Reiseziele für Camper: Tipps von der CMT 2020

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von FREEONTOUR

Reiseziele für Camper: Tipps von der CMT 2020

Wo geht die Reise 2020 hin? Trends und Highlights von der CMT in Stuttgart

Die Caravaning- und Urlaubsmesse CMT 2020 in Stuttgart neigt sich ihrem Ende entgegen. Der Endspurt läuft noch bis zum 19. Januar. Freeontour hat sich auf der Messe nach interessanten Reisezielen und Highlights in Deutschland und Europa umgesehen. Hier kommt ein kurzer Überblick:  

Allgemeine Trends im Campingbereich

Nicht nur die sich abzeichnenden Rekordbesucherzahlen der CMT belegen, dass die Reise- und insbesondere die Campinglust in Deutschland ungebrochen ist: Allein am ersten Messewochenende verzeichnete die Messe mehr als 90.000 Besucher. Das entspricht einem Plus von 12 Prozent im Vergleich zur CMT 2019. Auch die Statistiken der Caravaningbranche zeigen, dass immer mehr Menschen ihre Vorliebe für den Campingurlaub entdecken - ob nun mit Zelt, Campervan, Reisemobil oder Wohnwagen. Der Nachteil dabei: Die Anzahl der Campingplätze und Stellplätze in Deutschland und Europa wächst leider nicht im selben Umfang wie die Anzahl der Camper. Insbesondere in der Hauptsaison und an beliebten langen Wochenenden wird es insbesondere im Einzugsgebiet der beliebtesten Reiseziele eng für Wohnmobilisten und Caravaner. Da schadet es nicht, wenn man sich vorzeitig schon einmal Gedanken über alternative Reiseziele macht, um diesem Ansturm aus dem Weg zu gehen. 

Trendziele am Mittelmeer - Kroatien und Montenegro 

So hat sich Kroatien im Lauf des letzten Jahrzehnts zu einem extrem beliebten Reiseziel für den Campingurlaub entwickelt - ob mit Wohnmobil oder Caravan. Das liegt unter anderem auch daran, dass in Kroatien in den vergangenen Jahren viel in die Infrastruktur der Campingplätze investiert wurde. Trotzdem kann es hier in der Hauptsaison mittlerweile sehr voll sein. Als Alternative am Mittelmeer bietet sich hier das kleine Nachbarland Montenegro an, das sich 2020 als Partnerland der CMT präsentiert hat. Unser Eindruck: Montenegro hat auf kleiner Fläche viele schöne Dinge zu bieten - von tollen Panoramen und unberührten Berglandschaften über historische Küstenstädtchen bis hin zu lebhaften Stränden. Fünf Nationalparks und teils spektakulär anmutende Panoramastraßen, haben hier auch einiges für Camper zu bieten. Mit derzeit 43 Campingplätzen ist die Infrastruktur an der Küste und im Hinterland im Bereich der Nationalparks außerdem recht gut ausgebaut. Im mittleren Inland fehlt es aber noch an Campingplätzen. Generell soll es in den kommenden Jahren aber noch 20 bis 30 weitere Campingplätze geben. Auch an der Straßeninfrastruktur wird derzeit kräftig gebaut. 

Der Italien-Urlaub wird aktiver und umweltbewusster

An der Spitze der Auslandsreiseziele steht sowohl bei Caravanern als auch Reisemobilisten aber nach wie vor Italien. Und hier tut sich vor allem für diejenigen etwas, die außerhalb der Hauptsaison mit ihrem Camper unterwegs sind. In der norditalienischen Emilia Romagna setzt man in der Adriastadt Cervia sowie im Hinterland in Bertinoro beispielsweise aufs Rad - ob nun mit oder ohne E-Unterstützung. Mit dem neuen Projekt Cervia Bike Tourism sollen nicht nur Familien angesprochen werden, die während ihres Badeurlaub einmal eine Radtour in den Pinienwäldern unternehmen möchten, sondern auch Sportive und ambitionierte Sportler, die in den Hügeln des Hinterlands Kilometer machen wollen. 

So führt die Tour Romagna dello Spungone vorbei an Burgen, Weinbergen und pittoresken Dörfern. Auf einer Etappe sind dabei 1240 Höhenmeter zu bezwingen. Kein Wunder also, dass 2020 auch der Giro d’Italia in Cervia Station macht. Die Region ist jedoch nicht nur für sportlich Ambitionierte das richtige Pflaster, sondern auch für Weinliebhaber. Das Städtchen Bertinoro beispielsweise, der auch als Balkon der Emilia Romagna bezeichnet wird, ist bekannt für seine sehr leckeren Tropfen aus den Rebsorten Albana und Sangiovese. Beide Orte lassen sich übrigens auch umweltbewusst mit dem Fahrrad gut verbinden - Fahrräder und E-Bikes können in beiden Orten gemietet werden..

Auch auf Sardinien spielt Nachhaltigkeit eine zunehmend große Rolle. So startet die Campingplatzvereinigung Camping Faita, zu der 41 Campingplätze der Mittelmeerinsel zählen, Projekt Kilometer Null gestartet. Dabei handelt es sich um ein kulinarisches und kulturelles Projekt, das die Campingplätze an der Küste enger mit dem Hinterland verknüpfen soll. Einerseits sollen dabei in den Shops und Restaurants der Campingplätze verstärkt regionale Produkte und Rohwaren der ländlichen Produzenten angeboten werden. Andererseits sind Veranstaltungen und Workshops auf den Campingplätzen geplant, bei denen die lokalen Handwerksbetriebe und Landwirte ihr Handwerk vor Ort präsentieren und demonstrieren und teils auch zum Mitmachen animieren. Ziel ist einerseits, den Kontakt mit den Einheimischen zu ermöglichen, ohne viele Kilometer fahren zu müssen. Gleichzeitig soll dadurch zum Erhalt dieser kleinen ruralen Betriebe nachhaltig beigetragen werden.  

Blick in die Heimat: Highlights in Baden-Württemberg 

Eines der Highlights in heimischen Gefilden wird in diesem Jahr sicherlich die Landesgartenschau in Überlingen sein. Wenn sie am 23. April 2020 ihre Tore öffnet, wird es die erste Landesgartenschau sein, die direkt am Bodensee liegt. Gerade die direkte Lage am See macht die Veranstaltung zu etwas Besonderem, da sowohl Ausstellungsbereiche an Land als auch m und auf dem Wasser geplant sind. Vor allem der neue Uferpark am Bodensee wird ein bleibendes Highlight in Überlingen werden. Hier, am westlichen Stadteingang, herrschten bisher Betonmauern und versiegelte Flächen vor. Der Bodensee selbst war hier nicht zugänglich. In Zukunft sollen stattdessen in dem sechs Hektar großen Uferpark Freizeit- und Spielbereiche, eine dauerhafte Gastronomie sowie neue Seezugänge und naturnahe Freiräume locken. So wurde die Vielfalt der Gehölzstrukturen wiederhergestellt und in einem Teil des Flachufers neuer Strandrasen angesiedelt. 

Ebenfalls zur Ausstellungsfläche der Landesgartenschau zählen die Villengärten mit einer neu angelegten Grünfläche am See inklusive neuem Spielplatz und einem Pflanzenhaus, in dem nach der Landesgartenschau vor allem die wertvolle Kakteensammlung der Stadt Überlingen dauerhaft untergebracht werden soll. Über einen Steg, der unmittelbar vor der Villa von den Villengärten in den See hineinführt, werden erstmals auch Schwimmende Gärten begehbar sein: Sechs Gärten sollen direkt an den Steg angedockt werden, einige schwimmen frei auf der Wasseroberfläche. Auch die Menzinger Gärten sollen künftig für die Öffentlichkeit zugänglich sein und eine tolle Aussicht auf die Gärten, die Stadt und den See bieten. Auch die bislang kaum zugänglichen Kleingärten beim Rosenobelturm wurden umgestaltet und sollen ab der Landesgartenschau für jedemann zugänglich sein - insbesondere auch der Rosenobelturm, der dann begehbar ist und einen 18 Meter hohen Aussichtspunkt über die Stadt und die Umgebung darstellt.

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