Wie man nach Italien fährt

geschrieben am 07.05.2015, von Italienische Zentrale für Tourismus und FREEONTOUR (Coverfoto: Reggio Emilia - Ponte d’Augusto-Bogenbücke Rimini, ©Fototeca ENIT) Destinationen Städte & Kultur

Italien kann man auf viele Arten erleben. Schnell und bequem, oder bedächtig und mit Gefühl. Je nach Bedarf und Seelenzustand. Mit dem Auto, allein, in Begleitung oder mit Familie. Die Länge des „Stiefels“ spielt eine wichtige Rolle...

...gehört aber auch zu seinem Reiz. Generationen von „Nordlichtern“ sind hinunter gefahren, und Goethes sehnsüchtige Frage: „Kennst du das Land, wo die Zitronen blühen?", will nach wie vor beantwortet werden.

Beinah 7.000 Kilometer Küste, wandern in den Alpen oder Apennin (einem rund 1500 km langen Gebirgszug), Kunstgenuss in einer Fülle hochkarätiger Museen, gut Essen und Trinken und, und, und.

Ein weiterer Pluspunkt ist der italienische Lebensstil in faszinierenden Altstädten: Das Bel Paese ist nach wie vor eine Reise wert.

Reggio Emilia

©Fototeca ENIT, Reggio Emilia - Centro storico

Eine Gegend voller Denkmäler und geschichtlicher Zeugnisse, die eine ganze Welt aus faszinierenden Landschaften, Weingastronomie und Wanderwegen in sich birgt, das ist die Proviny Reggio Emilia.

In Norditalien gelegen, erstreckt sich die Provinz wie ein langgezogenes Rechteck vom Fluss Po im Norden bis zum Toskanisch-Emilianischen Apennin im Süden.
Das Gebiet der Provinz besteht vorwiegend aus Ebenen voller landwirtschaftlicher Anbauflächen sowie Wäldern, die hier und da Burgen und Seen Platz machen und eine eindrucksvolle Landschaft in den verschiedensten Grüntönen bilden.

In den Bergen des Hochapennin finden sich Gipfel von über 2000 Metern Höhe wie der Monte Cusna mit einer unermesslich schönen Natur.
Das Hügelland dagegen ist ein Geflecht aus Flüssen und Bächen, wo uns alte Dörfer, Burgen, Türme und herrschaftliche Villen bei der Entdeckung des Gebietes der Emilia Romagna begleiten.

Was sehen

Eingerahmt von der Via Emilia, die hier ihr historisches Zentrum hat, und der Via Roma, einer weiteren Hauptverkehrsachse der antiken römischen Siedlung, ist Reggio Emilia eine Stadt mit einem großen künstlerischen Erbe, geschichtsträchtig und mit starker kultureller Tradition, die sich auf Schritt und Tritt bemerkbar macht.

©Fototeca ENIT, Reggio Emilia - Piazza Prampolini - Municipio

Ein Besuch der Stadt lässt sich gut am Piazza del Monte beginnen, wo sich der Palazzo del Monte di Pietà befindet; auf der benachbarten Piazza Camillo Prampolini, dem Herzen der Stadt, befinden sich die wichtigsten religiösen und zivilen Gebäude mit der Cròstolo-Statue, die einem durch die Provinz fließenden Wildbach gewidmet ist.

©Fototeca ENIT, Reggio Emilia - Duomo

Auf dem Platz erhebt sich der Dom mit seiner unvollendeten Fassade und vielen Kunstwerken wie der „Vertreibung der Händler aus dem Tempel“ von Orazio Talami aus dem 17. Jahrhundert.

An das Baptisterium angrenzend befindet sich der Palazzo del Comune mit dem Trikolore-Saal, wo im Jahre 1797 die Vertreter von Reggio, Modena, Ferrara und Bologna zusammenkamen und die Trikolore zur Fahne der Cispadanischen Republik erklärten.

Hinter der Stadt erwartet den Besucher die Ebene von Reggio. In Reggiolo befindet sich eine beeindruckende Festung, deren Wachtturm das prägende Monument der Ortschaft im Grünen ist, während in Correggio der Fürstenpalast aus der Renaissancezeit mit seinem prunkvollen Portal und dem städtischen Museum, die Basilika der Heiligen Quirinus und Michael sowie die zahlreichen umliegenden Villen, die in eine leuchtend grüne Vegetation eingetaucht sind, zu besichtigen sind.

Schön, erhaben und elegant, Stadt der Heiligen, Bankiers und Könige. Das ist Ravenna, in der Emilia Romagna, flächenmäßig die zweitgrößte Stadt Italiens.

©Fototeca ENIT, Ravenna Duomo

Wenngleich es auch unmöglich ist, alle sehenswerten Ortschaften aufzuzählen, sollten Guastalla, mit dem Dom und dem Herzogspalast und Scandiano mit der Festung von Boiardo keinesfalls vergessen werden.

Was machen

Eine derart vielfältige Landschaft bietet den Anhängern ausgedehnter Spaziergänge an der frischen Luft jede Menge Möglichkeiten, ihre Neugier zu befriedigen.
Eine charakteristische geologische Formation des Apennins von Reggio ist die Pietra di Bismantova in Castelnovo ne’ Monti, eine Kalksandsteinklippe mit einem Profil in Form eines Schiffes, das die umliegenden Hügel überragt. Von den Bergwänden der Pietra führen verschiedene Wanderwege zum Gipfel des Felsens, wo man einen unvergleichlichen Panoramablick auf die Umgebung genießen kann.

Für Kletterfreunde gibt es zahlreiche Kletterpfade verschiedener Schwierigkeitsgrade.
Für Trekkingfans gibt es außerdem den mit dem Konterfei der Herzogin gekennzeichneten Wanderpfad Sentiero Matilde, der vom Modeneser Hochapennin nach Garfagnana führt. Dieser Weg schlängelt sich über Saumpfade, weiße Straßen und Wege, die zu Fuß, zu Pferd oder per Mountainbike bewältigt werden können, an Burgen, kleinen Dörfern und alten Pfarreien vorbei.

Auch an Festen und volkstümlichen Traditionen fehlt es hier nicht.

Mit Ferragosto (Festtag des Augustus) wird in Italien der Feiertag bezeichnet, der auf den 15. August fällt. Er gilt als einer der wichtigsten kirchlichen und familiären Feiertage Italiens. Der 15. August gilt in Italien als der heißeste Tag des Sommers und kennzeichnet somit den „Wendepunkt des Sommers“.

©Fototeca ENIT, Canossa - Castello

Nennenswert ist schließlich auch die Weinstraße. Das Hügelland mit seinen kargeren, lockereren Böden ist besonders zum Weinbau geeignet. Um die hochwertige Weinerzeugung zusammen mit anderen landwirtschaftlichen Qualitätserzeugnissen hervorzuheben, ist die Wein- und Schlemmerstraße der Hügel von Scandiano und Canossa entstanden, deren Verlauf im Süden der Via Emilia, entlang der sanften Hügel, zu großen Teilen mit dem durch Mathilde von Canossa berühmt gewordenen Gebiet zusammenfällt.

©Fototeca ENIT, Canossa - Vigneti nelle terre di Matilde

Was probieren

©Fototeca ENIT, Parmesan Käse

Der Parmigiano Reggiano ist ein Käse von ausgezeichnetem Ruf, der auch in anderen Provinzen der Region hergestellt wird. Heute ist der Parmigiano Reggiano ein hochwertiges Handwerkserzeugnis, das seit 1996 die geschützte Herkunftsbezeichnung DOP trägt. Die Gemeinde Bibbiano, ein wichtiges Zentrum der Parmesanherstellung, schmückt sich traditionell mit dem Titel „Wiege des Grana“.

Ein weiteres Geschmackserlebnis aus der Region ist der in den Provinzen Modena und Reggio Emilia hergestellte Balsamico-Essig.
Den traditionellen Balsamico-Essig erhält man einfach durch Vergärung von gekochtem Most, insbesondere aus Trauben aus der Gegend von Reggio Emilia. Das Geheimnis liegt jedoch im anschließenden Alterungsprozess, der über einen langen Zeitraum in Fässern verschiedener Holzarten erfolgt, die ihm jeweils eine besondere Note verleihen. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich wertvolles und delikates Produkt, das in der Küche vielfältig eingesetzt werden kann.

Unter den typischen Nudelgerichten der Küche von Reggio Emilia finden sich die mit Fleisch und Parmesan gefüllten Cappelletti sowie Tortelli di erbette und Tortelli di zucca.
Zu den Hauptgerichten gehören Polpettone di tacchino (Putenhackbraten), Coniglio alla reggiana (Kaninchengoulasch) und Arrosto di maiale ripieno (gefüllter Schweinerollbraten).
Typisch für die Provinz sind außerdem Gnocco fritto, der mit Wurst und Käse gegessen wird, sowie Erbazzone, eine herzhafte Torte aus Spinat und Mangold.

Unter den regionalen Süßspeisen sind Reistorte und Spongata Reggiana di Brescello, ein Kuchen mit Trockenfrüchten, Honig und Rosinen, zu erwähnen.
Der für Reggio und Modena typische Wein ist der Lambrusco. Die anderen Weine der Gegend werden aus Trauben gewonnen, die auch aus Weinbergen anderer Gebiete der Region stammen, wobei die edelsten Weißweine aus den Traubensorten Sauvignon, Pinot, Chardonnay, Malvasia gewonnen werden.
Nicht zu vergessen sind außerdem Rotweine wie Cabernet Sauvignon, Marzemino, und Malbo gentile.

Italien im Schnelldurchlauf: „Piazze Italia“

Tourist Cards:

  • Emilia Romagna Green Fee Card :  Die Emilia Romagna Green Fee Card bietet Vergünstigungen an den Golfplätzen der Region.
  • Romagna Visit Card :  Die Romagna Visit Card ist ein Pass um mit besonderen Vergünstigungen verschiedener Art (Freie Eintritte, Rabatte) eine Auswahl von Museen und Sehenswürdigkeiten der Provinzen Forlì-Cesena und Ravenna zu besichtigen. Diese Card bietet Ihnen einen kulturreichen Aufenthalt in der Romagna.
  • Bologna Welcome Card :  Entdecke die Attraktionen Bolognas einfach und günstig mit der Bologna Welcome Card, die Karte für all diejenigen, die Bologna erleben möchten. Gefördert von der Stiftung Carisbo, der Handelskammer von Bologna und der Gemeinde von Bologna.
  • Castelli del Ducato di Parma e Piacenza Card:  Diese Card ermöglicht ein wahres Eintauchen in die Magie der Schätze dieses Gebiets: von den antiken Wohnsitzen über den Restaurants mit der traditionellen Küche bis zu den alten Botteghe, den raffinierten Boutiquen und den zahlreichen Museen.

Tempolimits (km/h)

Geschwindigkeiten innerorts außerorts Schnellstraße Autobahn
Pkw 50 90 110 130 (110 bei Regen)
Gespanne 50 70 70 80
Wohnmobile bis 3,5t 50 90 110 130
Wohnmobile über 3,5t 50 80 80 100

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