Ein Traum wird Wirklichkeit - Spanien & Marokko!

mitdemwohnmobilreisen
von Andrea Auf Reisen

Ein Traum wird Wirklichkeit - Spanien & Marokko!

Unsere Tour durch den Südwesten Europas nach Afrika. - Wir passieren Frankreich, Spanien, die Straße von Gibraltar und fahren durch Marokko nach Marrakesch. 7900 km haben wir zurückgelegt und mir möchten keinen Kilometer missen. Weil unsere Zeit recht begrenzt ist, bemühen wir uns, so schnell wie möglich zu unserem Traumziel Marrakesch zu gelangen. Die Rücktour gestalten wir entspannt. Unser Fazit der Reise: Nach Marokko, da müssen wir noch einmal hin. Länger. Ausführlicher. Wir haben Marokko als entspanntes, sicheres, vielseitiges Reiseziel kennengelernt.

Tag 1

Baume-les-Dames (620 km)

Frankreich
Hurra - Wir sind "On the Road again!"!
Nach einem sehr regnerischen Tag kommen wir noch im hellen bei unserem ersten Stellplatz in Frankreich an.

Wir sind in Baume les Dames. Der Ort liegt in einem schönen Tal, durch das der Doubs fließt,  und ist von Kalksteinfelsen eingefasst.
Gerne würde ich noch ein Weilchen spazieren gehen, allerdings kräftiger Regen hält mich ab.

Der Stellplatz ist etwas abgelegen an einem Kanal, der parallel zum Fluss verläuft. Gegen 18:00 Uhr kommt dann der Stellplatzwart, bei dem wir auch bezahlen. Für Stellplatz, Strom, Entsorgung, Frischwasser zahlen wir ca. 11 Euro.
Tag 2

Auf dem Weg durch Frankreich (625 km)

Das ging in der Früh ja gut los. Regen. Sturm. Gewitter. Nichts wie weg. Der Tag blieb so - regnerisch und stürmisch. Aber als wir beim Wohnmobilstellplatz Sete - Les 3 Digues ankommen war alles schön. Premiere: es gab kein Strom..., hatten uns vorher viele Gedanken darüber gemacht. Aber es ging: Kühlschrank auf Gas, Licht, Fernseher, die Hubbetten, der Hubtisch. Und frühs fast noch volle Balken. Die Straße und Eisenbahn ist in der Nähe. Aber in der Nacht war es… ziemlich ruhig. Der breite Stand traumhaft. Ich glaube, im Sommer ist es hier bestimmt sehr, sehr voll. Die Straße und Eisenbahn ist in der Nähe. Aber in der Nacht war es… ziemlich ruhig. Jedenfalls haben wir gut geschlafen und es hat uns hat es gefallen!
Tag 3

Planänderung (540 km)

Geplant war die Übernachtung im Ebrodelta. Vor Ort haben wir dann schnell den Plan verworfen: zuviel herangespülter Sand. Also nur schnell Foto von der Küste. Und dann weiter...

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Plan B: Peniscola. Alle Stellplätze sind s e h r voll...Ich staune, wie eng man so einen Stellplatz gestalten kann. Hier ist schon so etwas wie fahrerisches Können sehr gefragt. Wasser, Strom, Entsorgung - alles vorhanden.
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Es war schon spät. Aber das hat mich nicht abgehalten, einen Spaziergang zur Promenade zu machen. Ich war neugierig. Sensations"geil" in Bezug der Verwüstungen an der Promenade durch das vergangene Unwetter. Und - es sah auch noch echt schlimm aus!
Tag 4

Weiter durch Spanien. Weiter in den Süden. (510 km)

Unser ausgesuchter Stellplatz in Vera ist leider v o l l. Kein Platz. Und nun? Zum Glück gibt es in dem Ort noch einen, das Area Autocaravanas,… Glück gehabt. Unter gekommen. Ordentlich. Sauber. Entsorgung, Frischwasser, Strom. Begrenzte sanitäre Anlagen. Da freut man sich. 13,00 Euro haben wir bezahlt. In der Nacht so schlimmer Sturm, dass das Wohnmobil wackelt.
Tag 5

Wir schauen aus dem Fenster (425 km)

und sehen Landschaften vorbeiziehen

Ausblick auf Gibraltar!

Und schau mal! Ganz Dahinten! Wie eine Fatamorgana!
Das ist A f r i k a!

Da wollen wir hin. Die Idee ist dazu, bei dieser Nähe zu Afrika, schon früher gereift. Mein Mann möchte s o  gerne Marrakesch sehen (ich auch). Zeit haben wir leider nur begrenzt….. Deswegen haben wir runterwärts Gas gegen. Vorangiges Ziel: Schnellstens nach Algeciras. Und dann weiter schnellstens nach Marrakesch. Ja. Ja. Wir sind schon etwas verrückt. Na und?!

Aufbruchstimmung.

Und wir mitten drin!

Ankunft im Raum Algeciras. Ob wir wohl den für die Wohnmobilfahrer  l e g e n d ä r e Ticketverkaufstelle "Carlos" finden? Es stellt sich heraus, das alles gut zu finden ist. Ich habe eine Beschreibung von Marokkoreisenden aus dem Internet gefunden, die stellt sich als ganz brauchbar heraus. Außerdem habe ich die Agenturadresse in der Suchmaschine gefunden.

Los Barrios. Abfahrt 112. In das Gewerbegebiet mit den Einkaufssupermärkten. Am 1. Kreisel rechts Carrefour, links Mc Donald's und Lidl. Am 2. Kreisel nehmen wir die Ausfahrt nach rechts. Man sieht auch schon eine große Parkplatzfläche, wo Wohnmobile standen. Dorthin stellen wir uns auch. Da kann man über Nacht parken. Hinter dieser Parkplatzfläche steht ein flacheres, aber auch großes Gebäude, in dem diese Agentur zu finden ist. Schnell Ausweis, Zulassung, Geld (dort wird nur Bares genommen) geschnappt und hin. Bei Carlos kann man verschiedene Fährgesellschaften auswählen. Wir nehmen die, die am meisten hin und her pendelt. 200,00 Euro.

Im Limit!

1. Etappe geschafft:
Ca. 2620 km haben wir während der letzten 5 Tage bewältigt.

Morgen beginnt unser Abenteuer "Marokko". - Schnuppertour mit dem Ziel Marrakesch. Mehr haben wir uns nicht vorgenommen.

Wir sind voller Vorfreude!
Tag 6

Wir fahren zur Fähre! (11 km + 85 km)

Wir sind natürlich aufgeregt und schon bei Zeiten wach.
Dann fahren wir zum Hafen. Dank der Anfahrtskizze von Carlos alles easy. Am Hafen heißt es warten. Dann kommt ein Angestellter. Er nimmt die Pässe und Tickets mit. Und kommt nicht wieder zurück. Und dann gehts los. Die Fahrzeuge fahren zum Check In Schalter vor. Und da gibt es beides zurück. Dann geht es weiter zum Fähranleger. Wir warten. Dann kommt die Fähre. Es ist gleich um 11:00. Da soll die Fähre eigentlich abfahren. Tut sie aber nicht. Da geht es erst mit dem Fahrzeug auf die Fähre…
Auf der Fähre bekommt man kleine Karten, die muss man ausfüllen: Name, RP Nummer, wo man herkommt, wo man hin will. Irgendein weites Ziel von einem Stellplatz angeben. Und dann geht man mit Schein und Reisepass zum Schalter und bekommt einen Stempel in den Reisepass. So ein Stress in den ca. 1,5 h der Stunden, die die Überfahrt dauert - und dann muss man auch noch Fotos machen…, denn Afrika kommt immer näher.

Hier ist ja ganz schön was los!

Auf der Straße von Gibraltar. Oder heißt es: "in der Straße…"?! Wirtschaftlich:
Die, zwischen 14 bis 44 km breite und etwa 60 km lange, Straße von Gibraltar ist eine der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, die täglich von ca. 300 Handelsschiffen durchfahren wird.
Geologisch:
Hier gibt es Strömungen. Und Gegenströmungen. -> Nicht ungefährlich!

Was für ein Augenblick!

Unser Traum wird Verwirklichkeit.

Traue Dich - damit Träume nicht Schäume bleiben!

Wir sind auf dem Weg nach #marokko

Ankunft in Marokko

#afrika und somit #marokko rückt immer näher. Und dann sind wir da. Vor dem Schiff ist ein Gewusel. Die Autos fahren von der Fähre. Menschen gehen zu Fuß herunter. Vor dem Schiff stehen Zöllner mit Uniform und Zivil und kontrollieren die Reisepässe und die Stempel. Dann geht es zum Zoll. Anstehen. Endlich am Schalter. Kauderwelsch. Der Zöllner nix verstehen. Wir nix verstehen… Wir müssen uns wie viele andere an die Seite stellen. Das es irgendwie um das Fahrzeug geht, weiß ich schon… 
Man braucht einen kleinen Zettel, auf dem quasi das Fahrzeug für Marokko registriert wird… Also Zulassung und Reisepass schnappen und jemanden suchen, der weiterhelfen kann. Habe auch jemanden gefunden. Ich gehe ersteinmal rechts zum flachen Zollhaus, da sitzt jemand der 2 Brocken deutsch spricht. Dann bringt er mich zu einem anderen Häuschen, wo ich diesen Zettel bekomme… Ein paar Meter geht es weiter. Dann kommen Container, wo man Geld tauschen kann. Das muss sein. Die Umrechnung ist relativ einfach: 10 Dirham ist rund 1 Euro. Händler davor bieten Sim Karten für Marokko an. Ganz schön aufregend die ganze Sache!

Alles geschafft!

Jetzt kann es weiter gehen. Unser Ziel #assilah erreichen wir bequem über die gut ausgebaute Autobahn, für die man auch in #marokko Maut bezahlen muss.

Es dauert gar nicht lange und wir erreichen Assilah. Wir finden einen Campingplatz, wo wir schon viele Wohnmobile sehen. Hier bleiben wir.

Unser etwas nachlässig wirkender Campingplatz ist von einer Mauer umgeben. An der Einfahrt ist das kleine "Receptionshäuschen". Registrierung das muss sein. Wir bekommen einen Stellplatz auf der Wiese zugewiesen. Wir sehen schon: Wasser, Entsorgung: kein Problem.
Jetzt noch Strom. Und dann die Antenne raus. Sie sucht und sucht und sucht. Es funktioniert nicht. Noch geben wir den Bäumen, die das Areal säumen die Schuld. Ich bin mir da aber schon etwas unschlüssig. Lapidar gesagt: ich denke, dass der Winkel zum Satelliten von hier sicher etwas anders ist und mit der von daheim eingestellten Antenne nicht zu erreichen ist… Später, auf dem Campingplatz in Marrakesch erfahren wir von einem netten Wohnmobilisten, dass es auch so ähnlich ist und man an der "Schüssel" was verstellen muss. Wir lassen es dann doch lieber...
... Und noch später haben wir von noch einem anderen Wohnmobilisten erfahren, dass er die Satellitenanlage gar nicht verstellt. Mmh?!

Perfekte Abende

Kein Fernsehen - Also Spieleabende!
Jeden Abend und natürlich in der gleichen Reihenfolge! Dame (ich gewinne) - Mühle (mein Mann gewinnt) - Uno und Mensch ärgere dich nicht (manchmal gewinnt er / manchmal ich). Erinnerungen an früher…
als ich in den 1970igern und 80igern mit meinen Eltern in den Urlaub bin und es in den Privatunterkünften noch keinen Fernseher gab, war mein Lieblingsspiel: "Schiffe versenken".

Afrika - Feeling

beim ersten Spaziergang in Assilah.

Meer. Palmen. Blauer Himmel.
Das geht ja gut los.
Tag 7

Auf der Autobahn durch Marokko. (525 km)

kostet Mautgebühren.

Auf der Autobahn

bieten sich uns interessante Ausblicke.

Kurz vor Marrakesch

wird die Aussicht noch interessanter.

Tageszusammenfassung

Wir brechen bei Zeiten auf. Heute steht wieder ein langer Fahrtag an. Über 500 km liegen auf der Autobahn vor uns. Unser Ziel der Großraum von #marrakesch. Wir schauen uns #marokko durch die Autoscheibe an.

Zuerst geht es nah an der Küste lang. Wattlandschaften an den Flüssen, die in den Atlantik münden und viel Grün prägen das Bild. Es ist ein sehr landwirtschaftlich geprägtes Bild. Gewächshäuser. Planen, unter denen Bananenstauden wachsen, prägen die Landschaft. Und immer wieder ordentlich bestellte Felder…
Richtung Marrakesch ändert sich dann auch das Bild. Erst noch lange grün, wird es dann zunehmend karger. Hatten die Äcker eben noch schöne, dunkelbraune Erde, hat sie jetzt verschiedene Rottöne.

Erst ist die Autobahn  s e h r ruhig zu befahren.  Je näher man Richtung Hauptstadt, Rabat, kommt, wird sie schon voller. Unten in Casablanca, ist die Autobahn dann aber so richtig voll, wie in einem Ballungsgebiet in Deutschland. Buh…. Das ändert sich dann wieder. Richtung Marrakesch wieder dann ein sehr entspanntes, manchmal aber auch bald ein einschläferndes Fahren…

Dann endlich die Autobahnabfahrt. Und schon sind wir bei Marrakesch. Irgendwie empfinden wir hier es,  auch gleich viel stressiger - und wir sind sehr froh, auf unserem geplanten Campingplatz anzukommen. Wir haben uns den Campingplatz irgendwie aus Angst vor Kriminalität etc. herausgesucht…, man hat ja keine Ahnung und Erfahrung und liest sehr viel. Also der Plan war: Womo dort stehen lassen - und dann mit dem Taxi so ca. 10 km am nächsten Tag nach Marrakesch rein. - Zum Glück haben wir ein Womo - Ehepaar getroffen, die gesagt haben -> Fahrt zum Stellplatz in die Stadt. Das lohnt sich. Und Ihr braucht keine Angst zu haben!
Der Campingplatz ist etwas abgelegen. Aber echt nett gestaltet. Ein paar Bäume, einige Blumen, sehr schöner Poolbereich. Schön zum Ausspannen. Dusche, Toilette, Entsorgung, Strom alles vorhanden. Dusche habe ich benutzt und war angenehm überrascht. Wir haben mit Strom 12,50 € für die Nacht bezahlt.
Tag 8

Umzug nach Marrakesch. (12 km)

Nicht schön. Aber sehr zentral! Ist der Stellplatz in #marrakesch / #marokko.
Frühs dann nach Marrakesch rein. Unser Stellplatz befindet sich bei einem Parkplatz mitten in der Stadt, ist bewacht und wirkt wie ein Hinterhof. Dafür ist man wirklich  i m Zentrum. Wir sind auf dem Platz auch nicht allein.

Sie haben Ihr Ziel erreicht

Und los geht es. Mein erstes Fotomotiv ist der Turm der Moschee in dessen Nähe wir stehen. Es wird auch mein letztes Fotomotiv am Abend sein.

Die Koutoubia-Moschee (dt.: ‚Moschee der Buchhändler‘) ist die größte Moschee von Marrakesch. Sie stammt aus der 2. Hälfte des 12. Jahrhunderts und ist damit eine der ältesten Moscheen Marokkos. Das  77 m hohe Minarett ist eins der Wahrzeichen von Marrakesch.


Im Gewühle der Autos, Pferdefuhrwerke und Fußgänger passieren wir die Straße. Ich gehe immer im "Windschatten" anderer Passanten über die Straße…
Und dann kommen wir ins Herz der Stadt! Dem Platz "der Gaukler und Henker"! Hier herrscht ein buntes Treiben...

… was aber noch gar nichts zu dem Treiben auf dem Platz in der Abendstunde ist!


Verwirrend ….für die Sinne. ….für die Orientierung.

Verwirrend und abenteuerlich erscheint der unvermeidliche  Spaziergang durch die Souks. .
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Ein Vergleich drängt sich bei mir auf. Wobei ich weiß, dass der Vergleich hinkt:
Ich fühle mich ein bisschen an den Polenmarkt von Bad Muskau erinnert: überdacht, eng, verwinkelt, ist man erst mal drin - muss man durch und  j e d e r will dir etwas verkaufen. .
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Also wenn du nur so guckst und nichts kaufen willst: an keinem Stand großartig stehenleiben. Lass dich nicht von Rufen beeinflussen, denke dir, das höre ich nicht. Immer weiter… .


Und dann siehst du Licht und denkst dir oder hoffst: Geschafft. Wieder am Ausgangspunkt. Nö - das bist du garantiert nicht. Sondern am anderen Ende. Vielleicht findest du was zum Einkehren, zum Ausruhen….
Wir bestellen uns erst mal einen typischen Minztee und fragen uns gerade, wo wir hin müssen...

Oasentour

Am besten gefiel mir die "Oasentour" durch #marrakesch. Es war soetwas wie "Wüstenfeeling ala Disneyland".

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde!

Dem Glücklichen schlägt keine Stunde!

Ehrlich gesagt, ich weiß gar nicht, wie es mit der Zeitumstellung ist. Manche sagen so - andere so. Interessant wird es an der Fähre…
Eine öffentliche Uhr habe ich noch nicht gesehen. Fragen will ich mal immer jemanden, vergesse es aber… .

Heute habe ich tatsächlich den Busschaffner nach der Zeit gefragt… Und die Zeit war die gleiche wie die MEZ Winterzeit - also wie sie gerade bei uns ist.

Es ist frühs laaaange dunkel. Gegen ca. 08:00 wird es dämmerig. Bis spätestens 08:30 ist es hell.

Ich glaube, gegen 14:00, ist die Sonne am stärksten.

Abends geht die Sonne ca. 19:00 Uhr unter. Dann wird es empfindlich kühl… . Und ca. 30 Minuten später ist es dann auch dunkel.
Tag 9

Wieder auf der Straße. (175 km +12 km)

Dieses Mal auf der Landstraße.
Hier gibt es Einiges zu gucken!
->Verschiedene marokkanische #verkehrsteilnehmer...
-> marokkanische Gegensätze.
-> Landschaft bestehendaus Nix.

Was hier so alles auf den Bäumen wächst.

#baumziegen auf #arganbäume

Für die Argan-Nuss klettern die Ziegen auf die Bäume, denn auf dem Boden wächst wegen nicht viel Nahrhaftes. Da kommen die kalorienreichen Argan-Nüsse wie gerufen.

Allerdings wird behauptet, dass die Bauern da etwas nachhelfen🤔…. .

#essaouira

arabisch für "Die Eingeschlossene", ein Künstlerort und 1967 ein angesagter Hippietreff, wo auch Jimi Hendrix sich aufhielt, ist einen Aufenthalt wert!

Es gibt einen schönen Sandstrand. Es gibt eine einladende Promenade.
Aber das Schönste ist die Altstadt, in denen die Händler recht unaufdringlich ihre Waren anpreisen. Die im 18. Jahrhundert angelegte Medina von Essaouira mit ihrem weitgehend symmetrischen Grundriss, geradlinig verlaufenden Straßen und zwei Stadttoren ist seit  2001 in der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes.


Neueste Grabungen lassen vermuten, dass die in der Bucht von Essaouira gelegenen Insel, ein phönizischer Außenposten der antiken Welt war. Die Phönizier sollen hier Purpurschnecken gezüchtet haben.

Im 15. und 16. Jahrhundert eroberten die Portugiesen einige Gebiete an der marokkanischen Atlantikküste. 1506 besetzten die Portugiesen die vorgelagerte Insel und bauten Befestigungs- und Hafenanlage. Den Namen der Festung, Mogador, sollen die Portugiesen mit Respekt für den heute noch als Schutzpatron der Stadt verehrten islamischen Heiligen Sidi Mogdul gewählt haben. Dieser soll nach der Legende ursprünglich ein Schotte namens Mac Donald gewesen sein, der sich einst hierher abgesetzt hatte. Schon 4 Jahre später gaben die Portugiesen den exponierten Stützpunkt wieder auf und räumten die Festung. Im weiteren Verlauf des 16. Jahrhunderts versuchten verschiedene Mächte wie Spanien, England, die Niederlande und Frankreich vergeblich, Essaouira zu erobern.

Im 18. und 19. Jahrhundert baute Essaouira seine wichtige Position als Knotenpunkt im Karawanenhandel weiter aus und gelangte zu erheblichem Wohlstand.

In der heutigen Zeit ist Essaouira einer der Drehorte der Fantasyserie "Game of Thrones".

Zeit zum Übernachten

Ich habe für uns den kleinen Stellplatz "Dar el Bernicha" ausgesucht. Er liegt etwas abseits von Essaouira. Man kann von hier auch mit einem Taxi nach Essaouira fahren. Das brauchen wir aber nicht, da wir ja schon vorher das Städtchen besucht haben. Wir sind gegen 16:00 Uhr da - und hatten Glück, das wir untergekommen sind.
Wir stehen in einem kleinen abgeschlossenen Hof. Hier gibt es Strom, Frischwasser, Grauwasser- und Toilettenentsorgung. Dusche, WC, Waschmaschinen sind vorhanden. Alles sehr sauber. Sehr adrett. Das nette, französische Besitzehepaar ist hinterher, das alles sauber bleibt. 100 Dirham haben wir bezahlt.
Tag 10

Weiterfahrt. (190 km)

Überall gibt es viel zu sehen. Es ist wie ein vorbeilaufender Film.

Nächstes Ziel

Der Stellplatz Laguna Park in #oualidia ist in herrlicher aussichtsreicher Lage. Er ist soweit sauber und ordentlich. Hatte Strom, WC, Dusche und Entsorgungsmöglichkeiten für WC und Grauwasser. Wir haben uns dort wohlgefühlt und sind gleich 2 Nächte dort geblieben und haben 200 Dirham gezahlt.

Da es uns hier gefällt und wir auch sehen, dass man hier gut spazieren gehen kann, beschließen wir 2 Nächte zu bleiben.
Tag 11

Wir bleiben!

Gäste kommen nach #oualidia wegen eines schönen Sandstrandes und der Lagune.

Nette Kleinstadt

#kashba #moschee und #störche in #oualidia
Tag 12

Sicherheit wird grossgeschrieben. (325 km)

Hier traust Du Dir im #straßenverkehr nicht aus der Rolle zu tanzen. An jedem Ortseingang Straßenverkehrskontrolle.

Immer wieder schön:

der Blick durch das Fenster.

Wir fahren nach Mehdia.

Mehdia,  an der Mündung des Oued Sebou, eines der wasserreichsten Flüsse,  in den Atlantischen Ozean ist ein kleine Stadt mit einem schönen Strand.
Es gibt hier die Einrichtung Camping Mehdia mit einer s e h r großen Anzahl von Stellplätzen. Alles sauber. Alles ordentlich. Alles vorhanden… 120 Dirham haben wir für die Nacht bezahlt.
Tag 13

Ein wenig Erholung

das muss sein!
Tag 14

Der erste Übernachtungsort = Der letzte Übernachtungsort. (170 km)

Ein Spaziergang durch die adrette Altstadt von Assilah sollte man nicht verpassen.

Und dann ist schon unsere letzte Übernachtung in Marokko.

Wir - am Hausstrand von Assilah. Hier gibt es einen sehr begehrten, bewachten Parkplatz. Für 5,- Euro über Nacht hat man einen schönen Ausblick auf den Atlantik. Und das ewige Schauspiel der Händler, die immer wieder vorbei kommen...🙄
Tag 15

Abschied von Marokko. (85 km + 30 km)

Unsere Zeit in Marokko geht zu Ende!

Jaja... Ich weiß, die Zeit war viel zu kurz.
Gesehen haben wir sehr viel. Was eben so auf die Schnelle geht.
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Ganz viele Eindrücke nehmen wir mit... Positive!

Es ist ein Land, das einen Spagat zwischen Moderne und Alten zeigt.

Mein Fazit:
-> Ich habe mich sehr wohl gefühlt.
-> Ich würde es wieder tun!
-> Und... ich werde es wieder tun! Und dann mit ganz viel Zeit! - Ich kann es allen nur empfehlen.
Jetzt sage ich "Salam". Und habe jetzt schon Vorfreude auf nächstes Jahr. Und hoffe, dass wir alle gesund und munter bleiben.

Da ist Gibraltar!

Von der Fähre aus, sieht man schon unser nächstes Ziel: #gibraltar

Gibraltar gehört zu Großbritannien und liegt auf einer Landzunge an der Südküste Spaniens liegt, die von einem mächtigen Felsen dominiert wird.

Auf geht's in Richtung Gibraltar!

Auf der spanischen Seite der Grenze liegt die Stadt La Línea de la Concepción. Hier gibt es einen Parkplatz mit einem angeschlossenen Stellplatz. Es gibt eine Entsorgungsmöglichkeit, ein öffentliches WC, Frischwasser zum Auffüllen und Waschmaschinen. Strom gab es nicht. Für 2 Nächte haben wir 25 Euro bezahlt. Es ist ein großer, sauberer Platz. Und es ist immer viel Betrieb. Man steht deswegen meist recht eng. Aber es ist recht schön. Man schaut auf den Jachthafen oder auf den Felsen von Gibraltar. Nach Gibraltar ist es auch nicht weit. Mit einem Fahrzeug sollte man Abstand davon nehmen.
Tag 16

Wir erkunden Gibraltar!

Man läuft über ca. 10 min dann ist man schon am Rand von Gibraltar. Hinter der Grenze ist dann eine Art Busbahnhof. Es gibt normale Linienbusse. Es gibt auch 2 Linien, die als Hopper Bus fahren und dann gibt es eine Art Großraumtaxi, die eine Rundfahrt anbieten. Zum Laufen ist es ein bisschen zu weit, schon ganz und gar, wenn man zum Affen-Felsen will. Auch nicht zu empfehlen: mit dem Wohnmobil nach Gibraltar rein fahren. Zum einen findet man keine Parkplätze, zum anderen ist Gibraltar ja relativ klein und hat volle Strafen, wo es meist nur per Stop & Go vorangeht.

Der Affenfelsen

Gibraltar ist der einzige Ort in Europa, an dem Affen freilebend vorkommen. Deswegen nennt man Gibraltar auch den „Affenfelsen“. Die Affen werden zwar als freilebend bezeichnet, führen aber eher eine Art von Leben im Wildpark, bei dem sie regelmäßig von Menschen gefüttert werden.

Die Herkunft der Berberaffen ist nicht genau geklärt, wahrscheinlich wurden sie irgendwann aus Marokko von Menschen eingeführt. Allerdings waren Berberaffen früher auch in Süd- und Mitteleuropa heimisch, die Affen von Gibraltar könnten also auch von europäischen Vorfahren abstammen. Eine Legende zufolge, sei die britische Herrschaft in Gibraltar beendet, sobald der letzte Affe den Felsen verlassen hätte. Hintergrund dieser Legende ist eine Geschichte aus der Zeit der Belagerung Gibraltars im 18. Jh.. Damals sollen die Engländer von den Tieren vor einem Nachtangriff der Spanier und Franzosen gewarnt worden sein. So ließ der britische Premierminister Winston Churchill Berberaffen aus Marokko importieren, um den vermutlich wegen Inzucht kränkelnden Affenstamm wieder zu stärken, und hatte damit Erfolg.

Phänomenale Aussicht

vom Affenfelsen.

Unten in der City...

Very british! Außer dem Wetter!😉.
Gibraltar wurde ursprünglich im Mittelalter von den Mauren besiedelt und stand später unter spanischer Herrschaft. 1713 wurde das Gebiet an Großbritannien abgetreten. Zu den erhaltenen Festungsanlagen zählen die Überreste einer maurischen Burg aus dem 14. Jh. und die im 18. Jh. angelegten Great Siege Tunnels, die im 2. Weltkrieg erweitert wurden.

Die „Main Street“ zum Einkauf mit relativ preisgünstigen Preisen und Ausruhen bei Fish & Chips ein.
Tag 17

Neues Ziel. (195 km)

Sevilla - die Hauptstadt von Andalusien.


Nicht sehr einladend fand ich den riesigen Stellplatz Area Autocaravanas Sevilla. Irgendwie ein Abstellplatz... Er befindet sich auf einem riesigen Betriebsgelände, auf denen Autos verladen werden. Strom (für nicht alle Stellplätze), WC, Dusche (Wasser war allerdings kalt), Entsorgungs-, Auffüllmöglichkeit, und Waschmöglichkeit für Wohnmobile vorhanden.
Tag 18

Ein Tag in Sevilla

vornehm und großartig präsentiert sich Sevilla.

Das ist schön anzusehen!

Die Kathedrale wurde 1401 - 1519 in eine bestehende maurische Moschee eingebaut. Sie hat zahlreiche mit Kunstschätzen geschmückte Seitenkapellen, bedeutende Glasmalereien, eine ungewöhnlich große Orgel und viele Grabmale bedeutender Persönlichkeiten, so soll eins das Grabmal von Christoph Kolumbus sein. Und natürlich gehört die Kathedrale zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Daneben steht die Giralda, ein weithin sichtbarer Glockenturm, der ursprünglich 1196 als Minarett einer Moschee mit 82 m Höhe erbaut; der 32 m hohe Aufsatz in durchbrochenem Mauerwerk kam 1568 hinzu. Der Name Giralda kommt von der Drehbarkeit der Figur auf der Spitze (spanisch girar ‚drehen‘).

Pulsierendes Leben!

findet man in der belebtesten Straße, die schlangenartig gewundene Calle de Sierpes. Hier gibt es etwas für die Augen👀. Zum einen kann man hier gut "Leute gucken"😉. Zum anderen gibt es schöne Häusern, oft palastartig, meist im altrömischen Stil erbaut. - Schöön hier!

Ein heikeles Thema: Stierkämpfe

Eine Führung (8 Euro) in der Stierkampfarena Plaza de Toros de la Maestranza aus dem 18. Jh., gibt interessante Einblicke und eine Übersicht, warum es Spanien den umstrittenen Stierkampf gibt und wie er praktiziert wird. Wusstet Ihr, dass der traditionelle Stierkampf ursprünglich aus Andalusien stammt. Hier in Andalusien gibt es die berühmtesten Stierkampf-Arenen. Die Stierkampfarena von Sevilla, ist nach der Madrider Stierkampfarena die größte Spaniens.

Die Spanier begründen ihre Kultur und Kunst in dem Stierkampf und sehen es oft als Ehre, den Beruf des Toreros auszuüben. Sevilla besitzt eine besondere Verbindung zum Stierkampf, da hier schon 1830 die erste Stierkampfschule errichtet wurde.
Tag 19

Auf! In die #weisedörferandalusiens (200 km)

Als ersten Ort haben wir Arcos de la Frontera besucht. Es soll der Hauptort der weißen Dörfer sein. Die Altstadt, die auf einem Felsen oberhalb des Flusses Guadalete liegt, ist eine wahre Touristenattraktion.

Warum der Zusatz "de la Fronterra"? Bis zum Fall von Granada 1492 blieb die Stadt im Grenzgebiet zwischen Christen und Mauren, woran der Namensteil "de la Frontera" (spanisch für: an der Grenze) bis heute erinnert.

Die Altstadt mit den typischen engen Gassen und weißgetünchten Häusern, die so charakteristisch für die weißen Dörfer sind.

Herz der Altstadt ist die Plaza del Cabildo. Der Platz wird von Rathaus, Parador und der Kirche begrenzt, auf der offenen Seite bietet sich eine schöne Aussicht auf den Fluss Guadalete. Hinter dem Rathaus liegt das Schloss, erbaut noch von von den Arabern  im 11. Jahrhundert, daran angebaut der Palast der Herzöge von Arcos.

Nächste Übernachtung in Olvera.

Auf der höchsten Erhebung mitten im Ort befinden sich eine Pfarrkirche, die auf den Resten einer maurischen Moschee errichtet wurde und eine Burgruine. Darum herum gibt es viele niedrige, weiße Häuschen. Um Olvera ist von Landwirtschaft geprägt, hauptsächlich durch Oliven-Haine.
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Unterhalb der Ortschaft erreicht man den Stellplatz "Parking Autocaravanas de Pago" über eine super steile kleine Straße. Wo sich der Stellplatz befindet, war früher einmal ein kleiner Bahnhof und heutzutage befindet sich dort eine kleine Nationalparkinformation. Da ist dann auch der Ministellplatz (5 Plätze) mit Strom und Entsorgungsmöglichkeiten. Mir hat es dort gefallen, weil der Stellplatz ruhig gelegen ist und man ein bisschen in der Natur ist. 10 Euro haben wir bezahlt. Sollte der Stellplatz voll sein, kann man auch auf dem Parkplatz davor (ohne Strom) und ich glaube für 8 Euro hinstellen.

Sehr schön!
Tag 20

Warum lohnt es sich Ronda zu besuchen? (55 km)

Weil: #ronda besitzt eine atemberaubende Lage oberhalb einer tiefen Schlucht. Diese Schlucht knapp 100 m tiefe Schlucht teilt die Neustadt, die ungefähr aus dem 15. Jahrhundert stammt, von der Altstadt aus der Zeit der maurischen Herrschaft.
Überspannt wird die Schlucht von drei Brücken: die Puente Árabe („Arabische Brücke“), die Puente Viejo („Alte Brücke“) und die bekannteste und die im 18. Jahrhundert erbaute Puente Nuevo („Neue Brücke“), der bekanntesten Brücke.

Schon im 19. und frühen 20. Jahrhundert Reisende nach Ronda gekommen, darunter Künstler Rainer Maria Rilke war die Stadt Ziel von Touristen.

Unser Stellplatz in Ronda:

Wir haben den Stellplatz Parking de Autocaravanas Ciudad de Ronda angefahren. Es ist ein typischer Stadtstellplatz und macht einen ordentlichen Eindruck. Entsorgungsmöglichkeiten, Frischwasser, Strom, Hundeauslauf vorhanden. Guter Ausgangspunkt, um die Stadt zu erkunden. Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe. Bis zur Hauptsehenswürdigkeit, der "Neuen Brücke" sollte man durch die Fußgängerzone der Neustadt auf jeden Fall einen ca. 30 min Spaziergang einplanen. Durch die Nähe zu Hauptverkehrsstraßen recht geräuschvoll.10 Euro pro Nacht wird am Automaten bezahlt.
Tag 21

Wir machen einen Abstecher! (95 km + 70 km)

In 428 Metern über dem Meeresspiegel Höhe liegt das weiße Dorf #mijas und wird wegen seiner Aussicht gerne besucht.

Ein Heiligtum für die Einheimischen in Mijas ist eine kleine Kapelle zur Ehren der Jungfrau Pena, der Schutzheiligen der Stadt. Die Kapelle wurde komplett in Stein gehauen, ist bereits über 300 Jahre alt.

Und schaut mal, was hier alles auf dem Parkplatz steht!

Mijas ist für die "Esel Taxis" bekannt.

Wir übernachten in Marina de Caleta de Velez. 

Es ist ein abgeschlossener Stellplatz im Hafenbereich gleich neben einem Parkplatz. Der Stellplatz ist nur mit einer Schrankendurchfahrt zu erreichen. Man steht vor der Schranke. Bezahlung nur mit Geldkarte möglich. Außerdem muss man seine Ausweisnummer und eingeben. Dann geht die Schranke auf. Beim Verlassen des Platzes wird man per Video erfasst und die Schranke öffnet sich. Es gibt nur 4 Plätze mit Strom, so dass wir ohne standen. Entsorgungsmöglichkeiten WC und Grauwasser nur per Kartenzahlung. Das machen wir dann mal nicht.

Einige Impressionen von einem recht unbekannten Ort, Marina de Caleta de Velez.

Der kleine Ort mit seiner schmalen Promenadenstrasse und den kleinen Häuschen ist als einer der wichtigsten Fischereihäfen in der Provinz von Málaga bekannt. Von hier fährt man auf das Meer, um Sardellen, Sardinen, Makrelen und Tintenfisch zu fangen.

Aber wie Ihr seht, gibt es auch einen schönen Strand.
Tag 22

In Andalusien gibt es noch eine Sehenswürdigkeit aller erster Güte! Die Alhambra in Granada. (115 km + 140 km)

Gerne wäre ich hinein gegangen. Leider waren 11:00 Uhr die Eintrittskarten schon ausverkauft. So ein Mist!
Habt Ihr also einmal vor, die Alhambra zu besuchen, meldet Euch am besten vorher über das Internet an oder kauft online die Eintrittskarten, schließlich ist die Alhambra eine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Europas.

Diese Alhabra ist eine bedeutende Stadtburg auf einem Hügel von Granada und gilt als eines der bedeutendsten Beispiele des maurischen Stils. Diese sehr beeindruckende Burganlage ist riesengroß, etwa 740 m lang und bis zu 220 m breit. Im Osten ist außerdem ein Sommerpalast vorgelagert.

Man nimmt an, dass die  Bezeichnung soviel wie "Der rote (Palast)" bedeutet oder auf die rötliche Färbung der Außenmauern zurückzuführen ist. Schon im 9. Jahrhundert ist von einer „roten Burg“ bei Granada die Rede.

Der Alhambra genannte Baukomplex ist eine für das Mittelalter typische Kombination aus einer befestigten Oberstadt mit einer separat befestigten Zitadelle für den Machthaber. Die Oberstadt beherbergte neben dem Adel und dem Militär auch die höher stehende Bürgerschaft, Kaufleute sowie wichtige Handwerker.

"Der wilde, wilde Westen fängt gleich hinter Hamburg an..."

In dem Fall hinter Almeria!

Die Wüste von Tabernas liegt ca. 30 km nördlich von Almería. Das Gebiet, nach klimatischen und vegetationskundlichen Kriterien eine Halbwüste, besteht aus Erosionsrinnen zerschnittener Hügel, als Fachbegriff. Es ist die am stärksten aride Region auf dem europäischen Kontinent (arid: trockenes Klima mit einem 30-jährigen Mittel bei dem der Niederschlag geringer ist als die mögliche Verdunstung).

Ein Hauch von Wildnis!

Wir haben auf dem etwas "naturbelassenen" kleinen Wohnmobilstellplatz "Tor zur Wüste", der von einem netten Deutschen betrieben wird, bei Tabernas, übernachtet. Er war schon etwas schwer zu finden: von der N - 340 a links ab auf die A - 349, dann noch mal links auf die AL - 3102, dann nochmal links auf einen unbefestigten Weg. Sehr holprig! Und da ist man auch schon in der Wildnis! Für große Wohnmobile ist der Platz nichts. Der Platz befindet sich zwischen Olivenbäumen. Strom und WC vorhanden. 12 Euro für die Nacht bezahlt.
Tag 23

Im "wilden Westen"! (70 km)

Die Wüste von Tabernas war wegen ihrer Ähnlichkeiten mit dem „Wilder Westen“, Nordafrikas und Arabiens seit den 1950er Jahren bis heute als Drehort vieler Filme und Western. Hier sind Lawrence von Arabien, Für eine Handvoll Dollar, Indiana Jones und der letzte Kreuzzug und viele weitere Filme entstanden.

Das bei Tabernas gelegene Fort Bravo (Kulisse u. a. für Vier Fäuste für ein Halleluja) ist das größte Westerndorf und das einzige von drei noch erhaltenen (es gab bis zu 14), welches auch noch für Dreharbeiten genutzt wird. Es diente u. a. als Kulisse für Winnetous Rückkehr, Der Schuh des Manitu, Die Daltons gegen Lucky Luke und verschiedenen Werbespots. Nach den Dreharbeiten bleiben die jeweiligen Kulissen stehen, werden jedoch nicht weiter konserviert. So befinden sich vor allem ältere Drehorte in einem schlechten Zustand.

Unser Ziel ist eine Empfehlung vom vorherigen Stellplatzbesitzer!

Los Albaricoques ist ein kleines Dorf, in dem der Italo - Western - Film "For a Few Dollars More" gedreht wurde, in dem es Agua Caliente hieß. Clint Eastwood hieß der Filmstar. Dieses Ereignis wird noch heute vermarktet.

Der Camperpark Olivares liegt in ruhiger Lage am Rande des Dorfes Los Albaricoques. Er macht einen sauberen und ordentlichen Eindruck und ist recht neu. Es gibt Strom, Duschen, WC, Entsorgungsmöglichkeiten und nette, hilfs- und auskunftsbereite Mitarbeiter an der Rezeption.
Tag 24

Zuerst besuchen wir Mojacar. (70 + 110 km)

2003 wurde das Weiße Dorf Mojacar zu einem von Spaniens schönsten Dörfern erklärt. Kein Wunder, das strahlend weiße Dorf ist schon von Weitem sichtbar auf einem Hügel, 170 m über dem Meeresspiegel, am Ende der Sierra Cabrera. Dementsprechend schön ist auch die Aussicht.

Der Ortsname ist vom Wort “Monxacar” abgeleitet, was Heiliger Berg bedeutet.


Die weiß gekalkten Häuser und seine Gassen weisen auf den Einfluss der Araber hin.

Die Pfarrkirche aus Naturstein hat sogar festungsähnlichen Charakter.



Unsere nächste Übernachtung war wieder mehr im Landesinneren.

Wir haben nördlich des Stadtzentrums Totana auf dem Camperstop Sierra Espuña übernachtet. Es ist ein nett angelegter Wohnmobilstellplatz auf 2 Ebenen. Es gibt WC- und Duschmöglichkeit, Strom, Entsorgung, kostenloses WIFI.
Tag 25

Nichts wird wie geplant! (250 km)

Die Stellplätze und Campingplätze der Costa Blanca sind leider total überlaufen.

Wir passieren Benidorm, um nach Altea zu gelangen. Altea hat eine schöne Altstadt. Aber leider ist der Stellplatz voll. Calp auch unmöglich. Da gilt nur eins: weiter fahren.

Der Name Costa Blanca wurde in den 1950er Jahren von pfiffigen Tourismusmanagern geschaffen. Er spielt einerseits auf die traditionell weiß gestrichenen Häuser an, andererseits auf die Lichtverhältnisse, die den Sand weiß erscheinen lassen. Der Kontrast zwischen blauem Meer und heller Küste findet sich auch in der blau-weißen Flagge der Provinz Alicante (Stadt des Lichts), zu der die Costa Blanca großenteils gehört.
Die Costa Blanca ist wegen ihres milden mediterranen Klimas ein beliebtes Ferienziel von Touristen aus Spanien und ganz Europa. Seit den 1950er Jahren haben sich viele Deutsche in diesem Teil Spaniens angesiedelt. Für manche Deutsche mit Nazi-Vergangenheit war dort ein idealer Unterschlupf, da Franco ihnen ein unauffälliges Leben mit Schutz vor internationaler Strafverfolgung zusicherte. Nach dem Tode Francos und mit der Demokratisierung des Landes hat die Region einen Wirtschaftsaufschwung auch in der Tourismus-Industrie erlebt, der bis heute anhält. Die Costa Blanca zählt daher heute zu den Motoren der spanischen Wirtschaft. Mit dem Tourismus stieg auch das Bauvolumen, was die Region zur größten Baustelle Europas machte. Bestes Beispiel ist Benidorm, einem der bekanntesten Badeorte an der berühmten Costa Blanca. Aus dem winzigen Fischerdorf der 1960er Jahre ist heute ein beliebtes Urlaubsziel am Mittelmeer geworden, das für sein Nachtleben bekannt ist.
Benidorm besitzt die größte Hochhausdichte (in Relation zur Einwohnerzahl) weltweit mit 345 Gebäuden mit mehr als zwölf Etagen. Wegen der immensen Hochhausdichte nennt man Benidorm „little Manhattan“.

Wer suchet, der findet...

... irgendwann
endlich einen Stellplatz!

Nach langen Suchen nach freien Stellplätzen haben wir endlich noch einen auf dem Wohnmobilstellplatz in Tavernes de la Valldigna direkt gleich neben dem Strand ergattert. - Ach, wie waren wir da froh. Ursprünglicher Plan war: ein Stellplatz in Altea, denn dort wollte ich noch zur Altstadt. Aber der war leider voll. Leider auch kein Parkplatz gefunden. Deswegen weiter gefahren. In Calp hoffnungslos… Und so immer weiter…

Der Stellplatz in Tavernes de la Valldigna ist recht groß. Es gibt viel grün. Die Mitarbeiter waren sehr freundlich. Die Dusch-, WC-Anlagen waren ordentlich. Entsorgung und Frischwasser ist möglich. WIFI gibt es im Rezeptionsbereich.
Tag 26

Zurück nach Peniscola. (210 km)

Der nächste Stopp hat uns wieder nach Peniscola geführt. Das ist immer ein schönes Ziel!

Übernachtet haben wir am gleichen Campingplatz, wie auf der Herfahrt. Und... der Campingplatz war gar nicht mal mehr so voll.
Tag 27
Tag 28

Peniscola - immer wieder so schön, dass man auch einen Tag oder 2 Tage Pause machen kann!

Sand. Nix als hochaufgetürmter Sand!

Noch immer ist zu sehen, wie das Januar - Unwetter gewütet hat!

Außerdem ein paar Fotos vom Oktober 2019.
Tag 29

Es geht an die Costa Brava. (305 km)

Die Costa Brava (für wilde Küste) verdankt ihren Namen den stark zerklüfteten Felsmassiven, die von den parallel zur Küste verlaufenden Gebirgszügen steil zum Meer hin abfallen. Der Schriftsteller Ferran Agulló prägte ihren Namen in einer Zeitschrift im Jahr 1908. 
Zwischen den Kaps liegen malerische Fischerdörfer, Urlaubsorte oder kleine Strände und Buchten.

Camping Lloret Blau liegt sehr zentrumsnah. Man hat WC, Dusche, Frischwasser und Abwasserentsorgung. Es ist ein relativ großer Stellplatz, und hat recht großzügige Stellplätze, die mit Bäumen aufgelockert sind. Für 2 Nächte haben wir 36,50 Euro bezahlt.
Tag 30

Spazieren - ausruhen ist angesagt!

Eine Urlauberhochburg - Lloret de Mar 
In den Wintermonaten leben ungefähr 35.000 Einheimische in Lloret de Mar; im Sommer halten sich bedingt durch den Fremdenverkehr bis zu 160.000 Menschen im Ort auf. Die Architektur des Ortes ist durch Hotelblöcke bestimmt. Die Gemeinde bemüht sich, dieser Bebauungsform entgegenzusteuern. Im Winter ist die Stadt ruhig wie die meisten anderen Orte der Küste.

Seit dem 18. Jahrhundert gewann der Hafen von Lloret (heute nicht mehr vorhanden) durch den Handel zunehmend an Bedeutung, woran die Häusern der Indianos erinnern. Dies waren Gebäude von Bürgern, die sich vor allem in den 1840er und 1880er Jahren in Kuba ansiedelten. Wer dort sein Vermögen machte, kehrte früher oder später ins Heimatdorf zurück. Darunter befanden sich auch Persönlichkeiten wie der Schauspieler Pere Codina Mont oder Constantino Ribalaigua, Erfinder des Cocktails Daiquiri. Sie wurden „Indianos“, genannt, wenn sie mit einer Menge an Geld zurück kamen.

Alte Herrenhäuser wurden niedergerissen und durch stattliche neoklassische oder modernistische Villen ersetzt. Davon sind heute nur noch wenige erhalten, zum Beispiel das Stadthaus .

1918 begannen reiche Familien von Barcelona erste Sommerhäuser zu bauen. 1920 wurde dann das erste Hotel eröffnet.

Die Stadt ist eine Hochburg für jugendliche Party-Touristen, bietet aber etwas abseits viele Gelegenheiten, spazieren zu gehen und die Landschaft zu genießen. Entlang des Strandes gibt es lange Wanderwege an den Klippen und weniger besuchte Buchten.



Eine Besichtigung ist ein m u s s!

Kirche Església de Sant Romà ist eine eindrucksvolle Kirche mit einem Architekturmix aus Gotik und Moderne sowie Kunst des 16. Jahrhunderts.

Die dem Heiligen Romanus gewidmete Pfarrkirche ist eines der charakteristischsten Bauwerke der Stadt. Ursprünglich war diese im gotischen Stil errichtete Kirche mit Befestigungsmerkmalen, wie z.B. einem Zugtor, ausgestattet und hatte nur ein einziges Kirchenschiff.
Tag 31

Zurück in Frankreich... (360 km + 70 km + 30 km)

Auf dem Weg nach Hause gibt es auch noch einiges in Frankreich zu bestaunen!

Der Pont du Gard ist ein römischer Aquädukt im Süden Frankreichs. Die Brücke ist von beeindruckender Höhe und stellt einen der am besten erhaltenen Wasserkanäle aus der Römerzeit in Frankreich dar. Der Pont du Gard zählt zu den wichtigsten erhalten gebliebenen Brückenbauwerken der antiken römischen Welt.

Der Pont du Gard war Teil einer etwa 50 km langen Wasserleitung, mit der Wasser von den Quellen nahe Ucetia (Uzès) zur römischen Stadt Nemausus (Nîmes) transportiert wurde. Die Brücke ist 49 m hoch und umfasst drei Etagen. Auf der oberen Ebene verläuft das rechteckige Gerinne der Wasserleitung, das 1,80 m hoch und 1,20 m breit ist und ein Gefälle von 0,4 Prozent aufweist.
Auf der unteren und mittleren Etage der Brücke befinden sich Arkaden aus 61 bis zu 6 t schweren Keilsteinen. Die Pfeiler der mittleren Ebene sind genau auf den Pfeilern der unteren Etage aufgelagert, um die Belastung der unteren Gewölbebögen zu minimieren. Von der Mitte ausgehend wird die Bogenspannweite zum Ufer hin immer kleiner.

... gibt es auch noch einiges zu sehen!

Großartig -
die Schlucht von Ardèche!

Eine 30 km lange Schlucht wurde von der Ardèche wie ein Canyon durch ein kalkhaltiges ca. 300 Meter hohes Plateau gegraben. Der Fluss Ardèche überwindet mit Hilfe von unzähligen Flussschleifen einen Höhenunterschied von 45 Meter. Grandios ist die Bogenbrücke Pont d'Arc. Der Fluss hat einen Felsvorsprung durchbohrt und einen Kalksteinbogen, den Pont d'Arc hinterlassen, unter dem die Ardèche weiter fließt.
Von Vallons Pont d’Arc starten Paddeltörns durch die Gorges d’Ardèche. Profis schaffen die 30 km lange Tour durch die Schlucht mit ihren 25 Stromschnellen in sieben Stunden.

Nicht großartig war leider das Wetter. Und dann auch die Tatsache, dass alle Camping- und Stellplätze g e s c h l o s s e n waren. Dazu war es neblig und wurde dann auch schon dunkel. Das hebt die Stimmung nicht.

Einen Stellplatz, eigentlich einen Parkplatz haben wir dann in Bourg-Saint-Andéol an der Eisenbahnstrecke gefunden. Nix besonderes. Kein Strom. Aber Wasserentsorgung und Frischwasser nöglich. Geld kostet es nicht. Und ein paar andere stehen auch da.
Tag 32

Den Stellplatz kennen wir doch! (460 km)

Na klar!
Hier haben wir die erste Nacht der Tour verbracht.

Frühlingsgrüße aus Baume les Dames. Der Ort liegt in einem schönen Tal, durch das der Doubs fließt,  und ist von Kalksteinfelsen eingefasst.

Der Stellplatz ist etwas abgelegen an einem Kanal, der parallel zum Fluss verläuft. Gegen 18:00 Uhr kommt dann der Stellplatzwart, bei dem wir auch bezahlen. Für Stellplatz, Strom, Entsorgung, Frischwasser zahlen wir ca. 11 Euro.
Tag 33

Wieder in Deutschland. (340 km)

Letzte Übernachtung legen wir in Ladenburg ein. Der Stellplatz befindet sich am Stadtrand der ca. 11 500 Einwohner großen Kleinstadt. Kurzer Spaziergang zum Stadtzentrum. Er schaut sauber, ordentlich und übersichtlich aus. Strom gegen Bezahlung. Entsorgung WC, Grauwasser möglich. Stellplatz selbst kostet 11 Euro.

Ladenburg bezeichnet sich selbst als älteste Stadt Deutschlands rechts des Rheins. wurde vor etwa 2000 Jahren von den Römern gegründet und war epocheübergeifend eine wichtige Handelsstadt. Das sieht man noch heute im historischen und gut erhaltenen Stadtbild mit Tempel, Thermen, Marktbasilika sowie verwinkelte Gassen, wunderschöne Fachwerkhäuser und eine mittelalterliche Stadtbefestigung. Ladenburg ist ebenfalls durch den Autoerfinder Carl Benz bekannt. Da das Wetter nicht so war, haben wir es gerade mal nur bis zum gemütlichen Domplatz mit seinen Fachwerkhäuschen geschafft, um uns die anzuschauen. Dann kam ein mächtiger Hagelschauer.. - und wir brechen ruckzuck den Rückzug an. Brr. Was für ein Mistwetter.

Der Stadtspaziergang führte uns auch an Lokale vorbei. - Und ehrlich?! Wir hatten Appetit auf etwas schönes, deftiges gutbürgerliches Deutsches. Nur der Grieche hatte geöffnet. Dort ein Schnitzel?! - Mein Mann hatte es sich getraut. - Und: Es war gut. Nein: sehr gut.