Barockstraße Saar Pfalz

Aloysius
von Aloysius & Irmgard

Barockstraße Saar Pfalz

Die Barockstraße Saar-Pfalz weckte unser Interesse für diese Region. Bei unserer Saar-Pfalz Tour lernten wir das kleine Bundesland zwischen Saar und Mosel näher kennen. Covid-19 hinderte uns den einen oder anderen Ort noch anzuschauen, da fast täglich mehrere Städte zum Hotspot erklärt wurden.

Von 6 nach Heimatort
986 Kilometer 9 Tage 29 Wegpunkte
Tag 1

6

Lochenstraße 6, 78628 Rottweil, Deutschland
Unsere Heimatgemeinde Neukirch
1120 - 2020
900 jähriges Jubiläum



Wohnmobil-Stellplatz Pirmasens

Steinstraße 2, 66953 Pirmasens, Germany

Die Dunkelheit brach schon herein, als wir den Stellplatz (49.204399 , 7.60807) anfuhren. Wir hatten Glück es war noch eine Stellplatzfläche frei.
Der Stellplatz war gut anzufahren, der Untergrund ist auf festem braunem Sand, das den Nachteil hatte, dass er ins Wohnmobil getragen wurde.

Tag 2

Stadtrundgang Pirmasens

Am Sonntagmorgen machten wir uns auf zur Runde durch Pirmasens und mit einer Wanderung durch den Felsenwald. Das Zentrum lag nur 10 Minuten zu Fuß vom Stellplatz entfernt, insgesamt lagen rund 14 km vor uns. Und vorweg gesagt - wir waren (fast) alleine unterwegs.

Der Exerzierplatz in der heutigen Form besteht erst seit 1995. Davor war es ein mit kleinen Granitsteinen gepflastertes Quadrat, das primär als Parkplatz und – wie auch heute noch als Standort des Wochenmarktes genutzt wurde. Heute ist der „Exe“ mit einer Tiefgarage versehen, die es in Ihrer runden Form zum Zeitpunkt der Entstehung in Deutschland nur noch einmal gab, nämlich in Baden-Baden am Festspielhaus.

Der "Schlossplatz" (auch "Unterer Schlossplatz") ist der Mittelpunkt von Pirmasens. An der Hauptstraße gelegen, verbindet er über die Schlosstreppen das "Alte Rathaus" mit der Pirminiuskirche. Eine Wasserkaskade und ein überdimensionaler Stierkopf sind der Blickfang dieses Aufstieges. Am unteren Ende steht das "Alte Rathaus". Im Krieg zerstört und danach wieder aufgebaut. Täglich um 11:00 Uhr ertönt zudem das Glockenspiel. Wir waren überrascht hier eine derart tolle Anlage mitten in der schönen Fußgängerzone anzutreffen.

Was wäre die (ehemalige) Schuhstadt Pirmasens ohne ihren Schuster Jean Joss?
Nach seiner Ausbildung zum Schuster, die er in Paris absolvierte, ließ er sich in Pirmasens nieder und legte den Grundstein für die hiesige Schuhindustrie. Es wird ihm nachgesagt, dass er bereits Anfang des 19. Jahrhunderts seine Frau in die preußische Rheinprovinz geschickt haben soll, um dort Schuhe zu verkaufen. Als andere Pirmasenser Schuhmacher sahen, wie viel Geld das Ehepaar Joss mit diesem Handel verdient hatte, begannen auch sie, es ihnen gleich zu tun.
Und damit begann der Aufstieg der „Schuhstadt“ - so jedenfalls die Sage. Heute erinnert eine Bronzefigur auf dem Schusterbrunnen vor der Lutherkirche an Jean Joss. Die Brunnenfigur stand zunächst seit 1921 auf dem Oberen Schloßplatz, bevor sie nach dem Bau der Fußgängerzone hier 1981 ihren endgültigen Standort bekam. Markige Sprüche zieren das 8-eckige Brunnenbecken, die zumindest teilweise auch den Stolz der Pirmasenser auf ihre Geschichte ausdrücken.
So heißt es hier z.B.
„Der Schuh hat hier uns groß gemacht,
drum Schuh und Schuster nicht veracht'!“
oder
„Verlässt der Schuh die städtisch’ Grenz’,
soll Lob er sein für Pirmasens!“

Felsenwald-Wanderung

Felsenwald
Die Tour wird ihrem Namen gerecht – durch attraktiven Wald mit darin verborgenen Wiesentälern, Bächen, Quellen und Weihern führte er uns vorbei an bizarren Sandstein-Felsformationen und durch Felsspalten hindurch. Unterwegs standen zwei Einkehrmöglichkeiten zur Verfügung, das Forsthaus und...

Wohnmobilstellplatz Hornbach

Wohnmobilstellplatz, Bahnhofstraße 27, 66500 Hornbach, Germany
49.183601 , 7.36538
Schöner Ortsnaher Stellplatz in der Klosterstadt Hornbach. Größere Wohnmobile sollten kein Problem haben. Grillhütte sowie Hütte mit Tischen und Bänken vorhanden. Der Platz ist eingeteilt und geschottert. 

Tag 3

Radtour Zweibrücken 1.Station

Zweibrücken war unsere erste Station

Unser Stadtrundgang begann bei der Alexanderkirche. Zweibrücken liegt an der Nordseite des ausgeschilderten Jakobusweges. Im Mittelalter wurden den Pilger Zeugnisse Mittelalterlicher Kunst am Wegesrand dargestellt. Die Alexanderkirche wurde 1493 - 1515 erbaut und gehört zu den bedeutsamen Baukünsten der Spätgotik. Der Innenraum war durch ein außergewöhnliches Sternengewölbe geprägt.
Der Name Zweibrücken stammt von einer im ausgehenden 12. Jahrhundert erbauten Burg, die einen doppelten Wehrgraben hatte, der über zwei Zugbrücken überquert werden musste.
Das Herzogschloss Zweibrücken - in seiner derzeitigen Form 1725 errichtet - ist der größte pfälzische Profanbau im Barockstil nordischer Prägung. Klare Linien, wenig Schnörkel, Zweibrücken ist vom Barock geprägt, im Stile des nordischen Barock errichtet. 
Der Weg führte durch die Schlossgärten und vorbei am Landgestüt von Rheinland-Pfalz das Zweibrücken beherbergt. 
Schlossgarten   Als im 16. Jahrhundert der Arzt und Botaniker Hieronymus Bock mit dem ersten deutschen Kräuterbuch Berühmtheit erlangte, begann das grüne Herz der Stadt zu schlagen. ihren Höhepunkt erreichte die Gartenkunst im 18.Jahrhundert mit spektakulären innerstädtischen Parkanlagen im barocken Stil. Einzig eine barocke Grünader ist bis heute erhalten: Kanal und Allee lassen die Pracht jener Zeit spüren und das Herz von Spaziergängern höher schlagen.

Zweibrücken und das erste U-Boot
 Der Tüftler und Erfinder Wilhelm Bauer (1822 bis 1875) konstruierte 1849/50 während des Deutsch dänischen Kriegs in Kiel das erste U-Boot Brandtaucher genannt. Damit begann für Deutschland das Zeitalter der Unterwasser Schiffe. Der Brandtaucher ging bei seiner ersten Tauchfahrt am 1. Februar 1851 im Kieler Hafenbecken unter. Die dreiköpfige Besatzung, darunter auch Bauer selbst konnte sich retten. Wilhelm Bauer arbeitete von Oktober 1867 bis Juli 1868 in Zweibrücken. Er hatte vor, in der Dinglerschen Fabrik (heute Terex) einen ölbetriebenen U-Boot Motor zu bauen. Das 1827 gegründete Werk zählte zur damaligen Zeit zu den bedeutendsten Stahlbauunternehmen in Deutschland. Es galt damals als weltweit führendes Unternehmen im Bereich Dampfmaschine und Luftapparatebau. Bauer ging durch die U-Boote "Brandtaucher" und das Folgemodell "Seeteufel" als der Entwickler und Erfinder von Unterseebooten in die Geschichte ein. 
Den Abschluss der Besichtigungstour fand bei der Herzogsvorstadt statt.
Die Herzogsvorstadt,  ist heute das älteste erhaltene Bauensemble in Zweibrücken, auch die verheerenden Bombenangriffe von 1945 konnten ihr nichts anhaben. Die besseren Beamten des Herzogs, Kammerdiener und Hofgärtner, wohnten hier ab 1770 nahe dem Schloss.

Weiter ging die Radtour nach Blieskastel

Blieskastel - 2.Station der Radtour

Blieskastel gilt als eine der besten erhaltenen Barockstädte im Südwesten Deutschlands. 154 Bauwerke stehen hier unter Denkmalschutz. Im Stadtkern ist noch viel alte Bausubstanz erhalten, die von den Bombenangriffen Ende des zweiten Weltkriegs verschont geblieben sind.
Im Zeitalter des Barock entstand das heutige Aussehen der Innenstadt von Blieskastel. Palais und Herrenhäuser bestimmen an vielen Stellen das Bild der ehemaligen Residenzstadt, die deshalb eine Station an der Barockstraße Saar-Pfalz ist. Lediglich das einstige Schloss ist nur noch in Resten vorhanden.
Ein starken Mann stehend auf dem Brunnen, der griechische Held Herkules, muskelbepackt und mit seiner Keule bewacht er ein Wappen, dass der Grafen von der Leyen. Ein grässlicher Stadthalter hat den Brunnen im Jahr 1691 erstmals bauen lassen. Der Brunnen war für die Blieskasteler früher sehr wichtig, denn zum Einen gab es hier Trinkwasser und zum Anderen noch wichtiger Löschwasser, es herrschte eine sehr hohe Brandgefahr, die Häuser waren alle nur mit einfachen Schindeln gedeckt. 
Die Schlosskirche war eine der vielen Großbaustellen die Gräfin Marianne als Bauherrin vollenden musste, nachdem ihr Mann plötzlich verstorben war. Im Jahr 1778 war die Kirche fertig sie gehörte zu einem Franziskanerkloster, dass in dem großen Bau rechts neben der Kirche untergebracht war. Das Grafenpaar hatte die Franziskaner angeworben um hier eine Lateinschule zu eröffnen auch wieder ein Beispiel für den aufgeklärten Absolutismus bei dem der Adel eben nicht mehr nur sich selbst sondern auch das Wohl der Untertanen im Blick hatte. Das Grafenpaar wollte Blieskastel offensichtlich nachhaltig weiterentwickeln. Ein Hingucker ist die kunstvoll gestaltete Sandsteinfassade der Kirche, wir sehen hier eine Mischung aus Barock und außerdem Stil der Ende des 18 Jahrhunderts immer mehr in Mode kam dem Klassizismus typisch für den Klassizismus sind z.B die Säulen die an griechische Tempel erinnern, oben im Giebel sind diesmal zwei Wappen dargestellt, links dass der Grafen von der Leyen rechts daneben das derer von Dalberg den Adelsstand der Gräfin, darunter steht der von Pfeilen getroffen der Sebastian er ist der Schutzpatron der Stadt. Auf den beiden Vasen über dem Eingangsportal hat die Gräfin zwei für sie sehr wichtige Männer verewigt, auf dem Medaillon der Linken Vase ist ihr Sohn Philipp und auf dem der rechten Vase ihr verstorbener Ehemann Franz-Karl dargestellt. Im Innern der Kirche ist das riesige Deckengemälde sehenswert, es zeigt unter anderem Szenen aus dem Leben des heiligen Sebastian.
Die Orangerie einziges Gebäude von den Revolutionstruppen verschont geblieben, könnte daran liegen dass sie recht früh als Wohnhaus genutzt wurde. Zu Schloss Zeiten war die Orangerie wahrscheinlich der Ort an dem im Winter die exotischen Pflanzen aus dem Garten untergebracht waren z.B. Orangen und Zitronenbäume, heute ist ja ein schöner Ort zum Heiraten außerdem gibt's immer wieder Konzerte und Ausstellungen. Die großen Bögen im Erdgeschoss der Orangerie sind mittlerweile verglast, früher waren sie offen, dahinter war eine Säulenhalle in der der Adel lustwandeln konnte und zwar so wie er es am liebsten hatte im Schatten. Damals ganz wichtig, wollte man das schöne Wetter die Sonne genießen aber bloß keine dunkle Gesichtshaut bekommen, hatte die niedere Arbeiterklasse.

Altheim 3.Station der Radtour

Altheim
Sehenswert im Ortskern von Altheim ist der Turm der katholischen Pfarrkirche St. Andreas, dessen Untergeschoss aus dem 14. Jahrhundert stammt. Der Turm wurde 1499 erhöht, das zeigt die Jahreszahl am oberen Schallloch der Nordseite.

Nach der Rückkehr verstauten wir rasch die Räder in die Garage bevor es anfing zu regnen und machten uns nach einer Pause auf die Weiterfahrt fertig.

Sankt Ingbert

66386 St. Ingbert, Deutschland

In Ingberth einen Parkplatz zu finden ist äußerst schwierig, besonders für größere Mobile. Wir nutzten die Parkplätze bei einem Einkaufcenter der nicht weit entfernt vom Zentrum lag. Auf dem Weg zur Innenstadt fing es in Strömen an zu regnen, die Pfarrkirche St.Engelbert kam wie gerufen, die wir uns als erstes anschauten
Die Kirche St. Engelbert ist das barocke Herzstück der Stadt St. Ingbert. Sie ist eines der drei Wahrzeichen der Stadt. Der einzige Außenschmuck, das schön ausgeführte große Allianzwappen des Grafen Friedrich Ferdinand von der Leyen und seiner Gemahlin Charlotte von Hatzfeldt über dem Eingangs-Portal.
Das Glockenspiel
Das Glockenspiel auf dem Turm der Engelberts Kirche wurde am 30. Juni 2007 in Dienst genommen, es umfasst 23 Glocken.
An jedem Werktag ist um 12 Uhr das Bergmannslied "Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt" zu hören.

Weiter auf unserem Stadtrundgang ging es zur St.Josef Kirche. Die katholische Pfarrkirche St. Josef ist die zweitgrößte Kirche im Bistum Speyer. Nur der Speyerer Dom selbst bietet mehr Gläubigen Platz. Die Kirche ist eines der drei Wahrzeichen der Stadt St. Ingbert. Bei Reparaturarbeiten am Dachstuhl brach am 17.7.2007 ein Feuer in der Kirchturmspitze aus, das zur völligen Zerstörung des Dachstuhls und der Glocken führte. 

Auf dem Weg zurück zum Womo ging es durch die kleine Fußgängerzone. Von 1816 bis 1920 gehörte St. Ingbert zum Königreich Bayern und die Spuren aus der Zeit sind noch überall zu entdecken.

Saarbrücken

Deutschland
Den Parkplatz in Saarbrücken anzufahren, mussten wir viel Zeit einplanen. Der Verkehr kam stellenweise zum Erliegen. Der Parkplatz bei der Saarhalle war leer und kostenfrei.
Kurz nach unserer Ankunft machten wir uns auf den Weg zu einem Stadtrundgang. Mit 30 minutigen Spaziergang ging es an der Saar entlang bis zur Alten Brücke. Der Name der Stadt Saarbrücken kommt übrigens nicht von den Brücken über die Saar, sondern von der Burg, die hoch über der Saar auf einem Sandsteinfelsen thronte: "Sara Brocca": Brocken, Fels, in der Saar. Seit 1909 gibt es Saarbrücken, wie wir es heute kennen: erst in der Kaiserzeit wurden die beiden Städte vereint. Über die alte Brücke ging es zum Schloss. In dem Schloss ist ein jüdisches Museum untergebracht das bei unserer Ankunft schon geschlossen hatte. Wieder zurück über die Brücke ging es in den Stadtteil St.Johann. Mit dem von Kaiser Wilhelm II gebaute Rathauses und der Johanneskirche. Nach ausgiebigen Bummel und Einkehr ging es zurück zum Womo.
Rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit fuhren wir weiter nach Saarlouis auf den Stellplatz zum Übernachten.

Stellplatz Saarlouis

St.Nazairer Allee 6, 66740 Saarlouis, Germany
Saarlouis, die Stadt, die von Ludwig XIV zur Sicherung seines Reiches von seinem  Festungsbaumeister Sébastien Le Prestre de Vauban in einem Saarknie errichtet wurde, ist heute eine lebendige Stadt,

Erneut fuhren wir bei Dunkelheit einen Stellplatz an. Es gab noch genügend freie Plätze zum Parken. Der Platz war nicht beleuchtet.



Tag 4

Stadtbesichtigung Saarlouis

Den Morgen nutzten wir für eine Stadtbesichtigung. Vom Stellplatz aus ging es zuerst durch den Stadtpark, folgt man dem Wegenetz erreicht man über eine Fußgängerbrücke die „Vauban-Insel“, früher auch „der Halwe Mond“ genannt. Diese Anlage wurde 1698 als „Contregarde de l écluse“ ebenfalls zum Schutz der Schleusenbrücke errichtet.Von der „Vauban-Insel“ schaut man hinüber auf die noch gut erhaltene „Bastion VI“. Sie trug die Bezeichnung „Bastion de Vaudrevange“, seit 1821 „Bastion Prinz Albrecht“. Von der darauf befindlichen Plattform aus genießt man einen eindrucksvollen Rundblick in die Umgebung.  Zahlreiche Infotafeln geben Auskunft über die Geschichte der Anlage. Weiter ging es in die Altstadt  Charakteristisch sind die schmalen Häuserfronten. Mit der Kaserne VI in der Alte-Brauerei-Straße wurde 1866 - 1869 anstelle der ursprünglichen französischen Kaserne im klassizistischen Stil erbaut. Ihre ungewöhnliche Länge von 185 m deutet auf die große strategische Bedeutung hin, die auch die Preußen der Festungsstadt Saarlouis beimaßen. Im Gebäude befindet sich ein interessantes Museum das man unbedingt besuchen sollte, kostenlos. Gegenüber kommt man in die längste Biertheken Gasse im Saarland. Am Vorabend der 200-Jahrfeier fiel der barocke Kirchturm der Ludwigskirche einem Brand zum Opfer. Das neue, 1970 fertig gestellte monolithische Kirchenschiff, eine markante asymmetrische Betonarchitektur. Wir bummelten weiter über den alten und neuen Marktplatz und durch das deutsche Tor.  Preußische Königskrone und preußisches Wappen erinnern heute noch an die preußische Zeit nach 1815. Die Kanonen vor dem Deutschen Tor wurden ebenfalls Anfang der 70er Jahre dort postiert. Die Kasematten wurden im Zuge der Erweiterung der Festungsanlagen in den Jahren 1824 bis 1829 von den Preußen im Bereich des Hauptwalles als bombensichere Verteidigungsanlagen gebaut. Die mit Erde bedeckten Gewölbe dienten im Verteidigungsfalle Soldaten und Pferden als Unterkünfte und als Gefechtsstände. Ab hier ging es auf dem gleichen Weg zurück zum Womo, mit anschließender Weiterfahrt zum Druidenpfad.

Rehlingen-Siersburg

Niedaltdorf, 66780 Rehlingen-Siersburg, Deutschland

Die Anfahrt zum Wanderparkplatz erfolgte am Ortsausgang Rehlingen auf schmalem Wirtschaftsweg.

Druidenpfad
Auf dem Druidenpfad in Rehlingen-Siersburg gibt es jede Menge zu entdecken. Dort wurden ein Keltenhaus, ein Hochspeicher und ein Hügelgrab nachgebaut. Dazu wird auf Infotafeln die Geschichte der Bauwerke und Wissenswertes über das Leben der Kelten erzählt. Ein  acht Kilometer langer Weg (Pfad) führt über Obstwiesen und entlang alter Grenzsteine auf dem Schmugglerpfad, vorbei an geheimnisvollen Mardellen und keltischen Hügelgräbern. Der Galgenberg erzählt seine Geschichte ebenso die alte Eiche. Ein keltischer Baumkalender entführt in die Welt der Druiden und ihrer Kenntnisse um Wert und Wirkung dieser Pflanzen. 

Stellplatz am Freizeitbad in Merzig

Saarwiesenring 5, 66663 Merzig, Germany

Parkplatz  Bad Merzig
Wir waren unschlüssig, ob wir nach dem Stadtrundgang noch ins Bad ins Bietzener Heilwasser gehen sollten.  Die Entscheidung hierzu war auch entscheidend, ob wir auf dem Parkplatz übernachten. 

Parkgebühr auf dem Parkplatz: 2,50 Euro

Gebühr angrenzender Stellplatz mit Strom: 7,50 Euro bezahlen an der Bad Kasse.

Wir entschlossen uns nach der Stadtbesichtigung zum Parkplatz am Moselufer in Besch weiter zufahren.

St. Peter ist der größte erhaltene romanische Sakralbau des Saarlandes. Die Anfang des 13. Jahrhunderts vollendete Klosterkirche ist ein exzellenter Bau der Spätromanik, die ihre ursprüngliche Gestalt weitgehend bewahren konnte. Die dreischiffige Basilika mit Gotischem Kreuzgewölbe aus dem 16. Jahrhundert.

Der zentral gelegene, mit der Bietzener Heilwasser gespeiste Trinkbrunnen, ist bestens für Inhalationen geeignet. Weißdorn- und Schwarzdorn-Reisigbündel bilden die Wände einer Salinen-Konstruktion im Stadtpark. Die hindurchwehende Luft zerstäubt das Wasser hieran und verteilt das Heilwasser fein in der Umgebung. Wohltuend und lindernd wirkt das vernebelte Heilwasser vor allem bei Atemwegserkrankungen.

Besch

Brühlweg 1, 66706 Perl, Deutschland

Der Parkplatz in Besch liegt unscheinbar direkt am Moselufer. Bei der Anfahrt dachten wir zuerst, hier gibt es keinen Parkplatz. Ab und zu tuckert ein Moselkahn vorbei, es ist sehr ruhig am Platz.

Tag 5

Schengen, Luxemburg

Am nächsten Morgen machten wir uns zu Fuß auf in das Winzerstädtchen Schengen, wo am 14. Juni 1985 das erste der Schengener Abkommen auf dem Schiff Marie Astrid unterzeichnet wurde. 

Dreiländereck Schengen

Der luxemburger Stararchitekt Francois Valentiny gestaltete das Denkmal und die Säulen der Nationen mit den Ländersternen aller Länder, die das Abkommen unterzeichnet haben. Ein unterhaltsam- 
informativer Spaziergang durch die Geschichte Europas und seiner Länder beendete den abwechslungsreichen Ausflugsort. Auf dem selben Radweg an der Mosel entlang (3,9 km) ging es zurück zum Womo.
Ein weiteres Ziel des heutigen Tages ist die Villa Borg, die wir anschließend mit dem Womo ansteuerten.

Römische Villa Borg

Johannesstraße 23, 66706 Perl, Deutschland

Das Tagesziel am heutigen Tag ist das Keltendorf bei Nonnenweiler. Auf der Fahrt dort hin werden zwei Zwischenstopps eingelegt, ein bei der Villa Borg und der Saarschleife.

Heute ist ein Tag mit gesperrten Straßen. Die Zufahrtstraße zur Villa war gesperrt, so parkten wir 500 m auf einem Wanderparkplatz in der Nähe der Villa  Borg.
 Die Römische Villa Borg wurde nicht nur ausgegraben, sondern originalgetreu wieder komplett aufgebaut. Die Ausgrabungsstätte ist damit europaweit einzigartig und bietet authentische Einblicke in das Leben der Römer.
Es war nur ein kurzer Besuch bei der Villa und schauten uns die römische Villa nur von außen an.
Wir schauten, dass wir rasch weiterkommen zum eigentlichen Hauptziel dem Keltendorf.

Mettlach Cloef -Saarschleife

Unnamed Road, 66693 Mettlach, Deutschland
Auf der Fahrt nach Cloef mussten wir eine Umleitungstrecke fahren, auf der kein Hinweisschild zu sehen war, dass uns einigermaßen die Richtung zur Saarschleife vorgab. Unser Navi lotste uns über Wirtschaftswege die für Fahrzeuge über 3,5t gesperrt waren.
In Cloef angekommen ging es erst mal auf die Suche nach einem Parkplatz. Der angefahrene Parkplatz war restlos belegt, ein anderer war für Wohnmobile gesperrt, so blieb uns nichts anderes übrig wie bei einem Supermarkt zu parken.
Wir mussten einige hundert Meter zu Fuß zum Aussichtspunkt gehen, in der Hoffnung, dass sich das Wetter nicht noch mehr verschlechtert und die wunderschöne Landschaft mit der Saarschleife zu sehen ist. Ein Umlaufberg aus hartem Taunusquarzit zwingt den Fluss zu einem Umweg von zehn Kilometern und bietet so ein unvergleichliches Naturschauspiel, die  schönste Flussschleife Deutschlands. Die Saarschleife, das Wahrzeichen des Saarlandes.

Den Baumgipfelpfad benutzten wir nicht auf den man noch weiter hinauf in luftige Höhe kommt. Auf dem 42 Meter hohen Aussichtsturm wird man mit einer herrlichen 360° Aussicht belohnt! Deutschland, Luxemburg und Frankreich treffen hier aneinander. Vom Aussichtspunkt aus ging es auf kürzestem Weg zurück zum Womo (1,5 km).
Gespannt ging die Fahrt dann weiter nach Nonnenweiler zu einem Keltendorf.

Keltische Ringwall Otzenhausen

Ringwallstraße 78, 66620 Nonnweiler, Deutschland

Auf der Hinfahrt regnete es, bei der Besichtigung hörte es Gott sei Dank auf zu regnen.
Das Keltendorf und Ringwall liegt im Nationalpark Hundsrück. Der Parkplatz war gut anzufahren. 
Eintritt: Keltendorf 5.-€ 
Nach der Besichtigung wanderten wir noch zum Kelten Ringwall Rundweg 2,8 km.
Der Keltische Ringwall Otzenhausen ist eine der eindrucksvollsten keltischen Befestigungsanlagen in Europa. Noch heute zeugen zehn Meter hohe Steinwälle von dem monumentalen Bodendenkmal aus dem 1. Jahrhundert vor Christus. 
Dagegen ist am Fuße des Ringwalles, im Keltenpark, ein "echtes" keltisches Dorf entstanden. Ein Dorf, das so vor 2.000 Jahren innerhalb der gewaltigen Festungsanlage auf dem Dollberg gestanden haben könnte. Die Rekonstruktion einer keltischen Siedlung ist wesentlicher Bestandteil des entstehenden Keltenparks. Derzeit besteht die Siedlung aus 10 Wohn-, Handwerks- und Speichergebäuden, die sich in Architektur und Bauweise an den historischen Befunden und Vorbildern orientieren. Umgeben ist die Siedlung von einer hölzernen Palisadenumfriedung aus angespitzten Eichenstämmen, die dem Ensemble einen authentischen Charakter verleihen.

Reisemobilpark Saarburg

Reisemobilpark Saarburg, Am Saarufer 18, 54439 Saarburg, Germany

Nach langer und mit nicht geplanten Umleitungen der Route erreichten wir genervt den Stellplatz Saarburg.
Gebühr:11,50€
Strom: 0,50€/1Kw
Duschmarke: 1.-€ (2.-€)
Gasflasche: 11kg 24,80€

Tag 6

Besichtigung Saarburg

Leider begann der Tag mit Nebel und leichtem Nieselregen. Die Temperatur lag bei 8°C.
Vom Stellplatz aus ging es zu Fuß durch die schöne Altstadt Saarburg.
Dort thront die alte Burg von Siegfried dem Ardennengrafen, der im Jahre 963 Luxemburg gründete, stolz über dem Tal. Wir machten uns an den Aufstieg zur Burgruine mit der vorgelagerten Kapelle und bestiegen den über zwanzig Meter hohen Turm, um die herrliche Aussicht auf das Städtchen und die nebelige Flusslandschaft zu genießen. Die Besonderheit des Ortes ist der kleine Leukbach, der raffiniert umgeleitet, einen 18 Meter hohen Wasserfall inmitten des Ortskerns bildet. Mit dem Wasser wird bis heute Strom erzeugt. Früher wurden mithilfe der Wasserkraft die Stadtmühlen betrieben. Drei hintereinander gestaffelte Mühlräder trieben die Mahlwerke an.
Nach ausgiebiger Besichtigung unternahmen wir noch eine kleine Wanderung durch die umliegenden Weinberge. Die Weinlese war noch nicht beendet, in einzelnen Rebhängen wurden noch Reben gelesen.

Ottweiler Stellplatz Am Wingertsweiher

B420, 66564 Ottweiler, Germany

Stellplatz ist gut anzufahren. 

In der Nähe befindet sich ein schöner See

Stellplatz 5.-€ (bezahlen mit Briefumschlag)
Wetter Nieselregen, 10°C

Tag 7

Ottweiler (Stadtrundgang)

Ottweiler, Deutschland

Sehr ruhiger Stellplatz gut geschlafen.
Wetter bedeckt / trocken
Nach dem Frühstück in die 2km entfernte Altstadt Ottweiler gelaufen. Schönes altes Städtchen. Bei einem Bummel durch die Altstadt gibt es mit historischen Stein- und Fachwerkhäusern bebaute Gassen zu entdecken, aber auch den als Zibbelkapp bezeichneten Turm der evangelischen Pfarrkirche, umfangreiche Reste der Stadtmauer und den prunkvollen Stengel-Pavillon mit seinem barocken Rosengarten. Trotzdem ist der Rundgang nicht allzu anstrengend, da Ottweiler relativ klein ist. 


Nach der Rückkehr WC entsorgt und weiter gefahren nach Homburg.

Homburg

66424 Homburg, Deutschland

Stellplatz kostenfrei
Stadtbesichtigt, anschließend die Schlossberghöhlen uns angeschaut und die Burgruine Homburg.
Eintritt Schlossberghöhlen 10 €
Einkehr in einem Cafe 14 €
Wetter bedeckt, trocken, 11°C

 Die Schlossberghöhlen bei Homburg waren eigentlich mal ein Bergwerk, heute sind sie Europas größte Buntsandsteinhöhlen.
Neben der Besichtigung der imposanten Schlossberghöhlen zählen außerdem tolle Ausblicke, sowie eine alte Schlossruine im Waldpark Schloss Karlsberg (die Burgruine Hohenburg), eine alte keltische Kultstätte und über 200 Jahre alte Kastanienbäume zu den Highlights der Tour.

Tag 8

Stellplatz im Zentrum

Von-Richthofen-Straße 25, 66849 Landstuhl, Germany
Nebel / trocken
wenig Verkehr auf der Anfahrt.
Einen kostenfreien Parkplatz angefahren.
Auf dem Weg in die Innenstadt sahen wir die Burgruine Nanstein auf der Anhöhe, die wir daraufhin besuchten, aber nur von außen. Burgruine Nanstein, von Kaiser Barbarossa um 1160 erbaut kam die Burg 1475 durch Heirat an die Sippe der Ritter von Sickingen. 1689 wurde die Burg im Umfeld des Pfälzischen Erbfolgekrieges von französischen Truppen dann endgültig zerstört.
Die Altstadt war nicht wirklich interessant, wir gingen zügig durch die Stadt und zum Womo.
Tag 9

Wohnmobilstellplatz Daennerplatz

Mannheimer Str. 208, 67657 Kaiserslautern, Germany

Stellplatz beim Stadtfriedhof angefahren, sind nicht auf dem Platz gestanden, sondern auf dem kostenfreien Parkplatz nebenan.
Stellplatzgebühren 10,- € 24h. dass war uns zu viel für 3 Stunden parken.
Zu Fuß ging es in die Innenstadt, ca 30 Minuten. Wir bummelten zuerst durch die mächtige Fußgängerzone. Zufällig gelangten wir zu den Überresten der mächtigen Kaiserpfalz, (Barbarossas Kaiserstadt). Vorbei am Stadttheater kamen wir in ein altes Altstadtviertel bei der St. Martinskirche mit schönem Brunnen und Häuserfassaden. Der Kaiserbrunnen war die letzte Sehenswürdigkeit, dass wir uns anschauten.

Knittlingen

Deutschland

Heimatort

Lochenstraße 6, 78628 Rottweil, Deutschland