Steirer Spa

geschrieben am 03.11.2016, von Österreich Werbung Wien und FREEONTOUR; Copyright Text und Bildrechte liegen bei Österreich Werbung Wien und siehe Bildunterschriften Wellness & Genuss

Das „Thermenland Steiermark“ ist eine Erfolgsstory: Eine gute Prise Kunst, eigenständige Spa-Rezepte, ein Schuss Kurort-Historie und vielfältige Warmwasser-Freuden lassen in den sechs Thermen der kompakten Region keine Wellness-Wünsche offen.

Schließt man die Augen, dann sind die Apfelbäume ganz nah. Der Duft zumindest ist unverkennbar: Ein feines Aroma der Steiermark, das unter die Haut geht. Was im Rahmen der Apfel-Entschlackungs-Massage ja durchaus wörtlich zu nehmen ist. Frisch, fruchtig, steirisch sind die Äpfel, die dann zu Saft gepresst, mit Leinöl vermischt und schonend erwärmt werden. Mit wohltuenden Griffen massieren die Therapeuten den Apfelsaft-Leinsamen-Mix am ganzen Körper ein. Wer will, kann hinterher eine Eisapfel-Maske anlegen – gut für den frischen Teint.

 
Ein Korb voller roter Äpfel Fotograf: Wiesenhofer, Verkostung am Obsthof Wilhelm, Fotograf: Tom Lamm
© Österreich Werbung

Wörtlich ist in der oststeirischen Therme Bad Waltersdorf aber auch der Begriff „Spa-Menü“ zu nehmen. Denn die Steireräpfel-Massage ist bloß ein Wellness-Happen neben anderen. In eigens entwickelten Achterbewegungen wird da Kürbisöl einmassiert, um so, neben Aspekten der Hautpflege, etwaigem Burnout vorzubeugen. Kombiniert mit Getreide werden Kürbiskern-Packungen für Gesichtsbehandlungen herangezogen. Und noch mit weiteren „Kraftstoffen“ der steirischen Urnatur können sich die Thermengäste verwöhnen lassen: Neben Kürbisöl kommt auch hausgemachtes Honig-Kräuteröl, Johanniskrautöl oder Efeu-Zinnkrautöl zum Einsatz. Vertraute Wellness-Ingredienzien wie Heublumen oder frische Hochmoor-Erde runden das Erleben à la „Styrian Spa“ ab.

 
Herstellung des Steirischen Kürbiskernöles © Österreich Werbung, Fotograf: Wiesenhofer

„Traditionelle Steirische Medizin“ – oder kurz TSM® – nennt man in Bad Waltersdorf den im Laufe der Jahre entwickelten Stil, der traditionelles Wissen aus dem Bereich der Naturheilkunde mit regionalen Produkten verquickt und der nun als eigene Marke geschützt wird. Die Anlehnung an die komplexen Systeme der TCM, der Traditionellen Chinesischen Medizin, mag vielleicht ein wenig kernig aufgetragen wirken. Zusätzliches Profil verleiht diese regionale Variante der steirischen Thermenregion allemal.


tsm Bluetenkraft Heiltherme Bad Waltersdorf © Thermenland Steiermark.at

Vulkanisches Erbe

Verlässt man die A2 in der Höhe von Bad Waltersdorf, sieht dieses Profil zunächst nach fein komponierter Landschaftsmalerei aus. In weichen, grünen Wellen verlieren sich die oststeirischen Kuppen längst erloschener Vulkankegel aus dem Miozän in Richtung Pannonischer Ebene. Ein saftiger Landstrich weitet sich da, wie geschaffen für kleinere oder größere Spaziergänge. Rollt man im September durch die sanft-hügelige Gegend südöstlich von Graz, so haftet der Region etwas Bukolisches an. Flach verlaufende Hänge mit zahlreichen Apfelsorten und Weinberge wechseln einander ab, das Leuchten der grün-gelb gesprenkelten Kürbisfelder legt erst etwas später im Jahr an Farbe zu.
Dass aber auch der Untergrund einen kostbaren Schatz bereithält, weiß man hier seit vielen Jahrhunderten. Es sind die bis zu 111 Grad heißen Thermal-Quellen, die aus einer Tiefe von bis zu 3.000 Metern nach oben drängen und die der fruchtbaren Gegend heute eine besondere Identität verleihen: „Thermenland Steiermark“ nennt man die Region. Längst verbinden sich mit diesem Begriff mehr als nur wohltuend warme Bäder und Apfel-Masken, markiert das „Thermenland Steiermark“ doch eine bemerkenswerte Erfolgsstory. Nach rund 175 Jahren Thermen-Tradition hat sich hier binnen zweier Jahrzehnte eine weit über die Grenzen des Landes hinaus bekannte Konzentration an Wellness-Einrichtungen etabliert. Sechs Thermen BT Steirisches Thermenland 2/3 sorgen dabei für perfekte Erholung: Bad Radkersburg, Bad Gleichenberg, Loipersdorf, Bad Blumau, Bad Waltersdorf und Sebersdorf.

 

  

  

Bad Gleichenberg: Vom Curort zur Avantgarde-Architektur

Vergleicht man die einzelnen Ziele des leicht überschaubaren Gebiets, so erstaunt zunächst die Vielfalt, in der sich das „Thermenland Steiermark“ präsentiert. Bad Gleichenberg, nur wenige Kilometer südlich von Feldbach und im Zentrum des heutigen Thermenlandes gelegen, taugt da auch aus historischer Perspektive als guter Einstieg. Zumindest seit der Römerzeit werden die alkalischen, von kohlesaurem Natron und Chlornatrium geprägten Gleichenberger Heilquellen genutzt. Darauf verweisen nicht zuletzt auch Funde im lokalen Römerbrunnen: Neben antiken Münzen und versteinerten Haselnüssen tauchte in vier Metern Tiefe ein gut erhaltener römischer Brunnenkranz auf.
Schlendert man an den Fassaden und Cafés der kleinstädtisch geprägten Straßenzüge vorbei, stellen sich aber vor allem Reminiszenzen an den Kur- und Badetourismus der k. u. k. Monarchie ein. Begeistert vom milden pannonischen Klima und dem reizvollen Landschaftsbild der „gleichen Berge“ – es sind sanft bewaldete „Vulkanmugel“ –, legte Reichsgraf von Wickenburg, der damalige Gouverneur der Steiermark, im Biedermeier den Grundstein zum „Curort Gleichenberg“, dem 1926 schließlich das Beiwort „Bad“ im Namen verliehen wurde. Damit blickt Bad Gleichenberg heute auf 175 Jahre Wellnesstourismus zurück, wovon auch der 20 Hektar große Kurpark und Herrschaftsvillen aus der Biedermeierzeit erzählen.


Hauptplatz Bad Gleichenberg, Krug © Bad Gleichenberg

Aber auch die Gegenwart präsentiert sich mit Stil: Das neu entstandene, erst 2008 eröffnete Heilbad mit Kurhaus und das 4-Sterne-Hotel des „Life Medicine Resort“ versprechen auch in architektonischer Hinsicht Labsal – und durften sich dabei über Lob der Architekturkritik freuen. Wasser, Licht, Stein, Holz – so puristisch und elementar, wie es sich für das Prinzip Therme ziemt, fallen diese Bauten aus. Zeitlos scheinen auch die therapeutischen Schwerpunkte zu sein: Nach wie vor steht die Behandlung von Erkrankungen der Luft- und Atemwege sowie der Haut (Neurodermitis und Schuppenflechte) im Mittelpunkt. Ein Novum stellt die Kältekammer zur Behandlung von Schmerzen des Bewegungsapparates und der Migräne dar: Drei Minuten bei minus 110 Grad – so sieht die damit verbundene Therapie aus. Nicht ganz so extrem fällt die übrige Ausstattung aus: Außen- und Innenpools, Luftliegen, Massagewände und Schwallduschen, Wärmebänke, finnische Sauna, Soledampfbad, Infrarotkabine, Kneipp-Becken, Eisgrotte und Ruheräume mit offenem Kamin zählen dazu.

 
Wellness © pixabay

Thermen für jeden Wellness-Typ

Auch Bad Radkersburg, ganz im äußersten Südosten der Steiermark gelegen, hat eine eigene Geschichte zu erzählen. Am Schnittpunkt von drei weiteren Sprach- und Kulturräumen – Slowenien, Kroatien, Ungarn – ist hier nicht nur ein offenes und tolerantes Städtchen entstanden, das sich heute über die Europagoldmedaille für Denkmalpflege freuen darf. Denn als 1927 vor Ort nach Erdöl gebohrt wurde, stieß man auf einen erdalkalischen Säuerling – heute der „Alte Brunnen“ der Kurallee. Offizieller Kurort ist die Grenzstadt zu Slowenien seit 1975, sie setzt mit der Parktherme Bad Radkersburg vor allem auf Bewegung. Typisch für den aktiven Ansatz ist dabei das ganzjährig benutzbare 50-Meter-Sportbecken.

 
Parktherme Bad Radkersburg, Harald Eisenberger, Vitalbecken, Genuss © Thermenland Steiermark.at

Auch die weiter nördlich gelegene, von zahlreichen Brunnen geprägte Stadt Fürstenfeld schlägt in eine ähnlich vitale Kerbe. Immerhin gilt das hier gelegene Freibad mit einer Wasserfläche von 23.000 Quadratmetern als größtes Europas. Ein Zehnmeter-Sprungturm und die 115 Meter lange Speed-Rutsche garantieren hier Badespaß für die ganze Familie. – Ansätze allesamt, die auch die mit BT Steirisches Thermenland 3/3 Wasserattraktionen wie dem wilden „Colorado River“ oder Österreichs breitester Doppelreifenrutsche ausgestattete H20 Therme Sebersdorf verfolgt.

Als Familientherme versteht sich auch die nur wenige Autominuten von Fürstenfeld entfernte Therme Loipersdorf – deren „Baby-Beach“ dank echtem Sand und Muscheln aus Florida, Wellenbad, Acapulco-Becken und Multimedia-Wasserrutsche ebenfalls spielerischen Badefreuden frönt. Doch die Therme Loipersdorf konzentriert sich auch auf alternative Spa-Philosophien.


Luftaufnahme Lebenstherme und mein Schaffelbad Loipersdorf © Thermenland Steiermark.at

 Wer fernöstliche Heilmethoden, ätherische Öle, aber auch schwefelhaltigen Natur-Fango bevorzugt, ist hier am richtigen Ort. Aktiv kann man in Loipersdorf aber auch jenseits der Wasserlinie sein: Ein eigenes, vier Waldstrecken umfassendes Lauf- & Walking-Geflecht wurde im Umfeld der Therme angelegt. Etwas langsamer ist man auf dem nahen Kraftwanderweg unterwegs, am keltischen Baumkreisweg oder dem Kreuz & Quer Pilgerpfad.

Hundertwassers „Paradies um die Ecke“

Dass die Philosophie von Thermen auch mit Beschaulichkeit zu tun hat, darauf verweisen auch andere Beispiele des „Thermenlands Steiermark“. „Errichtung einer künstlerisch gestalteten und begrünten Skulptur, als gartenbautechnisches Schauobjekt. Nicht begehbar.“ – So nüchtern und sachlich beschrieb der Bauplan vor einigen Jahren das damals neueste Kunstwerk des Rogner Bad Blumau, das seit jeher auf die Verbindung von Therme und Kunst setzte.


Therme  Bad Blumau © Thermenland Steiermark.at

Pünktlich zum dreizehnten Geburtstag der Therme Blumau wurde die grüne Skulptur der Wassergöttin fertig gestellt – geschaffen aus drei verzinkten dreidimensionalen Stahlkonstruktionen, die Körper und Hände darstellen, und die mit vierzig Kubikmetern Humus befüllt wurden. Ein idealer Nährboden für tausende Efeupflanzen, Fette Hennen, Hornkraut, Mauerpfeffer, Knöteriche. André Heller, der Schöpfer der grünen Plastik, fügte sich dabei perfekt in das lebende Gesamtkunstwerk ein, das sein malender Kollege Friedensreich Hundertwasser hier hinterlassen hatte: Begrünte Dächer, runde Formen, bunte Fassaden und goldene Kuppeln prägen die fantastische Themenlandschaft, die auf Anhieb zur Ikone des „Steirischen Thermenlands“ wurde.

 
Rogner Bad Blumau Thermen- Hotel  Architekt: Friedensreich Hundertwasser Steiermark
© Österreich Werbung, Fotograf: Rogner Bad Blumau

 „Das Paradies ist um die Ecke“, hatte Friedensreich Hundertwasser einmal gesagt. Überlässt man sich im Rogner Bad Blumau der Vulkania Heilquelle, dann versteht man auf Anhieb, was der Maestro damit gemeint haben mag. Der natürliche Solegehalt dieses Urmeers trägt und macht schwerelos. Wasser wie Seide, aufgefangen in einem See mit der wärmsten Badetemperatur unter freiem Himmel.

LINKTIPPS:

Hundertwasser Therme
www.blumau.com

Thermenland Steiermark
www.thermenland.at

Thermenregion Bad Waltersorf
www.badwaltersdorf.com

H2O
www.hoteltherme.at

Hotel Bad Gleichenberg
www.bad-gleichenberg.at

Kontakt:
Österreich Werbung Wien
Vordere Zollamtsstraße 13
A-1030 Wien
T: +43 (0)1 58 866-383
E-Mail: foto@austria.info

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