Smart shoppen, aktiv erholen und unbeschwert genießen

geschrieben am 22.12.2015, von Tourist Information Bad Münstereifel und FREEONTOUR; Copyright Text und Bildrechte liegen bei Tourist Information Bad Münstereifel Städte & Kultur Wellness & Genuss

In Gestalt zahlreicher bedeutender Baudenkmäler ist das Mittelalter hier noch erlebbar. Ganz gleich aus welcher Richtung man sich der Stadt nähert, als erstes begegnet man der Stadtmauer. Sie schützte einst die Einwohner und Bürger. Da die Stadt aber schon immer davon lebte, dass Gäste sie besuchten, dürfen selbstverständlich auch die Stadttore nicht fehlen. Vier Tore stellten die Verbindung zur Außenwelt her. Durch das Orchheimer Tor im Süden ging es in Richtung Trier. Wer von Aachen kam, betrat die Stadt durch das Heisterbacher Tor im Südwesten. Nach Osten, zur Ahr gewendet, liegt das Johannistor. Die wichtigsten Handelspartner aber saßen im Norden, in Köln. Sie betraten die Stadt durch das Werther Tor.


Werther Tor

Dessen schlanker Bau ragt hoch empor. Im Kreis der Stadttore ist es das jüngste. Sein Vorgängerbau wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts bei einer der großen Überschwemmungen unterspült und stürzte ein. Ursache für die Hochwasser war die Erft. Es mutet seltsam an, dass das Flüsschen, das heute für die Melodie der Stadt sorgt, Katastrophen auszulösen vermochte. Aber die Gefahr wurde durch die Topographie der Stadt heraufbeschworen. Die Tallage erlaubte es nicht, die Erft um den Stadtkern herum zu leiten. So musste das unbezähmbare Wasser durch die Altstadt fließen. Den Ein- und Auslass der Erft sicherte man durch zwei Schosspforten, die durch Fallgatter abgeriegelt werden konnten. Sie stellen eine Besonderheit des Befestigungsbaus dar.


Der Bahnhof auf einer Lithographie aus der Zeit um 1900

Verstärkt wurde die Stadtmauer noch durch die Münstereifeler Burg. Sie thront einem Wächter gleich über der Siedlung. Einer ihrer Bewohner, der Ritter Gottfried von Jülich-Bergheim, ist in einem sehenswerten Grabmal in der ehemaligen Stiftskirche beigesetzt. Diese ist die eigentliche Keimzelle der Stadtentwicklung. Aus einer Klostergründung des frühen 9. Jahrhunderts entwickelte sich ein Wallfahrtsort. Gerne kann man die Pilger als erste, religiös motivierte Touristen ansprechen. Sie suchten die Reliquien von St. Chrysanthus und Daria auf, einem römischen Märtyrerehepaar. Sie sind zugleich die Schutzpatrone der Ehe und der Stadt, in der sie ruhen.

Vor den Toren des Klosters entwickelte sich ein Markt, der im Laufe der Geschichte Anschluss an den Fernhandel fand. Nicht ohne Neid schrieb zu Beginn des 17. Jh. der Bürgermeister einer Nachbarstadt: „Münstereifel ist ein Gewerbstadt!“ Danach entwickelte sich der Ort zu einem Zentrum der Gegenreformation. Wie stark die katholische Religion die Stadt prägte, kann man heute noch am Stadtgrundriss ablesen. Die ehemaligen Gebäude der Jesuiten und der Karmeliterinnen sind erhalten. An die Kapuziner erinnern nur wenige Überreste.


Partie an der Erft, Blick über die Erft auf Schultes Eck

Um so schmerzhafter waren dann die Einschnitte im Gefolge der Französischen Revolution. Münstereifel verlor seine Funktion als Mithauptstadt im Herzogtum Jülich und damit auch alle Einrichtungen, die mit diesem Status verbunden waren. Im 19. Jahrhundert verarmte die Stadt zusehends. Allerdings wurde dadurch das Stadtbild konserviert und nicht durch eine Industrialisierung zerstört. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts erkannte man, welches Kapital man in diesem Stadtbild besaß. Man begann es zu pflegen und bereitete den Ort auf einen neuen Gewerbezweig vor, den Tourismus.


In der Nähe des Steinfelder Tors, dem Aufgang zur Burg, erinnern zwei Gastgeschenke aus England an die Städtpartnerschaft mit Ashford/Kent. Auch mit Fougères in der Bretagne ist man verschwistert.

Was man ab den 1880ern begann, baute man in den 1920ern aus. Münstereifel wurde zum Kneipp-Heilbad des Westens. Die Touristen waren jetzt zumeist Kurgäste, die in der Stadt und der sie umgebenden Natur Gesundheit und Erholung suchten und fanden. Die Kur nach den Lehren des „Wasserdoktors“ Pfarrer Kneipp ist auch heute noch lebendig in Bad Münstereifel. Seit kurzem aber macht die Stadt wieder als Handelsstadt auf sich aufmerksam. Mit der Eröffnung des City Outlets knüpft man in gewisser Weise wieder an die Bedeutung des Handels während des Mittelalters an. Damals war Münstereifel ein bedeutendes Zentrum der Tuchproduktion und des Stoffhandels.

Die Gäste, die heute zum preisbewussten Einkaufen nach Bad Münstereifel kommen, erfreuen sich nicht nur am Angebot der Geschäfte, sondern auch am Stadtbild. Gerne nutzen sie die von der Tourist-Information organisierten Stadtführungen, um sich von geschulten Stadtführerinnen und Stadtführern die Stadt zeigen zu lassen. Wie schon angedeutet, ist diese reich an Geschichte. Aber die Baudenkmäler wie die romanische Stiftskirche, das gotische Rathaus oder das barocke Windeckhaus mit seinem pittoresken Schnitzwerk erfährt man intensiver, wenn es von einem Insider und Kenner erklärt wird.

      
Das mächtige Westwerk der Stiftskirche St. Chrysanthus und Daria


Das gotische Rathaus in der Marktstraße wird zu den schönsten seiner Art im Rheinland gezählt

Rund um den historischen Stadtkern lockt die wanderbare Natur. Eine Wanderpauschale „Wandern ohne Gepäck“ bietet die ideale Chance, das Naherholungsgebiet Münstereifeler Wald kennenzulernen. Die Jakobswege von Köln und Bonn in Richtung Trier vereinen sich im Stadtgebiet. Als weiteren Qualitätswanderweg gibt es den Eifeler Kräuterpfad. Er ist der Zubringer zum Eifelsteig und verbindet die Kommunen Nettersheim und Bad Münstereifel. Beide Orte richten gemeinsam den „Eifeler Kräutertag“ aus. Er ist ein festes Glanzlicht im Jahreskreis. Gezielt hat man Bad Münstereifel in den letzten Jahren zur „Kräuterstadt“ ausgebaut, denn zur Kneipp-Therapie gehört als eine der fünf Wirkprinzipien die Phytotherapie, die auf die Heilkräfte aus Mutter Natur setzt.

 
Blick in die Orchheimer Straße mit Windeckhaus; Das markante Fachwerkhaus mit dem gelben Anstrich
fällt gleich ins Auge. Es ist das Windeck-Haus und seit 2012 sogar Briefmarkenmotiv

Ein weiteres Kneipp-Prinzip ist die Bewegungstherapie. Darauf zielen neben dem Wanderangebot die Mountain-Bike-Routen und die Nordic-Walking-Strecken. Attraktiv für Familien ist das eifelbad mit seiner 132m-Rutsche. Zum Thema Gesundheit gesellt sich so das Wohlfühlen, die „Wellness“. Zu ihr gehört nicht zuletzt das kulturelle Angebot. Sehenswerte Museen und das Kulturhaus theater1 begeistern Kulturinteressierte.

Neben dem Autobahnanschluss der A1 erreicht man die Stadt über die A61 oder die B51. Ein Bahnanschluss ist ebenfalls vorhanden. Erwähnenswert ist auch der Wohnmobilstellplatz am Eifelbad.

Smart shoppen, aktiv erholen, Natur und Kultur genießen – diese und einige Möglichkeiten mehr bietet Bad Münstereifel. Ein Besuch lohnt sich jederzeit, denn die Stadt ist in jeder Jahreszeit anziehend schön.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:
Tourist-Information, Kölner Straße 13, 53902 Bad Münstereifel, Telefon 0 22 53 54 22 44,
touristinfo@bad-muenstereifel.de , www.bad-muenstereifel.de

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