalige Zisterzienserabtei, gegründet ca. 1150 und im Verlauf seiner Geschichte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Nach der Zerstörung durch die Hugenotten Ende des 16. Jhd. wurde die Abtei aufgegeben. Als Steinbruch genutzt verfiel das Kloster nach und nach, die Ruine wurde erst 1997 gesichert.

Domaine des Croix, Les Croix, Maisdon-sur-Sèvre, Frankreich

23 Les Croix, 44690 Maisdon-sur-Sèvre, Frankreich

Da das Wetter eher ein wenig durchwachsen war und wir dadurch auch keine längeren Badepausen am Meer eingelegt haben, entschlossen wir uns unsere Reise auf die Normandie auszudehnen. Wir verließen daher die Ile de Ré in Richtung Nantes.

Für unsere Zwischenübernachtung entschieden wir uns für ein Weingut, dass kostenlose Stellplätze mit Sanitäreinrichtung (Dusche/WC) und V/E anbietet. Es wird allerdings um einen freiwilligen Obolus gebeten.

Nach unserer Ankunft wurden wir von der Inhaberin des Weinguts begrüßt und zu einer unverbindlichen Weinprobe eingeladen (da der Wein gut war haben wir auch etwas eingekauft).

Wer in der Gegend ist, unbedingt hier übernachten.

Tag 17

Nantes, Frankreich

Boulevard des Nations-Unies, 44000 Nantes, Frankreich

Auf dem Weg in die Normandie haben wir noch einen Stop in Nantes eingelegt. Gut ist, dass man auf dem Central Parking Nantes (47.211011 / -1.559847) stehen kann. Tipp: Legt euern Parkzettel auf's Armaturenbrett oder klemmt ihn links gang ganz unten an die Scheibe. Bei uns hing er (wie immer) oberhalb der Scheibenwischer, was uns einen Strafzettel wegen parkens ohne Parkschein eingebracht hat).

Vor dort aus lässt sich die Altstadt mit der gotischen Kathedrale (Marmorgrab des Herzogs Francois II. und seiner Gattin Marguerite de Foix; die Krypta war wegen Bauarbeiten geschlossen), die Basilika Saint-Nicolas am Place Royale, der Passage Pommeraye, einer wunderschönen Einkaufspassage von 1843 sowie dem herzoglichen Schloss wunderbar erlaufen.

Fehlen darf auch nicht ein Abstecher auf die Flussinsel zur Ausstellung "Les Machines de l'Ile" (Highlight ist der riesige mechanische Elefant).

Aire de Camping-Car, Cesson-Sévigné, Frankreich

14 Route de la Valette, 35510 Cesson-Sévigné, Frankreich

Der kleine Stellplatz reicht für 5-6 Mobile, alternativ kann man auch noch auf dem Parkplatz des Sportplatzes auf der anderen Straßenseite stehen, wenn keine Veranstaltungen sind.

Der Platz liegt wunderschön an einer mit verschiedenen Seen durchzogenen riesigen Parklandschaft, die zum Spazierengehen oder Fahrradfahren geradezu einläd. Eigentlich schon zu schön um dort nur mal zu übernachten.

Tag 18

Aire de Camping-Car le Marais, Agon-Coutainville, Frankreich

D361, 50230 Agon-Coutainville, Frankreich

Agon-Coutainville - hier hatten wir 2015 ein Ferienhaus, hier reifte der Entschluss ein Wohnmobil zu kaufen, hier fanden wir unser El Dorado für Schalen- und Krustentiere, Les Trois C (wir haben auf unserer Homepage berichtet). Les Trois C ist für uns der Grund, wiederholt in diesen eigentlich typischen Badeort zu fahren, so auch in diesem Jahr. Zu unserem Entsetzen mussten wir feststellen, dass der Inhaber gewechselt hat. Über Facebook haben wir von den ehemaligen Betreibern erfahren, dass nach Auslaufen des Pachtvertrages die Pacht so völlig überhöht festgesetzt wurde, dass das junge Paar aufgeben musste. Gut, Schalen- und Krustentiere gibt es nach wie vor; deutlich teurer und nicht ganz so gut wie bei Madame. Dennoch haben wir uns eigedeckt, wo wir schon mal da waren...

Gestanden haben wir auf dem gleichen Platz wie 2016, ein schöner parzellierter Platz mit Strom und V/E, alles im Preis inklusive.

Tag 19

PARKING 360

D514, 14117 Arromanches-les-Bains, Frankreich

Auch hier standen wir bereits 2016, allerdings bei besserem Wetter. Als wir 2015 dort das 360° Kino besucht haben, stand für uns fest, dass wir mit unserem späteren Wohnmobil hier einmal stehen wollten. Der Blick aus dem Womo auf das Meer ist so schön, dass wir auch dieses Jahr wieder hierher zurück gekommen sind.

Tag 20

Aire de Camping-car Plage Ouest

Quai d'Aval, 76460, St.-Valéry-en-Caux, Frankreich

Den Stellplatz hatten wir uns für die nächsten zwei Nächte ausgesucht, da er direkt am Hafen und auch in der Nähe zum Ort liegt. Als wir ankamen sahen wir, dass er eigentlich aus zwei Plätzen besteht. Ein Teil, der vorne am Hafen mit Blick auf das Meer liegt (dieser war bereits am frühen Nachmittag komplett belegt), der andere Teil liegt zurück versetzt hinter einer Mauer und direkt vor den Felsen.

Beide Plätze sind parzelliert aber sehr eng, so dass man mit großen Heckgaragentüren schon mal Probleme bekommen kann. Die V/E (zusätzlich kostenpflichtig) hat ihre besten Tage auch bereits hinter sich.

Wir sind also weiter gefahren und haben im Nächsten Ort unser Glück versucht.

Parking des Falaises, Veules-les-Roses, Frankreich

7 Sentier À Douane, 76980 Veules-les-Roses, Frankreich

Wir haben uns für einen kostenlosen Stellplatz (ohne Service) oberhalb von Veules-les-Roses entschieden. Entgegen der übrigen Womos haben wir uns einen Platz mit Blick auf's Meer entschieden und wurden dafür mit traumhaften Sonnenuntergängen belohnt.

Tag 21

Veules-les-Roses

Der Ort, benannt nach dem kürzesten Fluss Frankreichs, der Veules, hat einiges interessante zu bieten. Im Touristenbüro erhält man einen Stadtplan mit einem Stadtrundgang, der durch die Altstadt zu einigen schönen Punkten führt.

Tag 22

Giffaumont-Champaubert, Frankreich

D13, 51290 Giffaumont-Champaubert, Frankreich

Ein schöner Stellplatz, direkt an einem riesigen Wasserreservoir gelegen. Es gibt V/E sowie ausreichend parzellierte Plätze. Der Baumbestand ist noch jung, so dass es noch keinen Schatten gibt. 

Der Platz ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen oder Fahrradtouren entlang dieses wirklich riesigen Sees.

Leider ist der Platz so neu gestaltet, dass die Elektronik und die Computer noch nicht funktionierten, so so kamen wir gar nicht erst auf den Platz. Wir sind dann zum nächsten Platz am gleichen See gefahren.

Lac du Der - Station Nautique

Rue du Port, 51290, Giffaumont-Champaubert, Frankreich

Eine "Feriensiedlung" mit Ferienhäusern, größeren Parkplätzen, Restaurants, Läden, einem Touristenbüro, einer Marina und natürlich 2 Stellplätzen für zusammen ca. 130 Wohnmobile. Dennoch schön und ruhig gelegen, wobei dort im Sommer bestimmt die Hölle los ist.

Für die nicht parzellierten Stellplätze gibt es Strom und V/E. Das Ferienzentrum und die Marina sind ganz in der Nähe gelegen und auch hier bietet sich der See für Wanderungen und vor allem Fahrradtouren an.

Da es unser letzter Abend in Frankreich war, haben wir unsere "Mitbringsel" zum Abschlussessen erklärt.

Tag 23

Semécourt, Frankreich

Rue du Patural, 57280 Semécourt, Frankreich

Unser erster Ort in Frankreich war auch zugleich unser letzer Ort. Noch einmal lecker einkaufen, bevor es wieder zurück in die Heimat ging. Unser Urlaub ist zu Ende.

Wohnmobilstellplatz Mannheim-Neuostheim, Mannheim, Deutschland

Will-Sohl-Straße 7, 68163 Mannheim, Deutschland

Der Wohnmobilstellplatz liegt in einem Vorort von Mannheim und ist idealer Ausgangsort für Besichtigungen der Stadt. Es handelt sich um einen Durchgangsplatz, d.h. man fährt auf der einen Seite ein und am anderen Ende wieder raus – alle Plätze befinden sich rechts vom Fahrweg, man fährt rückwärts auf den Platz. Die Plätze sind gepflastert und ausreichend breit dimensioniert, so dass man problemlos Tisch und Stühle aufstellen und die Markise ausfahren kann. Zwei Plätze befinden sich, jeweils von den Nachbarplätzen getrennt durch Hecken, versetzt nebeneinander. So steht man nicht direkt Fenster an Fenster. Darüber hinaus gibt es noch einen gesonderten Platz für ganz besonders große Mobile. Es gibt eine gute Anbindung an den Nahverkehr, so dasss man sein Womo nicht benötigt, um Mannheim zu erkunden.

 

Alle Plätze verfügen über Stromanschluss (z.Zt. 1,00 €/kWh). Es gibt eine zentrale V/E Station im Einfahrtsbereich (!!), wo sich auch der Parkautomat befindet (die Stellplatzgebür von derzeit 10,00 € kann man mit Münzen oder EC-Karte bezahlen). Strom und Wasser gibt es nur gegen Wertmünzen, die man gegen Münzen oder Scheine bekommt.

 

Es gibt bei der Wassersäule eine Besonderheit, die uns sehr positiv aufgefallen ist. Anders als die meisten Wassersäulen rechnet diese nicht nach Durchflusszeit ab (die gebunkerte Wassermenge ist hier stark abhängig vom Schlauchdurchmesser), sondern nach Durchflussmenge. D.h. wenn ihr 1,00 € bezahlt, erhaltet ihr auch 100 Liter Wasser. Was dass bedeutet erklären wir an einem Beispiel: Als wir ankamen, standen vom Vorgänger noch 30 L Wasser auf der Uhr. Ich warf eine Wertmünze ein und bunkerte 70 L. Mein Nachfolger kann nun 60 L kostenfrei einfüllen. Wir finden das echt super. 

 

Kleines Manko: Nachts kann man gelegentlich die Bundesstraße hören (wir haben gut geschlafen), tagsüber die startenden und landenden Sportflugzeuge und Hubschrauber vom nahegelegenen Flugplatz, wobei der Flugbetrieb gering ist.

 

Alles in allem ein schöner, sauberer und sehr gepflegter Stellplatz, den wir in unsere Favoriten aufgenommen haben.

Tag 24

Campingplatz Mainkur

Frankfurter Landstraße 107, 63477 Maintal, Deutschland

Am Morgen haben wir unser Wohnmobil bei der GÜMA Caravan-Motorcaravan KG in Mannheim erst einmal durch die Waschanlage geschickt. Nach 3 Wochen on Tour bitter nötig. Im Anschluss ging's dann auf direktem Weg nach Hause.

Damit ist unsere Frankreich Rundreise 2018 zu Ende. Die Reise verlief etwas anders als gedacht - von der Route, dem Wetter und so weiter. Aber dennoch - eine schöne, erlebnisreiche, interessante und vor allem wahnsinnig erholsame Zeit.

Wenn die Erinnerungen in Form von Bildern und Videos bearbeitet, geschnitten, vertont sind, werdet ihr einen ausführlicheren Bericht auch auf unserer Homepage unter https://www.nanuq-womoblog.de und auf Youtube unter https://youtube.com/NanuqWomoB... finden. Schaut rein, abonniert unseren Kanal, damit ihr nichts verpasst. Aber gebt uns etwas Zeit.

Euch eine schöne Zeit, einen schönen Urlaub, interessante Touren und immer gute und sichere Fahrt. 

Servis, bis zur nächsten Tour...