Träume werden wahr - Mit dem Nexxo in Kroatien

geschrieben am 06.05.2015, von Bürstner Bürstner Entdecken

Marianne Müller ist mit ihrer Freundin Inge im Nexxo unterwegs durch Europa und erzählt dabei von ihren Erlebnissen. Die Reise geht weiter über Karlovac auf die Insel Krk.

Karlovac

Doch erstens kommt es anders.....! Schon in der Nacht ist es ganz klar, dass Petrus die automatische Bewässerung für unseren Planeten auf Dauerbetrieb gestellt hat. Dazu fliegt die Temperatur auf neun bis zehn Grad hinunter. Was hatte doch der nordfriesische Stefan gestern Abend gesagt? Zwischen Rijeka und Karlovac war Schnee auf der Straße, und zwar richtig. Wie war das doch mit der schönen Blauen Adria? Ok, da sind wir noch nicht, und irgendwann braucht die Bewässerungsanlage auch wieder Pause.

Davon kann man aber heute nur träumen. Es bleibt kalt, die Temperaturen schwanken rauf und runter, und zwar immer so zwischen neun und zehn Grad. Da jagt man keinen Hund vor die Tür, obwohl die Leute, die einen Hund dabei haben, natürlich trotzdem gefordert sind. Klar, dass wir keine Ambitionen haben, jetzt nach Zagreb zu fahren. Gut zehn Minuten zum Zug, dann ca. 90 Minuten Zug fahren, und dann wieder raus in den Regen. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, das können wir auch auf der Rückfahrt machen. Dank Rolf können wir uns gemütlich mit unserem iPad über das Wetter in Kroatien informieren, und damit wird auch die Weiterfahrt Gestalt annehmen. Jetzt ist noch nicht so viel los in Istrien, so dass wir die ehemalige K+K Zeit, die Strände der Reichen und Schönen, aber zum Glück auch die Kathedrale in Porec mit ihren herrlichen Mosaiken anschauen können. Heute haben wir uns mit Bodil und Stefan, den Nordfriesen zum Essen verabredet. Dann können wir unsere Unterhaltung von gestern fortsetzen. Den Abend werden wir voraussichtlich  mit den fußballspielenden Löw Jungens, unserer Nationalmannschaft, verbringen, die heute ihr Können gegen Polen beweisen möchten.

Insel Krk

Am Morgen starten wir zu einer herrlichen Küstenfahrt nach Krk auf der Insel Krk. Wir haben uns entschlossen, Cres nicht anzuschauen, dafür aber dann Krk. Die Fähren sind sehr teuer, und so nehmen wir den Landweg mit der neuen Brücke, die gerade mal mit ca. 7 € die Reisekasse fordert. Wir genießen die Fahrt durch die abwechslungsreiche Landschaft. Die Straßen sind wirklich recht gut.  Hier hat niemand vergessen, Gelder für den Straßenbau abzurufen. Das soll den Grünen in Baden Württemberg passiert sein, wie wir letztens in der Presse gelesen haben.

Natürlich sind die Landstraßen so geblieben, wie sie schon immer waren, genauso, wie der Ochs und der Esel gelaufen sind. Manchmal hatte der Kutscher sicherlich auch etwas zu viel des guten Weins genossen. Auch heute sieht man noch die Bauern, die mit Gabel und Rechen das Heu aufschichten, um dann ebenfalls rein von Hand den Wagen zu beladen. Dann allerdings kommt der alte Traktor zum Einsatz.

Wir bewundern die Landschaft, die immer wieder Blicke auf Schluchten und Wasser freigibt. Nach der nächsten Kurve kommen wir an  einen Kanal mit Zugang in die Bucht von Rijeka. Es ist ein Industriekanal, der als Wasserweg für die Kohle dient, die hier abgebaut wird. Die Transportbänder bringen das schwarze Gold direkt aufs Schiff. Dann geht es weiter in die Welt hinaus.

Nach einem kurzen Fotostopp am Kanal, führt die Straße weiter den Berg hinauf, steil und kurvig. Wir werden mit einem grandiosen Blick auf die Insel Cres und in die Bucht von Rijeka belohnt. Es gibt ein Hotel mit einer sicherlich mehr als 180 Grad Terrasse, hoch über dem Meer. Von dort aus blicken wir in den eben beschriebenen Kanal, aber auch auf den Hafen und die Häuser von Rijeka und ganz einfach auf die schöne blaue Adria. Das ist der richtige Ort, um unsere Mittagspause zu genießen. Später fahren wir auf die Autobahn, weil wir nicht ein zweites Mal mitten durch Rijeka gondeln wollen.

Schon aus Entfernung sehen wir das interessante Brückenbau-werk, das uns die Zufahrt zur Insel Krk ermöglichen wird. James, unser Navi, sagt immer, biegen sie ab zur Otok K r k. Das bedeutet, er spricht Otok = Insel richtig aus, und dann buchstabiert er Ka - er –ka. Das hört sich lustig an. Also fahren wir auf die Insel Ka-Er-Ka, und dann  direkt in das Inselstädtchen gleichen Namens: Krk. Hier gibt es mehrere Campingplätze, und im Vorfeld hatten wir schon einen ausgesucht. Vom Ort am Meer geht die Straße zum CP Bor steil bergauf, und das für 800 Meter. Da wir ins Städtchen laufen wollen, überlegen wir, 800 Meter steil bergab. 800 Meter steil bergauf, hmmm..... Wir fahren zuerst auf den Busparkplatz direkt am Fischereihafen und machen uns dann auf die Sohlen, das Städtchen zu erkunden. Zum Glück sind die Stände der "Hallo Straße", das ist die, wo man nicht Fische, sondern Touristen einfängt, noch nicht alle besetzt. So reicht es, das wir uns vorstellen können, was in zwei Wochen hier abgeht. Die aktuellen zwei, drei Touristenbusse reichen so  gerade aus, um die Fressmeile aktiv zu halten. Zwei Wohnmobile sind auch auf dem Parkplatz, wir sind das dritte, und so ist auch der U-Boot Kapitän der einzige, der sich um Mitfahrer für sein Schiff bemüht. Dieser "Capitano " ist eigentlich arm dran, auf seinem knallroten -neeee, nicht Gummiboot- Metallboot. Er steht von morgens bis abends unter einem Metallschirmchen am Ruder, damit die Touristen auf den "weißen Hai" im Wasser stieren können, und das 3 Meter vom Ufer weg, fast noch im Hafenbecken. Wir machen uns auf den Weg, das Städtchen mit der mittelalterlichen Festungsmauer, den engen Gassen und dem freistehenden Campanile zu bewundern. Ja, es ist so schön, hier wollen wir ein/zwei Tage bleiben. Deshalb müssen wir uns  jetzt erst mal um einen CP kümmern. Die Auswahl ist groß und gut, und bei Meerblick zahlt man dann für jedes Auge einen extra Zuschlag. Bei viel Meerblick zahlt man einfach mehr für Meer. Wir fahren zurück zum Camping Bor.

Olivenhaine, Feigenbäume, Kirschen, Reben, alles rund um und auf dem CP. Wir werden freundlich empfangen, und da es nach den 800 Metern bergauf noch weiter in die Höhe geht, werden wir erst einmal mit einem Golfkarren über den CP gefahren. So können wir aussuchen, wo wir unsere Casima hinstellen möchten. Platz 79, das ist es. Ohne Mehrkosten haben wir Meerblick. Wir schauen auf den Ort Krk, wir lassen den Blick schweifen über die ganze Bucht, über die Vegetation, wir riechen die blühenden Oliven, die Lorbeerbäume, wir haben richtig ausgewählt. Im Restaurant wollen wir den Hauswein probieren und eine Kleinigkeit essen. Zuerst wird uns Brot mit Olivenöl als Gruß vom Haus kredenzt. Dann zeigt man uns die fangfrischen Fische. Die passen heute nicht. Wir wollen es bei einer Kleinigkeit belassen, morgen kann dann wieder Fisch sein. Kaum sitzen wir beim Wein, kommen Jürgen und Ellen aus Essen. So jedenfalls stellen sie sich vor, sitzen gleich zu uns und es gibt einen unerwarteten weinseligen Abend, der nur noch durch Feigenschnaps unterbrochen wird. Wir haben richtig Spaß, albern und scherzen miteinander, und stellen dann doch weit nach Mitternacht fest, dass wir noch Treppen steigen müssen, denn der ganze CP liegt am Hang. Ein lustiger Abend mit Erfahrungsaustausch aus der Reisemobilschatztruhe.

Was Marianne und Inge sonst noch erwartet, können Sie in dem Buch "Träume werden wahr" von Marianne Müller entdecken (im Tredition Buchshop erhältlich)

                                                                                  

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